!!! Folgeerkrankungen

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2 Ein zu hoher Blutzuckerspiegel kann Folgen auf Ihr Herzkreislaufsystem haben und zu Erkrankungen wie der Schaufensterkrankheit, einer Angina pectoris, einem Herzinfarkt oder einem Schlaganfall führen. Diabetes kann aber auch Ihre Augen schädigen. In diesem Fall kann es zu Sehstörungen oder schlimmstenfalls zur Erblindung kommen. Wenn der erhöhte Blutzucker sich auf Ihre Nieren auswirkt, dann kann sich ihre Funktion verschlechtern oder die Nieren können sogar ganz versagen. In diesem Fall muss die Arbeit der Nieren durch regelmäßige Blutwäsche bzw. eine Dialyse ersetzt werden. Wenn Diabetesfolgen an den Nerven auftreten, dann kann das ganz verschiedene Folgen haben je nachdem, welche Nerven in Mitleidenschaft gezogen werden. Es kann sein, dass Sie an den Füßen oder Händen weniger spüren und mögliche Verletzungen an Ihren Füßen schlechter heilen. Es kann sein, dass Sie Verdauungsstörungen haben, dass Ihnen häufig schwindelig wird. Als Mann können Sie Erektionsstörungen bekommen, als Frau Orgasmusprobleme. 2

3 Wie können Sie diese Folgen vermeiden? 1. Vermeiden Sie Risikofaktoren Außer einem zu hohen Blutzuckerspiegel gibt es noch eine Reihe von weiteren Faktoren, die Ihr Risiko für erhöhen. Gerade weil Sie als Diabetiker besonders gefährdet sind, sollten Sie diese Risikofaktoren beachten: Erhöhter Blutdruck Schlechte Blutfettwerte Übergewicht Ungesunde Ernährung Zu viel Alkohol Zu wenig Bewegung Rauchen 2. Achten Sie auf frühe Anzeichen und gehen Sie regelmäßig zur Vorsorge Fragen Sie Ihren Arzt auf welche körperlichen Veränderungen Sie achten sollen und gehen Sie, wenn Sie Beschwerden haben, sofort zum Arzt. Besuchen Sie den Arzt auch, wenn Sie keine Krankheitszeichen verspüren. Gehen Sie regelmäßig zur Vorsorge, denn viele Diabetesfolgeerkrankungen bemerken Sie am Anfang nicht, weil sie zunächst keine Beschwerden verursachen. Ihr Arzt kann die Erkrankungen aber bereits sehr früh erkennen und behandeln. Das schützt Sie davor, dass die Folgen sich verschlimmern. 3

4 3. Nehmen Sie regelmäßig Ihre Medikamente, und wenn Sie Insulin spritzen messen Sie Ihren Blutzuckerspiegel bzw. spritzen Sie sich zu den vorgegebenen Zeiten Ihr Insulin. Viele Medikamente, die Sie einnehmen, beugen den Diabetesfolgeerkrankungen vor. Es sind nicht nur die Medikamente gegen Diabetes und Ihr Insulin, es sind auch die Tabletten gegen Ihren erhöhten Blutdruck und gegen schlechte Blutfettwerte, die Sie vor diesen schützen. Deshalb sollten Sie alle Medikamente regelmäßig einnehmen. 4. Nehmen Sie Ihr Risiko ernst aber nehmen Sie es vor allem in die eigene Hand Sie können Ihr Risiko für selbst beeinflussen und zwar zu einem ganz großen Teil Wenn Sie etwas für Ihre Gesundheit tun wollen, dann überlassen Sie Ihre Zukunft nicht dem Schicksal, sondern nehmen Sie sich vor, Stück für Stück etwas zu Ihrem Schutz in Ihr Leben zu integrieren. Machen Sie einen Arzttermin zur Vorsorge, überprüfen Sie einmal, ob Sie Ihre Medikamente auch so einnehmen wie Sie sollen, fragen Sie sich, was Sie an Ihrem Lebensstil verbessern können und achten Sie auf Veränderungen oder Beschwerden und nehmen Sie diese ernst. Je mehr Sie für sich tun, umso weniger wird die Angst vor den Sie belasten 4

5 Welche Vorsorgetermine sollten Sie einhalten? Wie oft? Alle drei Monate Untersuchung Gewicht, BMI Blutdruck Blutzucker HbA1c Mikroabuminurie (Eiweiß im Urin=Nierentest) Fußinspektion Ein mal im Jahr Augenuntersuchung Dieser Rhythmus gilt für den Fall, dass Sie keine haben. Nierenfunktionstest Untersuchung der peripheren Nerven Untersuchung der Beingefäße EKG (Herzstromkurve) Blutfettwerte Wenn Sie bereits an bestimmten Diabetesfolgen leiden, dann kann es sein, dass diese häufiger untersucht werden sollten. Schreiben Sie sich in diesem Fall auf, was Ihr Arzt Ihnen hierzu gesagt hat.

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