Dokumentation zur Betrieblichen Projektarbeit

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1 Dokumentation zur Betrieblichen Projektarbeit Erstellung und Zertifizierung einer Windows NT-Server 4.0 Installationsbeschreibung Markus Müller Am Stadion Hatzenbühl Prüflingsnummer: 6332 DaimlerChrysler AG GLC Germersheim Mercedez-Benz-Straße Germersheim DaimlerChrysler AG Werk Wörth Daimlerstraße Wörth

2 Erklärung: Ich versichere durch meine Unterschrift, dass ich die betriebliche Projektarbeit und die dazugehörige Dokumentation selbständig in der vorgesehenen Zeit erarbeitet habe. Ebenso bestätige ich, dass ich bei der Erstellung der Dokumentation meiner Projektarbeit keine Textpassagen aus anderen Projektarbeiten übernommen habe. Ort, Datum Unterschrift - 2 -

3 Inhaltsverzeichnis I) Einleitung... 4 a) Projektbeschreibung b) Änderungen gegenüber dem Projektantrag... 4 c) Projektumfeld... 4 II) Die Projektphasen im Überblick... 5 III) Die Besonderheiten der Installation... 8 a) RAID5-System mit Hot 8 Spare... b) Not-NT mit FAT- 8 Dateisystem... c) ServicePack IV) 10 Qualitätsmanagement... a) Trend Micro ServerProtect 10 Problem... b) Qualitätskontrolle V) Ausblick VI) Glossar VII) Anhang Installationsbeschreibung

4 I) Einleitung a) Projektbeschreibung Im GLC Germersheim der DaimlerChrysler AG wird zur Zeit das Projekt Release- Management durchgeführt, bei dem alle Software- und Hardwareprodukte, die im GLC eingesetzt sind, zertifiziert werden. Da parallel dazu das Projekt des Server-Outsourcing gestartet wurde, war auch eine Installationsbeschreibung für Windows NT 4.0 Server erforderlich. Diese Beschreibung stellt für die beauftrage Firma T-Sytems eine Richtlinie dar, wie Windows NT 4.0 Server systemseitig eingerichtet werden sollen. Um den Status einer Richtlinie zu erhalten, muss die Installationsbeschreibung innerhalb des Release-Managements zertifiziert werden. Meine Aufgabe bestand darin, eine Installationsbeschreibung für einen Server-Typ zu erstellen und zertifizieren zu lassen. Aus Zeitgründen wurde sich auf einen Server-Typ (DELL PowerEdge 4200) entschieden. Da natürlich mehrere Server-Typen im GLC eingesetzt sind, wird von einer anderen Person eine Liste erstellt, die Änderungen, wie z.b. SCSI-Treiber, gegenüber der zertifizierten Installationsbeschreibung enthält. b) Änderungen gegenüber dem Projektantrag Das Projekt wurde, wie im Projektantrag beschrieben, durchgeführt. In der Zeitplanung kam es jedoch zu einer Verschiebung, da für die Erstellung der Installationsbeschreibung 11 Stunden, anstatt der angenommen 8 Stunden, benötigt wurden. Diese 3 Stunden konnten jedoch bei den Zertifizierungsversuchen (1. Versuch nur 2,5 h anstatt 4,0 h und im 2. Versuch nur 1,0 h statt 2,5 h) zurückgewonnen werden, so dass es bei einer Gesamtanzahl von 34 Stunden blieb. c) Projektumfeld Das Projekt wurde im firmeneigenen IT-Labor durchgeführt. Der für das Projekt benötigte Server (DELL PowerEdge 4200) wurde in die bestehende Laborumgebung (1x Windows NT 4.0 Server als PDC (Domainname: Labor), 1x Windows NT 4.0 Client, 1x 100 Mbit/s Hub (verbindet Laborumgebung mit LAN) eingebunden. Eingesetzte Mittel zur Realisierung des Projektes: - DELL PowerEdge 4200 (2 x Pentium 90, 128 MB RAM, 4 SCSI-Festplatten mit jeweils 4040 MB) - Diskette mit RAID Controller Treiber - Treiberdiskette für 3Com Netzwerkkarte (3C905B) - Windows NT 4.0 Server CD (Enterprise Edition) - Digitalkamera - 4 -

5 II) Die Projektphasen im Überblick: 1. Absprache mit Serverbetreuer (0,5 h) In einem kurzen Gespräch wurden die einzelnen Punkte angesprochen, die bei der Installtionsbeschreibung zu beachten sind: - RAID5-System mit Hot Spare Laufwerk C = 1 Gigabyte FAT (Not-Betriebssystem ohne Netzkonfiguration) Laufwerk D = 3 Gigabyte NTFS (Produktiv-Betriebssystem) Laufwerk E = Restliche Plattenkapazität NTFS (Daten/Anwendungen...) - Windows NT 4.0 englisch mit ServicePack 5 - Grafikeinstellungen (256 Colors, 800x600 Pixel, 75 Hertz) - Software: REMCON PC-Duo, Trend Micro ServerProtect, - Network Time Protokoll (zur Zeitsynchronisierung) Inhalt des Gesprächs war außerdem, die Einweisung in die Labor-Umgebung, sowie die Übergabe der benötigten CD s und Disketten. 2. Erst-Installation des Servers mit Notizen (3,0 h) Bei der Erst-Installation trat bei der Einrichtung der Netzwerkkarte für das Produktiv-NT das Problem auf, dass das Setup nicht auf die Treiberdiskette zugreifen konnte. Ich überprüfte die Diskette an einem anderen PC. Dabei erhielt ich die gleiche Fehlermeldung. Zur Lösung dieses Problems lud ich mir den aktuellsten Treiber im Downloadbereich der 3Com- Homepage herunter und überspielte diesen wiederum auf die Diskette. Die Installation konnte nach dieser kleinen Unterbrechung fortgesetzt werden. Bei der Konfiguration des Systems trat ein Problem bei der Installation des Trend Micro ServerProtect auf. Die mir vom Serveradministrator mitgeteilte Seriennummer wurde vom System für ungültig erklärt. Ich mußte daraufhin, die Installation des Viren-Schutzes abbrechen und ging zur Benutzeradministration über. (siehe IV a) Qulitätsmanagement) Die während der Installation auf Papier mitgeschriebenen Notizen betrugen ca. 2 ½ Seiten. Gleichzeitig wurden mit der Digitalkamera Bilder von wichtigen Setup-Schritten gemacht. 3. Grobentwurf der Installation (1,0 h) Die bei der Erst-Installation erstellten Notizen wurden mit Microsoft Word97 weiterverarbeitet. Neben den einzelnen Installationsschritten wurde auch die grobe Struktur der Installationsbeschreibung festgelegt. Zwischen den einzelnen Textpassagen wurde genügend Freiraum gelassen um Textänderungen und weitere Hinweise bei der Zweit- Installation zu ergänzen

6 4. Zweit-Installation des Servers mit Notizen (3,0 h) Die Zweit-Installation wurde anhand des Grobentwurfes durchgeführt. Dabei habe ich einige Beschreibungsfehler einzelner Setup-Schritte bemerkt und korrigiert. Das Dokument wurde um ausführliche Hinweise zum Setup erweitert. Nennenswerte Vorkommnisse traten während dieser Projektphase nicht auf. Die Installation des Trend Micro Programms wurde wegen den bekannten Problemen nur bis zur Eingabe der Seriennummer durchgeführt. 5. Erstellung der Installationsbeschreibung (11,0 h) Die Installationsbeschreibung wurde mit Word97 erstellt. Die Stichpunkte der Zweit- Installationen wurden in vollständige Texte umgewandelt. Die während der Installation fotografierten Bilder wurden mit dem Zeichenprogramm Micrografx PicturePublisher bearbeitet, auf die richtige Größe zugeschnitten und in das Word-Dokument eingefügt. Der Konfigurationsschritt 4 d) Virenscanner installieren konnte aus den bekannten Gründen nur bis zur Seriennummer-Eingabe dokumentiert werden. Als Hinweis, dass dieser Teilschritt noch nicht komplett ist, wurde der Text um die Eingabe Fortsetzung folgt... ergänzt. Wie schon erwähnt, benötigte ich für diesen Projektschritt 11 Stunden, anstatt der eingeplanten 8 Stunden. 6. Dritt-Installation anhand der Beschreibung (3,0 h) Die Dritt-Installation wurde komplett anhand der Beschreibung durchgeführt. Ich habe dabei versucht, mich in die Lage eines Laien zu versetzten, der zwar schon mit NT gearbeitet hat, aber noch nie einen NT-Server installiert hat. Dabei habe ich bemerkt, dass in der Installationsbeschreibung einige Kleinigkeiten, wie z.b. das Erwähnen von Schaltflächen, nicht ausführlich oder überhaupt nicht beschrieben wird. Diese Fehler habe ich in der Beschreibung vermerkt. Auch bei dieser Installation wurde das Trend Micro ServerProtect Setup nicht vollständig ausgeführt. 7. Mögliche Änderungen der Installationsbeschreibung (1,0 h) Die bei der Dritt-Installation festgestellten Änderungen wurden in diesem Projektschritt korrigiert

7 8. Zertifizierung der Installationsbeschreibung (1. Versuch) (2,5 h) Die korrigierte Version der Installationsbeschreibung wurde nun dem Serveradministrator zur Zertifizierung vorgelegt. Aus Zeitgründen wurde eine Server-Installation, anhand der Beschreibung, vom Serveradministrator nicht für erforderlich befunden. Die Installationsbeschreibung wurde im Dialog Punkt für Punkt durchgegangen und besprochen. Dabei wurde ich vom Serveradministrator darauf aufmerksam gemacht, dass die Installation des ServicePack 3 nur bei der Enterpriseedition auftritt. Weitere fachliche Fehler wurden nicht festgestellt. Rechschreibung und Grammatik wurden ebenfalls durchgesprochen und die daraus resultierenden Änderungen wurden in der Dokumentation handschriftlich vermerkt. Durch die nicht durchgeführte Installation verkürzte sich die für diesen Projektschritt vorgesehene Zeit von 4,0 Stunden auf 2,5 Stunden. 9. Mögliche Änderungen der Beschreibung (1,0 h) Die beim 1. Zertifizierungsversuch erkannten Rechtschreib- und Grammatikfehler sowie die Erkenntnis über den ServicePack 3 wurden in die Installationsbeschreibung korrigiert bzw. eingebaut. Außerdem wurde die Formatierung einiger Textpassagen geändert. Die Installationsbeschreibung wurde dann im endgültigen Verzeichnis mit der Versionskennung 1.0 gespeichert. 10. Zertifizierung der Installationsbeschreibung (2. Versuch) (1,0 h) Der Serveradministrator kontrollierte die Verbesserungen und las sich die Installationsbeschreibung noch 2 mal durch. Dabei wurden keine Unklarheiten und Fehler mehr erkannt. Wegen Unvollständigkeit (Viren-Schutz) wurde auf eine offizielle Zertifizierung verzichtet. Die Installationsbeschreibung galt aber als Teil-Zertifiziert. Eine endgültige Zertifizierung und Vollabnahme erfolgt nach dem vervollständigen der Beschreibung und der daraus resultierenden Tätigkeiten

8 III) Die Besonderheiten der Installation a) RAID5-System mit Hot Spare NT-Server im GLC werden mit einem RAID5-System mit Hot Spare installiert. Das RAID5-System weist gegenüber RAID3 den Vorteil auf, dass das Parity-Byte auf allen eingesetzten Platten verteilt wird. Dies ermöglicht eine höhere Performance und einen höheren Datendurchsatz. RAID1, dass eine Plattenspiegelung bewirkt, findet aus wirtschaftlichen Gründen keine Verwendung. Ein Hot Spare ist eine Erweiterung des RAID-Systems. Eine Hot Spare Platte kommt dann zum Einsatz, wenn eine in das RAID 5 integrierte Platte ausfällt, z.b. durch einen Hardwaredefekt. Der RAID-Controller beginnt dann, durch die Wiederherstellungstechniken des RAID5- Systems (Parity Byte), sofort mit dem Wiederherstellen der ausgefallenen Platte. Während dem Wiederherstellen der Informationen arbeitet das System ganz normal weiter. Die Geschwindigkeit des Wiederherstellens kann über die Rebuild Rate geregelt werden. Wobei eine hohe Rebuild Rate das System sehr stark belastet. Hier muss also eine Entscheidung zwischen Sicherheit und Zugriffszeit getroffen werden. Fällt nach dem Wiederherstellen wieder eine Festplatte aus, ist das System durch den RAID 5 Schutz gegen Datenverlust gesichert. Die defekte Festplatte kann während des Wiederherstellungsvorgangs ausgetauscht und durch eine funktionsfähige ersetzt werden. Diese kann dann wiederum als Hot Spare definiert werden. Fällt dagegen während dem Wiederherstellungsvorgang eine weitere Platte aus, können die Informationen nicht durch das RAID 5 wiederhergestellt werden. Gleiches gilt für einen parallelen Ausfall von 2 Platten oder mehr, wobei die Wahrscheinlichkeit eines solchen Defekts als sehr gering einzuschätzen ist. Der Vorteil einer Hot Spare Platte liegt also darin, dass nach einem Festplattendefekt sofort mit dem Wiederherstellen begonnen wird und nicht auf einen Techniker gewartet werden muß. Danach kann bis zum Ersatz der defekten Platte sogar eine weitere Festplatte ausfallen, ohne das System zu beeinträchtigen! b) Not-NT mit FAT-Dateisystem Bei der Server-Einrichtung wurde zuerst ein Not-Betriebssystem installiert. Das dabei verwendete FAT-Dateisystem wurde aus kompatibilitäts Gründen, zu MS-Dos, gewählt. Käme es zu dem Fall, dass das Produktiv-NT nicht mehr booten sollte, kann der Server Dank dem Not-NT hochgefahren werden. Danach stünde ein komplettes Betriebssystem zur Verfügung. Rettungsversuche können von hier aus sinnvoller gestartet werden, als von Rettungsdisketten. Ein Zugriff auf die NTFS-Partition der Datenumgebung ist ebenfalls möglich, da auch das Not- NT von NTFS-Partitionen lesen kann

9 c) ServicePack5 Bei der Installation des Produktiv-NT s wurde der ServicePack5 aufgespielt, da es der aktuellste zertifizierte ServicePack ist. Die Sicherheitslücken in SP6 wurden mit der Version 6a behoben. Da aber der Service Pack 6a noch nicht für das GLC Germersheim zertifiziert worden ist, durfte er zum Zeitpunkt der Projektbearbeitung nicht benutzt werden. Eine spätere Aktualisierung des ServicePacks auf die Version 6a ist nicht ausgeschlossen und wird dann gegebenenfalls in die Installationsbeschreibung mit aufgenommen (siehe IV Qualitätsmanagement)

10 IV) Qualitätsmanagement a) Trend Micro ServerProtect - Problem Das Seriennummer-Problem bei der Installation des Trend Micro ServerProtect konnte bis zum Abgabetermin der Projektarbeit nicht gelöst werden, da der zuständige Mitarbeiter nicht zur Verfügung stand. Dieses Problem wurde mit dem für die Zertifizierung verantwortlichen Mitarbeiter besprochen. In diesem Gespräch haben wir uns auf folgende Lösung geeinigt: - die Installationsbeschreibung soll dennoch erstellt werden - die Installation des Virenschutzprogramms soll soweit wie möglich durchgeführt und dokumentiert werden - auf fehlende Setup-Schritte soll die Anmerkung Nicht vollständig - Fortsetzung folgt nach Problemlösung! hinweisen - die Beschreibung soll wie geplant zur Zertifizierung vorgelegt werden - die Zertifizierung wird durchgeführt, jedoch nur mit dem Status Teil-Zertifiziert - sobald das Seriennummer-Problem behoben ist, wird die Beschreibung fertiggestellt und zur endgültigen Zertifizierung vorgelegt Außerdem haben wir uns darauf geeinigt, dass ich bis zur endgültigen Fertigstellung der Installationsbeschreibung als Verantwortlicher zur Verfügung stehe. b) Weiter Qualitätskontrollen Für weitere Qualitätskontrollen der Installationsbeschreibung nach der kompletten Zertifizierung, ist das Team der Serverbetreuer (ClientServices / ClientServer-Infrastructure) zuständig. Die Übergabe erfolgt bei der endgültigen Zertifizierung

11 V) Ausblick Die für das Projekt Release-Management erstellte Installationsbeschreibung dient als Grundlage für das geplante Outsourcing des NT-Server Betriebs an die Firma T-Systems. Da ich nur für die Erstellung der Installationsbeschreibung der DELL PowerEdge 4100 und 4200 Reihe zuständig war, werden Kollegen das Projekt dann weiter bearbeiten. Ich werde deshalb nicht mit dem weiteren Projektverlauf in Zusammenhang stehen

12 VI) Glossar RAID RAID (Redundant Array of Independent Disks hält die Daten redundant auf mehreren Festplatten (außer bei RAID 0). Durch die redundante Datenhaltung kann ein besserer Schutz, vor Datenverlust gewährleistet werden. Ein weiteres Merkmal moderner RAID-System besteht darin, dass defekte Platten im laufenden Betrieb ausgetauscht werden können, ohne dass Anwender etwas von dem Ausfall merken. SCSI SCSI (Small Computer System Interface) ist seit Mitte der 80 er Jahre ein Standart bei Bussystemen. Da sich der SCSI-Bus weiterentwickelt hat, gibt es mehrere SCSI-Normen. An aktuelle SCSI-System können bis zu 15 Geräte, mit einer maximalen Datenrate von bis zu 160 MByte/s (Ultra3 Wide SCSI), angeschlossen werden. PDC Die zentrale Verwaltungseinheit in Microsoft NT-Netzwerken ist ein PDC-Server. In der Benutzerdatenbank des PrimaryDomainControllers werden alle User sowie deren Zugriffsrechte verwaltet. Hub Ein Hub dient zur Verbindung gleichartiger Rechner innerhalb eines Netzwerkes. Trotz der sternförmig aussehenden Verkabelung bei Verwendung eines Hubs ist Ethernet immer noch ein Bus, auf den alle Rechner gleichzeitig zuzugreifen versuchen. Bei Ethernet stellt der Hub sicher, dass ein funktionsfähiger Bus entsteht. Ist ein Port nicht angeschlossen oder wird er kurzgeschlossen oder von einer defekten Netzwerkkarte bedient, stellt der Hub dies fest und schaltet den Port ab

13 VII) Anhang Installationsbeschreibung

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