fırst HIGHLIGHT Coolness und klare Strategie führen zum Erfolg fırst TALK Klaus Allofs 04 April 2008

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1 04 April Strategien für Ihre Geldanlage das Anlegermagazin der Citi fırst HIGHLIGHT Coolness und klare Strategie führen zum Erfolg fırst TALK Klaus Allofs

2 Anzeige Handeln Sie mit Citi! Ihr Anbieter für Optionsscheine, Zertifikate und Fonds Der Servicegedanke steht für uns im Vordergrund. So haben wir als erster Emittent eine elektronische Handelsplattform entwickelt, die nun Marktstandard ist und Ihnen den Direkthandel ermöglicht. Nutzen Sie unsere fundierte Erfahrung seit 1989 mit Optionsscheinen, Turbos, Zertifikaten aktuell erweitert um Fonds. Handelszeiten von 8 22 Uhr Hotline: Unser Service für Sie: breite Produktpalette geringe Spreads hohe Handelsvolumen Ihr Ziel ist unser Weg

3 Letter / inside 3 Liebe Leserinnen und Leser, bleiben Sie cool! Das ist meist leichter gesagt als getan vor allem vor dem Hintergrund nervenaufreibender Kursturbulenzen. Was es mit der Beeinflussung der Psyche durch Marktentwicklungen auf sich hat und welche Fehler Anleger vermeiden können, untersucht Behavioural Finance. Setzen Sie die rosarote Brille ab und lesen Sie über dieses interessante Thema in unserem Highlight-Artikel ab Seite 6. Yvonne Parameswaran-Cote Möchten Sie mehr über innovative Anlageprodukte der Citi erfahren? Oder vielleicht vor Ort mit unseren Experten sprechen? Dann besuchen Sie uns auf der Invest, Deutschlands größter Anlegermesse in Stuttgart vom 11. bis zum 13. April. Auf Seite 4 erfahren Sie, wie Sie einfach und kostenfrei eine Eintrittskarte erhalten können. Ein weiterer Höhepunkt in diesem Monat ist unsere Seminartour vom 14. bis zum 24. April durch acht deutsche Städte. Thema dieser Veranstaltungsreihe ist Anlegen in volatilen Märkten (mehr Infos auf Seite 4). Melden Sie sich am besten gleich an, bevor die begehrten Plätze vergeben sind. Zu guter Letzt in eigener Sache: Nicht wundern, ab nächsten Monat werden Sie hier auf Seite 3 ein neues Gesicht vorfinden. Das Baby fırst-magazin hat sich gut entwickelt. Jetzt möchte ich es mit echtem Babygeschrei aufnehmen. An dieser Stelle möchte ich mich vorerst von Ihnen verabschieden und Ihnen für Ihre Treue und das Interesse an diesem Magazin vielmals danken. Sie haben noch Fragen? Dann rufen Sie uns doch einfach an. Telefon Auf Wunsch rufen wir Sie auch gern zurück. Ihre Inhalt FLaSh Seminarreihe Anlegen in volatilen Märkten ; Kurssturz hilft Best-In-Zertifikaten 4 Highlight Coolness und klare Strategie führen zum Erfolg 6 trend US-Dollar Crash oder Comeback? 10 sales Dividendensaison voraus! 14 Talk Klaus Allofs: Werder Bremen und die Citibank aus Leistung wird Vertrauen 16 corner Weitere Abwärtsrevision 19 Solutions Danone erwartet nach dem Umbau eine höhere Dynamik 20 Trader Es schlägt zur Morgenstunde 22 Chart Dow Jones, DAX, TecDAX, SMI 24 Runner Investieren nicht spekulieren 29 Kurse Kursbroschüre zum Heraustrennen in der Heftmitte

4 4 Flash Seminarreihe Anlegen in volatilen Märkten Freikarten für die Invest Mehr erfahren über innovative Anlageprodukte und direkt vor Ort mit den Derivateexperten der Citi über Optionsscheine, Zertifikate und vieles mehr sprechen die Invest in Stuttgart bietet den geeigneten Rahmen hierfür. Wenn auch Sie diese Gelegenheit nutzen möchten, können Sie mit der Citi sogar den Eintritt sparen. Über den folgenden Link erhalten Sie Ihre persönliche kostenfreie Eintrittskarte: Geben Sie als Code einfach die 1760 ein. Nach erfolgter Anmeldung erhalten Sie eine mit Ihrer Eintrittskarte zum Ausdrucken. Die Invest, Deutschlands größte Anlegermesse, findet vom 11. bis zum 13. April 2008 in Stuttgart statt. n Wie bereits in der letzten Ausgabe angekündigt, wird die Citi zusammen mit der Börse Stuttgart und der Société Générale eine Seminarreihe zum Thema Anlegen in volatilen Märkten durchführen. Die Vorträge beginnen jeweils um Uhr. Die Teilnahmegebühr beträgt 10 Euro. Weitere Informationen erhalten Sie unter Eine Anmeldung ist auf dieser Internetseite sowie unter der Telefonnummer möglich. Die Vorträge finden in den folgenden Städten statt: Stuttgart (Börse Stuttgart) Frankfurt (Hotel Hilton) Hamburg (Hotel Radisson SAS) Berlin (Hotel Radisson SAS) Leipzig (Hotel Marriott) Nürnberg (Hotel Holiday Inn) München (Künstlerhaus München) Köln (Hotel Hilton) Wir freuen uns, Sie bei einem dieser Vorträge begrüßen zu dürfen. n FIRST FAQ Sie fragen wir antworten Sie haben Fragen zu Zertifikaten und Optionsscheinen der Citi oder wollen allgemein etwas zur Funktionsweise wissen? Zögern Sie nicht, sich an uns zu wenden. Wie wirken sich Dividendenausschüttungen auf den Preis von Hebelprodukten aus? Hier muss zunächst zwischen Hebelprodukten mit begrenzter und Hebelprodukten mit unbegrenzter Laufzeit unterschieden werden. Turbos und Optionsscheine beinhalten die diskontierte Dividende bereits in ihren Preisen. Deshalb wird sich zum Zeitpunkt der Dividendenausschüttung am Preis der Derivate nichts ändern, obwohl der Preis des Basiswerts um den Dividendenwert fällt, soweit die gezahlte Dividende der erwarteten Dividende entspricht. Der Grund hierfür liegt in der begrenzten Laufzeit der Produkte und der damit einhergehenden Kalkulierbarkeit der Preise. Bitte beachten Sie jedoch hierzu den Spezialfall tief im Geld liegender Produkte, der im Trend-Artikel dieser fırst-ausgabe thematisiert wird. Im Gegensatz zu Turbos und Optionsscheinen kann bei einem Open-End-Stop-Loss-Turbo mit endloser Laufzeit keine genaue Aussage darüber getroffen werden, wie viele Dividendenzahlungen in den Produktpreis miteinbezogen werden müssen. Deshalb werden endlos laufende Produkte zum Zeitpunkt der Dividendenausschüttung angepasst. Praktisch geschieht dies über die Adjustierung des Basispreises und der Stop-Loss- Schwelle eines Produkts um den Wert der ausgeschütteten Dividende (in der Regel zu 100 Prozent). Der Preis des Open-End-Stop-Loss-Turbos bleibt bei einer Anpassung in Höhe der kompletten Dividende unverändert. Es gilt jedoch zu beachten, dass es bei dieser Form der Anpassung Unterschiede zwischen den Emittenten dieser Produkte gibt und sich der Anleger vor einer Investition über die jeweilige Vorgehensweise des Emittenten informieren sollte.

5 flash 5 Kurssturz hilft Best-In-Zertifikaten Dem starken Kurssturz an den Börsen seit Beginn des Jahres kann man in mancher Hinsicht auch Positives abgewinnen. So verhalf er Best-In-Zertifikaten oftmals zu einem niedrigen Ausgangsniveau. Bei klassischen Express-Zertifikaten wird das Ausgangsniveau an einem vor der Emission festgelegten Tag ermittelt. Meist ist dies der letzte Tag der Zeichnungsfrist. Um in den Genuss einer Kuponzahlung zu kommen, muss dann während der Laufzeit der Index, in der Regel handelt es sich dabei um den Dow Jones EURO STOXX 50, an einem der Beobachtungstage über diesem Ausgangsniveau notieren. Im Vergleich hierzu gibt es bei Best-In Express Zertifikaten nicht nur einen einzigen Tag für die Bestimmung des Ausgangsniveaus, sondern eine ganze Periode. Der tiefste Schlusskurs während dieses Zeitraums ergibt dann das Ausgangsniveau. Die Zertifikate, für die diese Best-In-Periode im Januar, Februar oder März lag, haben somit ein vergleichsweise niedriges Ausgangsniveau, was die Chance auf eine vorzeitige Rückzahlung mit attraktiven Kupons erhöht. Die derzeit höhere Volatilität ermöglicht darüber hinaus einen billigeren Einstieg in viele dieser Zertifikate. Eine Übersicht unserer Best-In Express Zertifikate finden Sie im Kursteil auf den Seiten 149/150. Ausführliche Informationen sowie eine Produktbroschüre sind auch auf unserer Internetseite verfügbar. Auf Wunsch senden wir Ihnen diese natürlich auch gern per Post. n FIRST Presse Sonne oder mehr? Unser Favorit bleiben deshalb Discountzertifikate auf SolarWorld: Das TecDAX-Schwergewicht ist herausragend positioniert, verfügt über einen guten Zugang zum knappen Rohstoff Silizium und hat es verstanden, die visionäre Kraft von Firmengründer Frank Asbeck mit soliden Managementstrukturen zu verknüpfen. Ein Debakel à la Conergy halten wir hier für nahezu ausgeschlossen. Toprabatte auf den heimischen Sonnenkönig gibt es unter anderem bei der Citi. In der steuergünstigen Laufzeitklasse bis zum März 2009 stellt das US-Haus für einen 30er-Cap eine Maximalrendite von knapp 30 Prozent in Aussicht (ISIN DE000CG78HV5). Die aktuell zu Preisen um 32,00 Euro gehandelte Aktie darf also bis zur Fälligkeit noch leicht nachgeben, ohne dass die Rendite in Gefahr gerät. Die Verlustzone ist sogar satte 27 Prozent entfernt. ZertifikateJournal 08/2008 Die interessantesten Optionsscheine auf Devisen Optionsschein WKN Laufzeit Basis EUR/GBP-Call CG75HH ,78 EUR/CHF-Call CG75EZ ,61 Der Aktionär 11/2008 Gegessen wird immer Auch der französische Lebensmittelriese Danone strebt für 2008 ein weiteres Wachstum im hohen prozentual einstelligen Bereich an, nach einem ausgezeichneten Geschäftsjahr Technisch zeigt die Aktie ein interessantes Bild, nachdem die Unterstützung bei 51,50 Euro behauptet werden konnte. Eine attraktive Maximalrendite von 10,8 Prozent oder 8,2 Prozent p. a. bringt ein Discounter der Citi (ISIN DE000CG82LY3) mit Cap bei 40,00 Euro und einer Laufzeit bis Juni Die Aktie darf noch um 23,8 Prozent fallen, ohne die Rendite in Gefahr zu bringen. ZertifikateJournal 08/2008 Optionsschein der Woche Der Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck treibt den Ausbau der Chemiesparte voran [...] Sowohl charttechnische als auch fundamentale Gründe sollten also für Kurssteigerungen bei dem DAX-Titel sprechen. Mit einem lang laufenden Call können Anleger von einer möglichen positiven Kursentwicklung profitieren. ISIN Laufzeit Basispreis DE000CG81ZB EUR Euro am Sonntag

6 6 Highlight Coolness und klare Strategie führen zum Erfolg Was bei Frischverliebten gerade noch akzeptabel ist, kann bei der Geldanlage zu Fehlentscheidungen führen. Anleger sollten die rosarote Brille besser absetzen und einen klaren Blick für die Marktentwicklung behalten. Behavioural Finance untersucht, wie sich Anleger von der Psyche beeinflussen lassen und welche Fehler es zu vermeiden gilt.

7 Highlight 7 FIRST Essentials n Tag der nervösen Frösche. Am 26. November 2002 veröffentlichte die Lufthansa eine Mitteilung über die Geschäftszahlen der ersten neun Monate. Die Überschrift lautete: Lufthansa erzielt operativen Gewinn von 790 Mio. Euro und übertrifft Vorjahresergebnis um 500 Mio. Euro. Prompt setzte ein Ansturm auf Aktien der Fluggesellschaft ein. Der Kurs schnellte um 5 Prozent nach oben. Doch nur kurze Zeit später drehte die Aktie wieder ins Minus. Unbeteiligten Beobachtern drängt sich dann schon mal die Frage auf, ob die Anleger den Verstand verloren haben. Die Antwort: Nein, das haben sie nicht; aber sie schalten ihn regelmäßig aus. So provozierend das klingt, es ist eine der zentralen Thesen des Behavioural Finance. Gemäß dieser relativ neuen Richtung in der Kapitalmarktforschung werden Investmententscheidungen selten rational getroffen. Stattdessen führen psychologische Verhaltensmuster wie zum Beispiel mangelnde Selbstkontrolle, Selbstüberschätzung oder kognitive Dissonanzen zu Fehlentscheidungen. Kurzum: Auch der Homo oeconomicus ist nur ein Mensch. Nobelpreisgewürdigte Erkenntnisse Eine psychologische Erklärung für Kursturbulenzen bei der Lufthansa liefert die Theorie der nervösen Frösche des US- Wissenschaftlers und Nobelpreisträgers Daniel Kahneman. Demnach schenken Anleger neuen Informationen besondere Aufmerksamkeit und bewerten sie folglich über. Mit diesem Verhaltensmuster kann der Mensch in der Natur schnellstmöglich auf Gefahren reagieren. An den Finanzmärkten führt diese Angewohnheit allerdings zu übertriebenen Ausschlägen, weil jede Kleinigkeit, wenn sie nur neu ist, stärker in die Bewertung eingeht, als die tatsächliche Profiterwartung dies rechtfertigt. Börsianer benehmen sich deshalb wie nervöse Frösche und sorgen für ein übertriebenes Auf und Ab an den Märkten, das nach rationalen Gesichtspunkten nicht angemessen ist. So auch im Fall der Lufthansa: In der ersten Euphorie über den Gewinnsprung ging unter, dass es um die Kranich-Airline gar nicht so gut bestellt ist das Management prognostizierte für das folgende Quartal einen Verlust. Das Beispiel Lufthansa ist nur eines von vielen. Tagtäglich stehen Anleger in einem Spannungsfeld zwischen Intellekt und Emotion mit dem Ergebnis, dass nicht selten falsche Entscheidungen getroffen werden. Fällt zum Beispiel bei einem Roulettespiel die Kugel mehrmals nacheinander auf Rot, so wird vielfach Schwarz beim nächsten Wurf für wahrscheinlicher gehalten. Das ist nicht richtig, da die Eintrittswahrscheinlichkeit für Rot oder Schwarz bei jeder neuen Runde jeweils knapp 50 Prozent beträgt (die 0 gehört der Bank), egal, wie häufig eine Farbe n Anleger verhalten sich häufig nicht rational. Das Bild vom vernunftgetriebenen Homo oeconomicus ist überholt. n Aus psychologischen Verhaltensmustern können falsche Anlageentscheidungen resultieren. n Behavioural Finance untersucht diese Phänomene. n Aus den Erkenntnissen lassen sich wertvolle Anlageregeln ableiten. zuvor gefallen ist. Dieses kognitive Fehlverhalten, bei dem Menschen aufgrund ihrer Wahrnehmung trotz besserer Kenntnis zu falschen Schlussfolgerungen gelangen, ist in vielfältiger Form auch an der Börse zu beobachten. Was fällt, kann weiter fallen So konnten in einem Experiment die Probanden fiktive Aktien kaufen, deren Kursentwicklung von den Forschern täglich per Zufallsprinzip ermittelt wurde. Dabei zeigte sich, dass die Versuchspersonen bevorzugt auf Werte setzten, die bereits eine längere (rein zufällige) Abwärtsbewegung hinter sich hatten ganz nach dem Motto: Was tief gefallen ist, muss auch wieder steigen. Auch in der Praxis erfreut sich diese Strategie hoher Beliebtheit. Dabei wird jedoch gern übersehen, dass ein Titel, der zum Beispiel schon um 50 Prozent gesunken ist, an jedem neuen Tag wieder um 50 Prozent fallen kann. Nichts ist, wie es scheint Behavioural Finance nimmt sich Phänomenen wie dem kognitiven Fehlverhalten an. Irrationale Handlungen können aber auch andere Ursachen haben. Eine davon liegt in der Wahrnehmung und Verarbeitung von Informationen. Anleger sehen sich heutzutage mit einer Flut an Informationen konfrontiert, deren Masse das Gehirn schlichtweg überfordert. Unser Denkorgan schaltet dann auf Komplexitätsreduzierung. Will heißen: Sachverhalte werden vereinfacht, vernachlässigt oder nur noch selektiv wahrgenommen. Oder es erfolgt ein Anchoring. Der Anleger handelt dann nach mentalen Richtwerten, die von der Realität möglicherweise schon lange überholt wurden. In Experimenten wurde außerdem herausgefunden, dass Börsianer die Umwelt nicht nur relativ wahrnehmen, sondern auch relativ bewerten. Dies führt dann häufig zum berühmten Dispositionseffekt. Darunter versteht man das Phänomen, dass Gewinne zu früh realisiert werden, während man Verluste vor sich herschiebt. Die Erklärung dafür: Mit zunehmenden Gewinnen nimmt der Grenznutzen aus jedem Prozentpunkt zusätzlicher Performance ab. Der erste Knödel schmeckt ja auch besser als der dritte. Früher oder später ist man satt und verkauft die Position.

8 8 Highlight Aussitzen ist ein schlechter Rat Verluste werden dagegen völlig anders bewertet, man müsste sich ja eingestehen, eine Fehlentscheidung getroffen zu haben. Statt das Risiko durch einen Verkauf des Minusmachers zu begrenzen, versuchen viele Anleger, Verluste auszusitzen, in der Hoffnung, dass sich der Kurs wieder erholt. Geht es dagegen noch weiter nach unten, werden gern Floskeln gebraucht wie Das spielt jetzt auch schon keine Rolle mehr oder Wenn ich heute verkaufe, würde ich mich dumm und dämlich ärgern, wenn der Kurs morgen steigt. Dabei ist häufig das Phänomen zu beobachten, dass ein Akteur, der sich vor der Kaufentscheidung besonders eingehend mit einer Aktie beschäftigte, Verluste deutlich länger vor sich herschiebt als jemand, der den Titel ohne große Recherche, also auf gut Glück, ins Depot genommen hat. Man hat sich ja intensiv mit der Aktie beschäftigt und damit eine besondere Bindung (Commitment) zu ihr aufgebaut. Umso schwerer fällt das Eingeständnis, ausgerechnet bei seiner Lieblingsaktie falsch gelegen zu haben. Das Problem mit Verlusten Mit Verlusten ist es ohnehin so eine Sache. Vor einer Investition neigen Investoren stark dazu, Risiken zu vermeiden. Diese Verlustaversion führt in der Praxis dazu, dass Anleger risikofreie Investments bevorzugen und damit auf mögliche Überrendite von Aktien zum Beispiel gegenüber Sparguthaben oder Anleihen verzichten. Ist ein Verlust aber erst einmal eingetreten, kennen Marktteilnehmer oft keine Hemmungen, das Risiko mit dem Aufbau von weiteren Positionen des gleichen Wertpapiers zu erhöhen mit der Argumentation, den Einstandskurs zu reduzieren. In Wirklichkeit ist diese Jetzt-erst-recht -Mentalität hochriskant, da die Titelrisiken gefährlich zunehmen. Volle Kontrolle ist eine Illusion Ein weiteres stark verbreitetes Verhaltensmuster wird in der Börsenpsychologie als Kontrollillusion bezeichnet. Der Anleger glaubt, Herr einer bestimmten Situation zu sein, obwohl dies in der Realität nicht der Fall ist. Sein Gehirn ist auf selektive Wahrnehmung geschaltet, er sieht nur das, was seine Entscheidungen rechtfertigt. Informationen, die nicht ins Bild passen, werden ausgeblendet. Das kann gefährlich werden. Denn der Glaube, alles im Griff zu haben, führt zu Selbstüberschätzung. Man wähnt sich dann in der Lage, den Gang der Dinge positiv beeinflussen zu können. Das ist an der Börse de facto nicht möglich. Selbst nicht für Händler wie Nick Leeson von der englischen Barings Bank oder Jérôme Kerviel von Société Générale, die Milliarden in den Sand setzten, weil sie meinten, die Märkte zu ihren Gunsten bewegen zu können. In enger Verbindung mit der Kontrollillusion ist das Phänomen der gelernten Sorglosigkeit zu sehen. Davon spricht man, wenn ein Anleger nach einer Serie von erfolgreichen Engagements nicht mehr das Gefühl kennt, Verluste zu erleiden. In der Praxis führt dies häufig dazu, dass nach zwei, drei geglückten Trades der Einsatz drastisch erhöht wird und/oder besonders riskante Aktien gekauft werden. Diesem Leichtsinn unterliegen vor allem Personen, die neu an der Börse sind, mit dem Ergebnis, dass sie plötzlich auf dicken Verlusten sitzen und mit Aktien nie wieder etwas zu tun haben wollen. Des Anlegers schlimmster Feind Die aufgeführten Verhaltensmuster sind nur einige Beispiele, wie Emotionen Marktteilnehmer beeinflussen und zu falschen Entscheidungen verleiten. Schon Investmentlegende Benjamin Graham wusste: Das größte Problem der Anleger und ihr schlimmster Feind sind wahrscheinlich sie selbst. Nur wer sich erkennt, kann es besser machen. Eine Liste mit zehn Tipps dazu finden Sie auf der nächsten Seite. n Der Fall Nick Leeson: Kontrollillusion 1995 ruinierte ein einziger Mann eine ganze Bank. Der damals 28-jährige Nick Leeson war als Trader bei der ehrwürdigen englischen Barings Bank in der Niederlassung Singapur angestellt eröffnete er spekulative Positionen, um den Fehler eines Mitarbeiters zu verstecken. Jedoch entstanden auch hier Verluste. Entgegen der Verhaltensannahme des traditionellen Finance reagierte er aber nicht mit größerer Zurückhaltung gegenüber weiteren Risiken, sondern nahm sogar noch größere Risiken in Kauf, um die Verluste doch noch auszugleichen. Leeson erklärte sein Verhalten später mit den Worten: I gambled on the stock market to reserve my mistakes and to save Barings. Jedoch erhöhte sich das Minus auf 619 Mio. britische Pfund, was die Barings Bank in den Ruin trieb. Das Verhalten, auf Verluste mit größerer Risikobereitschaft zu reagieren, ist eine der zentralen Hypothesen des Behavioural Finance. Sie ist auch zentraler Kernbestandteil der Theorie von Wirtschaftsnobelpreisträger Daniel Kahneman.

9 Highlight 9 Zehn Tipps, die Psyche in den Griff zu bekommen Tipp 1 Tipp 2 Tipp 3 Tipp 4 Tipp 5 Tipp 6 Tipp 7 Tipp 8 Tipp 9 Tipp 10 Machen Sie Ihre Anlageentscheidungen nicht allein von der Meinung anderer Akteure oder der von Freunden abhängig, denn sie werden fast nur von Gewinnen berichten. Sehen Sie nicht alles durch die rosarote Brille. Suchen Sie gezielt nach Informationen, die Ihrem Engagement zuwiderlaufen. Lassen Sie sich nicht von Neuigkeiten treiben. Behalten Sie stattdessen das große Bild im Auge, aufgrund dessen eine Entscheidung gefällt wurde. Denken Sie immer daran: Was steigt, kann noch weiter steigen. Was fällt, kann noch weiter fallen. Legen Sie vor jedem Investment ein Kursziel und eine Verlustbegrenzungsmarke fest. Disziplinieren Sie sich, dieses Verlustlimit auf keinen Fall zu überschreiten. Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Lassen Sie Verluste nicht zu lange laufen. Denken Sie daran, dass die Mittel für aussichtsreichere Positionen blockiert sind. Achten Sie darauf, bei einer Erfolgsserie das Handelsvolumen nicht schlagartig zu erhöhen. Lassen Sie sich nicht verleiten, bei Verlusten den Einstandspreis durch den Kauf weiterer Positionen zu reduzieren. Der Verlust wird dadurch nicht geringer, das Klumpenrisiko wächst indes beträchtlich. Verschwenden Sie keine Zeit auf das Lamentieren mit hätte, könnte oder würde. Konzentrieren Sie sich stattdessen auf die offenen Positionen. Die Masse lässt sich gern treiben. Folgen Sie keinem Trend, von dem Sie nicht selbst überzeugt sind.

10 10 trend US-Dollar Crash oder Comeback? Die US-Währung hat historische Tiefstände erreicht. Ist der Boden schon gefunden? Volkswirte sind skeptisch. Der Absturz des Greenback hat aber auch positive Seiten.

11 Trend 11 Die Höhen und Tiefen des US-Dollar Bei der offiziellen Einführung des Euro im Januar 1999 startete die Einheitswährung bei 1,1789 US-Dollar. Die Bandbreite, gerechnet vom Tief bei 0,82 US-Dollar (Oktober 2000) und dem Hoch bei 1,59 US-Dollar (März 2008) beträgt beachtliche 93 Prozent. US-Dollar verliert an Dominanz Weltweite Devisenreserven (ausgewählte Währungen) Währung * US-Dollar 70,7 % 63,7 % Euro 19,8 % 26,4 % Pfund Sterling 2,7 % 4,8 % Japanischer Yen 5,2 % 2,7 % * Ende drittes Quartal. Quelle: IMF, Currency Composition of Official Foreign Exchange Reserves n Und was macht der Dollar? heißt ein bekanntes Buch des 1999 verstorbenen Börsenexperten André Kostolany. Die knappe Antwort: Er fällt. Und das, abgesehen von wenigen Gegenbewegungen, schon seit mehr als sechs Jahren. Seit Anfang 2002 hat der US- Dollar gegenüber dem Euro fast 45 Prozent an Wert verloren. Zuletzt durchbrach die europäische Gemeinschaftswährung die Rekordmarke von 1,59 US-Dollar. Im Umkehrschluss heißt das, einen US-Dollar gibt es bereits für 0,63 Euro. Der Trend ist nicht nur auf den Euro beschränkt. Auch gegenüber anderen wichtigen Währungen wie dem Schweizer Franken, dem britischen Pfund und sogar dem angeschlagenen japanischen Yen büßte der Greenback, wie der US-Dollar wegen der grün gehaltenen Rückseite auch genannt wird, massiv ein. Exporteure in Bedrängnis Was bei Touristen mit Reiseziel USA für Verzückung sorgt, da sie beim Wechseln ihres Gelds mehr US-Dollar bekommen, treibt Volkswirten zunehmend Sorgenfalten auf die Stirn. Die schwache US-Devise bringt vor allem Länder mit hohem Exportanteil in den US-Dollar-Raum in Bedrängnis. Europäische Produkte werden für US-Amerikaner teurer. Die Folge: Die Ausfuhren leiden. Laut dem Bundesverband des Deutschen Groß- und Außenhandels (BGA) war im vergangenen Jahr ein Rückgang um fast 6 Prozent im Handel mit den USA, dem wichtigsten außereuropäischen Abnehmer, zu verzeichnen 1. Währungsverluste für Anleger Aber auch für Anleger hat der Verfall der Weltleitwährung weitreichende Konsequenzen. Wer zum Beispiel ungesichert in auf US-Dollar lautende Anlagen wie US-Aktien oder Rohstoffe wie Öl und Gold (werden bekanntlich in US-Dollar gehandelt) investiert ist, wird von Wechselkurseinbußen geplagt. Beispiel Gold: Das Edelmetall legte in den vergangenen zwölf Monaten zwar um 60 Prozent zu. In Euro umgerechnet schmilzt das Plus jedoch auf rund 30 Prozent zusammen. Und auch indirekt können Investoren von der US-Dollar- Abwertung negativ betroffen sein, etwa dann, wenn die Kurse von heimischen Aktiengesellschaften mit hohem Exportanteil aufgrund der Entwicklung auf dem Devisenmarkt unter Druck geraten. Anlass genug, um sich Gedanken über die weitere Entwicklung zu machen. Wohin geht der Trend? Gelingt dem US-Dollar ein Comeback oder wertet er weiter ab? Droht sogar ein Crash? Bevor man sich mit solchen Fragen befasst, gilt es, die Ursachen von Währungsschwankungen näher zu betrachten. In Systemen mit FIRST Essentials n Der US-Dollar hat massiv an Wert verloren. n Die Ursachen hierfür sind unter anderem die erhöhte US-Inflation, die Abschwächung der US-Wirtschaft sowie die Leitzinssenkungen der Fed. n Die Mehrheit der Volkswirte hält eine weitere Abwertung des US-Dollar für möglich. n Anleger sollten den Wechselkurs im Blick behalten.

12 12 trend freien Wechselkursen entscheiden zwar grundsätzlich Angebot und Nachfrage über den Preis einer Devise, doch die Motive der Akteure sind unterschiedlich. Schreckgespenst Inflation Rund 15 Prozent der Transaktionen am Devisenmarkt basieren auf dem grenzüberschreitenden Handel mit Gütern und Dienstleistungen. Darauf fußt auch der Klassiker unter den Erklärungsansätzen für Wechselkursbewegungen: die Kaufkraftparitätentheorie. Nimmt die Kaufkraft des Gelds in einem Land ab (Inflation), führt dies theoretisch zu einer Abwertung der betroffenen Währung. Das spricht nicht gerade für den US-Dollar. Durch die expansive Geldpolitik der US-Notenbank infolge der Kreditkrise sowie der hohen Rohstoffpreise lag die Inflationsrate in den USA im Februar bei 4 Prozent. Das ist deutlich höher als im Euroraum, wo die Verbraucherpreise im gleichen Monat um 3,3 Prozent angezogen sind. Niedrige Zinsen belasten US-Dollar Neben den Exporteuren und Importeuren treten insbesondere Investoren und Spekulanten am Devisenmarkt auf. Hier setzt die Zinsparitätentheorie an. Sie basiert auf der Überlegung, dass Anleger ihr Geld dort investieren, wo es eine höhere Verzinsung bringt. Ein Beispiel: Eine Zinssenkung durch die Notenbank macht einen Wirtschaftsraum und damit seine Währung für Anleger unattraktiver. Daher ziehen sie ihr Geld dort ab und legen es in einer ertragreicheren Währung an. Die durch die Zinssenkung betroffene Währung verliert an Wert. Im umgekehrten Fall wird eine Währung durch höhere Zinsen attraktiver und wertet auf. Aber auch die Dynamik der Wirtschaft spielt bei Anlageentscheidungen eine wichtige Rolle. Je stärker eine Volkswirtschaft wächst, umso attraktiver ist sie für Investoren. Vor allem die erwartete Rezession in den USA sowie der verloren gegangene Zinsvorteil der US-Währung zum Euro gelten derzeit als die wesentlichen Faktoren für die Schwäche des US- Dollar. Die US-Notenbank Fed hat im Sommer 2007 auf dem Höhepunkt der Subprime-Krise eine Zinssenkungsrunde eingeläutet. Seither sanken die Leitzinsen von 5,25 Prozent bis auf 3 Prozent, weitere Schritte nach unten gelten als wahrscheinlich. Dagegen hat die EZB die Leitzinsen in der Eurozone bisher stabil bei 4 Prozent gehalten. Super-GAU: eine Massenflucht Mittlerweile führt die US-Dollar-Talfahrt zu Zweifeln, ob die US-Devise ihre Rolle als Weltleitwährung langfristig aufrechterhalten kann. Die Stimmen derer werden lauter, die dem Greenback den Rücken kehren wollen. So sprach sich jüngst Chinas Handelsminister dafür aus, die Devisenreserven des Lands insgesamt die gigantische Summe von 1,5 Bil. US-Dollar in verschiedenen Währungen zu halten 2. Umschichtungen oder sogar eine Massenflucht so die Befürchtungen von Währungsexperten könnten dem US-Dollar den Rest geben. Der US-Dollar fällt weiter Auch wenn das Wort Crash kaum jemand in den Mund nehmen mag, die Mehrheit der Experten geht davon aus, dass der US-Dollar seinen Boden noch nicht gefunden hat. Der Superinvestor Warren Buffett sieht den US-Dollar auch über die nächsten Jahre weiter fallen: Der Wertverlust ist bereits massiv, aber er dürfte weiter anhalten. 3 In das gleiche Horn bläst Norbert Walter, Chefvolkswirt der Deutschen Bank: Wir werden Kurse von über 1,60 US-Dollar sehen, prophezeit er 4. Und auch der Bundesverband des deutschen Groß- und Außenhandels (BGA) rechnet in den kommenden sechs Monaten mit einer weiteren Abwertung des US-Dollar 1. Nicht alles ist schlecht Immerhin: Die Schwäche des Greenback hat auch gute Seiten. US-Produkte werden auf dem Weltmarkt billiger, was den Export stärkt und die Wettbewerbsfähigkeit der USA erhöht. Möglicherweise fällt der konjunkturelle Abschwung in der größten Volkswirtschaft der Welt aufgrund des günstigen US- Dollar-Kurses geringer aus als befürchtet. Aber auch für deutsche Unternehmen können sich positive Effekte ergeben. Zum einen, weil der Anstieg des Ölpreises (Stichwort: Energiekosten) durch den US-Dollar-Verfall bis zu einem gewissen Grad kompensiert werden kann. Zum anderen, weil es für deutsche Firmen billiger geworden ist, in die USA zu expandieren, dort neue Standorte aufzubauen oder Zukäufe zu tätigen. US-Dollar-Strategien für Anleger Und wie können sich Anleger verhalten, um negative Auswirkungen der US-Dollar-Abwertung zu vermeiden? Wer Wechselkursrisiken bei auf US-Dollar lautenden Investments gänzlich vermeiden will, kann in Quanto Zertifikate investieren, die über eine eingebaute Währungssicherung verfügen. Wer dagegen gezielt auf Schwankungen spekulieren will, kann dies mit Optionsscheinen und Turboprodukten tun. Diese Hebelpapiere sind zwar insbesondere für risikofreudige Trader konzipiert, da ein Investment bei ungünstiger Marktentwicklung im schlimmsten Fall zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen kann, eignen sich aber auch, um US-Währungspositionen im Depot gegen Wechselkursschwankungen abzusichern. n Quellen: 1 BGA, Pressemitteilung vom 4. März Peoples Bank of China/Statistische Zeitreihen. 3 Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 7. März Deutsche Bank; Walters Web Winkel vom 27. Februar FIRST Aid Ausführliche Informationen zu Optionsscheinen und Turbos auf das Währungspaar EUR/USD sowie zu allen anderen Zertifikaten der Citi finden Sie im Internet: Sie haben noch weitere Fragen? Dann rufen Sie uns doch einfach an. Telefon Auf Wunsch rufen wir Sie auch gern zurück.

13 Anzeige Seminareinladung Richtiges Investieren in volatilen Märkten Theorie und Praxis Wenn die Kurse stark schwanken, wird vielen Anlegern besonders deutlich, dass ihr Portfolio neben Chancen auch Risiken aufweist. In diesem Seminar zeigen wir auf, wie Hebel- und Anlageprodukte funktionieren. Lernen Sie diese Produkte in volatilen Märkten richtig einzusetzen. Profitieren Sie von volatilen Märkten! Welche Möglichkeiten haben Sie, wenn der DAX fällt? Citi: Pascal Nörrenberg, Danny Treffer Einsatz von Hebelprodukten in volatilen Märkten Société Générale: Markus Jakubowski, Sebastian Bleser Die Wahl der richtigen Anlagezertifikate in volatilen Märkten Börse Stuttgart: Mike Michal Entscheidende Informationen zum Handel mit verbrieften Derivaten Ja ich will mit Personen teilnehmen Termine 14. April 2008 Stuttgart, Börse Stuttgart 15. April 2008 Frankfurt, Hotel Hilton 16. April 2008 Hamburg, Hotel Radisson SAS 17. April 2008 Berlin, Hotel Radisson SAS 21. April 2008 Leipzig, Hotel Marriott 22. April 2008 Nürnberg, Hotel Holiday Inn 23. April 2008 München, Künstlerhaus München 24. April 2008 Köln, Hotel Hilton Die Seminare beginnen jeweils um Uhr. Dauer bis Uhr (inkl. eines Imbiss in der Pause). Die Zahl der Teilnehmer ist begrenzt. Die Anmeldungen werden in der Reihenfolge ihres Eingangs berücksichtigt. So melden Sie sich an: per Internet: per Telefon: 089 / per Fax: 089 / Name Vorname Institutsname Straße und Nr. Ihre Anmeldung wird wirksam, wenn der Teilnahmebetrag von 10,00 EUR pro Person inkl. MwSt. auf dem Konto , Good Relations Consulting e.k., BLZ (HypoVereinsbank München), Stichwort Volatile Märkte, eingegangen ist. Ich bin damit einverstanden, dass meine Angaben von der boerse-stuttgart AG, der Firma Good Relations Consulting, Citi und Société Générale ausschließlich zu eigenen Marktforschungs- und Werbezwecken (Werbung per oder Post) verwendet und gespeichert werden. PLZ / Ort Telefon (Bitte in Druckbuchstaben schreiben)

14 14 Sales Dividendensaison voraus! Was Optionsscheininhaber beachten sollten In den kommenden Wochen können sich Aktionäre wieder auf Rekordausschüttungen der deutschen Aktiengesellschaften freuen. Allein die DAX-Unternehmen schütten in der diesjährigen Dividendensaison 28 Mrd. Euro aus. Optionsscheininhaber sollten sich in dieser Zeit ihr Produkt genau anschauen, um einen eventuellen finanziellen Verlust zu vermeiden.

15 sales 15 n Im Grundsatz gilt: Dividenden sind im Preis eines Optionsscheins bereits berücksichtigt. Wäre dies nicht so, würde der Inhaber eines Calls am Tag der Dividendenausschüttung einen Verlust erleiden und ein Put- Besitzer sich über einen Gewinn aufgrund des Dividendenabschlags freuen. Es gibt jedoch eine Ausnahme, bei der ein Anleger aktiv werden muss, um einen finanziellen Verlust abzuwenden. Das gilt für im Geld notierende FIRST Lexikon Call-Optionsscheine. Ausübung Die Ausübung ist nicht zu verwechseln mit der Handelbarkeit eines Der Preis eines Optionsscheins setzt sich aus dem inneren Wert und dem Zeitwert zusammen. Im Geld liegende Pro- Optionsscheins. Kaufen und verkaufen können Anleger Citi-Produkte von 8 bis 22 Uhr. Die Ausübung steht dukte haben einen hohen hingegen für die Nutzung des in einem Optionsschein verbrieften Rechts, den Basiswert zu bestimmten inneren Wert und im Vergleich dazu einen niedrigen Zeitwert. Fällt innerhalb der Laufzeit Bedingungen zu kaufen (Call) oder zu eines Optionsscheins für den verkaufen (Put). Unterschieden wird hierbei zwischen einer amerikanischen Basiswert eine Dividendenzahlung und einer europäischen Option. Ist das Ausübungsrecht amerikanisch, kann der Anleger an, so wird sie mit Beginn der Laufzeit bereits berücksichtigt. Die Dividende wird börsentäglich ausüben. Bei einem hierfür auf den heutigen Tag europäischen Optionsschein ist dies nur am Fälligkeitstag möglich. diskontiert, das heißt, es wird der Wert der Dividende berechnet, den man heute zu einem Zinssatz anlegen muss, um an ihrem zukünftigen Auszahlungstag die volle Höhe zu erhalten. Diese diskontierte Dividende wird dann vom ursprünglichen Preis des Optionsscheins abgezogen. Der so vorweg bereits berücksichtigte Dividendenabschlag kann jedoch maximal so hoch sein wie der aktuelle Zeitwert des Optionsscheins. Denn das Produkt kann nicht unter seinem inneren Wert notieren. Da dieser Optionsschein ein börsentägliches Ausübungsrecht beinhaltet, würde ein Preis unterhalb des inneren Werts eine Arbitragemöglichkeit darstellen. Zugleich besteht ein Verlustrisiko für den Anleger, wenn der eigentlich zu berücksichtigende Dividendenabschlag höher ist als der aktuelle Zeitwert eines Optionsscheins. Denn am Tag der Ausschüttung wird der Optionsschein dann wieder auf seinem fairen Niveau notieren. Sofern ein Optionsschein von dieser Sondersituation betroffen ist, sollten Anleger in ihrem Besitz befindliche Anteile vor der Dividendenausschüttung ausüben oder verkaufen. Ein Beispiel soll dies verdeutlichen: Ein Optionsschein auf eine Aktie hat einen Basispreis von 30 Euro, eine Restlaufzeit von drei Monaten und ein Bezugsverhältnis von 0,1. Die Aktie notiert derzeit bei 50 Euro und die Gesellschaft plant, eine Dividende von 4 Euro auszuschütten. Ohne Berücksichtigung der Dividende hat der Optionsschein einen Preis von 2,10 Euro. Dieser setzt sich aus einem inneren Wert von 2 Euro ([50 30] 0,1) und einem Zeitwert von 0,10 Euro zusammen. Die Dividende hat einen Abschlag von 0,40 Euro (4 0,1) für den Optionsschein zur Folge. Bei einem Preis von 2,10 Euro können von diesen 0,40 Euro jedoch nur 0,10 Euro berücksichtigt werden, da der Optionsschein nicht unter seinem inneren Wert von 2 Euro notieren kann. Am Tag der Hauptversammlung, an dem auch die Höhe der Dividende beschlossen wird, erfolgt dann die Anpassung des Produktpreises. Für diesen Optionsschein hätte dies zur Folge, dass der Preis von 2 Euro auf 1,70 Euro sinken würde. n Dividenden sind im Preis eines Optionsscheins bereits enthalten. Zeitwert Dividendenabschlag Innerer Wert Preis des Optionsscheins vor Dividendenausschüttung Preis des Optionsscheins nach Dividendenausschüttung

16 16 talk Klaus Allofs geboren am 5. Dezember 1956 in Düsseldorf, ist ein bekannter Fußballnationalspieler, der während seiner aktiven Zeit mit deutschen und französischen Mannschaften große Erfolge erzielt hat. Nach dem Ende seiner Spielerlaufbahn arbeitete er kurzzeitig als Trainer von Fortuna Düsseldorf. Seit 1999 ist er Mitglied im Vorstand von Werder Bremen und dort als Geschäftsführer Profifußball tätig. Zusammen mit Trainer Thomas Schaaf, seinem ehemaligen Mannschaftskameraden, ist er einer der Väter des Aufschwungs beim SV Werder Bremen seit Ende der Neunzigerjahre. Als Manager hat er den DFB-Pokalsieg 2004 und die Meisterschaft 2004 auf dem Konto stehen. Werder Bremen und die Citibank aus Leistung wird Vertrauen fırst: Herr Allofs, was war Ihr Lieblingsverein, als Sie das Fußballspielen angefangen haben, und warum? fırst: Werder Bremen ist ein Beispiel für solides Wirtschaften. Worin liegt das begründet? Klaus Allofs: Mein Lieblingsverein war damals Fortuna Düsseldorf. Ich habe beim TuS Gerresheim in einem Stadtteil Düsseldorfs begonnen, Fußball zu spielen. Da war die Begeisterung für die Fortuna vorprogrammiert. fırst: Sie haben kürzlich Ihren Vertrag mit Werder Bremen bis 2012 verlängert. In den Medien wurde kolportiert, dass auch andere Vereine an Ihnen interessiert waren. Was gab den Ausschlag für Ihre Entscheidung? Allofs: Ich habe schon immer betont, dass ich mich bei Werder Bremen sehr wohlfühle und sicher bin, dass wir mit den Voraussetzungen, die Werder bietet, auch in Zukunft Erfolg haben werden. Das Gesamtpaket sprach dafür, dass ich meinen Vertrag sogar vorzeitig, denn der alte lief ja noch bis 2009, verlängere. Allofs: Unsere Philosophie ist es, nur das Geld auszugeben, das uns zur Verfügung steht oder bei dem die Wahrscheinlichkeit gegen 100 Prozent geht, dass wir es zukünftig einnehmen. Wir betreiben sozusagen eine einnahmeorientierte Ausgabenpolitik. Diese Arbeitsweise ist über viele Jahre gewachsen. Ich habe sie früher schon als Spieler erlebt. Es ist sicher nicht die einzige Herangehensweise, aber eine, die zu Werder Bremen und zu unserer Region passt. Daher wird diese Philosophie von Generation zu Generation weitergegeben und von allen verinnerlicht. Wir wollen den maximalen sportlichen Erfolg, aber diese Art zu wirtschaften steht für uns an vorderster Stelle. Unsere Philosophie ist es, nur das Geld auszugeben, das uns zur Verfügung steht.

17 talk 17 fırst: Als Geschäftsführer Profifußball sind Sie wirtschaftlich für ein Millionenunternehmen mitverantwortlich. Wie haben Sie sich auf diese Aufgabe nach Ihrer Profilaufbahn vorbereitet? Allofs: Auf eine so spezielle Aufgabe kann man sich nur bedingt vorbereiten. Ich war sehr lange Spieler, habe bereits vor meiner Profizeit eine kaufmännische Ausbildung abgeschlossen und nach dem aktiven Fußball einige Zeit eine Firma geleitet, in der wirtschaftliche Fähigkeiten eine große Rolle spielten. So habe ich mir ein Grundwissen angeeignet, das sehr hilfreich ist. Aber das Wenn man sportlich erfolgreich sein will, muss man eventuell manchmal kurzfristig höhere Risiken eingehen. Aber sie müssen überschaubar und kalkulierbar sein. Wissen, das man speziell für die Arbeit in einem Fußballklub braucht, hat sich erst bei Werder Bremen entwickelt. Dabei war es sehr wichtig, mit Jürgen L. Born, Manfred Müller und Klaus-Dieter Fischer drei weitere Geschäftsführer im Team zu haben, die mir ihr Wissen vermittelt haben. fırst: Für Unternehmen mittelständlerischer Größe gehen viele Vereine unverantwortlich hohe Risiken ein. Woran liegt das? Allofs: Ich weiß nicht, ob viele Vereine unverantwortliche Risiken eingehen. Kredite werden ja nicht einfach so gewährt. Es ist die Frage, inwieweit man Einnahmen vorwegnimmt, die man erst in der Zukunft erwartet. Wenn man sportlich erfolgreich sein will, muss man eventuell manchmal kurzfristig höhere Risiken eingehen. Aber sie müssen überschaubar und kalkulierbar sein das ist zumindest unsere Auffassung bei Werder Bremen. Bei privaten Anlegern sind einige risikobereiter, andere etwas vorsichtiger. Und so ist es auch in den Vereinsführungen. Es darf nicht passieren, dass man sagt: Entweder wir werden nächstes Jahr Meister, oder wir gehen in die Pleite. Davor steht auch das Lizenzierungsverfahren der Deutschen Fußball-Liga. Und das ist gerade im Vergleich zu unseren europäischen Nachbarn sehr solide ausgearbeitet. fırst: Falls das Unternehmen Werder Bremen am Jahresende einen Überschuss erzielt, wie wird dieser Betrag angelegt, oder lautet das Ziel lediglich, das Jahr verlustfrei zu beenden? Allofs: Unser Ziel ist es, sportlich erfolgreich zu sein und unseren Fans attraktiven Fußball zu bieten. Aber das sollte natürlich auch mit einem wirtschaftlichen Gewinn verbunden sein. Denn wenn man nicht in sportlich erfolgreichen Zeiten Gewinne einfährt, was soll dann passieren, wenn es mal nicht so gut läuft? Sollte ein Gewinn da sein, dann investieren wir. Auf der einen Seite wollen wir unsere Mannschaft immer weiter verstärken und unseren Spielerkader noch werthaltiger gestalten, sei es mit gestandenen Spielern oder mit Nachwuchskräften. Und wir stecken natürlich Geld in die Infrastruktur, zum Beispiel in den Bau von Trainingsplätzen und in die Jugendarbeit in unserem Nachwuchsleistungszentrum. Wir wollen die Bedingungen rund um unsere Mannschaften noch professioneller gestalten. fırst: Fußball, das Millionengeschäft. Haben Sie nicht manchmal Angst, dass der Sportplatz sich komplett zur Zirkusarena entwickelt? Allofs: Diese Befürchtung habe ich nicht. Davon sind wir noch weit entfernt, gerade wenn man die Entwicklung in anderen Sportarten oder anderen Ländern betrachtet. Unser Hauptaugenmerk gilt immer dem Fußball. Aber natürlich können wir uns veränderten Lebensweisen oder Erwartungen der Menschen nicht ganz verschließen. Nicht nur der Fußball an sich soll Unterhaltung sein, auch das Drumherum. Insbesondere durch die modernen Stadien haben wir es geschafft, dass die Spiele immer mehr sogenannten Eventcharakter bekommen. Nicht nur die 90 Minuten Fußball sind ein Erlebnis, sondern die gesamte Zeit, die man im Stadion verbringt. Wir müssen aber auch in Zukunft darauf achten, dass der Sport an erster Stelle steht und nicht das Spektakel.

18 18 talk fırst: Es hat den Anschein, dass durch den riesigen Leistungsdruck und die mediale Dauerüberwachung die Spieler immer gleichartiger werden. Die großen Charakterköpfe wie einen Gascoine, einen Basler oder einen Matthäus vermisst man zunehmend. Oft hat man bei Spielerinterviews den Eindruck, dass gerade ein Politiker spricht. Was halten Sie von dieser Entwicklung? Allofs: Diese Auffassung kann ich nicht teilen. Im Gegenteil: Wir haben sehr charismatische Spieler, die den Anforderungen, die an sie gestellt werden, nicht nur auf dem Platz immer besser gewachsen sind. Die in der Lage sind, vernünftige Interviews zu geben und sich in der Öffentlichkeit darzustellen. Eine Gleichförmigkeit Wir sind zwei Partner mit einem Ziel. Wir wollen Erfolg, aber für diesen Erfolg muss man immer Topleistungen bringen. haben wir aber keineswegs. Wenn ich auf unsere Mannschaft schaue, dann fallen mir sofort Tim Wiese, Per Mertesacker, Diego oder Ivan Klasnic ein, um nur einige zu nennen. Sie sind ganz unterschiedliche Charaktere. Wir wollen bei Werder Bremen nicht den geklonten Spieler, der ausschließlich pflegeleicht ist. Gesunder Individualismus ist auch in unserem Sport wichtig und macht häufig den Unterschied aus. der WM 2006 hat die Mannschaft gezeigt, wie sie sich im Lauf eines Turniers steigern kann, damals unterstützt von der Begeisterung im eigenen Land. Ich sehe Deutschland als einen der Favoriten und hoffe, dass wir den Titel holen. fırst: Zum neuen TV-Spot Ihres Hauptsponsors Citibank, in dem Sie mitgewirkt haben: Ein Dreh in diesem historischen Amphitheater ist schon etwas Besonderes an diesem ungewöhnlichen Ort trifft Werder Bremen mit der Citibank zusammen. Welche Werte und Merkmale des Traditionsvereins und der weltweit führenden globalen Privatkundenbank werden dem Betrachter im Spot veranschaulicht? Allofs: Wir sind zwei Partner mit einem Ziel. Wir wollen Erfolg, aber für diesen Erfolg muss man immer Topleistungen bringen. Die Botschaft des Spots lautet Aus Leistung wird Vertrauen. fırst: Der Drehplan war ja dicht gedrängt, innerhalb weniger Stunden mussten alle Szenen im Kasten sein. Um einen herum laufen zig Maskenbildner, Statisten, Produktionshelfer. Hand aufs Herz: Was ist turbulenter? Ein Tag als Geschäftsführer von Werder Bremen oder ein hektischer Drehtag? fırst: Zurück zum Thema Geld. Haben Sie auch schon privat Erfahrungen am Kapitalmarkt gemacht? Was war Ihr größter Erfolg? Allofs: Mir geht es so wie sicher den meisten: Manchmal trifft man die richtige Entscheidung und manchmal, das gebe ich zu, die falsche. Wenn man höhere Risiken eingeht, dann muss man auch damit leben, dass die Gefahr des Verlusts besteht. Daher möchte ich weder über meine Erfolge noch über die Misserfolge reden (lacht). fırst: Wer wird Europameister? Allofs: (lacht) Es gibt viele Tage als Geschäftsführer, an denen es ruhiger zugeht als bei diesem Dreh. Aber es gibt auch Tage, an denen die Hektik im Fußball größer ist. Die Filmaufnahmen waren eine außergewöhnliche Erfahrung. Und Dinge, die neu sind, nimmt man etwas aufgeregter wahr als das, was man jeden Tag erlebt. Aber Torsten Frings und ich sind in Sachen Hektik und Improvisieren sicher ganz gut belastbar. Deshalb mussten wir nicht an unsere Grenzen gehen. Herr Allofs, vielen Dank für das Interview. Allofs: Ich kann das nicht voraussagen, aber ich hoffe, dass es die deutsche Mannschaft schafft. Wir haben ein sehr gutes Team, das sich vor keinem Gegner verstecken muss. Bei

19 Corner 19 Weitere Abwärtsrevision n Angesichts der stetigen Ausweitung der Finanzmarktkrise im März haben wir unsere Prognosen für globales Wirtschaftswachstum und Zentralbankzinsen erneut deutlich nach unten revidiert. Insbesondere erwarten wir, dass die Rezessionsphase in den USA trotz weiterer Zinssenkungen und lockerer Fiskalpolitik schärfer ausfallen und länger andauern wird. Auch in Euroland haben sich die Finanzierungskonditionen deutlich verschlechtert und eine erwartete weitere Aufwertung des Euro wird zur Verlangsamung des Wirtschaftswachstums beitragen. Ab Mitte des Jahres wird die EZB wohl mit Zinssenkungen reagieren, die sich auf Jahressicht auf 100 Basispunkte summieren sollten. Der erneute deutliche Verfall der Aktienkurse und die Ausweitung der Spreads für Unternehmensanleihen haben die Finanzierungskonditionen in den USA im Vergleich zum Februar weiter verschlechtert. Diese Entwicklung konnte die Fed nur teilweise mit der erneuten Senkung der Leitzinsen um 75 Basispunkte auf 2,25 Prozent ausgleichen. Da im derzeitigen Rezessionsumfeld nicht mit einer Trendwende an den Finanzmärkten zu rechnen ist, gehen wir in den kommenden Monaten von weiteren deutlichen Zinssenkungen der US-Notenbank auf 1 Prozent aus und schließen auch Senkungen darüber hinaus nicht aus. Diese drastischen Zinssenkungen werden jedoch nicht unmittelbar zu einer deutlichen wirtschaftlichen Belebung führen. Auch die Schecks vom Finanzministerium werden das Wachstum nur für kurze Zeit beflügeln. Eine nachhaltige Verbesserung der amerikanischen Wirtschaft erwarten wir nun erst Mitte Fallende Aktienkurse und steigende Kosten für die Unternehmensfinanzierung haben auch den Ausblick für das Wirtschaftswachstum in Euroland eingetrübt. Aber die Auswirkung dieser verschlechterten Finanzierungskonditionen auf das BIP-Wachstum ist geringer als in den USA. Der Gegenwind für die Wirtschaft in Euroland kommt vielmehr von der starken Aufwertung des Euro. Und obwohl Exporte in weiterhin dynamisch wachsende Schwellenländer unterstützend wirken, wird sich das Exportwachstum merklich abschwächen. Ausgehend von der weiteren US-Schwäche prognostizieren wir eine weitere Aufwertung des Euro auf 1,65 gegenüber dem US-Dollar in der zweiten Jahreshälfte. Aufgrund von weiterhin über 3 Prozent verharrenden Inflationsraten ist kurzfristig nicht mit einem Zinsschritt der EZB zu rechnen. Wir gehen aber von einer ersten Zinssenkung zum Ende des zweiten Quartals aus, dem in den Folgemonaten weitere drei Schritte um 25 Basispunkte folgen sollten. Mit einer weniger dramatischen Konjunkturabschwächung und einem größeren Gewicht auf Preisstabilität wird die EZB aber auch zu einem späteren Zeitpunkt deutlich weniger aggressiv die Zinsen senken als die Fed. Dennoch sollten die Zinssenkungen der EZB in Kombination mit den eingetrübten Konjunkturaussichten ausreichen, um zum Jahresende eine Trendwende im EUR/USD-Kurs auszulösen. n Dr. Jürgen Michels Senior Economist Citi

20 20 solutions Platow Analyse des Monats Danone erwartet nach dem Umbau eine höhere Dynamik Claus Seifert (Platow Börse) n Die Nahrungsmittelbranche kannte lange Zeit immer nur die gleichen Themen: Der Handel konzentriert sich und verschlechtert damit die Verhandlungsposition der Hersteller und Verarbeiter. Dort findet global ein Konzentrationswettlauf statt. Anleger kauften kleine Anbieter in der Hoffnung auf eine Übernahme und große Anbieter im Vertrauen auf Stabilität und eine ordentliche Dividende. An diesen Entwicklungen und Ergebnissen hat sich im Grund nicht so viel geändert. Doch durch die außerordentlich lange und steile Hausse bei den Grundnahrungsmitteln und die Volatilität der Währungen haben mindestens zwei zusätzliche, reichlich spekulative Elemente in der Branche eine dominante Rolle eingenommen. Und obgleich die Vorhersehbarkeit des operativen Geschäfts durch die neuen Unbekannten verschlechtert wurde, ist der Optimismus zumindest der europäischen Spieler in keiner Weise getrübt.

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