Protokolle der Zukunftskonferenz für die IT-Branche Hessens 5. Oktober 2004 Kloster Eberbach, Eltville

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1 Protokolle der Zukunftskonferenz für die IT-Branche Hessens 5. Oktober 2004 Kloster Eberbach, Eltville Dies ist eine Zusammenfassung der Protokolle, die die Teilnehmer der Open-Space-Konferenz während der Tagung verfasst haben. Alle Protokolle sind unzensiert widergegeben. Die Verantwortung für die Inhalte liegen beim jeweiligen Verfasser des Protokolls. Open Space heißt, dass die Inhalte der Workshops vorher nicht planbar sind, daher besteht auch kein Einfluss, wenn Missbrauch betrieben wird, indem Produktwerbung gemacht wird. 1

2 Inhaltsverzeichnis Vormittag V01 Seminarraum 1 - Seite 4 - Funketiketten Transponder RFID-Technologie - Rüdiger Hansen V02 Seminarraum 2 - Seite 6 - Chancen hessischer Softwareanbieter in der EU - Jochen Nehr V03 Seminarraum 3 - Seite 7 - Regionale Informationen besser finden - Peter Steffan V04 Seminarraum 4 - Seite 8 - We chance IT - Mehr Erfolg in IT-Projekten durch Integration von Change Management - Marion Michels V05 Mönchsrefektorium - Seite 10 - IT-Messen schrumpfen - Macht die erste Online IT-Messe Sinn? - Martin Schulz V06 Bibliothekssaal - Seite 11 - Netzwerk wie? - R. Munzel - hessen-it - Mangel an Synergie!? - Can Ünal Jahre Lebenserwarten WIE nutzen? oder Wie viel Angst haben wir vor der "Konkurrenz"? - Andreas Fritz V07 TV-Raum 1 - *** KEIN WORKSHOP *** V08 TV-Raum 2 - *** KEIN WORKSHOP *** V09 Bismarckzimmer - Seite 14 - Outsourcing - Offshoring - Nearshoring - Karin Marx V10 Hospitalstube - Seite 15 - Anforderungen an die Sicherheit bei IT/TK-Infrastrukturlösungen (Vorgaben/rechtl. Aspekte) - Ralf Jung V11 Besprechungsraum - Seite 16 - Wie können IT-Mittelständler mehr von öffentlichen Aufträgen partizipieren? - Andreas Barthel 2

3 Nachmittag N01 Seminarraum 1 - Seite 18 - Rekrutierung von Fachkräften und IT-Spezialisten - Peter Haslauer - Stellenvergabe Online - Sinn und Unsinn? - Andreas Krall N02 Seminarraum 2 - Seite 19 - Selbstregulierung statt Regulierung - Anreize finden setzen und finden? - Klaus Winkler N03 Seminarraum 3 - *** KEIN WORKSHOP *** N04 Seminarraum 4 - Seite Jahre Lebenserwarten WIE nutzen? oder Wie viel Angst haben wir vor der "Konkurrenz"? (FORTSETZUNG) - Andreas Fritz N05 Mönchsrefektorium - Seite 22-50% mehr Gewinn durch Einsatz von Onlinemeetings. Ist das für jeden einsetzbar? - Martin Schulz N06 Bibliothekssaal - Seite 23 - Steuerinformations- und -managementsystem - Arne Pfeilsticker N07 TV-Raum 1 - Seite 24 - Inter-Cultural relations while working together - Anant Padhye N08 TV-Raum 2 - Seite 25 - IT-Access / Providing - Rechtsfragen - Netzwerk / Bsp: TKÜV - Petra Tursky-Hartmann N09 Bismarckzimmer - Seite 26 - Realisierung eines branchenspezifischen IT-Ratings zur Erleichterung der Finanzierung des IT- Mittelstandes - Andreas Barthel - Banken - Wie komme ich an günstige Finanzierung? - Can Ünal N10 Hospitalstube - *** KEIN WORKSHOP *** N11 Besprechungsraum - Seite 27 - Netzwerk wie? (FORTSETZUNG) - R. Munzel nicht stattgefunden: 004 Seminarraum 4 - CMMI Standart mit Zukunft für Hessen - Marion Michels 3

4 V01 Seminarraum 1 Funketiketten Transponder RFID-Technologie / Rüdiger Hansen RFID-Technologie: Workshop auf dem hessen-it-zukunftsforum bis Uhr - Seminarraum 1 Moderator: Wolf-Rüdiger Hansen, Rechenzentrum Trebur GmbH, Teilnehmer 1. Was ist RFID? Wie stellt es sich dar? Nach Aussage von Marktforschern (z.b. Gartner Group) und Wirtschaftmedien (z.b. Wirtschaftwoche) steht das Kürzel RFID für einen der großen Trends in der IT-Welt. RFID steht für Radiofrequenz-Identifikation und ist eine sogenannte Auto-ID-Technik, d.h. eine Technik zur automatischen Erkennung von Objekten. Objekte können sein: Fahrzeuge, Container, Kartons, Paletten, Teile (Items) Personen, Tiere RFID-Technologie ist bereits für begrenzte Einsatzbereiche vielfach im Einsatz und erlebbar, z.b. für Fernbedienung für die Zentralverriegelung in Kfz Zugangkontrollen für Gebäude mit RFID-Karten Skipässe Identifizierung von Tieren (Schlachtvieh, Haustiere inkl. "Reisepass") In Zukunft geht es jedoch um den umfassenden Einsatz, z.b. durch die Ablösung bzw. Ergänzung des Barcodes auf Consumer-Produkten wie auf Objekten in der Logistik. Auch umfassendes Gebäude- und Asset-Management wird durch RFID effizienter und sicherer. So werden zukünftig auch die Inventar-Label RFID-Funktionalität haben. Für die umfassende Nutzung der RFID-Technologie wird eine Infrastruktur benötigt bestehend aus: RFID Tags (auch Transponder genannt) an den zu identifizierenden Objekten oder auf Smartcards Antennen an den Punkten, an denen die Objekte erkannt (identifiziert) werden sollen. Software (Middleware), die die Daten von den Antennen beim Lesen entgegen nimmt bzw. Daten bereitstellt, um sie auf Transpondern zu speichern. Die Middleware muss die Daten für die Weiterverarbeitung in anderen Software-Systemen bereitstellen bzw. an Unternehmenssysteme übertragen (für Warenwirtschaft, Logistik, Lagerwirtschaft etc.) Für den Einsatz von RFID-Technologie sind zwei Schwerpunktbereiche dediziert zu betrachten: Der Retail- (Handels-) bzw. Consumer-Bereich: am Bekanntesten dafür ist das häufig in der Wirtschaftspresse dargestellte Projekt "Future Store" von Metro, installiert im Realmarkt in Rheinberg bei Düsseldorf. Der Logistik-Bereich, in dem es um die weltweite Identifizierung von Objektbewegungen in der Logistik geht, was natürlich auch für die Güterversorgung der Supermärkte angewendet wird. Weitere wichtige Bereiche sind Asset Management, Diebstahlschutz, Security, Product Lifecycle Management, Reklamationsverfolgung usw. Für Ortungsaufgaben wird komplementär zu RFID die GPS-Technologie eingesetzt. 4

5 2. Problemstellung RFID für Retail und Logistik ist in einer frühen Marktphase. Die Technik ist weitgehend ausgereift. Es gibt aber spezielle Bereiche, in denen die Nutzbarkeit von RFID Tags noch schwierig ist, z.b. bei der Auszeichnung von Behältern mit Flüssigkeiten und beim Aufkleben auf Metalloberflächen. Für die weltweite Ausbreitung der RFID Tags im Handel (Retail) müssen einfache Etiketten noch deutlich billiger werden: unter 10 Cent (heute bei 50 Cent). Weiterhin gibt es hier erhebliche Probleme im Bereich Privacy (Schutz der Persönlichkeitssphäre). Die Menschen haben einfach Angst, dass sie z.b. beliebig geortet werden können, wenn sie Artikel, Kundenkarten oder Kleidungsstücke bei sich haben, die RFID Tags tragen. Für die logistische Ausbreitung gibt es andere Hindernisse: Nicht genormte Radiofrequenzen im internationalen Bereich (besonders USA vs. Europa) Nicht verabschiedeter EPC (Electronic Product Code) zur ein-eindeutigen Identifizierung von Objekten Mangelnde organisatorische Vorbereitung und nicht deckungsgleiche Interessen der Unternehmen, die in logistischen Ketten zusammenarbeiten. 3. Lösungsansätze Im Retail-Bereich gilt es, die Bedenken der Konsumenten (Bürger) ernst zu nehmen, sie durch Erläuterung der Technologie, durch verantwortlichen Umgang des Handels damit oder durch Darstellung der Vorteile - auch für den Konsumenten - zu entkräften. Dies ist ähnlich zu sehen wie die frühen Widerstände gegen Mobiltelefone. Heute benutzt sie fast jeder. Im Logistik-Bereich ist erkennbar, dass viele Unternehmen begonnen haben, RFID zu nutzen. Sie werden die üblichen Vorteile haben, die man den "Early Adoptors" neuer Techologien zuschreibt. Für Anwender wie Berater geht es also heute darum, die Einsatzmöglichkeiten von RFID für Auto-ID-Verfahren zu verstehen, das Lösungspotential in dem jeweiligen Unternehmens- bzw. Anwendungsumfeld zu identifizieren, mit Pilotprojekten zu starten und eine gewissenhafte Planung für die schrittweise Ausbreitung der RFID-Technik im Unternehmen zu betreiben. 5

6 V02 Seminarraum 2 Chancen hessischer Softwareanbieter in der EU / Jochen Nehr Thema: Chancen hessischer Softwareanbieter in der EU Teilnehmer: Hans-Dieter Holler, Dr. Oliver Kohl, Jochen Nehr Initiator: Jochen Nehr Ziele: Neue Zielmärkte für die IT-Branche Fragen: 1. Einstieg in die Länder über Tochterfirmen oder Vertriebspartner? 2. Betreuung der Länder durch eine Zentrale in Deutschland? 3. Wie ist die Akzeptanz von ausl. IT-Unternehmen generell. - von Deutschen Unternehmen im Ausland von ausl. Unternehmen in Deutschland? 3a. Gibt es hier Branchenunterschiede? 4. Etablierte Länder wie Spanien, Italien, Frankreich, England zuerst bearbeiten, oder den Weg über neue EU Beitrittsländer wählen? Wo liegen die größeren Potentiale? 5. Muss eine Software übersetzt werden, wenn ich sie im Ausland einsetze? 6. Welche Entscheidungshilfen benötige ich? 7. Woher kommen die Kenntnisse über den Zielmarkt? 8. Wo und wie werden meine Leistungen benötigt? 9. In welcher Form werden meine Leistungen benötigt? Lösungsansätze: 1. Tochterfirmen besser zu steuern, langfristig besser. Vertriebspartner 2. Führt zu mehr Wertschöpfung in Hessen. 3.und 3a. Hierzu sollte es mehr Informationen geben? 4. Strategische Frage, zum Potenzial sollte besonders der Neuen Märkte sollte es mehr Informationen geben Eine Umfrage bei der viele unterschiedliche Unternehmen Fragen nach ihren Bedürfnissen stellen können, kann hier viele dieser offenen Fragen zu lösen. Fazit: Unternehmen brauchen A Unterstützung bei der strategischen Entscheidung wie agiere ich im Ausland, B operative Unterstützung wie betreue ich Niederlassungen, einen Vertriebspartner, usw. wo und wie finde ich die richtigen Mitarbeiter? Initiativen der TSH bieten hier bereits Unterstützung und Beratung an. Die Beratung sollte sich mehr auf Datenerhebungen, eine Befragung bei der z.b. die Punkte 5-9 (nur ein Bruchteil des Informationsbedarfs der IT-Branche) erörtert werden, könnte diese Beratung deutlich greifbarer für den Mittelstand machen. Wir bedanken uns auch bei den vielen Gesprächspartnern, die uns in den Kaffeepausen mit Ideen und Anregungen versogt haben. 6

7 V03 Seminarraum 3 Regionale Informationen besser finden / Peter Steffan Thema: Regionale Informationen besser finden Datum: :30-13:00 Teilnehmer: Ralf-Gerd Groß Olaf Jüptner Volker Link Martina Scheig Herbert Schwechla Peter Steffan Problemstellung: Die großen Internet Suchmaschinen liefern weltweite Ergebnismengen Sehr oft werden jedoch regional begrenzte Ergebnismengen benötigt. Ziel: Lösungsmöglichkeiten andiskutieren und daraus Vorschläge für potentielle Beteiligte zur Umsetzung Ergebnis: Gründung einer Hessensuchmaschine, die Ergebnistreffer aus Web Seiten von hessischen Unternehmen, Wissenschaftsinstituten Verbänden, öffentlichen Einrichtungen und sonstigen Einrichtungen generiert. Um an der hessischen Suchmaschine teilnehmen zu können ist eine Authentifizierung und die Angabe der URL nötig. Ggf. können weitere Rubrizierung und Kategorisierung angegeben werden. Die Erstellung der Hessensuchmaschine soll Anfragen regional einschränken können und so dem Nutzer Dienstleistungsanbieter, Hersteller und Händler aus dem regionalen Umfeld anbieten. Die Hessensuchmaschine wird bei erfolgreichem Betrieb, lokalen Anbietern wie lokalen Online-Anbietern zu mehr Umsatz führen. Da zwangsläufig auch Nutzer im Hessischen Umfeld eine solche Suchmaschine nutzen werden, ist ein weiterer positiver Umsatzeffekt zu erwarten. Das Arbeitsteam hat sich die Aufgabe gestellt, einen Antrag zu formulieren und diesen an den hessischen Wirtschaftsausschuss zu überweisen. Option: Zusätzlich könnte eine Skillhinterlegung in einem "Hessen Extranet" zur Netzwerkbildung z.b. zur Unterstützung von Unternehmensgründungen technisch nach dem OpenBC Vorbild realisiert werden. Diese werden automatisch in die Hessensuchmaschine integriert. 7

8 V04 Seminarraum 4 We chance IT - Mehr Erfolg in IT-Projekten durch Integration von Change Management / Marion Michels Thema "We Change IT" Teilnehmer: Waldschmidt, ISI Böning, Zentrum für Weiterbildung Michels, m-sight Unternehmensberatung Initiator: Michels, m-sight Unternehmensberatung Vorgehen: Vorstellungsrunde - persönlicher Hintergrund und Erwartungen an Diskussion Diskussion über besondere Herausforderungen anhand der Phasen eines Projektes Kurze Feedbackrunde - was hat es mir gebracht? wie sollte es weitergehen? Projektphasen: 0. Vorplanung 1. Projektauftrag 2.Projektplanung 3. Projektdurchführung & Test 4. Projektabnahme 5. Implementierung 6. Projektende: Wirkbetrieb bzw. beim Kunden im Einsatz Herausforderungen - oder: wo kann es "schief gehen"? zu 0: Vorplanung/Requirements Analysis - Verstehen des Kundenumfelds / Business (Übersetzungsleistung) zu 1: Projektauftrag - Vollständigkeit und Verständlichkeit - Committment einholen zu 2: Projektplanung - Ressourcen - Skills - Bilden des Projektteams - Stakeholder - Umgang mit Macht & Politik - Risiken - auch soziale - analysieren - Verantwortlichkeiten festlegen - Kommunikationswege und Projektsprache vereinbaren - Projektorganisation, -reporting, -eskalationswege abstimmen zu 3: Projektdurchführung - spätestens jetzt (besser Phase 0): organ. Prozesse IST und SOLL definieren - Wo findet Vorbereitung des Kundenumfeldes statt? Im Projekt? Parallel in zweitem Projekt (!enge Vernetzung der Projekte nötig, Plattform für Austausch Projektteam)? Iterativ (z.b. Rapid Prototyping)? - Entscheidungen treffen (guter Weg Meetings ab 18 Uhr...) 8

9 - Mediatoren bei Bedarf - "Frühwarnsysteme" etablieren: z.b. Ampelreports, sensible, permanente Kommunikation mit Kunde, Teammotivation schaffen und halten, "Störungen" rechtzeitig erkennen (Sprache, Verhalten) und deskalieren, "Blick von Außen", z.b. Projektcoaching/Mentoring - Überprüfung Ziele/Zielkonflikte => Change Requests managen - Priorisieren - was ist wirklich wichtig? zu 3a: Test und Abnahme - Testvorbereitung - was, wie, vollständig, Methodik - Training Kunde - Kunde frühzeitig einbinden!... Austausch individueller Projekterfahrungen...hier war die Zeit verbraucht... Im Feedback wurde gewünscht, sich nun noch mehr den "Tipps und Tricks" aus der Praxis sowie situativen Einsatz von neuen, innovativen Methoden widmen zu wollen. Vorschläge für hessen-it zum weiteren Vorgehen: - Erfahrungsaustausch für IT-Projektleiter in regelmäßigen Abständen initiieren (am besten moderiert) - Workshop: Integrieren neuer/anderer Methoden in die Projektarbeit, um die Herausforderungen zu meistern - Bereitstellen von Mediatoren durch hessen-it 9

10 V05 Mönchsrefektorium IT-Messen schrumpfen - Macht die erste Online IT-Messe Sinn? / Martin Schulz Protokoll OpenSpace Workshop 1: Initiator: Martin Schulz IT Messe über das Internet - mach das Sinn Wir hatten einen "offline" Teilnehmer und 5 weitere Teilnehmer über das Internet. Vorgestellt wurde die worldbit - die webcast IT Messe. Auf die Frage, ob man mit der worldbit eine offline Messe ablösen, ergänzen oder überhaupt nicht in Verbindung setzen könne, haben alle - ohne Ausnahme für eine Ergänzung plädiert. Grund: Schneller, besser in Bezug auf fachliche Information mit allen Vorteilen, die Online-Meetings mit sich bringen soziale Komponenten lassen sich nicht nachbilden (Auge in Auge) daher eher ergänzend zu sehen, wenn der direkte "Draht" notwendig ist. Die Internet-Teilnehmer bitte inständigst die nächste Zukunftskonferenz inklusive allen Workshops live mit im Internet anzubieten und auch Online-User die Möglichkeit geben sich aktiv und passiv zu beteiligen!!! Eine sehr interessante Anregung 10

11 V06 Bibliothekssaal Netzwerk wie? / R. Munzel hessen-it - Mangel an Synergie!? / Can Ünal 3000 Jahre Lebenserwarten WIE nutzen? oder Wie viel Angst haben wir vor der "Konkurrenz"? / Andreas Fritz Zusammenlegung der 3 Themen, da artverwandt Vorstellung der 3 Ideengeber und deren Beweggründe - Hr. Ünal: - Kleine Klageveranstaltung, sondern Lösungssuche - Initiativen gibt es viele, aber die wenigsten überleben - Hr. Fritz: - Kontakte finden ist wichtig, ohne dass Konkurrenz entsteht - Hr. Munzel - Wichtig ist Netzwerk, aber keiner weiß so genau, was der andere tut Vorstellung aller Teilnehmer mit Name, Tätigkeit, Ort Was wollen wir mit Netzwerken? - Gemeinsam Entwicklungsplattform - Gemeinsame Verkaufsplattform - Bietergemeinschaften für Dienstleistungen - Knowhow-Transfer Probleme: - Jeder will sich beteiligen, aber die meisten konsumieren nur - Partner unterschiedlicher Größen müssen zusammenfinden - Menschliche Entfernung Was muss das Netzwerk leisten? - Ausarbeitung von Leistungen im Netzwerk - Mehr als nur Auftragsvermittlung - Partner finden, um Kompetenzen und Ressourcen zu erweitern - Balance zwischen Beteiligten muss stimmen - Im Bedarfsfall schnell den richtigen Partner finden - Zusammenarbeit zwischen Firmen stark unterschiedlicher Größe - Es muss definierte Ziele geben - Vertrauensbasis für alle Teilnehmer - Informationspool für Fördermaßnahmen, Kontaktaufnahme usw. Wie kann man dem Auftragsklau entgegenwirken? - Diese Frage wurde nicht beantwortet Aus welchen Unternehmenstypen müssen sich zusammenschließen, damit es funktioniert? - Wirtschaftlicher "Zwang" zur Zusammenarbeit? - Diese Frage wurde nicht weiter beantwortet Was muss eine Firma tun, um an einem Netzwerk regelmäßig teilzunehmen? - Mentalität des Teilens - Diese Frage wurde nicht weiter beantwortet Wie kann eine Bewertung der Netzwerkpartner funktionieren? - Diese Frage wurde nicht beantwortet 11

12 Wie könnte man ein Netzwerk aufbauen? - Förderverein der beteiligten Partner, die Geld reinstecken und Leistungen erhalten - Man könnte ein Forum einrichten - Es gibt entsprechende Foren - Mitglieder müssen Anforderungen definieren - hessen-it sollte sich ein gutes Medium aussuchen und das seinen Mitgliedern vorstellen Was machen die Unis/FHs in Hessen? - Diese Frage wurde nicht beantwortet Ergebnis: - Die Zusammenfassung der 3 Themen war nicht erfolgreich, da unterschiedliche Erwartungshaltungen vorlagen. - Es wurde eine Aufteilung in die üblichen 3 Themen beschlossen, die in 3 getrennten Gruppen nachmittags noch mal bearbeitet werden sollen: - Synergieeffekte bei Netzwerken - Kontaktherstellung vertikal (also nicht nur Experten einer Branche -> gemeinsame Bearbeitung und Vermarktung von Projekten und Dienstleistungen als Paket) - Kontaktherstellung horizontal (also eher innerhalb der Branche -> Knowhowtransfer, gemeinsame Projekte) - Alle Teilnehmer wollen sich in eine Mailingliste (s.u.) eintragen, um dennoch in Zukunft weiterhin bzgl. Netzwerke in Kontakt zu bleiben. MAILINGLISTE m.fauconvon-oertzen.de (gern auch als aktiver Moderator, o.ä) (weitere Kontakte durch Visitenkarten hinterlegt): - Klaus Becker Atlantis Consulting 12

13 - Klaus Winkler - Hans-Peter Haslauer Perit Consulting GmbH - net-wb GmbH - Thomas Aragones Market Research & Services GmbH 13

14 V09 Bismarckzimmer Outsourcing - Offshoring - Nearshoring / Karin Marx Thema: Outsourcing/Offshoring Teilnehmer: Karin Marx (Satyam Computer Services Limited) Anant Padhye (Satyam Computer Services Limited) Heinz-Dieter Plinke (Plimke Train) Markus Mahler (s.a.d. GmbH) Dietmar Ossig (EasyLink Services) Toney Joseph Jones (B2B Software) Points Discussed: How will the large indian IT companies can work with small/medium size German IT service providers. Outsourcing brings in advantages of using best of the breed solutions from various regions/businesses. There are concerns not reaching cooperation with many companies working together - there are difficulties. Agreements are difficult to come by. Discussion about if every project is fit for offshoring and how to decide on selection of the project. Discussions about if the "Outsourcing is a Fashion". Agreement on outsourcing/offshoring is not only for cost reduction. The firms should always target a long term relationship. The IT industry is moving towards maturity. So the delivery model is expected to become global. 14

15 V10 Hospitalstube Anforderungen an die Sicherheit bei IT/TK-Infrastrukturlösungen (Vorgaben/rechtl. Aspekte) / Ralf Jung Kurzprotokoll Thema TK/IT Sicherheitsthemen für Unternehmen Teilnehmer: Ralf Jung; WiTCOM Wiesbadener Informations-und Telekommunikations GmbH Ralf Kamnitzer; KeyKom Eltville Christian Koch; selbstst. IT-Sicherheitsberater Wiesbaden Christian Schülke; selbstst. EDV-Internet-Sicherheit Berater Langen Björn Weis; SoftwAIR GmbH Darmstadt Aktivitäten für hessen-it: - Erläuterung der Verantwortlichkeiten zu Sicherheitsthemen (z.b. GF, IT-Abteilung,...) - Aufklärung zu Themen wie Basel II, ContraG,... =>Info für Dienstleister und Kunden - Aufklärung zu Betriebsprüfung nach GDPdU => Sicherstellung der Prozesse und rechtl. Vorgaben - Datenschutzgesetz - Aufsetzen eines Infokanals (z.b. Web-Seminare, Business TV,...) zum Thema Sicherheit - "Gelbe Seiten" für spez. Sicherheitsthemen (z.b. VPN, dig. Signatur, SW-Zertifizierungen,...) => Leistungskatalog anbietender Unternehmen - Checkliste für Kunden zur Selbstdiagnose -VoIP, LAN Telefonie, SIP => Vorgaben, Richtlinien 15

16 V11 Besprechungsraum Wie können IT-Mittelständler mehr von öffentlichen Aufträgen partizipieren? / Andreas Barthel Wie kann der IT-Mittelstand leichter an öffentliche Aufträge kommen? Teilnehmer: Herr Peter Wolff Rüdiger Boog Peter Hahne Andreas Barthel (Initiator) 1. Erfahrungsaustausch - Status bei der Akquise öffentlicher Aufträge Freie Entscheidung der potentiellen Auftraggeber fehlt Bestehende Rahmenverträge führen zu "closed shop" Freier Wettbewerb wird über Partnerverträge des Landes mit Konzernen ausgeschaltet Vergabe von Aufträgen ohne Ausschreibung Kommunen haben kein Geld Kommunen haben keine IT-Konzepte System der Vergabe von Aufträgen unklar/undurchsichtig Wie erfährt man von Ausschreibungen? Ausschreibungen werden oft gecancelled aufgrund von Ausschreibungsfehlern Man benötigt viel und lange Erfahrungen um öffentliche Aufträge zu gewinnen Bei der Akquise in Behörden benötigt man langen Atem! Bei "öffentlichen GmbHs" haben die Entscheidungsträger mehr "freie Hand" - sind leichter zu erreichen 2. Antworten/Ideen Tipp: Alle hessischen Ausschreibungen werden über HAD.de veröffentlicht. Die Anmeldung/Akreditierung ist kostenlos Tipp: Die kleinen und mittleren Kommunen lohnen sich nicht anzugehen (Erfahrung). Politiker, Bedarfsträger auf Messen einladen - mit dem Ziel Bedarf zu wecken - sehr aufwendig Tipp: viando.de hat viele öffentliche Ausschreibungen Der Weg zur Ausschreibung bei Lieferaufträgen: 1. Aufruf zum Wettbewerb d.h. Möglichkeit zur Bewerbung 2. Anforderungen die zur Ausschreibung berechtigen (z.b. ISO 9001 Zertifizierung etc.) 3. Möglichst vollständig und aktuelle Einreichung der Unterlagen (die Bewerbung wird dann bewertet) 4. Dann erfolgt die Ausschreibung. Tipp: keine Kosten- Leistungsorientierung, sondern stur nach Anfrage!!! 5. Aufnahme in Verhandlungsrunde (dann hat man die Möglichkeit eigene Ideen einzubringen) Tipp: Suche nach strategischen Partnern die Erfahrung mit der öffentlichen Hand haben Link zur Arbeitsgruppe Networking TK-Dienstleister müssten vor Ausschreibung über die Vorhaben informiert werden, damit sie die technischen Entwicklungen mit in die Ausschreibungen einbringen können, oft kommt es sonst vor, dass technisch veraltete Konzepte ausgeschrieben werden 16

17 3. Wünsche/Vorschläge an hessen-it Bringen Sie uns mit den Entscheidungsträgern der öffentlichen Hand zusammen (Networking) Übersicht erstellen: Wer fällt in hessen-it -Entscheidungen? Erstellung einer Liste der IT-Unternehmen die IT-Produkte/Dienstleistungen an Behörden anbieten können Akkreditierung der IT-Unternehmen Hessischer Städtetag etc. könnten/sollten Empfehlungen über bewährte IT- Produkte/Dienstleistungen aussprechen, welche Einflussnahme hat hessen-it in diesen Verbänden? "hessen-it -Behörden-Tag" als Plattform für hessen-it Unternehmen Tipp: In allen Parteien gibt es Landesarbeitsgruppen die sich mit IT beschäftigen - Ziel: Öffentlichkeit zu erzeugen Zusammenfassung: Wenn Behörden Interesse haben Dienstleistungen und Produkte des "preiswerteren" IT-MIttelstandes zu beziehen, dann sollten diese auch den Kontakt zu Mittelständlern suchen, um den erschwerten Zugang dieser Unternehmen zu Behörden zu mildern. Hierzu fehlt ein Instrumentarium (Plattform) die hessen-it initiieren könnte. 17

18 N01 Seminarraum 1 Rekrutierung von Fachkräften und IT-Spezialisten / Peter Haslauer Stellenvergabe Online - Sinn und Unsinn? / Andreas Krall Protokoll Rekrutierung und Online Stellenvergabe Fragen: Welche Leute braucht der IT-Markt? Wie ist es mit der Weiterbildung? Löst Online Recruiting das Personalproblem? Ist die Zukunft Online oder Print (IT-Personalanzeigen)? Der IT-Markt braucht zunehmend Spezialisten für neue Technologien, die auch interdisziplinär denken können (z. B. SAP, UMTS, LBS, etc.) Umschüler aus anderen Berufsgruppen haben kaum Chancen auf dem Markt. Die Weiterbildung soll Initiative des Arbeitnehmers sein, sie muss allerdings vom Arbeitgeber zumindest gefördert werden. Online Recruiting entlastet bei der Personalsuche ist aber kein Ersatz für qualifizierte Personalberatung. Für IT-Fachkräfte ist Online dem Print vorzuziehen, weil Online das Medium der IT-Leute ist, das 24h 7Tage zur Verfügung steht und sekundenaktuell ist. gez. H.-P. Haslauer Teilnehmer: Hans-Peter Haslauer PERIT Consulting Andreas Krall M-Result Jochen Mehr Personal Interfare Mathias Weber M-Result Julia Lengert ferie Journalistin Jochen Sachsenhauser PR-Agentur Dripke Renate A. Boning ZfW Karriere-IT Herbert Schwechla BBG-Berufsbildungszentrum Fulda Detlev Krömer Omnisys IT Toney Jones B2B Software Technologies 18

19 N02 Seminarraum 2 Selbstregulierung statt Regulierung - Anreize finden setzen und finden? / Klaus Winkler Kloster Eberbach 14-15:30h Thema: Selbstregulierung statt Regulierung Initiator: Klaus Winkler Teilnehmer: Markus Mahler Martina Scheig Klaus Winkler Diskussionspunkte: Standardisierung und technische Arbeitsgruppen Regulierung durch Behörden Mögliche Vorteile der Selbstregulierung: Schnelligkeit, Flexibilität Kompatibilität sicherstellen Prozesse vereinfachen Behörden entlasten Monopole schneller "knacken", alte, ineffiziente Strukturen aufbrechen Unternehmen sind innovativer bei der Lösungsfindung "IP-Nummern sind genauso knapp wie andere Rufnummern, und trotzdem werden sie im Wettbewerb vergeben, währen die Rufnummern von der Regulierungsbehörde vergeben" Wenn Aufgabenbereiche profitabel sein können, so sind die Unternehmen bereit in innovative Lösungen zu investieren. Regulierungsprozesse verselbständigen sich, Selbstregulierungsprozesse lösen sich auf, wenn sie ineffizient sind. Mögliche Nachteile der Selbstregulierung: Viel Engagement notwendig, aber wer hat das Copyright daran? Wer profitiert davon? Wollen wir das überhaupt schützen? Wie weit muss der Standard gefasst sein, d.h. wie offen ist er? Fragen / Aufgaben: wie Finanzierung wie Anreize setzen? Ergebnisse: Es ist möglich Selbstregulierung selber aufzusetzen, wahrscheinlich sogar notwendig. Ein Stufenkonzept könnte sinnvoll sein: Zunächst Selbstregulierung versuchen, dann und nur im Fall des Scheiterns sollte eine Regulierungsbehörde eingreifen. Klappt gut, wenn es um technische Schnittstellen geht, bisher nicht so gut bei kommerziellen oder juristischen Aspekten. Unter Umständen notwendig bei Kartellamt anzumelden. Es gibt aber auch Bereiche, da ist eine Behörde notwendig. Z.B. Unterscheidung in Privatkunden und Geschäftskunden? = Verbraucherschutz für "kleine" Kunden, während die Unternehmen sich selber zur Wehr setzen können. 19

20 Es muss ein "Framework" zur Verfügung gestellt werden, damit die Unternehmen sich selber im Rahmen der Selbstregulierung einigen können: z.b. Zuteilung von bestimmten Aufgaben, die kontrolliert werden. Teilprozesse werden an die Unternehmen "ausgelagert", unter der Voraussetzung der Einhaltung bestimmter Regeln. Notwendigkeit der Unterstützung durch Dritte? Zum Beispiel könnte es helfen statt einer Regulierungsbehörde einen "Beirat" zu bilden, der als Aufsichtsinstanz tätig wird. Er gibt Empfehlungen, ob reguliert werden sollte oder nicht (vgl. Freiwillige Selbstkontrolle). Es könnte sinnvoll sein, einen externen Dritten als Moderator / Organisator einzusetzen, um den Aufwand bei den Unternehmen klein zu halten und auch Unternehmen unterschiedlicher Größe die Möglichkeit zu geben, sich zu beteiligen. Dadurch wird die Transparenz für alle erhöht. Das ist Wirtschaftsförderung für alle: Hilfe zur Selbsthilfe. Und auch Wirtschaftsförderung. Selbstregulierung heißt Standards zum Vorteil aller setzen, d.h. muss aktiv vorangetrieben werden. Was sollte hessen-it tun? Förderung von Standardisierungs- und Selbstregulierungsgremien (bzw. Frage klären, wo gibt es Förderungsmöglichkeiten/ Unterstützung) Veranstaltung zum Thema Selbstregulierung ausrichten, z.b. wenn bestimmte Themen aufkommen, aber auch, um Aufmerksamkeit insgesamt auf Selbstregulierung zu richten. Selbstregulierung ist eine so wichtige Aufgabe, dass es aktiv durch hessen-it unterstützt werden sollte. Positives Beispiel sind fast alle Anwendungen und Standards im Internet. Negativbeispiel ist Software bei Handys (eine Regulierungsbehörde würde nichts nützen, aber eine aktiv vorangetriebene Selbstregulierung doch). 20

21 N04 Seminarraum Jahre Lebenserwarten WIE nutzen? oder Wie viel Angst haben wir vor der "Konkurrenz"? (FORTSETZUNG) / Andreas Fritz Fortsetzung NETZWERKE, 3000 JAHRE LEBENSERFAHRUNG (Andreas Fritz, SoftwAIR GmbH) Es soll eine Kontaktplattform geschaffen werden - Im Mittelpunkt steht der Kontakt zu MENSCHEN, d.h. keine abstrakte Plattform für Firmen, die dann nicht miteinander reden - Die Plattform wird elektronisch implementiert, soll aber zu persönlichen Kontakten führen - Hauptaufgaben sind: - Kontakte untereinander zum Knowhow-Transfer (online und in Stammtischen) - Kooperationen für gemeinsame Projekte (online und in Stammtischen) - Themenorientierte Veranstaltungen - mehrere Anbieter [Personen, Firmen] schließen sich zusammen - Ein Thema wird Kunden und anderen Interessenten präsentiert - Ggf. moderiert - KEINE Verkaufsveranstaltung - Das Kundenprofil soll mindestens folgende Informationen enthalten: - Name - Firma - Position - Kontaktdaten - Tätigkeitsgebiete - Interessen (da es ggf. mehr als Tätigkeitsgebiete geben kann) - Es sollen "Stammtische" veranstaltet werden - Der Begriff wird beim nächsten Meeting überarbeitet, um keinen Kneipencharakter zu erwecken - der Stammtisch soll 4-wöchig stattfinden - Ggf. kann ein spezifisches Thema behandelt werden - Einführende Moderation bzw. Einführungsvortrag ist möglich - Außerhalb des Turnus können auch Stammtische zu speziellen Themen organisiert werden - Nächstes Meeting der Projektgruppe: , 18 Uhr, Frankfurt, Schumannstraße 4-6 (IBH) - Teilnehmer: Peter Scholz technische Grundlagen Mailingliste Juergen Kotschenreuther PR, könnte Räumlichkeiten vermitteln Klaus Becker Peter Steffan Guido Rayher Wolf-Martin Ahrend Agenda Christian Schülke Christian Flory Olaf Jüptner Andreas Fritz Profil 21

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