UNIVERSITÄT DORTMUND WIRTSCHAFTS- UND SOZIALWISSENSCHAFTLICHE FAKULTÄT

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1 UNIVERSITÄT DORTMUND WIRTSCHAFTS- UND SOZIALWISSENSCHAFTLICHE FAKULTÄT Prüfungsfach: Teilgebiet: Prüfungstermin: Zugelassene Hilfsmittel: Allgemeine Volkswirtschaftslehre (Diplom), Modul 8/9: Mikroökonomie (Bachelor) Preis- und Allokationstheorie Taschenrechner Prüfungskandidat/in (Bitte in Druckbuchstaben ausfüllen!) Name,Vorname:... Matrikel-Nr.:... Studiengang:... Arbeitsanweisung: Bachelor: Bearbeiten Sie Aufgabe, Aufgabe und Aufgabenteil 3(a)! Diplomer: Bearbeiten Sie drei der vier Aufgaben! Aufgabe 3 4 Summe Diplomer: bitte die drei zu bewertenden Aufgaben ankreuzen maximal erreichbare Punktzahl erreichte Punktzahl Note (BA:7) 0 Von der Prüfungsaufsicht auszufüllen Unterbrechung der Prüfung: von bis Uhr von bis Uhr von bis Uhr Ende der Prüfung Uhr

2 Aufgabe : Es sei eine Ökonomie mit vollkommenem Wettbewerb betrachtet, deren Nachfrage durch die Funktion D x = p x Höhe von GK ( x) = x. beschrieben sei. Die Produzenten des Gutes x haben Grenzkosten in (a) Ermitteln Sie zunächst das Marktgleichgewicht sowie Konsumenten- und Produzentenrente im Gleichgewicht! (4 Punkte) (b) Es werde nun eine Erlössteuer t = 0, 5 eingeführt. Bestimmen Sie nun das neue Gleichgewicht, wenn die Steuer von den Produzenten gezahlt wird! Berechnen Sie Konsumenten- und Produzentenrente! Stellen Sie sowohl Konsumenten- und Produzentenrente wie auch die Steuermenge und den toten Verlust in einer Grafik mit dem Marktgleichgewicht aus (a) und (b) dar! (8 Punkte) (c) Nun gibt es in der Ökonomie ein zweites Gut, dessen Nachfrage durch die Funktion D S = 6 p und dessen Angebot durch die Funktion = p beschrieben sei. Die Regierung sieht sich gezwungen zur Deckung eines Haushaltsdefizits D die beiden Güter zu besteuern. Was würden Sie der Regierung raten, welches Gut sie stärker besteuern sollte? Bestimmen Sie hierzu die Preiselastizitäten der beiden Nachfragefunktionen im jeweiligen Marktgleichgewicht! Gehen Sie dann darauf ein, wie ein zweitbestes Steuersstem verschiedene Güter besteuern sollte! (8 Punkte)

3 Aufgabe : Die fünf Mitglieder des Hochschulrates der TU Dortmund sollen aus vier Bewerberinnen die neue Kanzlerin der TU auswählen. Die vier Bewerberinnen X, Y, V und Z werden von den fünf Hochschulräten wie folgt eingeschätzt: : X > Y > Z > V : Y > V > X > Z 3: Z > V > Y > X 4: X > V > Z > Y 5: Z > X > V > Y (a) Gibt es bei diesen Präferenzen der Hochschulräte eine Condorcet-Siegerin; d.h. eine Kandidatin, die jede paarweise Abstimmung gegen eine andere Kandidatin gewinnt? Wenn ja, ermitteln Sie diese! ( Punkte) (b) Wirtschaftswissenschaftler empfehlen oft Scoring-Methoden, um die beste Alternative zu ermitteln. Eine solche ist die Borda-Regel, die 4 Punkte für einen. Rangplatz, 3 für einen zweiten, für einen dritten und nur Punkt für einen letzten Rangplatz vergibt; und anschließend die Alternativen nach ihrer Gesamtpunktzahl reiht. Welche Reihung der Kandidatinnen ergibt diese Regel? Wer wird Kanzlerin? ( Punkte) (c) Hochschulrat 3, der Z weit vor X reiht, überzeugt nun Hochschulrat, dass auch er Z vor X reihen sollte. Hochschulrat, der diese beiden Kandidatinnen eh nur auf den beiden letzten Plätzen reiht, ändert seine Präferenzordnung also zu: Y > V > Z > X. Gibt es weiterhin eine Condorcet-Siegerin? Falls ja, welche? Welche Reihung der Kandidatinnen ergibt die Borda-Regel? Wer wird Kanzlerin? (3 Punkte) (d) Welche Kritik ergibt sich aus Ihrer bisherigen Analse sowohl am Konzept eines Condorcet-Sieges als auch der Borda-Regel zur Ermittlung einer sozial besten Alternative? (4 Punkte) (e) Welches Anliegen verfolgt die Theorie der Kollektiventscheidungen allgemein und inwieweit kann sie es erreichen? Welche Bedeutung kommt dabei dem Satz von Arrow zu? Erläutern Sie dessen Aussage genau! (9 Punkte)

4 Aufgabe 3: Das Unternehmen Dortmund Airport schreibt seit dem Flughafenneubau Verluste, zuletzt in Höhe von 0 Millionen Euro (bei,3 Millionen Fluggästen), die wesentlich auch von hohen Verbindlichkeiten seit dem Neubau herrühren. (a) Warum kann es dennoch ökonomisch sinnvoll sein, dass die Stadt Dortmund den Flughafen betreibt, obwohl dieser nur von privaten Fluggesellschaften (gewinnbringend) genutzt wird? Erläutern Sie dazu die Problematik von Fixkostentechnologien in Wettbewerbsmärkten! Wann wäre die Subventionierung des Flughafens durch die Stadt gerechtfertigt? (7 Punkte) (b) Angenommen, der Kämmerer der Stadt Dortmund möchte die 0 Millionen Euro für den Flughafen durch lokale Besteuerung von Gütern einnehmen. Wie sollte er dabei nach der Theorie zweitbester Steuern vorgehen? (7 Punkte) (c) Vergleichen Sie Ihre Empfehlung unter b) mit der tatsächlichen Finanzierung des Flughafendefizits, die darin besteht, dass die Dortmunder Stadtwerke DSW, die zu 00 % der Stadt gehören, dieses vollständig übernimmt. DWS erzielt mit der Strom- und Gasversorgung Dortmunder Haushalte staatliche Gewinne. Auf die Stromund Gaspreise ist sozusagen eine Flughafensteuer aufgeschlagen. Kommentieren Sie dies sowohl unter allokationstheoretischen (Vergleich zu (b)) als auch verteilungspolitischen Gesichtspunkten! (6 Punkte)

5 Aufgabe 4: Zwei Produzenten ( und ) haben folgende Produktionsfunktionen: F (, 3 ) = 3 und F ( =,, 3) 3 3 wobei, die Outputgüter und der Inputfaktor ist. Den Produzenten stehen zusammen 0 Einheiten des Inputfaktors zur Verfügung. 3 (a) Was versteht man unter einem Marktgleichgewicht in dieser Ökonomie? Ermitteln Sie nun das Marktgleichgewicht bei einem gegebenen Preissstem p = ( p, p, p3) = (6, 4, )! (7 Punkte) (b) Ermitteln und interpretieren Sie die Transformationskurve der Outputgüter und! Inwiefern macht die Kurve eine Aussage über Effizienz? Stützen Sie Ihre Interpretation, indem Sie die Grenzrate der Transformation zwischen Gut und an der Stelle = berechnen! (7 Punkte) (c) Die Outputkombination = ( ˆ, ˆ ) (,4 ) soll dezentral produziert werden. Welches ˆ = Preissstem veranlasst die beiden Produzenten unabhängig voneinander ˆ = 4 zu produzieren? (6 Punkte) ˆ = und

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