Aktuell: 25-jährige Erfolgsstory Ju-Air

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1 CHF 8.50 / EUR 6.50 Nr. 9, September 2007 SkyNews.ch Das aktuelle Magazin der Schweizer Luftfahrt Aktuell: 25-jährige Erfolgsstory Ju-Air Exklusiv: vor 50 Jahren Flugboot-Linie nach Montreux Premiere: Thunderbirds Als Highlight in Fairford

2 SkyIntro INHALT Freud und Leid nahe beisammen SkyNews.ch, Nr. 9, September 2007, 4. Jahrgang Titelbild: Die Junkers Ju-52 HB-HOS auf einem Rundflug im Engadin. Ju-Air feiert ihr 25. Jubiläum. Hansjörg Bürgi 4 SkyStory: Die 25-jährige Erfolgsstory Ju-Air 10 SkyNews: PC-21 für Schweizer Luftwaffe fliegt 11 SkyBiz: Erstflug der Phenom 100 freut JetBird 12 SkySim: Legendäre Beech 18 ein Genuss 18 SkyShow: Gut besuchte Airshow in Olten 20 SkyPort: JAL auf Charterflügen in Zürich 22 SkyPort: EuroAirport-News 24 SkyPort: Russischer Wasserbomber in Genf 26 SkyPast: Shorts Solent 1957 in Montreux 31 SkyForce: Die Highlights 2007 aus Fairford 34 SkyClub: Sunset-Tour bei Airside Foto Zürich 35 SkyLine: Im OLT-Metroliner nach Bremen 38 SkyShow: Die P-3 Flyers aus dem Tessin 40 SkyClub: Sommerreise der AAA nach Kroatien 42 SkyHeli: Heli-Tanker S-64 im Grosseinsatz 44 SkyFlight: Im Gedenken an Hans Georg Schmid 45 SkyFlight: Dove-Rundflüge ab Basel und Bern 46 SkyTrip: Inselhüpfer auf den Philippinen 48 SkyReg: Juli-News im HB-Register 50 SkyView: Gastkolumne, Events und Vorschau INHALT Herausgeber, Redaktion und Verlag: Aviation Media AG, Oberteufenerstrasse 58, 8428 Teufen ZH, Telefon , Fax , Chefredaktor und Verleger: Hansjörg Bürgi, Stellvertreter: Peter Lewis, Redaktor: Eugen Bürgler, Druckvorstufe: Team media GmbH, 6482 Gurtnellen Layout/Bildbearbeitung: Monika Imholz-Walker, Roger Indergand Grafik/Konzept: Raini Sicher, Jason Hegetschweiler Korrekturteam: Daniel Dufner, Monika Imholz-Walker Inserate: Publimag AG, Marianne Leimeroth, Europastrasse 30, 8152 Glattbrugg, Telefon , Fax , Druck: AVD Goldach, Sulzstrasse 10, 9403 Goldach, Telefon , Fax , Abonnements: Schweiz: Jahresabo CHF 79. / D und OE: Jahresabo EUR 65. inkl. Porto und MwSt. Postkonto: Auflage: 6500 Exemplare (Druckauflage), 3370 Ex. (WEMF 06), monatlich Copyright: Alle in dieser Zeitschrift und auf der Website veröffentlichten Texte und Bilder sind urheberrechtlich geschützt und dürfen nur mit ausdrücklicher Zustimmung der Redaktion und entsprechender Quellenangabe weiter verwendet werden. ISSN Mwst.-Nr IMPRESSUMIMPRESSUM Geschätzte Leserinnen und Leser Eigentlich war für diese Ausgabe ein Hintergrundbericht über den Rekordflug von Hans Georg Schmid nach Oshkosh vorgesehen. Nun erscheint stattdessen sein Nachruf (Seite 44). Der tragische Unfall von Basel hat einmal mehr vor Augen geführt, wie nahe in der Luftfahrt Freud und Leid sind. Freude dagegen kam an den Airshows in Raron (Seite 14) und Olten (Seite 18) auf. In Olten hat sich einmal mehr gezeigt, dass ein Flugplatz, der jahraus, jahrein nur der leisen Art des (Segel-)Fliegens dient, durchaus eine respektable Airshow beherbergen kann. Und die Oltener kamen in Scharen. Und sie nutzten die Gelegenheit, selber abzuheben intensiv sei es mit der Ju-52 oder Heli Gotthard. Die Airshow Olten hat bewiesen, dass Rundflüge problemlos in ein attraktives Flugprogramm eingebunden werden können. Viele Besucher haben so ihre Lufttaufe erlebt und sind hoffentlich vom Virus aviaticus gepackt worden. Wer hat schon gewusst, dass vor 50 Jahren englische Shorts Solent mehrmals auf dem Genfersee wasserten mehr darüber ab Seite 26. Wir wünschen Ihnen auch mit dieser Septemberausgabe viel interessante Lektüre. Und vielleicht sehen wir uns ja an einer Airshow. Hansjörg Bürgi, Chefredaktor und Verleger SkyNews.ch ist auch für das Jahr 2007 vom Verband Schweizer Presse mit dem Qualitätssiegel «Q-Publikation» ausgezeichnet worden. PARTNER Wir freuen uns über die Kooperationen mit folgenden Vereinen: Antique Airplane Association of Switzerland (AAA), (Vereinsorgan) Interessengemeinschaft Luftfahrt IGL, (Vereinsorgan) Airside Foto Zürich, (Vereinsorgan) Verein der Freunde der Schweizer Luftwaffe VFL, Fliegermuseum Dübendorf, (Partner) Fliegermuseum Altenrhein FMA, (Partner) SFSA Swiss Flight-Simulation Association, (Partner) Aerosuisse, Dachverband der Schweizer Luftfahrt, (Partner) Super Constellation Flyers Association, (Partner) Probelpmoos, (Partner) Die Mitglieder dieser Vereine können SkyNews.ch zu einem Vorzugspreis beziehen. TEAM Das SkyNews.ch-Team setzt sich aus folgenden freien Mitarbeiter zusammen: Peter Abgottspon (SkySpace, SkyMedia), Roger Ackermann (SkyLine, SkyVision), Bernhard Baur (SkyNews, SkyShow), Jiri Benesch (SkyNews), Samuel Berger (SkyNews, SkyHeli, SkyForce), Thomas Binz (SkySim), Werner Bönzli (SkyPort BSL), Guido E. Bühlmann (SkyPast, SkyShow), Robert Bührer (Marketing), Manfred Brunner (SkyBiz), Nick Däpp (SkyHeli), Tino Dietsche (SkyPort ACH, SkyHeli), Daniel Dufner (SkyNews International), Max Fankhauser (SkyPort GVA, SkyNews), Andy Fischer (SkyFlight), Urs Forrer (SkyForce, SkyNews), Erich Gandet (SkyClub AAA, SkyPast), Peter Gerber (SkyReg, SkyNews), Werner Gisler (SkySim), Daniel Gyolay (SkySim), Thomas Hirt (SkyVoice), Hansruedi Huber (SkyTrip, SkyShop), François Hug (SkyPort BSL), Reto Isler (SkyWeb, SkyNews), Franz Knuchel (SkyNews, SkyForce), Christoph Kugler (SkyCam, SkyForce, SkyTech), Daniel Martel (SkyPort GVA, SkyCard), Martin Michel (SkyForce, SkyNews, SkyShow), Mario Richard (SkyNews, SkyReg, SkyShow), Erich Riester (SkyForce, SkyNews, SkyShow), Marc Seidel (SkyPort BSL), Werner Soltermann (SkyPort BSL, SkyPast), Urs Stoller (SkyForce, SkyNews, SkyShow), Erich Strobl (SkyNews International), Aldo Wicki (SkyForce, SkyNews) 3

3 Interview mit Kurt Waldmeier, CEO Air Force Center Dübendorf «25 statt 5 Jahre Ju-Air» Geplant war 1982, eine Ju-52 während fünf Jahren zu betreiben. 25 Jahre später fliegen vier der dreimotorigen Wellblech-Junkers in der Schweiz. Die Ju-52 feiert 2007 ihren 75. Geburtstag und Ju-Air am 8. September ihr 25-jähriges Jubiläum. Wie es dazu kam, verrät Kurt Waldmeier, CEO des Air Force Centers Dübendorf im Interview mit SkyNews.ch Die Fragen stellte Hansjörg Bürgi Weshalb wurde 1982 überhaupt eine Ju-52 gerettet? 1981 stellte die Luftwaffe ihre drei Ju-52 mit je nur rund 2500 Flugstunden ausser Dienst. Der damalige Direktor des Bundesamtes für Militärflugplätze (BAMF), Brigadier Walter Dürig, wollte eine Ju zivil weiter betreiben. Unter seiner Leitung bildete sich eine Interessengruppe mit Alex Schnurrenberger, Generaldirektor von BMW Schweiz, dem Journalisten Karl Lüönd, Christian Gerber, Fliegeroberst im Ruhestand, und dem Luftfahrt-Juristen Willy Frick. Als technischer Sachverständiger wurde Hans Huggler beigezogen. Ich stiess zufällig dazu, denn ich hatte soeben meine Swissair-Piloten- Seit 25 Jahren am Steuer der Ju-52 und der Ju-Air: Kurt Waldmeier zählt mit 3500 Flugstunden auf der «Wellblech-Tante» zu den erfahrendsten Ju-Piloten der Welt. Foto hjb Foto hjb Einer der ersten Flüge der zivilen Ju-52, führte am 19. September 1983 nach Altenrhein. karriere abgebrochen, um als Stabschef beim BAMF zu wirken. Der Plan war, eine Ju-52 mit ehemaligen Militärpiloten ab Dübendorf für Rundflüge einzusetzen. Doch die Überführung vom militärischen in den zivilen Betrieb kostete Geld. So organisierten wir am 11. September 1982 die Aktion «Flieg weiter Ju-52», welche Franken einbrachte. BMW sponserte eine halbe Million dazu. ZUR PERSON Kurt Waldmeier Seine ersten Flugstunden absolvierte der 1949 geborene Kurt Waldmeier mit 28 Jahren, bei der fliegerischen Abklärung für die SLS. Anschliessend durchlief er die Schweizerische Luftverkehrsschule Swissair (SLS) und sass 18 Monate später als Copilot in einer DC-9 der Swissair. Nur ein Jahr später lockte ihn das lukrative Angebot des BAMF, das er aber nach nur drei Monaten zugunsten des Engagements für die Ju-52 wieder ausschlug. Seine Ausbildung begann er mit einer Lehre als Feinmechaniker bei Bührle. Trotz eines schweren Bergunfalles, bei dem er mit 18 Jahren zwei Finger verlor und 40 Meter freien Fall überlebte, durfte er Militärdienst absolvieren. Auf die Flugzeugwart-RS folgte die Unteroffiziersschule als Flugzeugmechaniker. Während des Studiums zum Maschineningenieur HTL durchlief er die Offiziersschule. Dann folgten berufliche Stationen als Projektleiter bei Bührle, bei Panaswiss in Genf und bei den Pilatus Flugzeugwerken, wo er im Projektsupport PC-7 tätig war. Sein Leben (neben der Ju- 52) hat er dem Sport gewidmet. Kunstturnen, Akrobatik, Langlauf und die von ihm ins Leben gerufene Trainingsgemeinschaft (TG) Hütten haben ihn geprägt. In der TG Hütten werden Spitzensportler im Langlauf, Mountainbike, Triathlon und Leichtathletik gefördert: «Dank dem Sport konnte ich mich auch in schwierigen Zeiten immer wieder aufrichten», ergänzt er. 4 September 2007

4 SkyStory Foto Hansjörg Bürgi Am 31. August 1985 flogen erstmals alle drei «wieder auferstandenen» Junkers Ju-52 in Formation zur Flugschau in Dübendorf. «Alle wollten Ju fliegen und wir hatten noch kein Flugzeug. Damit war die Ju-Air geboren? Ja und alle wollten Ju fliegen. Wir hatten aber noch kein Flugzeug. Die Luftwaffe legte die Ju still, weil die BMW-Motoren defekt waren. Gemäss Aussagen des Militärs «klopften» sie, weil das neue Benzin weniger Blei enthielt. Die Nachforschungen von Hans Huggler ergaben aber, dass bei den Goblin-Triebwerkstransporten von England in die Schweiz die Fixsteigung der Ju-52-Propeller so verstellt wurde, dass sie schneller flogen. Danach setzte die Armee die Ju für Fallschirmspringerflüge ein, ohne die Einstellung der Propeller zu ändern. Deshalb waren die Motoren dauernd überladen und wurden beschädigt. Wie ging es dann weiter? Im Winter 1982/83 war klar, dass die Zylinder nicht mehr gerettet werden konnten. Wir stiessen auf die Firma Male in Stuttgart, die uns die Zylinder innen verchromte. Dies war möglich, aber Male lehnte jegliche Verantwortung ab. Wir entschlossen uns, einen Versuch zu machen, und es funktionierte. Das bedeutet, dass wir die BMW-Motoren wieder retten konnten. Es dauerte aber eineinhalb Jahre, bis wir die ersten drei funktionstüchtigen Motoren besassen. Parallel dazu nahmen wir Buchungen entgegen. Ich erhielt ein Büro in der BAMF-Zentralverwaltung, wurde aber nach drei Monaten hinausbugsiert, angeblich war es bei uns zu «unruhig»... So erhielten wir neben dem Fliegermuseum einen Bau-Container, wo ich zusammen mit Beatrice Heuberger und Rita Walder den Ju-Flugbetrieb organisierte. Als Trägerschaft wurde der Verein der Freunde des Museums der Schweizerischen Fliegertruppen (VFMF) bestimmt. Dies unter der Voraussetzung, dass mit dem Ju-Flugbetrieb keine Schulden angehäuft würden und allfällige Gewinne ins Museum fliessen. Das war meine Ausgangslage. Nicht, was Sie sich erhofft hatten? Nein, deshalb kündigte ich auch meinen Job beim BAMF nach nur drei Monaten und führte die Ju-52-Aktion «auf Zusehen» hin weiter. Zur Swissair zurück wollte ich auch nicht mehr. Doch das Ju-Fieber hatte mich und meine Mitarbeiterinnen derart gepackt, dass wir weiter machten. Bis 1985 nahmen wir alle drei Ju-52 in Betrieb, das Ganze entwickelte sich zu einem immer grösseren Erfolg. Faszinierend war und ist nicht nur das «Produkt Ju», sondern auch der «freiwillige Mensch» ohne die freiwilligen Helfer hätte die Ju-52 nie abheben und 25 Jahre lang fliegen können. Uns erfüllt auch heute noch die Vielfalt der Aufgaben, welche mit dem Ju-Betrieb verbunden sind. «Ohne die freiwilligen Helfer hätte die Ju-52 nie abheben und 25 Jahre lang fliegen können feierte die Ju-52 ihr 50. Einsatzjahr in der Schweiz mit einem kleinen Jubiläumssticker. Foto hjb 5

5 Gab es auch negative Erlebnisse? Ja, aber die gingen eigentlich in der Fülle des Positiven unter. Aber 1987 hatten wir ein einschneidendes Problem, als die HB-HOS bei einer «suboptimalen» Landung in Koblenz zu Bruch ging. Personen wurden keine verletzt, aber am Flugzeug entstand ein Schaden von 1,4 Millionen Franken, und wir hatten keine Kaskoversicherung. So mussten wir die 1,4 Millionen wieder erarbeiten. Wie «entstand» die vierte Ju? Der Düsseldorfer Flughafendirektor Joachim Peters fragte mich 1991, was es kosten würde, die auf der Zuschauerterrasse ausgestellte Casa 352 D-CIAK wieder flugtüchtig zu machen. Wir inzwischen durch den lizenzierten Flugzeugmechaniker Hanspeter Sennhauser verstärkt offerierten den Wiederaufbau für 5,5 Millionen Franken. «Düsseldorf» war einverstanden und erhöhte umgehend den Eintritt auf der Zuschauerterrasse, um das Vorhaben zu finanzieren. So führten wir die Düsseldorfer Ju als Schrott in die Schweiz ein. Die Zelle liessen wir bei DASA in Manching restaurieren. Bei rund 3,5 Millionen Ausgaben kam der «Point of no Return». Die ganze Aktion wurde über die Firma Naef Flugmotoren abgewickelt, weil sie dem VFMF zu risikoreich war. In sechs Jahren bauten wir die vierte Ju auf und versahen sie mit BMW-Motoren, die mit bleifreiem Autobenzin betrieben werden. Foto Hansjörg Bürgi Foto hjb Foto hjb So kam die Düsseldorfer Casa 352 in die Schweiz, wo sie während sechs Jahren zur vierten Ju-52 der Ju-Air restauriert wurde. Als HB-HOY und mit ihrem typischen «Casa-Buckel» auf der Nase (unten) startete sie am 27. Juni 1997 zum zweiten Jungfernflug. Heute betreiben Sie vier Ju-52, ging ein Traum in Erfüllung? 180 Leute haben während den 25 Jahren dauernd freiwillig gearbeitet. Sie haben sich nur deshalb so für unsere Sache eingesetzt, weil diese attraktiv war und ist, und wir dauernd Neues wagen. Ein Beispiel ist die IWC-Reise nach Tokio im Jahr 2000, die nur innerhalb eines Monates vorbereitet wurde. Wir hatten zwar nicht alle Bewilligungen, aber wenn wir auf diese gewartet hätten, wären wir heute noch am Warten. Wir müssen mit der Ju-Air immer etwas Ausserordentliches unternehmen, damit uns die Piloten und Hostessen auch ihre Freizeit zur Verfügung stellen. Für mich bietet die «Geschichte Ju-Air» alle Facetten des Lebens und ich bin sehr dankbar, dass dies alles möglich wurde. In diesem Sinne, ja, es ist ein Traum in Erfüllung gegangen. Wie sehen Sie sich als Ju-Chef heute? Ich konnte und kann meine Stärken voll ausleben. Als ich in der Jugendzeit zur Berufsberatung ging, riet man mir von einem technischen Beruf ab, weil ich ein Animator sei. Wenn ich heute zurückblicke, stimmt dies. Ich habe viele Leute animieren können. Bereits als Jugendlicher hatte ich eine eigene Schleuderbrett-Akrobatiknummer. Ich konnte auch meine beiden Söhne dazu animieren, mit mir als Strassenartist durch alle europäischen Städte zu ziehen. Mich fasziniert es, mit Menschen etwas Ausserordentliches zu erreichen. Das Produkt spielt keine Rolle, es ist nun einmal die Ju. Ich bin eigentlich kein Fan der Ju, aber Zwölf Neun-Zylinder Sternmotoren BMW 132A/3 in Aktion: Am 30. August 1997 rollten alle vier Ju-52 in Dübendorf gemeinsam zum Start. 6 September 2007

6 SkyStory Foto hjb Zur Vermarktung einer neuen IWC-Uhr im Fernen Osten hob die HB-HOS im Jahr 2000 zu einem Weltrundflug ab, der bis nach Tokio führte. sie stellt ein ganz tolles Produkt dar, das ich mit tollen Leuten vermarkten konnte. Zudem spielte das Glück mit, denn in der heutigen Zeit sind Freiheit und Abenteuer (welche keine sind, weil gut versichert), Mankos. Die Ju-52 ist ein Unikum, eine Legende, etwas Spezielles. Foto hjb «Das Grösste für mich ist, immer wieder zu sehen, das wir etwas leisten dürfen, was andere fasziniert und zufriedenstellt. Welches war Ihr bestes Ju-Erlebnis in den vergangenen 25 Jahren? Es ist die Tatsache, dass mit all den vielen Leu- Die HB-HOS 1997 im auffälligen Milka-Look. Nach ihrer missglückten Landung trug 1998 die HB-HOP das Lila-Kleid. ten, alle Schwierigkeiten ohne juristische Auseinandersetzungen bewältigt werden konnten. Das Grösste für mich ist, immer wieder zu sehen, das wir etwas leisten dürfen, was andere fasziniert und zufriedenstellt. Wir fliegen pro Jahr mit Passagieren, von denen sind 99,9 Prozent glücklich. «Garantiefälle» kennen wir nicht. Wenn am Abend alle vier Ju im Hangar stehen, weiss ich, dass wir heute wieder etliche Leute glücklich gemacht haben. Das STICHWORTE Flughafen Zürich Erstens: Mit unserer Art der Fliegerei gehören wir nicht dorthin. Zweitens: Er ist für mich ein Paradebeispiel für unser heutiges übertriebenes Sicherheitsdenken, wenn ich sehe, wie die Passagiere vor dem Flug behandelt werden. Ich staune, dass jemand nur glaubt, dass diese Sicherheitsvorkehrungen irgendetwas nützen. Wenn eine Profi-Organisation einen Anschlag verursachen will, geht sie andere Wege. Das Ganze ist ein Geschäft mit der Angst, und wir treiben das heute auf die Spitze. EASA Auch da gilt: Mit allen neuen Vorschriften werden mehr Leute verunsichert, als dass die Sicherheit verbessert wird. Das Ganze ist so schnelllebig seien es die Personen oder die Gesetze den Überblick zu behalten, ist sehr schwierig. Damit ist die Verunsicherung perfekt und kaum etwas hat noch Beständigkeit. Dies belastet auch unsere Gesellschaft, führt zu Burnouts, der Mensch ist einem dauernden Wandel unterworfen, er kann sich nirgends mehr etablieren. BMW War für uns in all den Jahren ein ganz toller Partner, der uns ihm Rahmen seiner Möglichkeiten unterstützt hat. Das heutige moderne Management von BMW ist der Ju-52 aber nicht mehr so angetan. Als ich im Jahr 2000 BMW für ein Sponsoring der Weltumrundung anfragte, wurde ich enttäuscht. Sie befürchteten, dass die Ju-52 bei einem Unfall negative Schlagzeilen für BMW auslösen könnte. Doch tagtäglich lese ich in der Zeitung von Unfällen mit BMW-Autos... Dass wir derzeit mit einer BMW- Ju fliegen, hat mit dieser Geschichte nichts zu tun. Dafür hat sich BMW-Tradition eingesetzt. BAZL Die Aufsichtsbehörde belastet uns stark, da wir Operator, Ground Operator und Maintenance-Betrieb in einem sind. Zudem empfinde ich, dass viele Vorschriften angewandt werden, ohne mit gesundem Menschenverstand zu hinterfragen, ob diese überhaupt gerechtfertigt sind. Für ein Flugzeug, das seit 1939 fliegt, sind neue Vorschriften eben nicht immer praktikabel. Vielfach fehlt einfach der Mut für vernünftige Entscheide. Lufthansa Für mich eine ganz tolle Geschichte. Zuerst bekämpfte uns die Lufthansa mit ihrer Ju-52. Doch seit einem Ju-52-Meeting in Johannesburg sind wir akzeptiert und seit dem 50-Jahr-Jubiläum in Frankfurt sogar Freunde. Wir haben heute ein sehr gutes Verhältnis. 7

7 Seit geraumer Zeit trägt die HB-HOS dieses neue IWC-Kleid, das wohl zu den klassischsten Bemalungen zählt, welche die Ju-52 je getragen hat. ist ganz entscheidend für unsere Arbeit, das motiviert enorm. Nur zwei glimpflich verlaufene Unfälle ereigneten sich bei Ju-Air, weshalb ist die Ju ein so sicheres Flugzeug? Das ist so: Durch ihre Langsamkeit und die riesige Spannweite hat die Ju-52 eine riesige Knautschzone. Die beiden Unfälle haben aber gezeigt, dass die Ju-52 ein Flugzeug ist, das eigentlich auf keine Piste gehört. Die Ju gehört auf einen Platz, auf dem immer gegen den Wind gelandet werden kann. Bei Seitenwind erlaubt die Ju keinen Fehler, sonst verlässt sie einfach die Piste. Bei beiden Unfällen, (der zweite ereignete sich wieder mit der HB-HOS, aber in Samedan), hatte ich nie das Gefühl, dass nur ein einziger Passagier gefährdet war. Wie fliegt sich eine Ju-52 und welches sind die Voraussetzungen, um Ju-Air- Pilot zu werden? In der Luft fliegt sie sich sehr gutmütig. Aber man hat nicht Power auf Vorrat, um plötzlich zu steigen, das erfordert stetiges Vorausdenken. Am schwierigsten sind die Landungen und das Rollen am Boden. Nach der Landung tendiert sie auszubrechen, dies aufgrund ihres Fahrwerks und der Luftdruck-Bremsen. Wir haben all die Jahre diskutiert, ob wir wie die Lufthansa hydraulische Bremsen einbauen sollen. Aber aufgrund unserer Erfahrung sind wir bei der Originalausstattung geblieben. Beide Unfälle waren auf Unachtsamkeiten der Piloten zurückzuführen. Um eine Ju zu fliegen ist Spornraderfahrung notwendig, dann sehr gute Geographiekenntnisse der Schweiz und Erfahrung mit Kolbenflugzeugen. Unsere Piloten fliegen noch mit dem Hintern, es ist kein Operating eines Systems, sondern eben echtes Fliegen. Neue Ju-Piloten müssen zudem von allen amtierenden Piloten akzeptiert werden, das ist ähnlich wie bei der Patrouille Suisse. Derzeit haben wir aber genügend Piloten. Wie feiert Ju-Air ihren 25. Geburtstag? Wir laden am 8. September alle ein, die seit 1982 einmal freiwillig für die Ju-Air gearbeitet haben. Das sind rund 500 Personen, die wir mit ihren Partnern empfangen. Wir wollen ihnen fünf oder sechs fliegende Ju-52 zeigen: unsere vier, jene der Lufthansa und jene aus Frankreich. Zudem besucht uns die Super Constellation und die Patrouille Suisse. Dafür wird auf dem Flugplatz eine Publikumszone eingerichtet, die öffentlich zugänglich ist. Ju-Air sucht auch den «Musicstar» und wir haben ein Ju-Lied, einen Ohrwurm, komponieren lassen. Mir geht es darum, dass sich alle Ju-Menschen wieder treffen, sich ihre vielen Erlebnisse mit der Ju erzählen und eine tolle Feier erleben. «Nach 30 Jahren muss die Ju nicht aufhören zu fliegen, aber sie wird nicht mehr kommerziell fliegen soll Ju-Air den Betrieb einstellen, weshalb? Sind wir 2010 immer noch gleich weit und die Behörden gleich stur, dann müssen wir den Fluggutscheinverkauf einstellen, um eben 2012 den kommerziellen Flugbetrieb zu been- Foto Hansjörg Bürgi Foto Hansjörg Bürgi Die Milka-Ju war kaum noch zu übertreffen, doch 2004 flog die HB-HOY für Hapimag wohl als «schrägste» Ju-52 aller Zeiten 8 September 2007

8 SkyStory den. Dafür werden wir dann in der Halle 9 eine Erlebniswelt mitsamt einem virtuellen Ju-52- Flug bieten. Man muss als Olympiasieger auf dem Höhepunkt aufhören und sich überlegen, wie andere auch etwas erfolgreich weiterführen können wollten wir fünf Jahre fliegen, jetzt sind es 25 geworden. Alle sind glücklich, wenn sie eine Zielsetzung haben: So habe ich meinen Mitarbeitenden 2012 als Ziel gesetzt. Wäre das nicht geschehen, bin ich überzeugt, dass einige nach 25 Jahren aufgegeben hätten 30 Jahre sind genug. Aber nach 30 Jahren muss die Ju-Air nicht aufhören zu fliegen, aber sie wird nicht mehr kommerziell fliegen. Eine Ju das steht heute schon fest wird als Vereinsflugzeug weiter betrieben, sofern der Flugplatz noch existiert. Wie viele Flugstunden haben die vier Ju-52 derzeit und wie lange können sie noch fliegen? So um die 8000 Stunden pro Flugzeug, wir haben sie ja mit 2500 Stunden übernommen. Das war auch ein Beweggrund, die Ju weiter zu betreiben. Wir stellen heute alle Ersatzteile für die nächsten 15 Jahre her, aber aufgrund der kleinen Mengen ist das sehr kostenintensiv. Zudem übernimmt kein Ersatzteillieferant irgendwelche Verantwortung. Davon hängt der Weiterbetrieb ab, aber insbesondere auch von den Bestimmungen unserer Luftfahrtbehörde. Welche neuen Projekte stehen im Museum oder Air Force Center an? Neu haben wir den Boeing 737-Simulator, weiter geht es mit dem Vampire-Simulator, dann kommt der Mirage-Simulator und ab 2013 wird man einen Ju-Flug zu Eiger, Mönch und Jungfrau virtuell in einer sich bewegenden Ju am Boden erleben können. Das wird die Erlebniswelt in der Halle 9 sein. Zudem werden wir 2008/9 unser Restaurant umbauen, und es danach auch abends geöffnet haben. Vom Flugplatz haben wir weitere Hallen übernommen, die wir weiter vermieten. Zudem bemühen wir uns, die beiden per Ende 2007 von der Luftwaffe ausgemusterten Dornier Do-27 zivil weiter zu betreiben. JUNKERS JU-52 Die HB-HOP im «Tarnanzug» während den Dreharbeiten für den neuen Hollywood- Thriller mit Tom Cruise in der Hauptrolle. Hollywood-Thriller über Hitler-Attentat mit Ju-Air Vergangenen Juli sind die beiden Ju-52, HB-HOP und -HOT, nach Berlin-Tempelhof gebrummt, wo sie umgespritzt und für ihre Rollen im neuen Hollywood-Thriller über das Hitler-Attentat vorbereitet wurden. Die HOP erhielt ein tarnfarbenes Kleid einer Ju-52 der deutschen Wehrmacht, während die HOT als «D-2500», als persönliches Flugzeug Hitlers, im Film fliegt. Die Dreharbeiten fanden auf dem ehemaligen DDR-Luftstützpunkt Löpten knapp 70 Kilometer südlich von Potsdam, in einer Waldschneise statt. Von der rund 3500 Meter langen Piste sind die ersten 380 Meter befestigt, dann folgen 3000 Meter Graspiste und zum Schluss wieder ein 100 Meter langes asphaltiertes Pistenstück. Die NVA flog in Löpten MiG-19, die auf dem 380 Meter langen Asphalt-Stück aufsetzten und dann im Gras ausrollten. Einen offiziellen Titel hat der 80 Millionen US-Dollar teure Hollywood-Streifen über das gescheiterte Bombenattentat auf Adolf Hitler am 20. Juli 1944 noch nicht. Arbeitstitel ist «Valkyrie» in Erinnerung an die «Operation Walküre», wie die Widerständler ihre Umsturzpläne genannt hatten. Tom Cruise spielt darin den Hitler-Attentäter Claus Schenk Graf von Stauffenberg. Stauffenberg war nach einem gescheiterten Bombenattentat auf Adolf Hitler am 20. Juli 1944 standrechtlich erschossen worden. Tom Cruise flog während den Dreharbeiten über eine Stunde in der Ju-52. Hjb In die Rolle von Hitlers «persönlicher» Ju-52 schlüpfte die HB-HOT als «D-2600». Foto Ju-Air Foto Ju-Air Gemäss VBS ist der Dialog mit dem Air Force Center neu etabliert worden, gibt es doch noch Hoffnung für einen künftigen Flugbetrieb in Dübendorf? Wir waren ja guten Mutes, während des World Economic Forums 2007 die in Zürich-Kloten überzähligen Flugzeuge in Dübendorf stationieren zu können. Die Luftwaffe war einverstanden, der Kanton und die umliegenden Gemeinden ebenfalls, aber der Chef der Armee machte uns einen Strich durch die Rechnung. Fürs WEF 2008 hat uns Korpskommandant Christophe Keckeis aber grünes Licht gegeben. Unser Ziel ist es, Ende August, alle Bewilligungen von den umliegenden Gemeinden zu haben, um mit Execujet zusammen, das Handling der leeren Bizjets in Dübendorf zu erledigen. Es werden also keine VIPs ab Dübendorf fliegen, sondern nur Jets ohne Passagiere. Das ist ein erster kleiner Schritt, anders geht es nicht. Ich hatte ja ein Projekt für 200 Arbeitsplätze auf dem Flugplatz, das wurde abgelehnt, weil niemand Mut hat. Aber steter Tropfen höhlt den Stein. Ich bin aber überzeugt, dass auch jedes Gesamtkonzept für die Zukunft des Flugplatzes Dübendorf scheitern wird. Es gibt nur eines: Das Richtige tun, dieses legalisieren, dann den nächsten Schritt legalisieren und wenn die Träumer erwachen, ist alles schon realisiert. Welches ist Ihr grösster Wunsch für die Ju-Air? Mein allergrösstes Ziel ist, dass wir 2012 unfallfrei erreichen. Und mein grösster Wunsch ist, dass ich meinen Mitarbeitern auch nach 2012 einen Job offerieren kann. 9

9 Als HB-HYA startete der erste für die Schweizer Luftwaffe gebaute PC-21 am 20. Juli zum Erstflug. Die sechs bestellten Maschinen werden die militärischen Registrationen A-101 bis A-106 erhalten. Erster Pilatus PC-21 für die Schweizer Luftwaffe in der Luft Das PC-21-Programm der Pilatus Flugzeugwerke kommt in Fahrt: Am Nachmittag des 20. Juli rollte der PC-21 HB-HYA auf dem Flugplatz Buochs zum Erstflug. Nach den vier bisher gebauten Werksmaschinen ist dieser PC-21 für die Schweizer Luftwaffe bestimmt und damit das erste Kundenflugzeug (siehe auch Seite 48). Sechs PC-21 bilden das Herzstück des neuen Jetpiloten-Ausbildungssystems (Jepas), welches die Schweiz für 115 Millionen Franken beschafft. Noch in diesem Herbst sollen die ersten PC-21 an die Luftwaffe übergeben werden, welche bereits im ersten Halbjahr 2008 den ersten Pilotenkurs (PK 04) mit dem revolutionären Trainingskonzept plant. Parallel dazu wird der letzte Pilotenkurs (PK 03) zu Ende geführt, welcher den F-5 Tiger als Ausbildungsflugzeug nutzt. Fotoreport Eugen Bürgler Nach seinem Erstflug unter dem Funkrufnamen «Papa 103» rollt der erste Luftwaffen PC-21 zurück. Foto Nick Däpp Daniel Koblet hat eine Yakolev Yak-9UM in die Westschweiz geholt Anfang August traf in einem Container die zerlegte Yakovlev Yak-9UM mit der Registration N82112 aus Oklahoma kommend auf dem Flugplatz Sion ein. Angetrieben wird die erst 1999 von Yakolev nachgebaute Yak-9UM durch einen Allison V1710 Series Motor, der 1475 PS abgibt. Wie Daniel Koblet erklärt, gehört die Yak-9 der Flying Fighter Association und bleibt in Sion stationiert. An der Airshow am 1./2. September in Bex hat sie ihren ersten Auftritt in der Schweiz. Zudem wird Daniel Koblet mit dem bis 270 Knoten schnellen Jäger auch Passagierflüge anbieten. 10 September 2007

10 SkyNews Erstflug der Embraer Phenom 100 als wichtiger Meilenstein für JetBird SkyBiz Foto Embraer Am 26. Juli absolvierte die Embraer Phenom 100 ihren Erstflug. Im April 2009 will die irisch-schweizerische JetBird AG ihren ersten Phenom 100 auf Low-Cost-Airtaxi-Flügen in Dienst stellen. Am 26. Juli 2007 hat der jüngste Spross von Embraer, die Phenom 100, ihren erfolgreichen Erstflug in einer Stunde und 36 Minuten absolviert. Dies ist für den europäischen Erstkunden, die in Zug domizilierte JetBird AG, ein wichtiger Meilenstein, wie Managing Director Hans Jörg Hunziker erwähnt. «Embraer hat den Erstflug für Mitte Jahr angekündigt, das ist nun eingetroffen und bestärkt uns, den richtigen Partner gewählt zu haben», ergänzt er. Embraer bleibt nun ein ganzes Jahr für die FAA-Zertifizierung, jene der EASA wird gegen Ende 2008 oder Anfang 2009 erwartet. Im April 2009 wird JetBird die erste in Europa ausgelieferte Phenom 100 in Dienst stellen. 50 hat sie fest bestellt und für weitere 50 sind Optionen gezeichnet worden. 15 sollen 2009 ausgeliefert werden, 25 im Jahr danach und fortan weitere 20 pro Jahr. Entgegen ersten Plänen werden die JetBird-Phenoms aber nicht in der Schweiz, sondern in Irland registriert und mit einer irischen Betriebsbewilligung unterwegs sein. Dazu Hans Jörg Hunziker: «Da die Schweiz nicht EU-Mitglied ist, haben wir die achte Freiheit (noch) nicht und können beispielsweise nicht kommerziell innerhalb Frankreichs fliegen.» Die Schweiz verhandelt zwar darüber mit der EU, doch JetBird wollte auf Nummer sicher gehen und registriert die Phenoms in Irland. Ob sie mit der EI-Registration innerhalb der Schweiz kommerziell eingesetzt werden dürfen, ist noch Gegenstand von Abklärungen. Somit wird auch der Firmensitz von JetBird Europe in Dublin liegen, in Zug dagegen soll die Holdinggesellschaft ansässig bleiben. Geplant ist, dass 2009 ab den drei Hubs EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg, London-Stansted und Köln-Bonn gestartet wird. Auf diesen Airports werden die ersten Phenoms stationiert, geflogen wird aber ab (und nach) rund 85 europäischen Grossund Regional-Flugplätzen, die mindestens eine 1040 Meter lange Piste aufweisen müssen. Auch Zürich und Genf werden angesteuert, als regionaler Hub wurde aber Basel vorgezogen, weil dort die Rahmenbedingungen besser sind. Interessant ist das Preismodell von JetBird: Keine Vorauszahlungen, kein Clubsystem, keine Anteilkäufe, sondern einfach eine Pauschale von 500 Euro pro Flug plus 3,50 Euro pro Kilometer. Eine Flugstunde kommt so alles inklusive auf 2000 bis 2500 Euro zu stehen. Damit sei JetBird 50 Prozent günstiger als die Konkurrenz, betont Hans Jörg Hunziker. Im Preis inbegriffen sind auch allfällige Ferryflüge, wenn sie zu einem der 85 designierten Airports erfolgen. Derzeit verhandelt JetBird mit diversen Airlines und Tour Operators, die an einer Kooperation interessiert sind. Zudem laufen Gespräche über die Maintenance, die Phenom braucht alle 400 bis 500 Stunden einen Light-Check und alle Stunden einen Heavy-Check. Für die eigentliche Kunden-Akquisition sei es noch etwas früh, ergänzt Hans Jörg Hunziker. Er erhofft sich insbesondere von KMUs eine grosse Nachfrage, sie sind die Hauptzielgruppe. Die Idee zu einer Low-Cost-Business-Airline stammt von Hans Jörg Hunziker und dem Iren Domhnal Slattery. Die beiden kannten sich aus der früheren Tätigkeit von Hans Jörg Hunziker, er war CEO der Flightlease AG. Bei einem Nachtessen in Zürich wurde die Idee von JetBird im August 2005 geboren. Als Kapitalgeber konnte die von Domhnal Slattery gegründete Claret Capital gewonnen werden. Diese Investment-Gesellschaft verwaltet das Vermögen einiger wohlhabender irischer Familien. Neben JetBird wird in Liegenschaften, Technologie und Medien investiert. Claret Capital hat auch Blue Ocean Wireless gegründet, eine Firma, die sich auf die Mobiltelefonie in der Seefahrt spezialisiert. JetBird hat alle Very Light Jets evaluiert, am Schluss obsiegte die Phenom 100 über die Cessna Citation Mustang wegen ihrer besseren «Taxi-Tauglichkeit», welche eine hohe tägliche Ausnützung und kurze Transitzeiten ermöglicht. Den vier Passagieren in einer Phenom stehen eine grosse, komfortable Kabine, viel Gepäckraum (für Koffer, Golfausrüstung und selbst Skis) und ein WC zur Verfügung. Report Hansjörg Bürgi 11

11 Beech 18 für den FS 2004: hervorragende Umsetzung eines Klassikers SkySim Mit über 9000 gebauten Maschinen zählt die Beech 18 zu den absoluten Bestsellern ihrer Kategorie. Die Entwicklung begann Ende 1935 unter der Bezeichnung Beech Model 18. Es entstand ein zweimotoriges Geschäftsflugzeug mit fünf bis sieben Sitzplätzen. Die rund 350 km/h schnelle Maschine fand auf Anhieb weltweit ihre Kundschaft. Als 1941 die gesamte Produktion für den Kriegseinsatz umgestellt wurde, hatten bereits rund 500 Beech 18 das Werk in Wichita (Kansas) verlassen. Unter der militärischen Bezeichnung C-45 wurden bis Ende 1945 um die 6000 weitere Maschinen produziert, welche als Verbindungs-, Transport-, Aufklärungs- und Schulungsflugzeuge eingesetzt wurden. Nach dem Krieg ging die Produktion der D-18 munter weiter. Als sich Anfang der 1950er-Jahre die US-Streitkräfte von ihren C-45 trennten, wurde der Markt förmlich von diesem Muster überschwemmt. In der Schweiz gibt es zurzeit mehrere Möglichkeiten eine Beech 18 (C-45) zu bestaunen. Eine flugfähige Maschine ist in Grenchen stationiert, eine zweite steht im Fliegermuseum Dübendorf und soeben ist eine Volpar Beech 18 in Basel eingetroffen (siehe Seite 23). Milton Shupe und Jerry Beckwith haben sich der Beech 18 für den Flight Simulator 2004 angenommen. Das Aussenmodell glänzt mit seinem matten, natürlichen Glanz und wirkt dadurch nicht mehr ganz neu. Die Animationen von Fahrwerk, Federung, Klappen, Verstellpropeller und vielem mehr sind täuschend echt gehalten. Aber auch innen vermag die Beech 18 zu überzeugen. Das 2D-Cockpit ist vollständig und übersichtlich. Aber richtig Ein Klassiker der Lüfte: die Beech 18 im Flugsimulator. Spass macht die Maschine im 3D-Cockpit mit einem Track IR. Da bleiben keine Wünsche mehr offen. Das Armaturenbrett wirkt mit realistischen Abnützungsspuren hervorragend. Alle Schalter sind animiert und die Systemtiefe ist überdurchschnittlich hoch. Besonders reizvoll ist der Start der beiden Motoren. Der Ölqualm nimmt dem virtuellen Piloten für einen Moment die Sicht auf den startenden Sternmotor. In der Luft verhält sich die Maschine sehr gutmütig. Die Steuerungen sind sehr schön programmiert und die werkseitigen Flugparameter werden eingehalten. Aber aufgepasst, nur einsteigen und los fliegen kann ins Auge gehen. Wer mit geschlossenen Kühlklappen losbraust wird die Sternmotoren schnell einmal überhitzen. Die Beech D-18 S gibt es zum Nulltarif auf dem Internet in zwei Ausführungen: Beech 18 mit Einziehfahrwerk: avsim.net/download.php?dlid= Beech 18 Amphibian: Getestet von Werner Gisler

12 SkyNews Horizon bildet mit Diamond Twin Star aus Die Pilotenschule Horizon Swiss Flight Academy investiert für die Ausbildung von Verkehrspiloten in neueste Flugzeugtechnologien: Eine Diamond DA42 Twin Star und der dazugehörige Simulator D-SIM-42 werden demnächst eingesetzt. Horizon ermöglicht eigenen Angaben zufolge mit der Twin Star den Studierenden, die Berufspiloten- und Instrumentenflug-Praxis auf einem Flugzeug mit modernster Technologie zu absolvieren. Der dazugehörige Simulator bietet die ergänzende Ausbildungsplattform. Angehende Verkehrspiloten werden bei Horizon mit der Kombination von Flugpraxis und Simulatorenausbildung auf heutige Cockpitstandards der Verkehrsund Geschäftsflugzeuge optimal geschult und für die Berufspraxis vorbereitet. Der Simulator wird im Oktober dieses Jahres betriebsbereit sein, das Flugzeug wird ab Januar 2008 im Einsatz stehen. Schon seit 1990 setzt die Horizon Simulatoren in der Lizenzausbildung von Verkehrspiloten erfolgreich ein. Damit konnte die Ausbildung auf dem Flugzeug praxisnah, und auf die hohen Anforderungen der zukünftigen Piloten angepasst, angeboten werden. Der neue DA42- Simulator, dessen Cockpit vollständig identisch zum Flugzeug ist, zeichnet sich durch moderne Garmin G1000 Bildschirme aus. Das Sichtdarstellungssystem besticht durch die detailgetreue Nachbildung der Szenerien. Die Twin Star überzeugt mehrfach: der Kraftstoffverbrauch der beiden turbogeladenen Dieselmotoren liegt 60 Prozen tiefer als bei herkömmlichen Flugzeugen dieser Klasse, Schadstoff-Emissionen wurden stark reduziert, und der elegante, leistungsstarke Vierplätzer fliegt ausgesprochen leise. «Mit dieser Investition bietet die Horizon auch weiterhin eine erstklassige Ausbildung mit besten Voraussetzungen für die Pilotenlaufbahn», freut sich Verwaltungsratspräsident Bruno Dobler. Die Horizon Swiss Flight Academy ist eine der führenden Pilotenausbildungstätten in der Schweiz. Alle Lizenzen für Piloten, vom Privat- bis zum Verkehrspiloten, können bei der Horizon nach den strengen europäischen Standards erworben werden. Massstäbe in der modernen Pilotenausbildung setzte die Horizon auch mit der Einführung von internetbasiertem Studium. Die Ausbildung zum Verkehrspiloten dauert 15 Monate im Vollzeitstudium oder rund 30 Monate bei berufsbegleitender Ausbildung. pd Maximal 900 Stunden Der Bund hat die Verordnung über die Betriebsregeln im gewerbsmässigen Luftverkehr (VBR 1) an die Regeln der EU angepasst. Zentrale Punkte sind Obergrenzen für die jährliche Arbeitszeit des fliegenden Personals von 2000 Stunden und für die reine Flugzeit von 900 Stunden (bisher 1000 Stunden). Die überarbeitete Verordnung ist am 1. August 2007 in Kraft getreten. Eine Übergangsfrist bis Ende 2007 soll es den Fluggesellschaften ermöglichen, die betrieblichen Abläufe an die geänderten Vorgaben anzupassen, teilte die Bundesverwaltung weiter mit. Im Rahmen des bilateralen Luftverkehrsabkommens mit der EU hat sich die Schweiz verpflichtet, die Richtlinie der EU zu übernehmen, welche die Arbeits- und Einsatzzeiten für das fliegende Personal regelt. Sie enthält Mindeststandards für die Arbeitszeit, den Gesundheitsschutz und die Sicherheit der Piloten. Weiter enthält die VBR 1 neu Vorgaben zum Pikettdienst sowie Regeln, wie die Flugdienstzeit durch Pausen verlängert werden kann. Ebenfalls können neu Piloten regelmässig ihren Gesundheitszustand auf Kosten des Arbeitgebers untersuchen lassen. pd

13 Bernd van Doornick begeisterte während 25 Jahren an den Flugtagen in Raron mit seiner einmaligen Lama-Demonstration. Oberwalliser Flugtage 2007 mit letzter Helishow von Bernd van Doornick RARON Am Wochenende des 21./22. Juli organisierte die Fluggruppe Oberwallis zum 32. Mal ihre Flugtage auf dem Flugplatz in Raron. Die Meteorologen kündeten für den Samstagnachmittag vor allem in der West- und Nordschweiz zum Teil ergiebige Niederschläge an. Diese Wetteraussichten zeigten denn auch ihre Auswirkungen auf die einfliegenden Gastflugzeuge, die in diesem Jahr nicht so zahlreich wie in den Vorjahren im Wallis erschienen sind. Am Sonntag war das Wetter aber recht freundlich, so dass doch noch diverse Flugzeuge und zahlreiche Zuschauer den Weg ins Wallis fanden. In Raron anwesend waren unter anderen die An-2 HA-ABA, die Stearman N1222N, der PC-7 HB-HAO, die Maule M HB-KCL und die neu in Grenchen stationierte Yak-52 LY-AGI. Die Daniel Koblet zeigte eine eindrückliche Demonstration der Morane D-3801 HB-RCF. Höhepunkte des sonntäglichen Flugprogramms bildeten die Vorführungen der Morane D-3801 HB-RCF durch Daniel Koblet, der Comte AC-4 Gentleman HB-ETI durch Hans-Peter Bellwald, der DHC-2 Beaver N930AJ auf Floats durch Jvan Aeberli und Anna Maag, das Akroprogramm von Vito Wyprächtiger auf seiner One Design MSW HB-YJM und natürlich die Helikoptershow von Bernd van Doornick. Nach 25 Jahren aktiver Mitwirkung an den Flugtagen von Raron zeigte der Air-Glaciers-Pilot zum letzten Mal seine spektakuläre und begeisternde Helikoptershow. In diesem Jahr benützte Bernd van Doornick dazu das noch in den Farben von Air Grischa bemalte Lama HB-XFE. Fotoreport Peter Gerber Auch die seit dem 14. Juni 2007 in Grenchen stationierte Yak-52 LY-AGI flog ins Wallis. Ausgezeichneter Ruf der Rega Der «Business-Reflektor» 2007 des Marktforschungsinstituts IHA-GfK hat ergeben, dass die Schweizerische Rettungsflugwacht Rega in Sachen Unternehmensansehen an erster Stelle bei den Schweizern steht, gefolgt von Swatch und Logitech. Die Swiss machte gegenüber dem Vorjahr nicht weniger als 25 Plätze gut und kommt neu auf Platz 52. Untersucht wurden insgesamt 100 Schweizer Top- Unternehmen. Die repräsentative Studie «IHA- GfK Business-Reflektor 2007» basiert auf über 3500 Befragungen und wurde in Kooperation mit der GfM Schweizerische Gesellschaft für Marketing entwickelt. pd Weniger Airproxes im Schweizer Luftraum Im Schweizer Luftraum haben sich 2006 weniger Annäherungen von Flugzeugen (Aircraft Proximity Airprox) ereignet. Dem Rückgang der Annäherungen von 75 auf 61 steht 2006 eine gegenläufige Entwicklung der Flugbewegungen gegenüber. Mit dem Anstieg um 2,8 Prozent auf über 1,4 Millionen Bewegungen sank der Anteil der Airprox im Schweizer Luftraum pro Flüge von 5,5 auf 4,3. Hauptursachen für Annäherungen im Jahr 2006 waren gemäss BAZL-Angaben Luftraumverletzungen durch Sichtflug-Piloten, Nichteinhalten der von der Flugsicherung zugewiesenen Flughöhe durch Piloten, nicht optimale Planung der Verkehrsabwicklung bei der Flugsicherung und komplexe Verkehrssituationen verursacht durch schlechte Wetterbedingungen. Die folgenden neuen Untersuchungsberichte sind auf der Website des BFU verfügbar: HB-PAP, 4. März 2004 auf dem Flugplatz Biel-Kappelen HB Dezember 2003 auf dem Flughafen Bern-Belp HB-1949, 22. August 2004 in Bidmer/VS HB-ISE, 21. Februar 2006 auf dem Flughafen Zürich HB-ZDY, 20. Juli 2006 in Morteratsch/GR D-ERAD, 6. März 2005 in Val da Fain/GR HB-CLN, 19. Juni 2005 auf dem Flugfeld Dittingen HB-III, 15. August 2003 in der Region von Oyonnax/F. pd 14 September 2007

14 SkyNews Foto Stefan Wunderlin Douglas C-47 stoppte auf dem Flug von Genf nach Berlin am Bodensee Nicht schlecht staunten die Zaungäste des Flughafens Friedrichshafen, als am 14. Juli die Douglas C-47A N473DC (c/n 19345) in vollen D-Day- Farben im Tiefflug über die Piste brummte. Der am 28. Dezember 1943 an die USAAF ausgelieferte Oldtimer diente anschliessend bei der Royal Air Force und ist heute in Privatbesitz. Die C-47 landete aus Genf kommend in Friedrichshafen, wo die Crew ihre Mittagspause einlegte, bevor sie nach Berlin-Tempelhof weiterflog. Am 13. Juli stattete sie bereits Lugano einen Besuch ab. Die auch als DC-3C bezeichnete N473DC ist auf Dakota Heritage in den USA eingetragen, jedoch in Europa stationiert. AFS Brokers haben ihre neuen Büros auf Flugplatz Birrfeld bezogen Seit dem 1. Juli befindet sich die AFS all-financial-solutions gmbh von Markus Keller und Antonio Mangino auf dem Flugplatz Birrfeld. Im Untergeschoss des Flugplatzgebäudes belegt die auf Luftfahrtversicherungen, Finanzplanung und Firmenberatungen (KMU) spezialisierte Unternehmung grosszügige Büroräume. «Nun befinden wir uns am Puls des Geschehens», erwähnt Markus Keller, denn zu seinen Kunden zählen viele Flugzeugbesitzer und Piloten, die im Birrfeld fliegen. Der im Frühling 2002 gegründete Versicherungs- und Finanzplanungsdienstleister AFS beschäftigt heute sechs Festangestellte und eine Reihe von externen Vermittlern und Partnern. Markus Keller, selber Privatpilot und Mitglied der AAA, nimmt sich allen Fragen der Luftfahrtversicherungen an: «Mit der Auflösung des Luftpools findet in der Luftfahrtversicherung eine Umstrukturierung statt. Die Beratung der Kunden durch Broker, wie wir es sind, gewinnt an Bedeutung», hält Versicherungsfachmann Keller fest. AFS arbeitet mit allen renommierten Versicherungsgesellschaften zusammen und kann so optimale Lösungen für jeden Flugzeugbesitzer bieten. Mitglieder des Aero-Clubs der Schweiz profitieren dabei von besonderen Konditionen. Eine Überprüfung der bestehenden Versicherung lohne sich fast immer, weiss Markus Keller, da sich durch die Marktliberalisierung nicht nur viele neue Möglichkeiten, sondern auch ein erhebliches Sparpotential ergeben habe. Für den Kunden sei es aber sehr schwierig, dabei den Überblick zu behalten, deshalb lohne sich eine Beratung durch einen Broker wie AFS. «Unser Ziel ist es, in nächster Zeit Rahmenverträge für Ecolights und Experimentals abzuschliessen, da sind wir auf dem besten Weg», fährt Markus Keller fort. Durch die AFS werden nur Jahresverträge angeboten. Damit könne jederzeit auf den Markt reagiert werden und dem Kunden auch die notwendige Flexibilität geboten werden, streicht Markus Keller den AFS-Slogan «more for you», heraus. Das AFS-Team berät seine Kunden aber nicht nur in Sachen Luftfahrt, sondern auch bei allen anderen Versicherungen. Der ausgewiesene Finanzplanungspezialist Antonio Mangino nimmt sich Steueroptimierungen an, wie auch Vorsorge- oder Immobilienfragen sowie der gesamten Versicherungspalette generell. Als weitere Dienstleistung bietet AFS auch Zweitmeinungen zu Versicherungslösungen. Antonio Mangino unterrichtet zudem am KV Basel angehende Finanzplaner, Bankfachleute und Versicherungsfachleute. Gleichzeitig ist er auch in verschiedenen Funktionen als Prüfungsexperte tätig. 60 Prozent der Kunden von AFS seien KMUs, 40 Prozent Privatpersonen, ergänzt er. Report Hansjörg Bürgi Das AFS-Team im Birrfeld: (stehend von links): Markus Keller, Antonio Mangino, Erich Ritschard, (sitzend): Monika Läubli, Sarah Weichselbraun und Beatrice Keller. Foto hjb 15

15 SkyWeb Foto Hansjörg Bürgi Am 6. August hat Swiss ihren zwölften Airbus A erhalten. Bereits als HB-JML registriert, flog der zuvor bei Austrian Airlines als OE-LAL eingesetzte A (X) in AUA-Grundfarben nach Zürich. Es war jener A340, der mit speziellen Klebemustern für die Wiener Philharmoniker warb, wie aus den Spuren auf dem Rumpf zu ersehen ist. Swiss: im ersten Halbjahr 2007 über 285 Millionen Gewinn erzielt Der Konzern von Swiss International Air Lines erzielte im ersten Halbjahr 2007 einen Betriebsgewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) von 285 Millionen Franken. Im ersten Semester 2006 wies Swiss einen EBIT von 98 Millionen aus. Der konsolidierte Nettogewinn für das erste Halbjahr 2007 lag bei 295 Millionen (Vorjahresperiode 76 Millionen), wie Swiss weiter mitteilte. Der konsolidierte Betriebsumsatz stieg im ersten Semester auf 2,304 Milliarden Franken (Vorjahresperiode 1,976). «Die erfreulichen Halbjahreszahlen bestärken uns in unserer strategischen Ausrichtung. Das Ergebnis liegt über unseren Erwartungen. Getragen von einer starken Nachfrage konnten wir im zweiten Quartal sowohl bei der Passagierbeförderung als auch im Frachtgeschäft weiter zulegen», kommentiert Swiss-CEO Christoph Franz das erfreuliche Ergebnis. Auch das konsequente Kostenmanagement und die Ertragssynergien aus der Integration in den Konzernverbund von Lufthansa und dem Beitritt zur Star Alliance hätten massgeblich zum Ergebnis beigetragen, ergänzt er. Im ersten Halbjahr 2007 konnte die erweiterte Kapazität (plus 12,9 Prozent in angebotenen Sitzkilometern) am Markt abgesetzt und darüber hinaus der durchschnittliche Sitzladefaktor der Flüge im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr 1,1 Prozentpunkte auf 78,8 Prozent gesteigert werden. Auf den interkontinentalen Strecken erhöhte sich die Auslastung im ersten Halbjahr auf 83,2 Prozent (Vorjahresperiode: 82,3). Im Europageschäft stieg die Auslastung Legenden sterben nie: DHC-6 Twin Otter Viking Air ist keine Fluggesellschaft, sondern seit gut einem Jahr Inhaberin der Rechte an den derzeit nicht mehr produzierten DeHavilland of Canada Typen von DHC-2 Beaver bis zum STOL-Airliner Dash-7. Für diese Typen, welche teilweise seit 60 Jahren fliegen, stellt Viking den Support mit Originalersatzteilen sicher. Beim 19-sitzigen Kurzstart- und Lande-Flugzeug DHC-6 Twin Otter geht Viking nun einen Schritt weiter und legt, nachdem De Havilland, oder vielmehr Bombardier, die Produktion 1988 eingestellt hat, eine neue Kleinserie auf. Mit verbesserten Triebwerken, moderner Avionik und der robusten Bauart des Ur-Entwurfes will man ein nach FAR- 23 zertifiziertes Busch- und Commuterflugzeug mit Composite-Komponenten als DHC auf den Markt bringen. Preislich sollte die neue Version nicht wesentlich teurer als eine komplett wieder aufgebaute Dash werden. Auf der in englisch gehaltenen Internet-Seite kann das interessante Projekt verfolgt werden. Für Fans und Besitzer der kanadischen Propeller-Flugzeuge, ob nun mit Räder, Skis oder Schwimmern, ist die Seite ebenso einen Besuch wert, wie für ernsthafte Interessenten an der auferstehenden, kanadischen Legende. Getestet von Reto Isler auf 69,5 Prozent (Vorjahresperiode 68,1 Prozent). Swiss beförderte im ersten Halbjahr im Linienverkehr rund 5,7 Millionen Passagiere, das sind 13,4 Prozent mehr als im ersten Semester Von April bis Juni hat Swiss monatlich rund 50 neue Stellen geschaffen. Per 30. Juni lag die Zahl der Vollzeitstellen bei Diese verteilten sich auf weltweit 6691 Mitarbeitende. Die Anzahl Vollzeitstellen erhöhte sich im Vergleich zu Ende 2006 auf über 300 Stellen. Dank der Flottenexpansion schafft Swiss bis Ende Jahr netto rund 600 neue Arbeitsplätze, fast ausschliesslich beim fliegenden Personal, hauptsächlich in der Kabine. Ab März 2008 fliegt Swiss täglich nach Shanghai. Bereits im November wird die indische Hauptstadt Delhi bedient. Damit wird Swiss erstmals seit ihrem Bestehen neue Interkontinentalverbindungen in den Flugplan aufnehmen. Die Erweiterung der Flotte erlaubt es auch, bereits bestehende Verbindungen auszubauen: So werden beispielsweise die Frequenzen nach Los Angeles, Sao Paulo und Santiago de Chile (via Sao Paulo) erhöht und auf diesen Strecken neu tägliche Direktflüge angeboten. Am 1. Juli 2007 hat Lufthansa die Transaktion zur Integration von Swiss abgeschlossen. Lufthansa hält seit diesem Zeitpunkt über die Schweizer Gesellschaft AirTrust AG 100 Prozent des Airline-Konzerns. Es konnten alle wesentlichen Verkehrsrechte gesichert werden. Swiss International Air Lines bleibt als Aktiengesellschaft nach Schweizer Recht mit Geschäftsleitung und Sitz in der Schweiz verantwortlich für Ergebnis und Qualität. hjb 16 September 2007

16 SkyNews Foto Peter Schmid Foto Jiri Benesch Dübendorf: Gedenk-Rundflüge mit Zeppelin NT Der Zeppelin NT aus Friedrichshafen führte am 18. August ab dem Flugplatz Dübendorf Rundflüge durch. Anlass war der 75. Jahrestag des Stratosphären-Starts von Professor Auguste Piccard, der am 18. August 1932 mit seinem Ballon von Dübendorf aus auf Meter stieg. Deshalb holte der Verein der Freunde der Luftwaffe den Zeppelin NT in die Schweiz. Ex-Gandalf-Dornier wird in Bern überholt Die italienische Gandalf Airlines mit Sitz in Bergamo, musste ihren Betrieb am 19. Februar 2004 wegen der schlechten finanziellen Lage einstellen. Am 21. Juni 2007 wurde eine von sieben ex- Gandalf-Dornier 328 Jet nach Bern-Belp überflogen. In der RUAG-Werft wird die Maschine für Cirrus Airlines aus Saarbrücken gründlich überholt und für den Betrieb vorbereitet ab Bern-Belp direkt nach Griechenland Aaretal Reisen, der Münsinger Reiseveranstalter, geht 2008 eine Zusammenarbeit mit Kuoni Reisen ein. Ein wichtiger Grund für diesen Schritt ist die erweiterte Kapazität durch das neue Flugzeug, eine 72-plätzige Dash 8-Q400, welche ab nächsten Frühling eingesetzt wird. Kuoni Reisen sowie die Tochtergesellschaft Railtour werden im nächsten Jahr auf den meisten Flügen Garantieplätze übernehmen. Dank der grösseren Reichweite der Dash-8-Q400, wird Aaretal Reisen in der Saison 2008 eine neue Marktnische anbieten: Geplant sind zweimal wöchentlich Flüge nach Preveza in Griechenland (Parga und Lefkada) ab Bern-Belp. Durch die Zusammenarbeit können nach weiteren Angaben von Aaretal Reisen die Risiken minimiert werden. Für den Standort Bern bedeutet dies einen markanten Meilenstein. «Dank dieser Zusammenarbeit und den damit verbundenen Synergien wird die Flugauslastung markant gesteigert», ist Beat Iseli, Inhaber Aaretal Reisen überzeugt. pd PEOPLE Geschäftsführer René Schmid hat die Airport Altenrhein AG per 31. Juli verlassen. Er leitete seit März 2002 den St. Galler Airport und beabsichtigt, sich beruflich neu zu orientieren. Edwin Naef wirkt ab 1. August als Geschäftsführer ad interim, bis ein Nachfolger gefunden ist. Er war von 1995 bis 2003 Verwaltungsrat der Airport Altenrhein AG. Robin van Poelje bleibt VR-Präsident und Delegierter des Verwaltungsrates. Der Swiss-Verwaltungsrat hat Peter Wojahn (49) zum neuen Chief Technical Officer ernannt. Der Luftfahrtingenieur wird die Stelle am 1. September 2007 antreten und Mitglied der erweiterten Geschäftsleitung. Der deutsche Ingenieur mit MBA verfügt über Airline-Erfahrung, die er sich bei Interflug und DBA aneignete. Swiss WorldCargo, die Luftfrachtdivision von Swiss International Air Lines, hat per 1. August Adolfo Liguori zum neuen Director Cargo Schweiz ernannt. Er folgt damit in dieser Position Urs Stulz, der kürzlich zum Managing Director Cargo Europe aufgestiegen ist. Zudem hat Swiss WorldCargo Eric Schmid (50) zum Regional Manager Frankreich ernannt. Anfang Juli hat er in dieser Position Alain Guerin abgelöst. swissworldcargo.com SR Technics hat per 20. August Marco Imboden (36) zum Vice President Marketing ernannt. Er wird Nachfolger von Mary Mannion, die das Unternehmen verlässt. Er war zuvor stellvertretender Leiter Corporate Communications und Leiter Kommunikation Schweiz. Hello und Edelweiss fliegen für Bangkok Air Die derzeit für Iceland Express fliegende MD-90 HB-JIE von Hello wird Ende September in die Schweiz zurückkehren und während den Herbstferien für Charterflüge eingesetzt. Ab dem 1. November wird die HB-JIE voraussichtlich bis Ende März 2008 im Rahmen eines ACMI (Aircraft Crew, Maintenance und Insurance) -Leases an Bangkok Air vermietet. Sie wird auch Bangkok-Air-Titel tragen. Auch Edelweiss Air wird während desselben Zeitraums einen ihrer drei Airbus A320 an Bangkok Air verleasen. hjb 17

17 Foto Hansjörg Bürgi Erfolgreiche Airshow Olten: über Besucher Aviatik in allen Facetten Der Rolladen-Schneider LS8-A HB-3170 der Segelfluggruppe Olten setzte nach einer erfolgreichen Demonstration zur Landung auf der Piste 23 im Oltner Gheid an. Ausgezeichnetes Wetter, ein vielfältiges Flugprogramm und eine Top-Organisation haben die Airshow Olten vom 18./19. August geprägt. Die Segelfluggruppe Olten hat ihr 75. Jubiläum würdig gefeiert und rund Besucher begeistert. Foto Eugen Bürgler Report von Hansjörg Bürgi Für die Airshow war die 900 Meter lange Graspiste im Oltner Gheid ausnahmsweise für Motorflugzeuge geöffnet. Dies erlaubte diversen Oldtimern, Kunstflugzeugen und Helikoptern den attraktiven Flugplatz in Juranähe zu besuchen. Als eine der grössten Attraktionen hat sich die Junkers Ju-52 erwiesen, alle 16 Rundflüge waren bereits bei Airshow-Beginn ausverkauft. Organisatoren zufrieden Als OK-Präsident wirkte Oliver Bachmann, aktiver Segel- und Motorflugpilot sowie Absolvent der französischen Testpilotenschule. Hauptberuflich arbeitet er bei Armasuisse im Bereich Flugversuche. Den Fliegervirus hat er geerbt: Sein Vater Charly Bachmann steuert Segel-, Heli- und Flächenflugzeuge. Am Airshow-Sonntag flog Charly Bachmann die Ju-52 auf sieben Rundflügen ab Olten. Foto Hansjörg Bürgi Nicht weniger als 16 Rundflüge führte die Ju- 52 ab Olten aus. Die Patrouille Suisse war mit ihrem Turbo-Porter am Samstag vertreten. Er hob mit Wettbewerbsgewinnern ab. 18 September 2007

18 SkyShow Oliver Bachmann zieht sehr positive Bilanz der Airshow: Wir wollten die Aviatik im Gesamten zeigen, das ist uns gelungen. Auf das vielfältige Programm haben wir viel positives Echo erhalten. Dass die Oltner gerne fliegen, hat nicht nur die ausgebuchte Ju-52 bewiesen, sondern auch der grosse Andrang auf die Rundflüge von Heli Gotthard. Ein EC120 Colibri und ein B3-Ecureuil rotierten nahezu nonstop an beiden Tagen. Foto Hansjörg Bürgi Von Ecolights bis Breitling Jets Die Schweizer Luftwaffe begeisterte am Samstag mit dem Super Puma, der eine Feuerlöschdemo und seine absolut perfekte Show zeigte, sowie mit dem PC-7-Team. Zwei Teammitglieder waren erkrankt, als Ersatz sprang Reto Amstutz ein, so dass acht der neun PC-7 fliegen konnten. Auch mit acht Flugzeugen ist die Präsentation äusserst attraktiv. Der Ecolight Ikarus C42 HB-WAH der Segelfluggruppe Solothurn überzeugte als Segelschleppflugzeug. Dass die Mitglieder der Segelfluggruppe Olten immer wieder Podestplätze belegen, zeigten sie auch mit ihrer perfekten Vorführung. An vergangene Zeiten erinnerten die von Daniel Koblet präsentierte Morane D-3801, Stefan Ulrich mit seinem Pilatus P-2 HB-RAZ und die Stearman von Ruppert Baumberger. Die Bücker-Formation aus Grenchen am Samstag verstärkt durch die Beech 18 begeisterte durch ihre Präzision. Im schönsten Abendlicht am Samstag und am Sonntag nachmittag grüsste die Breitling Super Constellation mit Vorbeiflügen die Airshow Olten. Breitling entsandte am Samstag zudem ihr Jet Team mit sechs Albatros. Das PC-7-Team begeisterte wegen erkrankten Piloten auch mit acht Turbo-Trainern. Die Citation Bravo von Jet Aviation wurde von Hans Jörg Herzog präsentiert. Foto Hansjörg Bürgi Foto Hansjörg Bürgi Wieder eine Airshow in fünf Jahren? Ein seltenes Highlight bot Jet Aviation, die ihre Cessna Citation 550 Bravo HB-VNZ an beiden Tagen vorflog. Im Cockpit sassen Maja Vogelsang und Hans Jörg Herzog, seines Zeichens Mitglied der Motorfluggruppe Olten. Die Motorfluggruppe musste 1978 nach Grenchen umziehen (siehe auch SkyNews.ch 08/07), da der Oltner Flugplatz seither für Motorflugzeuge gesperrt ist. 65 Aktivmitglieder vereint die Segelfluggruppe Olten, sie und rund 300 Helfer waren an der Airshow im Einsatz. OK-Präsident Oliver Bachmann lobte auch das gute Einvernehmen mit den Behörden und Landbesitzern, ohne dies die Airshow nicht möglich gewesen wäre. Der erfolgreiche Anlass ermutigt die Oltner hoffentlich, nicht wieder 35 Jahre (die letzte Oltner Airshow fand 1972 statt) mit einer Neuauflage zu warten. Es könnte bereits in fünf Jahren soweit sein, wurde gemunkelt. Sehr gefragt waren Heli Gotthards Rundflüge mit Colibri und Ecureuil (vorne). Am Samstag sorgten Heissluftballone für einen stimmungsvollen Programmschluss. Foto Eugen Bürgler 19

19 Japan Airlines mit Charterflügen und Boeing 747 und 777 zurück in Zürich JAL Mit einer maximalen Reichweite von rund Kilometern sind Nonstop-Flüge zwischen Japan und der Schweiz für die Boeing (ER) kein Problem. Die JAL-Triple Seven der Serie -200, wie hier die JA709J, bieten in einer Zweiklassenbestuhlung 268 Passagierplätze. Seit dem 30. September 2006 landen keine JAL-Verkehrsflugzeuge mehr im Linienverkehr in Zürich. Das Joint-Charter-Programm ist die neueste Entwicklung zwischen Japan Airlines und dem japanischen Travel Bureau (JTB), welches diesen Sommer 21 Flüge nach Zürich bringt. Die Charterflüge operieren zwischen Juni und September jeweils am Montag und Mittwoch. Sie verbinden die Grossstädte Sapporo, Sendai, Hiroschima und Fukuoka direkt mit der Limmatstadt. Nebst Zürich werden auch Zagreb, Budapest und Prag mittels Charterverbindungen bedient. Zum Einsatz kommen die Flugzeugtypen Boeing und Boeing mit Business- und Economy-Bestuhlung. Trotz dem Beitritt zur OneWorld Allianz wünscht sich der JAL-Manager Gen Aoto für die Zukunft wieder direkte Linienflüge zwischen Japan und der Schweiz. Fotoreport Jiri Benesch Foto Manfred Mühlhaupt Foto Peter Schmid Neue Farben für einen alten Bekannten: Attraktiv präsentiert sich die Gulfstream G200 (IAI-1126 Galaxy) HB-IUT der TAG Aviation nach ihrem Besuch im Paint-Shop. Im Auftrag von Macedonian Airlines stand am 5. August die Boeing OM-ASA der Air Slovakia im Einsatz. Der elegante Zweistrahler flog vorher bei Cebu Pacific auf den Philippinen. ZRH Das erste halbe Jahr 2007 war geprägt von häufigen Westwind-Wetterlagen. Dies führte vermehrt zu Landungen auf der Piste 28. Bei starkem Westwind muss am Flughafen Zürich seit Jahren von Osten her auf der Piste 28 gelandet werden, und zwar unabhängig von der Tageszeit. Von Januar bis Juni 2006 kam gemäss Angaben des Flughafens das Westwindkonzept an 21 Tagen zum Einsatz. Im gleichen Zeitraum dieses Jahres waren es 35 Tage, also gegen 70 Prozent mehr. Die wetterbedingten häufigeren Landungen auf der Piste 28 führten in den vergangenen Monaten zu zahlreichen Verspätungen, welche sich meist bis in die Abend- und Nachtstunden ausdehnten. Beim Ostanflugkonzept bewegen sich die An- und Abflüge zum Teil im gleichen Luftraum. Damit das System sicher betrieben werden könne, separiere die Flugsicherung die Flugzeuge mit grösseren Abständen, was zu einer tieferen Kapazität und Foto André Aebi Air Canadas Vorgängergesellschaft, die Trans-Canada Airlines, absolvierte ihren ersten Flug am 1. September An dieses Jubiläum erinnert die Spezialbemalung auf der Boeing (ER) C-FCAE der Air Canada, welche Zürich am 30. Juli besuchte. 20 September 2007

20 SkyPort Foto André Aebi Touch-down der Boeing 747-2F6B(SCD) am 28. Juli auf der Piste 28 in Zürich. Die als N535FC registrierte Frachtmaschine gehört der amerikanischen Gesellschaft Focus Air Cargo, welche ab ihrer Homebase Fort Lauderdale in Florida vier Jumbo Jets betreibt. damit zu Verspätungen führe, teilte der Flughafen weiter mit. Um die Verspätungen zu reduzieren, soll die Kreuzung der Verkehrsströme östlich von Winterthur entflochten werden. Wie schon vor Inbetriebnahme des ILS 28 werden die Abflüge deshalb seit dem 2. August nach dem Start Richtung Norden wieder vermehrt mit einer Linkskurve nach Westen geführt. So können die kreuzenden An- und Abflugwege östlich des Flughafens besser vertikal separiert werden. pd Neu zur Flotte der Jet Aviation Business Jets AG gestossen ist die Embraer Legacy HB-JEO. In neuen Flyair-Farben flog der Airbus A300B4-2C TC-FLL am 12. August für Macedonian Airlines nach Zürich. Foto Roland Nussbaumer Foto Peter Schmid Foto André Aebi Mitte Juli zeigte sich einmal mehr ein aussergewöhnlicher Gast bei SR Technics: Der Airbus A SE-RBG wurde von der schwedischen Novair an Kuwait Airways vermietet. 21

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