Smart Metering in der Energiewirtschaft

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1 Smart Metering in der Energiewirtschaft April 2007 Arthur D. Little GmbH Gustav-Stresemann-Ring 1 D Wiesbaden Tel.: Fax:

2 Smart Metering Situation Geplante Reduktion des CO 2 -Ausstoß eröffnet neue Geschäftsfelder für Energiedienstleistungen und Produkte Mit der Entscheidung den CO 2 Ausstoß bis 2020 um 20-30% zu reduzieren nimmt die EU eine Vorreiterrolle im Kampf gegen die globale Klimaerwärmung ein 1) Die EU plant dieses Ziel durch den erhöhten Einsatz von erneuerbaren Energien und einer erhöhten Energieeffizienz zu erreichen 2) Die EU hat bereits eine für alle Mitglieder verpflichtende Richtlinie für bessere Energieeffizienz erlassen Quelle: 1) EU ) EU-Richtlinie zur Energieeffizienz Verteilte Energieerzeugung und erneuerbare Energien werden dazu beitragen, die EU Emissionsziele zu erreichen Der Einsatz von Informations- und Telekommunikationstechnologie (ITK) ist eine essentielle Voraussetzung, um die verteilte Energieerzeugung effizient in die Stromversorgung zu integrieren Durch den Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologie entstehen neue Geschäftsfelder für Dienstleistungen und neue Produkte Smart Metering 2

3 Smart Metering Überblick zukünftige Anwendungsfelder Die Smart Metering-Technologie ist eine wesentliche Voraussetzung für innovative Netzstrukturen und um Energieeinsparpotentiale für die Verbraucher zu realisieren Smart Grid Technologie Smart Metering Technologie Smart House Technologie IR Der vermehrte Einsatz verteilter Energieerzeugung ist nur mit Hilfe moderner ITK zu verwirklichen. (Smart Grid) Die Smart Grid Technologie macht es möglich Angebot und Nachfrage nach Energie abzugleichen Die Smart Meter Technologie ist eine Voraussetzung für Smart Grids Die Smart Meter Technologie ist der Gateway zwischen Angebot und Nachfrage Nachfragesteuerung durch: Tarife/ Preissignale Verbrauchsfernsteuerung Durch technologische Neuerung wird eine effizientere Energieausbeute erreicht Fernsteuerung von Stromverbrauchern im Haushalt Kunden können auf Preissignale reagieren Smart Metering 3

4 Smart Metering Vorteile für EVU, Kunden und Volkswirtschaft EVU, Kunden und Volkswirtschaft können durch Smart Metering profitieren EVU Senkung der Lohnkosten (kein manuelles Ablesen) Verbesserte Kundenbeziehungen durch individuelle Tarife Optimiertes Forderungsmanagement Effizientere Nutzung von Kraftwerken aufgrund besserer Planung Integration verteilter Erzeugungsanlagen Kunden Zeichensetzung für Energiesparbewusstsein Reduzierter Verbrauch und weniger Lastschwankungen senken Energiekosten Automatisierung erhöht Komfort Neue Tarif-Modelle (z.b. Prepaid) sind verfügbar mit erhöhtem Service-Nutzen Erhöhte Transparenz bei Energieabrechnung Leichterer Wechsel zu neuen Anbietern Volkswirtschaft Mehr Wettbewerb auf dem Energiemarkt Erhöhte Angebotssicherheit durch Demand Side Management (DSM) und verteilte Erzeugung ( Distributed Generation, DG) Schaffung neuer Arbeitsplätze im Dienstleistungs- und Technologie-Sektor Verringerte Abhängigkeit von Energieimport Verringerte CO 2 Emissionen Smart Metering 4

5 Smart Metering Beispiel Smart Metering : Kundensicht Smart Metering versetzten den Verbraucher in die Lage, Strom zu sparen und ein billigeres Tarifangebot während der Niedriglastzeiten zu nutzen Kundenrelevante Funktionen des Smart Meterings Wichtigste Funktionen Lastvorhersage Transparente Darstellung des Verbrauchs Abrechnung Verbrauchskontrolle Smart Meter Preissignale Data hosting and Processing Lastverlagerung Produktion, Übertragung, Verteilung Der Smart Meter misst in kurzen Zeitintervallen den Stromverbrauch Die Verbrauchsdaten werden durch Fernauslesung gesammelt Die Daten werden in Großservern gespeichert und weiterverarbeitet zur: Rechungsabwicklung, Lastvorhersage, Entwicklung von Tarifmodellen Transparenten Verbrauchsbetrachtung Da Kunden zeitnah über ihre Stromkosten informiert sind, wird der Verbrauch zurückgehen Es führt zu einer effizienteren Nutzung der Energie, da Lastverlagerung durch Preissignale Smart Metering 5

6 Smart Metering Marktentwicklung ADL erwartet eine baldige Marktdurchdringung in der EU. Voraussetzung hierfür ist der Erfolg der bisherigen Projekte und die Schaffung gesetzlicher Rahmenbedingungen Marktdurchdringung in Europa in 2006 ADL Vorhersagen ADL rechnet mit der rechtzeitigen Umsetzung der EU-Energieeffizienzrichtlinie bis Ende 2008 durch die meisten Mitgliedsländer Aktuelle Tendenzen in Politik und Öffentlichkeit deuten auf eine baldige Umsetzung in Deutschland hin Wir erwarten die Marktpenetration von Smart Metering in der EU in den kommenden Jahren Annähernd vollständige Marktdurchdringung Laufende Markeinführung aufgrund gesetzlicher Vorgaben Pilotprojekte Keine oder nur kleine Pilotprojekte Die Erfolge der Pilotprojekte und die Fortschritte in den Vorreiterländern werden die Markteinführung in EU beschleunigen Smart Metering 6

7 Smart Metering Struktur Business Case Betrachtung Wir empfehlen die Ableitung von Strategieoptionen auf Basis einer detaillierten Business Case Betrachtung Struktur Business Case und Ableitung Strategieoptionen Benefits Reduzierung Kundeabgänge durch Wechsel Differenzierung bei Commodity Strom Margengewinnung im Service/ Metering Effizienzsteigerung im Prozess Abrechnung/ Ablesen Verbesserung Debitorenmanagement Business Case Berechnung Costs Investition in Technologie Aufbau und Abstimmung von Organisation & Prozessen Smart Metering als Bestandteil eines Marketing-Konzeptes Umsatz- bzw. Margenrückgang durch höhere Energieeffizienz bei Kunden Business Case Betrachtung ist je nach strategischer Ausrichtung unternehmensindividuell vorzunehmen Smart Metering 7

8 Smart Metering Technologie-Portfolio & Prozesse Richtige Auswahl der Technologien sowie Sicherstellung der Prozesssicherheit notwendig für einen nachhaltig erfolgreichen Markteintritt mit Smart Metering Auswahl Technologie- Partner Bildung von Technologie-Portfolios Definition von Zielen für Technologiepartner Ableitung Steuerungsstrategien Wettbewerbspositionierung Niedrig Durchschnitt Hoch A B C D Aktive Steuerung Technologie-Portfolio Alter Reife Wachstum Reifegrad Technologie Anpassung relevanter Prozesse Identifikation relevanter Prozesse Substitution, Automatisierung bzw. Beschleunigung der betroffenen Prozesse Zuordnung der Prozesse zu Organisationseinheiten unter Berücksichtigung neuer Marktrolle Messstellenbetreiber Sicherstellung Prozessabläufe Smart Metering 8

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