Business Continuity Management (BCM) Eine Uebersicht und Lösungsansätze

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1 Business Continuity Management (BCM) Eine Uebersicht und Lösungsansätze Ronny Jorysch Senior Consultant BCM (Business Continuity Management) IBM Schweiz Vulkanstrasse 106 Postfach CH-8010 Zürich IBM Corporation 1 Business Continuity Management November 2006 Ronny Jorysch 2006 IBM Corporation

2 Wie oft kommen Katastrophenfälle eigentlich vor? Erhebungen aus dem Versicherungsbereich Erfahrungen IBM Beispiele der Münchner Rück (weltweit) Im Jahre 2000 über 800 Katastrophenfälle Das waren 100 Katastrophenfälle mehr als 1999 Das waren 200 Katastrophenfälle mehr als im Durchschnitt über die 90 er Jahre IBM betreute seit 1968 über BCRS Kunden nach einem Katastrophenfall (weltweit) Weltweit hat IBM bis 2004 über 500 IT Katatstrophenfälle erfolgreich gemanaged Unvorbereitete IT-Installationen benötigen im Durchschnitt eine Wiederanlaufzeit von ca Wochen 2 Business Continuity Management November 2006 Ronny Jorysch 2006 IBM Corporation

3 Notfälle haben nicht nur unmittelbare finanzielle Schäden zur Folge, sondern beeinflussen Unternehmen nachhaltig 30% Gesichtspunkte Folgen eines Katastrophenfalls 30% der Unternehmen öffnen nach einem Katastrophenfall nie wieder ihre Tore Finanzielle Folgen 29% der Unternehmen müssen innerhalb von 2 Jahren nach einem Katastrophenfall ihre Geschäftstätigkeit einstellen Langzeitfolgen $ Katastrophe Firma 1 Firma 2 Firma Ein 10-tägiger Ausfall der vitalen IT Systeme schädigt ein Unternehmen so nachhaltig, dass es mit 50% Wahrscheinlichkeit innerhalb der nächsten fünf Jahren nicht mehr am Markt ist Quelle: META Group 3 Business Continuity Management November 2006 Ronny Jorysch 2006 IBM Corporation

4 Agenda 1. Die ideale IT-Infrastruktur 2. Die IBM Business Continuity Benchmark Studie 3. Risiko und Risikobewertung im Wandel der Zeit 4. Die IBM Business Continuity Methodik 4 Business Continuity Management November 2006 Ronny Jorysch 2006 IBM Corporation

5 Uebertragen Sie das Schilfrohr Prinzip der Natur auf ihr Unternehmen und ihre IT-Infrastruktur Die Idealvorstellung an eine sichere IT Infrastruktur und verfügbare Geschäftsprozesse Eine flexible, anpassungsfähige, ausfallsichere und robuste Businessund IT-Infrastruktur, die eine hohe Verfügbarkeit der IT und Geschäftsprozesse gewährleistet, wird in einer vernünftigen Aufwand- Nutzen-Relation sichergestellt RESILIENCE 5 Business Continuity Management November 2006 Ronny Jorysch 2006 IBM Corporation

6 Die IBM Business Continuity Benchmark Studie (Ende 2004) Durchführungsort Schweiz Zielsetzung Aussagekräftige Uebersicht der Business Continuity Situation bei Schweizer Unternehmen Branchenübergreifender Benchmark mit Unternehmen verschiedener Grösse aus allen Wirtschaftbereichen Aktiver Beitrag zur Bewusstseinsförderung im Bereich Business Continuity Antwort auf die Frage: Wo steht mein Unternehmen im Vergleich mit anderen Unternehmen? Questionnaire mit 32 Fragen aus den ITIL Bereichen Risikomanagement Wiederherstellungs-Strategie Wiederherstellungs-Fähigkeit Operatives Management Beteiligung 94 Unternehmen 6 Business Continuity Management November 2006 Ronny Jorysch 2006 IBM Corporation

7 Die IBM Business Continuity Benchmark Studie Verteilung der 94 Unternehmen nach Branche Verteilung nach Anzahl Mitarbeiter im Unternehmen 7 Business Continuity Management November 2006 Ronny Jorysch 2006 IBM Corporation 7

8 Die IBM Business Continuity Benchmark Studie Stand der BCM Implemetierung in der Schweiz per Ende Business Continuity Management November 2006 Ronny Jorysch 2006 IBM Corporation 8

9 Einige Fragen zu den folgenden BCM Themen 1. Unternehmensrisiken 2. Schadensszenarien und Schadenspotential 3. Kritische Geschäftsprozesse und IT Service-Levels 4. Anforderungen an den Notbetrieb 5. Krisenstab 6. Wiederanlaufzeit (Recovery Time Objective = RTO) 7. Datenverlust (Recovery Point Objective = RPO) 8. Abhängigkeiten 9. Testfähigkeit?...?...?...?..?...?... 9 Business Continuity Management November 2006 Ronny Jorysch 2006 IBM Corporation

10 Definitionen von Wiederanlaufzeit (RTO) und Datenverlust (RPO) Wiederanlaufzeit = Recovery Time Objective (RTO) RTO is the length of time it takes for a company to resume business operations following an outage. Datenverlust = Recovery Point Objective (RPO) RPO measures the point in time at which an organization needs to restore information - or, simply, how much data it can afford to lose. 10 Business Continuity Management November 2006 Ronny Jorysch 2006 IBM Corporation

11 Die Erfahrungen der letzten Jahre haben zu einem Wandel der Risikobewertung geführt. Erhöhtes Risiko Gesellschaftliche Veränderungen Terrorismus Klimaveränderungen Verlangte erweiterte Schutzmaßnahmen Gesetzgeber Regulatorien Geschäftspartnern Öffentlichkeit Vorgaben der Unternehmensstrategie geprägt durch Gesetze und Regulatorien IT Produktion IT Backup Business Continuity Management Reaktionen der Unternehmen Erhöhte Absicherung Schnellerer Wiederanlauf (Recovery Time Objective = RTO) Geringerer Datenverlust (Recovery Point Objective = RPO) Optimierung der Notfall- Lösungen Erweiterte IT-Ressourcen Abdeckung Erhöhtes IT-Budget 11 Business Continuity Management November 2006 Ronny Jorysch 2006 IBM Corporation

12 Die Zusammensetzung der Kosten bei einem Ausfall sind vielfältig Gesichtspunkte Imageverlust bei Kunden und Geschäftspartnern Produktivitätseinbussen Umsatzverluste Börse / Kurseinbruch Personal & sonstige Kosten 12 Business Continuity Management November 2006 Ronny Jorysch 2006 IBM Corporation

13 Welche Faktoren fliessen in die Überlegungen einer idealen Business Continuity Lösung ein? Gesichtspunkte Mögliche Konsequenz Vollständiger Wiederanlauf Tragbares Restrisiko Vertretbare Kosten Schneller Wiederanlauf Schritte zur optimalen Vorsorgelösung Durchführen einer Business Impact Analyse Ausarbeiten von Lösungsvarianten Prüfen der Abhängigkeiten zu: > Geschäftsanforderungen > Technischen Möglichkeiten > Kosten Evaluieren eines optimalen Kompromisses Implementieren einer gestaffelten und priorisierten Vorsorgelösung 13 Business Continuity Management November 2006 Ronny Jorysch 2006 IBM Corporation

14 Die IBM Business Continuity Management Methodik Identify Risks Identify Business Impact Summarize Gaps Define Recovery Strategy Design Solution Regularly Test & Adapt Implement Solution Setup Business Continuity Plan 14 Business Continuity Management November 2006 Ronny Jorysch 2006 IBM Corporation

15 Die 6 Diszipline vom Disaster Recovery Konzept zum Disaster Recovery Plan Disaster Organisation / Krisenstab Disaster Recovery Konzept Datensicherstellungskonzept (ILM Backup und Archiv) HW, Netzwerke & Kommunikation Infrastruktur und Logistik ITIL Prozesse, Notfalldoku. & B-SLA Disaster Recovery Plan Jährliche Test & Change Mgmt. 15 Business Continuity Management November 2006 Ronny Jorysch 2006 IBM Corporation

16 Kosten versus Wiederanlaufzeit (RTO) und Datenverlust (RPO) für disastertolerante IT-Umgebungen (exemplarisch) RZ 1 RZ 2 $ Sec - h Datenverlust (RPO) wenige Stunden bis 1 Tag (24h) Hochverfügbare IT Umgebung 99,999% (z/os Parallel Sysplex oder GDPS Verbund) Dediziert Shared Server Storage Tape Kosten $-$$$ Hochverfügbare IT Umgebung (Synchrone Datenspiegelung, dedizierte Systeme) Hochverfügbare IT Umgebung (Asynchrone Datenspiegelung, dedizierte Systeme) Sec 2h 12h 24h 48h VRZ (Asynchrone Datenspiegelung, shared Systeme) VRZ (Shared im Vorsorge-RZ) MVRZ (Shared Wiederanlaufzeit (RTO) mobile) 72h Wochen t 16 Business Continuity Management November 2006 Ronny Jorysch 2006 IBM Corporation

17 Fazit Risiko und Risikobewertung sind im Wandel Die Katastrophenfälle häufen sich und die Kosten nach einem Katastrophenfall sind meistens hoch und vielfältig. Vorbeugen ist besser als heilen Der Gesetzgeber, die Regulatorien, die Geschäftspartner und Kunden geben einen immer engeren Handlungsrahmen für ihr Unternehmen vor Um den Anforderungen gerecht zu werden, ist Business Continuity heute ein muss für jedes Unternehmen Unternehmen, die auf Katastrophenfälle nicht genügend vorbereitet sind, bekunden nach einer Katastrophe grosse Mühe und sind innert kurzer Zeit nicht mehr am Markt Ein Unternehmen wird durch implementierte Business Continuity Prozesse auch nach einem Notfall bestehen bleiben 17 Business Continuity Management November 2006 Ronny Jorysch 2006 IBM Corporation 17

18 Uebertragen sie das Schilfrohrprinzip der Natur auf ihre IT-Infrastruktur Ihre IT-Infrastruktur ist flexibel, robust und ausfallsicher, getragen durch ein optimal implementiertes Business Continuity Management und BCM-Prozesse in ihrem Unternehmen 18 Business Continuity Management November 2006 Ronny Jorysch 2006 IBM Corporation 18

19 Interessante und informative Links zu BCM-Websites BCMnet.CH: The Business Continuity Institute: InfoSurance: 19 Business Continuity Management November 2006 Ronny Jorysch 2006 IBM Corporation

20 Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit Q & A 20 Business Continuity Management November 2006 Ronny Jorysch 2006 IBM Corporation

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