Von Triple Play zu Quad Play

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1 Von Triple Play zu Quad Play Herausforderungen für den Konsumenten Vortrag auf dem Kongress zum Wandel der Medienwelt Visionen München, Juli 2006 PbS AG Infanteriestraße 19 Haus 4a D München Tel Fax mailto:

2 Status Quo und Voraussetzungen für Triple Play Von 35 Mio. Haushalten, die TV empfangen, haben ca. 20 Mio. HH einen Kabelanschluss. Ungefähr 20-30% aller Kabelhaushalte haben die technische Voraussetzung, um Triple Play zu empfangen. DSL ist für 91% der HH technisch verfügbar wird aber nur von knapp 30 % der HH genutzt (Quelle: BITKOM 2006) Über Kabel haben nur wenige deutsche HH Breitbandzugang. Bisher verfügen somit tatsächlich nur rund 30 % aller deutschen HH einen Breitbandzugang über DSL oder Kabel Trend auf den Medienmärkten: Digitale Konvergenz, Mobilität und Individualisierung DSL und Fernsehkabel sind heute in der Lage, TV, Internet und Telefon anzubieten, damit stehen Kabelgesellschaften und Telekommunikationsanbieter im direkten Wettbewerb zueinander. Erfolgsentscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit der Anbieter sind: Attraktivität/Exklusivität und Packaging der Programmpakete Bundling mit Mehrwertdiensten Marketing Pricing 1

3 Distributionssituation Triple Play auf dem deutschen Markt (PbS- Studie) Telco Anbieter TV-Kabelanbieter ISP Anbieter Triple Play wird die Breitbandstrategie der Telco Anbieter stärken Stärken: 97% Marktanteil im Breitbandgeschäft entfällt auf die von der Telekom favorisierte DSL- Technik Neue Kommunikationsservices geben der traditionellen Telefonie neue Wachstumsimpulse Die Integration von Triple Play wird den ARPU steigern und die Kundenbindung festigen Schwächen: Hohe Investitionskosten bezüglich Hochgeschwindigkeitsnetzen Hohe Kosten bei der Akquisition der Broadcaster Kleinformatigkeit als schlechte Voraussetzung für mobile TV Wunsch nach Einfachheit und günstiger Telefonie Der Erfolg von Breitband TV ist abhängig von der Infrastruktur und der Marktakzeptanz Stärken: Innovative TV Services, z.b. Video on Demand / Internet on TV / electronic video guide steigern die Zahlungsbereitschaft Im europäischen Umfeld erfolgreiche Beispiele von Kabelanbietern als Triple Play-Anbieter Schwächen: Geringe Breitband-Kabel- Penetration: Marktanteil der TV- Kabelanbieter im Breitbandgeschäft liegt bei 1,5% Sehr viele Free TV Angebote erschweren den Kunden von Triple Play zu überzeugen Großflächige Rückkanalfähigkeit muss gewährleistet werden Kooperationen von Kabelnetzbetreiber mit NE4 Anbietern müssen geschlossen werden Bis 2010 wird die Hälfte der Internetnutzer Breitbandtechnologie nutzen, um online zu gehen. ADSL wird hier eine dominante Rolle spielen Stärken: Entertainment-orientierte Services (Musik, Spiele, Videos) bekommen eine immer höhere Wichtigkeit Um ARPU zu steigern Angebot von add-on Services Schwächen: Nur 58% der deutschen Bevölkerung sind online ; davon haben 33% DSL Breitbandzugang ist bisher nur in Ballungsräumen möglich! Basis Studie der PbS AG, Expertengespräche

4 Entwicklung von Breitband als Grundlage für Triple Play Heute haben ca. 30% aller deutschen HH Breitgangzugang, bis 2010 sollen es weit über 50% der HH sein. Im internationalen Vergleich ist die Verbreitung gering obwohl der Preis für Breitbandverbindungen niedrig ist. Nur wenn Netzbetreiber und Programmveranstalter attraktive Triple Play-Angebote schnüren, wird diese Wachstumsrate bis 2010 möglich. Kabelbetreiber müssen innovative Produkte wie Personal Video Recorder, HDTV und Interaktives Fernsehen anbieten. Die Konsumenten benötigen Information und Überblick. Einfache Tarife und fertige Produktbündel vereinfachen die Nutzung erheblich. Der echte Kundennutzen ist der Schlüssel zum Erfolg von Triple Play. Vorteil durch Alles aus einer Hand : Rechnung, Service, Übersichtlichkeit Bedürfnisgerechtes, zielgruppengerechtes Angebot an Produktbündeln, die günstiger sind als die Summe der Einzelleistungen Triple Play wird ein wichtiges Instrument zur Kundenbindung Basis Solon,

5 Triple Play wird zu Quad Play, da Triple Play mobil nutzbar wird Vorteile durch Triple Play Günstigere Grundgebühr für 3 Distributionskanäle aus einer hand ist günstiger als die Summe der einzelnen Eine Rechnung, ein Ansprechpartner Nur noch eine Set Top Box im Haushalt Bündelangebote, die zielgruppenspezifische Kundenbedürfnisse treffen entscheiden über Erfolg und Profitabilität eines TP/QP Investments! Nutzungssituationen und -gelegenheiten bei Medien fließen immer mehr ineinander. Die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit werden immer durchlässiger, ebenso die zwischen Daheim und Unterwegs. Das Konsumentenverhalten differenziert sich immer mehr aus, wird individueller und schwerer kalkulierbar. : Identifizierung von Voraussetzungen für Quad Play Identifizierung von Zielgruppenbedürfnissen für eine differenzierte Angebotsentwicklung und Ansprache 4

6 Echter Mehrwert für den Kunden als Voraussetzung für die Nutzung von Quad Play Lediglich 9% der Konsumenten zeigen heute Interesse am Handy TV. Der Mehrwert wird trotz der Mobilität beim Fernsehen nicht gesehen. Sinnfrage: Klassische Fernsehsituationen sind nicht mobil Die mobilen Kosten stehen nicht für den Nutzen Chance: Steigende Mobilität wird auch den klassischen Fernsehkonsum verändern Chance: Bereits 37% der unter 20-Jährigen haben Interesse am Handy-TV. Handy-TV gilt als Lifestyle- und Statussymbol. Diese Zielgruppe ist das zukünftige Potenzial für Quad-Play. Ca. 30% der Deutschen spielen Computer- und Onlinespiele, 64% der unter 20-Jährigen. Diese Spiele sollen für die Mehrheit der Jugendlichen auch mobil verfügbar sein. Voraussetzung für die Nutzung von Quad Play-Angeboten Innovative und speziell für das Handy entwickelte Formate Flexibles Preissystem mit kostenpflichtigen und kostenlosen Angeboten Information und Marketing: Mehrwert der mobilen Nutzung Basis: Content-Studie der PbS AG, Studie IBM Global Businwess Service, ZEM, Uni Bonn 5

7 Für mobile Unterhaltungsdienste gibt es zwar noch wenig Interessenten, diese sind jedoch nahezu alle zahlungsbereit - diensteabhängig pauschal oder per Use Für welche mobilen Unterhaltungsdienste ist der Kunde zahlungsbereit? 20% aller Befragten 100% der Nutzer/ Interessenten Anteil der Zahlungsbereiten Bücher/ Logos Hörbücher Witze/ Horoskope Klingeltöne Software Video/TV Musik Unterhaltungsspiele Fotos 50% der Nutzer/ Interessenten Anteil der Nutzer / Interessenten 20% aller Befragten Content-Studie der PbS AG, Basis 501 6

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