Zwischenprüfung 2014 im Ausbildungsberuf Fachangestellte(r) für Bürokommunikation Einstellungsjahrgang 2012

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1 Aus- und Fortbildungsinstitut des Landes Sachsen-Anhalt als zuständige Stelle nach BBiG Kenn-Nr. Zwischenprüfung 2014 im Ausbildungsberuf Fachangestellte(r) für Bürokommunikation Einstellungsjahrgang Prüfungsfach: Wirtschafts- und Sozialkunde Prüfungstag: Bearbeitungszeit: 60 Minuten zugelassene Hilfsmittel: DVP/VSV-Gesetzessammlung Anzahl der Aufgaben: 15 Hinweis: Die Klausur besteht aus 6 Seiten (incl. Deckblatt)

2 Bitte prüfen Sie die Vollständigkeit sofort nach! I. Staatsrecht Aufgabe 1 (7 Punkte) Erklären Sie den Begriff Opposition und gehen Sie dabei auch auf die Aufgaben einer Opposition ein. Nennen Sie die jetzigen Oppositionsparteien im Bundestag. Aufgabe 2 (3 Punkte) Nennen Sie drei Personengruppen unter Arbeitnehmern, die einen besonderen Kündigungsschutz genießen. Aufgabe 3 (3 Punkte) Nennen Sie drei grundsätzliche Fälle, bei denen die Unfallversicherung leistet. Aufgabe 4 Wer trägt die Beiträge zur gesetzlichen Unfallversicherung? a) der Arbeitnehmer allein b) der Arbeitnehmer und der Arbeitgeber je zu Hälfte c) der Arbeitgeber allein d) Arbeitgeber 80 %, der Arbeitnehmer 20 % Aufgabe 5 (5 Punkte) Nennen Sie die fünf Säulen der Sozialversicherung. Aufgabe 6 (6 Punkte) Erläutern Sie, welches Problem in Zukunft das Funktionieren des Sozialversicherungssystems in Deutschland gefährdet? - 2 -

3 - 3 -

4 II. Teil: Allgemeine Wirtschaftslehre Aufgabe 7 (4 Punkte) Um welche Vertragsart handelt es sich bei den nachfolgenden Verträgen? a) A lässt von einer Autowerkstatt einen Unfallschaden an seinem Pkw beseitigen. b) A leiht sich von seinem Freund B 50,00. Das Geld soll in zwei Wochen zurückgezahlt werden. c) A parkt sein Auto für 3 Stunden in einem Parkhaus gegen eine Gebühr in Höhe von 3,50. d) A lässt sich nach einer Kneipentour von einem Taxi nach Hause fahren. Aufgabe 8 A verkauft am sein altes Handy an B zum Preis von 50,00. Da B gerade knapp bei Kasse ist, vereinbaren beide, dass B das Handy am bekommen soll, den Kaufpreis aber erst am zahlen soll. Wann wird B Eigentümer des Handys? a) Mit der Zahlung des Kaufpreises am b) Mit der Übergabe des Handys am c) Mit dem Abschluss des Kaufvertrages am Aufgabe 9 Erläutern Sie den Unterschied zwischen Eigentum und Besitz an einer Sache! Aufgabe 10 (5 Punkte) A entdeckt in einem Bekleidungsgeschäft einen Pullover zum Preis von 29,90, der ihm gut gefällt. Er geht mit dem Kleidungsstück zur Kasse. Dort teilt ihm die Verkäuferin mit, dass der Pullover versehentlich falsch ausgezeichnet wurde. Der richtige Preis beträgt 129,90. A ist empört und fordert den Pullover für 29,90. Ist ein Kaufvertrag über den Pullover zum Preis von 29,90 zustande gekommen? Bitte begründen Sie Ihre Antwort kurz

5 III Teil: Betriebs- und Volkswirtschaftslehre 11. Aufgabe Sie sollen als Auszubildende/r des 2. Ausbildungsjahres als Fachangestellte/r für Bürokommunikation Auszubildende des ersten Ausbildungsjahres über wirtschaftliche Grundbegriffe informieren. Erklären Sie die geforderten Begriffe richtig! a) Was wird in der Volkswirtschaftslehre unter Bedarf verstanden? 1. Bedürfnisse, die nicht befriedigt werden 2. Bedürfnisse, für die Kaufkraft vorhanden ist 3. Bedürfnisse, die durch Werbung geweckt werden 4. Bedürfnisse, die durch Bildung, Prestige und Kultur entstehen 5. Bedürfnisse, die sich auf knappe Güter und Dienstleistungen beziehen b) Wie heißen in der Wirtschaftslehre Güter, die eingesetzt werden, um neue zu erzeugen? 1. Immaterielle Güter 2. Substitutionsgüter 3. Produktionsgüter 4. Konsumgüter 5. Freie Güter c) Substitution der Produktionsfaktoren ca) Was versteht man unter der Substitution der Produktionsfaktoren? cb) Nennen Sie vier Auswirkungen der Substitution. (4 Punkte) - 5 -

6 12. Aufgabe Die Auszubildenden des zweiten Ausbildungsjahres haben für einen Vortrag Beispiele für die Befriedigung von Kollektivbedürfnissen gesammelt. Prüfen Sie, welches Beispiel falsch ist, weil es der Befriedigung von Individualbedürfnissen dient. Begründen Sie Ihre Antwort. (4 Punkte) 1. Die Stadt X ist Träger der öffentlichen Schwimmbäder. 2. Die Stadtwerke der Stadt X erzeugen zwei Prozent des Stroms mit einer Biogasanlage. 3. Die Stadt X betreibt eine Mülldeponie mit Wertstoffhof. 4. Das städtische Wohnungsamt der Stadt X vermittelt Wohnungen zur Miete. 5. Die Stadt X finanziert ein Kulturhistorisches Museum. 13. Aufgabe Das ökonomische Prinzip bildet den Leitfaden für die Betrachtung wirtschaftlichen Verhaltens. Dieses gilt auch für das Unternehmen Y als erwerbswirtschaftlich orientierte Unternehmung. a) Beschreiben Sie das ökonomische Prinzip als Maximalprinzip richtig! 1. Mit maximalem Mitteleinsatz ist der größte Erfolg anzustreben. 2. Mit minimalen Mitteln soll der maximale Erfolg gesichert werden. 3. Mit gegebenen Mitteln ist ein maximaler Erfolg zu erzielen. b) Bestimmen Sie das Hauptziel, dass das Unternehmen Y anstrebt! 1. die Produkte zu geringen Preisen anbieten 2. die Gewinnmaximierung 3. die Deckung der entstandenen Kosten 4. die optimale Bedarfsdeckung der Kunden - 6 -

7 5. die soziale Absicherung der Mitarbeiter 14. Aufgabe Die Stadt X leistet ihren Beitrag, indem überwiegend Papiersorten mit einem hohen Altpapieranteil verwendet werden. Prüfen Sie, um welche unmittelbare Art einer Umweltschutzmaßnahme es sich hierbei handelt? 1. Energieeinsparung 2. Abfallbeseitigung 3. Recycling 4. Restmülldeponierung 5. Abfallvermeidung 15. Aufgabe Im einfachen Wirtschaftskreislauf wirken mehrere Sektoren zusammen. a) Welches ist das Grundprinzip eines einfachen Wirtschaftskreislaufes? (8 Punkte) b) Zeichnen Sie das Modell des einfachen Wirtschaftskreislaufes. (6 Punkte) Zeichnen Sie die Ströme verschiedenfarbig in das Modell ein und benennen Sie sie. c) Welche Voraussetzungen werden bei diesem einfachen Wirtschaftskreislauf angenommen? Nennen Sie mindestens drei Voraussetzungen. (6 Punkte) - 7 -

8 - 8 -

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