e-vergabe VOS 1.0 VirtualBox-VDI-Image mit Xubuntu LTS zur Verwendung mit e-vergabe 5 Anwenderhandbuch

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1 e-vergabe VOS 1.0 VirtualBox-VDI-Image mit Xubuntu LTS zur Verwendung mit e-vergabe 5 Anwenderhandbuch unfertige Vorabversion Handbuchversion: Stand: 3.0-rc

2 Inhaltsverzeichnis 1. Einführung Konventionen Ausführlichkeit der Anleitung Einrichten einer virtuellen Maschine mit Hilfe von VirtualBox zur Benutzung der e-vergabe Systemanforderungen und Grundvoraussetzungen Vorbereitung Erstellen der virtuellen Maschine ( VM ) in VirtualBox Festplattenabbild in das richtige Verzeichnis verschieben Einstellungen an der VM Erster Start der VM Der Tausch-Ordner System-Administration Zugangsdaten Administrationszugang Benutzerzugang Sicherheitseinstellungen Virtualisierungseinstellungen Netzwerkeinstellungen IP-und DNS-Konfiguration Proxy-Konfiguration Temporäre Konfiguration dauerhafte Lösung mittels Konfigurationsskript dauerhafte Lösung mittels manueller Eingabe Systemaktualisierung und Softwareverwaltung Im Root Terminal mit Apt Auf dem Desktop mit Synaptic Hinweise Informationen

3 1. Einführung In diesem Dokument erklären wir Ihnen, wie Sie mit Hilfe einer virtuellen Maschine (VM), die evergabe unter OSX, Windows oder Linux nutzen können. Zu diesem Zweck haben wir eine virtuelle Festplatte bereitgestellt, die bereits alles Notwendige an Software enthält. Sie fragen sich vielleicht, was eine virtuelle Maschine ist. Aktuelle Personal-Computer sind so leistungsfähig, dass es möglich ist, ein oder mehrere virtuelle Computer auf Ihnen auszuführen. Hierfür wird ein spezielles Programm benötigt, ein sog. Hypervisor. Wir setzen hierfür VirtualBox ein, da es unter einer freien Lizenz kostenlos vertrieben wird. Mit VirtualBox ist es also möglich, sich diverse virtuelle Rechner zu erstellen und Betriebssysteme, wie Windows, Linux oder Unix auf diesen zu installieren. Führt man bspw. eine VM mit installiertem Windows aus, so sieht es fast aus, als würde ein Programm in einem Fenster laufen. Mit dieser Methode kann man bspw. unter OSX Windows-Programme ausführen. Das Betriebssystem, auf dem der Hypervisor (in unserem Fall VirtualBox) läuft, ist das Wirts- oder Hostbetriebssystem. Das im Hypervisor ausgeführte Betriebssystem wird Gastbetriebssystem genannt. VM oder Gast kann als Synonym für das Gastbetriebssystem gesehen werden. Auf der von uns vorbereiteten VM e-vergabe VOS (VOS steht für Virtual Operating System) kommt das Betriebssystem Xubuntu LTS zum Einsatz. Xubuntu ist ein Betriebssystem, welches den Linux-Kernel als Betriebssystemkern nutzt und ist ebenso wie Linux selber quelloffene, freie Software. Xubuntu kann kostenlos über bezogen werden. evergabe VOS löst das zuvor herausgebrachte evlinux ab, welches bis Version verfügbar war und auf Debian GNU/Linux 7 basierte. e-vergabe VOS wird von uns gewartet und regelmäßig aktualisiert und kann über heruntergeladen werden. Weiterhin geben wir in diesem Dokument (Kapitel 5: Systemadministration) Hinweise, wie man das System selber aktuell halten und es an sein Firmennetzwerk anpassen kann. 1.1 Konventionen und wichtige allgemeine Hinweise In Konfigurationsdateien wird das #-Zeichen zur Maskierung von Kommentaren genutzt. Wenn der Begriff VM, Gast oder Gastbetriebssystem verwendet wird, so ist damit die virtuelle Maschine gemeint. Die Begriffe Gastgeber, Host und Wirt, alleinstehend oder in Verbindung mit dem Wort Betriebssystem stehen für das nativ installierte Betriebssystem direkt auf Ihrem Rechner. 3

4 1.2 Ausführlichkeit der Anleitung Diese Anleitung wird Ihnen aufzeigen, wie Sie die virtuelle Maschine zum Laufen bekommen. Themen, wie Linux-System-Administration oder der Umgang mit dem Angebotsassistenten werden kurz angerissen aber nicht ausführlich beschrieben, da dies den Rahmen dieser Anleitung sprengen würde. Hinweise, wo Sie Dokumentation zu diesen Themen finden, erhalten Sie im jeweiligen Textabschnitt. 4

5 2. Einrichten einer virtuellen Maschine mit Hilfe von VirtualBox zur Benutzung der e-vergabe Bitte führen Sie die hier beschriebenen Schritte genau durch. Dinge, die nicht erwähnt werden, müssen auch nicht konfiguriert werden und können ignoriert werden. Bitte führen Sie nur abweichende Konfigurationen durch, wenn Ihnen die Optionen bekannt sind. 2.1 Systemanforderungen und Grundvoraussetzungen Für das Betreiben einer virtuellen Maschine müssen gewisse Grundvoraussetzungen vorhanden sein. Eine virtuelle Maschine ist im Prinzip als echter Rechner zu betrachten, wenn es um den Ressourcen-Verbrauch geht. Weiterhin sollten Sie wissen, wie das auf Ihrem Computer installierte Betriebssystem zu bedienen ist. Sie sollten wissen, was ein Prozessor (CPU), was Arbeitsspeicher (RAM) und was eine Festplatte ist. Sie sollten mit Speicherplatzgrößen wie Megabyte und Gigabyte vertraut sein. Sie müssen sich bewusst sein, dass wenn Sie der virtuellen Maschine 2 GB RAM zur Verfügung stellen und die VM starten, diese 2 GB dem Wirt nicht mehr zur Verfügung stehen Minimale Anforderungen an das Wirtssystems Dieser Abschnitt beschreibt die Minimalkonfiguration Ihres Computers. Wenn Ihr Computer diese Vorraussetzungen nicht erfüllt, sollten Sie von dem Versuch, eine VM auf Ihrem System laufen zu lassen, absehen. Die hier dargestellten Minimalangaben entsprechen in etwa den Minimalvorraussetzungen für die e-vergabe 5 selbst. Hauptprozessor: Intel Pentium 4 (2 GHz) AMD Athlon XP (1,5 GHz) AMD oder Intel DualCore-Prozessor (1 GHz) - Prozessor muss PAE unterstützen Arbeitsspeicher: 1 GB DDR SDRAM Festplatte: 6 GB freier Speicher 5

6 2.1.2 Empfohlene Anforderungen an das Wirtssystem Dieser Abschnitt gibt die vom Author empfohlene Mindeskonfiguration Ihres Rechners an. Mit niedrigeren Konfigurationen wird die VM spürbar langsamer reagieren: Hauptprozessor: AMD oder Intel DualCore-Prozessor (2 GHz) oder besser - Prozessor muss PAE unterstützen - aktiviertes Prozessorleistungsmerkmal AMD-V oder Intel VT-x Arbeitsspeicher: 2 GB DDR2 SDRAM oder mehr Festplatte: 10 GB freier Speicher oder mehr VirtualBox: ExpansionPack installiert (kann unter bezogen werden) Minimale Konfiguration der VM (Konfiguration in VirtualBox) - 1 zugeordneter Hauptprozessor MB Arbeitsspeicher - PAE aktiviert (Pflicht unter Mac OSX) - 12 MB VideoRAM Empfohlene Konfiguration der VM (Konfiguration in VirtualBox) - 1 oder mehr zugeordnete Prozessoren - 1 GB oder mehr Arbeitsspeicher - PAE aktiviert (Pflicht unter Mac OSX) - AMD-V/Intel VT-x aktiviert (Prozessor muss dies unterstützen) - 32 MB VideoRAM 6

7 2.2 Vorbereitung Laden Sie sich zunächst die aktuelle Version vonvirtualbox unter https://www.virtualbox.org/wiki/downloads für Ihr Betriebssystem herunter und installieren Sie sie. Laden Sie sich, falls noch nicht geschehen das aktuelle Festplattenabbild unserer virtuellen Maschine herunter: Direktlink: oder über: Entpacken Sie nun das ZIP-Archiv. Sie erhalten nun die Abbilddatei e-vergabe VOS 1.0.vdi. Richten Sie nun in Ihrem Dateisystem einen Ordner für den späteren Dateiaustausch zwischen Ihrem Wirtssystem und dem Gastsystem ein. Wo Sie diesen Ordner erstellen und wie Sie ihn nennen ist Ihnen überlassen, wir empfehlen aber den Namen Tausch und die Erstellung innerhalb des persönlichen Verzeichnisses. Persönliche Verzeichnisse der unterstützten Betriebssysteme: Microsoft Windows XP C:\Dokumente und Einstellungen\$BENUTZERNAME\ Microsoft Windows 7 C:\Users\$BENUTZERNAME Apple OSX /Users/$BENUTZERNAME Linux /home/$benutzername 7

8 2.3 Erstellen der virtuellen Maschine ( VM ) in VirtualBox Starten Sie das zuvor installierte (Kapitel 2.2) Programm VirtualBox und klicken auf die Schaltfläche [Neu]. Es erscheint nun ein Einrichtassistent, der ihnen bei der Einrichtung der VM behilflich sein wird. Geben Sie nun einen Namen für Ihre VM ein (z.bsp.: e-vergabe). Setzen Sie den Typ auf Linux und die Version auf Ubuntu (32 Bit). VirtualBox konfiguriert mit diesen Einstellungen automatisch die virtuelle Hardware für uns vor. Klicken Sie nun auf die Schaltfläche [Weiter]. Im nächsten Fenster können Sie den Arbeitsspeicher für Ihre VM konfigurieren. Mit dem 8

9 Standardwert von 512 MB kann es sein, dass die VM noch recht langsam läuft. Hier empfehlen wir Ihnen einen Wert von mindestens 1024 MB. Sie können mehr Arbeitsspeicher vergeben, Sie sollten den Regler aber nicht über den grünen Bereich hinaus schieben. Sobald Sie die VM starten, steht der angegebene Speicher Ihrem Betriebssystem, dem Gastgeber, nicht mehr zur Verfügung. Wenn Sie den Regler in den orangen oder roten Bereich geschoben haben, so kann dies negative Auswirkungen auf das Gastgeber-Betriebssystem haben. Klicken Sie nun auf [Weiter]. Setzen Sie im nächsten Fenster die Auswahl auf Keine Festplatte. Klicken Sie nun bitte auf [Erzeugen] und in der darauf folgenden Warnung auf [Fortfahren]. Die Warnung besagt lediglich, dass wir eine VM ohne Festplatte erzeugen wollen. Wir werden später das zuvor heruntergeladene Festplattenabbild (VDI-Datei; Kapitel 2.2) in die VM einbinden, daher brauchen wir nun kein neues Abbild erzeugen. 9

10 2.4 Festplattenabbild in das richtige Verzeichnis verschieben (otional) Prinzipiell ist es egal, wo sich das Festplattenabbild (VDI-Datei; Kapitel 2.2) in dem Dateisystem des Wirts befindet, der Ordnung halber empfehlen wir aber, es an einen geeigneteren Ort zu verschieben Navigieren Sie nun zu dem zuvor entpackten Festplattenabbild. Schneiden Sie es aus und öffnen Sie Ihren persönlichen Benutzerordner. Dort finden Sie nun den Unterordner VirtualBox VMs vor. Öffnen Sie diesen Ordner. Sie sollten nun ein Verzeichnis sehen, welches den Namen Ihrer eben erstellten VM trägt. Öffnen Sie nun dieses Verzeichnis und fügen Sie das Festplattenabbild ein. 2.5 Einstellungen an der VM Nun binden wir das virtuelle Festplattenabbild ein.wählen Sie im Programm VirtualBox Ihre eben erstellte VM aus und klicken Sie auf [Ändern]. 10

11 Es öffnet sich nun ein neues Fenster, in dem Sie Ihre VM anpassen können. Klicken Sie bitte zunächst auf Allgemein. In dem nun erscheinenden Auswahldialog klicken Sie bitte auf den Reiter Erweitert und setzen dort bitte Drag'n'Drop und Gemeinsame Zwischenablage auf bidirektional. Klicken Sie nun auf System. Überprüfen Sie bitte, ob im Reiter Prozessor der Haken bei PAE/NX aktivieren gesetzt ist. Aktivieren Sie diesen, falls dieser nicht gesetzt ist. 11

12 Wechseln Sie nun in den Reiter Beschleunigung und setzen Sie alle verfügbaren Haken. Bestätigen Sie den Dialog bitte mit OK. Klicken Sie nun in der linken Liste auf Massenspeicher. Auf der rechten Seite wählen Sie bitte den Eintrag Controller: SATA an. Dies ist unser virtueller Festplatten-Controller. Rechts daneben erscheinen zwei kleine Symbole. Klicken Sie auf das rechte der beiden (Festplatte hinzufügen), um die Festplatte hinzuzufügen. 12

13 Es öffnet sich ein Dialogfenster, in dem Sie bitte die Schaltfläche [Vorhandene Platte auswählen] anklicken. Es müsste sich nun ein Auswahlfenster öffnen, in dem Sie das Festplattenabbild schon sehen und auswählen können. Andernfalls navigieren Sie bitte in Ihren persönlichen Ordner: $PERSÖNLICHER_ORDNER/VirtualBox VMs/$IHRE_VM oder zu dem Ort, wo Sie das Abbild abgelegt haben und wählen dort e-vergabe VOS 1.0.vdi aus und betätigen einmal die Schaltfläche [Öffnen]. Nun muss der gemeinsamen Ordner Tausch eingerichtet werden. Sie erinnern sich bestimmt, dass wir diesen Ordner bereits auf dem Wirtsrechner erstellt haben. Er wird verwendet, um die Kommunikation zwischen dem Gastgeber-Betriebssystem und der VM, dem sog. Gast zu gewährleisten. Klicken Sie in der linken Spalte auf Gemeinsamer Ordner. Klicken Sie auf der rechten Seite auf das kleine blaue Ordnersymbol mit dem grünen Plus-Zeichen. 13

14 Klicken Sie im Dialogfenster auf den Drop-Down-Pfeil und auf Ändern.... Suchen Sie im nächsten Fenster nach dem Tausch-Ordner und bestätigen Sie Ihre Wahl mit einem Klick auf [Öffnen]. Setzen Sie den Haken bei Automatisch einbinden. Egal wie Sie den Ordner auf Ihrem Wirtssystem genannt haben, stellen Sie unbedingt sicher, dass Sie im Dialog Ordner hinzufügen den Ordner-Namen auf Tausch setzen. und klicken Sie auf [OK]. Den Konfigurationsdialog können Sie nun mit einem Klick auf [OK] verlassen. Das war eine ganze Menge Arbeit aber Sie sind nun fast fertig und bereit, die VM zum ersten Mal zu starten. 2.6 Erster Start der VM Wählen Sie nun wieder Ihre VM aus und klicken Sie auf die Schaltfläche [Starten]. 14

15 Ihre VM fährt nun zum ersten Mal hoch. Nach einigen Sekunden gelangen Sie auf den Desktop von e-vergabe VOS. Machen Sie noch nichts, bis OpenLimit vollständig gestartet ist. Sie können nun die e-vergabe nutzen. Dateien, wie bspw. Ihr Zertifikat können Sie auf Ihrem WirtsBetriebssystem in den Tausch-Ordner legen, damit Sie in e-vergabe VOS darauf zugreifen können. Der Tausch-Ordner ist über den persönlichen Ordner und den Desktop in e-vergabe VOS verfügbar. 3. Der Tausch-Ordner Der Tausch-Ordner ist wichtig für die Kommunikation zwischen Wirt und Gast. Alles was man unter e-vergabe VOS in den Tausch-Ordner kopiert, ist auch nach abschalten der VM auf dem Wirt in dessen Tausch-Ordner verfügbar. Weiterhin wird nur Festplattenspeicher auf dem Wirt belegt. Die virtuelle Festplatte des Gastes wächst nicht, da der Ablage-Ort nicht im lokalen Dateisystem liegt, sondern aus Sicht des Gastes auf einem entfernten Dateisystem auf einem anderen Computer. Der Vorteil ist der, dass die Daten auf dem Wirt verfügbar sind und die virtuelle Maschine nicht unnötig Platz auf dem Dateisystem des Wirtes verschwendet. Wir empfehlen daher, alle Dokumente, die im AnA zu einem Verfahren bereitgestellt werden, in den Tausch-Ordner zu exportieren. Bitte stellen Sie bei der Konfiguration dieses sehr wichtigen Ordners unbedingt sicher, das der Ordner-Name in VirtualBox Tausch lautet, da Ihnen sonst der Ordner nicht oder nur eingeschränkt zur Verfügung steht. 15

16 4. Kurze Einführung in die Oberfläche von e-vergabe VOS (Xubuntu LTS) 5. System-Administration Manchmal ist es notwendig oder wünschenswert, das e-vergabe VOS an bestimmte Vorlieben oder bestehende Strukturen in einer Firma anzupassen. Hierzu zählen hauptsächlich Sicherheitseinstellungen, Virtualisierungseinstellungen, Netzwerkeinstellungen und Softwareaktualisierung. In diesem Kapitel gehen wir daher ganz kurz auf die SystemAdministration unter e-vergabe VOS (Xubuntu 14.04) ein. 4.1 Zugangsdaten Es gibt in e-vergabe VOS nur einen Nutzer: Benutzername: Passwort: bieter bieter 4.2 Administrationszugang Unter Linux und Unix gibt es die Möglichkeit, einem normalen Benutzer Administrationsberechtigungen (sog. Super User Rechte) zu geben. Dies geschieht über das Programm sudo. Wenn man in einem Terminal dem Befehl ein sudo voranstellt, so wird nach dem Kennwort des Benutzers gefragt und im Anschluss das angeforderte Kommando mit Root-Rechten (Administratorrechten) ausgeführt. Wann immer Sie nach einem Passwort gefragt werden, geben Sie das Passwort des angemeldeten Benutzers ein (beim Benutzer bieter das Passwort bieter). 4.3 Zugangsdaten ändern Über Grafische Benutzeroberfläche Klicken Sie oben links auf das e-vergabe-logo, damit sich das Hauptmenü öffnet. Im Hauptmenü befinden sich unten rechts drei Symbole. Klicke Sie das auf linke Symbol (Tooltip: Alle Einstellungen), damit sich die Einstellungen von e-vergabe VOS öffnen. Unter der Kategorie 16

17 System klicken Sie bitte auf Benutzer und Gruppen. Es öffnet sich ein Fenster, in dem auf der linken Seite alle eingerichteten Benutzer angezeigt werden (z.b.: bieter). Wenn einen Benutzer anklicken, so können Sie auf der rechten Seite Einstellungen, wie bspw. Das Passwort dieses Nutzers anpassen Über ein Terminal Um die voreingestellten Passwörter zu ändern, klicken Sie bitte oben links auf das e-vergabesymbol, damit sich das Hauptmenü von e-vergabe-vos öffnet. Dort klicken Sie bitte direkt auf der linken Seite auf Terminal. Alternativ können Sie auch zu Zubehör navigieren und dann auf Terminal klicken. Im Terminal können Sie nun mit dem Befehl # passwd das Passwort des Benutzers bieter ändern. Weiterführende Informationen finden Sie in Kapitel 6 dieser Anleitung. 4.4 Konsole / Terminal Zur Administration eines Betriebssystems kann es nötig sein, über eine Konsole Textkommandos an das Betriebssystem zu senden. Hierfür finden Sie das Programm Terminal im Hauptmenü (evergabe-logo oben links) unter Zubehör. Wenn Sie im Terminal root-rechte für ein Kommando benötigen sollten, so stellen Sie bitte folgenden Befehl Ihrem Kommando voran: sudo <Kommando> 4.5 Sicherheitseinstellungen e-vergabe VOS ist so konfiguriert, dass keine Dienste von außen erreichbar sind. e-vergabe VOS basiert auf Xubuntu (32 Bit). Sollten Sie irgendwelche Dienste über e-vergabe VOS in Ihrem Netzwerk bereitstellen wollen, so finden Sie weiterführende Informationen hierzu im Kapitel 6: Informationen. 4.6 Virtualisierungseinstellungen Virtuelle Maschinen und auch der Wirtscomputer profitieren von Virtualisierungsoptionen des Wirtes. Viele Prozessoren von Intel ( VT-x / VT-d ) und AMD (AMD-V) unterstützen Optionen für den sicheren und performanten Betrieb einer virtuellen Umgebung, einer sog. Secure Virtual 17

18 Machine (SVM). Diese SVM hat den Vorteil, dass Sie effektiver und gleichzeitig sicherer auf die Hardware zugreifen kann. Im Ergebnis läuft der Gast schneller und gleichzeitig wird der Wirt vor Schaden durch den Gast geschützt, da der Gast nicht einfach Bereiche der Wirtsumgebung nutzen kann, die ihm nicht zustehen. Ohne diese Optionen kann nicht garantiert werden, dass die Ausführung einer VM stabil funktioniert. Sie finden diese Optionen im BIOS bzw. UEFI Ihres Rechners. Genaueres hierzu können Sie im Handbuch Ihres Computers nachlesen, bzw., erfahren Sie vom Hersteller Ihres Computers. 4.7 Netzwerkeinstellungen Das Ändern der Netzwerkeinstellungen macht nur Sinn, wenn Sie den Netzwerkadapter der VM in VirtualBox auf Netzwerkbrücke stellen. Mit dieser Einstellung verhält sich die VM so, als wäre sie direkt an Ihr Netzwerk angeschlossen IP-und DNS-Konfiguration Fast die gesamte Netzwerkkonfiguration können Sie im Network-Manager vornehmen. Klicken Sie auf das e-vergabe-logo unten links, dann auf Einstellungen und dann auf Netzwerkeinstellungen. Wählen Sie eth0 aus und klicken Sie auf Bearbeiten.... Unter dem Reiter IPv4-Einstellungen bspw. können Sie e-vergabe VOS nun an Ihr Netzwerk anpassen. Beispielkonfiguration: 18

19 4.7.2 Proxy-Konfiguration Für die Proxy-Konfiguration bietet die Desktopumgebung XFCE aktuell leider kein Tool. Wir stellen Ihnen hier 3 Methoden vor, wie Sie einen Proxyserver konfigurieren können. Hierfür stellen wir Ihnen zunächst die Standardmethoden für Xubuntu vor. Des Weiteren haben wir ein Skript bereitgestellt, mit dem man die Konfiguration vornehmen kann. Zuletzt beschreiben wir eine dritte Möglichkeit über das grafisch Drittprogramm Ubuntu-Proxy, welches über das Hauptmenü aufrufbar aber nicht getestet ist vor Temporäre Konfiguration Mit den folgenden Befehlen können Sie in einem Root-Terminal temporär, d.h. bis zum nächsten Neustart einen Proxy-Server konfigurieren: export [http,https,ftp]_proxy=protokoll://ip-adresse_oder_dns-name:port/ Beispiel: # export http_proxy=http:// :8080/ # export https_proxy=http:// :8080/ # export ftp_proxy=http:// :8080/ Damit wurde ein Proxy gesetzt, der nur temporär bis zum nächsten Neustart der VM für den aktuellen Nutzer gilt. Um den Proxy systemweit für alle Nutzer zu aktivieren, öffnen Sie alternativ ein Root-Terminal und geben die oben angegeben Befehle ein dauerhafte Lösung mittels Konfigurationsskript Öffnen Sie ein Root Terminal ( e-vergabe-logo Zubehör Root Terminal ) und geben Sie folgenden Befehl ein: # /root/setup/proxy-setup.sh Bitte beachten Sie, dass Sie danach evlinux einmal neu starten müssen, es sei denn, Sie führen auch die Schritte in Punkt aus dauerhafte Lösung mittels manueller Eingabe Öffnen Sie ein Root Terminal und geben Sie folgendes ein: # leafpad /etc/environment 19

20 Leafpad öffnet nun die Datei /etc/environment. Die Datei ist üblicherweise leer. Fügen Sie folgendes ein: http_proxy=http://ip-adresse_des_proxy-servers:port/ Beispiel: http_proxy=http:// :8080/ https_proxy=http:// :8080/ ftp_proxy=http:// :8080/ HTTP_PROXY=$http_proxy HTTPS_PROXY=$http_proxy FTP_PROXY=$http_proxy Bitte beachten Sie, dass Sie danach evlinux einmal neu starten müssen, es sei denn, Sie führen auch die Schritte in Punkt aus Proxy-Einstellungen systemweit über Ubproxy Das Programm Ubproxy soll angeblich die Proxykonfiguration unter Linux-Desktopoberflächen vereinfachen, auf denen es kein eigenes Tool für diese Zwecke gibt. Das Prgramm ist über das Hauptmenü (e-vergabelogo oben links) unter System Proxy-Konfiguration verfügbar. Leider konnten wir das Programm bisher selbst nicht testet, wollten es aber dennoch zur Verfügung stellen. Ubproxy ist selbsterklärend. Tragen Sie einfach die geforderten Daten ein und klicken Sie auf Set. Danach muss sich der Nutzer leider von der Oberfläche einmal abmelden und wieder anmelden, alternativ muss ein Neustart durchgeführt werden. 4.8 Systemaktualisierung und Softwareverwaltung (tbd) Die Softwareverwaltung oder auch Paketverwaltung wird unter Debian mit den Konsolen-Tools Apt oder Aptitude realisiert. Das grafische Tool Synaptic setzt auf Apt auf und eignet sich sehr gut für die Softwareverwaltung auf dem Desktop. Software für Linux wird im allgemeinen auf Servern mit speziellen Software-Pools bereitgestellt. Diese Softwareansammlungen, die spezifisch für die jeweilige Linux-Distribution zusammengestellt und geprüft worden ist, nennt man auch Repository. Dies ist eine Stärke von Linux gegenüber Apple OSX oder Microsoft Windows, denn alles was über die Softwareverwaltung installiert worden ist, wird von dieser erfasst und, sofern ein Repository dafür vorhanden ist auch aktualisiert. Die mitgelieferten Programme Adobe Reader 9 und Oracle Java 7 werden bspw. durch ein Repository bedient und werden daher auch bei einer Aktualisierung erneuert. Das gesamte Aktualisierungsverhalten wird über die Softwareverwaltung von Linux gesteuert. Programme, die ihre eigene Update-Routine mitbringen, sollten unter Linux vom Anwender besonders auf Vertrauenswürdigkeit überprüft werden, da sie an der Systemverwaltung vorbei, Daten aus dem Internet herunterladen. Wir gehen in diesem Dokument nur kurz auf Apt und Synaptic ein. Weiterführende Literatur wird Ihnen in Kapitel 6 vorgestellt. 20

21 4.8.1 Im Root Terminal mit Apt (tbd) Um Zugriff auf Apt zu bekommen, öffnen Sie bitte ein Root Terminal. Zunächst aktualisieren Sie bitte die Paketquellen. Diese Listen führen die gesamte Software mit der jeweiligen Version in einem Repository auf: # apt-get update Um Sicherheitsaktualisierungen zu installieren, gibt man nun folgenden Befehl ein: # apt-get upgrade Um neben Sicherheitsaktualisierungen auch mögliche neue Programmversionen zu installieren, gibt man folgenden Befehl ein: # apt-get dist-upgrade Bei einem dist-upgrade sollte man vorher überlegen, ob es tatsächlich notwendig ist, von allen Programmen Versionen mit neuen Leistungsmerkmalen zu installieren oder ob es ausreicht, die Sicherheitsaktualisierungen zu machen. Wenn Sie Software suchen, installieren oder deinstallieren wollen, so helfen Ihnen die folgenden Befehle weiter: Suchen von Paketen: # apt-cache search Paketname Installieren von Paketen: # apt-get install Paketname Deinstallieren von Paketen bei Beibehalten von Konfigurationsdateien: # apt-get remove Paketname Deinstallieren von Paketen mit Entfernen von Konfigurationsdateien: # apt-get purge Paketname Wer sich tiefer mit Apt und der Softwareverwaltung auseinandersetzen möchte, findet Literaturhinweise in Kapitel 6. 21

22 4.8.2 Auf dem Desktop mit Synaptic (tbd) Synaptic ist ist ein mächtiger grafischer Aufsatz für Apt. Gestartet wird es über Menü System Synaptic-Paketverwaltung. Um neue Software zu installieren, können Sie entweder die Softwareliste über die Schnellsuche oder über die Kategorien auf der linken Seite durchsuchen. Wenn Sie ein Paket anklicken, öffnet sich ein Menü, welches Ihnen verschiedene Möglichkeiten anbietet. Ist ein Paket im Status zu aktualisieren, so können Sie das Paket mit zwei Klicks selber aktualisieren. Die Oberfläche ist weitestgehend selbsterklärend. Bei Änderungen sollten Sie immer genau überlegen, ob diese notwendig sind und ob nicht Software aufgrund von Paketabhängigkeiten deinstalliert wird, die Sie eigentlich benötigen. Auf jeden Fall zeigt Ihnen Synaptic die Auswirkungen an und Sie müssen Ihr Vorhaben nochmals bestätigen. Weiterführende Literatur wird Ihnen in Kapitel 6 vorgestellt. 5. Hinweise - Wenn man auf einem Mac in der virtuellen Maschine eingeben möchte, so funktioniert folgende Tastenkombination: [rechte Alt-Taste] + Q - Drag'n'Drop ist in VirtualBox bisher nur experimentell - Sie müssen die VM nicht immer hoch und herunterfahren. Sie können den aktuellen Zustand der VM, wie in einem Computerspiel speichern. Klicken Sie dafür auf den normalen Schließen-Button und wählen Sie den Punkt den Zustand der virtuellen Maschine speichern an und bestätigen Sie mit [OK]. Sie werden bemerken, dass Sie so wesentlich schneller die VM öffnen und wieder beenden können. 6. Informationen Wer sich tiefer mit dem Betriebssystem Debian GNU/Linux auseinandersetzen möchte, dem sei die Webseite zu empfehlen. Das komplette Betriebssystem Debian GNU/Linux ist quelloffene, freie Software und kann kostenfrei von jedem von bezogen werden. Wenn Sie näheres zur e-vergabe erfahren wollen, so bitten wir Sie folgende Seite zu besuchen: Hinweise zur Installation und Registrierung finden Sie hier: 22

23 Lernvideos und Anleitungen finden Si unter folgendem Link: Hinweise zu unterstützten Signaturzertifikaten finden Sie im folgenden Link. Wir empfehlen dringenst den Einsatz von fortgeschrittenen Signaturzertifikaten im Zusammenhang mit Linux. Für den Einsatz von qualifizierten Signaturen und Kartenlesegeräten unter Linux können wir Ihnen leider keinen Support anbieten. Verbesserungsvorschläge und Kritik können Sie gerne mit Betreff evlinux an schicken. 23

24 7. Glossar (tbd) 24

Documentation. OTRS Appliance Installationshandbuch. Build Date:

Documentation. OTRS Appliance Installationshandbuch. Build Date: Documentation OTRS Appliance Installationshandbuch Build Date: 10.12.2014 OTRS Appliance Installationshandbuch Copyright 2001-2014 OTRS AG Dieses Werk ist geistiges Eigentum der OTRS AG. Es darf als Ganzes

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