Private Finanzstrategie für den Führungsnachwuchs

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1 Selbst auf junge, dynamische Nachwuchskräfte wirkt das Thema abschreckend: Private Finanzen. Klar, viel Geld und umfassenden Schutz hat man gerne. Aber sich damit auch noch in der Freizeit beschäftigen? Viele verspüren wenig Lust dazu. Oft fehlt aber auch einfach nur die Zeit, all das Kleingedruckte zu lesen. Und die Politik macht die eigene Finanzplanung auch nicht leichter. Ständig tauchen neue Gesetze auf, deren Konsequenzen und Wechselwirkungen man allenfalls ahnt. Im hektischen Tagesgeschäft geht die Orientierung schnell verloren. Dabei ist Eigenverantwortung wichtiger denn je. Hilfreich ist daher der Überblick über das große Ganze. Berater, die auf Anbieterprovisionen verzichten und für das Beratungsgespräch selbst vom Beratenen Geld verlangen. Kostenlos gibt es eine Beratung nie. Auch die Gebühren der angebotenen Produkte sollte man sich anschauen. Kostet ein Fonds zum Beispiel 1,5 Prozent Verwaltungsgebühr, sind diese jedes Jahr fällig, und zwar 1,5 Prozent des dann aktuellen Fondsvermögens. Genau hinschauen sollte man auch Fonds ohne Ausgabeaufschlag. Bei einigen Fonds sind dann die Verwaltungskosten höher, was auf Dauer für den Anleger teurer ist. Ein Tipp: Bei Fragen zum Thema Finanzen stehen Beratungssuchenden auch die Verbraucherzentralen mit ihrem Rat zur Seite. Ganzheitlich denken Das Thema lässt sich in vier Bereiche einteilen: E- xistenzaufbau, Versicherungen, Geldanlage, Altersvorsorge. Die Reihenfolge dieser Begriffe ist bereits bedeutsam. Private Finanzplanung verlangt ganzheitliches Denken. Dabei geht es darum, die kurz-, mittel- und langfristigen Ziele und Bedürfnisse unter Berücksichtigung der finanziellen Rahmenbedingungen bestmöglich zu erfüllen. Hört sich kompliziert an, ist es aber eigentlich gar nicht. Und wer dabei Hilfe benötigt oder andere lieber machen lässt, der nimmt Kontakt zu einem unabhängigen Finanzberater auf. Selbstverständlich kostet die Beratung Geld. So verdienen die Finanzberater vor allem an den Provisionen der Produktanbieter, deren Produkte sie vermitteln. Das muss man wissen. Es gibt auch freie Bildung ist die beste Geldanlage Das Wichtigste ist die Schaffung einer Existenzgrundlage, also die Ausbildung und der Job. Investitionen in die eigene Bildung sind gleichzeitig die beste Geldanlage. Auch als junge Nachwuchskraft sollte man das Thema (Weiter-)Bildung nicht aus den Augen verlieren. Diese Existenzgrundlage gilt es dann abzusichern. Dazu gibt es Versicherungen. A- ber nicht jede Police ist ein Muss. Für Berufstätige wichtig ist zunächst die private Haftpflichtversicherung. Weiter sind Arbeitnehmer automatisch Pflichtmitglied der gesetzlichen Krankenversicherung, wobei die Kasse frei wählbar ist. Wer mehr als 3975 Euro im Monat verdient, darf zu einer privaten Krankenkasse wechseln. Inzwischen ein Muss ist die Berufsunfähigkeitsversicherung. Alle nach dem 1. Januar 1961 Geborenen erhalten seit 2001 keine staatlichen Leistungen bei Berufsunfähigkeit mehr. 1

2 Für Familien kommt sofern kein vererbbares Vermögen in ausreichender Höhe vorhanden ist die Lebensversicherung mit Todesfallschutz zur Absicherung der Hinterbliebenen hinzu. Und: Der Halter eines Autos benötigt eine Kfz- Haftpflichtversicherung. Das war s. Alles Weitere sind Kann-Policen, wie zum Beispiel die Rechtsschutz-, die Hausrat- und die private Krankenzusatzversicherung. Selbst eine private Unfallversicherung ist eine Kann-Police. Sie hilft die finanziellen Folgen einer Invalidität zu mildern. Allerdings liegt ein Unfall im Sinne der Versicherer nur vor, wenn der Betroffene plötzlich von außen durch ein auf seinen Körper einwirkendes Ereignis unfreiwillig gesundheitlich dauerhaft geschädigt wird. Auch zahlt die Versicherung nur, wenn die Invalidität innerhalb von drei Monaten nach dem Unfall durch einen Arzt festgestellt wurde. Zögern ist ein Fehler Erst wenn die Existenzgrundlage durch individuell passende Versicherungen abgesichert ist, wird der Aspekt Geldanlage bedeutsam. Bei der Geldanlage sind drei Kriterien wichtig: Rendite, Sicherheit und Verfügbarkeit. Dabei gilt: Je höher die Rendite, desto geringer die Sicherheit. Je höher die Verfügbarkeit, desto niedriger die Rendite. Fest steht auch: Die langfristig höchsten Renditen bringen Aktienfonds. Entsprechend groß ist das Anlagerisiko. Das Risiko relativiert sich aber, je länger ein Aktienfonds gehalten wird. Aktienfonds sollten daher grundsätzlich als langfristiges Engagement gesehen werden. Dann wird man bei Kursrückschlägen auch nicht nervös. Wer kurzfristig Geld parken will, wählt einen Geldmarktfonds oder ein gutes Tagesgeldkonto. Die Rendite beträgt dann zwar nur drei bis vier Prozent, das Geld bleibt aber jederzeit verfügbar. Um alle anderen Produkte wie Derivate und Zertifikate braucht man sich eigentlich nicht zu kümmern. Sie sind oft wenig transparent und basieren in der Regel auf Wertpapieren, die man auch direkt kaufen kann. Vor der Entscheidung, Geld anzulegen, schrecken viele Menschen zurück. Zu groß ist die Angst, einen Fehler zu machen. Dabei ist der größte Fehler, nichts zu machen. Auch Zögern ist ein Fehler. Wer es sich leisten kann, 50 Euro monatlich in einen Aktienfond zu investieren, sollte das tun. Auch Einmalanlagen in Höhe von zum Beispiel Euro sind sinnvoll. Natürlich nicht in einen exotischen oder sehr speziellen Fonds, sondern in einen global anlegenden Aktienfonds einer renommierten Investmentgesellschaft oder eines erfahrenen Vermögensverwalters. Laut Branchenverband BVI bringt ein solcher Fonds langfristig eine Rendite von 7,9 Prozent pro Jahr. Dank der Kraft von Zins und Zinseszins wird aus 50 Euro monatlich im Laufe von dreißig Jahren ein Vermögen von Euro eingezahlt wurden nur Euro. Für Albert Einstein war der Zinseszinseffekt die wichtigste Entdeckung der Mathematik. Daher gilt: Möglichst früh anfangen mit dem Sparen. In welchen globalen Aktienfonds dabei investiert wird, ist nur eine Nebensache. Als Ergänzung zu dem globalen Investment bieten sich auch deutsche Aktienfonds an. Sie brachten in den vergangenen 2

3 dreißig Jahren sogar eine Rendite von 8,6 Prozent pro Jahr. Investments in festverzinsliche Wertpapiere zum Beispiel Bundesschatzbriefe, deren Verwahrung bei der Deutschen Finanzagentur kostenlos ist sowie in sichere Immobilien runden das Portfolio ab. Wichtig ist jetzt nur, das Risiko zu streuen, also nicht ausschließlich auf eine Anlageform zu setzen. Mit zunehmendem Alter sollte dann der Anteil der Aktienanlagen im Portfolio reduziert werden. Es gilt die Regel: 100 minus Alter in Aktien, der Rest in Anleihen und Immobilien. Der Staat nimmt und gibt Bereits die Entscheidung zum Kauf eines Aktienfonds oder einer Immobilie kann eine Form der Altersvorsorge sein. Würde der Staat den Arbeitnehmern die Freiheit über die Verwendung ihres Einkommens lassen, statt ihnen hohe Abgaben aufzubürden und anschließend wieder Fördertöpfe hinzustellen, wäre der Überblick über das Thema private Finanzen an dieser Stelle bereits beendet. Mit seinem dann deutlich höheren Nettoeinkommen könnte jeder die zu seiner Risikobereitschaft, seinem Alter sowie seiner Einkommens- und Lebenssituation passende Anlageform wählen. Vor allem aber könnten die Arbeitnehmer von den hohen Renditen des globalen Kapitalmarkts profitieren. Diese Freiheit gewährt der Staat den Bürgern kaum. Immerhin wurde mit den Reformgesetzen von 2001 und 2005 die Altersvorsorge erheblich umgebaut. Weil das in der gesetzlichen Rentenversicherung praktizierte Umlageverfahren (einfach ausgedrückt: die Jungen zahlen für die Alten) aufgrund der demografischen Entwicklung (es gibt immer weniger Junge und immer mehr Alte) nicht mehr funktioniert, forciert der Staat die kapitalgedeckte Vorsorge. Letzteres heißt, dass die Altersvorsorgegelder eines jeden Einzelnen am Kapitalmarkt angelegt werden. Auf diese Weise nutzen die Anleger die Kraft von Zins und Zinseszins zum Aufbau eines Vermögens. Der Arbeitnehmer lässt also den Produktionsfaktor Kapital für sich arbeiten. Das bringt langfristig die höchsten Renditen. Genau das hat der Staat inzwischen erkannt. Mit Steuernachlässen, Zuschüssen und Beitragsfreiheiten fördert er die private und die betriebliche Altersvorsorge. Bei der staatlich geförderten privaten Altersvorsorge unterscheidet man zwischen der Riester-Rente und der Basis- oder Rürup-Rente. Für Arbeitnehmer und Familien ist die Riester-Rente attraktiv. Für Selbständige ist der Abschluss einer Rürup-Rente interessant. Hinter beiden Modellen verbergen sich herkömmliche Vorsorgeprodukte wie Rentenversicherung und Fondssparplan, aber auch neue Produkte wie Fondspolicen mit und ohne Kapitalgarantie. Zur Riester- oder Rürup-Rente wird ein Produkt, wenn es bestimmte Fördervoraussetzungen erfüllt. Betriebsrente ist attraktiv Hinzu kommt die betriebliche Altersvorsorge. Für Arbeitnehmer und Arbeitgeber ist sie vorteilhaft. Sie 3

4 lockt mit Steuervorteilen und einer Sozialabgabenbefreiung bis einschließlich Daher der Tipp: Arbeitnehmer, die keine Betriebsrente erhalten, sollten ihren Chef darauf ansprechen, schließlich haben sie einen Rechtsanspruch darauf. Allerdings hat der einzelne Arbeitnehmer kaum Einfluss auf die Art der Betriebsrente. Er muss den Durchführungsweg (Direktversicherung, Pensionsfonds, Pensionskasse, Pensionszusage oder Unterstützungskasse) nehmen, den sein Chef anbietet. Bietet der Arbeitgeber keine Betriebsrente an, hat der Arbeitnehmer auf jeden Fall Anspruch auf eine Direktversicherung. Ab 2009 ist die Betriebsrente voraussichtlich nur noch für Gutverdienende interessant. Allerdings ist derzeit noch nicht sicher, dass die Sozialabgabenfreiheit tatsächlich abgeschafft wird. Ganzheitliche Planung Sinnvoll lässt sich die Auswahl des passenden Produkt-Mixes nur im Rahmen einer ganzheitlichen Vorsorgeplanung treffen. Ganzheitlich bedeutet, dass die identifizierten Produkte aufeinander abgestimmt werden. Auch sollten sie zur Risikobereitschaft und zur jeweils aktuellen Lebenssituation des Einzelnen passen. Prüfen, mit welchen weiteren Produkten noch bestehende Sicherheits- und Vorsorgelücken geschlossen werden können. In der folgenden Tabelle werden die wichtigsten privaten Altersvorsorgeprodukte vorgestellt. Der Klassiker ist die private Rentenversicherung. Die höchsten Renditen lassen sich mit Aktienfonds erzielen. Allerdings sind die kurz- und mittelfristigen Risiken hier ebenfalls höher. Fondspolicen verbinden den Wunsch nach Rendite und Sicherheit. Aber Vorsicht: Fondspolicen sind Kombinations-Produkte, sie vereinen Versicherung und Investmentfonds. Sinnvoll ist das meistens nicht. Das gilt auch für die Vielzahl an Garantiezertifikaten und sonstigen Garantieprodukten. Wer Schutz wünscht, schließt eine Versicherung ab. Wer langfristig ein Vermögen aufbauen möchte, kauft einen Aktienfonds. Wer Sicherheit für sein Geld wünscht, kauft Bundesschatzbriefe oder einen Geldmarktfonds. Wer einen Teil seines Geldes verfügbar halten möchte, parkt es auf einem gut verzinsten Tagesgeldkonto. Alles schön sauber trennen. Dann behält man einfacher den Überblick über das große Ganze. Stark vereinfacht kann folgendes Vorgehen empfohlen werden: Prüfen, ob eine Riester- oder Rürup-Rente in Frage kommt. Prüfen, ob eine betriebliche Altersvorsorge in Frage kommt. 4

5 Sparanlagen für die Altersvorsorge Anlageform Renditechance Verlustrisiko Riester-Rente Sehr gering. Betriebliche Altersvorsorge Rürup-Rente Private Rentenversicherung Fondsgebundene Rentenversicherung Abhängig vom Aktienanteil. Kapitallebensversicherung Fondsgebundene Kapitellebensversicherung Aktienfonds Rentenfonds Mittel bis hoch. Sehr gering. Sehr gering. Bei Fondsvariante abhängig vom Aktienanteil. Flexibilität Eignung für Altersvorsorge Besonderheiten Gering. Gering. Ab 2009 für Normalverdiener mittel und für Gutverdiener hoch. Gering. Sehr gering. Gering. Gering. Gering bei kurzer Laufzeit. Mittel bei langer Laufzeit. Gering bei Älteren. Mittel bei Jüngeren. Sehr gering. Gering Abhängig vom Aktienanteil. Abhängig von Anlagedauer. Abhängig von Anlagedauer. Gering. Gering bei Älteren. Mittel bei Jüngeren. Hoch, wenn Einstieg früh erfolgt und im Alter in sichere Anlageformen umgeschichtet wird. steuerpflichtig u. sozialabgabenfrei. steuerpflichtig u. sozialabgabenfrei. steuerpflichtig u. sozialabgabenfrei, eher geeignet für ältere Sparer. gering steuerpflichtig u. sozialabgabenfrei. gering steuerpflichtig u. sozialabgabenfrei. Nicht Hartz-IV-sicher, Erträge steuerfrei, wenn Auszahlung nach dem 60. Lebensjahr erfolgt, ansonsten zur Hälfte. Sozialabgabefrei. Nicht Hartz-IV-sicher, Erträge steuerfrei, wenn Auszahlung nach dem 60. Lebensjahr erfolgt, ansonsten zur Hälfte. Sozialabgabefrei. Kursgewinne nach eine Jahr steuerfrei. Dividendenerträge nur zur Hälfte besteuert. Besteuerung von Zinserträge oberhalb des Sparerfreibetrages. Blau = staatlich geförderte private Altersvorsorge Rot = Geldanlage mit Versicherung Schwarz = Investmentfondssparpläne Das Drei-Schichten-Modell der Altersvorsorge Mit dem Alterseinkünftegesetz wurde für die Altersvorsorge das Drei-Schichten-Modell eingeführt. Eine gute Vorsorge sollte über alle Schichten hinweg erfolgen eben ganzheitlich. Schicht 1: Basisversorgung - gesetzliche Rentenversicherung - berufständische Versorgung - Versorgung der Landwirtschaftlichen Alterskasse - Kapitalgedeckte Leibrentenversicherung (Rürup- o- der Basis-Rente) 5

6 Schicht 2: Zusatzversorgung - Pensionszusagen - Unterstützungskasse - Pensionsfonds - Pensionskasse - Direktversicherung - Privat kapitalgedeckte Altersversorgung (Riester- Rente) Schicht 3: Private Vorsorge - Kapitallebensversicherung - Rentenversicherung - Fondsgebundene Kapitallebens- /Rentenversicherung - Bundesschatzbriefe - Investmentfondsanteile - Aktien - Ratensparverträge - Eigenheim Riester-Zulagen vom Staat Arbeitnehmer erhalten eine Grundzulage und eine Zulage für jedes Kind. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, Riester-Sparraten steuermindernd geltend zu machen. Das Finanzamt prüft automatisch, ob ein Sparer mit den Riester-Zulagen oder dem Sonderausgabenabzug günstiger fährt Grundzulage 114 Euro 154 Euro Zulage je Kind 138 Euro 185 Euro Mindesteigenbeitrag 1) - höchstens - mindestens 3 % Euro 60 Euro 4 % Euro 60 Euro Sonderausgabenabzug bis zu Euro bis zu Euro 1) in % des rentenversicherungspflichtigen Vorjahresbruttoeinkommen abzüglich Zulagen Die magische Formel Geld vermehrt sich fast von alleine. Dafür sorgt der Zinseszinseffekt. Probieren Sie es aus! Erhöhen Sie in der Formel die Anlagedauer und Sie werden staunen, wie Ihr Vermögen wächst. Wenn man zu 6 % Zinsen 10 Jahre lang anlegen, erhält man am Ende ; nach 15 Jahren sind es und nach 20 Jahren bereits Die Formel: Anlagebetrag * (1 + Zinssatz/100) Anlagedauer = erzieltes Vermögen Im konkreten Fall: * (1 + 6/100) 10 = Welcher Anlegertyp bin ich? Aktien bringen langfristig die höchsten Renditen, sind kurz- bis mittelfristig aber mit hohen Risiken verbunden. Die Höhe der Aktienquote richtet sich daher auch nach der Risikobereitschaft des Sparers. Eine erst Orientierung gibt folgendes Schema: Chance: Sie sind bereit, Kursschwankungen in Kauf zu nehmen, um so die Chance auf höhere Gewinne zu nutzen. Anlageschwerpunkt: Globaler Aktienfonds, Schwellenländer-Aktienfonds Sicherheit: Die Sicherheit einer Kapitalanlage steht für Sie im Vordergrund. Sie erwarten stetige, planbare Erträge. Anlageschwerpunkt:, Euro-Rentenfonds, Bundesschatzbriefe, Private Rentenversicherung Wachstum: Sie wählen eine ausgewogene Kapitalanlage zwischen Chance und Sicherheit. Sie sind bereit, für eine höhere Rendite ein überschaubares Risiko einzugehen. Anlageschwerpunkt: Internationale Rentenfonds, Globaler Aktienfonds 7 Schritte zur richtigen Altersvorsorge 1. Vorsorgebedarf ermitteln: Vergleichen Sie Ihre laufenden Einnahmen mit Ausgaben. 2. Schritt: Finanzen checken Ermitteln Sie voraussichtliches Einkommen im Alter. Ausgangspunkt ist die gesetzliche Rente laut Renteninformation. Der hier ausgewiesene Rentenanspruch dürfte tatsächlich aber deutlich niedriger ausfallen. Der Grund: Die Annahmen bezüglich Inflation und 6

7 Wirtschaftswachstum sind zu optimistisch. Darüber hinaus machen Sie eine Aufstellung aller Sparverträge, Fonds, Lebensversicherungen und sonstiger Geldanlagen. Bei der Schätzung der späteren Rente helfen diverse Rechner im Internet: Deutsche Rentenversicherung: Links -> Finanzrechner -> Rentenschätzer Deutsches Institut für Altersvorsorge: 3. Schritt: Kassensturz machen Überprüfen Sie, wie viel Geld Sie für eine zusätzliche Altersvorsorge aufbringen können. 4. Entscheidung vorbereiten Ergänzen Sie Ihre gesetzliche Rente um eine private und/oder betriebliche Altersvorsorge. Unter bestimmten Voraussetzungen fördert der Staat die beide ergänzenden Vorsorgeformen. Auch ohne staatliche Förderung lohnt die private Altersvorsorge. Bei der Vorbereitung der Entscheidung helfen Medien, Verbraucherzentralen und unabhängige Finanzberater. 5. Auswahl der Geldanlage Welche der Anlageformen die passende ist, hängt von Ihrer individuellen Situation ab und Ihrer Risikobereitschaft. So ermitteln Sie ihre Versorgungslücke Gesetzliche Versorgungsansprüche + Betriebliche Versorgungsansprüche + Private Versorgungsansprüche + Über den Ehepartner erworbene Rentenansprüche + Sonstige Einnahmen im Alter (z. B. Mieteinnahmen abzüglich Steuern und Instandhaltungsrücklagen)./. geschätzter Bedarf im Alter = Versorgungslücke? Falls eine Lücke vorliegt: Weitere Rücklagen fürs Alter müssen gebildet werden. Welche Vorsorgestrategie ein Anleger dabei verfolgt, hängt vom Alter, von der Risikofreude und der Lebenssituation ab. Nur diese Versicherungen sind ein Muss * private Haftpflichtversicherung * private Unfallversicherung * Berufsunfähigkeitsversicherung * Krankenversicherung * Risikolebensversicherung (nur für Familien) 6. Schritt: Steuervorteile nutzen Die Ausgaben für Ihre Altersvorsorge können Sie als Sonderausgaben bei der Einkommensteuererklärung geltend machen. 7. Schritt: Entscheidung überprüfen Die Strategie sollte von Zeit zu Zeit überprüft werden, zum Beispiel wenn sich die Einkommensverhältnisse ändern oder Kinder geboren werden. 7

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