Öffentlichkeitsarbeit. - lerführungen. Potsdam, Dr. Beate Sturm, Kreisarchiv Kleve, Kleve.

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1 Öffentlichkeitsarbeit - Schülerf lerführungen Potsdam, Dr. Beate Sturm, Kreisarchiv Kleve, Kleve.de 1

2 Vorstellung Wo arbeiten Sie? Wo kommen Sie mit ÖA in Berührung? Was wünschen Sie sich von diesem Seminar? 2

3 Themen ÖA mit Schwerpunkt Schülerführungen Informationen Erfahrungsaustausch Gruppen- und Einzelarbeiten mit anschließender kurzen Präsentation 3

4 ÖA - Überblick bis 1789 lagert das geheime Herrscherwissen in den Archiven 1789: Öffnung der Archive im Zuge der frz. Revolution ab dem 19. Jh.: Archive konzipieren zunehmend Ausstellungen ab 1950: Archive öffnen sich mehr und mehr 1969: ÖA ist werbende Selbstdarstellung (Bohm) seit 1980er Jahre: Laienhistorie nimmt stark zu; Ba-Wü begreift als erstes Bundesland ÖA als Amtsaufgabe dennoch: in 1990er Jahren wird ÖA immer noch kontrovers diskutiert heute: ÖA ist notwendig, historische Bildungsarbeit wird vom Dienstherr erwartet 4

5 Gruppenaufgabe Was sind die wichtigsten Ziele der Öffentlichkeitsarbeit (intern & extern)? Inhalte der Öffentlichkeitsarbeit (intern & extern)? Zielgruppen der Öffentlichkeitsarbeit (nur extern)? Was sind die häufigsten Fehler der Öffentlichkeitsarbeit (nur extern)? 5

6 Konzeption der ÖA Sie brauchen ein Konzept! Vier Pfeiler, auf denen gelungen ÖA zwischen Archiv und Medium (z.b. Presse) steht: 1.Schaffen Sie Verantwortlichkeiten: Eine Person (und eine Stellvertreterin) wird mit der ÖA betraut, damit die Medien einen festen Ansprechpartner haben. 2.Bestimmen Sie Ziele: Ziele erreichen Sie nur, wenn Sie sie vorher bestimmen! 3.Setzen Sie Prioritäten: Welches Medium bringt Ihnen am meisten Aufmerksamkeit? Sondieren Sie den Markt, um dieses Medium zielgerichtet für sich in Anspruch zu nehmen. 4.Stellen Sie Kontakte her... und pflegen Sie diese auch! 6

7 Pressearbeit Wenn Sie ihre Pressekontakte selbst organisieren müssen, benötigen sie einen Presseverteiler! Name der Zeitung Adresse Ansprechpartner Telefon/Fax Notizen über Redaktionsschluss Vorgaben für Textlänge und Anschläge pro Zeile Fotos zu Beiträgen erwünscht? Erreichbarkeit des Ansprechpartners (Uhrzeit!) Datum der Aufnahme in den Verteile sowie der letzten Änderungen 7

8 Twitter, Archivalia & Co 8

9 Gruppenaufgabe Welche Formen der Zusammenarbeit mit Schülern sind denkbar? Was unterscheidet die Zielgruppe Schüler von anderen Zielgruppen? Wo liegen die Herausforderungen bei der Arbeit mit Schülergruppen? 9

10 Grundsätze der Schülerführungen Kompetenzen fördern! Zusammenarbeit mit dem Lehrer! Schülergerecht Vermitteln und Darstellen! - Entdeckungsreise - Einstieg - Dialog - Weniger ist mehr! - Handlungsorientierung 10

11 Module sind Bausteine werden miteinander kombiniert werden ausgewählt 11

12 Modul: Einführung 15 Minuten Zielgruppe: ältere und jüngere Schüler Station: Gruppenarbeitsraum Grundinformationen: Was ist ein Archiv und wer arbeitet dort? Was sind Aufgaben und Dienstleistungen eines Archivs? Geschichte des Hauses Einstieg: Was sammelt ihr und warum? (jüngere Schüler) Was für Schriftgut vermutet ihr in einem Archiv? (ältere Schüler) Kompetenzen: Sachkompetenz Handlungsorientierung: Schüler sortieren verschiedene Gegenstände (alte/neue Akte, altes/neues Buch, altes/neues Foto) in der Reihenfolge, in der sie sie als relevant für die Überlieferung eines Archivs einschätzen und begründen dies (jüngere Schüler) Schüler erstellen eine Liste mit Kriterien für archivwürdige Dokumente (ältere Schüler) Vermittlungsformen: Vortrag/Präsentation, simulatives Handeln (Sortieren von Dokumenten bzw. Erstellen einer Liste) Einbindung weiterer Personen: Nein 12

13 Modul: Magazinierung Zielgruppe: Stationen: 15 Minuten ältere und jüngere Schüler zwei unterschiedliche Magazinräume (z.b. Urkunden, neuere Akten) Grundinformationen: Wofür dienen Magazinräume? Was unterscheidet Magazinräume von anderen Räumen im Archiv? Einstieg: Wie viele Kilometer liegen in diesem Magazinraum? Wie viel Grad/Luftfeuchtigkeit herrschen in diesem Magazinraum? Kompetenzen: Fachkompetenz Handlungsorientierung: Ermittlung von Akten mit bestimmten Signaturen im Magazin (Kleingruppen) (ältere Schüler) Ausprobieren der Rollregalanlage bzw. Öffnen/Schließen einer Brandschutztür (ausgewählte Schüler) (jüngere Schüler) Vermittlungsformen: Dialog, reales Handeln (Aushebeübung, Ausprobieren der Rollregalanlage, Öffnen/Schließen einer Brandschutztür) Einbindung weiterer Personen: Magaziner 13

14 Modulgruppen Basismodule dienen der Begrüßung, Einführung und Nachbesprechung. Sie sollten Gegenstand jeder Führung sein. Module zur Nutzung bieten die Möglichkeit, die Nutzung von Archivgut (Zulassung zur Nutzung, Recherche und Bestellung) kennenzulernen. archivfachliche Module informieren über ausgewählte archivische Kernaufgaben (z.b. Bewertung und Erschließung, Bestandserhaltung, Magazinierung). hilfswissenschaftliche Module beschäftigen sich mit ausgewählten Quellengattungen und Schriftgeschichte. Handlungsmodule sind kreative bzw. spielerische Elemente. Sie ergänzen Themenmodule bzw. ganze Führungen. Die Handlungsmodule können auch untereinander kombiniert werden (z.b. Kreatives Schreiben und Siegel herstellen, wenn Schüler Urkunden ausstellen ). Themenmodule ermöglichen eine Ausrichtung der Führung auf ein bestimmtes Thema bzw. Unterrichtsfach. Sie können hier nur abstrakt das Vorgehen wiedergeben. 14

15 Modulkombinationen Ich werde Forscher! (lang) 1 Std. 20 Min. [2 Std. 5 Min. bis 2 Std. 15 Min.] Ziel: Die Schüler erhalten Informationen zur Nutzung von Archivgut, lernen, einen Nutzerantrag auszufüllen, Akten zu bestellen, erhalten Einblicke in die Arbeitsabläufe im Archiv und werden in die Arbeit mit einer ausgewählten Quellengattung eingeführt. Zielgruppe: Jüngere und ältere Schüler, die im Archiv selbstständig arbeiten werden und eine längere Einführung wünschen Module: Begrüßung (1.1), Einführung (1.2), Nutzung mit Rollenspiel (2.1), Recherche und Bestellung (2.2), Magazinierung (3.3), wahlweise ein hilfswissenschaftliches Modul ( ) oder Modul Unterrichtsfach evtl. mit Handlungsmodul (6.1), evtl. Quiz (5.6), Nachbesprechung (1.3) Andenken: z.b. Flyer über das Archiv, Durchschrift des ausgefüllten Nutzerantrages, selbstgeknoteter Archivknoten, kleine Schrifttafel (z.b. Sütterlin) 15

16 Einzelaufgabe Stellen Sie für Ihr Archiv Module zu einer Führung zusammen. Geben Sie dieser Führung einen Namen und benennen Sie Dauer, Ziel und Zielgruppe. Was können Sie den Schülern am Ende der Führung als Andenken mit nach Hause geben? 16

17 Einzelaufgabe Beginnen Sie mit der Erarbeitung der einzelnen Module. Benennen Sie den Namen des Moduls, Dauer, Zielgruppe, Station, Grundinformation, Einstieg, zu fördernde Kompetenzen, Handlungsorientierung, Vermittlungsform, die Einbindung weiterer Personen sowie das benötigte Material. 17

18 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Literaturangaben: Transferarbeit mit ausführlicher Auswertung der Umfrage: Beate Sturm, Schüler ins Archiv! Praxis und Konzeption von Archivführungen für Schulklassen: 120/ 42314/Transferarbeit_Sturm.pdf. Monografie mit exemplarisch ausgearbeiteter Führung: Beate Sturm, Schüler ins Archiv! Archivführungen für Schulklassen, Berlin

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