DRG Ein klares "Ja" zu Transparenz, Effizienz, Datenschutz und Partnerschaft. Helsana Versicherungen AG Dr. Olaf Schäfer, Leiter Leistungsmanagement

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1 DRG Ein klares "Ja" zu Transparenz, Effizienz, Datenschutz und Partnerschaft Helsana Versicherungen AG Dr. Olaf Schäfer, Leiter Leistungsmanagement

2 Einige Vorbemerkungen zu den Krankenversicherern Treuhänder der Prämienzahler (= Versicherte = Patienten) Wollen nicht "immer mehr prüfen". Wollen nicht "immer mehr Daten" und vor allem keine Daten, die sie "nichts angehen". Brauchen die richtigen Daten damit sie weniger, aber effizient und sinnvoll prüfen können. damit sie ihren gesetzlichen Auftrag zur Rechnungskontrolle im Interesse der Prämienzahler leisten können. 2

3 Einige Vorbemerkungen zum DRG International entwickeltes Klassifikationssystem Langjährig international erprobt und bewährt in über 20 Ländern Zusammenfassung medizinisch vergleichbarer Fälle in möglichst kostenhomogene Fallgruppen Leistungsorientierte Fallpauschalen 3

4 Einige Vorbemerkungen zu DRG und MDS/MCD Eine DRG-Rechnung ohne MDS/MCD ist wie Tagespauschale ohne Anzahl Tage. Abteilungspauschale ohne Angabe Abteilung. Kreditkartenrechnung ohne Angabe gekaufter Produkte/Dienstleistung. Schon alleine die Prüfung von Leistungspflicht (OKP) und kantonalem (spezialisierten) Leistungsauftrag erfordert detaillierte Diagnosen und Prozeduren... ohne MDS/MCD könnten viele Rechnungen wohl nur noch unter Vorbehalt bezahlt werden: Einhaltung Leistungsauftrag und WZW.... ohne MDS/MCD verschiebt sich die Rechnungsprüfung also einfach in eine spätere Revision. ohne systematische Lieferung von Rechnung + MDS/MCD erhöhen sich Administrativkosten auf allen Seiten und erhöht sich die finanzielle Unsicherheit beim Spital (häufige Rückforderungen Versicherung/Kanton). 4

5 Einige Vorbemerkungen zu DRG und Datenschutz Krankenversicherer stehen ein für Datenschutz Die Obligatorische Krankenpflegeversicherung ist frei wählbar auch auf Basis des Renommees des Krankenversicherers. Krankenversicherung ist ein Geschäft auf Vertrauensbasis. Krankenversicherer arbeiten als Treuhänder der Prämienzahler. Es gibt kein reales Bedrohungsszenario für irgendeinen Datenmissbrauch durch Krankenversicherer Schweiz-weit kein einziger Gerichtsentscheid gegen Krankenversicherer wegen Datenmissbrauch. Umfassende systembasierte sowie organisatorische, Sicherheitsmechanismen (generell und speziell unter DRG). Kein Ertragspotenzial also kein Anreiz. 5

6 Transparenz Eine Rechnung ohne MCD ist wie Restaurantrechnung für 2: "Speisen und Getränke 420 Franken" und mit MCD via VAD ist wie Kreditkartenrechnung der Kinder über 8'250 Franken bei einer "elterlichen Kostengutsprache" für "Ein Wochenende Prag mit ***Hotel und 1x Bratwurst+Bier" Bei Fragen zur Rechnung: Anfrage & Auskunft über den Reiseveranstalter 6

7 Transparenz Gute (spital-interne) Sicht auf die Patientenbetreuung innerhalb der Diagnoses-Related-Groups Rechnung + MCD sind ein klarer und vollständiger Leistungsausweis Spezielle Fälle können als solche ausgewiesen und entsprechend abgerechnet werden 7

8 Effizienz Chance zur spital-internen Prozessoptimierung Leistungaufträge und -erbringung v.a. dort, wo Fallzahlen, Prozesse und Qualität optimiert sind Vereinfachung und Beschleunigung der administrativen Prozesse zwischen Spital und Versicherung Effiziente Rechnungsabwicklung 8

9 Effizienter Prüfablauf unter DRG ((Vorschlag einzelner Versicherer)) Daten Rechnung MDS Container Rechnung MDS Rechnung MDS Rechnung MDS System Verknüpfungsobjekt VN Daten VN Daten Belegeingang Ablage im System Rechnungsprüfung MDS Prüfung Ja Rechnungs- + MDS Prüfung kombiniert Prozess manuelle Bearbeitung notwendig? Ja Nein Ja MDS Prüfung notwendig? Nein Rg und MDS kombiniert prüfen notwendig Nein manuelle Bearbeitung notwendig? Ja Nein Rechnungsauszahlung Sachbearbeiter bezeichnet häufigsten Datenfluss manuelle Bearbeitung manuelle Bearbeitung Legende: : automatisierter Arbeitsschritt : Entscheid System

10 Datenschutz Schutz der Daten oder Schutz der Leistungserbringer oder Schutz der Patienten oder Schutz der Versicherten? Schutz vor Datenmissbrauch! Rechtskonformität, Angemessenheit! Ist schon heute "Tagesgeschäft" der Leistungserbringer und Versicherer. 10

11 Datenschutz Operative Trennung (z.b. Vertrieb vs. Underwriting vs. Leistungen) Organisatorische Massnahmen (z.b. Anstellungsverträge, Weisungen, Reglemente) Prozess-Massnahmen (z.b. Transparente & stringente Ablauforganisation) Abbildung in dem / den Systemen (z.b. Funktionalität und Zugriffe) Organisationsübergreifende Massnahmen (z.b. Partnerverträge) 11

12 Partnerschaft Neue Basis und Leitplanken für Partnerverträge / Tarifverträge Gemeinsame Herausforderungen (u.a. Leistung vs. Finanzierbarkeit) Die Koordination und Betreuung über die ganze Behandlungskette hinweg wird wichtiger als je zuvor Bereitschaft zur Zusammenarbeit über die Gärtli-Grenzen hinweg 12

13 Partnerschaft z.b.: ekarus Spital Meldung Krankenversicherer 13

14 Fazit: DRG Ein klares "Ja" zu Transparenz in Leistungserbringung / Leistungsabwicklung ist die zentrale Basis für kontinuierliche Verbesserung und für korrekte Rechnungsstellung sowie Rechnungszahlung. Effizienzsteigerung für Spitäler + Kostenträger ist möglich. Der Datenschutz kann und muss auch mit systematischer Übermittlung des MCD vollumfänglich eingehalten werden. Die Partnerschaft zwischen Spitälern und Versicherern zum Nutzen der Patienten und Versicherten erhält eine neue Basis und neue Leitplanken. 14

15 DRG Ein klares "Ja" zu Transparenz, Effizienz, Datenschutz und Partnerschaft Helsana Versicherungen AG Dr. Olaf Schäfer, Leiter Leistungsmanagement

16 Nachlese: "Risiken & Nebenwirkungen" Swiss DRG Leistungserbringer können Fallpauschalen im akut-stationären Bereich für Prozess-Optimierungen und zur Qualitätssicherung nutzen. In Deutschland wurden die Gesamtkosten gesenkt. In der Schweiz wird Kostenneutralität angestrebt. Swiss DRG erhöht primär die Transparenz. Trotzdem ist immer wieder die Rede von Qualitäts-/Datenschutzrisiken... Wo könnten diese liegen?? "Bloody exits"?? Aufenthaltsdauer stationär optimiert nach Erstattungsschwelle?? Mis-Match Versorgungsplanung/Lenkungswirkung aus Spital-Finanzierung?? Leistungsverschiebung in andere Behandlungsbereiche (v.a. ambulant)?? Risiko-Selektion im Spital: Fokus auf Ertragsbringer?? Fall-Splitting um den Gesamt-Rechnungsbetrag zu erhöhen?? Upcoding zur Kompensation von durch Fallpauschale ungedeckter Kosten?? Missbrauch oder Verkauf vertraulicher Daten? 16

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