regelmäßige Teilnahme an der Angehörigenund Betreuungsgruppe

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1 HALMA e.v./sabine Seipp Berliner Platz Würzburg

2 Ausgangslage: vermehrt Anfragen von berufstätig pflegenden Ehepartnern 2006 Bedürfnisse der Ehepartner während der Erwerbsphase Verfügen über Wissen hinsichtlich des Krankheitsbildes Rolle innerhalb der Familie unsichere finanzielle Absicherung im Alter Probleme mit Arbeitgeber bei Veränderung der Arbeitszeit kein gemeinsames Älter werden Suche nach pflegenden Angehörigen in ähnlicher Situation Suche nach sinnvoller Beschäftigung für den Demenzkranken unter Altersgleichen zwischen 49 und 60 Jahre alt teilzeit bis ganztägig Berufstätig seit 30 Jahren verheiratet Kinder zwischen 19 und 32 Jahren sind in der Kindererziehungszeit zuhause geblieben kümmern sich um die eigenen Eltern/Schwiegereltern organisatorische Angelegenheiten (SGB XI, Schwerbehindertenausweis, med. Möglkt. Rehabilitationsmöglichkeiten) mehrere Beratungstermine (gemeinsam mit Kindern, weiteren Angehörigen u. Freunden) Autofahren Finanzierungsmöglichkeiten der Versorgung und Pflege ohne Pflegestufe Perspektive für ein Leben nach der Pflege Und was ist mit mir? Was kann ich für mich selber tun?

3 alle Teilnehmer hatten mindestens einen Beratungstermin Abendkurs (Sept bis März 2007) Kursinhalte wurden aus den Inhalten der Beratungen entwickelt Bedürfnis nach einem Spezialkurs war der Wunsch der Ratsuchenden Kooperation mit BARMER und Deutscher Rentenversicherung Wie baue ich mir ein soziales Netz? Wo bleiben meine Wünsche? Wie geht es weiter? Rechtliche und finanzielle Fragen (Rentenversicherung, SGB XI, Betreuungsrecht) Vereinbarkeit von Beruf und Versorgung des erkrankten Ehepartners Aneignung von Wissen hinsichtlich der Demenzerkrankung Wie sage ich es meinen Kindern? Umgang mit Schuldgefühlen? Was hätte mir geholfen in der Anfangszeit der Erkrankung? Entstehung von Stress und Entspannungstechniken regelmäßige Teilnahme bedingt durch den einmal monatlich stattfindenden Kurs entstand ein reger Austausch über den unterschiedlich raschen Verlauf der Erkrankung Teilnehmer freuten sich immer sehr auf das Zusammensein auch wenn sie müde vom Berufsalltag kamen und die abendliche Versorgung organisiert werden musste

4 parallel zum Kurs wurde eine Gruppe für die Kinder angeboten Treffen fand zweimal in der Beratungsstelle statt drittes Treffen fand im Lokal statt Angebot in Anbindung an HALMA wollten sie nicht bedingt durch Ausbildung und Beruf war es hier schwierig, eine Gruppe aufzubauen bringen ihre Partner gemeinsam zur Betreuungsgruppe am Samstagnachmittag Lebenssituation bei Wiedereinstieg in den Beruf und Planung der Altersteilzeit Demenzkranke werden in Tagespflege als ehrenamtliche Helfer eingesetzt für die älteren Menschen (Akzeptanz) regelmäßige Teilnahme an der Angehörigenund Betreuungsgruppe telefonischer Austausch untereinander gemeinsame Unternehmungen und gegenseitige Einladung Betreuungsgruppe parallel zur Angehörigengruppe Tanzcafé gemeinsame Unternehmungen Angehörigenwochenende mit Betreuung der Demenzkranken Kursangebot Diplomarbeit zu diesem Thema

5 I. Anpassung an die Krankheit II. Subjektives Belastungserleben III. Familieninterne Ressourcen IV. Externe Hilfen V. Konsequenzen für das professionelle Hilfesystem zusätzliche Erkrankungen (Diabetes) Hin- und hergerissen zwischen Beruf, Haushalt, Garten und Betreuung Häufung unterschiedlicher Verpflichtungen Klammern des Partners Auseinandersetzungen mit den Kassen Einschränkung der Lebensqualität Rückzug von Bekannten und Freunden Vergleich mit schlimmeren Schicksalen Verharmlosung der eigenen Situation großes Engagement; Hoffnung, dass Krankheit auf Plateau bleibt Überwindung der Phasen der Verleugnung und Depressivität Glaube Berufstätigkeit als Ausgleich vorherige familiäre Pflegeerfahrung Internetrecherchen der Kinder Entspannungsverfahren gem. mit Partner Tagträume Distanz durch Engagement in anderen Bereichen

6 getrennte Schlafzimmer gute Partnerschaft in gesunden Zeiten emotionale Nähe zum Partner durch die tägliche Pflege gegenseitiges Empfinden von Freude vorweggenommene Auseinandersetzung mit der Zeit nach dem Tod des Partners Austausch mit Gleichbetroffenen in der Angehörigengruppe regelmäßige telefonische Kontakte mit der Beratungsstelle (aufsuchende) Pflegedienste werden gezielt eingesetzt Erleichterung bei finanziellen Hilfen Verbesserung der ärztlichen Begleitung und Beratung bei Mitteilung der Diagnose Scham, dass Pflegedienst ins Haus kommt Beratungsstelle, Angehörigengruppe Haushälterin, stundenweise Entlastung Beschäftigungstherapie Gespräche mit Pfarrer technische Hilfsmittel allen Befragten fällt es schwer, ihr soziales Umfeld um Hilfe zu bitten Kinder werden nur in Notfällen in Anspruch genommen drei der vier Ehepartner ziehen Kraft und positive Gefühle aus der Pflege bessere finanzielle Absicherung während der Zeit der Pflegetätigkeit

7 flexiblere Pflege- und Betreuungsangebote Informationen aus einer Hand Betreuung am Wochenende Betreuung für jüngere Demenzkranke und Menschen mit Verhaltensauffälligkeiten es bestehen übersteigerte Vorstellungen und Erwartungen in der Fachwelt, Hilfen anzunehmen in der Fachwelt Wunsch nach flexibleren Arbeitszeiten, Heimarbeitsplätzen frühzeitiger gezielter Unterstützung kommt eine weichenstellende Rolle zu Öffentlichkeitsarbeit (z.b. Kinofilm)

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