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1 «Forum Haftung & Versicherung in der Luftfahrt» Unterschiedliche Versicherungsleistungen bei privaten & gewerbemässigen Flügen Unterschiedliche Versicherungsleistungen bei privaten und gewerbemässigen Flügen Wann ist ein Flug gewerbemässig bzw. privat? Woher kommen die Unterschiede? Welche Unterschiede bestehen? Wie schütze ich mich dagegen? 1

2 Definition der Gewerbsmässigkeit Wann ist ein Flug gewerbemässig bzw. privat? Artikel 100 der Luftfahrtverordnung 1 Flüge gelten als gewerbsmässig, wenn: a. für sie in irgend einer Form ein Entgelt entrichtet wird, das mehr als die Kosten für Luftfahrzeugmiete, Treibstoff sowie Flugplatzund Flugsicherungsgebühren decken soll; und b. sie einem nicht bestimmten Kreis von Personen zugänglich sind. Bei allen Flügen von Unternehmen, die über eine Betriebsbewilligung verfügen, wird die Gewerbsmässigkeit vermutet. Die zoll- und steuerrechtliche Beurteilung eines Sachverhalts bleibt vorbehalten. Bei nicht gewerbsmässigen Flügen, für die ein Entgelt entrichtet wird, sind die Passagiere vor dem Abflug auf den privaten Charakter des Fluges und auf die damit verbundenen Folgen hinsichtlich des Versicherungsschutzes hinzuweisen. Neue Vorschriften Lufttransport Woher kommen die Unterschiede? Artikel 6 der EG Verordnung 785/004 über Versicherungsanforderungen g an Luftfahrtunternehmen und Luftfahrzeugbetreiber Versicherung für die Haftung in Bezug auf Fluggäste, Reisegepäck und Güter (1) Hinsichtlich der Haftung für Fluggäste beträgt die Mindestversicherungssumme 50'000 SZR je Fluggast. Bei nichtgewerblichen Flügen, die mit Luftfahrzeugen mit einem MTOM von bis zu '700 kg durchgeführt werden, können die Mitgliedstaaten jedoch eine niedrigere Mindestversicherungssumme festsetzen, die aber mindestens 100'000 SZR je Fluggast betragen muss. 4

3 Haftung gegenüber Passagieren Welche Unterschiede bestehen? Private Flüge Gewerbsmässige Flüge Unentgeltliche Flüge Entgeltliche Flüge Unentgeltliche/Entgeltliche Flüge Unbeschränkte Haftung nach OR mit dem ganzen Vermögen Geschädigter muss Verschulden beweisen Versicherungsoblig. Mind. SZR 100'000 eventuell Verzichtserklärung, kein Flugschein möglich Unbeschränkte Haftung nach LTrV Verschuldensvermutung Versicherungsoblig. Mind. SZR 100'000 Flugschein vorgeschrieben, Hinweis gem. LFV, Art. 100 Unbeschränkte Haftung gemäss Montreal Übereinkommen und der EU-Verordnung 785/004 Bis SZR 100'000 Kausalhaftung, darüber unbeschränkte Verschuldenshaftung Versicherungsoblig. gem. LFV mind. SZR 50'000 pro Pax-Sitz Vorauszahlung bei Tod/Verl. SZR 16'000 Beförderungsbedingung auf Flugschein / Pax-Orientierung 5 Haftpflichtversicherung Wie schütze ich mich dagegen? Versicherung, die Einsatz Rechnung trägt Dritthaftpflicht Passagierhaftpflicht Einheitsdeckung (CSL Combined Single Limit) Kriegs- und Terrorrisikodeckung Vollkasko k / Stilliegekasko k Unfalldeckung 6

4 Minimale Sicherstellungssummen Wie schütze ich mich dagegen? 1 SZR = ca. CHF Garantiesumme Dritthaftpflicht Luftfahrzeuge bis 500 kg MTOM SZR Mio Luftfahrzeuge bis 1'000 kg MTOM SZR 1.50 Mio Luftfahrzeuge bis '700 kg MTOM SZR.00 Mio Luftfahrzeuge bis 6'000 kg MTOM SZR 7.00 Mio Luftfahrzeuge bis 1'000 kg MTOM SZR Mio Luftfahrzeuge bis 5'000 kg MTOM SZR Mio Luftfahrzeuge bis 50'000 kg MTOM SZR Mio Luftfahrzeuge bis 00' kg MTOM SZR Mio Luftfahrzeuge bis 500'000 kg MTOM SZR Mio Luftfahrzeuge über 500'000 kg MTOM SZR Mio Hängegleiter/Fallschrime/Drachen/Fesselballone SZR 0.50 Mio 7 Haben Sie Fragen? 8 4

5 Danke Georg Hardegger Leiter Luftfahrt Telefon Mobile AXA Versicherungen Generaldirektion Property & Casualty Luftfahrtversicherungen General lguisan-strasse 4 Postfach 57 CH-8401 Winterthur 9 5

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