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1 IFD Tagung Bad Boll 2010 Zukunft Job-Coaching Informationen zur Gegenwart und Zukunft von Job-Coaching sowie zu Weiterbildungsmöglichkeiten für Job-Coaches Reinhard Hötten

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11 Was ist Job-Coaching? Job-Coaching ist: Eine individuell an die Belange des behinderten Menschen sowie des Beschäftigungsbetriebes angepasste Qualifizierungsmaßnahme. Ein zeitlich begrenzter, verdichteter Lern- und Entwicklungsprozess mit hoher personeller Intensität. Systemisches Handeln mitten im Betrieb. Die begleitete Vernetzung von zwei Lebens- und Erfahrungswelten im betrieblichen Alltag.

12 Wo arbeiten Job-Coaches? Job-Coaches arbeiten: In der Unterstützten Beschäftigung Im Bereich Übergang Schule > Beruf Im Bereich WfbM > Beruf In der Rehabilitation / Wiedereingliederung In der begleitenden Hilfe für schwerbehinderte Menschen Job-Coaching ist vom Prinzip in allen Einsatzfeldern gleich. Unterschiede ergeben sich vor allem durch den Zeitraum, wie lange jemand bereits im Betrieb beschäftigt ist.

13 Wer nutzt Job-Coaching? Job-Coaching wird angefragt Von den behinderten Arbeitnehmern Um etwas zu lernen Zur inneren Beruhigung Um Recht in eigener Sache zu bekommen Von den Betrieben Um eine Problemlösung zu bekommen Damit der Mitarbeiter besser zurecht kommt Damit die Kollegen entlastet werden Von den Leistungsträgern Um einen Sachverhalt besser zu verstehen Um alles getan zu haben, was möglich ist.

14 Was kennzeichnet einen guten Job-Coach? Der Arbeitsplatz des Job-Coach ist der Betrieb, in dem sein Klient arbeitet. Ein Job-Coach muss sich im betrieblichen Gewusel zu Hause fühlen, die Auswirkungen von Behinderungen auf Arbeitsfähigkeiten verstehen, Menschen anleiten können, Allparteilichkeit und innere Unabhängigkeit auch in Konfliktsituationen behalten.

15 Was darf ein Job-Coach auf keinen Fall tun? Sich einseitig solidarisieren Mit dem Chef oder den Kollegen konkurrieren Bei einer Krise sofort aufgeben Alles alleine lösen wollen.

16 Wer wird typischerweise Job-Coach? Berufliche Grenzgänger Menschen, die mehrere berufliche Seiten in sich tragen und diese in ihrer Arbeit integrieren wollen Relativ viele Ergotherapeuten mit praktischem Erstberuf.

17 Wie wird man Job-Coach? Zur Zeit gibt es zwei Weiterbildungen für Fachkräfte zur Integration besonders betroffener behinderter Menschen in den Arbeitsmarkt: Job-Coach UB, Münster Schwerpunkt: Job-Coaching im Betrieb, Betriebsdiagnostik, Job-Carving Integrationsberater in Unterstützter Beschäftigung BAG UB, Hamburg und regional Breiter angelegt, Wahlmodule Aufwand und Kosten sind ähnlich.

18 Wer bezahlt Job-Coaches? Die jeweils zuständigen Leistungsträger. UB: Arbeitsagentur, Rehaträger Wiedereingliederung: Rehaträger, Unfallkassen Übergang Schule/WfbM > Beruf: Integrationsämter Begl. Hilfe: Integrationsämter Teil von Projektmitteln

19 Wer bezahlt Job-Coaches? Gesetzesgrundlagen: Integrationsamt: 102 Abs. 3, e SGB IX in Verbindung mit 24 SchwbAV, oder Landessonderprogramme (NRW: Aktion V) Krankenkassen: SGB V, als Belastungserprobung am Arbeitsplatz (Rezept) Rentenversicherung: SGB VI, Einzelverhandlungen, auch UB über pers. Budget Agentur für Arbeit: UB, 38a SGB IX Unfallkassen: SGB VII, Rehabilitation

20 Wie wird sich Job-Coaching entwickeln? Job-Coaching ist sehr erfolgreich. Wo es hin passt, kommt es gut an. Es erhöht die Vermittlungschancen deutlich und sichert Arbeitsplätze. In jedem Fall bringt es eine Klärung. Das Geschehen ist nachvollziehbar. Der Aufwand ist kalkulierbar. Im Moment ist die Nachfrage an Job-Coaches höher als das Angebot.

21 Informationen Fachliche Infos zu Job-Coaching und Informationen zur Weiterbildung Job-Coach UB finden Sie unter

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