Hilfe für Schüler in Afrika, ein Reisebericht

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1 Hilfe für Schüler in Afrika, ein Reisebericht Bei einer Reise nach Afrika im Jahr 2012 lernten Marga und Karlheinz Wiesheu in Tansania einen örtlichen Reiseleiter Eliud Mangana - kennen, der ihnen vom unzureichenden Schulsystem in Tansania und Kenia erzählte. Es gibt zwar eine kostenlose staatliche Schule, aber das Schulsystem in diesen Ländern ist leider nicht in der Lage den Kindern eine Schulbildung zu garantieren, auf der eine gute Zukunft aufgebaut werden kann. Viele Kinder brechen die "kostenlose" öffentliche Primarschule vor der achten Klasse ab, denn in der Schule braucht man Schuluniformen und Schuhe, Bücher, Stifte und Hefte - das ist für viele Familien zu teuer. Die öffentlichen Schulen sind überfüllt, ein schlecht bezahlter Lehrer unterrichtet vierzig Kinder oder mehr. Es gibt nicht genügend Bänke für alle Schüler. Bücher oder Karten fehlen, der Boden besteht manchmal aus gestampftem Lehm. Deshalb gibt es Privatschulen. Diese Schulen haben ein deutlich besseres Niveau als staatliche Schulen. Die Lehrer werden besser bezahlt und sind besser ausgebildet. Sozial schwächere aber begabte Kinder haben hier meist keine Chance, da die Schulgebühren einfach zu teuer sind. Marga und Karlheinz Wiesheu beschlossen spontan, dort helfend einzugreifen. Sie boten an für eine Anzahl begabter Schüler das Schulgeld zu übernehmen, bei denen die Familien dies nicht bezahlen können wurde mit 2 Schülern begonnen, zwischenzeitlich sind es bereits 18 Schülerinnen und Schüler, denen von der Wiesheu Stiftung der Besuch einer weiterführenden Schule ermöglicht wird. Dabei überweist die Stiftung das Schulgeld, ca. 800,-- bis 1.000, pro Jahr direkt für jeden Schüler an die Schule und bekommt von dort eine Bestätigung. Die Schüler werden von einem örtlichen Gewährsmann vorgeschlagen, die Auswahl durch den Stiftungsvorstand richtet sich nach der Begabung und der sozialen Hilfsbedürftigkeit unter Vorlage der notwendigen Unterlagen (Zeugnisse, Schulgeldaufstellung, Bilder, persönliche Schreiben der Schüler). Als Gewährsmann konnte der o.a. Reiseleiter Eliud Mangana gewonnen werden, der selbst eine ähnliche Biografie erlebt hat wie die meisten der Schüler. Er hat durch private Förderung in Deutschland eine Ausbildung als Landwirt abgeschlossen und hilft nach seiner Rückkehr nach Tansania in seinem elterlichen Betrieb und den Bauern der Umgebung mit Rat und Tat. Gleichzeitig ist er als Reiseleiter tätig um Geld für moderne landwirtschaftliche Maschinen zu erarbeiten. Er verfügt über die notwendigen Kontakte und kennt die Verhältnisse in den Ländern bestens und steht in regem Kontakt mit der Stiftungsleitung wurden Marga und Karlheinz Wiesheu auf das Projekt Wasser für Tansania aufmerksam. Für dieses Projekt hat die Sinzheimer Familie Gille den Verein Ein Herz für Tansania (Moyo kwa Tanzania e.v.) gegründet, um damit einen Brunnen in einem Massai- Dorf zu finanzieren. Dabei wird dieser Brunnen bei der Planung und beim Bau von den Bewohnern so begleitet, dass sie auch den Betrieb und die Unterhaltung eigenverantwortlich übernehmen. Marga und Karlheinz Wiesheu haben das Projekt finanziell unterstützt und beim Lions-Club Remstal erreicht, dass auch von dort ein weiterer Betrag gespendet wurde. Der Brunnen ist Anfang 2015 in Betrieb gegangen und in weiteren Aktionen wurden Tanks zur Speicherung des Wassers aufgestellt. Geplant sind noch Leitungen zur Schule und zur

2 Krankenstation, aber dazu fehlen derzeit noch ca Weiteres Ziel ist die Bewässerung von Anbauflächen um die Versorgung der Bewohner mit Gemüse und Obst zu verbessern. Nachdem Marga und Karlheinz Wiesheu 2014 das Unternehmerehepaar Rieger (Möbel Rieger) kennengelernt hatten, die auch soziale Projekte in Indien und Afrika gestartet haben und weiter unterstützen, kam der Entschluss zustande im März 2015 gemeinsam nach Afrika zu reisen und sich von der aktuellen Situation ein Bild zu machen. Mitte März reisten die beiden Ehepaare nach Tansania um dort mit Eliud Mangana zusammenzutreffen und einige Schulen und Dörfer zu besuchen. Für die Reise hatten sie sich ein umfangreiches Programm vorgenommen. Da Eliud für die Stiftung immer wieder Fahrten zu den Schulen, Eltern und Behörden unternehmen muss, wurde mit ihm der Kauf eines geländetauglichen Fahrzeugs vereinbart. Mit diesem werden u.a. auch Krankentransporte von den entlegenen Dörfern zur Krankenstation durchgeführt. Die Anschaffungskosten teilen sich die Familien Rieger und Wiesheu je zur Hälfte. Das Fahrzeug wird nun beschafft. Eliud stand während der Reise auch als Fahrer zur Verfügung und so konnten alle Orte aufgesucht werden, an denen seither Schüler und Projekte unterstützt werden. Es wurden Gespräche geführt mit Schulleitern, Lehrern und Schülern. Der Bedarf an Hilfe ist unübersehbar und alle bedankten sich überschwenglich für die bisher geleistete Unterstützung.

3 Im Gepäck hatten die Reisenden für die Schüler Fußbälle und Trikots für 2 Schülermannschaften. Die Trikots wurden bei einem Fußballspeil gleich begeistert eingeweiht. Die Schüler führten Tänze auf und immer wieder wurden Lieder vorgetragen.

4 In einem Treffen mit den Eltern zeigten diese mit einer umwerfenden Herzlichkeit einen besonderen Dank und übergaben als Geschenk farbige Tücher.

5 Die funktionierende Brunnenanlage wurde von Schülern vorgeführt. Man sah wassertragende Frauen mit Eimern auf dem Kopf, für sie ist der Weg zum Wasser jetzt wesentlich kürzer. Ein Highlight war die Übergabe eines Transportfahrzeugs (TukTuk) an die Krankenstation, das von einem Geschäftsmann aus Deutschland für den Wassertransport gespendet wurde. Karlheinz Wiesheu drehte eine Vorführrunde und die anwesende Ärztin, die Schwestern und eine Delegation aus dem Dorf freuten sich sehr.

6 Die Fahrt zu weiteren Dörfern und Schulen war teilweise abenteuerlich. Zum Glück war das Fahrzeug geländetauglich und der Fahrer ortskundig. So konnte er die größten Schlaglöcher umgehen. Überall wurden die Besucher herzlich begrüßt. Man merkt, dass die Hilfe ankommt und dass die Menschen dankbar sind. Der Bedarf an Unterstützung ist aber immens, es gibt noch unzählige Kinder, die keine weiterführende Schule besuchen können. Die Ehepaare Wiesheu und Rieger sind bemüht, weitere Hilfe zu aquirieren. Zuspenden ggfl. auch zweckgebunden sind willkommen. V.i.S.d.P. Karlheinz und Marga Wiesheu- Stiftung Neumühle 3, Burgstetten Tel.:

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