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1 Herausgeber: Wissenschaftsförderung der Sparkassen-Finanzgruppe e.v. Heft 74 Januar 2013 Wissenschaft für die Praxis MITTEILUNGEN DER WISSENSCHAFTSFÖRDERUNG DER SPARKASSEN-FINANZGRUPPE E.V. DAS AKTUELLE INTERVIEW Forschungsförderung ist zukunftsweisend WISSENSCHAFT VOR ORT Erster Lehrstuhl für Sustainable Banking AUS DER FORSCHUNG Regionales US-Bankensystem

2 IMPRESSUM Herausgeber: Wissenschaftsförderung der Sparkassen-Finanzgruppe e.v. Geschäftsstelle: Simrockstraße 4, Bonn Postanschrift: Postfach 14 29, Bonn Telefon: (02 28) Fax: (02 28) Internet: Verantwortlich: Klaus Krummrich Redaktion: Armgard Junker Telefon: (02 28) Fax: (02 28) Gestaltung: weber preprint service, Bonn Druck: Redaktionsschluss: 15. Dezember 2012 Die Mitteilungen erscheinen zweimal im Jahr und werden den Mitgliedern der Wissenschaftsförderung der Sparkassen- Finanzgruppe sowie der interessierten Fachöffentlichkeit unentgeltlich zur Verfügung gestellt. ISSN Titelbild: Fürstbischöfliches barockes Residenzschloss in Münster, Hauptverwaltungsgebäude der Westfälischen Wilhelms-Universität Foto: Pressestelle der Universität Münster Dieses Produkt wurde auf FSC-zertifiziertem Papier aus verantwortungsvoller Forstwirtschaft gedruckt. klimaneutral natureoffice.com DE gedruckt

3 EDITORIAL/INHALT Editorial Wissenschaft für die Praxis DR. KARL-PETER SCHACKMANN-FALLIS Vorsitzender des Vorstandes der Wissenschaftsförderung der Sparkassen-Finanzgruppe e.v. Sparkassen haben sich in der Finanzkrise als stabilisierendes Element erwiesen. Sie sind eng mit der Realwirtschaft ihrer Region verbunden und daher mit geringeren Risiken durch die internationalen Finanzmärkte belastet. Entsprechend ist auch die Rentabilität weniger in Mitleidenschaft gezogen worden als bei ihren privaten Mitbewerbern. Das ist in aller Kürze das Ergebnis einer Untersuchung des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung, Mannheim (ZEW). Die Forscher haben hierzu Kreditinstitute verschiedener Rechtsformen in Europa gründlich analysiert und Sparkassen wie Genossenschaftsbanken als krisenfest beschrieben. Über diese Studie berichten wir in dieser Ausgabe. Wir stellen sie Interessierten auch gerne zur Verfügung. Blickt man auf die Finanzmärkte der Vereinigten Staaten, so ruft man sich wie selbstverständlich die großen Player des Investment Banking ins Gedächtnis. Weit weniger bekannt ist, dass vor allem in den weniger dicht besiedelten Gebieten der USA lokale und regionale Banken im Kreditund Einlagengeschäft wichtige Partner der Bevölkerung und der örtlichen Wirtschaft sind. Gemeinsamkeiten und Unterschiede dieser Regio nalbanken zu den deutschen Sparkassen sind Themen eines Projektes mit Forschern der Universitäten Magdeburg und Bayreuth. Sie geben in dieser Ausgabe einen Zwischenbericht und zeigen unter anderem auf, wie die Positionsbestimmung dieser Banken zu Basel II und Basel III ausfällt. 4 Das aktuelle Interview Prof. Dr. Andreas Pfingsten: Öffentlicher Auftrag der Sparkassen gut erfüllt 6 Gremien der Wissenschaftsförderung Bericht über Mitgliederversammlung und Kuratorium Wissenschaft vor Ort Erste Stiftungsprofessur für Sustainable Banking and Finance in Frankfurt Bonner Akademischer Sommer am 7./8. Mai Aus der Forschung Kreditportfoliomodelle und Kapitalausstattung von Banken ZEW Studie: Sparkassen stabilisieren Gesamtwirtschaft Das US-Bankensystem: Eine Wundertüte? Newsticker 16 Forschungszentrum für Sparkassenentwicklung e.v. 5. Magdeburger Finanzmarktdialog am 7. Juni Management-Akademie der Sparkassen-Finanzgruppe Erfolgreiche Zertifizierung 20 Hochschule der Sparkassen-Finanzgruppe Retailgeschäft im Zeitalter von Social Media 22 Unternehmensgeschichte Wissenschaftspreis der europäischen Sparkassen Geschichte des Schulsparens ausgestellt 24 Institut für Kreditrecht Mainz 26 Veranstaltungen Sparkassenhistorischer Workshop zum Thema Leasing in Bad Homburg Fachtagung Erneuerbare Energien in Lüneburg FGF-Award: Wissenschaftsförderung vergibt Preis für Nachwuchswissenschaftler DGF-Preisverleihung in Hannover 30 Personalia 32 Eberle-Butschkau-Stiftung 35 Publikationen Wissenschaft für die Praxis Mitteilungen 74 3

4 DAS AKTUELLE INTERVIEW Öffentlichen Auftrag der Sparkassen besser kommunizieren Forschungsförderung in der Finanzwirtschaft zukunftsweisend Professor Dr. Andreas Pfingsten, Westfälische Wilhelms-Universität Münster, ist als Nachfolger von Professor Dr. Erich Priewasser im Herbst 2011 in Vorstand und Kuratorium der Wissenschaftsförderung der Sparkassen-Finanzgruppe e.v. gewählt worden. Mit der Universität Münster und dem dortigen Lehrstuhl für Bankbetriebslehre kooperiert die Wissenschaftsförderung seit vielen Jahren. So sind in diesem Zeitraum unter anderem Studien zum öffentlichen Auftrag der Sparkassen und dessen Berichterstattung sowie jüngst zum Thema Problemkreditbearbeitung (siehe BBL Heft 12/2012) erarbeitet worden. Wir freuen uns, das nachfolgende Interview mit Prof. Pfingsten führen zu können. Frage: Differenzierung im Wettbewerb ist in der Kreditwirtschaft unerlässlich, um Kunden zu binden und zu gewinnen. Was raten Sie den Sparkassen hinsichtlich der Differenzierungsmöglichkeiten durch den öffentlichen Auftrag? Der öffentliche Auftrag stellt letztlich die Existenzbegründung für Sparkassen dar. Nach meiner eigenen Wahrnehmung erfüllen sie ihn in der Breite in sehr guter Weise. Allerdings haben sie dies in der Vergangenheit, wie unsere Forschungen gezeigt haben, nicht in hinreichender Weise systematisch dokumentiert. Meiner Meinung nach sollte also vor allem die Berichterstattung über die Erfüllung des öffentlichen Auftrages verbessert und durch konkrete zusätzliche Daten, die einheitlich zu erheben wären, untermauert werden. Frage: Unter dem Stichwort Basel III werden derzeit neue Regulierungsvorschläge erarbeitet. Welche Konsequenzen könnten damit für das Geschäft von Sparkassen mit kleineren und mittleren Unternehmen verbunden sein? Im Moment ist noch nicht endgültig klar, wie die Regelungen von Basel III in Europa umgesetzt werden. Relativ sicher ist allerdings, dass die Eigenkapitalanforderungen an die Kreditinstitute qualitativ und quantitativ steigen werden und dass der Liquidität mehr regulatorische Aufmerksamkeit geschenkt werden wird. Mit Blick auf die Kapitalausstattung der Sparkassen glaube ich nicht, dass die Kreditversorgung kleinerer und mittlerer Unternehmen besonders leiden wird. Gleichwohl könnte es auch für Sparkassen, trotz der hohen Einlagenvolumina ihrer Privatkunden, zu Erschwerungen bei der langfristigen Kreditvergabe kommen. Hier könnte also die Planungssicherheit für die kleineren und mittleren Unternehmen zurückgehen. Frage: In Ihrer aktuellen Studie gehen Sie auf notleidende Kredite ein. Was sind die wichtigsten drei Vorschläge für Sparkassen, das Management von Problemkrediten zu verbessern? Ich möchte an dieser Stelle einfach auf drei Punkte hinweisen, die für erfolgreiches Management von Problemkrediten besondere Bedeutung haben. An erster Stelle steht für mich die Fehlerkultur. Aus unterschiedlichsten Gründen können Kreditengagements anders verlaufen als vorausgesehen. Dann darf es aber nicht darum gehen, diese Fehlentwicklungen möglichst lange zu verschleiern, sondern es muss versucht werden, baldmöglichst offen mit dieser Situation umzugehen und nach Lösungen zu suchen. Hierbei ist, mein zweiter Punkt, die Hinzuziehung interner und gegebenenfalls externer Spezialisten in vielen Fällen hilfreich, da Problemkredite in den meisten Sparkassen zum Glück die seltene Ausnahme sind. Drittens sollte aber dabei nicht vergessen werden, dass bei den ursprünglichen Betreuern der Kreditengagements eine Menge Wissen über die Kreditnehmer vorhanden ist, welches in geeigneter Prof. Dr. Pfingsten ist Inhaber des Lehrstuhls für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Betriebswirtschaftslehre der Banken an der WWU Münster 4 Wissenschaft für die Praxis Mitteilungen 74

5 DAS AKTUELLE INTERVIEW Weise auch für die Arbeit der Spezialisten hilfreich sein kann. Frage: Sparkassen sind manchmal noch zurückhaltend in der Förderung von Forschung und Lehre auf dem Gebiet der Finanzwirtschaft. Mit welchen Argumenten würden Sie einen Vorstand bewegen wollen, sich dieser Art der Förderung stärker zuzuwenden? Die Förderung der Lehre in der Finanzwirtschaft sollte für einen Vorstand selbstverständlich sein, da sie wesentlich zur Qualifikation zukünftiger Mitarbeiter beiträgt, selbst wenn der Akademikeranteil in Sparkassen derzeit noch relativ gering ist. Die Bedeutung der Forschungsförderung ist weniger offensichtlich, zumal wir Wissenschaftler meiner Meinung nach zu Unrecht wegen unserer Modelle gelegentlich für die Finanzkrise verantwortlich gemacht werden. Ich bin zutiefst überzeugt davon, dass wir mit unseren Arbeiten Stück für Stück zu einem besseren Verständnis der Zusammenhänge an den Finanzmärkten, der Beziehungen zwischen Kreditinstituten und ihren Kunden sowie zu einem erfolgreichen Management von Kreditinstituten beitragen. Ein letzter Punkt: Das deutsche Sparkassenwesen wird international nicht gut verstanden und hat daher zuweilen mit ungerechtfertigten Vorurteilen zu kämpfen. Einer der Gründe dafür ist, dass Sparkassen in der internationalen Forschung u. a. wegen der bislang unzu reichenden Datenverfügbarkeit meines Erachtens im Vergleich zu ihrer Bedeutung zu selten vorkommen. Von den Sparkassen wünsche ich mir daher, dass sie zukünftig ihre Daten ergebnisoffen für die Forschung zur Verfügung stellen. Die Stärkung der Wissenschaftsförderung kann über vermehrte internationale wissenschaftliche Publikationen hoffentlich auch Verbesserungen in der internationalen Anerkennung der deutschen Sparkassen bewirken. Institut für Kreditwesen Universitätsstraße Münster Tel.: Fax: andreas.pfi LEITER: PROF. DR. ANDREAS PFINGSTEN Profi l: Das Institut für Kreditwesen bildet zusammen mit dem Lehrstuhl für Finanzierung, dem Lehrstuhl für Derivate und Financial Engineering, der Professur für International Financial Management sowie den beiden Junior professuren Finance I & II das Finance Center Münster (FCM). Hier wird die fi nanzmarktnahe Forschung und Lehre der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät gebündelt. Vielfältige Kooperationen bestehen mit einschlägigen volkswirtschaftlichen und juristischen Wissenschaftlern. Inhaltliche Merkmale der Arbeit des FCM sind u. a. die Verknüpfung funktionaler Themen der Finanzierung mit institutionellen Aspekten von Finanzdienstleistern, die besondere Berücksichtigung verhaltens wissenschaftlicher Aspekte im Sinne der Behavioral Finance, die Analyse der Ab sicherung und Bewertung von Derivaten unter Modellrisiko, die Untersuchung optimaler Portfoliostrate gien und ihrer Implikationen für den Kapitalmarkt sowie die theoretisch fundierte empirische Analyse praxisrelevanter Fragestellungen aus dem Bereich Banking and Finance. Das FCM zeichnet sich durch eine aktive Forschungstätigkeit mit klarer internationaler Orientierung und die Einbindung zahl reicher Praxiskontakte aus. Den Studierenden wird eine methodisch anspruchsvolle und zugleich anwendungsorientierte Ausbildung geboten, die sie für ein breites Spektrum späterer Berufstätigkeiten vorbereitet und eine verlässliche Grundlage für lebenslanges Lernen bildet. Neben dem Basis-Lehrprogramm tragen unterschiedliche innovative Spezialveranstaltungen, häufi g in englischer Sprache, dazu bei. Wir danken Ihnen für dieses Interview! AKTUELLE VERÖFFENTLICHUNGEN VON PROF. PFINGSTEN: Bornemann, S./Kick, T./Memmel, C./Pfi ngsten, A. (2012): Are banks using hidden reserves to beat earnings benchmarks? Evidence from Germany In: Journal of Banking and Finance, Vol. 36, Issue 8, S Hartmann-Wendels, T./Pfi ngsten, A./Weber, M. (2010): Bankbetriebslehre, fünfte, überarb. Aufl age, Springer, Berlin. Wissenschaft für die Praxis Mitteilungen 74 5

6 KURATORIUM Wissenschaftsförderung der Sparkassen-Finanzgruppe e.v. Mitgliederversammlung und Kuratorium 2012 Am 21. Oktober 2012 fand in Bonn die 60. Sitzung des Kuratoriums der Wissenschaftsförderung der Sparkassen- Finanzgruppe e.v. statt. Gastgeber war der Deutsche Sparkassen- und Giroverband. Wissenschaftsförderung e.v. als Netzwerk zur Wissenschaft Ziel der Arbeit der Wissenschaftsförderung muss es sein, so Dr. Karl-Peter Schackmann- Fallis, neuer Kuratoriumsvorsitzender des Vereins, Wissenschaftler für die Sparkassen- Finanzgruppe zu interessieren sowie einschlägige Forschung ideell und materiell zu unterstützen. Besondere Bedeutung kommt dabei der engen Zusammenarbeit mit dem Institut für deutsches und internationales Recht des Spar-, Giro- und Kreditwesens an der Universität Mainz sowie dem Forschungszentrum für Sparkassenentwicklung e.v. an der Universität Magdeburg zu. Gerade angesichts der europäischen Finanz- und Staatsschuldenkrise sind wissenschaftliche Erkenntnisse zu deren Überwindung wertvoll. Die nachstehenden Förderschwerpunkte wurden bis 2014 verlängert Programm Zukunft der privaten Haushalte Unter diesem Förderschwerpunkt wird die Wissenschaftsförderung das Forschungsvorhaben Private Banking in Verbundsystemen: Eine ökonomische Analyse der Erfolgs- und Geltungsbedingungen unter Einbezug von Kundenbedürfnissen, Nutzenfindung und Wachstumschancen von Prof. Dr. Marcel Tyrell, Zeppelin Universität Friedrichshafen, finanziell unterstützen. Es werden die Rahmenbedingungen untersucht, unter denen ein Private Banking-Verbundunternehmen im Sparkassenverbund erfolgreich sein kann. Programm Sparkassenidentität und (künftige) Wirtschaftsordnung Im Forschungsvorhaben Auswirkungen der Finanztransaktionssteuer auf die Finanzwirt- schaft, das vom Mainzer Institut durchgeführt wird, sollen Ausgestaltung und Auswirkungen der Finanztransaktionssteuer auf die Finanzwirtschaft beleuchtet werden, insbesondere auf Kreditinstitute, Bankkunden und Altersvorsorge. Der Schwerpunkt liegt auf dem Anwendungsbereich der Transak tionssteuer nach dem Vorschlag der Europäischen Kommission. Programm Netzwerk Mittelstandsforschung Die Wissenschaftsförderung hat in diesem Feld zwei neue Forschungsvorhaben auf den Weg gebracht. Zum einen beschäftigen sich die Professoren Andreas Pinkwart und Michael Schefczyk (HHL Leipzig und TU Dresden) mit dem Projekt Strategisches Risikomanagement in Frühphasenfonds. Diese Fragestellung kann für Frühphasenfinanzierer, zu denen auch Sparkassen zählen, aufschlussreiche Erkenntnisse bringen. Zum anderen widmen sich die Professoren Mülbert und Schneider vom Mainzer Institut in ihrer Untersuchung Sicherheitenbestellung und Kapitalerhaltung im reformierten Kapitalschutzrecht einem juristischen Problemfeld, das für beachtliche Rechtsunsicherheit in der Kreditpraxis sorgt. Programm Nachhaltigkeit und Umwelt Finanzierungsmodelle bei Projekten zu erneuerbarer Energie gibt es mittlerweile eine Vielzahl. Aber welche Kriterien sind für nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg entscheidend? Dazu baut Prof. Dr. Heinrich Degenhart, Universität Lüneburg, einen längerfristigen Forschungsschwerpunkt Analyse von Bürgerbeteiligungsmodellen aus finanzwirtschaftlicher Sicht auf. Die Wissenschaftsförderung unterstützt den Einstieg, durch Mittel zum Aufbau einer Datenbank, die die empirische Basis für nachfolgende Forschung bildet. Projekte zu Finanzsystemen Die Studie Risk Taking in the Banking Sector: Are Retail Banks and Wholesale Banks different? des ZEW (Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung) in Mannheim zeigt, dass Sparkassen ein wichtiger stabilisierender Faktor des Finanzsystems sind. Bemerkenswerte Impulse könnte auch die von den Professoren Gischer (Universität Magdeburg) und Herz (Universität Bayreuth) betreute Untersuchung Regionalbanken in USA vs. Sparkassen in Deutschland Ökonomisch institutionelle Analyse von Gemeinsamkeiten und Unterschieden liefern. Workshop zur Sparkassengeschichte / Geschichtsmagazin Der diesjährige sparkassenhistorische Workshop beschäftigte sich mit Entwicklung und Perspektiven des Leasings. Gastgeber am 13./14. Sep tember 2012 war die Deutsche Leasing AG in Bad Homburg. Die Gesamt auflage des Geschichtsmagazins Zeiten & Perspektiven beträgt mittlerweile Exemplare. Die positive Erfahrung mit dieser Art der Veröffentlichung zu sparkassenhistorischen Themen sprechen für die Publikation eines weiteren Magazins. Eberle-Butschkau-Stiftung Im Rahmen des Projekts Innovationskreis der Sparkassen führte der DSGV einen bundesweiten Ideenwettbewerb in Zusammenarbeit mit den Regionalverbänden durch. Vier EBuSti- Ideen erreichten die Endrunde. Der Innovationskreis des DSGV bescheinigte allen Vorschlägen eine gute bis sehr gute Qualität. Durchsetzen konnte sich die Idee des Crowd- Sourcing. Mitgliederentwicklung Die Wissenschaftsförderung ist trotz Anerkennung ihrer Aktivitäten mit einer weiterhin leicht sinkenden Mitgliederzahl konfrontiert. Diesem Trend kann nur durch verstärkte Kommunika tion und der Einbindung von Gremien und Entscheidern entgegengewirkt werden. Gregor Mauer 6 Wissenschaft für die Praxis Mitteilungen 74

7 WISSENSCHAFT VOR ORT Erste Stiftungsprofessur für Sustainable Banking and Finance in Deutschland Prof. Dr. Reint Gropp berufen Stiftungslehrstuhl für nachhaltiges Bank- und Finanzwesen gefördert durch die DekaBank FB Wirtschaftswissenschaften Goethe-Universität Frankfurt House of Finance Grüneburgplatz Frankfurt Telefon: +49 (0) Web: prof-dr-reint-gropp/team/prof-dr-reint-gropp.html SSRN: LEITUNG: Professor Dr. Reint Gropp Prof. Dr. Reint Gropp ist Inhaber des Stiftungslehrstuhls Sustainable Banking and Finance an der Goethe-Universität Frankfurt a. M. Die Goethe-Universität Frankfurt hat eine neue House of Finance-Stiftungsprofessur für Sustainable Banking and Finance eingerichtet, gefördert durch die DekaBank. Dabei handelt es sich um die bislang erste Sustainable-Banking- Professur in Deutschland. Die Professur wurde zum 15. August 2012 mit Reint Gropp besetzt, bislang Professor für Financial Economics and Taxation an der EBS Universität in Wiesbaden. Professor Gropp (45) hat seine ökonomische Ausbildung an den Universitäten in Freiburg und Wisconsin-Madison absolviert. Nach seinem Ph.D. in Wisconsin arbeitete er am Internationalen Währungsfonds, unter anderem als Teil des IWF-Teams in Thailand während der Asienkrise Anschließend wechselte er in die Forschungsabteilung der neugegründeten Europäischen Zentralbank (EZB), wo er zuletzt als stellvertretender Leiter für die Finanzforschung tätig war. Gropp hat bereits als Gastprofessor an der Goethe-Universität gelehrt und geforscht und ist Research Fellow am Cen- LEHRSTUHLBESCHREIBUNG: Der Lehrstuhl versteht unter einem nachhaltigen Finanzsystem eines, das seinen Aufgaben zur Kreditbewilligung, Absicherung der Liquidität, Datenproduktion und Risikoversicherung nachkommt, ohne dabei systemische Risiken zu produzieren. Risiken, welche Firmen oder Haushalten extern entstehen, ohne sie in die Entscheidung, ein Risiko aufzunehmen, mit einzubeziehen. In der Forschung fokussiert sich der Lehrstuhl auf drei Hauptaspekte. Zum einen, wie sind Banken und das Finanzsystem zu regulieren und zu beaufsichtigen, damit Nachhaltigkeit auch sichergestellt werden kann? Zum anderen, wie sind die Anreize innerhalb der Finanzinstitute zu verändern, so dass diese ihre Funktion bestmöglich erfüllen können, ohne dabei systemische Risiken zu erzeugen? Drittens, wie groß sind die Auswirkungen eines fehlfunktionierenden Finanzsystems auf die Realwirtschaft (Beschäftigung, Konsum, Kapitalanlage, Wachstum)? AUSGEWÄHLTE VERÖFFENTLICHUNGEN: Spillover Effects Among Financial Institutions: A State-Dependent Sensitivity Value-at- Risk (SDSVaR) Approach (with Z. Adams and R. Füss) forthcoming: Journal of Financial and Quantitative Analysis. Trade Credit Defaults and Liquidity Provision by Firms (with F. Boissay), forthcoming: Review of Finance. Best Paper Award at the European Finance Association Meetings The Ex-ante Versus Ex-post Effect of Public Guarantees (with E. Damar and A. Mordel) forthcoming in: The role of central banks in fi nancial stability: How has it changed? MIT Press. Earlier version available at: Stale Information, Shocks and Volatility (with A. Kadareja), Journal of Money, Credit and Banking 44 (6), September The role of investment banking for the German economy (with M. Schröder, M. Borell, Z. Iliewa, L. Jaroszek, G. Lang, S. Schmidt and K. Trela), ZEW Dokumentationen 12-01, ZEW Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung / Center for European Economic Research, Available at: Competition, risk shifting and public bail-out policies (with H. Hakenes and I. Schnabel) Review of Financial Studies 24(6), June The Determinants of Bank Capital Structure (with F. Heider), Review of Finance 14 (4), October Wissenschaft für die Praxis Mitteilungen 74 7

8 WISSENSCHAFT VOR ORT ter for Financial Studies im House of Finance sowie Research Associate am Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW). Im Frühjahr 2012 kehrte er als Duisenberg Fellow an die EZB zurück und verbrachte einen mehrmonatigen Forschungsaufenthalt an der Federal Reserve Bank of San Francisco. Gropp ist einer der forschungsstärksten und meist zitierten Finanzökonomen Deutschlands. Gegenwärtig beschäftigt er sich vor allem mit Fragen der realwirtschaftlichen Auswirkungen von Finanzinstabilität, dem Einfluss von bankinternen Anreizsystemen auf Risiko und Kreditvergabe und der Rolle von öffentlichen Bankgarantien in der gegenwärtigen Finanzkrise. Im Rahmen ihrer Wissenschaftsförderung ist die DekaBank der Goethe-Universität und im Besonderen dem House of Finance schon seit vielen Jahren verbunden. So fördert sie seit 1998 das Center for Financial Studies und hat von 2006 bis 2011 gemeinsam mit der Landesbank Hessen-Thüringen die Stiftungsprofessur für Bürgerliches Recht, Handels-, Wirtschafts- und Bankrecht von Professor Theodor Baums am Institute for Law and Finance finanziert. Die DekaBank ist der zentrale Asset Manager der Sparkassen-Finanzgruppe. Mit einem verwalteten Fondsvermögen von mehr als 165 Milliarden Euro sowie Konzernstandorten in Luxemburg und der Schweiz ist der DekaBank- Konzern einer der größten Asset Manager in Deutschland. Die Wissenschaftsförderung der DekaBank ist ein bedeutender Teil ihres gesellschaftlichen Engagements. Ziel dabei ist es, den Wissenstransfer zwischen Theorie und Praxis weiter auszubauen und damit Lehre, Forschung und wissenschaftlicher Weiterbildung entscheidende Impulse zu geben. Partner sind die Goethe-Universität Frankfurt, das House of Finance, das Center for Financial Studies, die Goethe Finance Association und die Freunde und Förderer der Goethe-Universität. DekaBank Mehrwert durch Nachhaltigkeit Bonner Akademischer Sommer 2012 diskutierte Zukunftschancen Seit über 200 Jahren engagieren sich die Sparkassen wirtschaftlich, sozial und ökologisch für eine nachhaltige Entwicklung. Ein Grund mehr für Prof. Klaus Blick in das Auditorium Töpfer, beim 7. Akademischen Sommer in Bonn etwas genauer zu beleuchten, was denn heute unter Nachhaltigkeit zu verstehen sei. Der ehemalige Bundesumweltminister und heutige Direktor des Spitzenforschungsinstituts für Klimaschutz, Erdsystem- und Nachhaltigkeitsforschung in Potsdam forderte, die mittel- und langfristigen Folgen menschlichen Handelns zu bedenken. Gerade beim Thema Energie sei ein Umdenken erforderlich. Ein technologisch führendes Land wie Deutschland kann es sich zum Ziel setzen, Energiequellen wirtschaftlich zu machen, die dies zu Anfang nicht sind, so Töpfer. Die Kosten für Forschung und Entwicklung müssten auf alle Bürger umgelegt werden. Denn durch Erschließung neuer Energiequellen würde Deutschland dazu beitragen, bezahlbare Energiepreise zu sichern. Hier leisten die Sparkassen einen wertvollen Beitrag, betonte Töpfer. Sie seien verlässlicher Partner des Mittelstands, der mit innovativen Investitionen neue Arbeitsplätze schaffe und neues Wachstum ermögliche. Die Produkte des Mittelstands, umgesetzt vom Handwerk und von den Sparkassen finanziert, wären eine große Hilfe für das Gelingen der Energiewende, wusste Töpfer. Engagierten 8 Wissenschaft für die Praxis Mitteilungen 74

9 WISSENSCHAFT VOR ORT Prof. Dr. Klaus Töpfer Prof. Dr. Uwe. H. Schneider Prof. Dr. Wilhelm Barthlott sich die Finanzinstitute hier, wäre das kein Gutmenschentum, sondern vor allem eine Chance, Geld zu verdienen. Neue Techniken wie Pump-Speicherwerke oder intelligente Netze bei Strom und Gas würden Entwicklungsmärkte schaffen. Die Energiewende kann sich rechnen, auch für die sie finanzierenden Finanzinstitute, betonte Töpfer. Für uns ist durch den öffentlichen Auftrag vorausschauendes Handeln für Umwelt, Klimaschutz und soziale Belange geradezu wie auf den Leib geschneidert, erklärte Werner Netzel, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des DSGV. Er wisse, dass die Forderungen des ehemaligen Umweltministers in den Instituten der Sparkassen-Finanzgruppe gehört würden. In seinen Ausführungen zu Banken und Kapitalmarkt Herausforderungen für die Zukunft ging Prof. Martin Hellwig, Direktor am Max-Planck-Institut zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern in Bonn, auf die Strukturprobleme des deutschen Finanzsystems ein. Die Trennung in drei Sektoren habe in der Krise stabilisierend gewirkt. Bei Sparkassen und Genossenschaftsbanken gab es so gut wie keine Kreditklemme, hob Hellwig hervor. Jedoch habe der Erfolg dieser Banken im Retail auch zur Folge, dass bei anderen Banken, Privatbanken und Landesbanken das Retailgeschäft als zwar unspektakuläre, aber verlässliche Quelle von Überschüssen nicht oder nur in geringem Maß zur Verfügung stehe. Dementsprechend groß sei dort die Versuchung, ins Risiko zu gehen. Die positive Bilanz der Sparkassen halte er für einen echten Markt - erfolg, gegründet auf der Markentreue der Kunden. Der Politik legte Hellwig Bemühungen um eine fundierte Bankenordnungspolitik nahe. Im Durchschnitt sind Menschen risikoscheu, so der Verhaltensökonom und Risikoforscher Prof. Armin Falk, der entsprechende Tests beim 7. Akademischen Sommer dem interessierten Publikum vorstellte. Menschen mögen Unsicherheit nicht. Am Bonner Tagungsort nahm man sich die Zeit, dieses Phänomen genauer zu untersuchen. Rund 200 qualifizierte Nachwuchskräfte und etablierte Führungskräfte diskutierten in Bonn Zukunftsthemen und ihre Folgen für Bürger und Finanzinstitute. Kompakte Informationen rund um die Veränderungen am Kapitalmarkt standen ebenso auf dem Programm wie die Optimierung des Firmenkundengeschäftes und die Frage nach Verhaltensänderungen in einer al- Prof. Dr. Martin Hellwig Prof. Dr. Armin Falk ternden Gesellschaft. Zudem nutzten die Teilnehmer die Veranstaltung in Bonn um neue Kontakte zu knüpfen und bestehende Netzwerke weiter zu festigen. Veranstalter des 7. Bonner Akademischen Sommers waren die zentralen Bildungs- und Wissenschaftseinrichtungen der Sparkassen- Finanzgruppe. Der Akademische Sommer erweitert den Blickwinkel von Nachwuchs- und Führungskräften und dient damit dem langfristigen Erfolg der Sparkassen-Organisation, unterstrich Bärbel Kaatz von der Wissenschaftsförderung der Sparkassen-Finanzgruppe e.v. Thomas Schindler Wissenschaft für die Praxis Mitteilungen 74 9

10 AUS DER FORSCHUNG AUTORINNEN Dr. Dilek Bülbül ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der durch die Helaba geförderten House-of- Finance-Stiftungsprofessur für Finance und Accounting an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Dr. Claudia Lambert arbeitet an derselben Stiftungsprofessur Der Einsatz von Kreditportfoliomodellen und deren Auswirkung auf die Kapitalausstattung der Banken Forschungsprojekt zu dezentralen Verbundstrukturen Nicht erst seit der letzten Krise sind Risikomanagementprozesse von Banken unter starker Beobachtung. Während der Finanzkrise wurde evident, dass die unkritische Nutzung quantitativer Modelle der Risikomessung oder des Risikomanagements zur Schieflage vieler Banken geführt haben. Seit der Einführung des Baseler Rahmenwerkes gab es wiederholt Bemühungen, Kreditportfoliomodelle in die Bestimmungen zur Festlegung des regulatorischen Kapitals gemäß Säule 1 von Basel II zu integrieren. Aber weil Banken unterschiedliche Kreditportfoliomodelle einsetzen und deshalb deren regulatorische Bewertung bzw. Vereinheitlichung kompliziert ist, schlugen diese Bemühungen fehl. Daher wird das regulatorische Kapital weiterhin auf der Basis von Ratings der Einzelengagements festgelegt. Es bleibt eine Lücke zwischen den regulatorisch bewerteten Risiken und den ökonomischen Risiken der Banken. Das Kreditportfoliomodell ist ein Instrument zur Risikosteuerung, das von Banken zur Bestimmung des ökonomischen Kapitals verwendet wird. Banken nutzen Kreditportfoliomodelle, um Wissen über die Kreditrisikoverteilung im Portfolio zu gewinnen. Diese Erkenntnisse können einen Einfluss auf die Geschäftsentscheidungen der Banken haben, was wiederum ihr auszuweisendes regulatorisches Kapitel beeinflussen kann. Im Zuge der Finanzkrise wurde in 2009 den Banken vom Basel Committee on Banking Supervision empfohlen, Strategieentscheidungen hinsichtlich der Kapitalausstattung vor allem des ökonomischen Kapitals auf Basis dieser Modelle mit Umsicht zu treffen. Derartige Entscheidungen sollten nicht ausschließlich mittels Basis quantitativer Modelle getroffen werden, so das Baseler Komitee. Die empirische Literatur zu Regulierung und Eigenkapitalanforderungen von Banken ist vielfältig, jedoch untersucht keine dieser Studien den Zusammenhang zwischen dem Einsatz von Kreditportfoliomodellen und der Kapi- talentscheidung der Banken. Die existierende Literatur analysiert hauptsächlich An reize von Banken, Risikomanagementinstrumente einzusetzen. Soweit uns bekannt ist, existieren weder Studien, die die Implementierungsentscheidung der Bank hinsichtlich von Kreditportfoliomodellen analysieren, noch hat sich die aktuelle Forschung explizit damit beschäftigt, ob systematische Unterschiede der risikobasierten Kapitalverhältnisse zwischen Banken, die das Risikomanagementinstrument einsetzen, und jenen, die dieses Instrument nicht einsetzten, bestehen. Im Einzelnen untersuchen wir daher, ob und inwieweit Banken ihr risikobasiertes Kapital mit Hilfe von Kreditportfoliomodellen steuern und damit ihren Kapitalbestand entsprechend anpassen. Unsere Forschungsfrage ist, ob Banken, die Kreditportfoliomodelle einsetzen, ihr Eigenkapital anders steuern als solche, die dies nicht tun. Empirische Untersuchung In unserer empirischen Untersuchung verwenden wir Daten über die Steuerung von Kreditrisiken innerhalb der Sparkassen-Finanzgruppe, die durch eine Umfrage in 2009 erhoben wurden. An der Befragung haben 279 der insgesamt 438 Sparkassen teilgenommen. Die Banken in unserer Strichprobe haben alle Zugang zum gleichen Kreditportfoliomodell, das vom Deutschen Sparkassen- und Giroverband eigens an die Bedürfnisse der Sparkassen angepasst wurde. Die Untersuchungen basieren auf detaillierten Bilanz- und GuV Daten der Sparkassen sowie regionalökonomischen Daten des Statistischen Bundesamtes. Diese breite Datenbasis ermöglicht uns, ein empirisch fundiertes Urteil über den Zusammenhang zwischen dem Einsatz von Kreditportfoliomodellen und der Kapitalentscheidung der Banken zu treffen. Für unsere Untersuchung konstruieren wir ein quasi-natürliches Experiment. Damit stellen wir sicher, dass nur ähnliche Banken miteinander verglichen werden, d. h. wir berücksichtigen, dass die Nutzung von Kreditportfoliomodellen nicht exogen ist, sondern auf der Dr. Dilek Bülbül Dr. Claudia Lambert individuellen Entscheidung der jeweiligen Bank beruht. Dieses Vorgehen trägt zum Beispiel dem Umstand Rechnung, dass die Konzentration des Kreditportefeuilles für die Entscheidung der Bank ausschlaggebend sein kann, ein Kreditportfoliomodell einzusetzen. Um das kausale Verhältnis zwischen der Implementierung und dem risikobasierten Kapital zu erfassen, ist es natürlich auch erforderlich zu wissen, wie eine Bank gehandelt hätte, wenn sie das Instrument nicht in ihre Gesamtbanksteuerung integriert hätte. Aus diesem Grund erfolgt die Analyse auf Basis der Propensity Matching Methode, um quasi-experimentelle Bedingungen herzustellen. Die Propensity-Matching-Technik nach Rosenbaum (1983) gleicht Banken so ab, dass in beiden Gruppen also denjenigen 10 Wissenschaft für die Praxis Mitteilungen 74

11 AUS DER FORSCHUNG Banken, die Kreditportfoliomodelle einsetzten (Treatmentgruppe) und jenen, die es nicht tun (Kontrollgruppe) Banken mit ähnlichen Charakteristika verglichen werden. Ergebnisse Unsere Ergebnisse zeigen, dass der Informationsgewinn aus Kreditportfoliomodellen die Geschäftsentscheidungen von Banken beeinflusst und Banken folglich ihr risikobasiertes Kapital anpassen. Wir haben des Weiteren festgestellt, dass Banken das risikobasierte Kapital ein Jahr nach der Einführung des Kreditrisikomodells und über den Zeitraum bis 2006 statistisch signifikant nach oben angepasst haben. Demnach handeln die untersuchten Banken, die Kreditportfoliomodelle implementieren, zeitnah nach der Einführung, indem sie ihr risikobasiertes Kapital im Sinne einer möglichen Vorsorgetaktik erhöhen. Unsere Ergebnisse beleuchten die Debatte des vermeintlich blinden Vertrauens der Banken in quantitative Modelle aus einer neuen Perspektive. Die untersuchten Banken also die Sparkassen scheinen Informationen aus den Modellen genutzt zu haben, um ihre Geschäftsstrategie derart zu gestalten, dass Risiken verringert werden. Die Ergebnisse deuten darauf, dass das Bankverhalten vorrangig durch Risikoaversion und nicht durch moral hazard gekennzeichnet ist. Die Banken in unserem Datensatz, die sich im Laufe der jüngsten Finanzkrise als stabil erwiesen haben, scheinen ihre Risikomodelle für die Ermittlung der Kapitalanforderungen zurückhaltender und mit Bedacht zu interpretieren. Quantitative Modelle scheinen folglich ein wichtiges Instrument zur Risikosteuerung zu sein. Diese sollten und wurden, wie die Ergebnisse zeigen, mit Umsicht eingesetzt, genau wie auch vom Baseler Komitee empfohlen. Dieser Beitrag basiert auf dem Aufsatz Credit portfolio modelling and its effect on capital requirements, von Dr. Dilek Bülbül und Dr. Claudia Lambert. Die skizzierte Untersuchung entstand im Rahmen des Forschungsprojektes Dezentrale Verbundstrukturen im Bankenmarkt und unter der Projektleitung von Prof. Dr. Reinhard H. Schmidt an der Goethe Universität Frankfurt. Das Projekt wurde von der Wissenschaftsförderung der Sparkassen-Finanzgruppe e. V., dem Deutschen Sparkassen- und Giroverband und weiteren Instituten der Sparkassen-Finanzgruppe unterstützt und gefördert. Der Aufsatz ist als Diskussionspapier der Deutschen Bundesbank in 2011 erschienen. House of Finance-Stiftungsprofessur für Finance und Accounting gefördert durch die Helaba Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main Fachbereich Wirtschaftswissenschaften House of Finance, Grüneburgplatz Frankfurt am Main Telefon: Telefax: LEITUNG: Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhard H. Schmidt WISSENSCHAFTLICHE MITARBEITER: Dr. Dilek Bülbül Dr. Felix Noth Dr. Ulrich Schüwer AUSGEWÄHLTE VERÖFFENTLICHUNGEN: Bülbül, Dilek (2013): Determinants of trust in banking networks, Journal of Economic Behavior & Organization, Volume 85, Michael Koetter, Felix Noth: IT use, productivity, and market power in banking, Journal of Financial Stability, Available online 16 June 2012 Reinhard H. Schmidt, Felix Noth (2011): Die Entwicklung der Corporate Governance deutscher Banken seit 1950, Bankhistorisches Archiv, Volume 37 (2), Investigating Diversity in the Banking Sector in Europe: Key Developments, Performance and Role of Cooperative Banks Rym Ayadi, David Llewellyn, Reinhard H. Schmidt CEPS (Brüssel), 2010 Investigating Diversity in the Banking Sector in Europe: The Performance and Role of Savings Banks Rym Ayadi, Reinhard H. Schmidt, Santiago Carbó Valverde CEPS (Brüssel), 2009 Reinhard H. Schmidt (2012): Microfi nance and Ethics in: Revue d économie fi nancière, 2012 (Erscheint auf Französisch) Aneta Hryckiewicz, Oskar Kowalewski (2011): Why Foreign Banks Withdraw from Other Countries in: International Finance 14, S Patrick Behr, André Güttler, Annekathrin Entzian (2011): How do Lending Relationships affect Access to Credit and Loan Conditions in Microlending? In: Journal of Banking and Finance 35, S Patrick Behr, Reinhard H. Schmidt, Ru Xie (2010): Market Structure, Capital Regulation, and Bank Risk Taking in: Journal of Financial Services Research 37, S Reinhard H. Schmidt (2009): The Political Debate about Savings Banks in: Schmalenbach Business Review 61, S Wissenschaft für die Praxis Mitteilungen 74 11

12 AUS DER FORSCHUNG Gutachten von ZEW und Wissenschaftsförderung Sparkassen stabilisieren Gesamtwirtschaft Das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung in Mannheim hat, gefördert durch die Wissenschaftsförderung der Sparkassen-Finanzgruppe e.v., die Untersuchung Risikoübernahme im Bankensektor: Unterscheiden sich Sparkassen und Genossenschaftsbanken von Geschäftsbanken? durchgeführt. Dabei wurde das Augenmerk auf die Stabi lität des Geschäftsmodells beider Bankengruppen während der Finanz- und Staatsschuldenkrise gerichtet. Ziel der Untersuchung war eine Analyse des Risikoverhaltens von Sparkassen und Genossenschaftsbanken im Vergleich zu Geschäftsbanken in verschiedenen europäischen Ländern. In Deutschland galten Sparkassen und Genossenschaftsbanken in der Finanzkrise als weitgehend nicht betroffen. Deshalb war und ist es interessant, ob unterschiedliche Bankenarten sich nach ihrem Risikoverhalten unter- scheiden, und dies eine mögliche Erklärung für diese Entwicklung darstellt. Die Untersuchung kommt insbesondere im Hinblick auf das inländische Finanzsystem zu folgenden Ergebnissen: Im Vergleich zu Geschäftsbanken hat sich gezeigt, dass in den letzten Jahren Sparkassen und Genossenschaftsbanken [ ] sicherer waren und geringere Rentabilitätseinbrüche erlitten haben. Ein weiteres wichtiges Indiz, weshalb deutsche Sparkassen und Genossenschaftsbanken nicht in großem Maße betroffen waren, ist ihre zumeist regionale Ausrichtung und somit geringere Aussetzung gegenüber Risiken aus dem Ausland; insbesondere waren ihre Geschäftsbeziehungen zu den Vereinigten Staaten und ihr Engagement in Subprime-Produkte eher gering. Außerdem sind Sparkassen und Genossenschaftsbanken ganz besonders der Realwirtschaft verbunden und haben somit stabilisierende Wirkung für die Realwirtschaft. Die Studie kommt zu ihrer zentralen Schlussfolgerung, dass Geschäftsbanken ein Geschäftsmodell verfolgen, das normalerweise rentabler ist, sie jedoch in größerem Ausmaß systemischen Risiken ausgesetzt sind und sie deshalb auch potentiell höhere Verluste erleiden können. Diese Ergebnisse zeigen eindrucksvoll, dass Regionalität und Nähe zur Realwirtschaft der lokalen Kreditinstitute einen Stabilisierungsanker für das gesamtwirtschaftliche Geschehen in der Bundesrepublik darstellen. In der aktuellen Diskussion um Risikoaufsicht und Einlagensicherung sollte der vorteilhafte Beitrag von Sparkassen und Genossenschaftsbanken deshalb besonders berücksichtigt werden. Gregor Mauer Mit den Vereinigten Staaten von Amerika verbindet der ökonomisch Interessierte regelmäßig Superlative: Weltgrößtes nationales Sozialprodukt, höchste (nominale) Staatsverschuldung, Importweltmeister o. ä. Auch in Bezug auf den Finanzsektor erwartet man (selbstverständlich) von den USA Besonderes wird aber bei näherem Hinsehen vermutlich maßlos enttäuscht. Nicht einmal die global größte Bank ist amerikanisch, auch die Zahl der international wahrgenommenen Finanzinstitute ist sehr überschaubar. Die OECD führt gerade einmal fünf US-Geldhäuser in ihrer Liste der weltweit systemrelevanten Banken. Das sechstgrößte amerikanische Kreditinstitut weist lediglich eine Bilanzsumme von rd. 250 Mrd. aus und läge damit auf Position acht der deutschen Rangliste, noch hinter der BayernLB und nur knapp vor der NORD/LB. In der Tat ist der US-Bankensektor in hohem Maße fragmentiert, die Großen sind in den Metropolen aktiv, in der häufig dünn besiedelten Peripherie geben dagegen (sehr) kleine Kreditinstitute den Ton an. Hinzu kommt die eingeschränkte Wahrnehmung der amerikanischen Akteure. Im Mittelpunkt, auch während der internationalen Finanzkrise, stehen vornehmlich die US-Investmentbanken wie etwa die größte amerikanische Finanzinstitution J. P. Morgan Chase. Weniger Aufmerksamkeit lenken die sog. Regionalbanken auf sich. Bei ihnen handelt es sich bis auf wenige Ausnahmen um mittelständische Kreditinstitute, die sich auf das traditionelle Bankgeschäft ( commercial banking ) beschränken, mithin den deutschen Sparkassen und Kreditgenossenschaften in Bezug auf ihr Geschäftsmodell stark ähneln. Sie sind, wie die Bezeichnung nahelegt, im Wesentlichen regional orientiert, mithin beinahe ausschließlich in einem einzelnen Bundesstaat tätig. Sehr häufig beschränkt sich ihr Einzugsgebiet aber auf einzelne Städte oder Landkreise ( counties ). Viele dieser Institute sind Mitglied in der Independent Community Banks Association (ICBA). Neben den Community Banks bieten in der Fläche noch sog. Savings Institutions ihre Dienste an. In der öffentlichen Diskussion werden Savings Banks oft mit deutschen Sparkassen gleichgesetzt, obwohl sie sich fundamental von diesen unterscheiden. Sie sind gesetzlich verpflichtet, vornehmlich Hypothekendarlehen zu vergeben und weisen häufig 12 Wissenschaft für die Praxis Mitteilungen 74

13 AUTOR Prof. Dr. Horst Gischer ist Inhaber des Lehrstuhls für Monetäre Ökonomie und öffentlich-rechtliche Finanzwirtschaft an der Otto-von-Guericke-Universität in Magdeburg Prof. Dr. Bernhard Herz ist Inhaber des Lehrstuhls für Geld und Internationale Wirtschaft an der Universität Bayreuth Das US-Bankensystem: Eine Wundertüte? AUS DER FORSCHUNG Zwischenbericht zum Forschungsprojekt Regionalbanken in den USA vs. Sparkassen in Deutschland ökonomisch institutionelle Analyse von Gemeinsamkeiten und Unterschieden genossenschafts-ähnliche Organisationsstrukturen auf. Die enge Bindung an den (lokalen) Immobilienmarkt macht die Savings Institutions sehr anfällig für Klumpenrisiken und Preisblasen. Es ist daher wenig verwunderlich, dass sich die Zahl der selbstständigen Institute in den vergangenen zehn Jahren um mehr als 30 % verringert hat. Die spezifischen institutionellen Rahmenbedingungen in den USA haben eine höchst außergewöhnliche Branchenstruktur geschaffen, die mehr als 60 % der gesamten Aktiva bei gerade einmal 0,3 % der Institute konzentriert. Allein die größten drei Kreditinstitute verfügen über mehr als 30 % der Branchen bilanzsumme. Die nachfolgenden Grafiken verschaffen einen ersten Eindruck von den gegenwärtigen Verhältnissen. Die Daten stammen von der staatlichen amerikanischen Einlagensicherungsbehörde FDIC, die vierteljährlich umfangreiche Strukturberichte vorlegt. Seit 1995 hat es in den USA innerhalb der Regionalbanken und Savings Institutions mehr als Fusionen und rd. 500 Insolvenzen gegeben, über 450 der Bankenzusammenbrüche waren die Folge der Finanzkrise. Die FDIC beziffert die Höhe der Verluste der nach 2007 geschlossenen Institute auf knapp 90 Mrd. US-$. Noch im dritten Quartal 2012 klassifizierte die FDIC beinahe 700 Banken, d. h. fast 10 % aller erfassten Finanzintermediäre, Prof. Dr. Horst Gischer mit Aktiva von insgesamt rd. 260 Mrd. US-$ unter der Rubrik Problem Institutions. Vor diesem Hintergrund sind die jüngsten Bestrebungen insbesondere der Regionalbanken, die ursprünglich zum Jahresbeginn 2013 geplante Einführung der Basel III-Regelungen zu verhindern, keineswegs überraschend. Nicht nur für die USA können die angestrebten Änderungen der Regulierungsnormen ( Basel III light ) spürbare Anpassungserfordernisse auf dem (nationalen) Bankenmarkt hervorrufen. Im Mittelpunkt der Kritik kleiner Banken stehen vor allem die gravierend verschärften Gover nance- und Eigenkapital-Vorschriften. Prof. Dr. Bernhard Herz Das hier vorgestellte Forschungsprojekt analysiert u. a. die Möglichkeiten und Grenzen der Anpassungsflexibilität des amerikanischen Bankensystems einerseits und deutschen Sparkassen sowie Genossenschaftsbanken anderseits. Nicht nur in Bezug auf die tatsächliche Umsetzung des bis dato relevanten Basel II-Konzeptes haben die US-Finanzinstitutionen eine wesentlich entspanntere Einstellung an den Tag gelegt als ihre europäischen Pendants. Es ist zumindest erwähnenswert, dass bei Regulierungsnovellen im sog. Baseler Ausschuss die amerikanische Stimme regelmäßig nach Verschärfung ruft. Grafik 1: Anzahl der US-Kreditinstitute nach Größenklassen; Stand: Grafik 2: Summe der Aktiva nach Größenklassen (in Mrd. US-$); Stand: Wissenschaft für die Praxis Mitteilungen 74 13

14 AUS DER FORSCHUNG Lehrstuhl für Monetäre Ökonomie und öffentlich-rechtliche Finanzwirtschaft Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Fakultät für Wirtschaftswissenschaft Universitätsplatz 2, Magdeburg Telefon: (0391) Telefax: (0391) LEITER: Univ.-Prof. Dr. Horst Gischer WISSENSCHAFTLICHE MITARBEITER: Dipl. Kfm. Patrick Brämer Dipl. Vw. Toni Richter SEKRETARIAT: Claudia Zieprich JÜNGERE VERÖFFENTLICHUNGEN: Brämer, P./H. Gischer, An Assessment Methodology for Domestic Systemically Important Banks in Australia, Australian Economic Review, im Erscheinen Gischer, H./B. Herz/L. Menkhoff 2012, Geld, Kredit und Banken Eine Ein führung, 3. Aufl., Berlin [u.a.] Gischer, H./T. Spengler 2012, Ergebnis und Erkenntnis in der Erfah rungs wissenschaft, Forschung & Lehre, Vol. 19(11/12) Gischer, H. 2012, US-Banken Wenn Familienbande fehlen, Sparkasse, Vol. 129(11), 4 Gischer, H. 2012, Währungsunion Demokratie sieht anders aus, Sparkasse, Vol. 129(09), 4 Gischer, H. 2012, Kommunen vor dem Kollaps, Sparkasse, Vol. 129(06), 4 Gischer, H. 2012, Staatsbanken Der Münchhausen-Effekt, Sparkasse, V ol. 129(02), 4 Richter, T. 2012, Basel III belastet auch Kommunen und Mittelstand, DieSparkassenZeitung, Afanasenko, D./H. Gischer/P. Reichling 2011, The predictive power of forward rates: a re-examination for Germany, Investment Management and Financial Innovations, Vol. 8(1), Brämer, P./H. Gischer/T. Richter 2011, Le système bancaire allemand et la crise fi nancière, Regards sur l èconomie allemande Bulletin économique du CIRAC n 101, Vol. 21(2), 5 16 Gischer, H. 2011, Das europäische Dilemma: Zwischen Bailout und Hold-up, Wirtschaftsdienst, Vol. 91(7), Gischer, H./T. Hartmann-Wendels/P. Reichling 2011, Modell für eine leistungsfähige Sparkassen-Finanzgruppe: Kooperation im Verbund statt vertikale Konzentration, Zeitschrift für das gesamte Kreditwesen, Vol. 64, Gischer, H./T. Richter 2011, Konsolidierung, Effi zienz und Stabilität: Sind große Banken leistungsfähiger als kleine?, Jahrbuch für Wirtschaftswissenschaften, Vol. 62(2), Lehrstuhl für Geld und Internationale Wirtschaft, Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät Universitätsstraße 30, Bayreuth Telefon: (0921) Telefax: (0921) LEITER: Uni.-Prof. Dr. Bernhard Herz WISSENSCHAFTLICHE MITARBEITER: Dipl.-Vw. Alexander Erler Dipl.-Vw. Alexandra Hild M.A. Dipl.-Vw. Stefan Hohberger SEKRETARIAT: Sabine Übelhack JÜNGERE VERÖFEENTLICHUNGEN: Herz, B./Hohberger, S. 2013, Fiscal Policy, Monetary Regimes and Current Account Dynamics, Review of International Economics, forthcoming. Herz, B./Röger, W. 2012, Traditional versus New-Keynesian Phillips curves: Evidence from output effects, International Journal of Central Banking, Vol. 8 (2), Herz, B./Röger, W./Vogel, L. 2012, The Performance of Simple fi scal Policy Rules in Monetary Union, Open Economies Review, published online: 30. September, DOI /s Herz, B./Erler, A. 2012, Dollar, Euro und Renminbi: Auf dem Weg in eine neue Weltwährungsordnung, Lachmann, W. (Hrsg.), Die Zukunft des Euro. Zerbruch der Gemeinschaftswährung oder Aufbruch zur politischen Union?, Marktwirtschaft und Ethik, Nr. 16, Berlin, Bauer, C./Herz, B./Karb, V. 2011, Debt and currency crises, Kolb, R. W. (Hrsg.): Financial Contagion, New Jersey, Herz, B. 2010, Steht der Euro auf der Kippe? Herausforderungen für die europäische Währung, in: Zur Debatte, Bd. 4, 4 5. Herz, B./Ernstberger, P. 2009, Hedgefonds und Private Equity Fluch oder Segen?, Leible, S./Lehmann, M., Hedgefonds und Private Equity Fluch oder Segen?, JWV Jenaer Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Wissenschaft für die Praxis Mitteilungen 74

15 AUS DER FORSCHUNG Newsticker Die Universität Potsdam hat vom 8. bis 9. November 2012 zur Interdisziplinären Jahreskonferenz zur Gründungsforschung 2012 geladen. Das bereits zum 16. Mal veranstaltete G-Forum stand unter dem Leitthema Creativity and Entrepreneurship. Die European Finance Association (EFA) lädt für den 28. bis 31. August 2013 zur 40. Jahreskonferenz nach Cambridge, Judge Business School, ein. Von der betrieblichen Sozialpartnerschaft zur Corporate Citizenship lautet der Titel der 36. Öffentlichen Vortragsveranstaltung der Gesellschaft für Unternehmensgeschichte e.v. (GUG) am 14. März 2013 in Leverkusen. Die 20. internationale Konferenz Forecasting Financial Markets Conference (ffm) findet vom 29. bis 31. Mai 2013 in Hannover statt. Themenvorschläge (Call for Papers) werden erbeten bis zum 15. Februar 2013 unter Das 35. Symposium des Instituts für bankhistorische Forschung e.v. (IBF) findet auf Einladung der KfW-Bankengruppe am 6. Juni 2013 in Frankfurt am Main statt. Die Tagung widmet sich dem Thema Mikrofinanzierung. Geschichte und Zukunftsperspektiven der Finanzintermediation in der Region. Der nächste Bonner Akademischer Sommer 2013 (BAS), veranstaltet von der Wissenschaftsförderung der Sparkassen-Finanzgruppe in Zusammenarbeit mit der Management-Akademie der Sparkassen-Finanzgruppe und der Hochschule der Sparkassen-Finanzgruppe University of Applied Sciences, ist für den 6. und 7. Juni 2013 in Bonn geplant. Unter dem Titel Marketingstrategien der Finanzwirtschaft seit dem 20. Jahrhundert veranstalten die Wissenschaftsförderung der Sparkassen-Finanzgruppe, das Institut für bankhistorische Forschung sowie der Arbeitskreis Banken- und Ver siche rungsgeschichte und Marketinggeschichte der Gesellschaft für Unternehmensgeschichte am 19./20. September 2013, in Magde burg gemeinsam eine Tagung. Die 20. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Finanzwirtschaft (DGF) ist für den 27./ 28. September 2013 in der Bergischen Universität in Wuppertal geplant. Diskussionspapiere können bis zum 28. April 2013 (Call for Papers) eingereicht werden. Der Förderkreis Gründungsforschung FGF veranstaltet am 7. und 8. November 2013 die 17. Interdisziplinäre Jahreskonferenz zur Gründungsforschung in Koblenz, gemeinsam mit der Universität Koblenz-Landau. Informationen zum G-Forum Early Announcement unter Wissenschaft für die Praxis Mitteilungen 74 15

16 FORSCHUNGSZENTRUM FÜR SPARKASSENENTWICKLUNG E.V. 5. Magdeburger Finanzmarktdialog am 7. Juni 2012 Basel III Ende der regionalen Kreditwirtschaft? Regulierungsvorschriften belasten Kommunen und Mittelstand Am 7. Juni 2012 lud das Forschungszentrum für Sparkassenentwicklung e. V. (FZSE) der Otto-von-Guericke- Universität Magdeburg zum nunmehr fünften Mal zum Magdeburger Finanzmarktdialog. Unter dem Thema Basel III Ende der regionalen Kreditwirtschaft? trafen sich Wissenschaftler, Praktiker und Verbändevertreter, um über die Konsequenzen der unter Basel III subsumierten Eigenkapitalund Liquiditätsvorschriften auf die deutschen Kreditinstitute zu debattieren. Nach der Eröffnung des Symposiums stieg der Geschäftsführende Direktor des FZSE, Prof. Dr. Horst Gischer, mit einem Vortrag unter dem Titel Regeln und Regulierung zwischen Wunsch und Wirklichkeit ein. Nach einem kurzen Überblick über die Zielstellungen, Eigenheiten sowie rechtlichen Ausgestaltungsmöglichkeiten alternativer Regeln thematisierte er das Spannungsfeld ökonomisch sinnvoller Handlungsbeschränkungen von Finanzmarktakteuren einerseits und den gegenwärtigen Regulierungsaktivitäten andererseits. Am Beispiel des IRB-Ansatzes stellte Gischer heraus, dass zunehmend hochkomplex ausgestaltete Vorschriften entscheidend zur Intransparenz des Marktgeschehens beitrügen. Ein prohibitiv hoher Kontrollaufwand und ein sich verstärkender Anreiz zur Ausnutzung individueller Freiheitsgrade wären die unmittelbare Folge. In der Konsequenz sprach sich Gischer für eine deutliche Reduzierung unübersichtlicher, teilweise widersprüchlicher Detailregeln aus. Gleichwohl wolle er dies mitnichten als Plädoyer für eine pauschale Vereinheitlichung der Regelwerke verstanden wissen. Vielmehr hielte er eine Berücksichtigung unterschiedlicher Geschäftsmodelle und damit eine gruppenbezogene Regulierung für zielführend. Während Referenten der Veranstaltung: V.l.n.r. Robert Lux (Deutsche Bundesbank), Prof. Dr. Peter Reichling (FZSE), Dr. Heiko Geue (Ministerium für Finanzen des Landes Sachsen-Anhalt), Prof. Dr. Thomas Spengler (FZSE), Prof. Dr. Horst Gischer (FZSE), Prof. Dr. Michael Hommel (Goethe-Universität Frankfurt). 16 Wissenschaft für die Praxis Mitteilungen 74

17 FORSCHUNGSZENTRUM FÜR SPARKASSENENTWICKLUNG E.V. systemisch relevante Banken der European Banking Authority unterstellt sein sollten, wäre eine nationale Aufsicht für alle anderen Institute zu präferieren. Mit dem Fokus auf die Neuformulierung der Eigenkapitalanforderungen im Rahmen der IFRS-Rechnungslegungsstandards referierte Prof. Dr. Michael Hommel, Goethe-Universität Frankfurt, zum Thema Risikoerfassung und Risikomessung in der Bankbilanz. Im Einklang mit Gischer sah auch Hommel eine erhebliche Diskrepanz zwischen den wissenschaftlichen bzw. politischen Intentionen hinter den Gesetzesänderungen und ihrer Operationalisierung. Vor allem das Vorhaben, im Zuge der Neudefinition des Kernkapitals eine einheitliche und enge Abgrenzung des Eigenkapitalbegriffs zu leisten, laufe nach Meinung des Referenten ins Leere. So führe die Anforderung, dass bereits der eingezahlte Betrag entsprechend der einschlägigen Rechnungslegungsvorschriften zu klassifizieren sei, dieses Ziel ad absurdum. Ignoriert würde das eigentlich originäre Charakteristikum der Eigenkapitalposition die Haftungsfunktion im Falle der Insolvenz. Grundsätzlich sinnvoll schätzte der Referent die Einführung einer Leverage-Ratio ein. Die zunehmende Haftung der Aktionäre begrenze Principal-Agent-Probleme und könne dem Anreiz, in zu risikoreiche Geschäfte zu investieren, entgegenwirken. Eine spürbare Wirkung dieser risikounabhängigen Eigenmittelbasis sei aufgrund ihres (wesentlich) zu geringen Niveaus allerdings nicht zu erwarten. Eine stärker personalisierte Haftung von Vorstand und Aufsichtsrat wäre deshalb notwendig. Unter dem Titel Praktische Bankenregulierung im Lichte von Basel III legte Robert Lux, Deutsche Bundesbank Berlin und Brandenburg, den Schwerpunkt seiner Ausführungen auf die anwendungsbezogenen Probleme gegenwärtiger und zukünftiger Finanzmarktregulierung. Zunächst merkte Lux an, dass kleinen und mittelständischen Unternehmen der Zugang zu Krediten (subjektiv) merklich schwerer fiele, insbesondere in den europäischen Peripherieländern. Dabei verschärften sich nicht nur die pekuniären Bedingungen, sondern ebenso die Anforderungen an die gestellten Sicherheiten. In der Bankenpraxis käme dabei die alleinige Einschätzung von Risikopositionen anhand mathematischer Modelle verschärfend hinzu. Viele Kreditinstitute seien sich häufig selbst nicht ihrer eingegangenen Wagnisse bewusst. Ein (nachgelagertes) risikoorientiertes Handeln vonseiten der Bankenaufsicht würde indes durch den zeitlich verzögerten Informationszugang erschwert. Eine große Herausforderung für die regionale Kreditwirtschaft sah Lux in den oftmals erheblichen Passivüberhängen. Die mangelnde Möglichkeit der Kreditvergabe führte vielfach zu einer Ausweitung der Fristentransformation. Die damit verbundenen Liquiditätsrisiken machten ein Nachdenken über Volumen und Struktur des Kreditersatzgeschäfts unumgänglich. Als letzter Referent des Tages kritisierte Dr. Heiko Geue, Staatssekretär im Ministerium der Finanzen des Landes Sachsen-Anhalt, die fehlende geschäftsmodellabhängige Differenzierung bei der Regulierung des Bankenwesens. So könnten Sparkassen systembedingt die Vorgaben in aller Regel nur durch höhere Gewinnthesaurierung erfüllen. Für die finanzielle Situation der Kommunen hätte dies in mehrerlei Hinsicht Konsequenzen. Verlangten die Träger höhere Ausschüttungen, um ihre Haushaltsdefizite zu begrenzen, fehlte es den Sparkassen an erforderlichem Eigenkapital zur Kreditvergabe im gewerblichen Mittelstand. Ferner bestünde die Gefahr, dass Investitionskredite teurer und in der Folge Erweiterungsoder Anpassungsentscheidungen zurückgestellt werden. Beides hätte negative Auswirkungen auf die erwarteten Gewerbesteuereinnahmen. Abgerundet wurde die interdisziplinäre Veranstaltung durch eine Podiumsdiskussion. In einem angeregten Diskurs konnten übereinstimmend die anstehenden regulatorischen Neuerungen als große Herausforderung für das regionale Kreditwesen identifiziert werden. Konsens bestand auch darin, dass eine Umsetzung der Basel-III-Regelungen nur in Form einer Richtlinie, nicht aber wie von der EU-Kommission angestrebt durch eine Verordnung erfolgen sollte. Ein nationaler Spielraum müsse beibehalten werden. In einer kurzen Zusammenfassung hob Horst Gischer hervor, dass der angestrebte Zweck des Magdeburger Finanzmarktdialogs weiterführende Einsichten in die Folgen von Basel III zu gewinnen, aber ebenso Verbesserungspotenziale aufzuzeigen voll und ganz erfüllt wurde. Abschließend verwies Gischer bereits auf das für den 17. Juni 2013 geplante Symposium zum Thema 15 Jahre Europäische Zentralbank. Toni Richter Wissenschaft für die Praxis Mitteilungen 74 17

18 MANAGEMENT-AKADEMIE DER SPARKASSEN-FINANZGRUPPE AUTORIN Dr. Martina Spichal-Mößner, Abteilungsdirektorin an der Management- Akademie der Sparkassen-Finanzgruppe in Bonn Berufliche Bildung aufgewertet Erfolgreiche Zertifizierung des Lehrinstituts der Management-Akademie Stufe 7 nach DQR erreicht Was lange nur in Fachgremien diskutiert wurde, wird seit 2011 zunehmend in der breiteren Öffentlichkeit wahrgenommen: Der Deutsche Qualifikationsrahmen (DQR), ein europaweit angelegtes Projekt, welches die Vergleichbarkeit von beruflicher und akademischer Qualifikation in Deutschland und Europa grundlegend verbessern soll. Ziel ist es, nach den Vereinheitlichungen der europäischen Bildungsabschlüsse auf Hochschulebene (Bologna-Prozess) nun auch mehr Transparenz im Bereich der allgemeinen und beruflichen Bildung in Europa und den einzelnen Mitgliedsländern zu schaffen. So war jedes Mitgliedsland der EU damit beauftragt, bis 2012 einen nationalen Qualifikationsrahmen zu formulieren und umzusetzen. Der Deutsche Qualifikationsrahmen (DQR), der in seiner Grundstruktur 2011 erarbeitet und 2012 zur Umsetzung in der Praxis bereitgestellt wurde, soll als Orientierungshilfe dienen, um eine bundesweite, branchenübergreifende Zuordnung der angebotenen Qualifikationen in Deutschland zu ermöglichen. Dabei werden im DQR acht Qualifikationsniveaus unterschieden, denen die verschiedenen branchenspezifischen Abschlüsse zugeordnet werden sollen: Von Stufe 1, die im Bereich der schulischen Ausbildung ansetzt, bis zur Stufe 8, die das Qualifikationsniveau einer Promotion erfassen soll. Um sowohl akademische Abschlüsse als auch Abschlüsse der beruflichen Qualifizierungswege abbilden zu können, wurde als zentrales Kriterium im DQR der Kompetenzbegriff gewählt. Kompetenz bezeichnet dabei die Fähigkeit und Bereitschaft des Einzelnen, Kenntnisse und Fertigkeiten sowie persönliche, soziale und methodische Fähigkeiten zu nutzen und sich in beruflichen, gesellschaftlichen und privaten Situationen sachgerecht durchdacht sowie individuell und sozial verantwortlich zu verhalten 1. Kompetenz wird in diesem Sinne als umfassende Handlungskompetenz verstanden. Die Management-Akademie der Sparkassen-Finanzgruppe in Bonn hat diese europaweite bildungspolitische Entwicklung aufgegriffen und das Lehrinstitut, den traditionsreichen Lehrgang zur Qualifikation zukünftiger Führungskräfte in der Sparkassen-Finanzgruppe, einer Zertifizierung durch die Foundation for International Business Administration Accreditation (FIBAA) unterzogen. Seit dem 27. September 2012 ist das Lehrinstitut der Management-Akademie der Sparkassen-Finanzgruppe durch die FIBAA auf Stufe 7 des DQR zertifiziert und befindet sich damit in der Kompetenzausprägung der Absolventen auf einer Stufe mit dem Masterabschluss einer Hochschule. Mit dem Abschluss des Zertifizierungsprozesses bescheinigt die FIBAA der Management-Akademie, dass der von ihr durchgeführte Lehrgang hohe Qualitäts- und Bildungsanforderungen erfüllt und den Absolventen des Lehrinstituts in Zukunft ein Abschluss auf Master-Niveau verliehen werden kann. In den inhaltlichen Anforderungen und der organisatorischen Durchführung entspricht der Zertifizierungsprozess der FIBAA dabei weitgehend den Akkreditierungsprozessen für Hochschulstudiengänge. Die Auszeichnung ist ein Ritterschlag für das Lehrinstitut und für die Bildungsarchitektur der Sparkassen-Finanzgruppe. Die Zertifizierung des Lehrinstituts macht die Sparkassen und Verbundunternehmen als Arbeitgeber noch attraktiver und unterstreicht zudem die Gleichwertigkeit und Bedeutung sowohl der beruflichen als auch der akademischen Bildung, so Georg Fahrenschon, Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV) anlässlich der Zertifikatsübergabe durch die FIBAA. Über die Zertifizierung des Lehrinstituts auf Master-Niveau freuen sich Herr Präsident Georg Fahrenschon, die Leiterin der Management-Akademie Frau Prof. Dr. Liane Buchholz und das Geschäftsführende Vorstandsmitglied Werner Netzel (von rechts nach links). 1 Expertenvotum zur 2. Erarbeitungsphase des DQR, 2010, S Wissenschaft für die Praxis Mitteilungen 74

19 MANAGEMENT-AKADEMIE DER SPARKASSEN-FINANZGRUPPE Das Lehrinstitut der Management-Akademie hat als oberstes Lehrgangsziel die optimale Vorbereitung der Teilnehmer auf zukünftige gehobene, generalistische und bereichsübergreifende Führungs- und Managementfunktionen in Unternehmen der Sparkassen-Finanzgruppe. Er zeichnet sich durch die Kombination aus einem berufsbegleitenden Fernstudium und mehreren Präsenzteilen in einem modularen System aus und ist berufsbefähigend mit wissenschaft lichem Anspruch geprägt. Der Zugang zum Lehrgang ist sowohl über den Abschluss Sparkassenbetriebswirt/in als auch über akademische Abschlüsse möglich. Alle Bewerber durchlaufen zum Einstieg ein berufsbegleitendes Fernstudium mit rechtsund wirtschaftswissenschaftlichen Schwerpunkten, welches mit einer Aufnahmeprüfung endet. Mit bestandener Prüfung startet das achtmonatige Präzenzstudium, der Hauptteil des Lehrgangs. Für das Präsenzstudium werden die Lehrgangsteilnehmer von ihrem Arbeitgeber freigestellt. Die Inhalte des Präsenzstudiums werden durch renommierte Professoren sowie Experten und Vorstandsmitglieder aus der Sparkassen-Finanzgruppe vermittelt. Ziel ist es, die zukünftigen Führungskräfte der Sparkassen-Finanzgruppe auf ihre spätere Spitzenposition vorzubereiten. Dazu stehen in den einzelnen Modulen des Präsenzstudiums sowohl die theoretischen Konzepte wie auch die erforderlichen Management- und Führungskompetenzen im Fokus. Die Präsenzmodule schließen jeweils mit schriftlichen und münd lichen Prüfungen ab. Innerhalb der Präsenzphase haben die Teilnehmer zudem die Auf gabe, ihr erworbenes Wissen innerhalb eines vorgegebenen Zeitrahmens auf ein Praxisthema anzuwenden, welches teilweise vor Ort in der Sparkasse zu bearbeiten ist. Im Präsenzstu dium und in vielfältigen Veranstaltungen im Rahmen des Studium Generale werden zudem die Werte und Normen der Sparkassen-Finanzgruppe vertieft vermittelt. Dies geschieht z. B. über Exkursionen zu Verbundpartnern oder strategischen Dialogen mit obersten Führungskräften der Organisation. Die Besten der Besten fördern!, diesem Anspruch folgend wurde 1928 das Lehrinstitut für das kommunale Sparkassen- und Kreditwesen gegründet als zentrale Bildungsstätte für den ausgesuchten Führungsnachwuchs. Bis heute haben rund Ab- solventen das Lehrinstitut als diplomierte/r Sparkassenbetriebswirt/in verlassen. Aber nicht der Titel, sondern das gelernte und in die Praxis erprobte Wissen zeichnet sie als hervorragende Führungspersönlichkeiten in der Sparkassen-Finanzgruppe aus: Absolventen des Lehrinstituts sind heute in nahezu allen Führungspositionen zu finden, womit der Anspruch des Lehrinstituts als traditionelle Kaderschmiede der Sparkassen-Finanzgruppe eindrucksvoll belegt wird. Die FIBAA-Zertifizierung des Lehrinstituts auf der Niveau-Stufe 7 des Deutschen Qualifikationsrahmens ist eine wichtige Verortung der sparkasseninternen Managementqualifi- kation im europäischen Bildungskontext. Gleichzeitig wurde über die Zertifizierung den Absolventen des Lehrinstituts auch die für oberste Führungskräfte wichtige fachtheoretische Eignung nach 33 KWG bestätigt. Dr. Martina Spichal-Mößner Wissenschaft für die Praxis Mitteilungen 74 19

20 HOCHSCHULE DER SPARKASSEN-FINANZGRUPPE AUTOR Prof. Dr. Dirk Neuhaus ist Professor für Informationssysteme in Finanzdienstleistungsunternehmen an der Hochschule der Sparkassen-Finanzgruppe in Bonn. Retailgeschäft von Banken im Zeitalter von Social Media Mobiles Internet, niedrige Kommunikationskosten und leis tungs fähige Smartphones in Verbindung mit einem veränderten Konsum- und Informationsverhalten der Kunden haben nachhaltige Auswirkungen auf die gesamte Prozessund Wertschöpfungskette vieler Unternehmen. Dies betrifft auch das gesamte Retail-Banking. Insbesondere die jüngere Generation nutzt intensiv die verschiedenen Social Media-Angebote. Sie stellt bereitwillig persönliche Daten öffentlich zur Verfügung und nutzt intensiv die Vielfalt der neuen Medienangebote. Nach der aktuellen ARD/ZDF-Onlinestudie 2012 nutzen in Deutschland 53,4 Mio. Menschen das Internet. Dies entspricht einem Bevölkerungsanteil von 75,9 % (2011: 51,7 Mio. bzw. 73,3 %). Ca. 45 % der deutschen Internetnutzer sind derzeit in Sozialen Netzwerken aktiv. Diese Zahlen kennzeichnen lediglich den Anfang der Digitalisierung der Lebensbereiche und bedeuten auch für Sparkassen große Herausforderungen. Vernetzung, Individualisierung und Serviceorientierung sind die wesentlichen Einflussfaktoren auf das Geschäftsmodell der Sparkassen in der digitalisierten Welt. Wie sieht das Retailgeschäft im digitalen Zeitalter unter Berücksichtigung Sozialer Netzwerke aus? Das Produktangebot im Retailgeschäft bei Banken und insbesondere im Breitengeschäft ist nahezu identisch. Daneben ermöglichen technologische Fortschritte, dass vermehrt Nichtbanken in den Finanzdienstleistungssektor eintreten. Dies zeigt sich aktuell an dem Geschäft mit mobilen Bezahlsystemen. Neben PayPal will auch Google einen internetbasierten Bezahldienst anbieten. Diese neuen Anbieter könnten aus den umfangreichen Informationen zu Kundenbeziehungen, Käuferverhalten und Produkten personalisierte, einfache, kostengünstige Finanzdienstleistungen wie zum Beispiel Konsumentenkredite oder Zahlungsverkehrsdienste einer großen Anzahl von Kunden weltweit anbieten. Innovative Technologien und neue Zugangskanäle zu Informationen und Dienstleistungen verändern nachhaltig die Bedürfnisse und das Verhalten der Kunden (vgl. Abb. 1): Die Kunden können sich mit geringem Aufwand ausführlich über Anbieter und Produkte im Markt informieren. Sie nutzen verschiedene Möglichkeiten der Interaktion und erwarten immer bessere Beratungsleistungen bei gleichzeitig sinkenden Produktpreisen. Viele Bankkunden nutzen bereits im Vorfeld eines Gespräches diverse Informationsangebote und treten vorbereitet in Beratungsgespräche ein. Sie vergleichen Preise und Konditionen, sind immer weniger loyal. Nach einer Studie von socialcommunitybanking aus 2011 informieren sich ca. 87 % der Bankkunden vor Vertragsabschluss über das Internet bzw. über Soziale Netzwerke. Durch die globale Vernetzung verwischen zunehmend die Grenzen zwischen realer und virtueller Welt. Das Internet verändert die etablierten Wertschöpfungsketten und die damit verbundenen Erlösmodelle von Retail-Banken. Die Verfügbarkeit von Informationen über mobile Geräte wie Smartphones ist dabei ein wesentlicher Faktor. Nach einer Untersuchung des Verbandes BITKOM belaufen sich Ende 2012 die Smartphone-Verkäufe in Deutschland auf ca. 22,9 Mio. Stck. Im Jahr 2015 steigt die Anzahl um ca. 38 % auf schätzungsweise 31,5 Mio. Stck. Abb. 1 Dies hat auch weit reichende Implikationen für die gesamte Finanzdienstleistungsbranche. Als Konsequenz bedarf es eines angepassten Geschäftsmodells für das Retailgeschäft. Hierbei geht es nicht nur um eine Erweiterung des Multikanalvertriebs, sondern um die durch - gängige Anpassung der gesamten Wertschöpfungskette vom Kunden bis zum Lieferanten. Eine geeignete Grundlage bietet dazu das auf einem Modulkonzept basierende Modell von Österle/Winter (vgl. Österle/Winter 2003, S. 12 f.) dar. Wesentliche Merkmale des Modells sind: 1. Geschäftskomponenten in Form von Modulen, so genannten Business Services, ermöglichen die Kombination der Vorteile einer funktionalen Organisationsstruktur 20 Wissenschaft für die Praxis Mitteilungen 74

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