Die Stadt Volkmarsen ist Träger von insgesamt 28 kommunalen Liegenschaften.

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1 KSI: Teilkonzept Klimaschutz in eigenen Liegenschaften Stadt Volkmarsen Förderkennzeichen: FKZ 03KS6335 Projektzeitraum: bis Ausgangslage Die nationalen Ziele zum Klimaschutz sehen eine Reduktion der Treibhausgase um 40 % bei einem Anteil von mindestens 18 % Erneuerbarer Energien (EE), bezogen auf den gesamten Endenergiebedarf, bis zum Jahr 2020 vor. Um diese Vorgaben zu erreichen, ist es zwingend notwendig, dass auf kommunaler Ebene Energie- und Klimaschutzkonzepte erstellt und umgesetzt werden, die den Ausbau von EE, die Verbesserung der Energieeffizienz und die Durchführung von Einsparmaßnahmen zum Ziel haben. Diese Maßnahmen führen in ihrer Kombination zu einem Höchstmaß an CO 2 -Minderung. Dabei ist die verstärkte Nutzung von EE in Verbindung mit höherer Energieeffizienz für eine nachhaltige Energieversorgung nicht nur aus Klimaschutzsicht notwendig, sondern auch aus wirtschaftlichen Gründen vernünftig. Alle Maßnahmen in diesem Bereich vermeiden Kapitalabfluss und leisten somit einen Beitrag zur Stärkung der regionalen Wertschöpfung. Kommunale Unternehmen und Kommunen sind der geeignete Handlungsraum zur Erreichung der langfristigen Zielvorgaben. Als Energieverbraucher, Planungs- und Koordinierungsinstanz, Vorbild für die Bürger, haben Kommunen einen maßgeblichen Einfluss auf eine klimafreundliche Energieversorgung. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass sowohl im Energiesektor als auch im Bereich des Klimaschutzes konkrete Maßnahmen nur sehr zögerlich umgesetzt werden. Daher müssen die Bereiche Beratung, Information, Aufklärung, Unterstützung und Marketing deutlich verstärkt werden, um eine erhebliche Reduzierung der CO 2 -Emissionen zu erreichen. Dies hat die Stadt Volkmarsen erkannt und beabsichtigt mit einem Teilkonzept Klimaschutz in eigenen Liegenschaften einen wichtigen Schritt in Richtung eines nachhaltigen Klimaschutzes zu machen. Die Stadt Volkmarsen ist Träger von insgesamt 28 kommunalen Liegenschaften. Bisher durchgeführte Klimaschutzaktivitäten (Kurzbeschreibung) Die Stadt Volkmarsen hat, im Rahmen ihrer finanziellen Rahmenbedingungen, in der Vergangenheit u.a. im Rahmen des Konjunkturpakets II verschiedene energetische Sanierungsmaßnahmen an den kommunalen Liegenschaften durchgeführt. Zudem haben Stadt Volkmarsen und Gemeinde Breuna gemeinsam mit externen Ingenieurbüros für jede Kommune ein integriertes Klimaschutzkonzept erstellt. Auf der Grundlage der Ergebnisse der integrierten Klimaschutzkonzepte wurde beiden Kommunen für den Bereich der kommunalen Liegenschaften der Aufbau eines Klimaschutzmanagements (Baustein 1) empfohlen. Zudem wurde die Durchführung einer Gebäudebewertung (Baustein 2) für einige energieintensive Liegenschaften empfohlen. Anlass und Motivation Die Stadt Volkmarsen beabsichtigt auch zukünftig die Aufgaben und Potenziale des kommunalen Klimaschutzes weiter konsequent anzugehen. Mit der Erstellung des Teilkonzeptes soll eine langfristig angelegte Entscheidungsgrundlage und Steuerungsinstrument für das Management sowie eine Priorisierung von Sanierungsoptionen für die kommunalen Liegenschaften entwickelt werden. Hiermit sollen die Energieverbräuche und kosten und die damit verbundenen

2 Treibhausgasemissionen für die Liegenschaften der Stadt Volkmarsen dauerhaft gesenkt werden. Mit der Erhöhung der Energieeffizienz der eigenen Liegenschaften möchte die Stadt Volkmarsen erste Maßnahmen des vorliegenden integrierten Klimaschutzkonzeptes umsetzen. Zudem möchte die Kommune für die Einwohner, aber auch für die gewerblichen und industriellen Unternehmen als Vorbild vorangehen. Ziele des Klimaschutz-Teilkonzeptes Aufbau eines Klimaschutz-Managements zur transparenten Darstellung der Energieverbräuche aller Liegenschaften der Stadt Volkmarsen sowie der Effekte von energetischen Sanierungsmaßnahmen. Perspektivisch beabsichtigt die Stadt Volkmarsen eine dauerhafte Senkung der Energieverbräuche und kosten und der damit verbundenen Treibhausgasemissionen, um ca. 25% für die kommunalen Liegenschaften. Aufbau eines Energie- und Klimaschutzmanagements nach folgenden Gesichtspunkten: Phasen Ermittlung des Ist-Zustandes Schwachstellenanalyse Maßnahmen Programm Technische Konzepte Bestandsaufnahme der Versorgungstechnik Verluste Emissionen Kosten Technische wirtschaftliche Maßnahmen Gebäudemanagement Erfassung vorhandener Strukturen Bedarfsermittlung Leittechnik System- Lösungen Strategiepl anung Aufnahme bestehender Planungen Fehlerdiagnose Prioritäten Planung Nutzerverhalten Ermittlung des derzeitigen Nutzerverhaltens Darstellung der Folgen Optimierung durch Information Datenverarbeitung Klimaschutzmanagement Anlagenkataster Fortschreibung Fortschreibung Kontrollorgan Stadt Volkmarsen Stadt Volkmarsen Ausschuss Arbeitsschritte Weg um die Ziele und Anforderungen des BMU zu erfüllen Zur Erreichung der o.g. Ziele sollen gemäß den Anforderungen des BMU für die Liegenschaften der Stadt Volkmarsen der Baustein 1 Klimaschutz-Management und Baustein 2 Gebäudebewertung systematisch abgearbeitet werden.

3 Baustein 1: Klimaschutz-Management Die Erfassung des IST-Zustandes und die kontinuierliche Überprüfung der CO2-Emissionen und Energiekosten stellen die Grundlage für ein Klimaschutz-Management in den eigenen Liegenschaften dar. Hierzu sind folgende Arbeitsinhalte abzuarbeiten: Basisdatenbewertung Erfassung von Gebäudeart, Baujahr, Nutzfläche, Energieverbrauch für Strom und Wärme, Zählernummern, Wartungsverträgen, Ansprechpartnern, klimaschutzrelevanten Schwachstellen der Gebäude Zusammenführung der Daten in einer Datenbank Analyse und Bewertung der Ist-Situation durch Ableiten von Energiekennzahlen (inkl. Witterungsbereinigung), Vergleich der Kennzahlen mit Durchschnittswerten, Darstellung der Minderungspotentiale. Überprüfung der Verbrauchsentwicklungen bei den Gebäuden sowie Bewertung der mittelfristigen Nutzungssicherheit. Entwicklung eines Organisationskonzepts Präsentation und Diskussion der Ergebnisse der Basisdatenbewertung mit den relevanten Entscheidungsträgern Beratung bei der Einrichtung einer ggf. fachübergreifenden Arbeitsgruppe Klimaschutz" Controllingkonzept Entwicklung eines Konzeptes zur kontinuierlichen Datenerfassung und -auswertung sowie zur Überprüfung der Wirksamkeit von Maßnahmen und ggf. deren Anpassung. Implementierung des Controllingkonzepts und damit verbunden der Aufbau eines auf die Bedürfnisse angepassten Managementtools für den Klimaschutz Erstellung eines ersten Klimaschutzberichts (inkl. Kurzversion für die Öffentlichkeit) Baustein 2: Gebäudebewertung 1 Ermittlung des Ist-Zustandes Zur Ermittlung des Ist-Zustandes werden die Gebäudedaten (Geometrie, technische Gebäudeausrüstung, überschlägige Hüllflächenaufnahme) vor Ort und nach Plan aufgenommen und durch zusätzliche Erhebungen mit Angabe der entsprechenden Ansprechpartner ergänzt. 1.1 Gebäudeerfassung Gebäudeart Baujahr Nutzfläche (nach Angabe des Auftraggebers) Bilddokumentation des Gebäudes Hüllflächenaufnahme/ - Bewertung anhand von Typologien

4 1.2 Bedarfsberechnung nach vereinfachtem Verfahren (DIN baulicher Teil, DIN Haustechnik) 2. Schwachstellenanalyse Bei der Berechnung im Bereich der Gebäudephysik werden z. B. Bauteilkataloge gemäß den Regeln des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, bei der Haustechnik die Kurzverfahren gemäß VDI 2067/VDI 3808 angewendet. Für alle zum Einsatz kommenden Energieträger wird eine Schwachstellenanalyse nach folgenden Gesichtspunkten erarbeitet: 2.1 Nutzerverhalten Bedarfsanalyse Ist-/Soll-Vergleich Darstellung der Folgen 2.2 Versorgungstechnik Prüfung der gesamten Versorgungstechnik Fehlerdiagnose/ Defekte Ermittlung der Voraussetzungen zur kontinuierlichen Erfassung und Auswertung des Energieverbrauchs bei den wichtigsten Energieverbrauchsstellen 2.3 Gebäudetechnik Bauphysikalische Grobanalyse Darstellung von Schwachpunkten Vergleich der Energiekennwerte mit Durchschnittswerten 2.4 Energie- und Umweltbilanz Vergleich von Ist- und Sollzustand Darstellung der Entlastungspotentiale/ Minderungspotentiale Verbrauch, Emissionen und Kosten 2.5 Implementierung der Ergebnisse in das bestehende Klimaschutz-Management Konzeption Für alle Verbrauchsstellen und alle zur Anwendung kommenden Energiearten wird ein Einsparungskonzept erarbeitet. Jeder Einsparungsvorschlag wird separat mit Investition und Einsparung ausgewiesen. Das Konzept enthält einen mehrjährigen Aktionsplan zur energetischen Sanierung der kommunalen Liegenschaften und dient somit auch zur Haushaltsplanung. Es werden folgende Leistungen erbracht: Vertragswesen Konzessionsverträge, Strom- und Gastarife, Energiepreise und deren Einflüsse auf die Wirtschaftlichkeit der Einsparungsmaßnahmen Analyse der Rahmenbedingungen

5 Nutzerverhalten Informationen der Nutzer Bedarfsgerechte Nutzung Optimierungspotenziale der Betriebssysteme Nutzermotivation / Energiespar-Dienstanweisungen und Energieleitlinien Gebäude-/Versorgungstechnik Wärmerückgewinnung (Wasser, Luft, Abgas) Steuerung und Regelung/Verteilung Zentrale und dezentrale Leittechnik Optimierung der vorhandenen Anlagen für Licht und Kraft Rationelle Techniken zur Belüftung der Gebäude Niedertemperaturkessel / Brennwertkessel Einsatz regenerativer Energien (Sonne, Wind und Biomasse) Nahwärmeversorgung/BHKW, Ausweisung von Vorranggebieten Erhöhung des Wärmeschutzes (Fassade/ Fenster/ Dach) Prioritätenplanung Ökologie Wirtschaftlichkeitsberechnung für jede Maßnahme Planung u. a. nach Amortisationszeiten Ableitung von strategischen Empfehlungen kurz- mittel- und langfristiger Maßnahmenumsetzungen Darstellung von Sanierungsoptionen sowohl des Gebäudes als auch der Anlagentechnik einschließlich einer Bewertung des Energieeinsparpotentials Erstellung von Schadstoffbilanzen Darstellung der Entlastungspotentiale Öffentlichkeitsarbeit Zusammenfassung/ Kurzversion Klimaschutzbericht Präsentation in den Ausschüssen Erstellung eines Konzepts für die Öffentlichkeitsarbeit o Erarbeitung von Informationsflyern o Durchführung von Informationsveranstaltungen Weitergehende Informationen Weitergehende Informationen erhalten Sie auch unter den nachfolgenden Links des BMU und des Projektträger Jülich

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