II. QUARTAL novus INTERNATIONALE RECHNUNGSLEGUNG. Verzögerung der Erstanwendung des Erlöserfassungsstandards

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "II. QUARTAL 2015. novus INTERNATIONALE RECHNUNGSLEGUNG. Verzögerung der Erstanwendung des Erlöserfassungsstandards"

Transkript

1 II. QUARTAL 2015 novus INTERNATIONALE RECHNUNGSLEGUNG Verzögerung der Erstanwendung des Erlöserfassungsstandards

2 novus EDITORIAL Vorwort Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser, ungefähr vor einem Jahr haben das IASB und das FASB ein einheitliches Modell zur Erlösrealisierung veröffentlicht. Beide Standards sind auslegungsbedürftig. Daher hat das FASB bereits einen Entwurf eines Änderungsstandards veröffentlicht. Gegenstand der geplanten Änderungen sind die Identifizierung von Leistungsverpflichtungen sowie die Regelungen im Zusammenhang mit Lizenzen. Das IASB beabsichtigt ebenfalls einen Entwurf mit Klarstellungen zu IFRS 15 im ersten Quartal 2016 herauszugeben. Allerdings zeichnet sich ab, dass das IASB insgesamt sehr viel geringere Änderungen als das FASB vorschlagen wird. Daher wird es keine übereinstimmenden Regelungen zur Realisierung von Umsätzen nach IFRS und US-GAAP geben. Beide Boards haben sich für eine Verschiebung des Erstanwendungszeitpunkts um ein Jahr ausgesprochen. Für IFRS 15 kann davon ausgegangen werden, dass sich der Zeitpunkt der Erstanwendung auf den verschieben wird. Das Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) hat am eine Stellungnahme zur Rechnungslegung zur Wertminderung von Vermögenswerten nach IAS 36 (IDW RS HFA 40) verabschiedet. Das IDW hat festgestellt, dass die Regelungen zur Wertminderung von Vermögens werten nach IAS 36 eine Vielzahl von komplexen Anwendungsfragen aufwerfen, die zu teilweise kontroversen Diskussionen zwischen Abschlusserstellern und -prüfern führen. Darüber hinaus betrachten nationale und internationale Enforcement-Einrichtungen den Impairment-Test unverändert als einen besonders fehleranfälligen Aspekt der IFRS-Rechnungslegung. Mit dieser Verlautbarung will das IDW eine Anwendungsunterstützung für die Praxis entwickeln und die Qualität der Abschlüsse verbessern. Wir wünschen Ihnen eine spannende Lektüre! Zögern Sie nicht, uns anzusprechen! Uwe Harr Wirtschaftsprüfer, Steuerberater und Partner bei Ebner Stolz 2

3 novus EDITORIAL INHALT IASB Erstanwendungszeitpunkt IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden wird sich verschieben 4 IASB veröffentlicht Änderungen am IFRS für KMU 5 ED/2015/1, Klassifizierung von Verbindlichkeiten Änderungen an IAS 1 5 Überarbeitung des Rahmenwerks für die Finanzberichterstattung 5 SONSTIGE STANDARDSETTER IDW veröffentlicht Stellungnahme zu Wertminderungen nach IAS 36 (IDW RS HFA 40) 6 IDW veröffentlicht einen Erweiterungsentwurf zu 7 IDW RS HFA 9 um Reverse Factoring-Transaktionen Abschlussprüfungsreformgesetz Referentenentwurf vom Änderungen im Corporate Governance Kodex 12 Neue kapitalmarktrechtliche Regelungen ab Juli 2016 Dringender Handlungsbedarf 13 insbesondere bei im Freiverkehr notierten Gesellschaften Neue aktienrechtliche und mitbestimmungsrechtliche Vorschriften 14 zur Besetzung des Aufsichtsrates EU ENDORSEMENT EFRAG: Aussetzung EU-Endorsement-Prozess zu den Änderungen an IFRS 10 und IAS Übernahme des neuen Standards für Finanzinstrumente (IFRS 9) in der EU 15 EU-Endorsement Status Report 16 DPR DPR veröffentlicht Tätigkeitsbericht für das Jahr Fehlerfeststellungen 17 INTERN Ansprechpartner und Termine 20 3

4 novus IASB Auch bei einer Anwendung des IFRS 15 erst ab sollten bereits frühzeitig die Auswirkungen analysiert werden. Erstanwendungszeitpunkt IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden wird sich verschieben Vor ungefähr einem Jahr (Mai 2014) haben das IASB und das FASB ihr gemeinsames Projekt zur Überarbeitung der Vorschriften zur Erlöserfassung mit der Veröffentlichung von IFRS 15 (IASB) und Topic 606 (FASB) abgeschlossen. Beide Regelungen sollten zum in Kraft treten. Das IASB hat am den erwarteten Entwurf ED/2015/2 Zeitpunkt des Inkrafttretens von IFRS 15 veröffentlicht. Durch die vorgeschlagene Änderung soll der Erstanwendungszeitpunkt von IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden um ein Jahr auf den verschoben werden. Mit diesem Entwurf folgt das IASB dem FASB, das bereits Anfang April 2015 einen entsprechenden Änderungsentwurf veröffentlicht hat. Eine freiwillige vorzeitige Anwendung wird weiterhin zulässig sein, so dass Unternehmen die Möglichkeit haben IFRS 15 vorzeitig anzuwenden. Die EFRAG hat bereits vor Verabschiedung dieser Entwurfsfassung eine Empfehlung gegenüber der EU-Kommission zur Übernahme von IFRS 15 in die EU ausgesprochen. Die Empfehlung der EFRAG ist von der Entscheidung des IASB nicht negativ betroffen, da die EFRAG empfohlen hat, IFRS 15 mit dem vom IASB gesetzten Zeitpunkt des Inkrafttretens zu übernehmen. Dementsprechend ist damit zu rechnen, dass sich der Erstanwendungszeitpunkt von IFRS 15 in der Europäischen Union entsprechend verschieben wird. Das EU Endorsement für IFRS 15 wird im I. Quartal 2016 erwartet. Das IASB und das FASB haben nach Veröffentlichung ihrer Erlöserfassungsstandards eine gemeinsame Beratungsgruppe (Transition Ressource Group for Revenue Recognition, TRG) eingerichtet, die die Boards über potentielle Interpretationssachverhalte und Schwierigkeiten bei der Umsetzung des neuen Standards informieren soll. Seit Verabschiedung der Standards fanden bereits vier Sitzungen statt. Die Sitzungsunterlagen und Ergebnisse sind auf der Internetseite des IASB veröffentlicht. Das FASB hat bereits als Ergebnis der Erörterungen mit der TRG einen Entwurf eines Änderungsstandards veröffentlicht. Gegenstand der geplanten Änderungen sind der Erstanwendungszeitpunkt, die Identifizierung von Leistungsverpflichtungen sowie die Regelungen im Zusammenhang mit Lizenzen. Der IASB beabsichtigt ebenfalls, einen Entwurf mit Klarstellungen zu IFRS 15 im I. Quartal 2016 herauszugeben. Allerdings zeichnet sich ab, dass das IASB insgesamt sehr viel geringere Änderungen als das FASB vorschlagen wird. Die Überarbeitung der Erlösstandards wird vermutlich nicht kongruent erfolgen. Insoweit wird das Ziel übereinstimmender Regelungen zur Realisierung von Umsätzen nach IFRS und US-GAAP nicht vollständig erreicht werden. Hinweis: Auch wenn sich der Erstanwendungszeitpunkt für EU-Anwender auf den verschieben wird, sollte dennoch zeitnah mit einer Analyse der Auswirkungen unter Berücksichtigung des angekündigten Änderungsstandards begonnen werden. Bei der erstmaligen Anwendung von IFRS 15 hat ein Unternehmen den Standard vollständig für die laufende Berichtsperiode anzuwenden. Dazu gehört auch die rückwirkende Anwendung auf alle Verträge, die zu Beginn der Berichtsperiode noch nicht erfüllt waren. Im Hinblick auf frühere Berichtsperioden besteht ein Wahlrecht. Danach ist es möglich, entweder IFRS 15 vollständig auf frühere Berichtsperioden (mit bestimmten begrenzten praktischen Vereinfachungen) anzuwenden oder die Beträge beizubehalten, die nach den zuvor geltenden Standards berichtet wurden, und die kumulierten Auswirkungen aus der Anwendung von IFRS 15 als Anpassung des Anfangssaldos des Eigenkapitals zum Zeitpunkt der Erstanwendung (Beginn der laufenden Berichtsperiode) zu erfassen. Beide Methoden erfordern allerdings eine zeitnahe Analyse der Auswirkungen, da deren Komplexität und Zeitaufwand nicht zu unterschätzen sind. 4

5 novus IASB IASB veröffentlicht Änderungen am IFRS für KMU Das IASB hat am begrenzte Änderungen an seinem International Financial Reporting Standard für kleine und mittelgroße Unternehmen (IFRS für KMU) veröffentlicht. Die Vorschläge resultieren aus der ersten umfassenden Überprüfung des Standards, welche im Jahr 2012 begonnen wurde. Die wesentlichen Veränderungen betreffen die Anwendung des Neubewertungsmodells für Sachanlagen und die Angleichung von Ansatz und Bewertung latenter Steuern an die aktuellen Rechnungslegungsvorschriften des IAS 12 Ertragsteuern. Die meisten Änderungen im Rahmen der Überprüfung des IFRS für KMU betrafen lediglich Klarstellungen und keine generellen Änderungen der bestehenden Anforderungen. Daher darf man auf ein besseres Verständnis seitens der Unternehmen sowie Abschlussadressaten hinsichtlich des IFRS für KMU ohne sonstige Effekte auf die Berichterstattung oder Anhangangaben hoffen. Es wurden 140 Länder zur Einführung des IFRS für KMU untersucht. Von diesen 140 Ländern haben 72 bestätigt, dass sie diesen Standard momentan freiwillig oder verpflichtend umsetzen. Weitere 14 Länder prüfen derzeit, ob sie die Vorschrift annehmen wollen. In Deutschland nimmt der Standard bisher keine bedeutende Rolle ein. Hinweis: Die Anpassungen am IFRS für KMU treten für Berichtsperioden in Kraft, die am oder nach dem beginnen. Eine frühere Anwendung ist zulässig. Der Änderungsstandard steht kostenpflichtig auf der Homepage des IASB zur Verfügung. ED/2015/1, Klassifizierung von Verbindlichkeiten Änderungen an IAS 1 Am wurde vom IASB mit dem ED/2015/1 Klassifizierung von Verbindlichkeiten ein Entwurf zu einer Änderung des IAS 1 Darstellung des Abschlusses veröffentlicht. Insgesamt soll mit dem Entwurf die bilanzielle Darstellung anhand von klarstellenden Kriterien für die Klassifizierung einer Verbindlichkeit als kurz- oder langfristig verbessert werden. Die Vorschläge des IASB zielen insbesondere auf folgende Punkte ab: ffdie genaue Klassifizierung einer Verbindlichkeit als kurz- oder langfristig muss auf Rechten basieren, die zum Bilanzstichtag bestehen. Besteht hier das Recht, die Erfüllung einer Verbindlichkeit um mindestens 12 Monate zu verschieben, ist eine Verbindlichkeit als langfristig einzustufen. ffzusätzlich wird in dem Entwurf der Zusammenhang zwischen der Erfüllung einer Verbindlichkeit und dem tatsächlichen Abfluss von Mitteln aus dem Unternehmen klargestellt. Hierzu erläutert das IASB, dass eine Erfüllung dann vorliegt, wenn Barmittel, Eigenkapitaltitel, sonstige Vermögenswerte oder Leistungen an die Gegenpartei übertragen werden. Damit verdeutlicht das IASB, dass eine verlängerte Kreditaufnahme keine Erfüllung einer Verbindlichkeit darstellt und die betreffende Verbindlichkeiten damit nicht als kurzfristig einzustufen sind. Hinweis: Der Entwurf enthält keinen Vorschlag zum Erstanwendungszeitpunkt. Es wird jedoch vorgeschlagen, die Änderungen retrospektiv anzuwenden. Die Kommentierungsfrist endete am Der Entwurf steht auf der Internetseite des IASB zum Download zur Verfügung. Überarbeitung des Rahmenwerks für die Finanzberichterstattung Das IASB hat am den Entwurf einer Überarbeitung des Rahmenkonzepts für die Finanzberichterstattung (ED/2015/3) und einen Entwurf mit vorgeschlagenen redaktionellen Folgeänderungen an einzelnen Standards (ED/2015/4) veröffentlicht. Hierüber werden wir in unserer nächsten Ausgabe ausführlich berichten. 5

6 novus SONSTIGE STANDARDSETTER IDW veröffentlicht Stellungnahme zu Wertminderungen nach IAS 36 (IDW RS HFA 40) Das Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) hat am eine Stellungnahme zur Rechnungslegung zur Wertminderung von Vermögenswerten nach IAS 36 (IDW RS HFA 40) verabschiedet. Das IDW hat festgestellt, dass die Regelungen zur Wertminderung von Vermögenswerten nach IAS 36 eine Vielzahl von komplexen Anwendungsfragen aufwerfen, die zu teilweise kontroversen Diskussionen zwischen Abschlusserstellern und -prüfern führen. Darüber hinaus betrachten nationale und internationale Enforcement-Einrichtungen den Impairment-Test unverändert als einen besonders fehleranfälligen Aspekt der IFRS-Rechnungslegung. Mit dieser Verlautbarung will das IDW eine Anwendungsunterstützung für die Praxis entwickeln und die Qualität der Abschlüsse verbessern. Die Regelungen des IAS 36 sollen sicherstellen, dass Vermögenswerte nicht mit einem Wert angesetzt werden, der den erzielbaren Betrag (recoverable amount) übersteigt. Der erzielbare Betrag ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Abgangskosten (fair value less costs of disposal) und Nutzungswert (value in use). In der Stellungnahme zur Rechnungslegung werden u. a. die folgenden Themengebiete angesprochen: Schätzung der künftigen Zahlungsströme, Behandlung von Ertragsteuern, Ermittlung des Kapitalisierungszinssatzes, Abgrenzung von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, Allokation und Reallokation des Geschäfts- oder Firmenwerts sowie Anhangangaben. Ferner enthält er Anwendungshinweise zur Werthaltigkeitsprüfung für zahlungsmittelgenerierende Einheiten mit Geschäfts- oder Firmenwert bei Existenz nicht beherrschender Anteile sowie zur Werthaltigkeitsprüfung von assoziierten Unternehmen. Eine ausführliche Darstellung zum Inhalt der Entwurfsfassung ist in unserem novus Internationale Rechnungslegung III. Quartal 2014 enthalten. Die endgültige Stellungnahme weist keine wesentlichen Änderungen gegenüber der Entwurfsfassung auf. Hinweis: Die IDW Stellungnahmen zur Rechnungslegung haben zwar keinen unmittelbaren Gesetzesrang, sind aber gleichwohl für die Bilanzierenden von höchster Relevanz, da diese die Berufsauffassung der Wirtschaftsprüfer darlegen und ein Abschlussprüfer eine Abweichung hiervon im Prüfungsbericht darstellen muss. Der neue Rechnungslegungsstandard wird die Vorschriften zur Werthaltigkeitsprüfung für bestimmte Vermögenswerte und zahlungsmittelgenerierende Einheiten einschließlich Geschäfts- oder Firmenwert (IDW RS HFA 16) ersetzen und wesentlich erweitern. IDW RS HFA 40 ist in Heft 6/2015 der IDW Fachnachrichten sowie im WPg-Supplement 2/2015 veröffentlicht. Mit der Veröffentlichung in den IDW Fachnachrichten ist IDW RS HFA 40 anzuwenden. Die Stellungnahme des IDW zu Wertminderungen nach IAS 36 stimmt weitgehend mit der Entwurfsfassung überein. 6

7 novus SONSTIGE STANDARDSETTER IDW veröffentlicht einen Erweiterungsentwurf zu IDW RS HFA 9 um Reverse Factoring-Transaktionen Das IDW hat immer häufiger Anfragen zu Reverse-Factoring-Gestaltungen erhalten und daher beschlossen die IDW Stellungnahme zur Rechnungslegung, Einzelfragen zur Bilanzierung von Finanzinstrumenten nach IFRS (IDW RS HFA 9), zu ergänzen. Beim typischen Factoring werden Forderungen eines Unternehmens (Gläubiger/Lieferant) gegenüber seinen Kunden vor deren Fälligkeit an einen Factor (Bank, Factoringgesellschaft oder ähnliche Vertragspartei) verkauft. Das Factoring ist eine mögliche Finanzierungsquelle für das Unternehmen, um über Liquidität bereits vor dem Zahlungsziel der Kunden zu verfügen. Im Gegensatz dazu soll durch ein Reverse-Factoring-Modell eine Finanzierung der Verbindlichkeit erreicht werden. Dementsprechend verständigen sich Gläubiger (Lieferant) und Schuldner (Kunde) auf einen Verkauf bestehender und/ oder zukünftiger Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an einen Factor. Solche Modelle werden regelmäßig nicht vom Lieferanten, sondern vom Kunden oder von dem finanzierenden Factor initiiert. Hierbei werden nicht selten die ursprünglichen Vertragsbedingungen und die ursprüngliche Forderung geändert. Beispiele hierzu sind eine mögliche Verlängerung des Zahlungsziels mit wahrscheinlich zusätzlichen Zinsen oder auch ein Einredeverzicht seitens des Kunden. Bank Factoringgesellschaft oder ähnliche Vertragspartei Klassisches Factoring/ Verkauf Forderungen LuL Forderungen des Lieferanten aus Lieferungen und Leistungen Gläubiger/Lieferant Schuldner/Kunde Verbindlichkeiten des Kunden aus Lieferungen und Leistungen Gläubiger oder Schuldner verständigen sich auf den Verkauf bestehender und/oder zukünftiger Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an einen Factor Der veröffentlichte Entwurf des IDW erläutert zunächst die relevanten Regelungen von IAS 39 zum Abgang finanzieller Verbindlichkeiten. Anschließend werden die wesentlichen Merkmale von Reverse-Factoring-Transaktionen beschrieben und die Bilan zierung aus Sicht des Schuldners geklärt. Kernfrage dabei ist, ob die Verbindlichkeit in einem IFRS-Abschluss weiterhin als Verbindlichkeit aus Lieferungen und Leistungen oder vielmehr als Verbindlichkeit gegenüber Kreditinstituten ausgewiesen werden muss. Hierfür ist ausschlaggebend, wann eine Verbindlichkeit nach IFRS auszubuchen ist. Nach IAS 39 muss eine finanzielle Verbindlichkeit ausgebucht werden, wenn diese getilgt, durch eine andere ersetzt wurde oder eine wesentliche Vertragsänderung vorliegt. Die Tilgung einer finanziellen Verbindlichkeit liegt u.a. dann vor, wenn der Schuldner durch den Gläubiger von der Verpflichtung rechtlich entbunden wird (IAS 39.AG57 (b)). Eine wesentliche Änderung der Vertragsbedingungen führt zu einer Ausbuchung der ursprünglichen Verbindlichkeit und zum Ansatz einer neuen Verbindlichkeit. Vertragsbedingungen gelten als wesentlich abweichend (im Fall des Austauschs von finanziellen Verbindlichkeiten) bzw. als wesentlich verändert (im Fall der Modifikation von Vertragsbedingungen), falls der Barwert der Cash Flows nach den neuen Vertragsbedingungen bei Anwendung des ursprünglichen Effektivzinssatzes um 10 % abweicht. 7

8 novus SONSTIGE STANDARDSETTER Die Beurteilung, ob die Verbindlichkeit aus Lieferungen und Leistungen im Falle einer Reverse-Factoring-Vereinbarung beim Kunden ausgebucht werden muss, ist nach der Entwurfsfassung des IDW in drei Schritten durchzuführen: 1. Wird der Kunde von seiner ursprünglichen Verbindlichkeit rechtlich entbunden? Wenn der Lieferant auf seinen Anspruch verzichtet und die Verbindlichkeit vereinbarungsgemäß nur gegenüber dem Factor besteht (z. B. aufgrund eines Schuldanerkenntnisses), ist bei dem Kunden die ursprüngliche Verbindlichkeit aus Lieferungen und Leistungen auszubuchen und die neue finanzielle Verbindlichkeit gegenüber dem Factor einzubuchen. Die Beurteilung endet mit diesem Schritt. Allein eine Forderungsabtretung des Lieferanten an den Factor nach 398 BGB führt nicht zu einer rechtlichen Entbindung nach IAS 39. Die ursprüngliche Verbindlichkeit bleibt unverändert stehen, es ändert sich nur die Position des Gläubigers, daher ist mit Schritt 2 weiter zu verfahren. 2. Begründet die Reverse-Factoring-Vereinbarung eine neue Verpflichtung des Schuldners gegenüber dem Factor, die neben die weiter bestehende Verpflichtung gegenüber dem Lieferanten tritt? Liegt ein Schuldanerkenntnis des Kunden gegenüber dem Factor vor, ohne dass der Lieferant auf seinen Anspruch gegenüber dem Kunden verzichtet hat, bestehen dem Grunde nach zwei Verbindlichkeiten des Kunden: die ursprüngliche Verbindlichkeit aus Lieferungen und Leistungen gegenüber dem Lieferanten und die neue finanzielle Verbindlichkeit gegenüber dem Factor. Bei der Bewertung der Verbindlichkeit aus Lieferungen und Leistungen ist allerdings zu berücksichtigen, dass aus dem Schuldanerkenntnis regelmäßig nur dann eine Zahlungspflicht resultiert, wenn der Factor nicht schuld be freiend bezahlt. Der Barwert der Verbindlichkeit aus Lieferungen und Leistungen eine entsprechende Bonität des Factors vorausgesetzt wird regelmäßig null sein. 3. Kommt es infolge der Reverse-Factoring- Vereinbarung zu einer wesentlichen Änderung der Vertragsbedingungen? In die Beurteilung, ob eine wesentliche Änderung der Vertragsbedingungen vorliegt, fließen neben quantitativen Kriterien (Barwerttest vgl. Ausführungen oben) auch qualitative Kriterien ein. Bei der Gesamtbetrachtung sind nach dem Änderungsentwurf regelmäßig u. a. folgende Kriterien zu berücksichtigen: f Einredeverzicht des Kunden f Verlängerung des Zahlungsziels f zwischen den Vertragsparteien vereinbarte Zinszahlungen f Änderung der Preise der zugrunde liegenden Waren und Dienstleistungen Führt die Beurteilung entweder nach Schritt 1 oder auf Basis von Schritt 3 zu dem Ergebnis, dass die gegenüber dem Lieferanten entstandene Verbindlichkeit aus Lieferungen und Leistungen getilgt wurde, so ist diese Verbindlichkeit auszubuchen und eine neue finanzielle Verbindlichkeit zu erfassen, welche die aktuellen vertraglichen Regelungen abbildet. Ein etwaiger Unterschiedsbetrag ist erfolgswirksam zu erfassen. Ist nach Schritt 2 eine neue finanzielle Verbindlichkeit gegenüber Kreditinstituten einzubuchen, ohne dass der Kunde aus der gegenüber dem Lieferanten entstandenen Verbindlichkeit aus Lieferungen und Leistungen rechtlich entbunden wurde, sind dem Grunde nach zwei finanzielle Verbindlichkeiten zu bilanzieren. Allerdings wird der Wert der ursprünglichen Verbindlichkeit aus Lieferungen und Leistungen regelmäßig null sein. Eine etwaige Differenz ist ebenfalls erfolgswirksam zu erfassen. Ergibt die Beurteilung des Sachverhalts, dass die ursprüngliche Verbindlichkeit aus Lieferungen und Leistungen nicht getilgt wurde und durch die Reverse-Factoring-Transaktion keine neue finanzielle Verbindlichkeit gegenüber der Bank entstanden ist, hat die Transaktion keine Auswirkung auf den Ausweis der Verbindlichkeit im Abschluss des Kunden. Eine Modifikation der Verbindlichkeit aus Lieferungen und Leistungen ist bei der Bewertung der Verbindlichkeit erfolgswirksam zu berücksichtigen. Hinweis: Die IDW Stellungnahmen zur Rechnungslegung haben zwar keinen unmittelbaren Gesetzesrang, sind aber gleichwohl für die Bilanzierenden von höchster Relevanz, da diese die Berufsauffassung der Wirtschaftsprüfer darlegen und ein Abschlussprüfer eine Abweichung hiervon im Prüfungsbericht darstellen muss. Der vorliegende Entwurf steht auf der Internetseite des IDW zum Download zur Verfügung. Außerdem wurde der Entwurf in Heft 6/2015 der IDW Fachnachrichten und im WPg Supplement 2/2015 veröffentlicht. Stellungnahmen können bis zum beim IDW eingereicht werden. 8

9 novus SONSTIGE STANDARDSETTER Abschlussprüfungsreformgesetz Referentenentwurf vom Am bzw. am wurde die Reform der Abschlussprüfung durch das EU- Parlament bzw. den EU-Ministerrat beschlossen. Die Reform besteht aus einer Richtlinie 2014/56/EU und einer Verordnung, welche zum in Kraft getreten sind. Die Richtlinie zur Änderung der Abschlussprüferrichtlinie (2006/43/EG) besitzt für alle Abschlussprüfer Gültigkeit und ist bis zum in nationales Recht umzusetzen. Durch sie werden die Vorgaben an gesetzliche Prüfungen von Jahresabschlüssen und konsolidierten Abschlüssen auf EU-Ebene modifiziert. Die Verordnung Nr. 537/2014 gilt nach einer Frist von zwei Jahren ab dem unmittelbar und enthält spezifische Anforderungen an die Abschlussprüfung bei Unternehmen von öffentlichem Interesse. Die den EU-Mitgliedstaaten in der Verordnung zu bestimmten Punkten eingeräumten Wahlrechte sowie die prüfungsbezogenen Vorschriften der Richtlinie sollen in Deutschland nun mit dem Abschlussprüfungsreformgesetz (kurz AReG) ausgeübt bzw. umgesetzt werden. Das Bundesjustizministerium legte dazu am einen Referentenentwurf vor. Die hierin enthaltenen Regelungen sollen zum in Kraft treten. Nachfolgend werden die für die Praxis wesentlichen prüfungsbezogenen Änderungen des deutschen Rechts (insbesondere des HGB) durch das AReG und die EU-rechtlichen Vorgaben dargestellt, wobei abzuwarten bleibt, inwieweit der Referentenentwurf in einem Gesetzentwurf mündet und die Mehrheiten im Bundestag und Bundesrat findet. 1. Unternehmen von öffentlichem Interesse Die Änderungen der Vorgaben zur Abschlussprüfung sowohl durch die Verordnung als auch durch den Referentenentwurf des AReG betreffen in erster Linie Unternehmen von öffentlichem Interesse. Der Anwendungsbereich der Richtlinie ist hingegen nicht auf diesen Unternehmenskreis beschränkt. In Umsetzung der in der Richtlinie in Art. 2 Nr. 13 enthaltenen Definition eines Unternehmens von öffentlichem Interesse fallen hierunter gemäß 317 Abs. 3a HGB-E kapitalmarktorientierte Unternehmen i. S. d. 264d HGB, Einlagenkreditinstitute i. S. d. 1 Abs. 3d Satz 1 KWG mit Ausnahme der Deutschen Bundesbank und der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), sowie Versicherungsunternehmen i. S. d. 341 HGB. 2. Prüferrotation a. Externe Rotation Ein Unternehmen von öffentlichem Interesse kann einen Abschlussprüfer für die Mindestlaufzeit von einem Jahr bestellen. Das Mandat darf jedoch eine Höchstlaufzeit von zehn Jahren nicht überschreiten, sodass grundsätzlich alle zehn Jahre eine Prüferrotation erfolgen muss (Art. 17 Abs. 1 der Verordnung). Von den in der Verordnung eingeräumten Optionen zur Verlängerung der Höchstlaufzeit will der deutsche Gesetzgeber in möglichst weitem Umfang Gebrauch machen. In 318 Abs. 1a Satz 1 HGB-E ist deshalb eine Verlängerung der Höchstlaufzeit auf 20 Jahre vorgesehen, wenn der Wahl des Abschlussprüfers für das elfte Geschäftsjahr in Folge ein in der Verordnung geregeltes Auswahlund Vorschlagsverfahren vorausgeht. Dazu hat der Prüfungsausschuss (vgl. unten 4.) dem Verwaltungs- oder Aufsichtsorgan nach Art. 16 Abs. 2 bis 5 der Verordnung eine Empfehlung für die nochmalige Bestellung des bisherigen Abschlussprüfers zu unterbreiten, die wiederum als Vorschlag an die Gesellschafter- bzw. Hauptversammlung weitergeleitet wird. Daneben soll sich die Höchstlaufzeit auf 24 Jahre verlängern können, wenn ab dem elften Geschäftsjahr ununterbrochen mehrere Wirtschaftsprüfer oder Wirtschaftsprüfungsgesellschaften gemeinsam zum Abschlussprüfer bestellt werden, sog. Joint Audits ( 318 Abs. 1a Satz 2 HGB-E). Als Übergangsfrist für Abschlussprüfer eines Unternehmens öffentlichen Interesses, die zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Verordnung zum bereits seit 20 oder mehr Jahren ununterbrochen Abschlussprüfer des Unternehmens sind, ist eine externe Rotation erstmalig sechs Jahre nach Inkrafttreten der Verordnung vorzunehmen. Bei Prüfungsmandatsverhältnissen, die zwischen 11 und 19 Jahren ununterbrochen bestanden haben, ist eine Rotation neun Jahre nach Inkrafttreten der Verordnung vorzunehmen. Die Rotationspflichten abhängig von der bisherigen Mandatsdauer des Abschlussprüfers sind in der nachfolgenden Übersicht dargestellt. Insbesondere bezüglich der Anwendbarkeit der Verlängerungsoption auf sog. Grenzfälle und der Relevanz des Bestellungszeitpunkts bestehen auf Basis des bisher vorgelegten Referentenentwurfs und der bisher veröffentlichten Sichtweise der EU-Kommission noch Unklarheiten. Es bleibt abzuwarten inwieweit durch die Bundesregierung im Rahmen des weiteren Gesetzgebungsprozesses Klarstellungen zu den noch bestehenden Unklarheiten erfolgen. Vor allem die als Grenzfälle bezeichneten Unternehmen sollten die weitere Entwicklung aufmerksam verfolgen, da sich insbesondere mit Blick auf den Zeitpunkt einer notwendigen Ausschreibung zur Nutzung der Verlängerungsoption (sofern anwendbar) und auf den Zeitpunkt der Bestellung des Abschlussprüfers noch vor dem Handlungsbedarf ergeben könnte. 9

10 novus SONSTIGE STANDARDSETTER Rotationspflichten abhängig von der bisherigen Mandatsdauer des Abschlussprüfers Der Abschlussprüfer des Unternehmens ist zum Fallgruppe Langläufer seit mehr als 20 Jahren Abschlussprüfer des Unternehmens, d. h. Erstbestellung für die Geschäftsjahre, die am oder vorher begannen. Mittelläufer seit elf Jahren und mehr Abschlussprüfer des Unternehmens, d. h. Erstbestellung für Geschäftsjahre, die am oder vor dem begannen. Kurzläufer (Grenzfälle) seit neun Jahren und mehr, aber weniger als elf Jahre Abschlussprüfer des Unternehmens, d. h. Erstbestellung für Geschäftsjahre, die am oder vor dem begannen. Kurzläufer seit weniger als neun Jahren Abschlussprüfer des Unternehmens, d. h. Erstbestellung für Geschäftsjahre, die am oder nach dem begannen. Geschäftsjahresbeginn Übergangsfrist Übergangsfrist sechs Jahre Übergangsfrist neun Jahre Keine Übergangsfrist Keine Übergangsfrist Konsequenzen auf Rotation Der bisherige Abschlussprüfer kann vom an nicht wiederbestellt werden, aber bei Bestellung des Abschlussprüfers vor dem kann das Geschäftsjahr 2020 vom bisherigen Abschlussprüfer noch zu Ende geprüft werden. Der bisherige Abschlussprüfer kann vom an nicht wiederbestellt werden, aber bei Bestellung des Abschlussprüfers vor dem kann das Geschäftsjahr 2023 vom bisherigen Abschlussprüfer noch zu Ende geprüft werden. Der Abschlussprüfer muss für das erste Geschäftsjahr, das am oder danach beginnt, wechseln, aber bei Bestellung des Abschlussprüfers vor dem kann das Geschäftsjahr 2016 vom bisherigen Abschlussprüfer noch zu Ende geprüft werden. Grundsätzlich kann der Abschlussprüfer nach zehn Jahren (Grundrotationsperiode) nicht wiederbestellt werden. Verlängerungsoption:*) keine Verlängerungsoption keine Verlängerungsoption Offen, ob Verlängerungsoption greift. Falls ja, unklar ob Verlängerung um weitere 10 Jahre möglich ist oder Begrenzung auf max. 20 Jahre. Verlängerungsoption auf max. 20 Jahre bei Neuausschreibung nach Abschlussprüfungen in 10 aufeinanderfolgenden Geschäftsjahren. Relevanz des Bestellungszeitpunkts Unklar ist, ob das Geschäftsjahr 2020 vom bisherigen Abschlussprüfer noch geprüft werden kann, sofern die Bestellung des Abschlussprüfers am oder später erfolgt. Unklar ist, ob das Geschäftsjahr 2023 vom bisherigen Abschlussprüfer noch geprüft werden kann, sofern die Bestellung des Abschlussprüfers am oder später erfolgt. Unklar ist, ob bei diesen Gesellschaften das Geschäftsjahr 2016 vom bisherigen Abschlussprüfer noch geprüft werden kann, sofern die Bestellung des Abschlussprüfers am oder später erfolgt../. 10

11 novus SONSTIGE STANDARDSETTER Mit der Reform der Abschlussprüfung wird eine Prüferrotation für Unternehmen öffentlichen Interesses vorgegeben. b. Cooling-Off Ist wegen des Ablaufs der Höchstlaufzeit eine externe Prüferrotation erforderlich, dürfen weder der Abschlussprüfer noch Mitglieder seines Netzwerks innerhalb der EU während des folgenden Vierjahreszeitraums die Abschlussprüfung bei demselben Unternehmen öffentlichen Interesses durchführen (Art. 17 Abs. 3 der Verordnung). c. Interne Rotation Neben der externen Prüferrotation ist in Art. 17 Abs. 7 Unterabs. 1 der Verordnung zudem eine interne Prüferrotation vorgesehen, wonach der für die Durchführung einer Abschlussprüfung verantwortliche Prüfungspartner seine Teilnahme an der Abschlussprüfung spätestens sieben Jahre nach dem Datum der Bestellung beenden muss. Frühestens drei Jahre nach Beendigung der Teilnahme kann dieser Prüfungspartner wieder an der Abschlussprüfung des geprüften Unternehmens mitwirken. Zudem hat der Abschlussprüfer oder die Prüfungsgesellschaft ein angemessenes graduelles Rotationssystem einzuführen, wonach das an der Abschlussprüfung beteiligte Führungspersonal, zumindest die beteiligten Wirtschaftsprüfer, gestaffelt ausgetauscht wird (Art. 17 Abs. 7 Unterabs. 3 der Verordnung). 3. Ausdehnung des Verbots der Erbringung von Nichtprüfungsleistungen für Prüfungsmandate Die bisher in 319a Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 bis 4 HGB geregelten schädlichen Nichtprüfungsleistungen werden ersetzt. Künftig sollen über die Prüfungstätigkeit hinaus Steuerberatungsleistungen und Bewertungsleistungen, die sich unmittelbar und nicht nur unwesentlich auf den Abschluss auswirken, nicht vom Abschlussprüfer erbracht werden dürfen ( 319a Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 HGB-E). Verbo - tene Nichtprüfungsleistungen sind demnach Steuer beratungsleistungen im Zusammenhang mit der Erstellung von Steuererklärungen, Lohnsteuer, Zöllen, die Ermittlung von staatlichen Beihilfen und steuerlichen Anreizen sowie der Unterstützung hinsichtlich von Steuerprüfungen durch die Steuerbehörden es sei denn, die Unterstützung durch den Abschlussprüfer bei solchen Leistungen ist gesetzlich vorgeschrieben, z. B. die Berechnung von direkten und indirekten Steuern sowie latenter Steuern und der Erbringung von Steuerberatungsleistungen (Art. 5 Abs. 1 Unterabs. 2 Buchst. a der Verordnung). Bei den Bewertungsleistungen fallen hierunter z. B. Leistungen im Bereich der Versicherungsmathematik und der Unterstützung bei Rechtsstreitigkeiten (Art. 5 Abs. 1 Unterabs. 2 Buchst. f der Verordnung). Der bisherige Ausschlussgrund in 319a Abs. 1 Satz1 Nr. 1 HGB für die Bestellung als 11

12 novus SONSTIGE STANDARDSETTER Abschlussprüfer eines kapitalmarktorientierten Unternehmens, bei Abhängigkeit von mehr als 15 % seiner Einnahmen von dem zu prüfenden Unternehmen, entfällt. Vielmehr ist bei Abschlussprüfern von Unternehmen öffentlichen Interesses bei Vorliegen dieser Fälle, in drei aufeinanderfolgenden Geschäftsjahren, künftig gemäß Art. 4 Abs. 3 der Verordnung der Prüfungsausschuss (vgl. 4.) in Kenntnis zu setzen und mit ihm über die Gefahren für die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers zu beraten. Wird die 15 % - Grenze weiterhin überschritten, entscheidet der Prüfungsausschuss, ob der Abschlussprüfer für einen weiteren Zeitraum, der zwei Jahre nicht überschreiten darf, die Abschlussprüfung durchführen wird. Weiterhin ausgeschlossen ist die Bestellung als Abschlussprüfer bei jeglichen Unternehmen, wenn der Prüfer in den letzten fünf Jahren jeweils mehr als 30 % seiner Gesamteinnahmen von der zu prüfenden Kapitalgesellschaft oder von Unternehmen, an denen die zu prüfende Kapitalgesellschaft mehr als 20 % der Anteile besitzt, bezogen hat und dies auch im laufenden Geschäftsjahr zu erwarten ist ( 319 Abs. 3 Satz 1 Nr. 5 HGB). Zudem wird für prüfungsfremde Honorare bei Unternehmen öffentlichen Interesses eine Begrenzung von maximal 70 % des durchschnittlichen Prüfungshonorars der letzten drei Jahre eingeführt. Hierbei einzubeziehen sind auch die Honorare für Mutter- und Tochterunternehmen (Art. 4 Abs. 2 der Verordnung). 4. Modifizierung der Regelungen zum Prüfungsausschuss Die in 324 HGB bisher nur für kapitalmarktorientierte Unternehmen enthaltene Regelung zum Prüfungsausschuss soll nun auf alle Unternehmen öffentlichen Interesses ausgedehnt werden ( 324 Abs. 1 Satz 1 HGB-E). Hiervon ausgenommen werden neben den bereits bestehenden Ausnahmen explizit Investmentvermögen ( 324 Abs. 1 Satz 2 HGB-E). Zudem sieht 324 Abs. 2 Satz 2 HGB-E vor, dass die Mehrheit der Mitglieder des Prüfungsausschusses, welche ab dem bestellt werden, darunter der Vorsitzende, unabhängig sein muss. Unverändert ist erforderlich, dass mindestens ein Mitglied des Ausschusses über die nötige Fachexpertise verfügt. Zusätzlich soll 100 Abs. 5 AktG-E dahingehend ergänzt werden, dass sämtliche Ausschussmitglieder mit der Branche, in der die Gesellschaft tätig ist, vertraut sein müssen. Sofern die (künftige) Abschlussprüferaufsichtsbehörde, die noch durch ein weiteres durch das Bundeswirtschaftsministerium anzustoßendes Gesetzgebungsverfahren zu bestimmen ist, dies verlangt, soll der Prüfungsausschuss künftig das Ergebnis sowie die Durchführung seiner Tätigkeit darstellen und erläutern ( 324 Abs. 3 HGB-E). Dadurch soll die Beschaffung der für die Überwachung durch die Abschlussprüferaufsichtsbehörde erforderlichen Informationen sichergestellt werden. Änderungen im Corporate Governance Kodex Am hat die Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex drei materielle Änderungen des Kodex, die am beschlossen wurden, bekannt gegeben. Diese unterstreichen vor allem die weiter zunehmende Bedeutung der Rolle des Aufsichtsrats. So soll der Aufsichtsrat einer börsennotierten Gesellschaft unternehmensspezifisch eine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zu diesem Gremium festlegen. Ferner wurde die Empfehlung aufgenommen, dass sich der Aufsichtsrat für seine an die Hauptversammlung zu richtenden Vorschläge zur Wahl neuer Aufsichtsratsmitglieder bei dem jeweiligen Kandidaten vergewissern soll, dass er den zu erwartenden Zeitaufwand aufbringen kann. Schließlich soll im Bericht des Aufsichtsrats künftig vermerkt werden, wenn ein Mitglied des Aufsichtsrats in einem Geschäftsjahr nur an der Hälfte der Sitzungen des Aufsichtsrats und der Ausschüsse, denen er angehört, oder weniger teilgenommen hat. Darüber hinaus wurde im Rahmen der Kodexpflege eine Reihe von Anpassungen, insbesondere zur besseren Lesbarkeit und weiteren Verschlankung, vorgenommen. Neben den genannten Änderungen wurden entsprechend dem Auftrag an die Kommission die am in Kraft getretenen neuen gesetzlichen Bestimmungen für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privat wirtschaft und im öffentlichen Dienst in den Kodex aufgenommen. Hinweis: Die neuen Empfehlungen gelten ab ihrer Veröffentlichung im Bundesanzeiger, die am erfolgte. Die Pressemitteilung sowie die vorläufige Version des Deutschen Corporate Governance Kodex können auf der Internetseite der Regierungskommission heruntergeladen werden. 12

13 novus SONSTIGE STANDARDSETTER Neue kapitalmarktrechtliche Regelungen ab Juli 2016 Dringender Handlungsbedarf insbesondere bei im Freiverkehr notierten Gesellschaften Ab dem werden in der Europäischen Union grundsätzlich neue EU-weit einheitliche verschärfte kapitalmarktrechtliche Vorschriften aufgrund der am in Kraft getretenen EU-Marktmißbrauchsverordnung vom (VO (EU) Nr. 596/2014) gelten. Dies betrifft das Insiderrecht, die Adhoc-Publizität, das Verbot der Marktmanipulation, die Directors Dealings und das Insiderverzeichnis, wobei zukünftig weitergehende Regelungen in jedem Bereich gelten werden. Die bisherige Regelung dieser Themen im Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) und in den anderen nationalen Gesetzen gelten dann ab automatisch nicht mehr. Nach neuer Rechtslage hat beispielsweise die Regelung der Directors Dealings einen wesentlich weiteren Anwendungsbereich: dann (i) sind auch Geschäfte mit Schuldtiteln (z. B. Anleihen) zu melden, (ii) verkürzt sich die Mitteilungsfrist von vier auf drei Geschäftstage, (iii) muss der Emittent Personen mit Führungsaufgaben schriftlich belehren und eine Liste dieser Personen erstellen, (iv) gibt es geschlossene bzw. gesperrte Zeiträume für Directors Dealings. Beim Verbot der Marktmanipulation ist nach neuer Rechtslage bereits der Versuch strafbar. Die Rechtsänderungen gemäß der Marktmißbrauchsverordnung haben einschneidende Auswirkungen insbesondere für die im Freiverkehr notierten Unternehmen. Während für diese Unternehmen die kapitalmarktrechtlichen Vorschriften bisher nur eingeschränkt gelten, nämlich das Insiderrecht, das Verbot der Markmanipulation und ggfs. die kaum wahrgenommene quasi Ad-hoc-Pflicht aus den Freiverkehrsrichtlinien, ändert sich dies ab dem deutlich. Auf im Freiverkehr notierte Unternehmen finden dann grundsätzlich dieselben kapitalmarktrechtlichen Pflichten (und Sanktionen im Falle eines Verstoßes) wie für die echten börsennotierten Im Freiverkehr notierte Unternehmen werden ab mit kapitalmarktrechtlichen Pflichten konfrontiert. 13

14 novus SONSTIGE STANDARDSETTER Unternehmen Anwendung, insbesondere also auch die Vorschriften zur Ad-hoc Publizität, zu den Directors Dealings und zum Insiderverzeichnis. Hinweis: Es ist dringend anzuraten, dass sich insbesondere derzeit im Freiverkehr notierte Unternehmen auf diese Rechtsänderungen frühzeitig einstellen und ihre Organisation im Hinblick auf die künftige kapitalmarktrechtliche Compliance anpassen. Dies deswegen, weil etwaige Verstöße gegen kapitalmarktrechtliche Vorschriften mittlerweile von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) häufig aufgegriffen und auch sanktioniert werden, und dies nach neuer Rechtslage in weitergehendem Umfang zu erwarten ist. Derzeit werden wertpapierrechtliche Ordnungswidrigkeiten bereits systematisch auf der Basis der von der BaFin selbst (im November 2013) herausgegebenen WpHG-Bußgeldleitlinien (Leitlinien zur Festsetzung von Geldbußen bei Verstößen gegen Vorschriften des WpHG) sanktioniert. Angesichts der nach neuer Rechtslage an die Mitgliedstaaten gerichteten Mindestvorgaben, die in nationales Recht umzusetzen sind, ist noch mit einer deutlichen Erhöhung der möglichen Bußgelder zu rechnen. Der Kreis der möglichen Sanktionen wurde im Übrigen erweitert. Neu ist schließlich, dass jede Sanktionierung auf der Internetseite der Aufsichtsbehörde für mindestens fünf Jahre unter Angabe von Art und Charakter des Verstoßes und Identität der verantwortlichen Person veröffentlicht werden wird (Stichwort: Prangerwirkung ). Neue aktienrechtliche und mitbestimmungsrechtliche Vorschriften zur Besetzung des Aufsichtsrates Seit dem gilt das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst. Mit dem Gesetz soll mittelfristig der Anteil von Frauen in Führungspositionen signifikant verbessert und letztlich eine Geschlechterparität erreicht werden. Privatwirtschaftliche Unternehmen sind in diesem Zusammenhang in zwei Gruppen unterteilt: fffür Aufsichtsräte von Unternehmen, die börsennotiert sind und der paritätischen Mitbestimmung unterliegen, gilt künftig eine fixe Geschlechterquote von 30 %. Bei paritätischer Mitbestimmung setzt sich der Aufsichtsrat zur Hälfte aus Vertretern der Arbeitnehmer und zur anderen Hälfte aus Vertretern der Aktionäre zusammen. Betroffen von der Quotenregelung sind demnach die großen Publikumsgesellschaften (mit in der Regel mehr als Arbeitnehmerinnen und Arbeitsnehmern) in der Rechtsform der Aktiengesellschaft (AG) und der Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA). Die Quotenregelung gilt auch bei der Europäischen Aktiengesellschaft (SE), bei der sich das Aufsichts- oder Verwaltungsorgan aus derselben Zahl von Anteilseigner- und Arbeitnehmervertretern zusammensetzt. Bei Nichterfüllung der Mindestquote durch die Wahl bzw. Entsendung der Anteilseignervertreter ist die quotenwidrige Wahl bzw. Entsendung zum Aufsichtsrat nichtig, so dass die für das unterrepräsentierte Geschlecht (Frauen oder Männer) vorgesehenen Plätze rechtlich unbesetzt bleiben ( leerer Stuhl ). Die Wahl oder Entsendung ist von Anfang an ohne Rechtswirkung; die gewählte bzw. entsandte Person wird kein Aufsichtsratsmitglied. Die betreffenden Unternehmen müssen die Quote ab dem sukzessiv für die dann neu zu besetzenden Aufsichtsratsposten beachten. fffür Unternehmen, die entweder börsennotiert oder mitbestimmt sind, gilt zukünftig die gesetzliche Vorgabe, Zielgrößen zur Erhöhung des Frauenanteils in Aufsichtsräten, Vorständen und obersten Management-Ebenen festzulegen. Dies gilt auch für nach dem Drittbeteiligungsgesetz (DrittelbG) mitbestimmte Unternehmen. Über die Zielgrößen und deren Erreichung ist öffentlich im Lagebericht zu berichten. Der Kreis der betroffenen Unternehmen erfasst neben AGs und KGaAs auch GmbHs, eingetragene Genossenschaften und Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit mit in der Regel mehr als 500 Arbeitnehmern. Eine Mindestzielgröße ist nicht vorgesehen. Die Unternehmen können diese selbst setzen und sich an ihren Strukturen ausrichten. Folgende Grenze ist jedoch zu beachten: Liegt der Frauenanteil in einer Führungsebene unter 30 %, so dürfen die Zielgrößen nicht hinter dem tatsächlichen Status Quo zurückbleiben. Die erstmals bis zum festzulegende Frist zur Erreichung der Zielgrößen darf nicht länger als bis zum dauern. Die nachfolgenden Fristen dürfen sodann nicht länger als fünf Jahre sein. Die Nichterreichung der im jeweiligen Unternehmen festgesetzten Zielgrößen wird nicht sanktioniert, ist allerdings transparent zu machen und zu rechtfertigen. 14

15 novus EU ENDORSEMENT Der Erstanwendungszeitpunkt der Änderungen an IFRS 10 und IAS 28 verschiebt sich auf unbestimmte Zeit. EFRAG: Aussetzung EU-Endorsement-Prozess zu den Änderungen an IFRS 10 und IAS 28 Die European Financial Reporting Advisory Group (EFRAG) empfiehlt mit Schreiben vom eine Aussetzung des EU-Endorsement-Prozesses bezüglich der im September 2014 publizierten Änderungen an IFRS 10 und IAS 28. Die Änderungen beziehen sich auf die Veräußerung oder Einlage von Vermögenswerten zwischen einem Investor und einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture. Zurückzuführen ist die Empfehlung der EFRAG auf eine bereits vom IASB identifizierte Inkonsistenz zu IAS Die Behebung dieser Problematik soll erst noch durch den Entwurf eines Änderungsstandards erfolgen. Dadurch verschiebt sich auch der Erstanwendungszeitpunkt der oben genannten Änderungen an IFRS 10 und IAS 28 auf unbestimmte Zeit. Die EFRAG empfiehlt aus diesem Grund die Aussetzung des EU- Endorsement-Prozesses bis die weiteren Änderungen veröffentlicht und abschließend erörtert wurden. Übernahme des neuen Standards für Finanzinstrumente (IFRS 9) in der EU Die Entscheidung über die Übernahme von IFRS 9 Finanzinstrumente wurde auf Ebene der EU im Jahr 2012 vertagt bis das IASB eine endgültige Fassung von IFRS 9 verabschiedet hat, um das Regelwerk in Gänze beurteilen zu können. Nachdem das IASB im Juli 2014 eine finale Fassung von IFRS 9 verabschiedet hatte, hat die EU-Kommission die EFRAG gebeten, eine Einschätzung des neuen Standards vorzunehmen. Dabei kommt die EFRAG zu dem Ergebnis, dass IFRS 9 die Voraussetzungen für ein Endorsement in der EU erfüllt und befürwortet diesen. Allerdings kommt der EFRAG auch zu dem vorläufigen Schluss, eine Option zu erwägen, das Inkrafttreten von IFRS 9 für Versicherungsunternehmen aufzuschieben und mit dem Zeitpunkt des Inkrafttretens des neuen Versicherungsstandards in Einklang zu bringen. Hinweis: Das EU-Endorsement für IFRS 9 wird für das zweite Halbjahr 2015 erwartet. 15

16 novus EU ENDORSEMENT EU-Endorsement Status Report Die nachfolgende Tabelle beinhaltet noch nicht übernommene oder seit unserer letzten Ausgabe von der EU übernommene Standards und Interpretationen (Endorsement). Grundlage ist der von der EFRAG (European Financial Reporting Advisory Group) veröffentlichte EU-Endorsement Status Report vom Standards IFRS 9 Finanzinstrumente ( ) IFRS 14 Regulatorische Abgrenzungsposten ( ) IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden ( ) Änderungen von Standards IFRS 10, IFRS 12 und IAS 28: Investmentgesellschaften Anwendung der Konsolidierungsausnahme ( ) IAS 1 Angabeninitiative ( ) Jährlicher Verbesserungsprozess (Zyklus ) ( ) (betroffene Standards: IFRS 5, IFRS 7, IAS 19 und IAS 34) IFRS 10 und IAS 28: Veräußerung oder Einbringung von Vermögenswerten zwischen einem Investor und einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture ( ) IAS 27 Equity Methode im Einzelabschluss ( ) IAS 16 und 41 Bilanzierung fruchttragender Gewächse ( ) IAS 16 und 38 Klarstellung der zulässige Abschreibungsmethoden ( ) IFRS 11 Änderungen hinsichtlich Erwerb von Anteilen an gemeinschaftlichen Tätigkeiten ( ) IAS 19 Leistungsorientierte Pläne Arbeitnehmerbeiträge ( ) Jährlicher Verbesserungsprozess (Zyklus ) ( ) (betroffene Standards: IFRS 2, IFRS 3, IFRS 8, IFRS 13, IAS 16, IAS 24, IAS 38, IFRS 1, IFRS 3, IFRS 13) Jährlicher Verbesserungsprozess (Zyklus ) ( ) (betroffene Standards: IFRS 1, IFRS 3, IFRS 13, IAS 40) Inkrafttreten IASB ) ) ) ) EU-Endorsement voraussichtlich H2/2015 zu entscheiden Q1/2016 Q1/2016 Q4/2015 Q4/2015 verschoben bis neuer ED vom IASB Q4/2015 Q4/2015 Q4/2015 Q4/ ) Gemäß ED/2015/2 soll der verpflichtende Erstanwendungszeitpunkt auf verschoben werden. 2) Abweichendes Inkrafttreten in der EU: ) Abweichendes Inkrafttreten in der EU:

17 novus DPR DPR veröffentlicht Tätigkeitsbericht für das Jahr 2014 Die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung e.v. (DPR) hat am ihren Tätigkeitsbericht für das Jahr 2014 veröffentlicht. Hervorgehoben werden insbesondere folgende Punkte: ffim Jahr 2014 wurden insgesamt 104 Prüfungen von der DPR abgeschlossen. 99 Prüfungen wurden als Stichprobenprüfungen durchgeführt und fünf Prüfungen erfolgten anlassbezogen bzw. auf Verlangen der BaFin. Ein besonderer Schwerpunkt lag 2014 auf der Prüfung des Lageberichts. ffdie Fehlerquote bezogen auf fehlerhafte Rechnungslegung ging gegenüber dem Vorjahr leicht zurück und lag 2014 bei insgesamt 13 %. Die fünf häufigsten Fehlerarten lagen im Bereich Finanzinstrumente, Unternehmenserwerb und -verkauf/goodwill, Ertragsrealisierung, Vorräte und im Bereich der Angaben im Anhang/ Lagebericht. ffdie DPR hat präventive Maßnahmen im Jahr 2014 deutlich intensiviert. Beispielsweise wurden vermehrt Workshops mit Vorständen und Aufsichtsräte von der DPR durchgeführt. ffzusätzlich wird festgehalten, dass in einer Nachschau für das Jahr 2013 die von der DPR festgestellten Fehler bei den Unternehmen ohne Ausnahme korrigiert wurden. Fehlerfeststellungen Im Folgenden werden die Fehlerfeststellungen im 1. Halbjahr 2015 durch die DPR (Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung) anonymisiert dargestellt. Das Ziel ist es, Fehler in diesen Bereichen zu vermeiden. Veröffentlichung Nr. 1 ffrisikoberichterstattung: Im Konzernlagebericht 2012 wird über das Risiko des Verlustes des Konzessionsgeschäftes mit einem internationalen Getränkekonzern nicht berichtet, obwohl in der internen Risikoberichterstattung zum dieses Risiko als wesentlich hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit und des Schadenspotentials angesehen wurde. Das Risiko bezog sich auf das Auslaufen der Konzessionsverträge zum , die Unsicherheit hinsichtlich der Vertragsverlängerung über dieses Datum hinaus und in der Folge die Auswirkungen auf die Werthaltigkeit der langfristigen Vermögenswerte des Segmentes Alkoholfreie Getränke durch die negative Beeinflussung der künftigen mittelfristigen und langfristigen Cashflows. Die fehlende Berichterstattung im Konzernlagebericht 2012 verstößt gegen 315 Abs. 1 Satz 5 HGB i.v.m. DRS 15.9, DRS 15.83ff. und DRS 5.10ff. Veröffentlichung Nr. 2 ffvorratsvermögen im Konzern: Die durch die Gesellschaft zum 1. Halbjahr 2013 und zu den Vorjahren aufgedeckten Bestandsdifferenzen führen zur Feststellung von Fehlern im Halbjahresfinanzbericht zum In der Konzernbilanz ist der Bilanzposten Vorräte in Höhe von ca. 22 Mio. EUR zu hoch bewertet. Ferner sind in der Konzerngesamtergebnisrechnung zum die Bestandserhöhungen um 3,5 Mio. EUR zu hoch und der Materialaufwand um ca. 0,8 Mio. EUR ebenfalls zu hoch ausgewiesen. Grund hierfür war, dass im Finanzbuchhaltungssystem sowohl tatsächlich nicht vorhandene Bestände erfasst als auch tatsächlich vorhandene Bestände zu hoch bewertet wurden. Die fehlerhafte Erfassung und Bewertung des Vorratsvermögens im Halbjahresfinanzbericht verstößt gegen 37y WpHG i. V. m. IAS 2.9, ffumsatzerlöse im Konzern: In der Konzerngesamtergebnisrechnung zum sind die Umsatzerlöse in Höhe von ca. 0,5 Mio. EUR zu niedrig ausgewiesen. Dadurch wurde das Ergebnis vor Steuern um ca. 0,5 Mio. EUR zu niedrig ausgewiesen. Die Erfassung von Umsatzerlösen aus einem schwebenden Geschäft bereits zum verstieß gegen IAS Die Voraussetzungen für eine Erlöserfassung gemäß IAS waren mit Lieferung von 238 Fahrrädern erst zum erfüllt. Veröffentlichung Nr. 3 ffliquiditätsrisiko: Die im Risikobericht des zusammengefassten Lageberichts für das Geschäftsjahr 2012 enthaltenen Ausführungen zum Liquiditätsrisiko entsprechen nicht den Anforderungen des 315 Abs. 1 Satz 5 HGB i. V.m. DRS 5.10, DRS 5.18 und DRS Im Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresund Konzernabschlusses 2012 waren wesentliche Lieferantenverbindlichkeiten überfällig und Kreditbedingungen verletzt, ohne dass hierüber und über die 17

18 novus DPR damit verbundene Bestandsgefährdung im zusammengefassten Lagebericht berichtet wurde. Im Hinblick auf die als kritisch anzusehende Liquiditätslage des Konzerns sind die qualitativen Aussagen zum Zwischenfinanzierungsrisiko im zusammengefassten Lagebericht nicht geeignet, eine angemessene und zutreffende Beurteilung des zum Bilanzstichtag bzw. im Zeitpunkt der Abschlusserstellung bestehenden und für die nahe Zukunft zu erwartenden Liquiditätsrisikos der Einzelgesellschaft bzw. des Konzerns vornehmen zu können. ffvorratsvermögens im Konzern: Die durch die Gesellschaft zum Geschäftsjahr 2012 und zu den Vorjahren aufgedeckten Bestandsdifferenzen führen zur Feststellung von Fehlern im Jahresabschluss zum In der Konzernbilanz ist der Bilanzposten Vorräte in Höhe von ca. 19,3 Mio. EUR zu hoch bewertet. Ferner sind in der Konzerngesamtergebnisrechnung des Geschäftsjahres 2012 die Bestandserhöhungen um 0,5 Mio. EUR zu hoch ausgewiesen und der Materialaufwand um ca. 4,9 Mio. EUR zu niedrig ausgewiesen. Grund hierfür war, dass im Finanzbuchhaltungssystem sowohl tatsächlich nicht vorhandene Bestände erfasst als auch tatsächlich vorhandene Bestände zu hoch bewertet wurden. Die fehlerhafte Erfassung und Bewertung des Vorratsvermögens verstößt gegen IAS 2.9, ffvorratsvermögens im Einzelabschluss: Die durch die Gesellschaft zum Geschäftsjahr 2012 und zu den Vorjahren aufgedeckten Bestandsdifferenzen führen zur Feststellung von Fehlern im Jahresabschluss zum Im Jahresabschluss ist der Bilanzposten Vorräte in Höhe von ca. 19,3 Mio. EUR zu hoch bewertet. Ferner sind in der Gewinn- und Verlustrechnung des Geschäftsjahres 2012 die Erhöhung des Bestands fertiger Erzeugnisse um 0,5 Mio. EUR zu hoch und der Materialaufwand um ca. 4,9 Mio. EUR zu niedrig ausgewiesen. Grund hierfür war, dass im Finanzbuchhaltungssystem sowohl tatsächlich nicht vorhandene Bestände erfasst als auch tatsächlich vorhandene Bestände zu hoch bewertet wurden. Die fehlerhafte Erfassung und Bewertung des Vorratsvermögens verstößt gegen 246 Abs. 1 Satz 1 i. V. m. 253 Abs. 1 Satz 1 HGB. ffumsatzrealisierung im Konzern: In der Konzernbilanz zum ist der Bilanzposten Forderungen und in der Konzerngesamtergebnisrechnung sind die Umsatzerlöse in Höhe von ca. 3,5 Mio. EUR Um künftige Fehler zu vermeiden, veröffentlicht die DPR anonymisiert Fehlerfeststellungen. 18

19 novus DPR zu hoch ausgewiesen. Dadurch wurde das Ergebnis vor Steuern um ca. 3,5 Mio. EUR zu hoch ausgewiesen. Die Erfassung von Umsatzerlösen aus einem schwebenden Geschäft verstößt gegen IAS 18.14, die Erfassung einer finanziellen Forderung gegen IAS i. V. m. IAS 39.AG35 (b). ffumsatzrealisierung im Einzelabschluss: Im Jahresabschluss zum ist der Bilanzposten Forderungen und in der Gewinn- und Verlustrechnung sind die Umsatzerlöse in Höhe von ca. 3,5 Mio. EUR zu hoch ausgewiesen. Dadurch wurde das Ergebnis vor Steuern um ca. 3,5 Mio. EUR zu hoch ausgewiesen. Dies verstößt gegen 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB. Veröffentlichung Nr. 4 ffderivate: Bei zwei Unternehmenserwerben in den Geschäftsjahren 2011 und 2012 wurden die Mehrheit der Anteile gekauft und gleichzeitig Put-/Call-Optionen zum zukünftigen Erwerb der verbliebenen Anteile vereinbart. Bei der Ermittlung der Kaufpreise für die Unternehmenserwerbe wurden auch erwartete Auszahlungen berücksichtigt, die in Höhe von 0,4 Mio. und in Höhe eines überwiegenden Teils von 1,4 Mio. durch die Arbeitsleistungen der verbliebenen Gesellschafter-Geschäftsführer für Folgeperioden geprägt sind. Daher wurden zum jeweiligen Erwerbszeitpunkt und zum die Kaufpreisverbindlichkeiten und entsprechend die Geschäftsoder Firmenwerte zu hoch ausgewiesen. Die Berücksichtigung der Vergütungskomponenten für zukünftig zu erbringende Leistungen als Bestandteil des Kaufpreises des jeweiligen Unternehmens verstößt gegen IFRS 3.51 i.v.m. IFRS 3.52 (b) und IFRS 3 Anhang B55. ffderivate: Wertänderungen finanzieller Verbindlichkeiten aus Put-/Call-Optionsverträgen zum Erwerb nicht beherrschender Anteile aus einem Unternehmenserwerb, für den nach der antizipierten Erwerbsmethode ein Vollerwerb unterstellt wurde, wurden im Geschäftsjahr 2012 in Höhe von 0,3 Mio. im sonstigen Ergebnis erfasst. Dies verstößt gegen IAS 1.88 f., da weder IAS 32 noch IAS 39 für den vorliegenden Fall vorsehen, dass die Wertänderung als sonstiges Ergebnis auszuweisen ist. Veröffentlichung Nr. 5 ffkonzernlagebericht: Im Konzernlagebericht wurde dargestellt, dass die Finanzkennzahlen von Kreditvereinbarungsklauseln (Covenants) aus Darlehensverträgen im Jahr 2012 teilweise nicht eingehalten worden seien, obwohl zum Abschlussstichtag sämtliche Kennzahlen verfehlt wurden. Dies verstößt gegen 315 Abs. 1 Satz 1 HGB, wonach der Geschäftsverlauf und die Lage des Konzerns so darzustellen sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird. ffkonzernlagebericht: Im Konzernlagebericht wurde nicht über das Liquiditätsrisiko berichtet, das daraus resultiert, dass die Kennzahlen dieser Darlehensverträge am Abschlussstichtag verfehlt wurden. Dies verstößt gegen 315 Abs. 1 Satz 5 HGB, wonach im Konzernlagebericht die voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken zu beurteilen und zu erläutern ist. ffkonzernlagebericht: Im Konzernlagebericht fehlen die Angaben, dass bei einem Reverse Factoring -Vertrag eine Kreditlinie in Höhe von ursprünglich 20 Mio. EUR auf 12,5 Mio. EUR im Februar 2013 abgesenkt worden ist, dass bei einem Aval-Kredit eine Kreditlinie in Höhe von 20 Mio. EUR gleichfalls im Februar 2013 gestrichen worden ist und dass eine Kontokorrentkreditlinie in Höhe von 15 Mio. EUR gekündigt worden ist. Das Unterlassen dieser Angaben verstößt gegen 315 Abs. 2 Nr. 1 HGB, wonach auf Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Konzerngeschäftsjahres eingetreten sind, eingegangen werden soll. fflagebericht: Im Lagebericht wurde dargestellt, dass die Finanzkennzahlen von Kreditvereinbarungsklauseln (Covenants) aus den einer Tochtergesellschaft gewährten Darlehensverträgen im Jahr 2012, für welche die Gesellschaft Garantien übernommen hat, teilweise nicht eingehalten worden seien, obwohl zum Abschlussstichtag sämtliche Kennzahlen verfehlt wurden. Dies verstößt gegen 289 Abs. 1 Satz 1 HGB, wonach der Geschäftsverlauf und die Lage der Kapitalgesellschaft so darzustellen sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird. fflagebericht: Im Lagebericht wurde nicht über das Liquiditätsrisiko berichtet, das daraus resultiert, dass die Kennzahlen dieser Darlehensverträge am Abschlussstichtag verfehlt wurden. Dies verstößt gegen 289 Abs. 1 Satz 4 HGB, wonach im Lagebericht die voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken zu beurteilen und zu erläutern ist. f f Lagebericht: Im Lagebericht fehlen die Angaben, dass bei einem Reverse Factoring -Vertrag eine Kreditlinie in Höhe von ursprünglich 20 Mio. EUR auf 12,5 Mio. EUR im Februar 2013 abgesenkt worden ist, dass bei einem Aval- Kredit eine Kreditlinie in Höhe von 1,1 Mio. EUR gleichfalls im Februar 2013 gestrichen worden ist und dass eine Konto korrentkreditlinie in Höhe von 15 Mio. EUR gekündigt worden ist. Das Unterlassen dieser Angaben verstößt gegen 289 Abs. 2 Nr. 1 HGB, wonach auf Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, eingegangen werden soll. 19

20 novus INTERN ANSPRECHPARTNER STUTTGART Uwe Harr Wirtschaftsprüfer, Steuerberater Tel.: HAMBURG Dirk Schützenmeister Wirtschaftsprüfer, Steuerberater Tel.: HANNOVER Hans-Peter Möller Wirtschaftsprüfer, Steuerberater Tel.: KÖLN Marcus Lauten Wirtschaftsprüfer, Steuerberater Tel.: BONN Burkhard Völkner Wirtschaftsprüfer, Steuerberater Tel.: MÜNCHEN Ulrich Lörcher Wirtschaftsprüfer, Steuerberater Tel.: FRANKFURT Jens Volk Steuerberater Tel.: PUBLIKATIONEN VERANSTALTUNGEN Ebner Stolz IFRS-Jahresabschluss Erstellung und Prüfung 2014/15 9. Auflage, Stotax IFRS Mandantenworkshop // Stuttgart // Köln // Hamburg IMPRESSUM Herausgeber: Ebner Stolz Mönning Bachem Wirtschaftsprüfer Steuerberater Rechtsanwälte Partnerschaft mbb Ludwig-Erhard-Straße Hamburg Tel.: Holzmarkt 1, Köln Tel.: Kronenstraße 30, Stuttgart Tel.: Redaktion: Uwe Harr, Tel.: Dr. Ulrike Höreth, Tel.: Daniela Santarossa-Preisler, Tel.: novus enthält lediglich allgemeine Informationen, die nicht geeignet sind, darauf im Einzelfall Entscheidungen zu gründen. Der Herausgeber und die Autoren übernehmen keine Gewähr für die inhaltliche Richtigkeit und Vollständigkeit der Informationen. Sollte der Empfänger des novus eine darin enthaltene Information für sich als relevant erachten, obliegt es ausschließlich ihm bzw. seinen Beratern, die sachliche Richtigkeit der Information zu verifizieren; in keinem Fall sind die vorstehenden Informationen geeignet, eine kompetente Beratung im Einzelfall zu ersetzen. Hierfür steht Ihnen der Herausgeber gerne zur Verfügung. novus unterliegt urheberrechtlichem Schutz. Eine Speicherung zu eigenen privaten Zwecken oder die Weiterleitung zu privaten Zwecken (nur in vollständiger Form) ist gestattet. Kommerzielle Verwertungsarten, insbesondere der (auch auszugsweise) Abdruck in anderen Newslettern oder die Veröffentlichung auf Webseiten, bedürfen der Zustimmung der Herausgeber. Fotonachweis: Alle Bilder: BERLIN I BONN I BREMEN I DÜSSELDORF I FRANKFURT I HAMBURG I HANNOVER I KÖLN I LEIPZIG I MÜNCHEN I REUTLINGEN I SIEGEN I SOLINGEN I STUTTGART

Entwurf einer Fortsetzung der IDW Stellungnahme zur Rechnungslegung: Einzelfragen zur Bilanzierung von Finanzinstrumenten nach IFRS (IDW RS HFA 9)

Entwurf einer Fortsetzung der IDW Stellungnahme zur Rechnungslegung: Einzelfragen zur Bilanzierung von Finanzinstrumenten nach IFRS (IDW RS HFA 9) Entwurf einer Fortsetzung der IDW Stellungnahme zur Rechnungslegung: Einzelfragen zur Bilanzierung von Finanzinstrumenten nach IFRS (IDW RS HFA 9) (Stand: 04.05.2015) 1 Der Hauptfachausschuss (HFA) des

Mehr

Mehr als die Wiedergabe der Erklärung zur Unternehmensführung ist auch praktisch nicht möglich, da ihre Bestandteile keine Ableitung zulassen.

Mehr als die Wiedergabe der Erklärung zur Unternehmensführung ist auch praktisch nicht möglich, da ihre Bestandteile keine Ableitung zulassen. Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz: Die Erklärung zur Unternehmensführung und die Verlustübernahmepflichten des Mutterunternehmens bedürfen keiner Veränderung! Stellungnahme des Deutschen Aktieninstituts

Mehr

Offenlegung von Abschlussunterlagen. I. Größenklassen und Offenlegungspflichten

Offenlegung von Abschlussunterlagen. I. Größenklassen und Offenlegungspflichten Offenlegung von Abschlussunterlagen I. Größenklassen und Offenlegungspflichten Der Umfang der offenzulegenden Abschlussunterlagen hängt von der Größenklasse eines offenlegungspflichtigen Unternehmens ab.

Mehr

BMJV 27. April 2015. Konzept zur Umsetzung der CSR-Richtlinie Reform des Lageberichts

BMJV 27. April 2015. Konzept zur Umsetzung der CSR-Richtlinie Reform des Lageberichts BMJV 27. April 2015 Konzept zur Umsetzung der CSR-Richtlinie Reform des Lageberichts Unternehmen werden heute zunehmend nicht nur nach den Finanzdaten bewertet und befragt. Sogenannte nicht-finanzielle

Mehr

Richtlinie betr. Rechnungslegung. (Richtlinie Rechnungslegung, RLR) I. ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN. Art. 1 Zweck. Art.

Richtlinie betr. Rechnungslegung. (Richtlinie Rechnungslegung, RLR) I. ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN. Art. 1 Zweck. Art. Richtlinie Rechnungslegung Richtlinie betr. Rechnungslegung (Richtlinie Rechnungslegung, RLR) Vom Regl. Grundlage. März 05 Art. 49 bis 5 KR I. ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN Art. Zweck Diese Richtlinie bezweckt,

Mehr

Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst

Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst 11. Dezember 2014 2 l Hintergrund Der Anteil weiblicher Führungskräfte an verantwortungsvollen

Mehr

02l10. Angaben zu Geschäften mit nahe stehenden Unternehmen und Personen. I. Überblick. III. Voraussetzungen. II. Betroffene Abschlüsse

02l10. Angaben zu Geschäften mit nahe stehenden Unternehmen und Personen. I. Überblick. III. Voraussetzungen. II. Betroffene Abschlüsse Angaben zu Geschäften mit nahe stehenden Unternehmen und Personen Erstmals in Abschlüssen für ein nach dem 31.12.2008 beginnendes Wirtschaftsjahr bei kalenderjahrgleichem Wirtschaftsjahr also ab dem Abschluss

Mehr

Bericht des Aufsichtsrats. Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

Bericht des Aufsichtsrats. Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, Bericht des Aufsichtsrats Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, der Aufsichtsrat hat im abgelaufenen Geschäftsjahr die ihm gemäß Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahrgenommen

Mehr

Erläuterungen zu den Rechten der Aktionäre nach 122 Abs. 2, 126 Abs. 1, 127, 131 Abs. 1 Aktiengesetz

Erläuterungen zu den Rechten der Aktionäre nach 122 Abs. 2, 126 Abs. 1, 127, 131 Abs. 1 Aktiengesetz Erläuterungen zu den Rechten der Aktionäre nach 122 Abs. 2, 126 Abs. 1, 127, 131 Abs. 1 Aktiengesetz In der Einberufung der Hauptversammlung sind bereits Angaben zu den Rechten der Aktionäre nach 122 Abs.

Mehr

des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz

des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz Bearbeitungsstand: 27.03.2015 10:50 Uhr Referentenentwurf des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz Entwurf eines Gesetzes zur Umsetzung der prüfungsbezogenen Regelungen der Richtlinie

Mehr

Rechnungslegung nach den International Financial Reporting Standards (IFRS)

Rechnungslegung nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) www.boeckler.de Mai 2011 Copyright Hans-Böckler-Stiftung Rechnungslegung nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) Kapitel 4 Leasing Jahresabschluss und Jahresabschlussanalyse: Informationen

Mehr

Bericht des Aufsichtsrats

Bericht des Aufsichtsrats Bericht des Aufsichtsrats Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, der Aufsichtsrat setzte sich im Geschäftsjahr 2012 in sorgfältiger Ausübung seiner Pflichten und Zuständigkeiten mit der operativen und

Mehr

Jahresabschluss. Was ist ein Jahresabschluss? 188 JAHRESABSCHLUSS

Jahresabschluss. Was ist ein Jahresabschluss? 188 JAHRESABSCHLUSS 188 JAHRESABSCHLUSS Jahresabschluss Der Jahresabschluss ist jedem Wirtschaftsausschuss einmal jährlich zusammen mit dem Betriebsrat durch den Unternehmer zu erläutern. Dies regelt 108 BetrVG. Rechtliche

Mehr

ED/2011/7 Transition Guidance (Proposed amendments to IFRS 10) und EFRAG Draft Endorsement Advice Consolidation Package

ED/2011/7 Transition Guidance (Proposed amendments to IFRS 10) und EFRAG Draft Endorsement Advice Consolidation Package ED/2011/7 Transition Guidance (Proposed amendments to IFRS 10) und EFRAG Draft Endorsement Advice Consolidation Package Peter Zimniok Öffentliche Diskussion Frankfurt, 5. März 2012-1 - DRSC e.v. / Peter

Mehr

Quartalsfinanzbericht Q1/2013. des TELES Konzerns. (IFRS, nicht testiert)

Quartalsfinanzbericht Q1/2013. des TELES Konzerns. (IFRS, nicht testiert) Quartalsfinanzbericht Q1/2013 des TELES Konzerns (IFRS, nicht testiert) Kennzahlen TELES Konzern (in Mio. Euro) Q1 2013 Q1 2012 Veränderung Umsatz 2,75 2,99-8 % Rohertrag 1,66 1,47 13 % EBIT -0,31-0,50

Mehr

Gemeinsame Stellungnahme des Vorstands und des Aufsichtsrats. der. Curanum AG Engelbertstraße 23-25 81241 München Deutschland

Gemeinsame Stellungnahme des Vorstands und des Aufsichtsrats. der. Curanum AG Engelbertstraße 23-25 81241 München Deutschland Pflichtveröffentlichung gemäß 27 Abs. 3 Satz 1, 14 Abs. 3 Satz 1 des Wertpapiererwerbsund Übernahmegesetzes (WpÜG) Gemeinsame Stellungnahme des Vorstands und des Aufsichtsrats der Engelbertstraße 23-25

Mehr

2., von Deloitte Österreich (Hrsg.) LexisNexis* ARD Orac

2., von Deloitte Österreich (Hrsg.) LexisNexis* ARD Orac 2., von Deloitte Österreich (Hrsg.) LexisNexis* ARD Orac Vorwort zur 2. Auflage Vorwort zur 1. Auflage...: :... '....'.:.;.-... VI Autorenverzeichnis '".. : XIII Literaturverzeichnis,..'...'.'..'... XVII

Mehr

Nähere Erläuterungen zu den Rechten der Aktionäre

Nähere Erläuterungen zu den Rechten der Aktionäre Nähere Erläuterungen zu den Rechten der Aktionäre Ordentliche Hauptversammlung der K+S Aktiengesellschaft am Mittwoch, 12. Mai 2015, 10.00 Uhr, im Kongress Palais Kassel Stadthalle, Holger-Börner-Platz

Mehr

Ausgewählte Kennzahlen

Ausgewählte Kennzahlen InVision AG Zwischenbericht 6M-2015 Konzernzwischenabschluss der InVision AG zum 30. Juni 2015 gemäß IFRS und 315a HGB sowie Konzernlagebericht nach 315 HGB (verkürzt/ungeprüft) Ausgewählte Kennzahlen

Mehr

Inhalt. IAS 21: Auswirkungen von Wechselkursänderungen

Inhalt. IAS 21: Auswirkungen von Wechselkursänderungen Inhalt 1. Ziele des Standards im Überblick... 2 2. Definitionen... 3 3. Anwendungsbereich... 4 4. Wesentliche Inhalte... 5 I. Bedeutung der funktionalen Währung für den Konzernabschluss... 5 II. Bedeutung

Mehr

Die AIFM Richtlinie. Eine Zusammenfassung der axessum GmbH

Die AIFM Richtlinie. Eine Zusammenfassung der axessum GmbH Eine Zusammenfassung der axessum GmbH Seite i Inhaltsverzeichnis 1 EU-Richtlinie über die Verwalter alternativer Investmentfonds...1 2 Ziel der AIFM-Richtlinie...1 3 Ansatz der Regulierung: Der Fondsmanager...2

Mehr

Werner Fleischer, Mitglied des Vorstands, VERBUND Trading AG. 07.04.2014, Wien. www.controller-institut.at

Werner Fleischer, Mitglied des Vorstands, VERBUND Trading AG. 07.04.2014, Wien. www.controller-institut.at , Mitglied des Vorstands, VERBUND Trading AG 07.04.2014, Wien www.controller-institut.at Zweck des Forschung, Dokumentation und Weiterentwicklung der Rechnungslegung und Abschlussprüfung in Österreich

Mehr

Corporate Governance Bericht der TeleTrader Software AG für das Geschäftsjahr 2009

Corporate Governance Bericht der TeleTrader Software AG für das Geschäftsjahr 2009 Corporate Governance Bericht der TeleTrader Software AG für das Geschäftsjahr 2009 Unsere Gesellschaft, die TeleTrader Software AG, deren Aktien zum Handel im auction market der Wiener Börse zugelassen

Mehr

Artikel 1. Gegenstand und Anwendungsbereich

Artikel 1. Gegenstand und Anwendungsbereich L 107/76 25.4.2015 BESCHLUSS (EU) 2015/656 R EUROPÄISCHEN ZENTRALBANK vom 4. Februar 2015 über die Bedingungen, unter denen Kreditinstitute gemäß Artikel 26 Absatz 2 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 Zwischen-

Mehr

Projekt im Schwerpunkt A

Projekt im Schwerpunkt A Projekt im Schwerpunkt A Studiengang Wirtschaftsrecht Wintersemester 2003 / 2004 Christian Ferstl / Lothar Ihrig Finanzinstrumente IAS 39 Ansatz und Bewertung von Finanzinstrumenten Prof. Dr. Friedemann

Mehr

InVision AG Workforce Management Cloud-Dienste Callcenter-Training. Zwischenbericht 9M 2014

InVision AG Workforce Management Cloud-Dienste Callcenter-Training. Zwischenbericht 9M 2014 Zwischenbericht 9M 2014 Seite 1 von 7 1. Ausgewählte Kennzahlen Ertragskennzahlen (in TEUR) 9M 2014 9M 2013 Umsatz 9.485 9.992-5% Software & Abonnements 8.668 8.127 +7% Dienstleistungen 817 1.865-56% EBIT

Mehr

Aktienoptionsplan 2015

Aktienoptionsplan 2015 Aktienoptionsplan 2015 Der Aktienoptionsplan 2015 der Elmos Semiconductor AG (Aktienoptionsplan 2015) weist die folgenden wesentlichen Merkmale auf. 1. Bezugsberechtigte Im Rahmen des Aktienoptionsplans

Mehr

1. Gesamtzahl der Aktien und Stimmrechte im Zeitpunkt der Einberufung

1. Gesamtzahl der Aktien und Stimmrechte im Zeitpunkt der Einberufung ERLÄUTERUNGEN ZU GEGENSTÄNDEN DER TAGESORDNUNG, ZU DENEN KEIN BESCHLUSS GEFASST WIRD, UND ZU DEN RECHTEN DER AKTIONÄRE Nachfolgend finden Sie weitergehende Erläuterungen zu der am Donnerstag, dem 24. Juni

Mehr

Weitere Erläuterungen zu den Rechten der Aktionäre nach 122 Abs. 2, 126 Abs. 1, 127, 131 Abs. 1 AktG

Weitere Erläuterungen zu den Rechten der Aktionäre nach 122 Abs. 2, 126 Abs. 1, 127, 131 Abs. 1 AktG Weitere Erläuterungen zu den Rechten der Aktionäre nach 122 Abs. 2, 126 Abs. 1, 127, 131 Abs. 1 AktG Ordentliche Hauptversammlung der QSC AG Köln am 27. Mai 2015 Tagesordnungsergänzungsverlangen gemäß

Mehr

Erfolgreich an die Börse

Erfolgreich an die Börse Inhalt 1. Börsengang warum? 6 2. Börsenreife Voraussetzungen und Anforderungen 8 2.1. Formale Börsenreife 8 2.2. Wirtschaftliche und innere Börsenreife 11 2.3. Management 13 2.4. Ausreichendes Grundkapital

Mehr

Weitere Informationen unter www.otto-schmidt.de

Weitere Informationen unter www.otto-schmidt.de Weitere Informationen unter www.otto-schmidt.de Leseprobe zu Heuser/Theile (Hrsg.) IFRS-Handbuch Einzel und Konzernabschluss 5. neu bearbeitete Auflage, 2012, 1520 Seiten, gebunden, 16 x 24cm ISBN 978

Mehr

MANDAT aktuell JANUAR 2015. Die Januar-Nummer bringt: Neuigkeiten bei den IFRS Neue Vordrucke für Steuererklärungen

MANDAT aktuell JANUAR 2015. Die Januar-Nummer bringt: Neuigkeiten bei den IFRS Neue Vordrucke für Steuererklärungen Aktuelle Informationen auf dem Gebiet Steuern, Recht und Wirtschaft MANDAT aktuell Die Januar-Nummer bringt: Neuigkeiten bei den IFRS Neue Vordrucke für Steuererklärungen Neuigkeiten bei den IFRS IASB

Mehr

Kodexanpassungen 2015. Medien-Telefonkonferenz 11. Mai 2015, 11 Uhr

Kodexanpassungen 2015. Medien-Telefonkonferenz 11. Mai 2015, 11 Uhr Kodexanpassungen 2015 Medien-Telefonkonferenz 11. Mai 2015, 11 Uhr Dr. Manfred Gentz, Vorsitzender der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex Kodexanpassungen 2015: Wenige materiellen

Mehr

Bericht und Antrag des Datenschutzausschusses

Bericht und Antrag des Datenschutzausschusses B R E M I S C H E B Ü R G E R S C H A F T Landtag 15. Wahlperiode Drucksache 15 /1304 (zu Drs. 15/11208) 25. 11. 02 Bericht und Antrag des Datenschutzausschusses Gesetz zur Änderung des Bremischen Datenschutzgesetzes

Mehr

IWW Studienprogramm. Aufbaustudium. Modul XIII: Internationale Rechnungslegung. Lösungshinweise zur Musterklausur

IWW Studienprogramm. Aufbaustudium. Modul XIII: Internationale Rechnungslegung. Lösungshinweise zur Musterklausur Institut für Wirtschaftswissenschaftliche Forschung und Weiterbildung GmbH Institut an der FernUniversität in Hagen IWW Studienprogramm Aufbaustudium Modul XIII: Internationale Rechnungslegung zur Musterklausur

Mehr

Besonderheiten der Rechnungslegung Spenden sammelnder Organisationen IDW RS HFA 21

Besonderheiten der Rechnungslegung Spenden sammelnder Organisationen IDW RS HFA 21 Besonderheiten der Rechnungslegung Spenden sammelnder Organisationen IDW RS HFA 21 Berlin 27. April 2010 Wirtschaftsprüfer Steuerberater Gliederung I. Einführung II. Einzelfragen zur Rechungslegung Spenden

Mehr

Der Film in der Bilanz: Neue Bilanzierung für die Medienwirtschaft - Chancen und Risiken

Der Film in der Bilanz: Neue Bilanzierung für die Medienwirtschaft - Chancen und Risiken Advisory Der Film in der Bilanz: Neue Bilanzierung für die Medienwirtschaft - Chancen und Risiken Dr. Markus Kreher Medientage München 30. Oktober 2008 1 Agenda Stand des Gesetzgebungsverfahrens zum BilMoG

Mehr

Gemeinsamer Bericht. und

Gemeinsamer Bericht. und Gemeinsamer Bericht des Vorstands der pferdewetten.de AG mit dem Sitz in Düsseldorf, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Düsseldorf unter HRB 66533 und der Geschäftsführung der pferdewetten-service.de

Mehr

Die Aktiengesellschaft

Die Aktiengesellschaft Die Aktiengesellschaft Die Aktiengesellschaft Seite 1 / 7 Die AG ist eine juristische Person, d.h. Inhaber von Rechten und Pflichten ist die AG als solche, nicht der einzelne Gesellschafter (Aktionär).

Mehr

Vorwort 1. I. Einführung 3. II. Grundstruktur des Regelwerks der IFRS/IAS 5. III. Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 15

Vorwort 1. I. Einführung 3. II. Grundstruktur des Regelwerks der IFRS/IAS 5. III. Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 15 Vorwort 1 I. Einführung 3 II. Grundstruktur des Regelwerks der IFRS/IAS 5 1. Rechtsgrundlagen 5 2. Aufbau und Zielsetzung, Bestandteile der IFRS-Rechnungslegung 7 3. Ansatz- und Bewertungsmaßstäbe 8 4.

Mehr

3 Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften

3 Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften 3 Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften nach IFRS Die einzelnen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften beruhen auf den Basisannahmen des IFRS Framework. Noch einmal zur Erinnerung: Das Ziel der

Mehr

J A H R E S A B S C H L U S S

J A H R E S A B S C H L U S S J A H R E S A B S C H L U S S zum 31. Dezember 2014 der PSI Nentec GmbH Berlin Anlage 1 PSI NENTEC GMBH, KARLSRUHE BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2014 A K T I V A ANLAGEVERMÖGEN P A S S I V A 2014 2013 2014 2013

Mehr

Die Erklärung zur Unternehmensführung

Die Erklärung zur Unternehmensführung Die Erklärung zur Unternehmensführung nach BilMoG November 2009 AUDIT Inhalt Editorial Betroffene Unternehmen Inhalte Entsprechenserklärung ( 161 AktG) Unternehmensführungspraktiken Beschreibung von Arbeitsweise

Mehr

I. Allgemeine Anmerkungen

I. Allgemeine Anmerkungen Stellungnahme zum Referentenentwurf des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz Entwurf eines Gesetzes für die gleichberechtigte

Mehr

VERORDNUNG (EU) 2015/534 DER EUROPÄISCHEN ZENTRALBANK vom 17. März 2015 über die Meldung aufsichtlicher Finanzinformationen (EZB/2015/13)

VERORDNUNG (EU) 2015/534 DER EUROPÄISCHEN ZENTRALBANK vom 17. März 2015 über die Meldung aufsichtlicher Finanzinformationen (EZB/2015/13) 31.3.2015 DE L 86/13 VERORDNUNG (EU) 2015/534 DER EUROPÄISCHEN ZENTRALBANK vom 17. März 2015 über die Meldung aufsichtlicher Finanzinformationen (EZB/2015/13) DER EZB-RAT gestützt auf die Verordnung (EU)

Mehr

Buchwert: Wert, zu dem der Vermögensgegenstand in der Bilanz erfasst wird (abzüglich aller planmäßigen und außerplanmäßigen Abschreibungen).

Buchwert: Wert, zu dem der Vermögensgegenstand in der Bilanz erfasst wird (abzüglich aller planmäßigen und außerplanmäßigen Abschreibungen). Inhaltsverzeichnis 1. Ziele des Standards im Überblick... 1 2. Definitionen... 1 3. Anwendungsbereich... 1 4. Negativabgrenzung..... 5. Wesentliche Inhalte... 2 5.1 Erstbewertung... 2 5.2 Folgebwertung...

Mehr

Ariston Real Estate AG München. Konzernbilanz zum 31. Dezember 2011

Ariston Real Estate AG München. Konzernbilanz zum 31. Dezember 2011 Konzernbilanz zum 31. Dezember 2011 AKTIVA PASSIVA 31.12.2011 31.12.2010 31.12.2011 31.12.2010 A. Kurzfristige Vermögenswerte A. Kurzfristige Schulden I. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1.165.091,05

Mehr

Agenda Consultation. ifu

Agenda Consultation. ifu 13. IFRS-FORUM 22.11.2013 Ausgewählte Themen der handelsrechtlichen htli h und internationalen Bilanzierung Einführung n Prof. Dr. Bernhard Pellens Lehrstuhl für Internationale Unternehmensrechnung Prof.

Mehr

5 Ausgestaltungder Taxonomie

5 Ausgestaltungder Taxonomie 5 Ausgestaltungder Taxonomie Das Datenschema, das für steuerliche Zwecke verwendet werden muss,basiert auf der aktuellen HGB-Taxonomie und enthält sowohl die Bilanzpositionen als auch die Positionen der

Mehr

Kodexanpassungsvorschläge 2015. Medien-Telefonkonferenz 25. Februar 2015, 11 Uhr

Kodexanpassungsvorschläge 2015. Medien-Telefonkonferenz 25. Februar 2015, 11 Uhr Kodexanpassungsvorschläge 2015 Medien-Telefonkonferenz 25. Februar 2015, 11 Uhr Dr. Manfred Gentz, Vorsitzender der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex Nicht mehr Notwendiges streichen,

Mehr

Eigenmittel. Offenlegung gemäß Art. 437 CRR Art. 437 Abs. 1 lit. a, d, e. gemäß DurchführungsVO (EU) Nr. 1423/2013

Eigenmittel. Offenlegung gemäß Art. 437 CRR Art. 437 Abs. 1 lit. a, d, e. gemäß DurchführungsVO (EU) Nr. 1423/2013 Eigenmittel Offenlegung gemäß Art. 437 CRR Art. 437 Abs. 1 lit. a, d, e gemäß DurchführungsVO (EU) Nr. 1423/2013 1. Bilanzabstimmung zu Posten der aufsichtsrechtlichen Eigenmittel 1.1. Bilanz und Eigenkapital

Mehr

KFS/BW 3 Empfehlung zur Ausgestaltung finanzieller Leistungsindikatoren im Lagebericht bzw. Konzernlagebericht

KFS/BW 3 Empfehlung zur Ausgestaltung finanzieller Leistungsindikatoren im Lagebericht bzw. Konzernlagebericht KFS/BW 3 Empfehlung zur Ausgestaltung finanzieller Leistungsindikatoren im Lagebericht bzw. Konzernlagebericht Fachgutachten des Fachsenats für Betriebswirtschaft und Organisation beschlossen am 27.11.2007

Mehr

Änderungen im Umwandlungsrecht und Folgeänderungen anlässlich der Aktienrechtsnovelle 2012

Änderungen im Umwandlungsrecht und Folgeänderungen anlässlich der Aktienrechtsnovelle 2012 Herren MD Dr. Hubert Weis MR Dr. Hans-Werner Neye Bundesministerium der Justiz Referat III A 1 11015 Berlin Düsseldorf, 14. Januar 2013 565 vorab per E-Mail: neye-ha@bmj.bund.de Änderungen im Umwandlungsrecht

Mehr

1. Grundlagen. IIA Position Paper The Role of Internal Audit in Enterprise-Wide Risk Management, 2009, S. 2. 2

1. Grundlagen. IIA Position Paper The Role of Internal Audit in Enterprise-Wide Risk Management, 2009, S. 2. 2 1.1. Definitionen 1. Grundlagen Risiko: Risiko bezeichnet die Möglichkeit eines Schadens oder Verlustes als Konsequenz eines bestimmten Verhaltens oder Geschehens. Risiken sind Bestandteil jeder unternehmerischen

Mehr

Corporate Governance Bericht

Corporate Governance Bericht Corporate Governance Bericht Corporate Governance steht für die verantwortungsbewusste Leitung bei gleichzeitiger Kontrolle eines Unternehmens. Hierzu zählen die effiziente Zusammenarbeit zwischen Vorstand

Mehr

weniger Kapitalkosten = mehr Ertrag

weniger Kapitalkosten = mehr Ertrag 96 PORR Geschäftsbericht 2014 weniger Kapitalkosten = mehr Ertrag Konzernabschluss 2014 Nach International Financial Reporting Standards (IFRS) Konzern-Gewinnund Verlustrechnung in TEUR Erläuterungen 2014

Mehr

Leitlinien. zur. Beschwerdebearbeitung durch. Versicherungsunternehmen

Leitlinien. zur. Beschwerdebearbeitung durch. Versicherungsunternehmen EIOPA-BoS-12/069 DE Leitlinien zur Beschwerdebearbeitung durch Versicherungsunternehmen 1/8 1. Leitlinien Einleitung 1. Gemäß Artikel 16 der EIOPA-Verordnung 1 sowie unter Berücksichtigung von Erwägung

Mehr

Corporate-Governance-Bericht 2014

Corporate-Governance-Bericht 2014 Corporate-Governance-Bericht 2014 Run Simple The Best-Run Businesses Run SAP Corporate-Governance-Bericht Gute Corporate Governance ist für die SAP grundlegend für eine verantwortungsvolle Unternehmensführung.

Mehr

EIOPA(BoS(13/164 DE. Leitlinien für die Beschwerdebearbeitung durch Versicherungsvermittler

EIOPA(BoS(13/164 DE. Leitlinien für die Beschwerdebearbeitung durch Versicherungsvermittler EIOPA(BoS(13/164 DE Leitlinien für die Beschwerdebearbeitung durch Versicherungsvermittler EIOPA WesthafenTower Westhafenplatz 1 60327 Frankfurt Germany Phone: +49 69 951119(20 Fax: +49 69 951119(19 info@eiopa.europa.eu

Mehr

Entwurf eines Gesetzes zur Begrenzung der mit Finanzinvestitionen verbundenen Risiken (Risikobegrenzungsgesetz)

Entwurf eines Gesetzes zur Begrenzung der mit Finanzinvestitionen verbundenen Risiken (Risikobegrenzungsgesetz) Deutscher Bundestag Drucksache 16/7438 16. Wahlperiode 07. 12. 2007 Gesetzentwurf der Bundesregierung Entwurf eines Gesetzes zur Begrenzung der mit Finanzinvestitionen verbundenen Risiken (Risikobegrenzungsgesetz)

Mehr

Schaltbau Holding AG München

Schaltbau Holding AG München Schaltbau Holding AG München Ordentliche Hauptversammlung 11. Juni 2015 Bericht des Aufsichtsrates Aufsichtsratstätigkeit im Berichtsjahr Der Aufsichtsrat der Schaltbau Holding AG hat die ihm nach Gesetz

Mehr

Kapitalmarktrecht 5. Insiderhandel und Marktmanipulation

Kapitalmarktrecht 5. Insiderhandel und Marktmanipulation Kapitalmarktrecht 5 und Marktmanipulation Was ist das? Geschäfte, die unter Verwendung von Insiderinformationen geschlossen werden Insiderinformationen = Informationen über nicht öffentlich bekannte Umstände,

Mehr

Ihr Steuerberater in Luxemburg. Steuerprüfung - Wirtschaftsberatung Buchführung Gehaltsabrechung

Ihr Steuerberater in Luxemburg. Steuerprüfung - Wirtschaftsberatung Buchführung Gehaltsabrechung Ihr Steuerberater in Luxemburg Steuerprüfung - Wirtschaftsberatung Buchführung Gehaltsabrechung VEREINIGUNG DER STEUERBERATER (OEC) Eingetragenes Mitglied I. Definitionen 11. Mai 2007: Gesetz über die

Mehr

Dr. oec. Hans Peter Bieri

Dr. oec. Hans Peter Bieri Mitglied der Steuer-, Finanz- und Wirtschaftsberatung Gesellschaftsgründungen und umwandlungen Unternehmensbewertungen Nachfolgeregelungen Revisionen Buchhaltungen, Abschlussberatungen Mattenstrasse 34,

Mehr

Gemeinsamer Bericht. des Vorstandes der SEVEN PRINCIPLES AG. und. der Geschäftsführung der 7P ERP Consulting GmbH

Gemeinsamer Bericht. des Vorstandes der SEVEN PRINCIPLES AG. und. der Geschäftsführung der 7P ERP Consulting GmbH Gemeinsamer Bericht des Vorstandes der SEVEN PRINCIPLES AG und der Geschäftsführung der 7P ERP Consulting GmbH entsprechend 293a, 295 Abs. 1 Satz 2 Aktiengesetz (AktG) über die Änderung des Beherrschungs-

Mehr

Hygienika S.A. Ordnung des Ankaufs eigener Aktien

Hygienika S.A. Ordnung des Ankaufs eigener Aktien 1 Angesichts dessen, dass: Hygienika S.A. Ordnung des Ankaufs eigener Aktien (A) die außerordentliche Hauptversammlung von Hygienika S.A. (weiter genannt Gesellschaft) den Beschluss Nr. 8/2014 in Sachen

Mehr

1. IT-Sicherheit als Bestandteil des. 3. Besonderheiten des öff.-re. Sektors. 4. Ablauf eines Risikomanagements

1. IT-Sicherheit als Bestandteil des. 3. Besonderheiten des öff.-re. Sektors. 4. Ablauf eines Risikomanagements Rechtliche Aspekte der IT-Sicherheit Prof. Dr. Kathrin Winkler Gliederung 1. IT-Sicherheit als Bestandteil des 3. Besonderheiten des öff.-re. Sektors 4. Ablauf eines 5. IT-Grundschutz des BSI 1 Einordnung

Mehr

BMW Group Investor Relations. Neue Segmentberichterstattung im Konzernabschluss. 03. März 2009

BMW Group Investor Relations. Neue Segmentberichterstattung im Konzernabschluss. 03. März 2009 Seite 1 BMW Group Investor Relations. Neue Segmentberichterstattung im Konzernabschluss. 03. Seite 2 Agenda. 1. 1. Einführung Einführung 2. Wesentliche Änderungen 3. Finanzkennzahlen Seite 3 Einführung.

Mehr

Entsprechenserklärung 2015. der MOLOGEN AG gemäß 161 Aktiengesetz

Entsprechenserklärung 2015. der MOLOGEN AG gemäß 161 Aktiengesetz Entsprechenserklärung 2015 der MOLOGEN AG gemäß 161 Aktiengesetz Vorstand und Aufsichtsrat erklären, dass den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex ( DCGK ) in der Fassung vom 5. Mai 2015

Mehr

CORPORATE GOVERNANCE BERICHT

CORPORATE GOVERNANCE BERICHT CORPORATE GOVERNANCE BERICHT Für Wincor Nixdorf ist eine verantwortliche, transparente und auf nachhaltige Wertschöpfung ausgerichtete Unternehmensführung und -überwachung wesentliche Grundlage für den

Mehr

Agenda. Factoring und Forfaitierung. Grundlagen. Bilanzierung im Jahres- und Konzernabschluss nach HGB

Agenda. Factoring und Forfaitierung. Grundlagen. Bilanzierung im Jahres- und Konzernabschluss nach HGB 4. Structured FINANCE Deutschland IFRS-Bilanzabgang bei ABS-Transaktionen Karlsruhe, 04. November 2008, 12:45 14:00 Uhr Christian Bauer Wirtschaftsprüfer, Partner, Audit, Financial Services KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Mehr

Inhaltsübersicht VII. Vorwort...V Inhaltsübersicht... VII Inhaltsverzeichnis...IX

Inhaltsübersicht VII. Vorwort...V Inhaltsübersicht... VII Inhaltsverzeichnis...IX VII Inhaltsübersicht Vorwort...V Inhaltsübersicht... VII Inhaltsverzeichnis...IX Erster Teil: Erstellung des Jahresabschlusses 1. Kapitel: Wesen und Grundlagen des Jahresabschlusses...3 2. Kapitel: Basiselemente

Mehr

Corporate- The Best-Run Businesses Run SAP

Corporate- The Best-Run Businesses Run SAP Corporate- Governance-Bericht 2013 The Best-Run Businesses Run SAP Corporate-Governance-Bericht Verantwortungsvolle Unternehmensführung Gute Corporate Governance ist für die SAP grundlegend denn als weltweit

Mehr

JAHRESABSCHLUSS. zum 30. September 2013. Infineon Technologies Finance GmbH. Am Campeon 1-12. 85579 Neubiberg

JAHRESABSCHLUSS. zum 30. September 2013. Infineon Technologies Finance GmbH. Am Campeon 1-12. 85579 Neubiberg JAHRESABSCHLUSS zum 30. September 2013 Infineon Technologies Finance GmbH Am Campeon 1-12 85579 Neubiberg Bl LANZ zum 30. September 2013 Infineon Technologies Finance GmbH, Neubiberg AKTIVA 30.09.2013

Mehr

Franca Equity AG. Geschäftsbericht

Franca Equity AG. Geschäftsbericht Franca Equity AG Königswall 42 44137 Dortmund Internet: www.franca-equity-ag.de email: info@franca-equity-ag.de Tel: +49 152 33714232 Geschäftsbericht 2013 Rechtliche Grundlagen 1. Gesellschaftsrechtliche

Mehr

Satzung. der. Landesbank Berlin Holding AG. I Allgemeine Bestimmungen. 1 Firma, Sitz, Geschäftsjahr und Bekanntmachungen

Satzung. der. Landesbank Berlin Holding AG. I Allgemeine Bestimmungen. 1 Firma, Sitz, Geschäftsjahr und Bekanntmachungen Satzung der Landesbank Berlin Holding AG Stand: 3. August 2015 I Allgemeine Bestimmungen 1 Firma, Sitz, Geschäftsjahr und Bekanntmachungen (1) Die Gesellschaft führt die Firma Landesbank Berlin Holding

Mehr

Praxisleitfaden zum Gesetz zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern (sog. Frauenquote) veröffentlicht

Praxisleitfaden zum Gesetz zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern (sog. Frauenquote) veröffentlicht 12. August 2015 Praxisleitfaden zum Gesetz zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern (sog. Frauenquote) veröffentlicht Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat am

Mehr

IXOS SOFTWARE AG - Hauptversammlung 3.12.2003. IXOS Corporate Governance. Peter Rau. Vorstand Finanzen IXOS SOFTWARE AG IXOS SOFTWARE AG

IXOS SOFTWARE AG - Hauptversammlung 3.12.2003. IXOS Corporate Governance. Peter Rau. Vorstand Finanzen IXOS SOFTWARE AG IXOS SOFTWARE AG IXOS SOFTWARE AG - Hauptversammlung 3.12.2003 IXOS Corporate Governance Peter Rau Vorstand Finanzen IXOS SOFTWARE AG IXOS SOFTWARE AG Technopark 1 Bretonischer Ring 12 D-85630 Grasbrunn/München Tel.: +49.(0)89.4629.0

Mehr

SCHWERPUNKTFRAGEN 2015 und Antworten Telekom Austria Group

SCHWERPUNKTFRAGEN 2015 und Antworten Telekom Austria Group SCHWERPUNKTFRAGEN 2015 und Antworten Telekom Austria Group 1. Wie viele Mitarbeiter (ohne Vorstand) hatten 2014 einen Jahresgesamtbezug von mehr als 200.000 Euro und wie viele davon einen Jahresgesamtbezug

Mehr

Heidelberger Lebensversicherung AG

Heidelberger Lebensversicherung AG Heidelberg Einladung zur außerordentlichen Hauptversammlung am 24. September 2014 Die Aktionäre unserer Gesellschaft laden wir hiermit ein zu der außerordentlichen Hauptversammlung der am Mittwoch, 24.

Mehr

juris GmbH Corporate Governance Bericht 2014

juris GmbH Corporate Governance Bericht 2014 juris GmbH Corporate Governance Bericht 2014 Inhalt 1. Einleitung... 3 2. Erklärung zum Public Corporate Governance Kodes des Bundes... 3 3. Gesellschafter und Gesellschafterversammlung... 4 4. Zusammenwirken

Mehr

Diskussionsforum. Transition and Recognition of Financial Assets and Financial Liabilities ( Day One Profit Recognition )

Diskussionsforum. Transition and Recognition of Financial Assets and Financial Liabilities ( Day One Profit Recognition ) Diskussionsforum Exposure Draft to amend IAS 39: Transition and Recognition of Financial Assets and Financial Liabilities ( ) Deutscher Standardisierungsrat 14. Juli 2004-1- DRSC e.v./ 14. Juli 2004 Initial

Mehr

KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN EMPFEHLUNG DER KOMMISSION

KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN EMPFEHLUNG DER KOMMISSION DE DE DE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN Brüssel, den 30.4.2009 K(2009) 3177 EMPFEHLUNG DER KOMMISSION zur Ergänzung der Empfehlungen 2004/913/EG und 2005/162/EG zur Regelung der Vergütung von

Mehr

Auswirkungen der Finanzkrise auf Jahresabschluss und Lagebericht. WP StB Dr. Winfried Melcher Partner, Department of Professional Practice KPMG Berlin

Auswirkungen der Finanzkrise auf Jahresabschluss und Lagebericht. WP StB Dr. Winfried Melcher Partner, Department of Professional Practice KPMG Berlin Lehrstuhl für ABWL: Unternehmensrechnung und Controlling Prof. Dr. Peter Lorson Auswirkungen der Finanzkrise auf Jahresabschluss und Lagebericht WP StB Dr. Winfried Melcher Partner, Department of Professional

Mehr

21. ordentliche Hauptversammlung am 3. Juli 2013

21. ordentliche Hauptversammlung am 3. Juli 2013 21. ordentliche Hauptversammlung am 3. Juli 2013 Bericht des Vorstandes der voestalpine AG Linz, FN 66209 t, über die Ermächtigung des Vorstandes eigene Aktien außerbörslich zu erwerben sowie erworbene

Mehr

zu Punkt... der 924. Sitzung des Bundesrates am 11. Juli 2014

zu Punkt... der 924. Sitzung des Bundesrates am 11. Juli 2014 Bundesrat Drucksache 166/1/14 30.06.14 E m p f e h l u n g e n der Ausschüsse - - zu Punkt der 924. Sitzung des Bundesrates am 11. Juli 2014 Vorschlag für eine ichtlinie des Europäischen Parlaments und

Mehr

Seit 165 Jahren Innovationen, die begeistern

Seit 165 Jahren Innovationen, die begeistern Seit 165 Jahren Innovationen, die begeistern CORPORATE GOVERNANCE BERICHT 2014 CORPORATE GOVERNANCE BERICHT UND ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG Die Prinzipien verantwortungsbewusster und guter Unternehmensführung

Mehr

Vorwort... V Inhaltsübersicht... VII Inhaltsverzeichnis... IX Abkürzungsverzeichnis... XIII

Vorwort... V Inhaltsübersicht... VII Inhaltsverzeichnis... IX Abkürzungsverzeichnis... XIII VII Inhaltsübersicht Vorwort... V Inhaltsübersicht... VII Inhaltsverzeichnis... IX Abkürzungsverzeichnis... XIII Erster Teil Erstellung des Jahresabschlusses 1. Kapitel: Wesen und Grundlagen des Jahresabschlusses...3

Mehr

Begründung für eine. A. Allgemeiner Teil. I. Zielsetzung

Begründung für eine. A. Allgemeiner Teil. I. Zielsetzung Begründung für eine Zweite Verordnung zur Änderung der Verordnung über die Beiträge zur Entschädigungseinrichtung des Bundesverbandes Öffentlicher Banken Deutschlands GmbH A. Allgemeiner Teil I. Zielsetzung

Mehr

Risikomanagement. der Softship AG

Risikomanagement. der Softship AG Risikomanagement der Softship AG Risikomanagement der Softship AG Wesentliche Merkmale des Risikomanagement- und des internen Kontrollsystems Um Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden,

Mehr

Beschreibung von IKS und RMS im Lagebericht

Beschreibung von IKS und RMS im Lagebericht November 2009 Beschreibung von IKS und RMS im Lagebericht AUDIT Inhalt Editorial Betroffene Unternehmen Verbindung zwischen RMS und IKS Verbindung zur Risikoberichterstattung Struktur und Inhalt der beschreibenden

Mehr

Bundesministerium der Finanzen 27. März 2001

Bundesministerium der Finanzen 27. März 2001 Bundesministerium der Finanzen 27. März 2001 Eckpunkte des Vierten Finanzmarktförderungsgesetzes Die internationale Wettbewerbsfähigkeit einer Volkswirtschaft hängt entscheidend von der Funktionsfähigkeit

Mehr

newsletter IFRS 3/2012 THEMENÜBERSICHT

newsletter IFRS 3/2012 THEMENÜBERSICHT newsletter 3/2012 IFRS THEMENÜBERSICHT Aktuelle Verlautbarungen und Änderungen des IFRS-Regelwerks IASB verabschiedet Verbesserungen und Ergänzungen ausgewählter IFRS (Annual Improvements to IFRSs 2009

Mehr

BIBs nach der EU-PRIIPS-Verordnung und PIBs nach dt. Recht

BIBs nach der EU-PRIIPS-Verordnung und PIBs nach dt. Recht Kurzproduktinformationen für Anlageprodukte BIBs nach der EU-PRIIPS-Verordnung und PIBs nach dt. Recht MARTIN SCHARNKE, 18. SEPTEMBER 2014 1 Die lange Geschichte der EU-PRIIPs Verordnung Idee für kurze,

Mehr

IFRS: Aktuelle Entwicklungen Nr. 6 vom 23. Oktober 2013

IFRS: Aktuelle Entwicklungen Nr. 6 vom 23. Oktober 2013 Accounting News IFRS: Aktuelle Entwicklungen Nr. 6 vom 23. Oktober 2013 Inhalt Die KPMG Accounting News bieten Ihnen monatliche Informationen zu neuen österreichischen Gesetzen, Fachgutachten, die Rechnungslegung

Mehr

Vorläufiger Konzern abschluss 2014 >

Vorläufiger Konzern abschluss 2014 > Vorläufiger Konzern abschluss 2014 > 14 Die Angaben sind vorläufig und wurden vom Aufsichtsrat noch nicht gebilligt bzw. festgestellt. Vorläufiger Konzernabschluss 2014 1 Continental-Konzern Continental-Konzern

Mehr

Unternehmensrecht aktuell Sondernewsletter: Reform des UGB-Bilanzrechts RÄG 2014

Unternehmensrecht aktuell Sondernewsletter: Reform des UGB-Bilanzrechts RÄG 2014 Nachrichten zu aktuellen Entwicklungen im Bereich Unternehmensund Gesellschaftsrecht September 2014 Unternehmensrecht aktuell Sondernewsletter: Reform des UGB-Bilanzrechts RÄG 2014 Inhalt Aktueller Anlass...

Mehr