Markus Widl. Microsoft Office 365. Administration, Konfiguration, Integration

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1 Markus Widl Microsoft Office 365 Administration, Konfiguration, Integration

2 Auf einen Blick Auf einen Blick 1 Grundlagen Windows PowerShell Identitäten und Active-Directory-Synchronisierung Office Professional Plus Exchange Online SharePoint Online Lync Online Weitere Anwendungen Anhang

3 Inhalt Inhalt Geleitwort Vorwort Grundlagen Was ist Office 365? Enthaltene Produkte Standard vs. Dedicated Lizenzierung Systemvoraussetzungen Rechenzentren Anlegen eines Testkontos Exchange Online SharePoint Online Lync Online Office Professional Plus Office 365-Portal Anwenderansicht Administratorenansicht Partneransicht Abonnements Domänenverwaltung Voraussetzungen an DNS-Anbieter Domäne verifizieren mit E-Konten Domäne verifizieren mit P-Konten Domäne entfernen mit E-Konten Domäne entfernen mit P-Konten Benutzerverwaltung Microsoft-Online-ID Benutzer anlegen Benutzer verwalten Sicherheitsgruppen

4 Inhalt 1.10 Clientkonfiguration Office 365-Desktopsetup Erforderliche Updates Konfiguration von mobilen Endgeräten Problembehebung Tool zur Fehlerbehebung Microsoft Online Services Diagnostics and Logging (MOSDAL) Office 365-Forumsassistent Administratorkennwort zurücksetzen Weitere Hilfestellungen Zusammenfassung Windows PowerShell Wozu PowerShell? Ziele der PowerShell Systemvoraussetzungen Kernkomponenten der PowerShell Cmdlets Pipeline PowerShell-Language Navigationsparadigma oder 32 Bit? v1.0? Cmdlets Namenskonventionen Parameter und Argumente Wo gibt es Hilfe? Lange Befehlszeilen Aliasse Klassen und Objekte »Get-Member« »Select-Object« Punktnotation Standardausgabe

5 Inhalt 2.8 Pipeline Wichtige Cmdlets Filtern mit»where-object« Dateiexport mit»out-file«und»export-csv« Grafische Ausgabe mit»out-gridview« Sortieren mit»sort-object« Einfache Statistiken mit»measure-object« Schleifen mit»foreach-object« Protokolle mit»start-transcript« Variablen Funktionen und Filter Funktionen definieren Filter definieren Skripte Aufbau Skriptausführung Fehlerbehandlung Parameterübergabe Profile Funktionssammlungen Snap-ins und Module PowerShell und Office Microsoft Online Services Module for Windows PowerShell Domänenverifikation Benutzer anlegen Benutzer verwalten Sicherheitsgruppen verwalten Rollen verwalten Partneradministration PowerShell und Active Directory Bezugsquelle Voraussetzungen Anwendung Zusammenfassung

6 Inhalt 3 Identitäten und Active-Directory- Synchronisierung Verschiedene Identitäten Überprüfen der lokalen Umgebung Durchgeführte Tests Voraussetzungen Ausführung Identitätsverbund Vorteile Anforderungen Topologien Anmeldevorgang Einrichtung Test Zugriffssteuerung Active-Directory-Synchronisierung Synchronisierungsvorgang Planung und Vorbereitung Installation Manueller Start der Synchronisierung Synchronisierung von Benutzerkonten Fehlerbehandlung Zusammenfassung Office Professional Plus Was ist Office Professional Plus? Systemvoraussetzungen Installation Download Manuelle Installation Aktivierungsprozess Administrative Anpassung der Installation Installation über eine Netzwerkfreigabe Installation über Gruppenrichtlinien

7 Inhalt Installation über Software-Verteilungsanwendungen Installation über Windows Intune Zusammenfassung Exchange Online Was ist Exchange Online? Funktionsüberblick Voraussetzungen Einschränkungen Administrationsübersicht Administrationswerkzeuge Exchange Control Panel (ECP) PowerShell mit Exchange Online Voraussetzungen Abgedeckte Funktionalität Verbindungsaufbau Anzahl zurückgegebener Objekte Clients Outlook für Windows Outlook für Mac OS X Outlook Web App Mobile Endgeräte Allgemeine Verwaltung Postfächer Freigegebene Postfächer Verteilergruppen Externe Kontakte Verbundene Konten Transportregeln Archivierung Lizenzen Szenarien Verwaltung Aufbewahrungsrichtlinien Anwender

8 Inhalt 5.8 Compliance Beweissicherungsverfahren Journal Verwalten von Journalregeln Suche in mehreren Postfächern Übermittlungsberichte Sicherheit Rollen Überwachungsberichte Postfachberechtigungen »Senden als«und»senden im Auftrag« Gelöschte Elemente Gelöschte Postfächer wiederherstellen Anti-Virus und Anti-Spam Verwaltung von Informationsrechten Domänen ActiveSync ActiveSync-Zugriff ActiveSync-Geräterichtlinie Postfacheinstellungen Unified Messaging Funktionen Voraussetzungen Konfiguration BlackBerry Aktivierung der BlackBerry Business Cloud Services Migration Verfahrensübersicht IMAP-Migration Einfache Exchange-Migration Phasenweise Exchange-Migration Migration von PST-Dateiinhalten Migration Öffentlicher Ordner Hybridbereitstellung Verkehr Voraussetzungen Testumgebung einrichten Einrichtung

9 Inhalt Postfächer verschieben Outlook-Web-App-Umleitung Verfügbarkeitsinformationen Exchange-Online-Archive Zusammenfassung SharePoint Online Was ist SharePoint Online? Einsatzszenarien Funktionsüberblick Voraussetzungen Administrationsübersicht SharePoint-Architektur Websitesammlungen Websites Listen und Bibliotheken Ordner Listeneinträge und Dateien Webparts Berechtigungen Single Sign-on Berechtigungskonzept Externe Benutzer verwalten Suche Suchbarkeit Durchführen einer Suche Suchbereiche Verbesserung von Suchergebnissen Benutzerprofile Personen Organisationen »Meine Websites« Terminologiespeicher Erstkonfiguration Ausdruckssätze anlegen

10 Inhalt Verwaltete Metadatenspalte erstellen Metadatennavigation Office Web Apps Systemvoraussetzungen Konfiguration Drucken Gemeinsames Bearbeiten Dateien anlegen Enterprise-Features InfoPath Forms Services Excel Services Visio Services Access Services Business Connectivity Services (BCS) Datenquellentypen Anbindung über WCF Outlook-Anbindung Offlinezugriff Erstkonfiguration Synchronisierungseinstellungen Arbeiten mit SharePoint Workspace Mobiler Zugriff Microsoft Windows Phone Google Android Apple ios Öffentliche Website Anlegen einer öffentlichen Website Seiten anlegen Seiteninhalt pflegen Datensicherheit Papierkorb Backup Virus-Filterung Dateitypbeschränkungen Einschränkungen Anpassen von SharePoint Online Sandboxed Solutions

11 Inhalt 6.18 SharePoint-Online-Migration und Co-Existence Planung Durchführung Daten übertragen Co-Existence Zusammenfassung Lync Online Was ist Lync Online? Einsatzszenarien Arbeiten mit Lync Administration Voraussetzungen Administrationsübersicht Benutzerverwaltung Externe Kommunikation Anwesenheit und Benachrichtigungen Lync-Clients Lync 2010-Client Lync 2010-Attendee- und Lync-Web-App-Client Mobile Lync-Clients Lync-Client für Mac OS X Telefone Telefonie E4-Lizenz und Lync Server Zusammenfassung Weitere Anwendungen IaaS, PaaS vs. SaaS; Public Cloud vs. Private Cloud Windows Intune Einrichtung Lizenzierung

12 Inhalt 8.3 Dynamics CRM Online Überblick Clients Lizenzierung Anwendung Integration mit SharePoint Online Konfiguration zur Dateiablage in SharePoint Online Dateiablage in SharePoint Online Windows Azure Small Business Server 2011 Essentials Funktionsübersicht Installation des Integrationsmoduls Anbindung an Office Benutzerverwaltung Eigene Domäne Zusammenfassung Anhang 719 A.1 Windows PowerShell 2 Cheat Sheet A.2 Benutzerlizenzen mit der PowerShell verwalten A.3 Dateien anlegen mit den Office Web Apps A.4 Vorgeschlagene Testumgebung A.4.1 Netzwerkumgebung A.4.2 Testkonto für Office A.4.3 Domäne A.4.4 SSL-Zertifikate A.5 Inhalt des Downloadpakets A.6 Wo gibt es sonst noch Informationen? Index

13 Geleitwort Liebe Leserinnen und Leser, viele von Ihnen haben sicherlich schon viele Informationen zu Office 365 gesammelt. Jedem ist zwischenzeitlich klar, dass es sich bei Office 365 um ein SaaS-Angebot von Microsoft handelt, dass Microsoft hier eine Exchange-, SharePoint- und Lync-Infrastruktur betreibt und dass Sie als Kunde diese Dienste nur noch nutzen müssen. Aber spätestens beim zweiten Blick haben Sie als Administratoren viele Fragen zur Integration und Administration im Zusammenspiel mit Ihrer vorhandenen Infrastruktur. Zudem wissen Sie alle, dass Sie auf die Server wie es im SaaS-Umfeld üblich ist keinen direkten Zugriff haben. Dieser Umstand lässt Office 365 ganz schnell als große Blackbox erscheinen, und man weiß im ersten Moment nicht richtig, wie man die Office 365-Dienste im täglichen Umgang administrieren beziehungsweise was man im Detail noch selbst konfigurieren kann. Zudem sollte ein Administrator auch immer berücksichtigen, dass Office 365 sich stetig verändert und ca. alle 90 Tage Updates und Funktionserweiterungen eingespielt werden. Somit können Limitierungen, die gestern noch vorhanden waren, morgen schon Geschichte sein. Die Aktualisierungen sind sehr wünschenswert und werden als sehr positiv empfunden, aber es erhöht für Sie als Administrator auch den Informationsbedarf und Leseaufwand, um mit den Veränderungen Schritt zu halten. Deshalb ist es für Sie sehr wichtig zu wissen, wie und wo Sie zuverlässig die aktuellsten Informationen und guten Support erhalten. Wenn Sie dieses Buch lesen, dann werden Sie in der Lage sein, sich selbst alle Fragen zu beantworten. Zudem erhalten Sie hier viele Querverweise zu den wichtigsten Informationsquellen. In meiner Funktion als»microsoft Partner Technologie Berater«für Office 365 war es mir neben meinen strategischen Aufgaben schon immer ein sehr großes Anliegen, all mein technisches Wissen und meine langjährige Enterprise-Projekterfahrung im Messagingbereich mit Partnern zu teilen. Bei weit mehr als Partnern in Deutschland ist aber mein Aktionsradius sehr eingeschränkt. Deshalb war der Tag, an dem ich Markus vor ca. zwei Jahren beim ersten Ignite zu Office 365 in Dublin kennenlernte, sehr wichtig. Ich habe sehr schnell erkannt, dass er ein begeisterter Trainer, Fachexperte und Developer in vielen Bereichen ist, wie z.b. SharePoint, BizTalk, CRM, Exchange und PowerShell. Seine PowerShell-Expertise war für mich auch im Bereich Office 365 von sehr großem Interesse, da besonders die PowerShell als zentrales Administrationswerkzeug einen sehr hohen Stellenwert haben wird. Aus einem kurzen Gespräch mit Markus wurde ein mehrtägiges lockeres Fachsimpeln, und das Resultat ist nun eine sehr enge Zusammenarbeit mit schnellem Infor- 17

14 Geleitwort mationsaustausch in Sachen Office 365. Nebenbei sollte hier auch sicherlich erwähnt werden, dass Markus diverse Office 365-Classroom-Trainings anbietet. Falls Sie also Interesse an Classroom-Trainings oder individuellen Trainings in Ihrer Firma haben, dann sollten Sie ihn direkt kontaktieren. Aber nun zurück zu diesem Buch. Bei einem unserer vielen Gespräche fragte mich Markus, ob ich ihm fachlich zur Seite stehen würde, wenn er ein Office 365-Buch für Administratoren schriebe. Die Antwort kennen Sie, sonst würde ich hier nicht im Geleitwort diese Zeilen schreiben. Es war mir wirklich eine besondere Freude, Markus beim Entstehen dieses Buches zu jeder Zeit mit Rat und Tat zur Seite stehen zu dürfen. Zudem habe ich hier nicht ganz uneigennützig gehandelt, denn auch ich habe dabei sehr viel dazugelernt und speziell im Bereich SharePoint von seinem Know-how profitiert. Ich bin überzeugt, dass dieses Buch für Junior-Administratoren genau wie für den alten Hasen in Active Directory, Exchange, SharePoint und Lync einen großen Mehrwert liefern wird, und glaube, dass auch Sie dieses Buch genauso gerne lesen werden wie ich. Ich wünsche Ihnen nun viel Freude bei der Lektüre. Volker Mössinger Partner Technology Advisor Office 365 Microsoft Deutschland, Unterschleißheim 18

15 0 Vorwort Gleich geht es los. Doch vorher möchte ich Ihnen noch ein paar einleitende Sätze zum Inhalt dieses Buches mit auf den Weg geben. Warum ein Buch zu Office 365? Potentielle Interessenten von Office 365 erhalten beim Betrachten der offiziellen Produktwebsite und der Marketingbroschüren leicht den Eindruck, dass die Integration in bestehende Umgebungen schnell und ohne große Schwierigkeiten zu bewerkstelligen ist. Beschäftigen sie sich dann näher mit der Thematik, wird schnell deutlich, dass ein komplexer Clouddienst nicht mal eben schnell integriert ist. Außerdem ist ein breites Wissen erforderlich, beispielsweise von Active Directory, DNS, ADFS, Exchange, SharePoint, Lync und Softwareverteilung. Dieses Buch soll Ihnen auf dem Weg zur Integration von Office 365 ein hilfreicher Begleiter sein. Es vermittelt das nötige Wissen und hilft, bei der Umsetzung der für Ihr Unternehmen besten Variante möglichst viele Problemstellen zu umschiffen. Dabei bewegt sich der Inhalt weitab von der offiziellen Produktwebsite und den Marketingbroschüren. Im Buch werde ich auf die Besonderheiten von kleinen und großen Unternehmen und die unterschiedlichen Bedürfnisse gleichermaßen eingehen. Welche Vorkenntnisse werden vorausgesetzt? Um mit dem Buch arbeiten zu können (und um ein entsprechendes Projekt umzusetzen), sollten Sie grundlegende Kenntnisse in Administrationsaufgaben mitbringen. Dazu gehören beispielsweise Active Directory und DNS. Wenn Sie noch nie mit ADFS gearbeitet haben, ist das kein Beinbruch, die entsprechenden Kenntnisse bespreche ich im Buch. Bringen Sie darüber hinaus Erfahrungen mit Exchange und/ oder SharePoint mit, kann es losgehen. Und der Inhalt? Los geht es mit Kapitel 1,»Grundlagen«. Sie erhalten einen ersten groben Überblick zu Office 365. Dazu gehören die verschiedenen Kontenarten, verfügbare Lizenzen und die Administration über das Office 365-Portal. Außerdem richten Sie ein Office 365-Konto ein. Weitere Themen sind die Verifikation eigener Domänen, die Benutzerverwaltung und die Client-Konfiguration. Außerdem gebe ich Ihnen Tipps, wie Sie Probleme beheben können. 19

16 Vorwort Weiter geht es mit Kapitel 2,»Windows PowerShell«. Microsofts»neue«Kommandozeile benötigen Sie nicht zwangsläufig für die Arbeit mit Office 365. Im Regelfall können Sie mit grafischen Oberflächen arbeiten. Doch diese unterstützen nicht alle Funktionen, und so ist ein Ausflug in die Kommandozeile manchmal zwingend erforderlich. Kenner der PowerShell werden die Flexibilität schätzen, mit der die skriptbasierte Administration und Automatisierung durchgeführt werden kann. Deshalb zieht sich die PowerShell durch das ganze Buch. In Kapitel 3,»Identitäten und Active-Directory-Synchronisierung«, geht es dann weiter mit zwei optionalen, aber in vielen Szenarien gewünschten Funktionalitäten. Ich erkläre den Unterschied zwischen Microsoft-Online-Identitäten und Verbundidentitäten und zeige Vor- und Nachteile bei ihrem Einsatz auf. Außerdem werden Sie für die Einrichtung von Single Sign-on mit ADFS in Berührung kommen und Teile Ihres Active Directorys automatisch mit Office 365 synchronisieren, was nicht nur den Administrationsaufwand verringert. Mit Kapitel 4,»Office Professional Plus«, lernen Sie die Besonderheiten des Softwarepakets aus Office 365 im Vergleich zur Volumenlizenzvariante kennen. Außerdem zeige ich Ihnen verschiedene Wege bei der Verteilung des Pakets in Ihrem Unternehmen auf. In Kapitel 5,»Exchange Online«, beschreibe ich den komplexen -Dienst. Sie lernen die abgedeckten Funktionsbereiche, die Administration über ECP, EMC und PowerShell kennen. Darunter sind Funktionen wie Postfächer, Transportregeln, Archivierung, Compliance und das Sicherheitskonzept. Außerdem spielt die Migration von vorhandenen -Systemen eine wichtige Rolle. Am Ende des Kapitels beschreibe ich die Einrichtung einer Hybridbereitstellung, bei der Sie dauerhaft eine lokal vorhandene Exchange-Organisation mit Exchange Online koppeln. In Kapitel 6,»SharePoint Online«, wird es nicht weniger komplex. Auch in diesem Kapitel lernen Sie zunächst die abgedeckten Funktionen kennen. Außerdem erläutere ich viele SharePoint-Grundlagen wie die Architektur, das Berechtigungskonzept, Benutzerprofile, Terminologiespeicher und auch die Office Web Apps. Ein wichtiger Teil sind die Besonderheiten von SharePoint Online, beispielsweise das Einladen externer Benutzer und die Erstellung einer einfachen öffentlichen Website. Wie bei Exchange Online beschreibe ich verschiedene Strategien bei der Migration bestehender Umgebungen. Weiter geht es in Kapitel 7,»Lync Online«, mit dem»kleinsten«der Office 365- Dienste. Sie lernen verschiedene Einsatzbereiche, die Administration und eine breite Palette verschiedener Clients kennen. In Kapitel 8,»Weitere Anwendungen«, wagen wir einen Blick über den Tellerrand. Ich beschreibe verschiedene weitere Produkte, die wie Office 365 von Microsoft als SaaS- Cloudanwendungen angeboten werden. Darunter sind Dynamics CRM Online und 20

17 Vorwort Windows Intune. In diesem Kapitel zeige ich Ihnen auch verschiedene Integrationsmöglichkeiten der Produkte untereinander. Das Buch schließt mit einem Anhang, der Bonusmaterialien für Sie bereithält. Sie finden dort PowerShell-Erweiterungen, ein Visual-Studio-Projekt sowie Tipps zu einer Testumgebung. Manche Absätze sind mit diesem Symbol gekennzeichnet, das Sie hier am Rand sehen. Diese Absätze stellen Kommentare zu den entsprechenden Schritten dar. Ich möchte Ihnen damit die einzelnen Aktionen näher vorstellen. Was ist mit neuen Funktionen? Office 365 ist ein lebendiges Produkt. Im Unterschied zu den klassischen Box-Versionen von Exchange, SharePoint und Lync werden bei Office 365 sehr viel häufiger neue Funktionen bereitgestellt und nicht etwa erst mit einem Service Pack. Das heißt allerdings auch, dass zu dem Zeitpunkt, an dem Sie dieses Buch lesen, sicher so manche spannende Funktion zusätzlich verfügbar ist oder so manche Einschränkungen nicht mehr existieren. Damit Sie dennoch auf dem Laufenden bleiben, erhalten Sie mit dem Buch einen Zugang zu einem geschützten Bereich auf dem Galileo-Press- Webserver. Dort finden Sie neben aktuelle Updates übrigens auch den Skript- und Programmcode aus diesem Buch Abtippen ist nicht nötig! Am Einfachsten erreichen Sie das Bonus-Material unter dieser URL: Um keine neuen Inhalte zu verpassen, folgen Sie einfach dem Twitter-Account zu diesem Die RSS-Feed-Reader-Fraktion verwendet alternativ diese URL: Dankeschön! Das Vorwort ist ein guter Platz, um allen zu danken, die zum Gelingen dieses Buches beigetragen haben. Da wäre zunächst einmal mein Lektor Sebastian Kestel, der mich jetzt schon zum zweiten Mal bei einem Buchprojekt angenehm unterstützt hat. Dank gebührt auch den vielen anderen Galileos, die im Hintergrund während der Entstehungsphase, bei der Veröffentlichung und auch später für eine hohe Qualität des Buchs sorgen. Eine wichtige Rolle spielte auch mein Fachlektor Volker Mössinger von Microsoft. Ihm habe ich nicht nur viele konstruktiv kritische Anmerkungen zu verdanken, son- 21

18 Vorwort dern auch ein ständig offenes Ohr und zeitnahe Informationen über aktuelle Entwicklungen direkt von der Quelle. Die Sprachkorrektur wurde von Petra Biedermann durchgeführt. Ihr haben wir es zu verdanken, dass der Text insgesamt viel lesefreundlicher ist, als dies in meinem ursprünglichen Manuskript der Fall war. Meine Schwester Angelika Widl hat auch bei diesem Buch wieder die schwere Aufgabe gehabt, meine handschriftlichen Skizzen in ansehnliche Schaubilder umzusetzen, was ihr wieder sehr gut gelungen ist. Zu guter Letzt sei hier noch meine Familie erwähnt, die, wenn auch nicht direkt, zumindest indirekt ihren Anteil an diesem Buch hat sei es durch moralische Unterstützung oder die Freiheit, ein solch zeitintensives Projekt neben der»normalen«arbeit anzugehen. Ihnen und euch allen ein herzliches Dankeschön! Fragen, Wünsche, Anregungen? Sollten bei Ihnen Fragen zum Inhalt des Buches aufkommen, oder haben Sie Wünsche oder Anregungen für eine eventuelle Neuauflage, sind Sie herzlich eingeladen, sich mit mir in Verbindung zu setzen. Ich bin beruflich zwar sehr eingespannt, und es kann ein paar Tage dauern, bis Sie eine Antwort von mir bekommen, aber ich werde mich melden. Meine -Adresse finden Sie unten. Nun aber genug der Vorrede. Ich wünsche Ihnen viele neue Erkenntnisse und Erfolg mit Ihren Office 365-Projekten! Schömberg, im April 2012 Markus Widl 22

19 3 Identitäten Kapitel 3 und Active-Directory-Synchronisierung : Maximalanzahl der mit dem SQL Server 2008 Express synchronisierbaren Active-Directory-Objekte Typischerweise wollen Sie Ihre Endanwender bei der Arbeit unterstützen und alltägliche Schritte vereinfachen. Dazu gehört beispielsweise die Bereitstellung von Single Sign-on. Bei Office 365 bedeutet dies, dass sich Ihre Anwender etwa an ihren Exchange-Online-Postfächern mit dem Benutzerkonto anmelden können, mit dem sie sich auch am lokalen Active Directory anmelden. Um das zu erreichen, müssen Sie einen Identitätsverbund konfigurieren. Mit diesem erstellen Sie eine Art Vertrauensverhältnis zwischen Ihrem eigenen Active Directory und Office 365, so dass Office 365 die erfolgreiche Authentifizierung an Ihrem Active Directory übernimmt. Eine solche Konfiguration ist zwar für Ihre Anwender sehr elegant, erfordert dafür jedoch die Einrichtung einer ADFS-Umgebung in Ihrem Netzwerk. Diese ist nicht selten mit zusätzlichem Ressourcenaufwand verbunden, sofern Sie noch nicht über eine ADFS- Installation verfügen. Diesen Aufwand wird nicht jedes Unternehmen akzeptieren. Voraussetzung für einen Identitätsverbund aber nicht nur da ist die Aktivierung der Active-Directory-Synchronisierung. Sie installieren dazu auf einem lokalen Server eine Softwarekomponente, die in regelmäßigen Abständen lokal vorhandene Benutzerkonten, Gruppen und Kontakte automatisch im Verzeichnisdienst von Office 365 anlegt und Änderungen an diesen Objekten übernimmt. Dadurch entfällt zunächst für Sie als Administrator der doppelte Pflegeaufwand beispielsweise beim Anlegen von Benutzerkonten für Mitarbeiter. Doch es gibt weitere Vorteile, wie ich in diesem Kapitel ausführen werde. 3.1 Verschiedene Identitäten Office 365 verwendet intern einen eigenen Verzeichnisdienst, so wie Sie selbst höchstwahrscheinlich ein Active Directory einsetzen. Die Office 365-Dienste Exchange Online, SharePoint Online und Lync Online sowie das Office-Professional- Plus-Paket arbeiten nur mit dem Office 365-eigenen Verzeichnisdienst zusammen. Das heißt, dort muss für jeden Ihrer Office 365-Anwender ein Benutzerkonto angelegt sein, das dann für die verschiedenen Dienste autorisiert wird (Abbildung 3.1). 183

20 3 Identitäten und Active-Directory-Synchronisierung Eigenes Unternehmen Active Directory Identitätsprovider Authentifizierungs- Plattform Benutzerbereitstellung Verzeichnisdienst Identitätsprovider Lync Online SharePoint Online Exchange Online Office 365-Portal Powershell Abbildung 3.1 Office 365 verfügt über einen eigenen Verzeichnisdienst. Die Frage ist nun, wie Sie in der Praxis mit diesem zusätzlichen Verzeichnisdienst umgehen, obwohl Sie ja schon selbst einen haben. Dabei gibt es mehrere verschiedene Varianten. Um dies zu verstehen, müssen wir zunächst drei Begriffe klären: Microsoft-Online-Identität Für jeden Office 365-Anwender wird im Office 365-Verzeichnisdienst ein Benutzerkonto angelegt. Diesen Benutzerkonten weisen Sie dann eine Office 365-Lizenz zu. Außerdem bekommen die Konten separate Kennwörter. Ihre Anwender melden sich dann an Office 365 mit diesen Benutzerkonten und Kennwörtern an den Microsoft-Online-Identitäten. Diese haben mit den im lokalen Verzeichnisdienst vorhandenen Benutzerkonten zunächst nichts zu tun. Der Identitätsprovider wird von Office 365 gestellt. Daneben verwenden Sie mit Ihrem lokalen Active Directory einen weiteren Identitätsprovider. Verbundidentität Auch bei Verbundidentitäten (Federated Identity) werden im Office 365-Verzeichnisdienst Benutzerkonten angelegt und mit einer Lizenz versehen. Allerdings arbeiten Ihre Anwender in Umgebungen mit einem Identitätsverbund nicht direkt mit den Benutzerkonten aus Office 365, sondern mit den Benutzerkonten 184

21 3.1 Verschiedene Identitäten aus dem lokalen Active Directory. Zwischen Ihrem Active Directory und dem Office 365-Verzeichnisdienst wird dabei eine Art Vertrauensverhältnis konfiguriert, so dass sich Ihre Anwender letztlich mit den lokalen Benutzerdaten an Office 365 und den darin enthaltenen Diensten anmelden können. Der Identitätsprovider ist hier Ihr lokales Active Directory. Active-Directory-Synchronisierung Dabei handelt es sich um eine im lokalen Netzwerk zu installierende Komponente, die in einem regelmäßigen Intervall im Active Directory vorhandene Objekte im Office 365-Verzeichnisdienst nachpflegt. Dazu gehören die Benutzerkonten, Gruppen und Kontakte. Setzen Sie diese optionale Komponente ein, werden die Active- Directory-Benutzer in Office 365 automatisch angelegt, und Sie müssen sie nur noch mit einer Lizenz ausstatten. Die Active-Directory-Synchronisierung sehen wir uns in Abschnitt 3.4,»Active-Directory-Synchronisierung«, im Detail an. Grundsätzlich gibt es in Office 365 drei unterschiedliche Szenarien, wie Sie mit Identitäten umgehen. Sehen wir uns diese genauer an: 3 Szenario»Microsoft-Online-Identität«In diesem Szenario legen Sie im Office 365-Verzeichnisdienst manuell Benutzerkonten für Ihre Anwender an. Dies können Sie beispielsweise ganz klassisch über das Office 365-Portal durchführen, wie ich es in Abschnitt 1.9.2,»Benutzer anlegen«, beschrieben habe. Eine Alternative zur Automatisierung wäre die Power- Shell, wie in Abschnitt ,»Benutzer anlegen«, beschrieben. Ihre Anwender melden sich an Office 365 über das Benutzerkonto aus dem Office 365-Verzeichnisdienst an. Die Authentifizierung erfolgt also nicht im lokalen Active Directory, sondern direkt in Office 365. Lassen Sie sich dieses Szenario durch den Kopf gehen, erkennen Sie verschiedene Nachteile, beispielsweise: Die Anwender müssen mit zwei Identitäten umgehen einmal mit der lokalen Identität und einmal mit der Identität aus Office 365. Sie müssen also auch mit zwei unterschiedlichen Kennwörtern und manchmal auch mit unterschiedlichen Benutzernamen umgehen können und erkennen, wann Sie welches einzugeben haben. Identische Kennwörter sind dabei oft nicht möglich, da unterschiedliche Kennwortrichtlinien und Ablaufzeiten bestehen (siehe Abschnitt ,»Benutzer anlegen«). Vergisst ein Anwender sein Kennwort, muss es potentiell an zwei unterschiedlichen Stellen zurückgesetzt werden etc. Dieses Szenario hat aber auch einen großen Vorteil: Es fällt der geringste Konfigurationsaufwand an, und es kann direkt nach dem Anlegen eines Office 365-Kontos angewandt werden. Abbildung 3.1 zeigt das Szenario in einem Schaubild. Szenario»Microsoft-Online-Identität mit Active-Directory-Synchronisierung«Im Unterschied zum ersten Szenario legen Sie hier die Benutzerkonten im Office 185

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