Wie Wissen entsteht. Versus Zürich. Jacqueline Holzer Jean-Paul Thommen Patricia Wolf

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Wie Wissen entsteht. Versus Zürich. Jacqueline Holzer Jean-Paul Thommen Patricia Wolf"

Transkript

1 Jacqueline Holzer Jean-Paul Thommen Patricia Wolf Wie Wissen entsteht Eine Einführung in die Welt der Wissenschaft für Studierende und Führungskräfte Versus Zürich

2 4 Zur Reihe «VERSUS kompakt» Die Bücher der Reihe «VERSUS kompakt» richten sich an alle, die sich mit geringem Zeit- und Arbeitsaufwand gründlich in ein Thema einlesen und das erworbene Wissen sofort umsetzen möchten. Das neue Format bietet gesichertes Fachwissen, von Experten geschrieben, auf knappem Raum und in gut verständlicher Sprache, mit zahlreichen Querverweisen, Anwendungsbeispielen und Praxistipps. Die einzelnen Bände setzen sich grundsätzlich aus drei Teilen zusammen: Der erste Teil enthält eine Einführung, die einen Überblick über die wichtigsten Fragen und Probleme des Gesamtthemas geben soll. Zahlreiche Querverweise auf die Stichwörter im zweiten Teil erleichtern die Orientierung und geben Ihnen die Möglichkeit, zu einzelnen Themen und Sachverhalten die vertiefenden Informationen rasch und einfach zu finden. Im zweiten Teil werden einzelne Themen, Modelle und Instrumente vertieft behandelt und mit Beispielen und Praxistipps veranschaulicht. Die einzelnen Stichwörter sind alphabetisch geordnet und werden jeweils auf einer Doppelseite erläutert. Hier helfen Ihnen die Querverweise dabei, die einzelnen Stichwörter zu vernetzen. Ein dritter Teil enthält Fallstudien oder Beispiele. Auf der Website zur Buchreihe (www.versus-kompakt.ch) können Sie Formulare und Checklisten abrufen, downloaden und ausdrucken, um sie in der Praxis verwenden zu können. Folgende Symbole helfen Ihnen, sich im Buch zurechtzufinden: Bei der Lupe finden Sie vertiefende Texte. Dies können Beispiele, Exkurse, Regeln, Übungen oder Interviews sein. Bei der Glühbirne finden Sie Praxistipps, die Ihnen dabei helfen, das Gelesene umzusetzen. Beim aufgeschlagenen Buch finden Sie weiterführende Literaturtipps und -empfehlungen. VERSUS kompakt

3 5 Vorwort Wissenschaft schafft Wissen! Doch welches Wissen? Und wie kommt dieses Wissen zustande? Bei diesen Fragen setzt dieses Buch an. Wir möchten Studierenden und Führungskräften zeigen, dass es unterschiedliche Ansätze gibt, um Wissen zu generieren. Diese Ansätze gehen von ganz unterschiedlichen Annahmen aus, die sich beispielsweise auf das Menschenbild, auf die Eigenschaften von Organisationen oder auf die Frage, wie Menschen handeln, beziehen. Solche Annahmen sind dann entscheidend für die Wahl der verwendeten Methoden, um zu Wissen zu kommen. Aber noch wichtiger: sie beeinflussen die Resultate, das heißt die Art des Wissens, das schließlich erzeugt wird. Dies erklärt auch, warum es sogar zu widersprüchlichen Aussagen in der Wissenschaft kommen kann. Das Buch soll deshalb Studierende unterstützen, die verschiedenen Ansätze und Perspektiven ihrer Disziplin zu verstehen, deren Unterschiede besser zu erkennen und sie schließlich auch beurteilen zu können. Führungskräften soll es zeigen, dass auch die Praxis sich bewusst sein muss, dass es unterschiedliches und zum Teil widersprüchliches Wissen gibt. Mit der Entscheidung, bestimmtes Wissen in der Praxis anzuwenden, fällt ein Manager gleichzeitig natürlich meist implizit und unbewusst immer auch eine Entscheidung über bestimmte Annahmen, wie sich zum Beispiel Mitarbeitende, Unternehmen oder auch Stakeholder verhalten. Sind es rational oder nicht rational Handelnde? Welche Rolle spielen Emotionen? Ist ein System, eine Organisation wichtiger als eine einzelne Person oder ist es gerade umgekehrt? Je nachdem, wie man diese Fragen beantwortet, wird man ganz unterschiedlich handeln und auch denken! Wir haben versucht, die Beantwortung dieser anspruchsvollen Fragen in einen leicht verständlichen Text zu bringen und mit vielen Beispielen zu erläutern. Wenn uns dies gelungen ist darüber möge die Leserin oder der Leser entscheiden! ist dies auch ein Verdienst des Teams des Versus Verlags, insbesondere von Judith Henzmann, die unsere Texte nicht nur sehr sorgfältig gelesen, sondern mit ihren wertvollen und präzisen Fragen wesentlich zur Qualität des Buches beigetragen hat. Es sei ihr deshalb an dieser Stelle ganz herzlich für ihr Engagement gedankt! Zürich, im Juni 2012 Jacqueline Holzer, Jean-Paul Thommen und Patricia Wolf Holzer Thommen Wolf Welt des Wissens

4 6 Inhaltsverzeichnis Welt des Wissens im Überblick 1 Schafft Wissenschaft Wissen? Weshalb sich (auch) als Praktiker mit Theorien beschäftigen? Was ist Wissenschaftstheorie? Worin liegt der Nutzen der Beschäftigung mit der Wissenschaftstheorie? Was ist Wissen? Generierung wissenschaftlichen Wissens Logische Verfahren Karl Poppers Falsifikationismus Theorien zur Erklärung der Wissenschaftsgeschichte Thomas S. Kuhns Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen Forschungsprogramme von Imre Lakatos Paul K. Feyerabends «Anything goes!» als Anti-Theorie Von der Regel zur Konstruktion Konstruktivismus Pierre Bourdieus strukturalistisch-konstruktivistisches Verständnis von Wissenschaft Sozialkonstruktivistisches Verständnis von Wissenschaft Radikal konstruktivistisches Verständnis von Wissenschaft: Niklas Luhmann Rekonstruktion des Konstruktivismus Welche Verantwortung trägt der Wissenschafter? Das Denken geht weiter VERSUS kompakt

5 7 Welt des Wissens von A bis Z Abduktion Akteur-Netzwerk-Theorie Aktionsforschung Arten der Forschung Aussagen Beobachtung 1. und 2. Ordnung Blinde Flecke Bourdieu, Pierre Habitus, Feld, Kapital Deduktion Duhem-Quine-These Empirische Forschung Falsifikationismus Feyerabend, Paul K. Against Method Fleck, Ludwik Denkkollektiv und Denkstil Hempel-Oppenheim-Schema Induktion Innovation Konstruktivismus Kritischer Rationalismus Kuhn, Thomas S. Wissenschaftliche Revolutionen Lakatos, Imre Forschungsprogramme Methodologie Popper, Karl Logik der Forschung Positivismus und logischer Positivismus Rationalität Systemtheorie Utilitarismus Wissen Wissenschaftliche Gütekriterien Welt des Wissens: Praxis Wissen schafft neue Perspektiven Fallstudie 1: Blinde Flecke der Manager Fallstudie 2: Design Thinking Fallstudie 3: Vergessen ist der Schlüssel zum Erfolg Literatur Namensverzeichnis Stichwortverzeichnis Autorinnen und Autor Holzer Thommen Wolf Welt des Wissens

6 10 1 Schafft Wissenschaft Wissen? «Ein Mann mit einer Theorie ist verloren. Er muss mehrere haben, vier, viele. Er muss sie sich in die Tasche stopfen, wie Zeitungen, immer die neuesten, es lebt sich gut zwischen ihnen, man haust angenehm zwischen den Theorien, man muss wissen, dass es viele Theorien gibt.» Bertold Brecht Wie kommt wissenschaftliches Wissen zustande? Suchen wir Antworten auf diese Frage, begegnen wir unterschiedlichen Denkansätzen von verschiedenen Theoretikern aus der Philosophie, der Soziologie oder den Naturwissenschaften. Wir beschäftigen uns mit der Wahrheit, der Legitimation und der sozialen Konstruktion von Wissen, um letztlich einzusehen, dass wir nichts wirklich definitiv wissen. Diejenigen also, die sich erhoffen, nach der Lektüre dieses Buches über die reine Wahrheit zu verfügen, müssen wir enttäuschen. Das Ziel unseres Buches ist es vielmehr darzulegen, dass es endgültige Wahrheiten selbst in den Wissenschaften nicht (mehr) gibt und dass nicht nur die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, sondern wir alle unsere blinden Flecke haben. Denn je nach Kontext, in den wir eingebunden sind, akzeptieren wir zwar die gleichen Fakten, nur interpretieren wir diese anders. Oder wir akzeptieren andere Fakten als legitim. Dennoch ist es aus unserer Sicht für Praktiker wie auch Wissenschaftlerinnen äußerst gewinnbringend, sich mit der Frage, wie Wissen zustande kommt, zu beschäftigen. Wir lernen auf diese Weise, die eigenen Selbstverständlichkeiten und Handlungslogiken kritisch zu beleuchten, allenfalls zu hinterfragen und die eigenen blinden Flecke sichtbar zu machen. Zu diesem (Selbst-)Reflexionsprozess möchten wir Sie gerne einladen. Das Buch hat unterschiedliche Theorien zur Entstehung von wissenschaftlichem Wissen zum Inhalt, wie zum Beispiel Thomas S. Kuhns «Struktur der wissenschaftlichen Revolutionen», Paul K. Feyerabends «Against Method», David Bloors «Strong Programme» um nur einige zu nennen ( Kuhn, Thomas S., Feyerabend, Paul K.). Diese möchten wir Ihnen vorstellen. Unsere Perspektive bedeutet, dass wir bereits im Vorfeld einige Entscheidungen getroffen haben: Denn durch die Art und Weise, wie wir unsere Geschichte erzählen, stellen wir bestimmte Theorien in den Vordergrund, die wir VERSUS kompakt

7 11 in Abhängigkeit von unserer eigenen wissenschaftlichen Eingebundenheit für besonders wichtig halten andere lassen wir aus. Das Buch ist ein Ergebnis stundenlanger, nicht immer einfacher Diskussionen, wie sie zwischen reflektierenden Wissenschaftlern nun mal stattfinden. Es ist auch ein kontingentes Resultat einer solchen Diskussion das heißt ein Buch, das durchaus auch anders hätte geschrieben werden können. Bevor wir Ihnen gute Gründe liefern, weshalb es von großem Nutzen ist, sich als Praktikerin oder auch als Student der Betriebswirtschaftslehre mit Theorien bzw. mit der Wissenschaftstheorie auseinanderzusetzen (Kapitel 3), möchten wir kurz erläutern, wie das Buch aufgebaut ist. Das Buch besteht aus drei Teilen. Im ersten Teil erzählen wir unsere Interpretation der Geschichte zur Wissenschaftstheorie. Wir beschäftigen uns mit Fragen wie: Was ist Wissen (Kapitel 2)? Wie kommen Erkenntnisse zustande (Abschnitt 4.2)? Wissenschaftlicher Fortschritt ist das Ziel dieser Wahrheitsfindung und ist nicht immer einfach zu erreichen. Regeln helfen, dieses Ziel nicht aus den Augen zu verlieren. Doch welche Regeln entsprechen am ehesten der Logik ( Induktion, Deduktion, Abduktion) und der Objektivität ( Wissenschaftliche Gütekriterien) (Abschnitt 2.2)? Es scheint auf den ersten Blick, dass die Deduktion aus dieser Diskussion als Sieger hervorgehen wird. Wir erweisen aus diesem Grunde Sir Karl Popper ( Popper, Karl) die Reverenz, der sich mit seinem kritischen Rationalismus in die Köpfe, wenn nicht sogar in die Herzen der Betriebswirtschaftler geschrieben hat bis heute (Abschnitt 2.3). Thomas S. Kuhn auf der einen und Imre Lakatos ( Lakatos, Imre) auf der anderen Seite versuchen in ihren Schriften, die Probleme des kritischen Rationalismus zu lösen und schlagen verschiedene Wege vor. Kuhn bleibt gegenüber dem wissenschaftlichen Fortschritt skeptisch und macht bewusst, dass das Wissen immer in einem bestimmten sozialen Kontext entwickelt wird. Abhängig vom Forscherkollektiv entstehen neue Wahrheiten, die sich auch ändern können. Objektives, gesichertes Wissen ist in dieser Theorie nur noch in Abhängigkeit vom Kontext, in dem die Wissenschaft arbeitet, möglich (Abschnitt 3.1). Imre Lakatos versucht, Poppers Ideen mit seinem Konzept der «Forschungsprogramme» zu retten (Abschnitt 3.2). Doch auch er gibt letztlich keine abschließende Antwort auf die Frage, weshalb sich ein bestimmtes Forschungsprogramm durchzusetzen vermag. Holzer Thommen Wolf Welt des Wissens Überblick

8 12 Feyerabends provozierendes Programm «Wider den Methodenzwang» zeugt von der Einsicht, dass eine allgemein gültige Wissenschaftstheorie, die für sämtliche historische Beispiele zu verwenden ist, ein Wunsch bleibt (Abschnitt 3.3). Erst soziologische Arbeiten von Pierre Bourdieu ( Bourdieu, Pierre), Niklas Luhmann oder auch von Autoren der angelsächsischen Strömungen scheinen eine Möglichkeit zu bieten, der Heterogenität des wissenschaftlichen Forschens gerecht zu werden (Abschnitt 4). Ihre Vorstellungen lassen sich unter dem Stichwort Konstruktivismus zusammenfassen. Und schließlich beschäftigt sich der Text mit der auch gesellschaftlich wichtigen Frage, welche Verantwortung die heutigen Wissenschaftler zu tragen haben (Abschnitt 5). Der zweite Teil des Buches besteht aus Stichworten, die dazu dienen, einen schnellen Überblick über die für die Wissenschaftstheorie relevanten Themen zu erhalten. Im dritten Teil finden sich schließlich drei Fallstudien, die zeigen, welchen Nutzen die Beschäftigung mit der Wissenschaftstheorie bringt; die Theorien werden auf konkrete betriebwirtschaftliche Probleme angewendet. Und nun möchten wir Sie einladen, sich mit unterschiedlichen wissenschaftstheoretischen Positionen auseinanderzusetzen, die hoffentlich dazu führen, dass Sie nach der Lektüre die eigenen Gewissheiten kritisch hinterfragen. Vielleicht gelingt es uns sogar, dass Sie am Schluss die Welt ein wenig anders sehen als bisher. 1.1 Weshalb sich (auch) als Praktiker mit Theorien beschäftigen? «Alles viel zu theoretisch!» Wissenschaftler hören diese Aussage oft, wenn sie versuchen, ihre Theorien an die Frau oder an den Mann zu bringen. Häufig formulieren diesen Satz Praktiker, die sich lieber auf ihre Erfahrung verlassen, als sich mit Theorien zu beschäftigen, die ihnen zu abstrakt, zu abgehoben erscheinen. Doch was ist denn eigentlich eine Theorie? Und was versteht man unter Praxis? Aus unserer Sicht lohnt es sich, sich dieser Unterscheidung kurz zu widmen. Praktiker sind es gewohnt, Handlungszusammenhänge, die sich in ihren Unternehmen ausdifferenziert haben, auf der Grundlage ihrer jahrelangen Erfahrungen zu interpretieren. Sie wissen, weshalb sie Erfolg haben, weshalb sich ein Misserfolg einstellt. Letztlich verfügen auch sie über implizite Hypothesen oder auch um «primäres VERSUS kompakt

9 13 Wissen» (Kieser/Ebers 2006, 45), wie gewisse Dinge laufen müssen und weshalb bestimmte Resultate eintreffen. Nur reflektieren sie diese nicht, sie bewältigen ihr Leben, ohne ihre eigenen Theorien bewusst anzuwenden. Nur wenn sich die Misserfolge häufen, kommen sie nicht weiter mit ihren impliziten Theorien. Sie beginnen darüber nachzudenken, wie sie ihr Handeln verbessern könnten, fangen an zu überlegen, welche systematisch-methodischen Verbesserungen zu allfälligen Erfolgen führen. Die Theorie, die sie in ihrem Handeln anleitet, machen sie nun explizit eine Form von «theoretischer Praxis» also. Wissenschaftler, die Grundlagenforschung oder auch angewandte Wissenschaften betreiben, arbeiten nicht anders ( Arten der Forschung). Sie versuchen Geltungsansprüche zu formulieren, indem sie in Auseinandersetzung mit ihrem Gegenstand zum Beispiel mit dem Unternehmen Theorien entwickeln. Sie beobachten mittels geeigneten wissenschaftlichen Methoden Gesetzmäßigkeiten, die sie zu interpretieren und vielleicht sogar zu erklären versuchen manchmal, wie etwa in der Aktionsforschung, auch in Zusammenarbeit mit den Praktikern. Die Wissenschaftler denken demnach über die richtigen Vorgehensweisen nach ( Methodologie), reflektieren die gewonnenen Resultate, machen diese Annahmen explizit, formulieren Definitionen und entwerfen entsprechende Theorien und Modelle, die sie wiederum in der «theoriegeleiteten Praxis» überprüfen (Kieser/ Ebers 2006, 46f.) (Abbildung 1). Abb. 1: Rekursives Theorie-Praxis-Modell Handeln Resultate Implizite Hypothesen Modell/Theorie Explizite Hypothesen Reflexion Wissenschaft Praxis Quelle: Thommen 2013 Holzer Thommen Wolf Welt des Wissens Überblick

10 14 Weder in der Praxis noch in der Wissenschaft gibt es also ein Handeln ohne Theorie. Eine solche Theorie mag implizit sein, wie bei manchen Praktikern, oder explizit, wie bei den Wissenschaftlerinnen. Es geht letztlich um die Reflexion der eigenen Theorien, die man je nach Kontext anwendet. Und davon handelt dieses Buch. Egal, ob Praktikerinnen oder angehende Wissenschaftler, sie alle haben dasselbe Interesse: Sie schaffen eine nutzbringende Verknüpfung zwischen Handeln, Theorie und Reflexion. Aus unserer Sicht ist es wichtig, dass sich Praktiker nicht mehr gegenüber den unterschiedlichen Theorien verschließen. Denn die Zeit der absoluten Wahrheiten ist zu Ende. Die heutigen Manager haben sich mit Problembereichen wie Komplexität, Dynamik, Wandel, Diskontinuität, Verlust an verbindlicher Orientierung und an Vertrauen, Informationsüberflutung und/oder Beschleunigung der Zeit zu beschäftigen, für welche die eigene Erfahrung nicht mehr ausreicht. Es ist notwendig, dass sich Führungskräfte aufgrund dieser Dynamisierung der Lebenswelten mit ihrer Eingebundenheit in Theoriekontexte, die sie anleiten und auch beschränken, auseinandersetzen. Sie sehen sich zunehmend gezwungen, die eigenen Handlungstheorien, wie sie eine Organisation führen und steuern, zu hinterfragen. Dieses Nachdenken birgt zwar die Gefahr, bislang etablierte Sicherheiten zu verlieren. Gleichzeitig ermöglicht es auch, neues Wissen und neue Theorien zu gewinnen und zukunftsorientiert zu handeln. Schließlich ist nichts so praktisch wie eine gute Theorie, wie es Lewin bereits 1945 formulierte. In der Praxis wie in der Theorie dreht es sich folglich um dieselbe Frage: Mit welchen Methoden kann neues Wissen bzw. neue Erkenntnis konstruiert werden, um auf die drängenden Probleme unserer Zeit Lösungen zu finden? Wir verstehen die Praxis auf der Grundlage von Theorien besser. Die Theorien helfen uns, Probleme besser zu beschreiben, zu analysieren und zu bearbeiten. Doch jede Theorie nimmt nur eine spezifische Perspektive ein, beleuchtet nur bestimmte Aspekte. Und es gibt zahlreiche Theorien, die sich allenfalls für ein bestimmtes Problem eignen, für andere Probleme aber nicht. So drängt sich die Frage für die Praktiker wie die Wissenschaftlerinnen auf: Welche Theorie ist für das jeweilige Problem am besten geeignet? Das Wissen um diese Pluralität führt aus unserer Sicht unvermeidlich zu einem erhöhten Reflexionsbedarf. Es ist nicht mehr die Frage wichtig, welche Theorie die einzig richtige ist, sondern, wel- «Nichts ist so praktisch wie eine gute Theorie.» (Lewin 1945) VERSUS kompakt

11 15 che Theorien es uns ermöglichen, die Praxis auch anders zu sehen. Dementsprechend werden neue Handlungsoptionen für die Praxis erkennbar. Theorie und Praxis stehen also in einem wechselseitig gewinnbringenden Verhältnis zueinander. Reflektiert man den theoretischen Kontext, in den man immer auch in der Praxis eingebunden ist, hat man die Chance, die Konsequenzen, die man für die Praxis zieht, zu hinterfragen, zu analysieren, in Frage zu stellen. Die Praxis beeinflusst aber auch stark die Konstruktion von Theorien. Ja, wir können sogar so weit gehen zu behaupten, dass erst die Praxis zu einer Entwicklung von Theorien, von neuem Wissen führt. Und damit sind wir beim eigentlichen Gegenstand unseres Buches: der Wissenschaftstheorie. Beginnen wir als Erstes mit der Klärung der Frage, was denn Wissenschaftstheorie ist. Im Anschluss möchten wir die Gründe erläutern, weshalb es sich durchaus lohnt, sich auf die komplexe Materie der Wissenschaftstheorie einzulassen. 1.2 Was ist Wissenschaftstheorie? Wie neues Wissens generiert wird, ist die fundamentale Frage der Wissenschaftstheorie. Sie versucht etwa Fragen zu beantworten, wie unwiderlegbares Wissen zustande kommt, welche Methoden geeignet sind, um neue «Wahrheiten» zu entdecken, oder welche Bedingungen erfüllt sein müssen, damit ein Denkkollektiv ( Fleck, Ludwik) neu begründetes Wissen akzeptiert. Als Meta-Theorie, das heißt als eine Theorie, deren Forschungsgegenstand eine andere Theorie oder eine Menge anderer Theorien sind, liefert die Wissenschaftstheorie eine gute Grundlage, um sich der eigenen blinden Flecke sei es als Manager, sei es als Wissenschaftler der Betriebswirtschaftslehre bewusst zu werden. Die Wissenschaftstheorie setzt sich also als Teilgebiet der Philosophie mit den erkenntnistheoretischen Begründungen des wissenschaftlichen Wissens, der wissenschaftlichen Methoden und der Forschung auseinander ( Methodologie). Wissenschaftstheoretiker fragen demzufolge danach, ob und wie wissenschaftlicher Erkenntnisgewinn möglich ist. Die Entwicklungen der modernen Wissenschaft und die Zunahme ihrer Spezialisierung und auch Fragmentierung haben in den letzten Jahren dazu geführt, dass das Forschungsgebiet der Wissenschaftstheorie selbst unterschiedliche Zugänge zur Frage, wie Wissen ent- Holzer Thommen Wolf Welt des Wissens Überblick

12 80 Aussagen Arten Aussagen über das bearbeitete Forschungs- bzw. Erkenntnisobjekt sind das Resultat wissenschaftlicher Arbeit. Dabei kann zwischen, deskriptiven, explikativen, normativen und technologischen Aussagen unterschieden werden. (Thommen 2012a, 1016ff.) Deskriptive Aussagen Deskriptive Aussagen beschreiben das Erkenntnisobjekt, das heißt einen bestimmten Ausschnitt der Welt, den der Wissenschaftler zu seinem Forschungsgegenstand gemacht hat. Es geht um die Beschreibung des Was und des Wie von Objekten, Strukturen und Prozessen in der Vergangenheit und in der Gegenwart, um ein möglichst exaktes Abbild der Realität der beobachteten und zu erklärenden Phänomene zu erhalten. Werden diese Beschreibung nach bestimmten Kriterien geordnet, so erhält man Systematisierungen und Klassifizierungen der beobachteten Objekte oder Phänomene. So werden zum Beispiel Unternehmen in Klein-, Mittel- und Großunternehmen eingeteilt. Zu den deskriptiven Aussagen gehören auch Realdefinitionen. Diese entstehen durch die Beschreibung und Charakterisierung eines Sachverhaltes oder eines Objekts aufgrund der in der Realität festgestellten wesentlichen Eigenschaften. Sie dienen als Grundlage für die wissenschaftliche Kommunikation und Forschung. Beispiel ist die Definition des Unternehmens als «ein offenes, dynamisches, komplexes, autonomes, marktgerichtetes produktives soziales System.» (Thommen 2012a, 39) Von den Realdefinitionen sind die Nominaldefinitionen zu unterscheiden. Bei Nominaldefinitionen geht es primär um Festsetzungen über die Verwendung von Begriffen (z.b. Kosten oder Aufwand). Sie machen deshalb keine (informativen) Aussagen über die Realität, sondern sind Konventionen über den Gebrauch bestimmter Begriffe. Explikative Aussagen Durch das Sammeln, Erheben und Auswerten von deskriptiven Aussagen werden die Voraussetzungen für das Aufstellen von Hypothesen geschaffen, welche erklärenden Charakter haben. Hypothesen beantworten die Frage nach dem Warum eines Sachverhaltes. Explikative Aussagen haben die Form «wenn, dann» und geben über bestimmte Kausalzusammenhänge Auskunft. Beispiel: Wenn Unternehmen sozialverantwortlich handeln, dann sind sie langfristig erfolgreicher als nicht sozialverant- VERSUS kompakt

13 81 wortlich handelnde. Werden diese Hypothesen im Laufe der Zeit verifiziert bzw. nicht falsifiziert, werden sie als Gesetzeshypothesen, Gesetzesaussagen oder ganz einfach als Gesetze bezeichnet. Werden mehrere Gesetze dann logisch miteinander verknüpft, entsteht eine Theorie. Normative Aussagen Bei den normativen Aussagen handelt es sich um Wertungen, welche die oder der Forschende vornimmt. Sie werden auch als präskriptive Aussagen bezeichnet. Je nach Intensität der subjektiven Wertung können sie folgendermaßen abgestuft werden (Albert 1972, 184): Resolutive Aussagen, das heißt Aussagen, die den Sinn haben, die Entscheidungen von Personen für ein bestimmtes Verhalten zu erklären. Optative Aussagen, das heißt Aussagen, die Wünsche zum Ausdruck bringen. Valutative Aussagen, das heißt Aussagen, die persönliche Stellungnahmen ausdrücken. Imperative Aussagen, das heißt Aussagen, welche die Funktion haben, irgendwelchen Personen ein bestimmtes Verhalten vorzuschreiben. Normative Aussagen, das heißt Aussagen, die bestimmte Verhaltensweisen (Stellungnahmen, Entscheidungen, Handlungen) als gerechtfertigt deklarieren. Diese Aussagen werden meist als Werturteile bezeichnet. Technologische Aussagen Technologische Aussagen geben auf die Fragen «Was ist möglich?» und «Wie, auf welche Art und Weise kann ein bestimmtes Ziel erreicht werden?» eine Antwort. Sie dienen somit unmittelbar der praktischen Verwertbarkeit und sind deshalb vor allem in der anwendungsorientierten Wissenschaft zu finden. Grundlage der technologischen Aussagen sind deskriptive und explikative Aussagen. Doch weisen diese insbesondere die explikativen einen hohen Abstraktionsgrad auf, denn Explikation bedeutet immer auch Verallgemeinerung. Deshalb ist eine Transformation dieser Aussagen in praktisch verwertbare Aussagen noch notwendig. Holzer Thommen Wolf Welt des Wissens A bis Z

14 82 Beobachtung 1. und 2. Ordnung Begriff Wir alle beobachten unsere Realität, in erster Linie, um handlungsfähig zu sein und zu bleiben, aber auch, um über die Welt nachzudenken. Doch wie beobachten wir die Realität? Aus systemtheoretischer Sicht kann zwischen zwei verschiedenen Arten von Beobachtungen unterschieden werden, nämlich Beobachtung 1. und 2. Ordnung. Beobachtung 1. Ordnung Ein Beobachter 1. Ordnung sieht nur das, was er auch tatsächlich betrachtet, wofür er sich entschieden hat und was für ihn relevant ist. Dabei ist er sich meistens nicht bewusst, dass er eine Selektion vorgenommen hat, denn immer hätte er zum Beispiel auch andere Objekte, Prozesse, Interaktionen oder Eigenschaften betrachten können. Er ist also blind für das, was er nicht sieht, und er weiß auch nicht, für welche Ausschnitte der Realität er blind ist (sonst würde er sie sehen!). Man spricht deshalb von blinden Flecken. Beobachtung 2. Ordnung Ein Beobachter 2. Ordnung beobachtet den Beobachter 1. Ordnung beim Beobachten. Dabei macht er deutlich, was der Beobachter 1. Ordnung beobachtet und in sein Handeln und Denken einbezieht und was er ausklammert. Er zeigt, wie der Beobachter 1. Ordnung (Unternehmer, Führungskraft) das Unternehmen von seiner Umwelt abgrenzt (gestrichelte Linie in der Abbildung) und wie er seine für ihn relevante Umwelt definiert (Umwelt 1). Damit wird deutlich, dass es neben der definierten Umwelt (Umwelt 1) immer noch eine nicht beachtete, ausgeschlossene Umwelt (Umwelt 2) gibt. Konsequenzen Der Beobachter 1. Ordnung sitzt in der Welt, in seinem System. Er nimmt deshalb eine Innenperspektive ein. Es ist zum Beispiel der Manager, der sein Unternehmen (Strukturen, Prozesse, Mitarbeitende sowie seine Umwelt) beobachtet (Abbildung) und daraus die entsprechenden Schlussfolgerungen für sein Handeln zieht. Es handelt sich um die Froschperspektive, die Inhalte und das Handeln stehen im Vordergrund. Der Beobachter 2. Ordnung sitzt außerhalb der vom Beobachter 1. Ordnung wahrgenommenen Welt, er hat die Außenperspektive. Er reflektiert aus der Vogelperspektive (Metaebene) die Grenzen, die der Beobachter 1. Ordnung sowohl zu seiner Umwelt als auch von seiner Umwelt zieht, das heißt, wie dieser seine Umwelt definiert (siehe Abbildung). Sowohl für die Wissenschaft als auch für die Praxis ergibt sich daraus, dass es zwei Arten von Wissenschaft bzw. von Management VERSUS kompakt

15 83 Beobachtung 1. und 2. Ordnung Input Beobachter 1. Ordnung Output Beobachter 2. Ordnung Umwelt 1 Umwelt 2 gibt. Der Wissenschaftler arbeitet entweder in seinem System mit ganz bestimmten Theorien und Methoden (Wissenschaft 1. Ordnung) oder er fragt sich, welches die geeigneten Theorien oder Methoden sind, um ein bestimmtes Problem zu bearbeiten (Wissenschaft 2. Ordnung, die in der Regel als Wissenschaftstheorie bezeichnet wird). Im Management kann entsprechend zwischen einem Management 1. Ordnung und einem Management 2. Ordnung unterschieden werden. Management 2. Ordnung Das Management 2. Ordnung beschäftigt sich mit den Unterscheidungen, die ein Unternehmen gemacht hat, das heißt mit den getroffenen Selektionen und Grenzen, die gezogen worden sind. Oder mit anderen Worten: Das Unternehmen muss sich immer wieder fragen, ob das gewählte Geschäftsmodell noch erfolgversprechend ist oder nicht. Management 1. Ordnung Das Management 1. Ordnung ist das Handeln in dem vom Management 2. Ordnung festgelegten Rahmen. Es ist das Handeln auf den gewählten Märkten und in den dafür geschaffenen Strukturen und Prozessen. Management 1. Ordnung handelt dann in einer Als-ob-Wirklichkeit wohlwissend, dass es immer auch anders sein könnte! Literaturtipps Backhausen, W. (2009): Management 2. Ordnung. Backhausen, W./Thommen, J.-P. (2007): Irrgarten des Managements. Holzer Thommen Wolf Welt des Wissens A bis Z

16 84 Blinde Flecke Begriff Ursprünglich kommt der Begriff blinder Fleck aus der Biologie. Dort bezeichnet er ein Phänomen der Netzhaut, die eine Stelle aufweist, an welcher der Sehnerv austritt und dazu führt, dass wir gewisse Punkte in bestimmten Situationen nicht sehen können. Dieses Phänomen wurde dann vom Soziologen Niklas Luhmann auf Individuen und sozialkommunikative Systeme übertragen ( Systemtheorie). Bereiche blinder Flecke Blinde Flecke können sowohl in der Wissenschaft als auch im Management auf drei Ebenen auftreten: Beschreibung der Welt: Was nehmen wir wahr, was nicht? Was berücksichtigen wir, was nicht? Vielfach handelt es sich um einen bewussten Vorgang, indem Relevantes von Nichtrelevantem abgegrenzt wird. Oft ist man sich aber nicht bewusst, dass man etwas gar nicht gesehen hat. Vom Resultat her macht es auch keinen Unterschied, ob man bewusst oder unbewusst etwas ausgeklammert hat, denn in beiden Fällen wird das nicht Gewählte nicht mehr beachtet oder geht sogar verloren. ( Beobachtung) Erklärung der Welt: Welche Verknüpfungen stellen wir her? Welche Kausalzusammenhänge glauben wir zu erkennen? Auf dieser Ebene geht es um die Interpretation von Phänomenen und Situationen. Bewertung der Welt: Für welche Möglichkeit entscheide ich mich schließlich? Verantwortlich für die Wahl sind insbesondere Beschreibung: Wenn ein Unternehmen eine Umwelt- und Unternehmensanalyse macht, überlegt es sich, welche Aspekte relevant sind und welche nicht. Vielfach ist es sich aber dieser Wahl nicht bewusst oder es werden Aspekte nicht gesehen, die außerhalb des eigenen Tätigkeitsbereiches, zum Beispiel außerhalb der Branche liegen. Erklärung: Eine unbefriedigende Leistung eines Mitarbeiters kann ganz unterschiedlich erklärt werden: Ist er vielleicht überfordert? Sind die Anreize (z.b. Lohn) ungenügend? Hat er kein Interesse? Ist der Führungsstil ungeeignet? Ist es das Betriebsklima, die Unternehmenskultur? Bewertung: Schließlich muss ich mich für eine Erklärung entscheiden. Je nachdem, welche Erfahrungen ich mit diesem Mitarbeiter bereits gemacht habe oder welches Erklärungsmodell ich anwende, werde ich zu ganz unterschiedlichen Bewertungen kommen. VERSUS kompakt

17 85 meine Absichten und meine Interessen, letztlich die Frage, was Sinn ergibt für mein Handeln. Diese drei Ebenen hängen eng miteinander zusammen, denn die Art und Weise der Beschreibung beeinflusst in starkem Maße mögliche Erklärungen und somit auch die zur Wahl stehenden Alternativen. Wann spielen blinde Flecke eine große Rolle? Blinde Flecke treten in vielen Situationen sowohl in der Wissenschaft als auch im (Berufs-)Alltag auf, aber sie sind unterschiedlich bedeutsam. Es gibt aber insbesondere zwei Situationen, in denen blinde Flecke besonders beachtet bzw. bearbeitet werden müssen: Bei Innovationen geht es darum, dass etwas Neues entsteht, was vorher nicht da war bzw. nicht gesehen oder wahrgenommen worden ist. Blinde Flecke haben mich daran gehindert, eine Situation oder eine Technologie anders zu betrachten. In Veränderungsprozessen (Change Management) geht es darum, dass Unternehmen die Organisation selbst, das heißt ihre Märkte oder Produkte, ihre Strukturen und Prozesse neu definieren bzw. gestalten. Dies gelingt oft nur dann, wenn die blinden Flecke überwunden werden, das heißt ganz anders in und auf die Welt geschaut wird, und das Unternehmen als Ganzes oder Teile davon (z.b. Produkte, Prozesse, verwendete Technologien) neu erfunden wird. Blinde Flecke in der Wissenschaft Auch der Wissenschaftler hat blinde Flecke. Er arbeitet immer mit und in einer bestimmten Theorie oder einem bestimmten Modell. Diese gehen implizit von bestimmten Annahmen aus, dessen sich der Wissenschaftler in der Regel nur zum Teil bewusst wird. Blinde Flecke werden vor allem deutlich, wenn es zu einem Paradigmenwechsel im Sinne von Thomas S. Kuhn ( Kuhn, Thomas S.) kommt. Dann verändern sich nämlich die grundlegenden Annahmen über das Forschungsobjekt. Praxistipp Blinde Flecke können zwar manchmal in der Selbstreflexion erkannt werden, oft braucht es dazu aber die Außensicht. In der Praxis können diese Funktion Berater oder Coaches übernehmen, in der Wissenschaft kann interdisziplinäre Forschung oder der Austausch mit der Managementpraxis sehr anregend sein und helfen, blinde Flecke zu erkennen und zu überwinden. Holzer Thommen Wolf Welt des Wissens A bis Z

18 86 Bourdieu, Pierre Habitus, Feld, Kapital Der französische Intellektuelle Pierre Bourdieu ( ) gehört zu den Klassikern der Soziologie des 20. Jahrhunderts. Er hat mit seinen theoretischen Begriffen wie Habitus, Feld und Kapital eine Soziologie geschaffen, die in der Praxis eingebettet ist, ohne dass er dabei der Theorie oder der Empirie den Vorrang gegeben hätte (Barlösius 2011, 8). Habitus Widmen wir uns als Erstes dem Begriff Habitus. Bourdieu definiert das Konzept wie folgt: «Der Habitus als ein System von implizit oder explizit durch Lernen erworbenen Dispositionen, funktionierend als ein System von Generierungsschemata, generiert Strategien, die den objektiven Interessen ihres Urhebers entsprechen können, ohne ausdrücklich auf diesen Zweck ausgerichtet zu sein.» (Bourdieu 2001, 113) Bourdieu umschreibt mit seinem Konzept des Habitus also die jeweiligen Denk- und Handlungsschemata der Akteure. In ihnen zeigen sich einerseits die Normen und Werte einer bestimmten Gesellschaft. Andererseits bringen soziale Akteure auf der Grundlage dieser Denk- und Handlungsschemata auch die jeweilige Praxis hervor. Die Denk- und Handlungsschemata sind das Resultat einer Sozialisation. Wir alle lernen von Kindheit an, in der Familie, in der Schule und später auch in der Arbeitswelt, wie wir bestimmte Dinge wahrnehmen (sollen) und wie wir in bestimmten Situationen zu handeln haben. Diese Denk-, Wahrnehmungs- und Handlungsschemata erlauben es uns, auf Situationen adäquat zu reagieren (Joas 2004, 533). Feld Der zweite Begriff, der für das Verständnis von Bourdieus strukturalistisch-konstruktivistischer Theorie entscheidend ist, ist der des Feldes. Damit sind die gesellschaftlichen Bereiche umschrieben, die das Produkt einer Arbeitsteilung sind. Felder sind denn auch ausgestattet mit Ressourcen und Spielregeln, die für alle Akteure gelten, die innerhalb dieses Feldes handeln (Iser 1983, 67). Innerhalb dieses Feldes konkurrenzieren die Akteure in einem eigentlichen Markt um soziale Positionen. Sie führen einen Kampf um Ressourcen und Macht und etablieren durch diesen Wettbewerb wiederum soziale Strukturen. Spezifisch für jedes Feld, so Bourdieu, ist, dass die Akteure über unterschiedliche Kapitalien verfügen. Diese verschiedenen Kapitalbestände definieren die objektiven Positionen der Beteiligten, aber auch die Kräfteverhältnisse und die daraus resultierenden Strategien der Akteure im Feld (vgl. Iser 1983, 67). VERSUS kompakt

19 87 Kapital Der Begriff des Kapitals ist nicht, wie es Ökonomen allenfalls annehmen könnten, auf das ökonomische Kapital zu beschränken. Bourdieu erweitert das Konzept des ökonomischen Kapitals, das direkt und unmittelbar in Geld konvertierbar ist, mit dem sozialen und kulturellen Kapital. Das soziale Kapital umfasst diejenigen Ressourcen, die den Akteuren aufgrund ihrer sozialen Netzwerke oder Organisationen zur Verfügung stehen. Das soziale Kapital eines Akteurs definiert sich also aufgrund seiner Zugehörigkeit zu einer Gruppe, sei es eine Familie oder ein professionelles Netzwerk. Damit Netzwerke über längere Zeit auch Bestand haben, benötigen sie Pflege und somit auch Zeit. Und will man auch in Zukunft von den Netzwerken profitieren, ist es durchaus lohnenswert, die Zeit für deren Pflege zu investieren. (Bourdieu 1992, 63f.) Das kulturelle Kapital schließlich beinhaltet das theoretische und praktische Wissen, das sich ein Akteur zeit seines Lebens aneignet. Legitimiert ist dieses angeeignete Wissen in Form von Abschlusszeugnissen entsprechender Bildungsinstitutionen. Zum kulturellen Kapital gehören aber auch Artefakte wie Gemälde, Schriften und Bücher, für deren Genuss ein spezifisches inkorporiertes Kulturkapital notwendig ist, um ein Kunstwerk zu genießen (Bourdieu 1992, 55f.). Beim letzten Kapital das symbolische handelt sich um Zeichen gesellschaftlicher Anerkennung und sozialer Macht. Das symbolische Kapital verleiht einem Akteur, der in einem bestimmten Feld handelt, Ansehen, Reputation, Begünstigungen und auch besondere Positionen, kurz den Rang innerhalb der Gesellschaft (Bourdieu 1985, 22f.). In der Fallstudie 3 Vergessen ist der Schlüssel zum Erfolg wird ab Seite 141 die Theorie Bourdieus aufs konkrete Unternehmen angewendet. Literaturtipps Bourdieu, P. (1985): Sozialer Raum und «Klassen». Bourdieu, P. (1992): Die verborgenen Mechanismen der Macht. Bourdieu, P. (2001): Über einige Eigenschaften von Feldern. Bourdieu, P. (2008): Die feinen Unterschiede. Holzer Thommen Wolf Welt des Wissens A bis Z

7. Das Spannungsfeld von Wissenschaft und Praxis

7. Das Spannungsfeld von Wissenschaft und Praxis Einführung in das Studium der Management- und Wirtschaftswissenschaften WS 2013/14 7. Das Spannungsfeld von Wissenschaft und Praxis Internationales Institut für Management und ökonomische Bildung Professur

Mehr

Was ist wissenschaftlich?

Was ist wissenschaftlich? 1 Niklas Lenhard-Schramm (Westfälische Wilhelms Universität Münster) Was ist wissenschaftlich? Was ist wissenschaftlich? Eine Auseinandersetzung mit dieser Frage ist lohnenswert für jeden, der wissenschaftliches

Mehr

Wissenschaftstheorie

Wissenschaftstheorie Wissenschaftstheorie 2. Vorlesung: Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Perspektiven Andreas Georg Scherer Prof. Dr. Andreas Georg Scherer, Lehrstuhl für Grundlagen der BWL und Theorien der Unternehmung,

Mehr

Wissenschaft und Forschung in der Wirtschaftsinformatik

Wissenschaft und Forschung in der Wirtschaftsinformatik Lehrstuhl Wirtschaftsinformatik insb. Informationsmanagement Prof. Dr. Wissenschaft und Forschung in der Wirtschaftsinformatik Ansätze wissenschaftlicher Forschung Eine Dissertation ist eine schriftliche

Mehr

Phrasensammlung für wissenschaftliches Arbeiten

Phrasensammlung für wissenschaftliches Arbeiten Phrasensammlung für wissenschaftliches Arbeiten Einleitung In diesem Aufsatz/dieser Abhandlung/dieser Arbeit werde ich... untersuchen/ermitteln/bewerten/analysieren... Um diese Frage zu beantworten, beginnen

Mehr

Formulierungshilfen für das wissenschaftliche Schreiben

Formulierungshilfen für das wissenschaftliche Schreiben Formulierungshilfen für das wissenschaftliche Schreiben 1. Einleitendes Kapitel 1.1.1 Einen Text einleiten und zum Thema hinführen In der vorliegenden Arbeit geht es um... Schwerpunkt dieser Arbeit ist...

Mehr

6. Sitzung. Methoden der Politikwissenschaft: Metatheorien, Werturteilsproblematik und politikwissenschaftliche Methoden

6. Sitzung. Methoden der Politikwissenschaft: Metatheorien, Werturteilsproblematik und politikwissenschaftliche Methoden 6. Sitzung Methoden der Politikwissenschaft: Metatheorien, Werturteilsproblematik und politikwissenschaftliche Methoden Inhalt der heutigen Veranstaltung 1. Metatheorien/Paradigmen 2. Die so genannte Drei-Schulen

Mehr

Marktforschung. Prof. Dr. Fritz Unger. Oktober 2015

Marktforschung. Prof. Dr. Fritz Unger. Oktober 2015 Prof. Dr. Fritz Unger Marktforschung Oktober 2015 MASTER OF BUSINESS ADMINISTRATION IM FERNSTUDIENGANG BETRIEBSWIRTSCHAFTSLEHRE Modul 1 Marketing 1.1 Marketing als marktorientierte Unternehmensführung

Mehr

Was gehört in das Exposé für eine MA-Arbeit im Bereich der Soziologie?

Was gehört in das Exposé für eine MA-Arbeit im Bereich der Soziologie? 1 Prof. Dr. Katharina Bluhm Was gehört in das Exposé für eine MA-Arbeit im Bereich der Soziologie? Ein Exposé stellt den Grundriss einer geplanten wissenschaftlichen Arbeit dar, der das weitere Vorgehen

Mehr

Einführung in die Wissenschaftstheorie

Einführung in die Wissenschaftstheorie Einführung in die Wissenschaftstheorie von Dr. Wolfgang Brauner Was ist Wissen? Wissen = Kenntnis von etwas haben (allg.) Wissen = wahre, gerechtfertigte Meinung (Philosophie: Platon) Formen des Wissens:

Mehr

Thomas Kuhn The Structure of Scientific Revolutions

Thomas Kuhn The Structure of Scientific Revolutions Thomas Kuhn The Structure of Scientific Revolutions Economic History of Europe before the Industrial Revolution Prof. Komlos,, Dr. Breitfelder Sebastian Koch 25. 06. 2008 1/16 Agenda Thomas Kuhn Wissenschaftstheorie

Mehr

Irgendwas ist anders...

Irgendwas ist anders... ANJA KÖHLER & CHRISTIAN KERSTEN Irgendwas ist anders... REIHE KOMMUNIKATION NLP & Partnerschaft Ein Lese- und Handbuch für alle, deren Partner NLP lernen Junfermann V e r l a g 14 Irgendwas ist anders

Mehr

SELBSTREFLEXION. Selbstreflexion

SELBSTREFLEXION. Selbstreflexion INHALTSVERZEICHNIS Kompetenz... 1 Vergangenheitsabschnitt... 2 Gegenwartsabschnitt... 3 Zukunftsabschnitt... 3 GOLD - Das Handbuch für Gruppenleiter und Gruppenleiterinnen Selbstreflecion Kompetenz Die

Mehr

8. Grundlagen der empirischen Sozialforschung

8. Grundlagen der empirischen Sozialforschung Einführung in das Studium der Management- und Wirtschaftswissenschaften WS 2013/14 8. Grundlagen der empirischen Sozialforschung Internationales Institut für Management und ökonomische Bildung Professur

Mehr

Systemisches Denken Systemische Therapie

Systemisches Denken Systemische Therapie Systemisches Denken Systemische Therapie In der systemischen Therapie sind die Persönlichkeit und deren Beziehungen zum Umfeld wichtig. Therapeutinnen und Therapeuten messen den Kommunikationsmustern grosse

Mehr

Action Learning im Management Development

Action Learning im Management Development Bernhard Hauser Action Learning im Management Development Eine vergleichende Analyse von Action-Learning-Programmen zur Entwicklung von Führungskräften in drei verschiedenen Unternehmen 2. aktualisierte

Mehr

Verändern sich zwischenmenschliche Beziehungen im Handyzeitalter

Verändern sich zwischenmenschliche Beziehungen im Handyzeitalter Verändern sich zwischenmenschliche Beziehungen im Handyzeitalter LV: 18.92 Empirische Forschungsmethoden in praktischer Anwendung Leiterin: Mag. Dr. Gunhild Sagmeister Inhaltsverzeichnis 1. Fragestellung/Erkenntnisinteresse

Mehr

Sozialwissenschaftliche Methoden I [BA IM 2stündig] Sommersemester 2010

Sozialwissenschaftliche Methoden I [BA IM 2stündig] Sommersemester 2010 Sozialwissenschaftliche Methoden I [BA IM 2stündig] Sommersemester 2010 Max. Gesamtpunktzahl: 28 (bestanden mit 14 Punkten) Matrikelnummer: - Bei Antwortmöglichkeiten mit müssen Sie jeweils alle die Kästchen

Mehr

Einführung in die Pädagogik 1

Einführung in die Pädagogik 1 11 Einführung in die Pädagogik 1 Überblick Im ersten einführenden Kapitel beschäftigen wir uns zunächst mit dem Begriff der Pädagogik beziehungsweise Erziehungswissenschaft und seiner definitorischen Abgrenzung.

Mehr

Schreiben. Prof. Dr. Fred Karl. Veranstaltung Wissenschaftliches Arbeiten

Schreiben. Prof. Dr. Fred Karl. Veranstaltung Wissenschaftliches Arbeiten Schreiben Prof Dr Fred Karl Veranstaltung Wissenschaftliches Arbeiten Schreiben Ihre Gedanken zusammenhängend, nachvollziehbar und verständlich zu Papier zu bringen Schreiben 1 Strukturieren 2 Rohfassung

Mehr

Swiss Marketing Leadership Studie 2015. Man agement Summary

Swiss Marketing Leadership Studie 2015. Man agement Summary 3 Man agement Summary Marketing ändert sich fundamental und sollte in modernen Unternehmen eine steuernde Funktion in Richtung Kunden- und Marktorientierung einnehmen. Vor diesem Hintergrund entschied

Mehr

Systemisch Denken Systemische Supervision

Systemisch Denken Systemische Supervision Jürg Hartmann 8500 Frauenfeld, im Jahr 2010 Beratung, Coaching & Supervision Wellenbergstr. 39 Tel. 052 720 10 42 praxis.hartmann@bluewin.ch www.hartmann-coaching.ch Systemisch Denken Systemische Supervision

Mehr

Nachweis über die Fähigkeit, selbständig eine wissenschaftliche Fragestellung unter Benutzung der einschlägigen Literatur zu lösen und darzustellen.

Nachweis über die Fähigkeit, selbständig eine wissenschaftliche Fragestellung unter Benutzung der einschlägigen Literatur zu lösen und darzustellen. Das Verfassen einer Hausarbeit Ziel einer Hausarbeit: Nachweis über die Fähigkeit, selbständig eine wissenschaftliche Fragestellung unter Benutzung der einschlägigen Literatur zu lösen und darzustellen.

Mehr

Lehrplan Physik. Bildungsziele

Lehrplan Physik. Bildungsziele Lehrplan Physik Bildungsziele Physik erforscht mit experimentellen und theoretischen Methoden die messend erfassbaren und mathematisch beschreibbaren Erscheinungen und Vorgänge in der Natur. Der gymnasiale

Mehr

3.2 Spiegelungen an zwei Spiegeln

3.2 Spiegelungen an zwei Spiegeln 3 Die Theorie des Spiegelbuches 45 sehen, wenn die Person uns direkt gegenüber steht. Denn dann hat sie eine Drehung um die senkrechte Achse gemacht und dabei links und rechts vertauscht. 3.2 Spiegelungen

Mehr

Psychosoziale Arbeit im Kontext von Gesundheit und Krankheit. Interdisziplinäre Grundlegung für die Soziale Arbeit und andere Gesundheitsberufe

Psychosoziale Arbeit im Kontext von Gesundheit und Krankheit. Interdisziplinäre Grundlegung für die Soziale Arbeit und andere Gesundheitsberufe Willkommen Willkommen zu einem zu einem inhaltlichen Rundgang Rundgang durch durch den VHB-Kurs: den VHB-Kurs: Psychosoziale Arbeit im Kontext von Gesundheit und Krankheit. Interdisziplinäre Grundlegung

Mehr

Sozialisation und Identität

Sozialisation und Identität Universität Augsburg Lehrstuhl für Soziologie Übung: Grundkurs Soziologie Dozent: Sasa Bosancic, M.A. Sebastian Schmidt, Marion Röder, Hanna Heß Sozialisation und Identität Inhaltsverzeichnis Biographie

Mehr

Nachgefragt. Inspirierende Therapie- und Coaching-Fragen für die Praxis

Nachgefragt. Inspirierende Therapie- und Coaching-Fragen für die Praxis Nachgefragt Inspirierende Therapie- und Coaching-Fragen für die Praxis Ein Feld braucht Dünger. Was können sie tun, um das, was wir hier erarbeitet haben, wachsen und gedeihen zu lassen? TherMedius 2013

Mehr

Übungsaufgabe 7: Ziele der BWL. a) Welche Ziele hat die Betriebswirtschaftslehre als Wissenschaft?

Übungsaufgabe 7: Ziele der BWL. a) Welche Ziele hat die Betriebswirtschaftslehre als Wissenschaft? Übungsaufgabe 7: Ziele der BWL a) Welche Ziele hat die Betriebswirtschaftslehre als Wissenschaft? b) Kosiol und Gutenberg vertreten verschiedene Auffassungen, wie ein Betrieb zu kennzeichnen ist. Hat dies

Mehr

Informationen zu den LAB-Profilen

Informationen zu den LAB-Profilen Infos zu den LAB-Profilen Seite 1 Informationen zu den LAB-Profilen Was sind LAB-Profile? Die Language and Behaviour-Profile (kurz: LAB-Profile) sind ein hochwirksames Instrument über den Zusammenhang

Mehr

Newsletter für Engagement und Partizipation in Deutschland 14/2015. Werte reflektieren und soziale Kompetenzen stärken

Newsletter für Engagement und Partizipation in Deutschland 14/2015. Werte reflektieren und soziale Kompetenzen stärken Tanja Zöllner Newsletter für Engagement und Partizipation in Deutschland 14/2015 Werte reflektieren und soziale Kompetenzen stärken Corporate Volunteering als Bestandteil der Personalentwicklung für Auszubildenden

Mehr

Sozialwissenschaftliche Methoden I

Sozialwissenschaftliche Methoden I Sozialwissenschaftliche Methoden I 4. Grundlagen der empirischen Sozialforschung Wintersemester 2008/09 Jr.-Prof. Dr. Thomas Behrends Internationales Institut für Management ABWL, insb. Personal und Organisation

Mehr

1 Was ist Wissensmanagement?

1 Was ist Wissensmanagement? 9 1 Was ist Wissensmanagement? 1.1 Der Begriff und die Idee des Wissensmanagements Von Wissensmanagement existieren viele Definitionen. Eine eindeutige allgemeingültige Erläuterung zu finden, ist schwierig.

Mehr

Zertifikatsstudiengang 2014 Wissenschaft & Forschung

Zertifikatsstudiengang 2014 Wissenschaft & Forschung Zertifikatsstudiengang 2014 Wissenschaft & Forschung Online-Tutorium jeweils Dienstags von 19. 20.00 Uhr Thema: Einführung in das E-learning Modul wissenschaftliches Arbeiten - Kritisches Denken HAW Hamburg

Mehr

SUPERVISION BRINGT S... www.oevs.or.at

SUPERVISION BRINGT S... www.oevs.or.at SUPERVISION BRINGT S... www.oevs.or.at SUPERVISION BRINGT S ZUR SPRACHE Supervision ermöglicht - Austausch und gemeinsames Verstehen - Entlastung durch Reflexion der beruflichen Situation Häufige Missverständnisse

Mehr

Befragung und empirische Einschätzung der Praxisrelevanz

Befragung und empirische Einschätzung der Praxisrelevanz Befragung und empirische Einschätzung der Praxisrelevanz eines Vorgehensmodells zur Auswahl von CRM-Systemen D I P L O M A R B E I T zur Erlangung des Grades eines Diplom-Ökonomen der Wirtschaftswissenschaftlichen

Mehr

AP06. Den Wandel gestalten Strategisches Change-Management. Veränderungsprozesse wirksam führen und managen

AP06. Den Wandel gestalten Strategisches Change-Management. Veränderungsprozesse wirksam führen und managen Den Wandel gestalten Strategisches Change-Management Veränderungsprozesse wirksam führen und managen Autoren Irena Baumgartner, Jill Schmelcher, Anna Beinlich AP06 Herausgeber Prof. Dr. Arnold Weissman

Mehr

Einfache Prozess- in Organisationen

Einfache Prozess- in Organisationen Einfache - Architekturen für komplexe Veränderungen in Organisationen 1234567 Warum change projekte oft scheitern! Implementierung beginnt bereits in dem Augenblick, in dem die Idee zu einem Projekt zum

Mehr

Themenbereich 1: Das Individuum im Erziehungsprozess I

Themenbereich 1: Das Individuum im Erziehungsprozess I Inhaltsfeld: IF 1: Bildungs- und Erziehungsprozesse Das pädagogische Verhältnis Anthropologische Grundannahmen Erziehung und Bildung im Verhältnis zu Enkulturation Erziehungsstile Erziehungsziele Bildung

Mehr

Aufbau und Inhalte der Coaching-Ausbildung. Kurzbeschreibung der 7 Module. Systemisches Coaching Beratung und professionelle Kommunikation

Aufbau und Inhalte der Coaching-Ausbildung. Kurzbeschreibung der 7 Module. Systemisches Coaching Beratung und professionelle Kommunikation Aufbau und Inhalte der Coaching-Ausbildung Kurzbeschreibung der 7 Module m1 Systemisches Coaching Beratung und professionelle Kommunikation Definition und Geschichte des Coachings Aktuelle Coaching-Praxis

Mehr

Der Bachelor-Studiengang Pädagogik/ Bildungswissenschaft im Überblick

Der Bachelor-Studiengang Pädagogik/ Bildungswissenschaft im Überblick Lehrstuhl für Allgemeine Pädagogik und Bildungsforschung Der Bachelor-Studiengang Pädagogik/ Bildungswissenschaft im Überblick Dr. Bernhard Schmidt-Hertha Der Bachelor-Studiengang Pädagogik/Bildungswissenschaft

Mehr

Verstehe ich alles? Analyse einer PBL-Problemstellung Problembearbeitung Selbstverantwortliches Lernen. 5. Lernfragen formulieren

Verstehe ich alles? Analyse einer PBL-Problemstellung Problembearbeitung Selbstverantwortliches Lernen. 5. Lernfragen formulieren Was ist PBL? Problembasiertes Lernen (PBL) ist eine Unterrichtsmethode, bei der den Lernenden eine realistische Problemstellung vorgelegt wird. Diese kann ein Phänomen darstellen, eine Frage, ein konkreter

Mehr

DAS PARETO PRINZIP DER SCHLÜSSEL ZUM ERFOLG

DAS PARETO PRINZIP DER SCHLÜSSEL ZUM ERFOLG DAS PARETO PRINZIP DER SCHLÜSSEL ZUM ERFOLG von Urs Schaffer Copyright by Urs Schaffer Schaffer Consulting GmbH Basel www.schaffer-consulting.ch Info@schaffer-consulting.ch Haben Sie gewusst dass... >

Mehr

Zum Aufbau des Buches

Zum Aufbau des Buches 9 Einleitung Um es gleich vorwegzunehmen: Unter Selbstcontrolling verstehen wir controllinggerechtes Verhalten bzw. Controlling durch Unternehmerinnen und Unternehmer bzw. Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer

Mehr

Stellungnahme zur Bedeutung der Grundlagenforschung und ihrer Förderung. Wien, im November 2010

Stellungnahme zur Bedeutung der Grundlagenforschung und ihrer Förderung. Wien, im November 2010 Stellungnahme zur Bedeutung der Grundlagenforschung und ihrer Förderung Wien, im November 2010 Stellungnahme zur Bedeutung der Grundlagenforschung und ihrer Förderung Grundlagenforschung wird nach dem

Mehr

Übung: Einführung in die Politikwissenschaft Wissenschaftliches Arbeiten Herbstsemester 2012

Übung: Einführung in die Politikwissenschaft Wissenschaftliches Arbeiten Herbstsemester 2012 Übung: Einführung in die Politikwissenschaft Wissenschaftliches Arbeiten Herbstsemester 2012 an der Fakultät für Sozialwissenschaften, Fachbereich Politikwissenschaft, der Universität Mannheim 7. Sitzung

Mehr

IMC Master Programm Masterstudiengang Implantologie 2012/13. Masterarbeit. Sehr geehrte Teilnehmer(innen),

IMC Master Programm Masterstudiengang Implantologie 2012/13. Masterarbeit. Sehr geehrte Teilnehmer(innen), IMC Master Programm Masterstudiengang Implantologie 2012/13 Masterarbeit Sehr geehrte Teilnehmer(innen), jetzt beginnen für Sie die Vorbereitungen für das Schreiben der Masterarbeit. Sie müssen sich entscheiden,

Mehr

Lösungen auf der Spur

Lösungen auf der Spur Dominik Godat Lösungen auf der Spur Wirkungsvoll führen dank Lösungsfokus Versus Zürich 4 Zur Reihe «VERSUS kompakt» Die Bücher der Reihe «VERSUS kompakt» richten sich an alle, die sich mit geringem Zeit-

Mehr

Einleitung. Was dieses Buch beinhaltet

Einleitung. Was dieses Buch beinhaltet LESEPROBE Einleitung Was dieses Buch beinhaltet Dieses Arbeitsbuch nimmt Sprache und Literatur aus der Vermittlungsperspektive in den Blick, d.h. Sprache und Literatur werden sowohl als Medien als auch

Mehr

Joachim Stiller. Normative Sätze. Copyright by Joachim Stiller Alle Rechte vorbehalten

Joachim Stiller. Normative Sätze. Copyright by Joachim Stiller Alle Rechte vorbehalten Joachim Stiller Normative Sätze Copyright by Joachim Stiller Alle Rechte vorbehalten Normative Sätze In diesem Thread soll einmal geklärt werden, was genau normative Sätze sind... Was können, dürfen und

Mehr

Leitfaden zum Personalentwicklungsgespräch für pflegerische Leitungen

Leitfaden zum Personalentwicklungsgespräch für pflegerische Leitungen Leitfaden zum Personalentwicklungsgespräch für pflegerische Leitungen auf der Grundlage des Anforderungs- und Qualifikationsrahmens für den Beschäftigungsbereich der Pflege und persönlichen Assistenz älterer

Mehr

Erfolgreiche Webseiten: Zur Notwendigkeit die eigene(n) Zielgruppe(n) zu kennen und zu verstehen!

Erfolgreiche Webseiten: Zur Notwendigkeit die eigene(n) Zielgruppe(n) zu kennen und zu verstehen! Erfolgreiche Webseiten: Zur Notwendigkeit die eigene(n) Zielgruppe(n) zu kennen und zu verstehen! www.wee24.de. info@wee24.de. 08382 / 6040561 1 Experten sprechen Ihre Sprache. 2 Unternehmenswebseiten

Mehr

TEIL A GRUNDLAGENTHEORETISCHER BEZUGSRAHMEN.. 7 I

TEIL A GRUNDLAGENTHEORETISCHER BEZUGSRAHMEN.. 7 I Inhaltsverzeichnis TEIL A GRUNDLAGENTHEORETISCHER BEZUGSRAHMEN.. 7 I Einleitung 7 1 Prolog" - Ausgangsüberlegungen 7 1.1 Inhaltliche Vorüberlegungen 7 1.2 Paradigmatische Vorüberlegungen 12 2 Aufbau der

Mehr

Ist Fernsehen schädlich für die eigene Meinung oder fördert es unabhängig zu denken?

Ist Fernsehen schädlich für die eigene Meinung oder fördert es unabhängig zu denken? UErörterung zu dem Thema Ist Fernsehen schädlich für die eigene Meinung oder fördert es unabhängig zu denken? 2000 by christoph hoffmann Seite I Gliederung 1. In zu großen Mengen ist alles schädlich. 2.

Mehr

Kompetenzprofil der Hochschule für Soziale Arbeit FHNW: Stufe Master

Kompetenzprofil der Hochschule für Soziale Arbeit FHNW: Stufe Master Kompetenzprofil der Hochschule für Soziale Arbeit FHNW: Stufe Master Allgemeine Qualifikationsdeskriptoren in Anlehnung an die "Dublin Descriptors" auf Stufe Master Wissen und Verstehen: MA-Level-Abschlüsse

Mehr

Vertriebssignale. living performance

Vertriebssignale. living performance Vertriebssignale Vertriebsmitarbeiter haben 2009 den Kampf ums Geschäft an vorderster Front geführt. Im Herbst befragte Krauthammer zusammen mit der Groupe ESC Clermont Graduate School of Management Vertriebsmitarbeiter

Mehr

Das ABC der betriebswirtschaftlichen Forschung

Das ABC der betriebswirtschaftlichen Forschung Das ABC der betriebswirtschaftlichen Forschung Anleitung zum wissenschaftlichen Arbeiten Prof. Dr. Sybille Sachs Andrea Hauser, lic. oec. HSG Versus Zürich Die Deutsche Bibliothek CIP-Einheitsaufnahme

Mehr

Die Führungskraft als Coach eine Illusion?

Die Führungskraft als Coach eine Illusion? Die Führungskraft als Coach eine Illusion? Karin Pape Metrion Management Consulting GbR Martinskirchstraße 74 60529 Frankfurt am Main Telefon 069 / 9 39 96 77-0 Telefax 069 / 9 39 96 77-9 www.metrionconsulting.de

Mehr

Fachanhang zur Studienordnung des Bachelorstudiengangs der Philosophischen Fakultät der Universität Rostock. B14: Soziologie. Vom 30.

Fachanhang zur Studienordnung des Bachelorstudiengangs der Philosophischen Fakultät der Universität Rostock. B14: Soziologie. Vom 30. Fachanhang zur Studienordnung des Bachelorstudiengangs der Philosophischen Fakultät der Universität Rostock B14: Soziologie Vom 30. März 2012 Inhaltsübersicht 1 Ziele des Studiums, Studienbereiche 2 Umfang

Mehr

WETTBEWERB. Wettbewerbsvorgaben. Landschaften fürs Leben Gestern, heute, morgen

WETTBEWERB. Wettbewerbsvorgaben. Landschaften fürs Leben Gestern, heute, morgen Wettbewerbsvorgaben Für alle Schulklassen der folgenden Stufen: 3. 4. Klasse (5. 6. Stufe gemäss Harmos) 5. 6. Klasse (7. 8. Stufe gemäss Harmos) Inhalt 1. 1. Der Wettbewerb Worum geht es? S. 3 1.1 Was

Mehr

Mit Leichtigkeit zum Ziel

Mit Leichtigkeit zum Ziel Mit Leichtigkeit zum Ziel Mutig dem eigenen Weg folgen Ulrike Bergmann Einführung Stellen Sie sich vor, Sie könnten alles auf der Welt haben, tun oder sein. Wüssten Sie, was das wäre? Oder überfordert

Mehr

Die Theorie der Praxis. Die Welt ist so komplex, dass man sie mittels bloßer Wahrnehmung nicht erfassen kann.

Die Theorie der Praxis. Die Welt ist so komplex, dass man sie mittels bloßer Wahrnehmung nicht erfassen kann. Die Theorie der Praxis Die Welt ist so komplex, dass man sie mittels bloßer Wahrnehmung nicht erfassen kann. Beispiel: Am Rücken liegen Tausende von Nervenzellen und sagen dauernd: Da ist eine Stuhllehne.

Mehr

[...] (es) müssen Methoden für das Darstellen von Text im digitalen

[...] (es) müssen Methoden für das Darstellen von Text im digitalen 2 andrea schmidt Andrea Schmidt (15) absolvierte 2000 ihr #26 Entwicklung des #27 Gestaltung eines ARBEITEN VON ANDREA SCHMIDT andrea schmidt Andrea Schmidt (15) absolvierte 2000 ihr #26 Gestaltung eines

Mehr

Qualitative Forschung - Erhebungsmethoden. Modul 16 Forschungsmethoden. Arbeitsauftrag 3. Hochschullehrgang eeducation3 Donau-Universität Krems

Qualitative Forschung - Erhebungsmethoden. Modul 16 Forschungsmethoden. Arbeitsauftrag 3. Hochschullehrgang eeducation3 Donau-Universität Krems Arbeitsauftrag 3 Modul 16 Forschungsmethoden Hochschullehrgang eeducation3 Donau-Universität Krems eingereicht bei Silvia Sippel, M.A. Jänner 2010 Heiko Vogl Inhaltsverzeichnis Beschreibung des Arbeitsauftrages

Mehr

Menschen überzeugen und für sich gewinnen

Menschen überzeugen und für sich gewinnen Menschen überzeugen und für sich gewinnen Menschen für sich gewinnen ist eine grundlegende Fähigkeit in Ihrem Geschäft. Wie bereits zuvor erwähnt, ist es äußerst wichtig, dass Sie Ihre Coaching-Fähigkeiten

Mehr

Wie entwickle ich eine Fragestellung?

Wie entwickle ich eine Fragestellung? Wie entwickle eine Fragestellung? Wie entwickle ich eine Fragestellung? Was ist eine wissenschaftliche Fragestellung? Am Beginn jeder wissenschaftlichen Arbeit steht eine Fragestellung. Wer fragt, möchte

Mehr

Die neue Mitarbeiterführung

Die neue Mitarbeiterführung Beck kompakt Die neue Mitarbeiterführung Führen als Coach von Dr. Stefan Hölscher 1. Auflage Verlag C.H. Beck München 2015 Verlag C.H. Beck im Internet: www.beck.de ISBN 978 3 406 67415 0 Zu Inhaltsverzeichnis

Mehr

4.4 Interne Evaluation

4.4 Interne Evaluation 4.4 Interne Evaluation Inhaltsverzeichnis 1. Ziele 2. Verantwortung 3. Inhalt und Umsetzung 3.1 Evaluationszyklus 3.2 Qualitätsbereiche 3.3 Organisationsstruktur 3.4 Prozessschritte 3.5 Beteiligte 3.6

Mehr

Change Management Leitfaden

Change Management Leitfaden Change Management Leitfaden Eine Übersicht von Aktivitäten, um Betroffene zu Beteiligten zu machen Betroffene sind alle Personen, auf die sich die Veränderung direkt oder indirekt auswirkt. Sie erfahren

Mehr

PROJEKTMANAGEMENT ÜBERSICHT

PROJEKTMANAGEMENT ÜBERSICHT PROJEKTMANAGEMENT ÜBERSICHT Erzeugt für: 26-11 - 2012 Lieven Cornelis Unter Leitung von : Lieven Cornelis Lay-out : Alert Management Consultants, Chennai (India) Herausgeber : Alert Management Consultants

Mehr

SCHULPRAKTISCHE STUDIEN C O A C H I N G

SCHULPRAKTISCHE STUDIEN C O A C H I N G SPS-COACHING 1 SCHULPRAKTISCHE STUDIEN C O A C H I N G vgl: Tatsachenforschungsprojekt PH Linz-Bund Steuerungsgruppe: Dr.Ganglmair Peter, Pflüglmayr Anneliese, Prammer-Semmler Eva, Schoeller Heidemarie

Mehr

QB 2 Arbeitshilfe Bedarfserschließung LQW / Januar 2007

QB 2 Arbeitshilfe Bedarfserschließung LQW / Januar 2007 QB 2 Arbeitshilfe Bedarfserschließung LQW / Januar 2007 Definition aus dem LQW-Leitfaden für die Praxis Bedarfserschließung meint die Anwendung geeigneter Instrumente zu systematischen Marktbeobachtungen

Mehr

Fazit. Was hat mich weitergebracht?

Fazit. Was hat mich weitergebracht? Fazit Auf diesem Arbeitsblatt werden der Ablauf des Projekts und die Aufgabenstellungen festgehalten. Es soll herausgefunden werden, mit welchen Bausteinen die Studierenden engagiert arbeiten konnten und

Mehr

Metaphysik - Religiöse Überlieferung Sammelbezeichnung für alle Lehren über Unbeobachtbares, höhere Einsichten usw.

Metaphysik - Religiöse Überlieferung Sammelbezeichnung für alle Lehren über Unbeobachtbares, höhere Einsichten usw. »... erkennen, wie wir erkennen«v-2 Empirismus F. Bacon V-3 Kritischer Rationalismus K.R. Popper V-4 Konstruktivismus Metaphysik - Religiöse Überlieferung Sammelbezeichnung für alle Lehren über Unbeobachtbares,

Mehr

DEN RUSSISCHEN BANK-KUNDEN GEWINNEN

DEN RUSSISCHEN BANK-KUNDEN GEWINNEN DEN RUSSISCHEN BANK-KUNDEN GEWINNEN Vertrauensaufbau im Private Banking durch Kulturverständnis INTERKULTURELLES PRAXIS-TRAINING DEN RUSSISCHEN BANK-KUNDEN GEWINNEN Vertrauensaufbau im Private Banking

Mehr

Change Management. Die Welt ändert sich wir auch? Hartmut Vöhringer

Change Management. Die Welt ändert sich wir auch? Hartmut Vöhringer Change Management Die Welt ändert sich wir auch? Hartmut Vöhringer Change Management: Definition Change bedeutet: Wandel Wechsel Veränderung Management bedeutet: Unternehmensführung Organisation Betriebsführung

Mehr

Alle Inhalte dieses ebooks sind urheberrechtlich geschützt. Die Herstellung und Verbreitung von Kopien ist nur mit ausdrücklicher Genehmigung des

Alle Inhalte dieses ebooks sind urheberrechtlich geschützt. Die Herstellung und Verbreitung von Kopien ist nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Alle Inhalte dieses ebooks sind urheberrechtlich geschützt. Die Herstellung und Verbreitung von Kopien ist nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Verlages gestattet. Agiles Projektmanagement Scrum, Use

Mehr

Uwe Meyer Universität Osnabrück Seminar Der Sinn des Lebens (WS 2003/04) Karl R. Popper: Hat die Weltgeschichte einen Sinn?

Uwe Meyer Universität Osnabrück Seminar Der Sinn des Lebens (WS 2003/04) Karl R. Popper: Hat die Weltgeschichte einen Sinn? Karl R. Popper: Hat die Weltgeschichte einen Sinn? * 28.07.1902 in Wien Frühe Auseinandersetzung mit Marx, Freud und Einsteins Relativitätstheorie; um 1918 als Sozialist politisch aktiv, dann kritische

Mehr

Übung zu HRE&M II: Lehren, Lernen und Entwickeln. Sommersemester 2014. Übungsblatt zur 5. Übung am 05.06.2014

Übung zu HRE&M II: Lehren, Lernen und Entwickeln. Sommersemester 2014. Übungsblatt zur 5. Übung am 05.06.2014 Übung zu HRE&M II: Lehren, Lernen und Entwickeln Sommersemester 2014 Übungsblatt zur 5. Übung am 05.06.2014 Aufgabe 1: Klassifikation von Lernzielen nach dem Abstraktionsgrad (Richt-, Groboder Feinlernziel)

Mehr

Glücklich. Heute, morgen und für immer

Glücklich. Heute, morgen und für immer Kurt Tepperwein Glücklich Heute, morgen und für immer Teil 1 Wissen macht glücklich die Theorie Sind Sie glücklich? Ihr persönlicher momentaner Glücks-Ist-Zustand Zum Glück gehört, dass man irgendwann

Mehr

VORLESUNG SOZIOLOGISCHE GRUNDBEGRIFFE SoSe 09. Prof. Dr. Anna Schwarz Dienstag, 16:15 17:45 Uhr Raum: GD 203

VORLESUNG SOZIOLOGISCHE GRUNDBEGRIFFE SoSe 09. Prof. Dr. Anna Schwarz Dienstag, 16:15 17:45 Uhr Raum: GD 203 VORLESUNG SOZIOLOGISCHE GRUNDBEGRIFFE SoSe 09 Dienstag, 16:15 17:45 Uhr Raum: GD 203 ÜBERBLICK I 1. 21.04.: Einführung in die Systematik der Soziologie + Begriffsbildung 2. 05.05.: Soziales Handeln 3.

Mehr

GK Psychologie. 2-stündig 1 Klausur pro Halbjahr m:s 50 :50. Stundenprotokoll

GK Psychologie. 2-stündig 1 Klausur pro Halbjahr m:s 50 :50. Stundenprotokoll GK Psychologie 2-stündig 1 Klausur pro Halbjahr m:s 50 :50 Stundenprotokoll 1. Was ist Psychologie? Psychologie ist nicht... Seelenspionage, Gläser rücken, Psycho von Hitchcock, der Kummerkasten für alle...

Mehr

WE-Dentity. Wie das Netzwerk-Ich die Wirtschaft und Gesellschaft von morgen verändert. Von Bettina Höchli, Karin Frick, Mirjam Hauser

WE-Dentity. Wie das Netzwerk-Ich die Wirtschaft und Gesellschaft von morgen verändert. Von Bettina Höchli, Karin Frick, Mirjam Hauser GDI Studie Nr. 42 WE-Dentity Wie das Netzwerk-Ich die Wirtschaft und Gesellschaft von morgen verändert Von Bettina Höchli, Karin Frick, Mirjam Hauser Impressum GDI Studie Nr. 42 We-Dentity: Wie das Netzwerk-Ich

Mehr

Attraktion Unternehmenskultur. Ihre Bedeutung für die Bindung von Mitarbeitern

Attraktion Unternehmenskultur. Ihre Bedeutung für die Bindung von Mitarbeitern Attraktion Unternehmenskultur Ihre Bedeutung für die Bindung von Mitarbeitern Übersicht 1. Wodurch lassen wir uns begeistern? 2. Was bedeutet Unternehmenskultur? 3. Wie sind Unternehmenskulturen aufgebaut?

Mehr

Modulhandbuch. für den Teilstudiengang. Wirtschaft / Politik

Modulhandbuch. für den Teilstudiengang. Wirtschaft / Politik Modulhandbuch für den Teilstudiengang Wirtschaft / Politik im Studiengang (gewerblich-technische Wissenschaften) der Universität Flensburg Fassung vom 18.11.008 (überarb. 19.05.009) Modultitel: Grundlagen

Mehr

Executive Coaching: Wirksame Veränderung von Interpersonal Leadership Skills

Executive Coaching: Wirksame Veränderung von Interpersonal Leadership Skills Executive Coaching: Wirksame Veränderung von Interpersonal Leadership Skills Zürich, Juli 2012 Fröhlich Executive Coaching Hornbachstrasse 50 CH 8034 Zürich www.froehlich-coaching.ch www.deepdemocracy.ch

Mehr

John Dewey (Art as Experience, 1935, S.50)

John Dewey (Art as Experience, 1935, S.50) Wenn der Künstler in seinem Schaffensprozess keine neue Vision ausbildet, so arbeitet er mechanisch und wiederholt irgendein altes Modell, das wie eine Blaupause in seinem Geist haftet John Dewey (Art

Mehr

LÖSUNGEN FÜR FÜHRUNGSKRÄFTE LEADERSHIP-COACHING

LÖSUNGEN FÜR FÜHRUNGSKRÄFTE LEADERSHIP-COACHING angebote LÖSUNGEN FÜR FÜHRUNGSKRÄFTE Seite 1 LÖSUNGEN FÜR FÜHRUNGSKRÄFTE Lösungsfokussiertes Coaching aktiviert Ihre Ressourcen und ist für Sie als Führungskraft die effektivste Maßnahme, wenn Sie Ihre

Mehr

Aktuell zu vergebende Abschlussarbeiten

Aktuell zu vergebende Abschlussarbeiten Aktuell zu vergebende Abschlussarbeiten Inhalt A Themenbereich Führung... 1 A.1 Merkmale, Ursachen und Folgen negativen Führungsverhaltens... 1 A.2 Führung... 2 A.3 Exploration impliziter Führungstheorien

Mehr

BATESON / FEYERABEND ÖKOLOGIE DES GEISTES, WIDER DEM METHODENZWANG

BATESON / FEYERABEND ÖKOLOGIE DES GEISTES, WIDER DEM METHODENZWANG BATESON / FEYERABEND ÖKOLOGIE DES GEISTES, WIDER DEM METHODENZWANG Wissenserwerb durch Experimente tu dortmund Niels Lategahn, Helge Lente Übersicht 2 Biographie Bateson Ökologie des Geistes Wissenserwerb

Mehr

Berufsbildung ist Allgemeinbildung Allgemeinbildung ist Berufsbildung

Berufsbildung ist Allgemeinbildung Allgemeinbildung ist Berufsbildung Andreas Schelten Berufsbildung ist Allgemeinbildung Allgemeinbildung ist Berufsbildung In: Die berufsbildende Schule 57(2005)6, S. 127 128 Die Auseinandersetzung zwischen Allgemeinbildung und Berufsbildung

Mehr

4. Was ist Wissenschaft?

4. Was ist Wissenschaft? Einführung in das Studium der Management- und Wirtschaftswissenschaften WS 2013/14 4. Was ist Wissenschaft? Internationales Institut für Management und ökonomische Bildung Professur für ABWL, insbes. Personal

Mehr

TherMedius Achtsamkeits-Ecke. Spiegel-Übung. Autor: HPP Josef Bacher-Maurer

TherMedius Achtsamkeits-Ecke. Spiegel-Übung. Autor: HPP Josef Bacher-Maurer TherMedius Achtsamkeits-Ecke Spiegel-Übung Autor: HPP Josef Bacher-Maurer Vorwort: Ich beginne die Reihe der Achtsamkeitsübungen ganz bewusst mit der sogenannten Spiegelübung. Diese Übung ist zwar relativ

Mehr

Die soziale Konstruktion der Wirklichkeit nach Peter L. Berger und Thomas Luckmann

Die soziale Konstruktion der Wirklichkeit nach Peter L. Berger und Thomas Luckmann Geisteswissenschaft Andrea Müller Die soziale Konstruktion der Wirklichkeit nach Peter L. Berger und Thomas Luckmann Studienarbeit DIE SOZIALE KONSTRUKTION DER WIRKLICHKEIT NACH PETER L. BERGER UND THOMAS

Mehr

Grundannahmen von Systemtheorien

Grundannahmen von Systemtheorien Grundannahmen von Systemtheorien Die Wechselbeziehungen zwischen den Elementen sind nicht zufällig, sondern sind in einer bestimmten Weise geordnet. Die Ordnung der Beziehungen = Struktur Systeme tendieren

Mehr

Bunte Fenster zur Welt

Bunte Fenster zur Welt Saskia Rudolph Bunte Fenster zur Welt Mit Bilderbüchern interkulturelles Lernen fördern Diplomica Verlag Saskia Rudolph Bunte Fenster zur Welt: Mit Bilderbüchern interkulturelles Lernen fördern ISBN: 978-3-8428-1095-2

Mehr

Auswertung qualitativer Interviews

Auswertung qualitativer Interviews Auswertung qualitativer Interviews Problem: umfangreiche Texte in eine Form zu bringen, die als Erzählung, als Leseangebot für den Leser dienen können Texte müssen eingedickt werden, sie müssen im Rahmen

Mehr

der fokussierte manager ein modulares trainingskonzept zu noch mehr erfolg als führungskraft

der fokussierte manager ein modulares trainingskonzept zu noch mehr erfolg als führungskraft ein modulares trainingskonzept zu noch mehr erfolg als führungskraft Der Schwerpunkt dieses Trainings liegt in der Entwicklung der authentischen Führungskompetenzen: Daniel Goleman spricht in seinem neuen

Mehr

Linguistische Analyse innerbetrieblicher Metakommunikation

Linguistische Analyse innerbetrieblicher Metakommunikation Germanistische Arbeiten zu Sprache und Kulturgeschichte 51 Linguistische Analyse innerbetrieblicher Metakommunikation Implementierung eines Managementsystems für Umwelt, Gesundheit und Sicherheit Bearbeitet

Mehr

und doch so schwierig

und doch so schwierig Sozialkompetenz so einfach und doch so schwierig Referat im Forum Kaufmännischer Berufsfrauen Schweiz FOKA (Sektion Zentralschweiz) Maya Bentele Dipl. Psychologin FH/SBAP Transaktionsanalytikerin TSTA-O

Mehr