Open Source und Linux als Alternative im Untericht. Peter Broger BHAK Bregenz / LSR Vbg

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1 Open Source und Linux als Alternative im Untericht Peter Broger BHAK Bregenz / LSR Vbg

2 Quelle:

3 Überblick Hinführung zum Thema - Implementation - Rahmenbedingungen Open Source und die Welt der Software Aktuelle Software aus Fachzeitschriften Was spricht für Open Source? Was spricht für/gegen LINUX als Betriebssystem am Desktop? Was spricht für/gegen LINUX als Server-Betriebssystem? Unterrichtserfahrungen und Evaluation Verwendung von edumoodle.at für die Kommunikation und Information

4 »The basic idea behind open source is very simple: When programmers can read, redistribute, and modify the source code for a piece of software, the software evolves. People improve it, people adapt it, people fix bugs. And this can happen at a speed that, if one is used to the slow pace of conventional software development, seems astonishing.«(vgl. Aus:

5 Warum LINUX? Linux Gilt für Linux? was nix kost is nix wert. Wirtschaftlichkeitsberechnung Vista : Linux

6 TCO total cost of ownership TCO Auf der übernächsten Folie: Server Down Zeiten im Vergleich Verfügbarkeit Reliability Quelle:

7 TCO Anfallende Kosten: Kapital (Infrastruktur, HW,SW) Enduser (Schulung, u.a.) Technischer Support (Client Support und Network Support) Administration andere Verwaltung, Security, u.a. Jedoch auch zu berücksichtigen sind: Die Verfügbarkeit der Systeme Entfall von Gewinn Imageverlust für das Unternehmen

8 Wieviele Stunden waren die Server down (2006 und 2007)

9 Solche Werte sprechen dafür, dass man sich auch Unix-basierten Betriebssystemen annehmen soll. Eine Linux-Distribution bietet sich an, die auch im professionellen Betrieb zum Einsatz kommt.

10 Weitere Informationen zu: TCO total cost of ownership Seminararbeit WU-Wien Wikipedia:

11 Auch für die Schule Ist es wichtig, dass solche Ergebnisse gezeigt werden. Dass wenn auch keine Anschaffungskosten entstehen Support durch professionelle Teams gewährleistet wird. Dass Mittel auch für die Verbreitung von Low Cost Software / Shareware / Freeware aus dem Open Source Bereich zur Verfügung gestellt werden.

12 Installation vereinfachen Linux auf einem Stick Installation - vereinfachen Linux auf einer externen Harddisk Verwendung von Linux für dedicated Server VMWARE und andere Virtualisierungsmöglichkeiten (XEN, ) nutzen

13 Windows [.and..or..xor.] Linux siehe: Kann LINUX Windows ersetzen? 250 Argumente bzw. Themenkreise (mit Meinungen, in einer Newsgroup gepostet, es ist zumindest mal Wert, über verschiedene Meinungen nachzudenken)

14 Die Rahmenbedingungen Unterricht von BS (Betriebssysteme und Netzwerkmanagement) Schulform: HAK für WI - HAK_DigBizz HWI: 5 Jahre Ausbildung mit Reife- u. DP Einzügig geführt Schulversuch

15 Lt. Stundentafel (ab 2007) Gegliedert in Kernbereich und Fachbereich Wirtschaftsinformatik Betriebssysteme und Netzwerkmanagement Stundenverteilung in 5 Jgg: (die gesamte Stundentafel) siehe:

16 Meine Situation und die Schüler Lehrerwechsel für die SchülerInnen Im SJ 07/08 von mir neu übernommen in der III. und IV. Wissensstand feststellen (was wie) Mein Ziel: Interesse für BS wecken Bedeutung des BS für das System Rechner bewusst machen CISCO / IT-Essentials / Linux / Security

17 Interesse der Schüler Anfangs gering teilweise abgeneigt Wozu? Brauchen wir das? Wir haben doch ein BS brauchen wir das Linux noch, oder können wir es wieder herunterlöschen? Festplattengröße Problem!

18 Open Source - Software Wie intensiv ist der Einsatz von Open Source Software an Schulen? Welche Initiativen, welche Software gibt es? Wer unterstützt diesen Einsatz von FOSS (free and open source software)? source_software

19 Gründe für die Wahl eines Betriebssystems es war immer so, deshalb das Programm xy erfordert das BS. Andere Gründe: Verwendung von (alter) Hardware Performance Vorteile Mehr Sicherheit Integration im Netzwerk (clonen, roll out) Know how (nicht) vorhanden u.a.m.

20 Trotzdem unverständlich, dass Freie Software - oft nicht einmal probiert wird - es an Flexibilität mangelt ( wer Mercedes oder VW fährt, sollte auch mit einem Toyota fahren können ) Man sich bei gekaufter Software - so vieles gefallen lässt Servicepacks Fehlerhafte Systeme und Installationsprozeduren User lassen sich als Testpersonen anheuern Produktive Software mit Ablaufdatum Bugs, Bugs, Bugs, Oft sind Tools notwendig, die nicht im Lieferumfang dabei sind

21 Überzeugen, gewinnen, nicht zwingen! Frage, ob anstelle des Produktes xy ein anderes (freies) Softwareprodukt ausreichend ist. Wichtig ist jedoch die Unterstützung, durch die Wirtschaft, die Industrie durch die Ausbildungszentren, Schulen durch guten brauchbaren SUPPORT

22 Reale Unterrichtssituation Installationsprobleme waren gering und ergeben sich meist bei zu wenig verfügbarem Festplattenspeicherplatz Laptops verschiedene Geräte verschiedenen Alters mit unterschiedlicher Ausstattung Meist: GB HDD, 1 MB RAM Acer, HP, Dell, Medion

23 Probleme, Bei 15 Schülern gemeinsam installiert kein Problem trotzdem haben 2 gefehlt es war Nacharbeit erforderlich. HDD Platz freimachen worauf kann er/sie am besten verzichten?

24 andere Lösungsmöglichkeiten: Linux on a stick (damals: 1 GB Sticks; heute: 8 GB normal) oder auf externer HDD (diese hatten aber 2007 noch wenige SS) (langsamere) Livesysteme Heute: Virtualisierungsmöglichkeiten nutzen: VMWARE, u.a.

25 Erste Themen im Unterricht: Partitionierung Wie geht es? welche Partitionen und wofür was bleibt erhalten Wie kann man ein bestehendes BS erhalten? was kann verkleinert werden? Nummern und Typen der Partitionen Wie bringe ich GRUB zum laufen? GRUB anpassen (Reihenfolgen, etc.)

26 Fast jeder SS brauchte an irgend einem Punkt der Installation Einzelbetreuung! sonst funktioniert es nicht! eine Selbstinstallation als Hausübung ist nicht unbedingt geeignet! jedoch: Schüler helfen Schülern da die Probleme fast überall dieselben waren!!

27 Typische Themen, Installationsprobleme und Fragen Wer ist root Warum zwei Passwörter (für root und user) Die Rolle als User bzw. als root Befehle su und sudo Netzwerkeinstellungen waren im LAN kein Problem (DHCP, IP-Adresse, Gateway)

28 Vorteile Viele Hilfen aus dem Netz Handbücher, wikipedia, andere Hilfen und Informationen Problem der Sichtung und Gewichtung Was können wir brauchen? wozu Kennen lernen von verschiedenen Distributionen war auch möglich: Debian4 (edge) - OpenSuSE 10.3

29 Begleitende weitere Unterrichtsthemen: CISCO CCNA Semester 1 (teilweise) IT-Essentials II (Schwerpunkt Netzwerke) Als gemeinsame Plattform wurde edumoodle verwendet. Vorwiegend als Wissenssammlung Auch: für ausgearbeitete Aufgaben / Theoriefragen

30 Quellenbeispiele:

31 Erfahrungen Umgang mit etwas Neuem wenig Erfahrung in der Gruppe niemand hatte Linux vorher verwendet Wichtige Grundlagen fehlen und müssen erst erarbeitet werden! Wenig Mut, neues auszuprobieren! Unkenntnisse über Befehle, Befehlsstruktur und Dateisystem

32 Probleme. Übungsphasen kommen zu kurz bei 2 Wochenstunden deshalb hat die Theorie überwiegt. Warum Open Source, wenn gekaufte Software vorhanden ist? Der Spargedanke interessiert wenige SS!

33 Aber: LINUX und OSS haben auch andere Vorteile Quellcode ( Erforschung zurück bis an die Quelle) Beschäftigung mit der Programmierung Offenheit, Klarheit, Effizienz der Programmierung kann ersichtlich gemacht werden. Support, Anpassungen als Möglichkeit

34 Aufkauf von Firmen und Lizenzen Führt zu Konzentrationen Große Unternehmen kaufen Softwareideen auf und fördern sie je nach strategischer Bedeutung und Interesse Konkurrenz kann dadurch ausgeschaltet werden Fortentwicklung bestimmter Produkte wird eingefroren oder behindert Marktwirtschaftliches Denken tritt in den Vordergrund Marketing GPL: Open Source bleibt Open Source

35 Es gibt auch Vorteile (Beispiel): SUN Erwarb heuer MySQL Verstärkte Werbung, Infos über Events Gute Tutorials werden entwickelt Starkes Interesse an einer Verbreitung des Wissens und an gut ausgebildeten Fachleuten Webinars (Web-Seminare) zb Open Source for the enterprise 11/2008 Support mit differenzierten Preisen je nach Abnehmer / Kunde / User

36 Unterricht mit edumoodle rse/view.php?id=32 (als Gast anmelden mit vienna ) rse/view.php?id=30 rse/view.php?id=31

37 Verwendung von edumoodle als Wissens-Sammlung mit vielen Links Arbeitsaufträge Fragensammlung(en) Stundenprotokolle

38 Edumoodle Kurs: BS_3_

39 //Cisco.netacad.net IT-Essentials II CCNA Discovery CCNA Exploration

40 Schülermeinungen und Evaluation (ein Beispiel) Linux Was weiß ich von LINUX? Geschichte: Stammt vom Urprogramm UNIX ab Alle Tochterversionen erkennt man der Endung -IX Distributionen: RedHat SUSE Debian Zwei Benutzeroberflächen: KDE Gnome Linux gibt es sowohl mit graphischer Oberfläche (GUI) als auch mit Kommandozeile (CLI). Im Vergleich zu Microsoft Windows ist LINUX bis zu einem gewissen Grad Freeware, außerdem läuft es stabiler und findet deshalb oft Anwendung als Server in Unternehmen. Ein Grund dafür ist, dass es für LINUX keine Viren gibt.wie Windows auch ist LINUX Multitasking fähig, für die Installation von Treibern braucht man nicht extra alle zu installieren, das wird vom System automatisch gemacht. Was wir im Unterricht alles gelernt haben: Systemsteuerungen mit yast2 z.b. Konfiguration des Bootloaders, Sprache, Uhrzeit Umgang mit der Kommandozeile Verzeichnisse, Netzwerkpakete aufzeichnen, Netzwerkeinstellungen Was möchte ich von LINUX noch wissen? Auf jeden Fall LINUX als Netzwerkserver. Die Administration eines solchen, mit Benutzerverwaltung und sonstigem administrativen.

41 Was weiss ich Was weiß ich über Linux? Installation des Betriebssystems (parallel mit Windows) Linux-Partitionen anlegen (entweder während der Installation oder mit extra Programmen wie beispielsweise Partition Magic) Boot-Reihenfolge der Betriebssysteme ändern Benutzer in Linux anlegen (root = administrator und andere Benutzerkonten) es gibt unterschiedliche Grafiksysteme (Gnom und KDE) die Systemsteuerung unter Linux wird im Yast (bzw. Yast2) vorgenommen. Dort können über Befehle alle Einstellungen geändert werden (unter anderem auch die Bootreihenfolge der Betriebssysteme) es gibt verschiedenen Arten von Linux (Suse, Knopix, Debian, ) Linux ist weit sicherer als Windows (im Internet, keine (fast) Viren Linux ist meistens (nicht alle Versionen) kostenlos Desktopumgebung von Linux Was will ich über Linux noch wissen? Programme auf Linux installieren (ist es möglich, Windows-Programme (z.b. MS Office) auf Linux zu installieren? Wie kann man den verschienen Benutzerkonten Rechte zuteilen? z.b. Einschränkungen der Einstellungen bzw. im Internet Aufbau eines Netzwerkes bzw. Einrichtung von Servern (z.b. Druckerserver)

42 Was weiss ich Was weiß ich über Linux: Während Microsoft die tieferen Ebenen (Kernel) weitgehend vor dem Benutzer versteckt, hat man bei Linux vollen Zugriff darauf. Während bei Windows die Oberfläche im Prinzip fest vorgegeben ist (bis auf Skins), so hat man bei Linux die freie Wahl: neben KDE, Gnome, Fluxbox, Xf4ce. Es ist kein Problem, mehrere davon zu installieren und den zu verwenden, der einem am besten gefällt. Theoretisch sollte es sogar möglich sein, gleichzeitig mehrere laufen zu lassen (hab ich noch nie probiert). Während man sich für Windows jedes Programm selbst herunterladen und installieren muss bietet Linux sogenannte Paketmanager an, die das für einen übernehmen. Software gibts viel und Updates werden auch automatisch für jedes installierte Programm gleich installiert. Spiele sind unter Linux nix. (Echte Linux-Spiele mal ausgenommen). :-D Aber Linux ist längst nicht mehr so unüberschaubar und kompliziert wie früher, mit neuen Distributionen wie "ubuntu" kommt eigentlich jeder Windows-User zurecht. Ich kann nur jedem empfehlen sich mal damit zu beschäftigen. Meine Empfehlung lautet: Linux als 2. Betriebssystem zu installieren. Der Vorteil ist ja der extrem niedrige Preis. Ein Nachteil von Linux ist aber die zuweilen auch recht komplizierte Konfiguration. Was will ich noch wissen: Mich würde es interessieren ob man Programme, wie Photoshop auch auf dem Betriebssystem zum Laufen bringt.

43 Was weiss ich über Linux? Was weiß ich über Linux: Installation von Linux und einrichten: Unterschiedliche Partitionierungen: Wichtig zu beachten, ein FAT32 Laufwerk einrichten zum problemlosen Datentransfer zwischen Windows und Linux. Das Dateisystem von Linux ist unter dem Namen ext3 bekannt. Unterschiedliche Grafiksysteme: KDE und Gnome; unterscheiden sich nur in wenigen Details, Gnome ist eher für höhere Grafikleistung bekannt. Durch die Yast (Konsolanwendung) und Yast2 (grafisch) können alle Einstellungen an Linux vorgenommen werden. Es gibt die unterschiedlichsten Befehle, die von einem neuen Programm wie z.b. der MC für die Verwaltung von den Daten auf der Festplatte bis zum Anmeldeprotokoll. Mit dem BootLoder können unterschiedliche Boot-Option eingestellt werden, die dann beim starten angewendet werden. Verwenden von den Unterschiedlichsten Programmen ist über den grafischen Desktop möglich. Die unterschiedlichsten Optionen können ebenfalls über das Yast2 gesteuert werden. Bei Linux können auch unterschiedliche Arbeitsflächen angelegt werden. D.h. Für unterschiedliche Unterrichtsfächer können unterschiedliche Arbeitsflächen verwendet werden. Es wird für jede Arbeitsfläche praktisch eine Kopie des Desktops erstellt und der große Vorteil ist, dass alles so bleibt wie es war, wenn diese Arbeitsfläche erneuert aufgerufen wird. Was möchte ich über Linux wissen: Anlegen von Usern und gewisse Rechtekategorien wie z.b. gewisse Programme dürfen von dieser User Klasse nicht geöffnet werden. Erstellen eines Netzwerkes (wie unter Windows z.b. Arbeitsgruppe ) und dadurch auch den problemlosen Datenaustausch zwischen diesen Computer ermöglichen.

44 Übungen zur Kommandozeile

45 Eine Schülermeinung Einmal Linux und zurück? Am Anfang war das Ei. In meinem Fall war daher das Ei die Installation. Die Windows-Installation konnte jeder von uns blind vollziehen, doch als wir zum ersten Mal die Linux Installation erblickten waren wir baff. Bisher ungeahnte Möglichkeiten versprach man uns mit Linux, aber die Installation war wahrlich eine Barriere. Herr Professor Broger durchbrach dieses Gestrüpp der Unwissenheit und zeigte uns wohlwollend den Pfad ins Linux- Land. Jetzt war es vollbracht. Die neue Welt öffnete sich für uns! Doch diese Anfangseuphorie endete nach ein paar Minuten, als wir die neue graphische Oberfläche erblickten: KDE wie man sie nannte. Wieder durchbrach Herr Professor Broger ein Hindernis mit seinem Schwert gebrannt in Linux-Wissen. Mit seinem Schild gebaut aus Linux Codes zeigte er, wie wir die Bestie Konsole erfolgreich bändigen können. Ab diesem Zeitpunkt hatten wir die Windows Separatisten in unserer Klasse fast vollständig vernichtet und eine neue Macht erhob sich aus den Tiefen unsere Klasse: Die Linux-Seite der Macht! Sicherheit war ab jetzt eine normale Sache und wir mussten nicht mehr dank Windows in dieser Angst vor Angreifern aus dem Königreich des WWW leben Doch das neue Glück war brüchig Herr Professor Broger stieg wieder auf Windows um und die Linuxpartition in der D: Platte wahrlich auch in der Brain: Platte war fast vollständig verschwunden. Deshalb fordert die HWI III : - Rückreise ins Linux-Land - Ausbau des Codewissens - Netzwerk & Linux Freunde? - Open Source Yeah Yeah Yeah?

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