RRZN. Kurs. Oracle 9i Administration und Programmierung. Meyer Olkhovskiy. D Hannover Schloßwender Straße 5

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1 RRZN Regionales Rechenzentrum für Niedersachsen Universität Hannover D Hannover Schloßwender Straße 5 Meyer Olkhovskiy Kurs Oracle 9i Administration und Programmierung 1. Auflage Sommersemester 2005

2 Inhaltsverzeichnis 1 Einleitung Grundlagen Datenbanktheorie Tabellen Beziehungen Entity-Relationship-Modell Kardinalitäten Normalformen Übung: Grundlagen Datenbanktheorie Installation von Oracle 9i auf Windows XP Oracle installieren Oracle Enterprise Management Server konfigurieren Anmelden an Oracle-Datenbank mittels Eingabeaufforderung Anmelden an Oracle-Datenbank mittels SQL*Plus Worksheet Installation von Oracle 9i auf Debian Linux Linux Grundlagen Verzeichnisstruktur Linux Kommandos zur Dateiverwaltung Texte bearbeiten Prozessverwaltung Benutzerverwaltung Dateisystem Informationsseiten und Linux-Openbooks Debian GNU / Linux Systemverarbeitung Softwareinstallation Kernelinstallation Shared Memory Locales erzeugen /etc/inittab anpassen Oracle User und DBA Gruppe anlegen Oracle installieren Umgebungsvariablen Installationsquelle Installation mit dem Oracle Universal Installer Basisdatenbank erzeugen Verzeichnis erstellen initdb01.ora erstellen Instanz starten und Basisdatenbank erzeugen Basisdatenbank mit Skript erstellen Basisdatenbank erstellen gescheitert? Inhaltsverzeichnis 2

3 4.5 Tablespaces und Benutzer Passwort von SYS und SYSTEM ändern Tablespaces erstellen Benutzer erstellen Oracle Net sqlnet.ora listener.ora tnsnames.ora Instanz mit Runlevel automatisch starten dbstart und dbshut /etc/init.d/listener /etc/init.d/oracledb Runlevel-Einträge PL/SQL-Abfragen Projekt-Datenbank Skript: projekt_create.sql Skript: projekt_insert.sql Tabellenübersicht Datenbank Projekt Datenbankschema Projekt Entity-Relationship-Modell Projekt SELECT-Abfragen Beispielabfragen Übung: PL/SQL-Abfragen PL/SQL-Programmierung Einführung in die PL/SQL-Programmierung Anonymer Block Variablendeklaration IF THEN ELSE LOOP END LOOP WHILE LOOP END LOOP FOR IN LOOP END LOOP Von Prozeduren und Funktionen Trigger Oracle Architektur Logische Struktur Physische Struktur Oracle Speicherstrukturen Database-Buffer-Cache Oracle Hintergrundprozesse Database Writer Prozess (DBWn) Log Writer Prozess (LGWn) Checkpoint-Prozess (CKPT) System Monitor (SMON) Prozess Monitor (PMON) Inhaltsverzeichnis 3

4 7.5.6 Archiver (ARCn) Einführung in Oracle Net Server-Konfiguration Dedizierte Server-Konfiguration Oracle Shared Server (Mulithreaded Server) Starten von Oracle Herunterfahren von Oracle ArchiveLog-Modus / NoArchiveLog-Modus Passwort-Datei Übung: PFILE / SPFILE Übung: Kontrolldateien spiegeln Übung: Redo-Log-Datei verwalten Dateiverwaltung Datendateien OFFLINE und ONLINE setzen Tablespaces Verwaltung von Tablespaces Tablespaces OFFLINE und ONLINE setzen Wachstum von Tablespaces Physische Backups OFFLINE-Backup im NoArchiveLog-Modus OFFLINE-Recovery im NoArchiveLog-Modus Ausnahmen bestätigen die Regel Ausnahme Ausnahmen bestätigen die Regel Ausnahme Ausnahmen bestätigen die Regel Ausnahme Ausnahmen bestätigen die Regel Ausnahme Zusammenfassung OFFLINE-Backup im ArchiveLog-Modus OFFLINE-Backup ONLINE-Recovery (Wiederherstellung von einer ONLINE-Sicherung) Erstellen einer neuen Control-Datei (Steuerdatei) Erstellen einer neuen Datendatei Recovery-Möglichkeiten Unvollständige Wiederherstellung Incomplete Recovery Übung: Cold Backup im NoArchiveLog-Modus Übung: Cold Backup im ArchiveLog-Modus Einführung in den Recovery Manager (RMAN) RMAN Sicherung mit der Control-Datei RMAN Durchführen einer inkrementellen Sicherung RMAN Wiederherstellung mit der Control-Datei RMAN Automatische Sicherung der Control-Datei RMAN mit einem Recovery-Catalog Berichts- und Überprüfungsfunktionen des Recovery-Cataloges Umbenennen einer Datei bei der Wiederherstellung Inhaltsverzeichnis 4

5 10.8 Parallelisieren von Kanälen Automatische Kanalzuweisung Trial Recovery FAST_START_MTTR_TARGET Block Media Recovery Retention Policy Übung: Recovery Manager (RMAN) Übung: Vorbereiten eines Oracle Enterprise Managers (OEM) für das Ausführen von Sicherungsjobs Oracle Data Guard Einrichten eines Standby-Servers Laden von Daten DIRECT LOAD INSERT (Serial Mode) Laden von Daten mit dem SQL*Loader Übung: SQL*Loader Import und Export Was wird exportiert? Vollständiger Datenbankexport Vollständiger Datenbankexport COMPLETE Vollständiger Datenbankexport CUMULATIVE Vollständiger Datenbankexport INCREMENTAL Vollständiger Datenbankexport Kombinationsmöglichkeiten Vollständiger Datenbankimport User Mode Export Table Mode Export Mischung aus den Modi Wichtige Fakten zum Import und Export Vorteile und Nachteile des Imports und Exports Namensauflösung unter Oracle Local Naming Host Naming Oracle Name Server Der Listener Übung: Namensauflösung Local Naming Übung: Namensauflösung Host Naming Access-Zugriff auf Oracle mit ODBC Was ist Access? Was ist ODBC? Installation und Konfiguration von ODBC Verbindung von Access und Oracle über ODBC Oracle-Tabelle in Access bearbeiten Inhaltsverzeichnis 5

6 16 Java-Zugriff auf Oracle mit JDBC Was ist Java? Was ist JDBC? Installation und Konfiguration von Java Installation und Konfiguration von JDBC Datenbankzugriff mittels JDBC Programmierung mit PHP und Oracle Was ist PHP? Installation eines Apache Webservers Installation von PHP Konfiguration der PHP.INI für Oracle Datenbankzugriff mit PHP Datenbankzugriff mit PHP über ODBC Wichtige Passwörter, Befehle und Skripte Wichtige Sichten und Tabellen Übungsaufgaben und Lösungen Kapitel 2: Grundlagen Datenbanktheorie Kapitel 5: PL/SQL-Abfragen Kapitel 7: Kontrolldateien spiegeln Redo-Log-Dateien verwalten Kapitel 10: Einführung in den Recovery Manager (RMAN) Kapitel 14: Namensauflösung Local Naming Namensauflösung Host Naming Literaturempfehlung Stichwortverzeichnis Inhaltsverzeichnis 6

7 1 Einleitung Eine Datenbank ist eine Sammlung von Dateien, auf die nach unterschiedlichen Kriterien zugegriffen werden kann. Die Dateien können miteinander verknüpft sein. Der Nutzen eines Datenbanksystems liegt in der Möglichkeit Dateien schnell und gezielt nach Informationen durchsuchen zu können. Es gibt folgende Typen von Daten 1, welche man unterscheiden kann: Alphabetische Daten Numerische Daten Alphanumerische Daten Sonderzeichen Rechendaten Ordnungsdaten Stammdaten Bewegungsdaten Wichtig sind für Administratoren folgende Datentypen, da in einer Oracle-Datenbank hauptsächlich diese Dateitypen eingegeben bzw. künstlich für eine Weiterverarbeitung von Informationen erzeugt werden: a) Stammdaten sind Daten, die nicht verändert werden bzw. über einen längeren Zeitraum konstant bleiben (Familienname, Kundennummer, Geburtsdatum, etc.). b) Bewegungsdaten sind Daten, die sich bei jedem bearbeiteten Vorgang verändern (Rechnungsdaten, Rechnungserträge, etc.). In diesem RRZN-Seminar 2 lernen Sie die Grundlagen der Datenbankadministration und Datenbankprogrammierung mit PL/SQL kennen. Sie bekommen einen Überblick über die wichtigsten Tätigkeiten als Administrator. Es werden die Grundlagen der Architektur, Speicherstruktur, Backup- Recovery und des Datenbankzugriffs mit ODBC/JDBC und PHP vermittelt. Auch die Verwaltung von Tablespaces und Tabellen wird im Kurs besprochen. Ausblick: Oracle 10g Grid Computing. 1 2 Allgemeines Grundlagenwissen Wirtschafts-Informatik. Vgl. IT-Service für Forschung und Lehre. RRZN-Taschenführer, Hannover , 3: Das Regionale Rechenzentrum für Niedersachsen (RRZN) unterstützt als zentrale Einrichtung die Universität Hannover (UH) bei der Erfüllung ihrer Aufgaben durch Bereitstellung einer leistungsfähigen Infrastruktur für Informations- und Verarbeitungsdienste in Forschung, Lehre und Verwaltung. Darüber hinaus beteiligt sich das RRZN an regionalen und überregionalen Verbünden für die Versorgung von Hochschulen und Forschungseinrichtungen mit Ressourcen für den Spitzenbedarf des wissenschaftlichen Rechnens. Hierzu gehört insbesondere die Beteiligung am Norddeutschen Verbund für Hoch- und Höchstleistungsrechnen (HLRN), für die Länder Berlin, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein (http://www.rrzn.uni-hannover.de). 1. Einleitung 7

8 Voraussetzung für die erfolgreiche Teilnahme an diesem Kurs sind allgemeine SQL- Kenntnisse oder gleichwertige Kenntnisse, wie sie im Kurs: Oracle 9i Einführung vermittelt werden. Im Kurs werden folgende Themengebiete behandelt: Aufbau einer Datenbank Verwaltung einer Datenbankinstanz Installation von Oracle (Oracle 9i) auf Windows XP und Debian Linux Grundlagen der Speicherstrukturen Initialisierungsparameter (PFILE) Spiegelung der Kontrolldateien Redo-Log-Files Datenstrukturen und Tablespaces Grundlagen zu Backup & Recovery (RMAN) Access-Zugriff auf Oracle mit ODBC Java-Zugriff auf Oracle mit JDBC Programmierung mit PHP und Oracle Unseren herzlichen Dank sprechen wir aus gegen Herrn Prof. Dr. Andreas HAUSOTTER von der Fachhochschule Hannover, Fachbereich Wirtschaft (http://www.fh-hannover.de), und die Oracle Certified Professionals 3, Herrn Dipl.-Informatiker Stefan HIETEL und Herrn Reno FÖLLMER von der dama.go GmbH in Potsdam (http://www.damago.de), für Ihren freundlichen Rat, Hilfe und die Überlassung einiger Schulungsunterlagen. Allen Lesern und Kursteilnehmern wünschen wir: Artificiosa forma perducat ad cognitionem pretiosam Möge die kunstvolle Form zu wertvoller Erkenntnis führen! Hannover, den 12. Juni 2005 T. Meyer I. Olkhovskiy Timo Meyer Phil.-Theol. Hochschule Sankt Georgen e.v. Frankfurt am Main Abt. IT / Kommunikationstechnik Dr. Igor Olkhovskiy Regionales Rechenzentrum für Niedersachsen (RRZN) Universität Hannover Abt. Betriebstechnik 3 Vgl. Industriezertifizierungen: LITTIG, P., Karriere in der IT-Branche. Berufseinstieg Tätigkeitsprofile Zukunftschancen, Frankfurt/Main: Eichborn 2000, 120: OCP Oracle Certified Professional kennt sich mit Datenbankadministration aus. 1. Einleitung 8

9 2 Grundlagen Datenbanktheorie 2.1 Tabellen 4 Feld: In einer Datenbank werden die Daten in Feldern abgespeichert. Dies dient zum schnellen Auffinden von Daten. Beim Entwurf einer Datenbank müssen Sie überlegen, was in den Feldern gespeichert werden soll. Daraus resultiert der Felddatentyp und die Feldgröße. Feldname: Der Feldname ist ein freiwählbarer Name. Primärschlüssel: Der Primärschlüssel ist das eindeutige Feld einer Tabelle. Eindeutig bedeutet, dass jeder Wert nur einmal vorkommen darf. Über den Primärschlüssel werden die Beziehungen in einer Datenbank aufgebaut. Der Primärschlüssel beinhaltet einen Index (ohne Duplikate). Damit wird verhindert, dass doppelte Werte in das Feld eingetragen werden. Index: Der Index beschleunigt die Suche in dem Feld, in dem er gesetzt wird. Deshalb sollten Sie überlegen, nach welchen Feldern häufig gesucht wird. Für diese setzen Sie einen Index (Duplikate möglich). Datensatz / Tupel: Die Zeile einer Tabelle nennt man Datensatz oder Tupel. Wobei die Spalte dem Feld entspricht. 2.2 Beziehungen Referentielle Integrität: Die referentielle Integrität lässt sich anhand eines Beispiels erklären: Beziehungen werden 4 Für detailreichere Informationen siehe Schulungsunterlagen für Kurse des RRZN Universität Hannover: MEYER, T., Oracle 9i Einführung, Hannover 2004, Grundlagen Datenbanktheorie 9

10 zwischen Tabellen gesetzt, damit Redundanzen (Doppelteingaben) vermieden werden und trotzdem alle Felder einer Datenbank ausgewertet werden können. Eine Beziehung wird zwischen zwei Tabellen über den Primärschlüssel der einen Tabelle und dem Fremdschlüssel der anderen Tabelle aufgebaut. Somit ist es erforderlich in beiden Tabellen ein Feld mit demselben Inhalt zu führen. Die referentielle Integrität sorgt dafür, dass im Fremdschlüssel nur Werte aus dem Primärschlüssel verwendet werden dürfen. Ist dies nicht der nicht der Fall, wird eine Fehlermeldung ausgegeben und der Datensatz kann nicht gespeichert werden. Anomalien: Anomalien treten durch den Datenbankentwurf auf. Sollen Anomalien vermieden werden, muss der Datenbankentwurf geändert werden. Anomalien können durch die referentielle Integrität verhindert werden. Einfüge-Anomalie: Ein Datensatz kann nur hinzugefügt werden, wenn in einer anderen Tabelle diese vorhanden sind. In unserer Datenbank muss erst ein Kunde angelegt werden, damit eine Rechnung erstellt werden kann. Lösch-Anomalie: Lösch-Anomalien treten auf beim Löschen von Datensätzen. Wenn zum Beispiel ein Kunde gelöscht wird, aber die erfassten Rechnungen weiterhin bestehen bleiben. Änderungs-Anomalie: Änderungs-Anomalien treten beim Ändern von Datensätzen auf. Wenn in unserem Beispiel eine Artikelnummer geändert wird, aber in der Rechnungspositionstabelle die Artikelnummer nicht geändert wird. 2.3 Entity-Relationship-Modell Um eine Datenbank zu entwickeln, ist es hilfreich den Tabellenaufbau in einem Entity- Relationship-Modell (ER-Modell) bzw. ER-Diagramm darzustellen. Hierfür werden sogenannte Entitäten gebildet. Eine Entität kann ein Objekt oder ein Begriff sein. Im ER- Diagramm wird die Entität als ein Rechteck dargestellt. Jede Entität enthält sogenannte Attribute, die den Feldern entsprechen. Diese werden in Ellipsen dargestellt. Der Primärschlüssel wird in der Regel unterstrichen. Die Attribute werden mittels Linien mit der entsprechenden Entität verbunden. Die Entitäten werden mittels Relationen mit Linien miteinander verbunden. Relationen oder Beziehungen dienen dem Verknüpfen von Tabellen. Relationen werden durch Rauten dargestellt. Die Linien enthalten die Kardinalitäten. 2. Grundlagen Datenbanktheorie 10

11 2.4 Kardinalitäten 1:n-Beziehung: Bei einer 1:n-Beziehung wird ein Primärschlüssel mit einem Fremdschlüssel verknüpft, wobei in der einen Tabelle der Wert nur einmal vorkommt und in der verknüpften Tabelle der Wert mehrmals vorkommen kann. In dem ER-Diagramm kommt die Kundennummer in der Kundentabelle nur einmal vor. Der Kunde kann mehrere Rechnungen erhalten. m:n-beziehung: Eine m:n-beziehung sieht in einem ER-Diagramm wie die Beziehung zwischen den Rechnungen und Artikeln aus. Eine Rechnung kann mehrere Artikel enthalten und derselbe Artikel kann in mehreren Rechnungen auftauchen. Eine m:n-beziehung kann in der Datenbank nicht realisiert werden. Deshalb muss sie in zwei 1:n-Beziehungen aufgelöst werden. Dies wird erreicht, dass für die Relation eine Tabelle aufgebaut wird. Somit wird eine 1:n-Beziehung zur Rechnungstabelle und eine 1:n-Beziehung zur Artikeltabelle erzeugt. 1:1-Beziehung: In den verknüpften Tabellen kommt der Wert des Feldes nur einmal vor. Es steht immer genau ein Datensatz einem verknüpften Datensatz gegenüber. 2.5 Normalformen Die Normalformen werden zur Aufteilung der Felder in den einzelnen Tabellen genutzt. Durch die Anwendung der Normalformen werden Redundanzen (Doppelteingaben) vermieden. Bevor mit den Normalformen angefangen werden kann, muss eine Feldliste erstellt werden. Die Normalformen müssen in der vorgegebenen Reihenfolge der Normalisierung 1 bis 3 durchgeführt werden. Beispiel: Name, Vorname, Adresse, Rechnungsnummer, Rechnungsdatum, Menge, Artikelnummer, Artikelbezeichnung und Einzelpreis 1. Normalform: Die 1. Normalform besagt, dass alle Felder elementar sein sollen. Dies bedeutet, dass jedes Feld nur einen Wert enthält. Beispiel: Adresse wird aufgeteilt in Strasse, PLZ und Ort 2. Grundlagen Datenbanktheorie 11

12 2. Normalform: In der 2. Normalform werden den Primärschlüsseln abhängige Felder zugewiesen. Die Primärschlüssel werden in dem Beispiel fett gedruckt: Kundennummer Rechnungsnummer Artikelnummer Rechnungsnummer Name Rechnungsdatum Artikelbezeichnung Artikelnummer Vorname Kundennummer Einzelpreis Menge Straße PLZ Ort 3. Normalform: Durch die 3. Normalform werden abhängige Felder in den einzelnen Tabellen gesucht. Wenn Sie feststellen, dass sich ein Wert aus einem anderen Feld herleiten lässt, dann wird das abhängige Feld oder Felder in eine zusätzliche Tabelle gesetzt. Dies ist in der Kundentabelle der Fall. Dadurch entstehen zwei Tabellen: Kundennummer Name Vorname Straße PLZ PLZ Ort 2.6 Übung: Grundlagen Datenbanktheorie Aufgabe 5 : Kennzeichnen Sie die falschen Aussagen! [ Lösung ] Eine m:n-beziehung kann in der Praxis nicht erstellt werden. In einer m:n-beziehung kann die referentielle Integrität nicht eingeschaltet werden. Die referentielle Integrität bedeutet, dass in einem Feld ein Wert eingegeben werden muss. In einer Datenbank werden die Daten in Feldern strukturiert abgespeichert. 5 Vgl. ISCHNER, W., Prüfungsaufgaben zu Datenbankgrundlagen (Schulung dama.go GmbH Potsdam: Database Administrator Oracle), Grundlagen Datenbanktheorie 12

13 3 Installation von Oracle 9i auf Windows XP In dieser Übung werden Sie Oracle 9i auf Windows XP per Oracle Enterprise Manager (OEM) installieren 6. Die Übung ist in drei Abschnitte untergliedert. Arbeiten Sie bitte alle drei Teile Schritt für Schritt durch. Lesen Sie sich, bevor Sie mit der Durcharbeitung beginnen, die einzelnen Teile jeweils genau durch. Entpacken Sie die Oracle 9 Release 2- Dateien im Ordner c:\install\oracle9i oder vorhandene Installations-CD s 7 (3 CD s) nutzen. 3.1 Oracle installieren In diesem ersten Teil 8 werden Sie Oracle mit Hilfe des Oracle Universal Installers installieren 9 und dabei eine erste Datenbank testdb01 erstellen. 1) Starten Sie die Datei Setup.exe von CD bzw. von Festplatte. 2) Im Fenster Willkommen klicken Sie bitte auf Weiter. 3) Im Fenster Dateiverzeichnisse überprüfen Sie bitte die Quelle und das Ziel, verändern bitte nichts und klicken anschließend auf Weiter. 4) Im Fenster Verfügbare Produkte wählen Sie bitte Oracle Database aus und klicken danach auf Weiter. 5) Im Fenster Installationsarten wählen Sie bitte Enterprise und klicken anschließend auf Weiter. 6) Im Fenster Datenbank-Konfiguration geben Sie bitte Universal ein klicken anschließend auf Weiter. 7) Im Fenster Oracle Services for MS Transaction Server klicken Sie auf Weiter. 8) Im Fenster Speicherort der Datenbankdatei klicken Sie bitte auf Weiter. 9) Im Fenster Datenbank-Identifikation geben Sie bitte als Globaler Datenbankname testdbx (wobei X die Nummer ist, die Ihrem Computer zugeordnet wurde - eventuell beim Trainer erfragen) ein und klicken anschließend auf Weiter. 10) Im Fenster Speicherort der Datenbankdatei klicken Sie bitte auf Weiter. 11) Im Fenster Datenbank-Zeichensatz klicken Sie bitte auf Weiter. 12) Im Fenster Überblick klicken Sie bitte auf Installieren. 13) Geben Sie für das Konto sys das Kennwort sys ein und für das Konto system bitte system. 14) Zum Abschluss klicken Sie bitte auf Weiter und anschließend auf Beenden Download der Programme von: Bei Oracle 10g gibt es nur noch eine einzige Installations-CD. Diese sorgt für ca. 30 Prozent Platzersprarnis auf der Festplatte. Von Oracle 10g werden vorab Pre-Installation Checks durgeführt, welche die Konfiguration untersuchen: a) Mindestens 512 MByte Hauptspeicher b) CPU-Geschwindigkeitstest c) Betriebssystempatches und Service Packs HIETEL, S., Übungen (Schulung dama.go GmbH Potsdam: Database Administrator Oracle), Wichtig: Vor der Installation den USB-Stick abziehen, da sonst ein Oracle-Bug diesen formatiert. 3. Installation von Oracle 9i auf Windows XP 13

14 3.2 Oracle Enterprise Management Server konfigurieren Im Folgenden zweiten Teil werden Sie den Oracle Enterprise Manager (OEM) konfigurieren und erstmals starten. Hierfür benutzen wir als Repository die während der Installation erstellte Datenbank testdb01. 1) Starten Sie den Oracle Enterprise Manager (Start Programme Oracle - OraHome92 Configuration and Migration Tools Enterprise Manager Configuration Assistent). 2) Im Fenster Willkommen klicken Sie bitte auf Weiter. 3) Im Fenster Konfigurationsvorgang wählen Sie Lokalen Oracle Management Server konfigurieren und klicken anschließend auf Weiter. 4) Im Fenster Oracle Management Server konfigurieren klicken Sie bitte auf Neues Repository erstellen und anschließend auf Weiter. 5) Im Fenster Optionen für Neues Repository erstellen klicken Sie bitte auf Benutzerdefiniert und anschließend auf Weiter. 6) Im Fenster Datenbank Speicherort auswählen klicken Sie bitte auf In einer anderen bestehenden Datenbank und anschließend auf Weiter. 7) Im Fenster Datenbank für Repository auswählen geben Sie bitte folgendes ein: Benutzername: Kennwort: Dienst: Anmelden als: sys sys testdb01 SYSDBA Klicken Sie anschließend auf Weiter. 8) Im Fenster Repository Anmeldeinformationen geben Sie bitte folgendes ein: Benutzername: Kennwort: Kennwort bestätigen: oem_rep oem_rep oem_rep Klicken Sie anschließend auf Weiter. 9) Im Fenster Repository-Benutzer-Tablespace auswählen verändern Sie bitte nichts und klicken auf Weiter. 10) Im Fenster Repository-Zusammenfassung erstellen klicken Sie bitte auf Beenden. 11) Schließen Sie das Fenster Fortschritt Konfigurationsassistent mit einem Klick auf Schließen. 12) Starten Sie den Oracle Enterprise Manager. 13) Wählen Sie Anmeldung bei Oracle Management Server und geben Sie als Administrator den Namen sysman und als Kennwort das Kennwort oem_temp ein. Klicken Sie auf Weiter. 14) Es erscheint ein neues Fenster Sicherheitswarnung. Geben Sie hier als neues Kennwort sysman und als Kennwortbestätigung natürlich auch sysman ein. Klicken Sie auf Ändern. Nun sollte das Kennwort vom Benutzer sysman auf sysman geändert worden sein. 3. Installation von Oracle 9i auf Windows XP 14

15 15) Die Oracle Enterprise Manager Console sollte nun erfolgreich gestartet werden. 16) Stellen Sie sicher, dass der Windows Dienst automatisch gestartet wird, indem Sie umstellen von Starttyp manual auf automatisch (Start Programme Verwaltung Dienste). 17) Führen Sie einen Neustart des Computers durch. 18) Starten Sie den Oracle Enterprise Manager Console. Denken Sie daran, dass der Benutzername und das Kennwort für die Anmeldung jeweils sysman ist! 19) Erweitern Sie Datenbanken. Hier sollte Ihre Datenbank zu sehen sein. Sollte dies nicht der Fall sein, so führen Sie eine Knotenerkennung durch (Rechtsklick auf Knoten Knoten erkennen). 20) Erweitern Sie Ihre Datenbank und es erscheint ein Anmeldefenster Datenbankanmeldeinformationen. Geben Sie hier als Benutznamen den Namen sys und als Kennwort das Kennwort sys ein. 21) Welche Tabellen gehören Scott bzw. welche Tabellen gehören zum Schema von Scott? 22) Beenden Sie den Oracle Enterprise Manager wieder. Die weiteren Objekte des Oracle Enterprise Manager werden wir im weiteren Verlauf noch kennenlernen. 3.3 Anmelden an Oracle-Datenbank mittels Eingabeaufforderung In dem dritten Teil werden Sie lernen, wie man sich mit Hilfe der Command-Line- Eingabeaufforderung mit dem Oracle-Server verbindet und dort arbeitet. 1) Starten Sie die Command-Line-Eingabeaufforderung 2) (Start Ausführen CMD OK) 3) Geben Sie sqlplus /nolog ein und bestätigen Sie mit Enter. 4) Im Feld Benutzernamen eingeben geben Sie bitte connect as sysdba 3. Installation von Oracle 9i auf Windows XP 15

16 ein und bestätigen Sie mit Enter. 5) Probieren Sie eine kleine Abfrage auszuführen. Geben Sie hierfür SELECT * FROM scott.emp; ein und bestätigen Sie die Anweisung mit Enter. 6) Schließen Sie sqlplus mit exit. 3.4 Anmelden an Oracle-Datenbank mittels SQL*Plus Worksheet Im letzten Teil 10 werden Sie lernen, wie man sich mit Hilfe des SQL*Plus Worksheets 11 mit dem Oracle-Server verbindet und arbeitet. 1) Starten Sie das SQL*Plus Worksheet. (Start Programme Oracle - OraHome92 Application Development SQL*Plus Worksheet). 2) Geben Sie als Benutzernamen den Namen sys und als Kennwort das Kennwort sys ein. Geben Sie unter Dienst den Namen testdb01 ein und unter Anmelden bitte SYSDBA auswählen. Klicken Sie anschließend auf OK. 3) Probieren Sie eine kleine Abfrage auszuführen. Geben Sie hierfür SELECT * FROM scott.emp; ein und bestätigen Sie die Anweisung mit F5. 4) Schließen Sie das SQL*Plus Worksheet mit exit HIETEL, S., Übungen (Schulung dama.go GmbH Potsdam: Database Administrator Oracle), Bei Oracle 10g gibt es nur noch einen web-basierten SQL-Worksheet isql*plus, somit braucht man für einen Datenbankzugriff keine Clients mehr. Es genügt ein beliebiger Standard-Browser. 3. Installation von Oracle 9i auf Windows XP 16

17 4 Installation von Oracle 9i auf Debian Linux Der Oracle-Experte Donald K. BURLESON 12, bekannt als einer von nur sieben weltweiten Oracle Certified Masters (OCM), schreibt im Vorwort seines UNIX Administrations- Handbuches für Oracle 9i: Heute läuft die Mehrzahl der Oracle-Datenbanken in UNIX- Umgebungen. Es genügt daher für Oracle-Profis nicht mehr, nur die Datenbank-Interna zu beherrschen. Ein Oracle-DBA muss darüber hinaus auch mit dem Arbeiten in einer UNIX- Umgebung vertraut und in der Lage sein, alle für die Administration erforderlichen Funktionen auszuführen Linux Grundlagen Im vergangenen Jahr konnte man folgendes Szenario in den Medien verfolgen, dass die Stadt München auf das Betriebssystem UNIX / Linux umsteigen und alle Büroarbeitsplätze darauf umstellen möchte begann Ken THOMPSON an Bell Laboratories (USA) die Entwicklung von UNIX. Wenn Sie mit Debian Linux arbeiten wollen, dann müssen Sie über einige Befehls-Kenntnisse verfügen. Linux / UNIX 14 wird besser aus dem Shell-Fenster bzw. der Konsole ausgeführt und die Anwendungen administriert Verzeichnisstruktur Linux Bei der Unmenge von Dateien in UNIX-Systemen ist eine hierarchische Struktur unabdingbar. Lange Zeit hat jede UNIX-Variante (UNIX, Linux, Redhad, Debian, etc.) seine eigenen Vorstellungen vom Aufbau seiner Dateiverwaltung mitgebracht, aber unterdessen ist man sich mehr oder weniger einig geworden und erarbeitete den Filesystem Hierarchie Standard, der wichtige Strukturen definiert. Die meisten Distributionen folgen diesen Richtlinien, wobei Abweichungen durch unterschiedliche Interpretation des Standards begründet werden. /bin Die wichtigsten Kommandos, um mit dem System arbeiten zu können, finden Sie hier. Sie dürfen von allen Nutzern ausgeführt werden. Zu den Kommandos gehören: cat, chgr, chmod, chown, cp, date, dd, df, dmesg, echo ed, false, kill, ln, login, ls, mkdir, mknod, more, mount, mv, ps, pwd, rm, rmdir, sed, setserial, sh 15, stty, su, sync, true, unmount, uname Vgl. den Online-Newsletter für Oracle von Donald BURLESON: BURLESON, D. K., Oracle 9i. UNIX Administrations-Handbuch. Oracle 9i in einer UNIX-Umgebung managen, München: C. Hanser Verlag 2003, XIII. Eine gute Einführung in Linux finden Sie in den Schulungsunterlagen des RRZN Universität Hannover: HEISTERKAMP, M., Unix-Grundkurs, unter: Hinweis: sh ist meist ein Link auf bash. 4. Installation von Oracle 9i auf Debian Linux 17

18 /boot Hier findet man die statischen Dateien des Bootmanagers und des Kernels (Hauptkomponente des Betriebsystems, z. Zt. Version 2,6). In früheren Linux-Versionen wurden der Haupt -Kernel im Root- Verzeichnis installiert und nur die optionalen Kernel in diesem Verzeichnis. /dev In diesem Verzeichnis stehen die Gerätedateien (Devices), die die gesamte Hardware beschreiben (Festplatte, Floppy, RAM, etc.), sowie die Devices mit speziellen Aufgaben. /etc Enthält alle lokalen Konfigurationsdateien wie Tastatur und Netzwerk. /home Alle Heimatverzeichnisse der Nutzer findet man hier. Nach dem Login landet jeder Benutzer (i.d.r.) in seinem Home bzw. Homeverzeichnis. Heimatverzeichnisse können vom Systemadministrator auch an einer anderen Stelle des Speichermediums erstellt werden. /lib Die beim Systemstart benötigten Bibliotheken stehen hier. Ebenso liegen die Kernelmodule in einem eigenem Unterverzeichnis von /lib. /mnt Mountpunkt für temporäre Partitionen. /opt /root Software, die nicht zum üblichen Installationsstandard von Unix- bzw. Linuxsystemen gehören, werden oft unter diesem Zwei installiert. So werden nahezu alle kommerziellen Softwarepakete hier eingerichtet; auch die Programme zur grafischen Oberfläche KDE befinden sich hier. Heimatverzeichnis des Administrators. In realen Unix-Installationen werden die Heimatverzeichnisse aller Nutzer oft auf einem Server gehalten. Bei einem Ausfall eines solchen Servers sollte aber zumindest Root (Administrator) in der Lage sein, vernünftig mit dem System zu arbeiten. /sbin Wichtige System-Programme, welche beim Booten benötigt werden. Ausführungen erfordern in diesem Falle Root-Privilegien. /tmp Temporäre Dateien können hier abgelegt werden, jeder Nutzer ist dazu berechtigt. 4. Installation von Oracle 9i auf Debian Linux 18

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