Laufwerk-Verschlüsselung mit BitLocker

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1 Laufwerk-Verschlüsselung mit Microsoft BitLocker 1 Allgemeine Informationen Informationen zu diesem Dokument... Fehler! Textmarke nicht definiert Version und Änderungen... Fehler! Textmarke nicht definiert. 1.2 Was ist BitLocker? Für wen ist BitLocker gedacht? Mögliche Authentifizierungs-Merkmale Sicherheits-Mechanismen Konfiguration Voraussetzungen Policy Konfiguration bei der ETAVIS Nord TPM aktivieren Verschlüsselung des Betriebssystem-Laufwerk aktivieren Authentifizierung mit TPM 1.2 und USB-Key einrichten Authentifizierung mit TPM 1.2, TPM-PIN und USB-Key einrichten Verschlüsselung von weiteren Daten-Laufwerken aktivieren Booten ab verschlüsseltem Laufwerk Im Normal-Fall (ohne TPM-Pin) Im Normal-Fall (mit TPM-Pin) Bei Schlüssel-Verlust Bei Hardware/Betriebssystem-Änderung Laufwerk entschlüsseln Im Normal-Fall Bei Schlüssel-Verlust Bei Hardware-Defekt Wiederherstellungs-Key finden Weiteres Mögliche Probleme Ein Laufwerk lässt sich nicht verschlüsseln FAQ Kann ich den USB-Key kopieren und weiter geben? Kann ich anstelle eines USB-Key eine Smart-Card verwenden? Wieso wird ein USB-Key bei der Erstellung nicht erkannt? Kann ich den TPM-Pin ändern? Können auch Laufwerke ohne TPM verschlüsselt werden? Muss die Verschlüsselung vor Auslieferung des Geräts beendet sein? Kann ein alpha-numerischer TPM-PIN eingesetzt werden? X V 0.2 BitLocker.docx 053 JB Seite 1 / 14

2 3.2.8 Das Register BitLocker Recovery wird im Active Directory nicht angezeigt Verursacht BitLocker einen Performance-Einbruch? Links X V 0.2 BitLocker.docx 053 JB Seite 2 / 14

3 1 Allgemeine Informationen 1.1 Was ist BitLocker? BitLocker ist die in Windows integrierte Laufwerks-Verschlüsselung. Sie ist in Vista und in Windows 7 und 2008 ab der Ultimate Edition vorhanden. Sie basiert auf der Verschlüsselung einzelner Partitionen. Damit die Betriebssystem-Partition verschlüsselt werden kann, wird eine spezielle ca. 100MB grosse Partition benötigt. Der zur Ver- und Entschlüsselung verwendete Key kann je nach Konfiguration mit TPM, TPM-PIN und/oder einem USB-Key berechnet werden. 1.2 Für wen ist BitLocker gedacht? BitLocker ist sowohl für private wie auch geschäftliche Nutzer geeignet. Die Verschlüsselung von mobilen Geräten, wie Notebooks oder frei zugänglichen PC s ist zu empfehlen. In jedem Fall ist jedoch das Backup des Wiederherstellungs-Key sicher zu stellen. 1.3 Mögliche Authentifizierungs-Merkmale Zur Authentifizierung können folgende Möglichkeiten verwendet werden: - TPM TPM TPM-PIN - USB-Key - TPM USB-Key - TPM TPM-PIN + USB-Key - TPM SmartCard (benötigt Zertifikats-Infrastruktur) 1.4 Sicherheits-Mechanismen Um sicher zu stellen, dass eine verschlüsselte Partition unter allen Umständen wieder entschlüsselt werden kann, wird bei jeder Verschlüsselung ein Wiederherstellungs-Key erstellt. Der Wiederherstellungs-Key kann auf einem USB-Stick oder an einem separaten Speicherort abgelegt werden. Alternativ kann er auch ausgedruckt werden. Im Domänen-Umfeld kann der Wiederherstellungs-Key auch im Active-Directory unter dem Computer-Objekt gesichert werden. Da im Sleep-Mode (Energie sparen) nicht von der Festplatte gebootet wird, würden die BitLocker Sicherheitsmerkmale beim Aufwecken nicht erneut abgefragt. Aus diesem Grund wurde in der gleichen Policy der Sleep-Mode deaktiviert und der Power Plan Balanced dahingehend angepasst, dass der Rechner nach 30 Minuten in den Hybernate-Mode (Ruhezustand) fährt. X V 0.2 BitLocker.docx 053 JB Seite 3 / 14

4 2 Konfiguration 2.1 Voraussetzungen Es sind grundsätzlich folgende Voraussetzungen zu erfüllen: - Windows 7 Ultimate oder Windows 7 Enterprise - Vista Ultimate oder Vista Enterprise - Windows 2008 R2 - Lokale Administrative-Rechte auf dem PC/Notebook - Die zu verschlüsselnde Harddisk muss eine Basic Disk sein (keine Dynamic Disk). - Das Notebook muss zur Verschlüsselung mittels Netzteil, resp. Dockingstation versorgt werden. Grundsätzlich wird die Nutzung von TPM 1.2 empfohlen. 2.2 Policy Konfiguration bei der ETAVIS Nord In der Policy bas-bitlocker sind folgende Einstellungen definiert: - Verschlüsselung ist nur möglich, wenn der Wiederherstellungs-Key im ActiveDirectory abgespeichert wurde. - Zur Authentifizierung wird TPM 1.2 und ein USB-Key benötigt. - Zusätzlich kann ein TPM-PIN zur Authentifizierung genutzt werden. - Energie sparen wurde deaktiviert, statt dessen wurde der Ruhezustand im Powerplan aktiviert 2.3 TPM aktivieren Öffnen Sie die Systemsteuerung System und Sicherheit BitLocker-Laufwerkverschlüsselung TPM-Verwaltung X V 0.2 BitLocker.docx 053 JB Seite 4 / 14

5 2.4 Verschlüsselung des Betriebssystem-Laufwerk aktivieren Authentifizierung mit TPM 1.2 und USB-Key einrichten Öffnen Sie die Systemsteuerung System und Sicherheit BitLocker-Laufwerkverschlüsselung X V 0.2 BitLocker.docx 053 JB Seite 5 / 14

6 Nun wird bei einem Neustart getestet, ob der USB-Key lesbar ist. Wenn dies der Fall ist, wird mit der Verschlüsselung der Betriebsystem-Partition gestartet. X V 0.2 BitLocker.docx 053 JB Seite 6 / 14

7 2.4.2 Authentifizierung mit TPM 1.2, TPM-PIN und USB-Key einrichten Als erstes müssen Sie das Betriebssystem-Laufwerk gemäss Punkt verschlüsseln. Die Verschlüsselung sollte komplett abgeschlossen werden. Danach starten Sie einen Command-Prompt als Administrator. Geben Sie folgendes in das Fenster ein: manage-bde -protectors -add c: -rp -rk d: -tpsk -tp tsk e: Wobei c: dem zu Verschlüsselnden Laufwerk, d: dem Standort des Recovery-Keys und e: dem Standort des USB-Keys entspricht. Falls die zweite und dritte Laufwerks-Angabe auf den gleichen USB-Key zeigen, existieren nun zwei neue Key-Files auf dem neuen Laufwerk. Mit dem einen Key-File lässt sich ohne PIN- Eingabe booten, beim anderen benötigen Sie den PIN. Falls beide Files existieren, wird automatisch ohne PIN-Eingabe gebootet. 2.5 Verschlüsselung von weiteren Daten-Laufwerken aktivieren Öffnen Sie die Systemsteuerung System und Sicherheit BitLocker-Laufwerkverschlüsselung 2.6 Booten ab verschlüsseltem Laufwerk Im Normal-Fall (ohne TPM-Pin) Stecken Sie den USB-Key ein und starten Sie das Notebook. Windows wird automatisch gestartet. Falls Sie den USB-Key noch nicht eingesteckt haben, erscheint nachfolgende Meldung: Stecken Sie einfach den USB-Key jetzt ein und drücken Sie die ESC-Taste. Windows startet nun automatisch. X V 0.2 BitLocker.docx 053 JB Seite 7 / 14

8 2.6.2 Im Normal-Fall (mit TPM-Pin) Stecken Sie den USB-Key ein und starten Sie den PC wie unter Punkt beschrieben. Sobald der USB-Key eingelesen wurde, werden Sie nach dem TPM-PIN gefragt: Bei Schlüssel-Verlust Falls der Schlüssel (USB-Key oder PIN) verloren geht oder temporär nicht vorhanden ist, kann mit dem Wiederherstellungs-Key gebootet werden. Starten Sie das Notebook ohne USB-Key und warten Sie auf folgende Meldung: Drücken Sie nun die ENTER-Taste. Darauf erscheint nachfolgender Bildschirm: X V 0.2 BitLocker.docx 053 JB Seite 8 / 14

9 Geben Sie den Wiederherstellungs-Key ein, welcher gemäss Punkt 2.8 im Active Directory gefunden werden kann. Drücken Sie danach die ENTER-Taste. Windows startet nun automatisch, worauf die Disk entschlüsselt werden kann gemäss Punkt Bei Hardware/Betriebssystem-Änderung Nach Hardware-Änderungen oder groben Anpassungen am Betriebssystem (z.b. Sprach- Änderung) kann nachfolgende Meldung erscheinen: Drücken Sie die ENTER-Taste: Geben Sie den Wiederherstellungs-Key ein, welcher Sie gemäss Punkt 0 finden können und drücken Sie die ENTER-Taste. Danach startet Windows normal. Um die Änderung dauerhaft zu speichern gehen Sie wie folgt vor: X V 0.2 BitLocker.docx 053 JB Seite 9 / 14

10 Halten Sie den BitLocker-Schutz an. Und starten Sie den BitLocker-Schutz umgehend wieder: X V 0.2 BitLocker.docx 053 JB Seite 10 / 14

11 2.7 Laufwerk entschlüsseln Im Normal-Fall Öffnen Sie die Systemsteuerung System und Sicherheit BitLocker-Laufwerkverschlüsselung Klicken Sie neben dem entsprechenden Laufwerk auf Bitlocker deaktivieren Bei Schlüssel-Verlust Starten Sie das Notebook gemäss Punkt Danach können Sie das Laufwerk gemäss Punkt entschlüsseln Bei Hardware-Defekt Bei Hardware-Defekt können Sie die bestehende Festplatte in einen anderen PC / Notebook einbauen und danach mit dem Wiederherstellungs-Key starten. Sollte dies nicht funktionieren schliessen Sie die verschlüsselte Festplatte über einen SATA/IDEtoUSB-Connector als zusätzliches Gerät an einen anderen Windows 7-PC / Notebook an. Danach erscheint automatisch die Meldung, dass Windows ein verschlüsseltes Laufwerk gefunden hat und stellt einen Assistenten zur Verfügung um das Laufwerk zu entschlüsseln. Alternativ kann das Laufwerk über folgenden Befehl entschlüsselt werden: repair-bde D: Z: -rp Wobei D: dem verschlüsselten Laufwerk und Z: einem Ersatzlaufwerk entspricht. Die entsprechen dem Wiederherstellungs-Key, welcher gemäss Punkt 0 im Active Directory gefunden werden kann. Weitere Infos zur Reparatur gibt s unter: X V 0.2 BitLocker.docx 053 JB Seite 11 / 14

12 2.8 Wiederherstellungs-Key finden Falls ein Schlüssel (USB-Key oder PIN) verloren geht oder sich der TPM ändert, benötigen Sie den Wiederherstellungs-Key um ein Laufwerk zu entschlüsseln, resp. ab einem verschlüsselten Laufwerk zu booten. Den Wiederherstellungs-Key finden Sie abhängig von der Konfiguration an verschiedenen Orten: - Active Directory im Computer-Objekt unter dem Register BitLocker Recovery. - Auf dem USB-Stick, welcher bei der Erstellung verwendet wurde. - Auf dem erstellten Ausdruck Active Directory im Computer-Objekt unter dem Register BitLocker Recovery: Der Wiederherstellungs-Key kann bei unbekannten Computernamen mit Hilfe des Active Directory gesucht werden: X V 0.2 BitLocker.docx 053 JB Seite 12 / 14

13 3 Weiteres 3.1 Mögliche Probleme Ein Laufwerk lässt sich nicht verschlüsseln In folgenden Fällen ist keine Verschlüsselung der Laufwerke möglich: - Das Notebook hat keine Verbindung zur Domäne. Stellen Sie eine Verbindung zur Domäne her. - CheckPoint VPN Client ist installiert. In diesem Fall muss der CheckPoint VPN Client erst deinstalliert werden, bevor BitLocker aktiviert wird. Nach der Verschlüsselung kann der CheckPoint VPN Client wieder installiert werden. - Das Gerät unterstützt kein TPM Das Gerät kann den USB-Stick beim Boot nicht lesen. 3.2 FAQ Kann ich den USB-Key kopieren und weiter geben? Ja, dies ist möglich jedoch nicht unbedingt zu empfehlen. Die dazu benötigten Dateien liegen im Root des entsprechenden Sticks und sind als versteckte System-Dateien gekennzeichnet. Der Windows Explorer muss zur Anzeige dieser Dateien freigegeben werden Kann ich anstelle eines USB-Key eine Smart-Card verwenden? Grundsätzlich sieht Microsoft diese Möglichkeit vor. Allerdings benötigt dies eine funktionierende Zertifikats-Infrastruktur, was derzeit bei ETAVIS noch nicht existiert. Siehe: Wieso wird ein USB-Key bei der Erstellung nicht erkannt? Probieren Sie es mit einem anderen USB-Stick aus. Falls es mit diesem geht, ist der fehlerhafte USB-Stick ist nicht bootable. Falls es mit anderen USB-Sticks auch nicht funktioniert, könnte es an der BIOS-Einstellung des Notebooks liegen Kann ich den TPM-Pin ändern? Ja, siehe Können auch Laufwerke ohne TPM verschlüsselt werden? Grundsätzlich ja, allerdings wird dies durch die Policy bas-bitlocker nicht erlaubt Muss die Verschlüsselung vor Auslieferung des Geräts beendet sein? Nein. Die Verschlüsselung kann durch einen ShutDown / Reboot unterbrochen werden. Beim nächsten Start wird die Verschlüsselung automatisch wieder aufgenommen und abgeschlossen Kann ein alpha-numerischer TPM-PIN eingesetzt werden? Ja, jedoch ist dies abhängig von der Hardware. Falls nach der Erstellung eines TPM-Pin die Authentifizierung nicht funktionieren sollte, kann das Laufwerk gemäss Punkt gebootet, resp. entschlüsselt werden. X V 0.2 BitLocker.docx 053 JB Seite 13 / 14

14 3.2.8 Das Register BitLocker Recovery wird im Active Directory nicht angezeigt Damit das Register BitLocker Recovery auf dem Computer Objekt angezeigt wird, muss auf dem Windows 2008 R2 Domain Controller das Feature BitLocker Password Recovery Viewer installiert sein. Dies steht Ihnen nach der Installation des Remote Server Administration Tools for Windows 7 zur Verfügung, welches Sie unter finden Verursacht BitLocker einen Performance-Einbruch? Ja, jedoch ist die Performance-Einbusse gemäss Microsoft nur marginal. Siehe 3.3 Links X V 0.2 BitLocker.docx 053 JB Seite 14 / 14

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