Präsentation zu Grundlagen der Leistungserfassung

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1 Präsentation zu Grundlagen der Leistungserfassung Leistungen von Planern und Unternehmern Einsatzmöglichkeiten von Leistungsverzeichnissen NPK-Systematik Voll- oder Kurztext Globale / Pauschale Reservepositionen Eventualpositionen Per-Positionen Vorausmass und Rundung Nachhaltigkeit

2 Was dieses Kapitel vermittelt Dieses Kapitel ist die notwendige Basis für Tiefbauer, Hochbauer und Gebäudetechniker in Bezug auf eine reibungslose Organisation aller anstehenden Arbeiten der Leistungserfassung. Das Erstellen von Leistungsverzeichnissen wird durch die Anwendung von CRB-Standards erheblich erleichtert. Die Kernaussage lautete hier: Nur ein vollständiges Leistungsverzeichnis und die Sicherheit die richtigen Normpositionen gewählt zu haben, ermöglicht ein unmissverständliches Erstellen und Abrechnen von Bauleistungen.

3 Leistungen von Planern und Unternehmern Der Planer ist für die Erledigung seines Auftrags an den Werkvertrag gebunden. Liegt diesem Werkvertrag die SIA- Honorarordnung zugrunde, so sind die zu erbringenden Leistungen eindeutig festgehalten: Hochbau: Ordnung SIA 102 Tiefbau: Ordnung SIA 103 Gebäudetechnik: Ordnung SIA 108

4 Befangenheit des Unternehmers Planer und Unternehmer haben sich an die Gesetzgebung in Bezug auf den «unlauteren Wettbewerb» zu halten.

5 Entschädigung von Drittleistungen Der Planer erstellt im Rahmen seines Gesamtauftrags die Ausschreibungsunterlagen. Der Unternehmer erstellt im Auftrag des Planers die Ausschreibungsunterlagen unentgeltlich oder wird beratend zugezogen. Der Unternehmer erstellt im Auftrag des Planers die Ausschreibung gegen Honorierung. Der Unternehmer ist in diesem Fall als Subunternehmer des Planers einzustufen. Wird ein Leistungsverzeichnis durch einen Unternehmer erstellt, entbindet dies den Planer/Bauleiter nicht von einer detaillierten Kontrolle der Ausschreibungsunterlagen.

6 Kontrolltätigkeiten vor Versand der Ausschreibung Die wichtigsten Kontrolltätigkeiten sind: Vollständigkeit der gemäss Bestellliste oder Publikation aufgelisteten Unterlagen. Angaben zum Eingabetermin, Eingabeort Angaben zum festgelegten Präqualifikationsverfahren Funktionskontrolle der digital zu übermittelnden Medien bzgl. Schnittstelle und Datentransfer.

7 Einsatzmöglichkeiten eines LV Leistungsverzeichnisse die nach NPK-Kapitel gegliedert sind, fördern ein systematisches Vorgehen und bilden die Basis für: Kostenvoranschläge (z. B. mit Einheitspreisen vergleichbarer Projekte) Richtpreisangebote (z. B. für Finanzierungsbeleg eines Bauvorhabens) Angebote (z. B. für die Vergabe von Bauleistungen an einen Unternehmer)

8 Aktuelle NPK-Kapitel Leistungsverzeichnisse werden mittels SIA-Schnittstelle 451 transferiert. Dabei ist darauf zu achten, dass jederzeit mit den aktuellen Versionen der NPK- Kapitel gearbeitet wird. Die aktuellen Versionen sind jeweils anfangs Jahr bei den von CRB zertifizierten Softwareanbietern erhältlich. Die Software-Testsiegel dienen als Qualitätsmerkmal für alle auf dem Markt erhältlichen Anwenderprogramme, die CRB-Daten verwenden.

9 Wahl der NPK-Position

10 Wahl der NPK-Position

11 Anwendung der NPK-Systematik: Möglichkeit A und B

12 Anwendung der NPK-Systematik: Möglichkeit C

13 Voll- oder Kurztext Kurztext-Ausdrucke sind sinnvoll bei: Verwendung als Arbeitsexemplar gleichzeitiger Abgabe der digitalen, vollwertigen Daten Kurztext-Version

14 Voll- oder Kurztext Die Erfassung der Position am Anfang jedes NPK- Kapitels. Diese besagt, dass bei Ausdruck der kurzen Version in jedem Fall der Volltext des NPK gilt. Volltext-Version

15 Globale / Pauschale Sowohl Globale wie Pauschale sind in Leistungsart und umfang exakt zu definieren. Die Definition eines Globalpreises ist in der Norm SIA 118, Art. 40 festgehalten. Ein Globalpreis besteht aus einem festen Geldbetrag für eine einzelne Leistung, für einen Werkteil oder für das gesamte Werk des Unternehmers. Beispiel einer Globale aus dem NPK 113 «Baustelleneinrichtung»

16 Pauschale Ein Pauschalpreis unterscheidet sich laut Norm SIA 118, Art. 41 einzig dadurch, dass die Bestimmungen der Teuerungsabrechnung nicht anzuwenden sind. Eine nach der NPK-Systematik ausgeschriebene und angebotene Leistung wird aufgrund der Werkvertragsverhandlungen pauschal vergeben. Das bedeutet, dass der vertragnehmende Unternehmer diese Leistung ala Ganzes zu einem fest vereinbarten Gesamtpreis anbietet. Für die Erbringung der Pauschalleistung wird ein Endtermin definiert. Bis zum erreichen dieses Datums ist die Vertragssumme nicht teuerungsberechtigt.

17 Reservepositionen Positionen, die mit einem «R» gekennzeichnet sind, nennt man R- Positionen. Es sind sogenannte Rexervefenster, die es ermöglichen spezielle Leistungen zu erfassen, die nicht als Standard im NPK beschrieben sind. Durch das Erlernen der NPK-Systematik wird dem Anwender aber schnell bewusst, dass für praktisch alle gesuchten Leistungen eine geschlossene oder offene Unterposition existiert.

18 Eventualpositionen Eventualpositionen enthalten Leistungen die eventuell zur Ausführung gelangen oder alternativ zur vertraglichen Leistung erforderlich werden können. Felsaushub Böschungssicherungen Wasserhaltungen andere Qualitätsansprüche an Schalungen und Beton Ausführungsvarianten im Installationsbereich Beispiel einer baulichen Umsetzung einer als Eventualposition ausgeschriebenen Böschungssicherung

19 Per-Positionen Im Gegensatz zu den Eventualpositionen sind Per-Positionen immer ohne Mengenangaben im Leistungsverzeichnis aufgeführt. Sie sind nicht in den Normen erwähnt Sie dienen als Preisvorgabe oder Preisinformation analog den Eventualpositionen Für den Unternehmer ist es schwierig diese Positionen zu kalkulieren, da der Mengenbezug fehlt Es wird empfohlen auf Per-Positionen zu verzichten

20 Vorausmass und Rundung Für nicht erfassbare kleine Nebenleistungen, Ausmassfehler, mangelhafte Leistungsbeschreibung, Fehlkalkulation, falsche Konstruktionsannahmen usw. werden in der Regel Reserven und Rundungen in den einzelnen Leistungspositionen eingebaut. Die als Vorausmasse bezeichneten Mengenangaben sagen dem Unternehmer, dass er bis zu einer Abweichung von +/- 20 Prozent keinerlei Ansprüche auf Mehr- oder Minderkosten ableiten kann In den Fachbereichen Hochbau, Tiefbau und Gebäudetechnik besteht hier ein wesentlicher Unterschied in der Handhabung

21 Grafische Übersicht der Planungswerkzeuge für einen nachhaltigen Planungs- und Bauprozess.

22 Besten Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

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