Altersvorsorge. Auch im Alter gut Leben!

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1 Altersvorsorge Auch im Alter gut Leben!

2 Durch ein sinkendes Rentenniveau und eine zukünftig stärkere Rentenbesteuerung wachsen die Versorgungslücken und somit der Bedarf an zusätzlicher Altervorsorge. Mit dem seit Anfang 2005 in Kraft getretenen Alterseinkünftegesetz (AEG) werden die Altersvorsorgeformen in drei Schichten ( Basisvorsorge, Zusatz - vorsorge und Kapitalanlageprodukte ) eingeteilt. Diese haben jeweils unterschiedliche Eigenschaften und unterliegen unterschiedlichen steuerlichen Regeln, über die wir Sie im folgenden Überblick informieren möchten. Es ist zu prüfen, welche dieser Altersvorsorgeformen für Sie auf Grund bestimmter Eigenschaften und ggf. steuerlicher Förderung empfehlenswert sind. Altersvorsorge

3 1. Schicht: Basisvorsorge ( Rürup-Rente ) Hierzu gehören die gesetzliche Rentenversicherung, berufsständische Versorgungswerke und private Rentenversicherungen mit folgenden Eigenschaften: Ausschließlich Rentenzahlung (keine einmalige Auszahlung) möglich, Rentenbeginn frühestens nach Vollendung des 62. Lj., keine Übertragung, Beleihung, Veräußerung und Vererbung möglich, jedoch Witwen- und Waisenrente und Berufsunfähigkeitszusatzversicherung wählbar. Die Formen der Basisvorsorge sind vor staatlichen Zugriff (Hartz-IV) geschützt. Die Beiträge sind im Jahre 2012 zu 74 % steuerlich absetzbar (bis zum Jahre 2025 schrittweise steigend bis auf 100 %). Der absetzbare Beitrag beträgt je Person jährlich max , wobei der Beitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung inklusive des Arbeitgeberanteils zu berücksichtigen ist. Im Gegenzuge sind je nach Rentenbeginn 64 % (2005) bis 100 % (2040) der Rente zu versteuern, wobei spätere Rentenanpassungen grundsätzlich voll zu versteuern sind. Dieses Prinzip oder sog. nachgelagerten Besteuerung führt also zu einer stärkeren Besteuerung der Renten,während die Beitragszahlungen steuerlich entlastet werden. Die Basisvorsorge kann für Angestellte, Beamte und Selbständige interessant sein.

4 2. Schicht: kapitalgedeckte Zusatzvorsorge Hiezu zählen verschiedene Formen der betrieblichen Altersversorgung (z.b. Direktversicherungen) und die Zulagenrente ( Riester-Rente ). Die steuerfreie Einzahlung eines Gehaltsteils in eine betriebliche Altersvorsorge ( Entgeltumwandlung ) kann für Angestellte sehr interessant sein. Es gelten im Wesentlichen die gleichen Regeln wie für die Basisvorsorge, jedoch kann später (frühestens mit Vollendung des 62.Lj.) auch eine einmalige steuerpflichtige Auszahlung statt der Rente gewählt werden. Auch hinsichtlich des Maximalbeitrags und der Hinterbliebenenversorgung gelten andere Regelungen als bei der Basisvorsorge. Die Zulagenrente ( Riester-Rente ) kann insbesondere für Geringverdiener, Familien mit Kindern und bei hohem Steuersatz von Interesse sein. Die Förderung erfolgt durch Zulagen und die steuerliche Absetzbarkeit der Beiträge. Es besteht Hartz-IV-Schutz.

5 3. Schicht: Kapitalanlageprodukte : Zu den Kapitalanlageprodukten zählen u.a. Lebensversicherungen und Rentenversicherungen mit Kapitalwahlrecht. Es besteht die freie Wahl zwischen Kapital und Rente. Es gibt keine Einschränkungen bei der Auswahl der Bezugsberechtigung und hinsichtlich des Rechts auf Übertragung, Veräußerung, Vererbung und Beleihung des Vertrages. Ein vollständiger Hartz-IV-Schutz besteht nicht. Während der Beitragsphase werden steuerfreie Erträge erzielt. Während der Rentenphase ist der zu versteuernde Teil ( Ertragsanteil ) der Rente vergleichsweise gering (z. B. nur 18 % der Rente bei einem Rentenbeginn mit 65). Wird statt der Rente eine einmalige Auszahlung gewünscht, ist der Gewinnanteil zur Hälfte steuerfrei, wenn eine Mindestlaufzeit von 12 Jahren erfüllt ist und die Auszahlung nicht vor Vollendung des 62 Lj. erfolgt. Rentenversicherungen der 3. Schicht können für jeden interessant sein.

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