Herzlich Willkommen. Schlussdiskussion und Résumé Wir freuen uns, wenn Sie noch zum Apéro bleiben. ABB CH Slide 1

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1 Herzlich Willkommen Agenda 17h45-18h00 18h00-18h05 18h05-19h00 19h00-19h50 19h50-20h00 20h00-20h30 Eintreffen der Gäste im PowerTower Auditorium Begrüssung durch Bruno Brühwiler, Präsident Netzwerk Risikomanagement Reaktion von ABB Schweiz auf Ereignisse mit Vorsorge, Response und Recovery Workshop in Gruppen Schlussdiskussion und Résumé Wir freuen uns, wenn Sie noch zum Apéro bleiben Slide 1

2 Referent Remo Küry, 1957 Dipl. El. Ing. FH, Betriebs- & Wirtschafts-Ing. STV Verheiratet und wohnhaft in Gipf-Oberfrick AG 2 erwachsene Söhne Seit über 30 Jahren bei ABB in verschiedenen Funktionen als Entwickler, Projektleiter, Qualitätsmanager und Controller tätig, seit 10 Jahren ABB Schweiz Sustainability & Security beinhaltet Arbeitssicherheit & Gesundheitsschutz, Umwelt und Soziales sowie Sicherheit und Krisenmanagement Slide 2

3 Remo Küry (Sustainability & Security), Reaktion auf Ereignisse mit Vorsorge, Response und Recovery Notfallvorsorge Ereignis Ereignisstab - BCM Slide 3

4 Gefährdungen mit Katastrophenpotenzial? Schwerer Arbeitsunfall mit grossem Personenschaden Erkrankungen epidemisch / pandemisch (Vogelgrippe, SARS, Lebensmittelvergiftung etc.) Umwelt-Havarie (Ölunfall etc.) Feuer-, Wasser-, Chemie-, Elementarschaden Naturereignis (Unwetter, Hochwasser, Erdbeben, Erdrutsche, Lawinen etc.) Gewaltverbrechen gegen Personen (Gewalt, Amok, Entführung, Geiselnahme, Anthrax etc.) Gewaltverbrechen gegen Sachwerte (Sabotage, Spionage etc.) Öffentliche Infragestellung unserer Werte (schlechte Presse, Reputationsverlust etc.) Ausseneinflüsse (Streik, geschlossene Verkehrswege, Konfliktzonen etc.) Slide 4

5 Notfallvorsorge Verhalten im Notfall Alarmierung Fw-Einsatzplan ADZ Wer DAKS Was Wo Wann Welche Hilfe SAP Erste Hilfe Slide 5 Zweite Hilfe - Care Team - Sozialberatung - Branderstbekämpfung Rekognoszierung Kommunikation nach Aussen Checkliste Verständigung der Angehörigen Evakuierung

6 Welche Vorsorge ist bei welchem Ereignis absehbar? Vorsorge Ereignisse Schwerer Arbeitsunfall Erkrankungen epidemisch / pandemisch Umwelt-Havarie Feuer, Wasser, Chemie, Elementar Naturereignis Gewaltverbrechen gegen Personen Gewaltverbrechen gegen Sachwerte Öffentliche Infragestellung unserer Werte Ausseneinflüsse Alarmierung X X X X X X Erste Hilfe X X X X X Branderstbekämpfung X X Rekognoszierung X Evakuierung X X X X X International SOS X X X X X X X X Kommunikation X X X X X Zweite Hilfe X X X X X X X Ereignisstab X X X X X X X X X BCM X X X X X X X X X Slide 6

7 Prioritäten der Ereignisbewältigung 1. Mensch Schutz von Leben und Gesundheit 2. Umwelt Kontamination während des Brandes und bei der Sanierung verhindern 3. Investitionsgüter Reduzierung des Sachschadens und möglichst schnelle Lieferbereitschaft 4. Waren Reduzierung des Sachschadens und direkte Verfügbarkeiten von Halb- & Fertigfabrikaten Slide 7

8 Ereignisstab: 3 Bedrohungsstufen Wesentliche Beeinträchtigung oder Stillstand des Tagesgeschäfts, die Fachorgane und Interventionskräfte können das Ereignis nicht ohne Unterstützung des Ereignisstabes bewältigen Schwerer Personenschaden Hospitalisierung >24h, bleibende Schädigung oder Todesfolge Grosser Betriebsunterbruch > Mitarbeitendenstunden Grosser Reputationsschaden öffentliche Infragestellung unserer Ethik oder Werte Kritische allg. Bedrohung Bedrohung von Leib & Leben oder >10'000 Mitarbeiterstunden Keine wesentliche Beeinträchtigung des Tagesgeschäfts, die Fachorgane bewältigen das Ereignis unter Einbezug der Führung (Informationspflicht) mit oder ohne Interventionskräfte Schwerer Personenschaden Hospitalisierung >24h, bleibende Schädigung oder Todesfolge Grosser Betriebsunterbruch > Mitarbeitendenstunden Grosser Reputationsschaden öffentliche Infragestellung unserer Ethik oder Werte Kritische allg. Bedrohung Bedrohung von Leib & Leben oder >10'000 Mitarbeiterstunden Keine wesentliche Beeinträchtigung des Tagesgeschäfts, die Fachorgane bewältigen Ereignis mit oder ohne Interventionskräfte Personenschaden Hospitalisierung <24h, ohne bleibende Schädigung Betriebsunterbruch < Mitarbeitendenstunden Reputationsschaden keine öffentliche Infragestellung unserer Ethik oder Werte Allg. Bedrohung keine unmittelbare Bedrohung von Leib & Leben Slide 8

9 Ereignisstab: Funktionen Ereignis Matrix Travel Manager Slide 9 Personenschaden Ereignisse Unfall Krankheit Sachschaden Bedrohung Reputationsschaden Umwelt Feuer, Informatik Diebstahl, Drohung Allg. Wasser, Syteme Einbruch Erpressung Chemie, Entführung Funktionen / Rollen Elementar Raub Country Manager x x x x x x x x Krisenmanager x x x x x Leiter Rechtsabteilung x x x x x x x x Kommunikationschef x Unternehmenssprecher x x x x x x Personalchef x Finanzchef x Informatik Systeme IS-Katastrophenablauf x Liegenschaftseigner x x x Leiter der betr. lokalen Division Leiter der betr. Geschäftseinheit x x x x x x x x Security Fachstelle vor Ort x x x Safety Fachstelle vor Ort x Umwelt Fachstelle vor Ort x x Betriebsarzt x Arbeitssicherheit Spezialist x Umweltschutz Spezialist x ADZ x x x x x Versicherungsexperte x x x x Dawn Raids

10 Aufgaben des Krisenmanagers vor dem Ereignis Notfallvorsorge funktioniert Ereignisstab formieren Bedrohungsstufen grün-gelb-rot und Merkmale definieren Mobilisierung Ereignisstab abhängig von Ereignis und Bedrohung, bei Bedarf zusätzliche Kräfte beiziehen Keine vorgefassten Eventualentscheide (es kommt sowieso immer anders als man denkt); es ist wertvoller, den Ereignisstab zu beüben Business Continuity Plan (BCP) pro Geschäftseinheit Treibe Vorsorge, damit das Schlimmste die Organisation überleben lässt Slide 10

11 Aufgaben des Krisenmanagers während dem Ereignis Krisenmanager ABB Schweiz wird informiert durch Fachstellen vor Ort, LBU Manager, Fw Kdt, ADZ etc. erster Überblick Potentielle Gefahr: Gebäude-Evakuierung anordnen Mediensprecher informieren (Medienanfragen, Mitarbeitenden-Information) bei Grossereignissen Voic -Text aufschalten und ComCenter informieren Personenschaden: Notfalladressen beschaffen und CareTeam mobilisieren Country Manager informieren und Kommunikationszyklus festlegen, bei Bedarf Konzernzentrale informieren Personalchef briefen für das Verständigen der Angehörigen Brand- oder Wasserschaden: BELFOR mobilisieren und ZURICH informieren Beistand beiziehen Untersuchungsrichter, Spezialeinheiten der Polizei (Diebstahl, Gewalt, Chemie/Bio, Sprengstoffe, Drogen, Staatsschutz), Starkstrominspektor, SUVA, Betriebsarzt, OHS- oder Umwelt-Experten etc. Slide 11

12 Ereignis! Slide 12

13 Verhalten des Krisenmanagers während dem Ereignis vor Ort Ruhig bleiben und entschlossen und eindeutig reagieren! (Selbstkontrolle, ruhig und deutlich sprechen) Beobachten und Übersicht gewinnen und bewahren Führungsstärke und Vertrauen demonstrieren! Keine Schuldzuweisungen! Vorausblicken, mögliche Perspektiven aufzeigen und rechtzeitig Entscheidungen herbeiführen Koordinieren und delegieren (möglichst nichts selber tun) Support geben oder beschaffen Ressourcenallokation, Fokus auf das Wesentliche, beim Ersten Mal richtig! Kommunizieren, kommunizieren, kommunizieren und nur die Wahrheit Menschen und Bedürfnisse managen und Gefühl / Mitgefühl zeigen Vergessen Sie nicht Ihren Sinn für Humor! Slide 13

14 Aufgaben des Krisenmanagers nach dem Ereignis Übergabe der Situation an LBU-Verantwortlichen / BC-Organisation (ordentliches Ausklinken des Krisenmanagements) Bei Bedarf Sozialberatung beiziehen Debriefing aller bei der Ereignisbewältigung Beteiligten in angepasster Weise, insbesondere Fachkräfte vor Ort, direkt beteiligte Vorgesetzte, betroffene Mitarbeitende und Care Giver Obligatorisches Debriefing des Krisenmanagers beim Betriebsarzt, Personalchef oder Country Manager, Einbezug des Ehepartners als Ressource und Bewältigungskontrolle Aufbereitung des Ereignisablaufes und Reporting Lesson Learned: Was war gut und was nicht, welche Fehler wurden gemacht und wie können diese vermieden werden Kommunikation an die Beteiligten und Unbeteiligten, die aber bei einem ähnlichen Ereignis zu Beteiligten werden können Slide 14

15 Ereignisstab Business Continuity Management Tätigkeit mit + Auswirkung Rückführung in den Normalzustand Akzeptanzgrenze für Betriebsstörungen Tätigkeit mit - Auswirkung Ereignisstab BCM Eskalation des unerwünschten Ereignisses Slide 15

16 Nutzen Business Continuity Management Slide 16

17 Business Continuity Management Slide 17

18 Kritische Hauptprozessschritte ermitteln Produkte mit Erfolgsanteil [%] auflisten Hauptprozessschritte aufführen Korrelation der Hauptprozessschritte zu den wichtigsten Produkten erstellen Hauptprozess -schritte Produkt 5 Produkte sortiert nach Erfolgsanteil Produkt 9 Produkt 2 Produkt 4 Produkt 7 HPS A 1 HPS B ABC-Analyse Kummulierte Kennzahlen nach Hauptprozessschritt Nr. HPS C 1 1 HPS D HPS E ABC-Analyse: Kennzahl generieren, normieren, korrelierend auftragen und die kritischen Hauptprozessschritte auswählen 100% 90% 80% 70% 60% 50% 40% 30% 20% 10% % Slide 18

19 Kritische Materialien ermitteln Hauptmaterial mit Anzahl der Lieferanten Korrelation der kritischen Hauptprozessschritte zu den wichtigsten Hauptmaterialien erstellen Hauptmaterial Kriterien single 2nd multi Kritische Hauptprozessschritte HPS F HPS A HPS G HPS C HPS D M M M M M ABC-Analyse: Kennzahl generieren, normieren, korrelierend auftragen und die kritischen Hauptmaterialien auswählen 100% 90% 80% 70% M16 M11 M27 M17 M19 ABC-Analyse Kummulierte Kennzahlen nach Hauptmaterial Nr. M20 M12 M21 M22 M23 M24 M25 M14 M15 M3 M10 M30 M31 M32 M33 M34 M35 M36 M37 M38 M39 M40 M4 M5 M6 M7 M26 M28 60% M29 M8 M13 50% M1 40% M2 30% M9 20% Slide 19 10% 0% M18

20 Risikoprofil kritische Materialien pro Ereignis Ausfall von Zulieferungen Ausfall Lieferant(en) Auslieferungsprobleme Lager Transportprobleme Risiko Schutzziel mit Management festlegen Massnahmen Restrisiko M01 M06 M02 M05 M04 M03 Slide 20

21 Kritische Produktionsmittel ermitteln Produktionsmittel mit Anzahl Schlüsselpersonen und Standort / Gebäude Korrelation der kritischen Hauptprozessschritte zu den wichtigsten Produktionsmittel erstellen Produktionsmittel Kriterien Schlüssel- Personen Kritische Hauptprozessschritte HPS F HPS A HPS G HPS C HPS D P P P P P ABC-Analyse Kummulierte Kennzahlen nach Produktionsmittel Nr. ABC-Analyse: Kennzahl generieren, normieren, korrelierend auftragen und die kritischen Produktionsmittel auswählen 100% 90% 80% 70% 60% P10 P29 P30 P31 P32 P33 P34 P35 P36 P37 P38 P39 P40 P27 P19 P20 P12 P21 P22 P23 P24 P25 P13 P14 P15 P26 P7P28 P6 P18 P17 P5 P11 P16 P8 P4 P9 50% P1 40% P3 30% 20% P2 Slide 21 10% 0%

22 Risikoprofil kritische Produktionsmittel pro Ereignis Ausfall von Produktionsmitteln Ausfall IT-System(e), Kommunikationssysteme Tech. Störung, Explosion, Feuer, Wassereinbruch, Stromunterbruch >24h, Fehlbedienung Sabotage / mutwillige Beschädigung Ausfall von Schlüsselpersonen Verkehrsunfall, Berufsunfall BU, NBU, längere Krankheit Flugzeugabsturz Geiselnahme, Massenvergiftung durch Verpflegung P02 P01 P06 Ausfall von Produktionsstandorten (Gebäude) Ausfall der Betriebs-Infrastruktur (z.b. Heizung, Lüftung, Beleuchtung, Aufzüge, Druckluft, etc.), Kommunikationssysteme Explosion, Feuer, Überflutung, Erdbeben, Sturm, Stromunterbruch >24h, Freisetzung giftiger Substanzen Bombendrohung, Besetzung, Arbeitsunruhen / Streik P05 P03 P04 Risiko Schutzziel mit Management festlegen Massnahmen Restrisiko Slide 22

23 Kontinuierliche Verbesserung Messen Umsetzung - Massnahmen - Verantwortung - Termin - Status Ursache / Wirkung - Mögliche Massnahmen - Auswirkungen - Restrisiko - Kosten Analyse - Tiefhängende Früchte - Prioritäten - Vernetzung - Auswahl Slide 23

24 Systemunabhängige Übersicht erstellen Kritische Produktionsmittel & Materialien P05 P07 P01 : M02 M09 M08 : Menge Kosten Beschaffungszeit Lieferant Kontaktperson Tel. / Fax Slide 24

25 Business Continuity Organisation festlegen Prozess Name Abt. Tel. P Tel. G Mobile Funktion Unterschriftsberechtigt GL Verkauf Produktion Beschaffung : IT- Infrastruktur Slide 25

26 Kommunikationsplan erstellen Ohne Wissen kann niemand adäquat handeln Wissen beginnt mit kommunizierter Information Kommunikation nach den Informationsbedürfnissen der Betroffenen ausrichten! Kommunikationsplan erstellen - vor dem Ereignis - während dem Ereignis - nach dem Ereignis Wann Was Wem Bedürfnisse Termin Verantwortlich Status vor während nach Slide 26

27 30 Gruppenarbeit + 5 Präsentation (1 Thema/Gruppe) 1. Welche Argumente überzeugen die Geschäftsleitung Notfallvorsorge zu betreiben einen Krisenstab zu bilden einen BCP auszuarbeiten und à jour zu halten 2. Welche Fähigkeiten braucht ein Krisenmanager? 3. Stellen Sie die nötigen Tätigkeiten des Krisenmanagers schematisch dar (Ablauf), unterscheiden sie dabei die unterschiedlichen Arten von Krisen 4. Welcher Stakeholder hat welche Informationsbedürfnisse vor dem Ereignis während dem Ereignis nach dem Ereignis Slide 27

28 1. Gruppenarbeit + Präsentation Welche Argumente überzeugen die Geschäftsleitung Notfallvorsorge zu betreiben einen Krisenstab zu bilden einen BCP auszuarbeiten und à jour zu halten Slide 28

29 2. Gruppenarbeit + Präsentation Welche Fähigkeiten braucht ein Krisenmanager? Slide 29

30 3. Gruppenarbeit + Präsentation Stellen Sie die nötigen Tätigkeiten des Krisenmanagers schematisch dar (Ablauf), unterscheiden sie dabei die unterschiedlichen Arten von Krisen Slide 30

31 4. Gruppenarbeit + Präsentation Welcher Stakeholder hat welche Informationsbedürfnisse vor dem Ereignis während dem Ereignis nach dem Ereignis Slide 31

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