Voraussetzungen zur Übernahme von Kliniken aus öffentlicher in kirchliche Trägerschaft

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1 Fachtag Trägerverbände im Diakonischen Werk der EKD am 07. November 2011 in Kassel Voraussetzungen zur Übernahme von Kliniken aus öffentlicher in kirchliche Trägerschaft Martin Kruse Johanniter GmbH Finckensteinallee Berlin

2 Die Johanniter Auftrag und Selbstverständnis 900-jährige Tradition in der Versorgung von kranken und pflegebedürftigen Menschen. Die lange Geschichte des Ordens bürgt für Nachhaltigkeit und Verantwortung. Heilung und Linderung von Leiden sowie Begleitung im Sterben in Ausübung christlicher Nächstenliebe. Johanniter-Ordenszentrum Berlin Die Johanniter bieten Platz für Menschen aller Konfessionen und Nichtkonfessionen unbeschadet der persönlichen Weltanschauung Moderne Unternehmensgruppe im Sozialbereich Die Johanniter sind eine gemeinnützige Organisation Gewinne verbleiben in den jeweiligen Einrichtungen. Seite 2

3 Der Johanniterorden und seine Werke Der Johanniterorden 18 Genossenschaften in Deutschland ca Mitglieder Ordenswerke Johanniter- Unfall-Hilfe e.v. Johanniter GmbH Johanniter- Schwesternschaft e.v. Johanniter- Hilfsgemeinschaften alle ambulanten sozialen Dienste rd ehrenamtl. MA. rd. haupta MA (VK) rd. 1,5 Mio Fördermitgl. Umsatz rd. 614 Mio./ Johanniter Seniorenhäuser GmbH 94 Altenpflege- Einrichtungen rd Plätze rd Mitarbeiter (VK) Umsatz rd. 213 Mio./ 14 Krankenhäuser rd Betten rd Mitarbeiter (VK) Umsatz rd. 369 Mio./ 3 Dienstleistungsgesellschaften - Beschaffung/Logistik - IT-Lösungen - Facility Management rd Mitarbeiter (VK) Umsatz rd. 64 Mio./ Stand: 01/2011 Gesundheitsdienstleitungen aus einer Hand

4 Das Johanniter-Krankenhaus in Treuenbrietzen Fachkrankenhaus in Brandenburg Medizinische Fachabteilungen Innere Medizin (Rheumatologie, Lungenheilkunde) Chirurgie (Rheumachirurgie, Thoraxchirurgie) Psychiatrie Krankenpflegeschule mit 60 Plätzen Tageskliniken Gesamtzahl von 370 Betten (davon 61 Tagesklinik) Gesamtumsatz 2010 rd. 46 Mio. Mehrere Tochterunternehmen (MVZ, Medianzentrum) Johanniter-Krankenhaus Treuenbrietzen

5 Das Johanniter-Krankenhaus in Bad Belzig (vormals Kreiskrankenhaus Belzig) Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung im Landkreis Potsdam-Mittelmark Johanniter-Krankenhaus Belzig Medizinische Fachabteilungen Innere Medizin Chirurgie Frauenheilkunde und Geburtshilfe Gesamtzahl von 160 Betten Gesamtumsatz 2010 rd. 20 Mio. Tochterunternehmen: Medizinisches Versorgungszentrum

6 Veräußerungsverfahren Krankenhaus Belzig Die Johanniter GmbH hatte sich zusammen mit dem Johanniter- Krankenhaus Treuenbrietzen am Veräußerungsverfahren zum Erwerb von Geschäftsanteilen an der seinerzeitigen Kreiskrankenhaus Belzig GmbH beteiligt. Nach Durchführung eines strukturierten Bieterverfahrens gab der Kreistag des Landkreises Potsdam-Mittelmark als bisherig alleiniger Eigentümer den Johannitern den Zuschlag. Zum 01. Oktober 2007 gingen 74,9% der Geschäftsanteile der Kreiskrankenhaus Belzig GmbH in das Eigentum des Johanniter- Krankenhauses Treuenbrietzen über.

7 Stärkung beider Häuser durch kooperative Partnerschaft Förderung und Weiterentwicklung der medizinischen Disziplinen beider Häuser zur Sicherstellung der Gesundheitsversorgung für die Bevölkerung der gesamten Region Positionierung beider Häuser im Markt durch Schaffung eines medizinisch sich ergänzenden Leistungsverbundes mit dauerhaft sicheren Arbeitsplätzen Stärkung beider Krankenhausstandorte durch umfassende Synergien Ergänzung und Komplettierung der medizinischen Fachbereiche Stärkung durch Partnerschaft

8 Determinanten einer erfolgreichen Kooperation Betriebswirtschaft Medizinisch-wirtschaftliches Entwicklungskonzept für beide Standorte gemeinsam Unternehmenskultur Harmonisierung der Führungs- und Entscheidungssysteme, Kompetenzverteilung, Delegationsgrad Trägerkulturen Zusammenführung der Trägerkulturen des Johanniterordens als christlich-diakonischem Träger sowie des kommunalen Kreiskrankenhauses

9 Kooperationsziele Die Johanniter-Krankenhäuser Treuenbrietzen und Belzig bilden einen komplementären medizinischen Leistungsverbund mit abgestimmter Führung. Patientenströme kommen beiden Häusern zugute. Abgestimmtes medizinisches Leistungsspektrum durch wechselseitige Leistungserbringung und Bildung von medizinischen Schwerpunkten in den Bereichen der internistischen sowie pulmologisch-kardiologischen Patientenbetreuung. Wirtschaftliche Stärkung beider Standorte gemeinsam durch Synergiebildung in den nicht-medizinischen Bereichen.

10 Strategische Zielsetzung: Schaffung eines starken regionalen Netzwerkes mit hoher medizinischer, sozialer und ethischer Kompetenz

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