Quo vadis -Hotelfinanzierung

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1 Quo vadis -Hotelfinanzierung ÖHV-Hotelierkongress 2013 Prof. Mag. Dr. Leo W. Chini

2 Kapitalbedarf Kapitalbedarf Hotel Hohe und permanente Investitionsausgaben Langfristig Bindung Niedrige saisonal schwankende cash flows zur Kredittilgung Preise lassen nur niedrige Kreditzinsbelastungen zu Hoher Verschuldungsgrad (zu geringes Eigenkapital) Geringe Gesamtkapitalrentabilität Beschränktes Sicherheitenpotential Konsequenzen Schlechtes Rating Hoher Bedarf an Sicherheiten 2 Prof. Mag. Dr. Leo W. Chini

3 Systematik betriebswirtschaftlicher Kapitalströme 3 Prof. Mag. Dr. Leo W. Chini

4 Entwicklung der Kreditmärkte Unsicherheit der Märkte für Staatsanleihen Stabilisierung der Kreditinstitute durch BASEL III gefährdet Hohe Liquidität Verstärkter Wettbewerb unter den Kreditinstituten Schwache Kreditnachfrage Steigerung der Kreditkonditionen durch Zuschläge Niedrige aber vermutlich steigende Kreditzinsen BASEL III noch nicht beschlossen aber teilweise schon umgesetzt Zukünftiges Verhalten der einzelnen Kreditinstitute schwer abschätzbar 4 Prof. Mag. Dr. Leo W. Chini

5 BASEL III / EU-RL /BWG Antizyklischer Kapitalpuffer Der antizyklische Kapitalpuffer soll den Absturz nach einem exzessiven Kreditwachstum abfedern. Kapitalerhaltungspuffer Der Kapitalerhaltungspuffer verhindert, dass Kapital im Krisenfall zu schnell aufgezehrt wird. Ergänzungskapital Das Ergänzungskapital ist neben dem Kernkapital ein weiterer Bestandteil der Eigenmittel einer Bank. Genussrechte und langfristige nachrangige Verbindlichkeiten können zum Beispiel dem Ergänzungskapital zugerechnet werden, wenn sie den entsprechenden aufsichtsrechtlichen Anforderungen genügen. Weiches Kernkapital Das weiche Kernkapital setzt sich aus anderen Kapitalinstrumenten mit weniger stark ausgeprägten Merkmalen u.a. hinsichtlich der Verlustteilnahme zusammen. Darunter können etwa stille Einlagen fallen, wenn die aufsichtsrechtlich vorgegebenen Kriterien für das weiche Kernkapital erfüllt werden. Hartes Kernkapital Das harte Kernkapital einer Bank besteht aus einbezahltem Kapital, offenen Reserven und Gewinnvorträgen. Es ist in Turbulenzen besonders wichtig, da es der Bank in der Krisensituation helfen soll, sich selbst zu stabilisieren Einführung 2013 (??) bis 2015 Auswirkungen : Höhere Kosten für Eigenmittel 5 Prof. Mag. Dr. Leo W. Chini

6 BASEL III 6 Prof. Mag. Dr. Leo W. Chini

7 Liquiditätskennzahlen neu 1. Kreditinstitute müssen über ausreichend qualitativ hochwertige liquide Mittel verfügen, um einen dreißig Tage andauernden Liquiditätsstress standhalten zu können (sog. Liquidity Coverage Ratio, "LCR"). 2. Die langfristige, strukturelle Liquidität des Kreditinstituts soll gewährleistet werden, indem die Geschäftstätigkeiten des Institutes durch stabile Refinanzierung abgesichert wird (die so genannte Net Stable Funding Ratio, "NSFR"). Diese zweite Kennzahl stellt die verfügbare der erforderlichen stabilen Refinanzierung gegenüber. 3. Geplante Einführung 2015 und Auswirkungen : höhere Liquiditätskosten 7 Prof. Mag. Dr. Leo W. Chini

8 Verschuldungsgrad neu Einführung einer nicht risiko-basierte Kennzahl, die so genannte "Leverage Ratio". Es wird das Kernkapital (T1 Kapital) den (ungewichteten) bilanzmäßigen und außerbilanzmäßigen Aktivpositionen gegenübergestellt. Einführung ab 2015 Auswirkungen: Erhöhte Refinanzierungskosten 8 Prof. Mag. Dr. Leo W. Chini

9 Auswirkungen auf die Kreditmärkte 9 Prof. Mag. Dr. Leo W. Chini

10 Anforderungen an die Gestaltung der Finanzierung Einhaltung der Fristenkongruenz Langfristige Kapitalbindung erfordert langfristige Kapitalbereitstellung Eigenkapital Langfristige Kredite Vermeidung von Risiken Fälligstellen von Krediten bei Finanzierungsengpässen der Kreditinstitute Steigende Kreditzinsen Schlechtere Ratingklasse Zusätzliche Sicherheiten Kosten für langfristige Kredite sind z.z. nieder und ermöglichen daher den Wechsel von kurzfristiger Finanzierung zu längerfristiger Finanzierung 10 Prof. Mag. Dr. Leo W. Chini

11 Zusammensetzung der Kreditkosten Kostenarten Eigenmittel (Refinanzierungskosten) Fremdkapital(Refinanzierungskosten) Liquiditätskosten Risikokosten (abhängig vom Rating) Verwaltungskosten Kosten der Sicherheiten Deckungsbeitrag 11 Prof. Mag. Dr. Leo W. Chini

12 Kreditkosten 1. Zinssatz (Rating/ Sicherheiten) 1. Fix über die Laufzeit 2. Variabel = Abhängig von einer Basis + Aufschlag in % 1. EURIBOR 2. Refinanzierungszinssatz z.b. EURIBOR 3 Monate + 2% 3. Variabel = Abhängig von der Einhaltung von Kennzahlen z.b. Verschuldungsgrad / Umsatzrentabilität 12 Prof. Mag. Dr. Leo W. Chini

13 Zusätzliche Kreditkosten 1. Refinanzierungszuschläge 2. Liquiditätszuschläge 3. Bereitstellungsgebühr 4. Bearbeitungsgebühr 13 Prof. Mag. Dr. Leo W. Chini

14 Ansätze zur Problemlösung Nutzen des aktuellen Zinsniveaus für Langfristige Kredite oder Darlehn Langfristige Fixzinssätze 1. Fixzinssatz 2. Tausch variabler Zinssatz gegen Fixzinssatz (SWAP) 3. Begrenzung des Zinssatzes nach oben (Cap) Vorsicht: Langfristige Zinssätze bedeuten nicht langfristige Kreditlaufzeit Laufzeiten Kündigungsbestimmungen Gründe für Fälligstellung 14 Prof. Mag. Dr. Leo W. Chini

15 Sofortiger Handlungsbedarf Kreditkosten werden steigen auch wenn der EURIBOR niedrig bleibt Intensiver Wettbewerb unter den Kreditinstituten Wegfall der Kreditvertragsgebühr Drohende Kostensteigerungen für den Aufschlag auf die Basiskondition z. B. EURIBOR Einführung zusätzlicher Aufschläge für Liquiditätskosten Refinanzierungskosten 15 Prof. Mag. Dr. Leo W. Chini

16 Zentrale Forderung Stärkung des Eigenkapitals Quellen: Einbehalt von Gewinnen nach Steuern Personengesellschaft für 100,- Gewinn nur 52,- Eigenkapitalzuwachs Kapitalgesellschaft für 100,- Gewinn nur 75,- Eigenkapitalzuwachs Kapitalerhöhung durch Eigentümer Kapitalerhöhung durch Investoren Ohne Bürgschaft des Bundes Mit Bürgschaft des Bundes 16 Prof. Mag. Dr. Leo W. Chini

17 Danke für Ihr Interesse Danke für Ihre Aufmerksamkeit und Ihr Interesse 17 Prof. Mag. Dr. Leo W. Chini

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