0n time. Ausgabe 4/2013

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1 0n time Seite 4 Die geplante Pauschalreiserichtlinie Seite 9 ICOMP Update Ausgabe 4/2013 Seite 17 Was macht eigentlich guiders.de? 1

2 On Time Inhalt Top-Thema des Monats EU-Pauschalreiserichtlinie 4 Internes Termine Events Presse Mitglieder, Förderer & Kooperationen Produkt Marktforschung Test: Hotelprortale Reiseportale und die Customer Journey - erst vergleichen, dann buchen und sparen Bunt gemischt Fundstücke Was macht eigentlich..? 5 Fragen an Skurriles aus der Branche 19 2

3 On Time VORWORT Liebe Mitglieder, Förderer, Beiräte und Freunde des VIR, Auch wenn vielerorts noch Sommerpause herrscht, gibt es wider Erwarten mehr als ausreichend spannende Themen für eine ON TIME während der Ferien. Eines dieser brandaktuellen Themen ist der EU-Gesetzesentwurf für eine Pauschalreiserichtlinie. Eine Einschätzung zu den Konsequenzen welche diese für die Branche mit sich bringen würde, findet Ihr sowohl aus juristischer Sicht von Herrn Professor Vogel als auch aus der Sicht von VIR-Vorstand Buller. Des Weiteren möchten wir Euch in dieser Ausgabe unser neues Vollmitglied travelchannel.de mit seinem Geschäftsführer Oliver Trompke vorstellen. Zudem gibt es ein Update von ICOMP über das EU-Beschwerdeverfahren gegen Google. Wie üblich gibt es außerdem Zusammenfassungen von interessanten Tests und Studien, auf die wir gestoßen sind. Die Rubrik Bunt Gemischtes bietet auch diesmal mit guiders.de wieder einen Beitrag von einem ehemaligen Teilnehmer des Innovationswettbewerbs Sprungbrett. Natürlich dürfen auch in dieser Ausgabe die abschließenden skurillen Geschichten und das Unnütze Wissen aus der Welt des Reisens nicht fehlen. Wir wünschen Euch viel Spaß beim Lesen und hoffen, möglichst viele von Euch auf der VIR Wiesn zu treffen! Das VIR-Team 3

4 On Time Top Thema des Monats Ein ziemlich dickes Ei Die vorgelegte Umsetzung der EU-Pauschalreiserichtlinie Ein Gastbeitrag von Michael Buller (VIR) Die Überarbeitung der Pauschalreiserichtlinie zieht sich nun schon eine ganze Weile hin und es wurde viel hin und her diskutiert. Die Verbände hatten sich involviert und hofften auf das Beste. Das nun im Juli vorgelegte Ergebnis ist jedoch ziemlich niederschmetternd und wird den gesamten Vertrieb unserer Meinung nach vor große Herausforderungen stellen. Die wichtigste Änderung in der überarbeiteten Richtlinie, ist die Erweiterung der Definition der Pauschalreise. Bisher war es relativ eindeutig, dass wenn zwei Leistungen paketiert werden und daraus ein Produkt mit einem Preis entsteht, eine Pauschalreise erstellt und der Paketierer somit zum Veranstalter wird. Die neue Richtlinie besagt nun, dass auch derjenige zum Veranstalter wird, der in einer einzigen Vertriebsstelle innerhalb desselben Buchungsvorgangs zwei Produkte an einen Kunden verkauft. Im Klartext bedeutet dies: Bietet man passend zum Flug als Service einen Mietwagen mit an und bucht diesen für den Kunden gleichzeitig ein, so wird dies plötzlichen zu einer Pauschalreise mit all seinen Konsequenzen. Hierbei wurde jedoch nicht beachtet, dass es beim Kunden als perfekte Dienstleistung angesehen wird, wenn passend zu z.b. seinem Flug ein Mietwagen für ihn angeboten und anschließend auch gebucht wird. Der sogenannte Cross Sale unterscheidet sich jedoch erheblich von zum Beispiel einem Fly & Drive Paket, denn bei diesem erhalten die Anbieter oft speziell dafür günstigere Tarife, die auch nur paketiert werden dürfen. Die Konsequenzen aus dieser Änderung (z.b. Betreuung vor Ort, Haftung wegen Höherer Gewalt, Schadenersatz, Preisminderungen usw.) könnte dazu führen, dass viele diese Dienstleistung nicht mehr anbieten werden, da nun der Gewinn durch einen solchen Services in keinem Verhältnis mehr zum neu entstehenden Risiko steht. Für die Vermittler, (on- und offline) deren Geschäftsmodell rein auf einer perfekten Dienstleistung basiert, ist dies auf Dauer eine erhebliche Einschränkung. Die Vermittler erhalten im Schnitt eine Provision von 10% deutschen Markt und müssen plötzlich wegen eines Cross Sales Risiken übernehmen, deren Entstehung beim Verursacher liegen und nicht beim Vermittler. Nehmen Sie als Beispiel dafür diesen Fall: Sie verkaufen einem Kunden einen Flug in die USA und dieser fragt selbstverständlich nach einem Mietwagen, den sie daraufhin auch für ihn buchen. Vor Ort ist der Mietwagenanbieter jedoch überbucht. Nun haften sie im Gesamtpaket für die Problematik eines Anbieters vor Ort. Der Kunden kann den Reisepreis mindern und gegebenenfalls bei Ihnen entgangene Urlaubsfreuden geltend machen. Ein Veranstalter kalkuliert all diese Risiken in seinen Preis ein, ebenso wie eine Infrastruktur die er dafür aufgebaut hat. Dahingegen kann man als Vermittler von Produkten, der plötzlich zum Veranstalter wird weil er einen Mietwagen mitverkauft hat, die Kosten dafür nicht einkalkulieren oder weitergeben, da man beide Produkte einzeln vermittelt. Auch die Regelung die Klarheit schaffen sollte, in welchem Sachverhalt es eine Pauschalreise sein soll (Artikel 3 v), in dem die Übergabe von spezifische Kundendaten die Pauschalreise eigentlich dies auslöst, ist ebenfalls eine Einschränkung einer guten Dienstleistung bzw. Vereinfachung für den Kunden. Sie benachteiligt in erster Linie übrigens den Offline Vertrieb, da er diese Tätigkeit immer übernehmen wird und damit auch immer eine Pauschalreise mit all seinen Konsequenzen vorliegt. Oder muss der Kunde dann demnächst zuerst das Geschäft verlassen und dann wieder kommen, um separat einen Mietwagen zu buchen? Im Prinzip wird an vielen Stellen das Verursacherprinzip auf den Kopf gestellt. So haftet nun der Vermittler für den Veranstalter auch im Passus vorvertragliche Informationen, wenn diese Informationspflicht vor Buchung nicht richtig durchgeführt wird. Dies ist ein Punkt bei dem man sich wundern muss, denn der Vermittler darf und kann hierauf keinen Einfluss nehmen, da vieles davon Vertragsgegenstände zwischen Kunden und Veranstalter sind! Ein weiterer Haftungspunkt für den Vermittler ist das Anbieten von Veranstaltern außerhalb der EU (z.b. Schweiz). Der Vermittler haftete für den Veranstalter, sollte letzterer sich nicht an die Verpflichtungen gegenüber Kunden halten. In Zukunft wird man sich wohl zwei Mal überlegen, welche Veranstalter man als Vermittler anbietet. Erstaunlich ist auch, dass im Einleitungsteil der Richtlinie von großen Vereinfachungen gesprochen wird. Je detaillierte man sich jedoch mit der neuen Richtlinie und ihren Inhalten auseinandersetzt, desto mehr muss man sich fragen, woher diese Vereinfachungen eigentlich kommen sollen? Und so könnte man viele weitere Neuregelungen und seine Konsequenzen des vorliegenden Vorschlages aufführen. Zu befürchten ist, dass die neue Richtlinie auf Dauer eine Zwei-Klassengesellschaft in der Reisebranche hervorbringen wird, bestehend aus den die sich diese Risiken leisten werden können und denen, die das Risiko aus wirtschaftlich und organisatorischen Gründen nicht eingehen können. Wenn dies das Ziel war, dann ist es voll und ganz gelungen! Die vorgelegte Umsetzung der EU-Pauschalreiserichtlinie finden Sie hier zum Download:

5 On Time Top Thema des Monats Eine juristische Einschätzung der neuen Pauschalreiserichtlinie Ein Gastbeitrag von Prof. Dr. Hans-Josef Vogel (Beiten Burkhardt) Lange hat es gedauert, jetzt liegt der Entwurf der Kommission und des Europäischen Parlaments einer neuen Richtlinie zur Veränderung des Pauschalreiserechts beim Bundesministerium der Justiz vor. Viel ändern wird sich nicht mehr, da die Richtlinie voraussichtlich ohne wesentliche Änderungen verabschiedet wird. Es bleibt zu hoffen, dass einige Fragestellungen durch den Einfluss des VIR, DRV und anderer Verbände noch abgebogen werden können. So sieht die Richtlinie derzeit vor, dass für Fälle höherer Gewalt der Reisevermittler Übernachtungskosten von bis zu EUR 100,00 pro Reisendem für bis zu 3 Nächte übernehmen muss. Offensichtlich soll auf Kosten der Reiseveranstalter eine Entlastung der Airlines bewirkt werden, die auch auf eine deutlich weniger strenge Verordnung hoffen. Wesentliche Punkte des derzeitigen Richtlinienentwurfs sind: Ausweitung des Begriffs der Pauschalreise Pauschalreisen sind zukünftig auch alle Gestaltungen, bei denen innerhalb desselben Buchungsvorgangs mehrere touristische Einzelleistungen vermittelt werden. Entscheidend soll nach den Erwägungen der Richtlinie sein, ob die Leistungen durch den Kunden gebucht werden, bevor ein Bezahlvorgang eingeleitet ist. Konsequenz wäre es, dass eine Pauschalreise dann vorliegt, wenn beispielsweise Hotel und Mietwagen in einer Kreditkartenbelastung gebucht werden, nicht aber, wenn die Karte des Kunden zweimal belastet wird. Direktinkasso könnte als bereits schädlich sein. Wie am Ende Gerichte innerhalb eines Buchungsvorgangs verstehen, wird noch zu manchem Streit führen. Wesentlich mehr als bisher wird der Buchungsablauf bei Cross-Sales überprüft werden müssen, um eine deutliche Ausweitung der Haftung zu verhindern. Geschäftsreisen Die Richtlinie sieht auch vor, dass Geschäftsreisende in den Anwendungsbereich der Richtlinie einbezogen sein sollen. Dies war auch schon bislang in Teilbereichen der Fall. Aufgrund der Ausweitung des Begriffs der Pauschalreise könnte dies allerdings zu einer erheblichen Mehrbelastung führen, da eine Vielzahl von Geschäftsreisenden dem Anwendungsbereich der Richtlinie unterfallen können nämlich immer dann, wenn zwei touristische Leistungen in einem Buchungsvorgang gebucht werden. Vorherige Informationspflichten Für den Reiseveranstalter und gegebenenfalls den Reisevermittler sind die Informationspflichten erweitert worden. Vorvertragliche Informationen müssen jetzt erteilt werden, bevor der Kunde an ein entsprechendes Vertragsangebot gebunden ist. Die Informationen müssen also bereits vor Buchung durch den Kunden erteilt werden. Hierzu gehören jetzt auch Informationen etwa über Pass- und Visumserfordernisse oder der voraussichtlichen Dauer der Visumsbeschaffung. Auf der Buchungsstrecke muss also vor dem Buchen Information auf einem dauerhaften Datenträger erteilt werden. Auch hier werden wohl Umstellungen notwendig werden. Bausteinreisen Neu ist die Kategorie der Bausteinreise, bei denen zwar keine Pauschalreise vorliegt, bei denen allerdings eine Insolvenzsicherung für den Kunden erfolgen muss und ein Hinweis, es handele sich nicht um eine Pauschalreise. Diese Bausteinreisen dürften nahezu alle Cross-Sale oder Add-on Sale Produkte sein. Wie die Insolvenzsicherung funktionieren soll, ist offen. Letztlich findet eine Risikoverlagerung zum Vermittler statt. Ansonsten sind eine Reihe von Regelungen identisch mit der bisherigen Richtlinie oder begründen voraussichtlich keinen Umsetzungsbedarf. Inwieweit der Gesetzgeber die Chance ergreift, weitergehende Veränderungen zugunsten des Verbrauchers vorzunehmen, bleibt derzeit offen. Das Gesetzgebungsverfahren wird sich noch einige Zeit, hinziehen. Es dürfte kaum damit zu rechnen sein, dass vor Ende des nächsten Jahres eine Umsetzung erfolgt und das neue Recht in Kraft tritt. Bereits jetzt ist aber klar, dass gerade im Buchungsprozess durchaus erhebliche Veränderungen erforderlich sein werden. 5

6 0n Time Internes Events RTK-Online-Day Am 3. Juli 2013 fand dieses Jahr der zweite RTK-Online Day statt. Am Frankfurter Flughafen, trafen sich ca. 50 klassische Reiseverkäufer, um einen Tag lang über die Möglichkeiten, die das Internet einem klassischen Reiseverkäufer bietet, zu diskutieren. Das Tagesprogramm enthielt unteranderem Vorträge Zu aktuellen Online-Entwicklungen von VIR-Vorstand Michael Buller sowie von Olaf Hein (ConversionConsult) zu Ansätzen für Suchmaschinenmarketing im online-stationären Reisevertrieb. Des Weiteren fanden Workshops zu diversen Online Themen statt. Ziel der Veranstaltung war es, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie der klassische Vertrieb das Internet nutzen und selbst mit professionellen Angeboten Online Fuß fassen kann. Hier zeigte sich, dass viel Teilnehmer zum Beispiel Facebook als Online-Medium bereits verwenden. Verbesserungsbedarf gibt es laut Teilnehmer oft noch bei den eigenen Websiten. Hier war eine der heiß diskutierten Fragen, ob eine Website Google optimiert sein muss oder nicht und wenn ja, in wie weit. Der VIR selbst hat seit 2009 eine Kooperation mit der RTK Online Gruppe, um den Austausch zwischen klassischem Reisevertrieb und Online-Reisevertrieb zu fördern. Termine Caravan Salon Düsseldorf Mobile Tech Conference Berlin mobile business conference Hamburg Hotelcamp 2013 Hotel Friends am Mittelrhein Bendorf Fvw Kongress / Travel Expo Köln Online Marketing Konferenz Lüneburg VIR INTERN Travel Industry Club Night fvw Kongress mit TrustYou & BPCS VIR Wiesn VIR Netzworking Event 6

7 0n Time Internes Mitglieder, Förderer & Kooperationen Travelchannel.de: unser neues Vollmitglied Ein Gastbeitrag von Maria Siegmeier (Travel Viva) Seit dem 1. August 2013 kann der VIR ein neues Vollmitglied willkommen heißen: travelchannel.de blickt mit seiner Gründung im Jahr 1999 auf eine langjährige Touristik-Erfahrung zurück. Das TÜV-geprüfte Online- Reiseportal bietet vielseitige Angebote für jede Reiselust und Urlaubskasse. Dank der Zusammenarbeit mit allen namhaften Partnern bietet travelchannel.de ein umfangreiches Portfolio an touristischen Leistungen wie Städtereisen, täglich über 4 Millionen Last Minute Angebote und Pauschalreisen, Flüge von über 500 Airlines, Mietwagen, Angebote von über Hotels, über Ferienhäuser und Kreuzfahrten. Der VIR vertritt Werte, die auch uns als Betreiber von travelchannel.de stark am Herzen liegen, äußert sich Oliver Trompke, Vorstand der Travel Viva AG, zum Beitritt. Die Seite ist beispielsweise bereits seit 2002 TÜVzertifiziert. Und auch Endpreise ohne versteckte Gebühren sowie ein großer Service am Kunden sind für uns eine Selbstverständlichkeit. Seit Jahren überzeugt travelchannel.de regelmäßig mit guten Ergebnissen in Verbrauchertests und Kundenbewertungen. Im Jahr 2010 wurde das Portal zum Testsieger der Zeitschrift COMPUTER-BILD gewählt. Im November 2012 empfiehlt STIFTUNG WARENTEST travelchannel.de für die Reisebuchung aufgrund der guten Erreichbarkeit, der hohen Preistransparenz und der übersichtlichen Webseite. Vor allem dem Kundenservice wird bei travelchannel.de eine hohe Bedeutung beigemessen. Die Reise- Experten im travelchannel.de Reisecenter beraten jeden Anrufer persönlich und helfen dabei, die individuelle Traumreise zu finden. Rund um die Uhr können Nutzer auf der Webseite in interessanten Reiseangeboten stöbern, welche die Reise-Spezialisten des Online-Teams recherchieren. Ausgewählte Angebote werden jede Woche per Newsletter an zahlreiche Abonnenten verschickt. Eine einfache Navigation und ein übersichtlicher Seitenaufbau machen es dem Kunden leicht, seine Urlaubsreise in wenigen Schritten zu buchen. Neben einem umfassenden Angebot und einer großen Produktvielfalt wird vor allem eine hohe Kundenorientierung im Focus der weiteren Entwicklung von travelchannel.de stehen, fügt Oliver Trompke hinzu. Mit unserem langjährigen Know-how als Portalbetreiber können wir travelchannel.de immer neue Entwicklungsperspektiven bieten. 7

8 0n Time Internes Mitglieder, Förderer & Kooperationen Neuer Ansprechpartner bei Fact Finder Travel Wir freuen uns, Susann Seyfried als unsere neue Ansprechpartnerin bei Fact Finder Travel vorstellen zu dürfen. Liebe Traveler,ich möchte mich heute gerne vorstellen: Mein Name ist Susann Seyfried (29 Jahre) und seit Juli 2013 habe ich die Aufgaben von Anja Maisch, als Leiterin von FACT-Finder Travel übernommen. Als Dipl. Betriebswirtin mit Schwerpunkt Projektmanagement, habe ich den stationären Handel in seiner Vielfalt kennengelernt und weiß was Vereinfachung der Prozesse bedeutet. Deshalb ist es mir wichtig in der Reisebranche Maßstäbe mit FACT-Finder Travel - der semantischen Suchtechnologie zu setzen. Privat vereise ich sehr gern und am liebsten individuell, dann lerne ich die Destination, die Menschen und Kulturen fernab vom Trubel kennen. Meine Destinationsfavoriten sind aktuell: Hawaii, Java und Singapur. Ich freue mich auf einen aktiven Austausch. Bis Bald - Susann Bei Fragen erreichen Sie Frau Seyfried unter : / VIR PR-Agentur Wilde & Partner gewinnt Preis der Bayerischen Staatsregierung Mit Stolz dürfen wir verkünden, dass unsere PR-Agentur Wilde& Partner als Sieger aus dem Wettbewerb SIEgER 2013 der Bayerischen Staatsregierung hervorgegangen ist. Laut Juryurteil, ist das Unternehmen 2013 die erste Adresse in Bayern in der Kategorie bis zu 50 Mitarbeitern, wenn es um ein familienfreundliches Umfeld, Chancengleichheit im Beruf, die Förderung von Frauen in Führungspositionen und Mixed Leadership geht. Wir gratulieren Wilde & Partner mit seinem tollen Team ganz herzlich zum Gewinn dieses anerkannten Preises und können sie nur weiterempfehlen. Ute Hopfengärtner, Yvonne Molek, Staatsministerin Christine Haderthauer, Nicola Vogt und Marion Krimmer (von links nach rechts) 8

9 0n Time Internes Mitglieder, Förderer & Kooperationen ICOMP Update zur kartellrechtlichen Untersuchung der Europäischen Kommission gegen Google ein Gastbeitrag von Therese Suckow (ICOMP) Aktueller Stand des Verfahrens Die Untersuchungen der Europäischen Kommission zu wettbewerbswidrigem Geschäftsverhalten von Google laufen offiziell seit November Seitdem hat sich die Kommission unter Federführung von Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia ein Bild zu den von den Beschwerdeführern vorgebrachten Vorwürfen gemacht und vier Problembereiche identifiziert, in denen sie Verstöße Googles sieht (s.u.). Google hat daraufhin Anfang des Jahres Änderungsvorschläge eingereicht, die aus ihrer Perspektive die Vorwürfe adressieren und beheben sollen. Ende April 2013 veröffentlichte die EU Kommission den sogenannten Aufruf zur Stellungnahme zu den Verpflichtungszusagen von Google zur Ausräumung wettbewerbsrechtlicher Bedenken. Diese einmonatige Markttest-Phase ermöglichte es interessierten Dritten, der Kommission darzulegen ob und warum Googles Vorschläge ausreichend seien oder nicht. Im Anschluss prüft die Kommission die Stellungnahmen und versucht die Verpflichtungszusagen auf dieser Basis zu verbessern. Die Kommission verlängerte den ursprünglich nur für einen Monat angesetzten Markttest für einige Betroffene. Dies erscheint nachvollziehbar, da Google zweieinhalb Jahre Zeit hatte, zu den Vorwürfen Stellung zu beziehen. Die Möglichkeit zur Stellungnahme wurde sehr rege genutzt und es bestand große Einigkeit, dass die Vorschläge in der jetzigen Form nicht dazu geeignet sind, die wettbewerbswidrigen Auswirkungen für die anderen Anbieter zu beheben. Die Online-Initiative ICOMP, in der auch der VIR Mitglied ist, hat einige Stellungnahmen von Mitglieder aber auch anderen Akteuren zusammengetragen: org/en_us/market-testing (nicht alle Stellungnahmen sind öffentlich). Nachdem die Kommission die Ergebnisse des Markttests gesichtet hatte, gab Kommissar Almunia Mitte Juli bekannt, dass Googles Vorschläge in der jetzigen Form nicht ausreichend seien und Google verbesserte Vorschläge machen müsse. Außerdem hat die Kommission noch einmal um weitere Daten der Betroffenen gebeten (einzureichen bis Mitte August). Mittels eines Fragebogens sollen nach Möglichkeit konkrete Zahlen vorgelegt werden, die aufzeigen wie der Traffic auf ihren eigenen Webseiten in den letzten zweieinhalb Jahren zurückgegangen ist. Die Beschwerdeführer Das britische Unternehmen Foundem (Preisvergleichsportal) hat als erstes Unternehmen eine formelle Beschwerde gegen Google eingereicht. Im Februar 2010 reichten die Webseiten Ejustice.com (eine vertikale Suchmaschine für juristische Dokumente) sowie das deutsche Preisvergleichsportal Ciao! ebenfalls Beschwerden ein. Insgesamt hat die Europäische Kommission offiziell 23 formelle Beschwerden in der Untersuchung gegen Google berücksichtigt, daneben gibt es zahlreiche weitere informelle Beschwerdeführer. Darunter sind auch deutsche Unternehmen. Gegenstand der Untersuchung Die Europäische Kommission prüft im Zuge der Untersuchung, inwiefern Google seine dominierende Marktposition missbraucht. Dabei hat Wettbewerbskommissar Almunia folgende Problembereiche benannt: Manipulation von Suchergebnissen: Bevorzugung eigener spezialisierter Dienste (z.b. Google Maps oder Google Shopping) bei der Online-Suche durch bessere Platzierung innerhalb der Suchergebnisse; Vorsätzliche Herabstufung von konkurrierenden Diensten innerhalb der Suchergebnisse Content Scraping: automatisiertes Durchsuchen des Inhalts von Webseiten ohne Erlaubnis und Kenntnis ihrer Betreiber und Auslesen der Inhalte zum Zweck der Weiterverarbeitung Klauseln beim Online Advertising: Exklusiven Vereinbarungen, die Werbepartner aufgezwungen werden und die Nutzung und Einbindung von konkurrierenden Suchmaschinen ausschließen; Absenken des Quality Scores für Anzeigen von konkurrierenden Diensten auf Googles Suchergebnisseiten. Der Quality Score ist einer der Faktoren, die die Anzeigenpreise bestimmen, den Werbetreibende an Google (AdWords) zahlen müssen Interoperabilität: Beschränkung der Übertragung von Daten aus (Adwords) Online-Werbekampagnen zu konkurrierenden Online-Werbeplattformen 9

10 0n Time Internes Reaktion von Google auf die Beschwerden Wie auch während der gesamten Laufzeit des Kartellverfahrens sagt Google auch zu den im Mai eingereichten Stellungnahmen mit Bedenken gegen Googles Vergleichsangebot, dass sie eng mit der Kommission zusammenarbeiten für eine Lösung. Sie beziehen den Standpunkt, dass ihre gemachten Vorschläge ausreichend sind. Wie gedenkt die EU weiter vorzugehen? Hierzu gibt es verschiedene Szenarien: Zum einen könnte auf Basis von überarbeiteten Verpflichtungsvorschlägen ein erneuter Marktest erfolgen. Diese Abstimmungsschleifen könnten so lange laufen, bis Googles veränderte Vorschläge der Kommission ausreichen. Dann würde das Verfahren abgeschlossen. Die zweite Möglichkeit wäre ein Entschluss der Kommission, dass die Vorschläge nicht geeignet sind, die Schädigungen des Wettbewerbs zu beheben. Daraufhin würde ein formelles Verfahren mit einem sogenannten Statement of Objections eröffnet werden. In einem formellen Verfahren bestünde für die Kommission die Möglichkeit, hohe Strafzahlungen von bis zu 10% von Googles Jahresumsatz zu verhängen. Über ICOMP ICOMP ist eine branchenübergreifende Initiative für Organisationen und Unternehmen, die in der Internetwirtschaft tätig sind. Die Mitglieder und Unterstützer kommen aus diversen Bereichen des Onlinemarktes: Neben Werbung, der Reisebranche, Kartendiensten sowie Preisvergleichsportalen sind auch Medien- und IT-Unternehmen engagiert. Der VIR ist ICOMP im Mai 2012 beigetreten. ICOMP hat es sich zur Aufgabe gemacht, Unterstützung für die grundlegenden Prinzipien eines gesunden Onlinemarktes zu gewinnen: Wettbewerb, Transparenz, Datenschutz und die Anerkennung sowie der Schutz geistigen Eigentums. ICOMP finanziert sich aus Mitgliedsbeiträgen und wird von Microsoft gefördert. Burson-Marsteller fungiert als Sekretariat der Initiative. Weitere Informationen finden Sie auf Wie sieht ICOMPs Arbeit aus? Mit Beiträgen und Analysen zu aktuellen Themen des Onlinemarktes informiert ICOMP Mitglieder, Unterstützer, Experten, Politik und Medien und erklärt so die teilweise sehr komplizierten Sachverhalte. Zu ausgewählten Schwerpunktthemen beauftragt ICOMP außerdem Studien von renommierten Wissenschaftlern und stellt wissenschaftliche Ansätze zu den Regulierungsfragen der digitalen Gesellschaft bereit. Im Rahmen von politischen Diskussionsveranstaltungen präsentieren die Autoren ihre Ergebnisse und diskutieren diese mit Experten aus Politik, Regulierung und Industrie. ICOMP engagiert sich in den wirtschafts- und netzpolitischen Debatten so als Experte und Ansprechpartner und kann Handlungsempfehlungen und Lösungsvorschläge für politische Entscheider bereitstellen. 10

11 0n Time Internes Pressemeldungen VIR Pressemeldungen des VIR wurden im Juli und August zu diversen Themen herausgegeben. Im Juli wurde zum Beispiel eine Pressemeldung zum neuen Vollmitglied travelchannel.de publiziert. Berichterstattung mit Nennung des VIR Im den vergangenen zwei Monaten diesen Jahres wurde sowohl in den Print - als auch in den Online-Medien über den VIR im Zusammenhang mit aktuellen Themen in der Tourismusbranche berichtet. Von den Printmedien wurde VIR Vorstand Michael Buller unteranderem vom Weser Kurier um seine Expertenmeinung zum Thema Sonnenscheingarantie gebeten. Des weiteren wurde von der Touristik Aktuell ein Interview mit VIR Vorstand Michael Buller abgedruckt, im Rahmen des RTK-Online Day. 11

12 0n Time Internes Produkt Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) geht mit Leitfaden auf Neuerungen der Google Enhanced Campaigns ein Am 22. Juli erfolgte durch Google die Umstellung auf Enhanced Campaigns. Um SEA-Managern diese Umstellung zu erleichtern, publizierte Unit Search im BVDW in Zusammenarbeit mit Google einen Leitfaden zu dieser Neuerung. Die Veröffentlichung schildert den aktuellen Entwicklungsstand, zeigt die Auswirkungen für AdWords-Kampagnen und gibt Handlungsempfehlungen. Mit den Enhanced Campaigns hat Google sich eine bessere Aussteuerung der Google Anzeigen in einer Multiscreen Welt zum Ziel gesetzt. Eine besondere Rolle nehmen hier das Endgerät-Targeting sowie örtliches Targeting ein. Lastminute- und Frühbuchungen in unterschiedlichen Märkten Im Auftrag der ITB unternahm die IPK eine Sonderauswertung des World Travel Monitors zu Lastminute-und Frühbuchungen im internationalen Vergleich. Laut Studie, liegen Last-Minute Buchungen (Buchungen die weniger als einen Monat im voraus getätigt wurden) weiterhin weltweit hoch im Kurs. Besonders beliebt sind Last-Minute Buchungen in Russland. Dort wurden % der Reisen kurzfristig gebucht. Weitere große Last-Minute Märkte sind China (62 % der Buchungen 2012) und Italien (64% der Buchungen 2012). Dort sank jedoch der Prozentanteil an Last-Minute Buchungen im Vergleich zum Vorjahr. Deutschland liegt dahingegen mit einem Prozentsatz von 46 % Last-Minute Buchungen etwas unter dem internationalen und westeuropäischen Durchschnitt. Die Niederländer sind von allen untersuchten Nationen, die planungssichersten mit 33 % Frühbuchern. n-tv führt neuen Ratgeber zum Thema Freizeitgestaltung ein Ab 07. September wird es zukünftig Samstagmorgens um 8.10 Uhr auf n-tv den neuen Ratgeber n-tv Ratgeber Weekend rund um das Thema Freizeitgestaltung geben. Moderiert von Thorsten Knippertz, werden dort unter anderem Testergebnisse und Produktergebnisse für den Einkaufsbummel, Tipps für Kurztrips und Städtereisen sowie Tipps zu Sport und Abenteuer vorgestellt. 12

13 0n Time Marktforschung Test: Hotelportale In Kooperation mit N24 hat die Deutsche Gesellschaft für Verbraucherstudien mbh (DtGV) einen Test von 17 Hotelbuchungsportalen vorgenommen. Analysiert wurden die Kriterien Preise & Konditionen, Angebotsbreite, Internetauftritt, Transparenz, Komfort und Kundendienst. Die Kategorie Kundendienst wurde pro Anbieter 10-mal per und 5-mal telefonisch, durch qualifizierte und verdeckte Tester bewertet. In die Bewertung der Kategorie Angebotsbreite sowie Preise & Konditionen flossen die Auswertungen von über 780 Hotelrecherchen ein. Zudem wurden die Kategorien Preise & Konditionen, Angebotsbreite, Internetauftritt, Transparenz und Komfort durch Experten beurteilt. Laut DtGV wiesen die Testergebnisse in der Kategorie Preise & Konditionen große Schwankungen auf. Testsieger dieser Kategorie ist booking.com. Auf dem 2. Platz liegt Opodo mit einer Zielerreichungsquote von 87 % gegenüber 91 % von booking.com. Über die größte Angebotsbreite verfügen HRS und hotel.de. In der Kategorie Internetauftritt, welcher Übersichtlichkeit, Sicherheit, Suchfunktion, Filtermöglichkeiten und Hoteldarstellung bewertete, gewann ein weiteres Mal HRS. Ein weiteres Hotelportal mit einem gut bewerteten Internetauftritt ist Expedia. Den ersten Platz in der Kategorie Komfort, in welchem die Schnelligkeit und Einfachheit bei der Buchung bzw. Stornierung bewertete wurde, belegte HRS vor hotel.de. Die Kategorie Kundendienst ist bei der Mehrheit der untersuchten Portale die größte Schwachstelle. Defizite gibt es hier sowohl im telefonischen- als auch im -Support. Auch die Hilfsbereitschaft der Mitarbeiter gegenüber Kundenanliegen wies, abgesehen von booking.com, zumeist Mängel auf. Testsieger der Gesamtstudie ist HRS, gefolgt von booking.com und hotel.de. Mehr Details finden Sie unter : Reiseportale und die Customer Journey erst vergleichen, dann buchen und sparen Einer Untersuchung von Tradetoubler mit dem Titel Reisende und ihre Kaufpfade zufolge, ist der Vergleich von Preisen vor der Buchung mittlerweile ein essentieller Bestandteil einer Reisebuchung bei europäischen Verbrauchern. Der Erhebung nach benutzen mehr als die Hälfte aller Befragten Performance- Marketing- Seiten und Apps wie Preisvergleiche, Gutscheincodes, Bonusprogramme oder Cashback. Laut Studienergebnissen nutzen 44 % der deutschen Befragten Preisvergleiche bereits in der Vorauswahl ihres Reiseziels. Preisvergleichsportale sind insbesondere bei Flugbuchungen sehr beliebt, hier nutzen 73 % der Befragten diese. 40 % der Befragten gaben jedoch an, dass sie versuchen einer Airline treu zu bleiben, auf Grund von Vielfliegerprogrammen. Ein weiteres Ergebnisse der Studie ist, dass bereits jeder fünfte Europäer im vergangenen Jahr eine Reise mobil gebucht hat. Befragt wurden für diese Studie Smartphone Nutzer aus Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien, den Niederlanden, Spanien, Schweden und Polen, die mindestens einmal im Monat online einkaufen. Mehr Details zur Studie finden Sie unter: Wir gratulieren Opodo zum 2. Platz! 13

14 0n Time bunt gemischt fundstücke Big Data eine Datenflut überrollt die Unternehmen Ein Gastbeitrag von Stephanie Goldbrunner von Toedt, Dr. Selk & Coll. GmbH Das soziale Web und die stetig wachsende Digitalisierung in unserem Leben werden zu einem immer zentraleren Thema. Dies ist unter anderem ein Grund für den enormen Anstieg des vorhandenen Datenvolumens. 90 % der derzeit verfügbaren Daten wurden in den letzten zwei Jahren gespeichert und bis zum Jahr 2020 sollen sich die vorhandenen Datenberge um das 50-fache erhöhen. Dieses Phänomen nennen Experten Big Data. Growth of Data Volume by the Year 2020 Grundsätzlich darüber sind sich alle Experten einig bieten die steigenden Datenberge Unternehmen eine großartige Chance, sich im Wettbewerb besser zu behaupten. Nicht umsonst werden Daten als das neue Öl bezeichnet. Doch wie können Manager das Phänomen der immer größer werdenden Datenberge nutzen und was müssen sie hierbei beachten bzw. grundlegend ändern? Kundendaten sind in der sich entwickelnden Big-Data Economy ein zentraler Pfeiler für wirtschaftlichen Erfolg und Wettbewerbsfähigkeit. Letztlich werden Renditeverbesserungen von 60 % und mehr beim richtigen Einsatz prognostiziert. Welche Bereiche sind betroffen? Der Begriff Big Data wird häufig mit einer Herausforderung in IT-Abteilungen assoziiert. Doch damit alleine ist es nicht getan. Big Data beeinflusst neben den IT-Investitionen auch die Organisationsstrukturen, sowie das Marketing und das gesamte Management in einem Unternehmen. Wichtig ist hierbei vor allem, dass die neuen Herausforderungen von einer zentralen Stelle verantwortet und gesteuert werden. Für die meisten Experten ist klar, dass die Marketingabteilung hierfür am besten geeignet wäre. Eigentlich deswegen, weil das Marketing in den meisten Unternehmen eher als Kreativagentur angesehen wird und weniger als der zentrale Pfeiler, der von der Marktforschung bis zur Kommunikation einen Großteil der Customer Journey abdeckt. Die Erweiterung des Aufgabenprofils würde aussagen, dass die Marketingabteilung in ihrer Bedeutung innerhalb eines Unternehmens stark steigen würde. Letztlich würde sich eine solche Veränderung in der Organisationsstruktur so widerspiegeln, dass künftig Marketing und Finanzen die beiden dominierenden Taktgeber sind. Big Data hat zur Folge, dass sich Stellenprofile und relevante Fähigkeiten von Managern zum Teil grundlegend verändern werden. Vor allem technische und analytische Kenntnisse werden immer wichtiger. Wo fängt man an? Ein zentrales Data-Warehouse Herkömmliche, auf die Operative ausgerichtete Software-Systeme sind der rasant ansteigenden Menge an Daten in aller Regel nicht gewachsen. Hierfür ist es unabdingbar, eine neue IT-Struktur aufzubauen. Hotels arbeiten beispielsweise mit bis zu 40 verschiedenen Systemen. Dort liegen meist verschollen und nicht miteinander verknüpfbar nützliche Daten. Big Data bedeutet letztlich den Verzicht auf derartige Insellösungen. Vielmehr müssen alle werthaltigen Daten konsolidiert und bereinigt in einem zentralen Kundenprofil gespeichert werden. Dieses stellt dann die Basis für ein modernes Marketing, ein verbessertes Qualitätsmanagement, substanzielle Analysen für nachhaltige Investitionsentscheidungen und Produktverbesserungen bzw. Neu-Entwicklungen dar. Big Data bildet auch die Grundlage für ein intelligentes Customer Relationship Marketing (CRM). Kein CRM ohne Big Data Essentiell für ein erfolgreiches Relationship Marketing im Tourismus sind vor allem folgende Bestandteile: Die Buchungshistorie des Kunden, in welche Kampagnen er integriert war, wie sein Gästefeedback war und wie und wo er sich im Web aufhält bzw. für was er sich entsprechend interessiert. All diese Daten müssen zur Verfügung stehen nur so kann eine CRM-Strategie langfristig erfolgreich sein. Es muss auf die individuellen Bedürfnisse eines jeden einzelnen Kunden gezielt eingegangen werden. Qualität und Erfolg geht letztlich nur über Relevanz bei der Kundenansprache. 14

15 0n Time bunt gemischt Handlungsempfehlungen Speichern Sie Ihre Daten in einem zentralen Data-Warehouse. Schnittstellen spielen eine zentrale Rolle. Erfassen Sie so viele Daten und Informationen wie möglich und reichern Sie somit die Kunden-Profile an. Dies erreichen Sie mit einem intelligenten und selbstlernenden System. Achten Sie auf die Qualität der Daten und bereinigen Sie diese. Definieren Sie ein neues Profil für Ihre Marketing-Mitarbeiter und passen Sie diese den künftigen Herausforderungen an. Big Data ist die Basis für Ihr Customer Relationship Marketing. dailypoint die Big Data Lösung für die Hotellerie Die dailypoint Softwarefamilie des Münchner Unternehmens Toedt, Dr. Selk & Coll. GmbH (TS&C) wird bereits seit fast zehn Jahren für die Sammlung und Aufbereitung von riesigen Datenmengen und deren Nutzung entwickelt. dailypoint speichert alle vorhandenen Daten aus den verschiedensten Quellen, bereinigt diese und fasst alles in einem zentralen System zusammen. Dies ermöglicht es letztlich, jedem Kunden genau das richtige Angebot zum richtigen Zeitpunkt zu schicken unpersonalisierte Massenkommunikationen gehören mit dailypoint der Vergangenheit an! Alle Inhalte, ob nun in der Reservierungsbestätigung, in Pre- und Post-Stay- s, in Newslettern, Geburtstags s können exakt auf das jeweilige Profil abgestimmt werden. Das lernende System entwickelt das Gastprofil hierbei ständig weiter. Reaktionen, Transaktionen alles wird erfasst und aufbereitet. Mit der dailypoint Softwarefamilie können Hotels heute den gesamten Marketingkreislauf abdecken. So ist u.a. auch ein intelligentes Qualitätsmanagement integriert. Ergebnisse von Online-Fragebögen können automatisch an HolidayCheck oder tripadvisor übermittelt werden, was zu einer verbesserten Neukundenakquise führt. Alle gesammelten Informationen in dailypoint ermöglichen zudem, strategische Entscheidungen und Investitionen besser zu planen, mehr Direktbucher zu erhalten und die Loyalität der Gäste zu steigern. Weltweit setzen derzeit bereits über 550 führende Hotels auf dailypoint. 15

16 0n Time bunt gemischt fundstücke Reiseblogs - Unsere Reiseblogempfehlungen Reisedepeschen.de nahm sein Anfänge, als Johannes Klaus genug vom Büroalltag als Grafikdesigner hatte. Er begab sich auf eine 14 monatige Weltreise und postete seine persönlichen Urlaubsgeschichten auf seinem ersten Blog Reisepesche.de. Soweit so gut. Seine Reisegeschichten unterschieden sich aber insbesondere in der Hinsicht von anderen Reiseblogs, indem sie sowohl subjektiv als auch leserfreundlich geschrieben waren. Objektivität und Sichtbarkeit in Suchmaschinen waren nicht das Ziel. Eine weitere Besonderheit, die auch die Jury des Grimme Online Award 2011 hervorhob, ist die Gestaltung des Blogs im Stil alter Reise-Bildbände aus den 1950er Jahren. Reisedepeschen.de ist die Weiterentwicklung dieses ersten Blogs von Johannes Klaus. Das inspirierende Design sowie der persönliche und individuelle Stil der Geschichten sind geblieben, jedoch findet man zusätzlich Geschichten von 14 weiteren handverlesenen Reisebloggern ausgewählt von Johannes Klaus. Trotz unterschiedlicher Erzählformen, ist der Erzählton doch bei den meisten so, als würde man einem guten Freund die Geschichte erzählen. Genau diese Merkmale machen Reisedepeschen.de auch unserer Meinung nach zu einem außergewöhnlichem Reiseblog. Justtravelous.com ist sowohl der beste internationale Reiseblog 2013 sowie der beste deutsche Reiseblog Sie fragen sich wie das sein kann?- Yvonne Zagermann schreibt ihren Blog sowohl in Englisch als auch in Deutsch und ist somit eine der wenigen bilingualen Bloggerinnen. Der Blog der freiberuflichen Fernseheredaktuerin zeichnet sich insbesondere durch seine außergewöhnlichen Geschichten aus. Diese bringen dem Leser die Welt aus einer neuen Perspektive näher und wecken Emotionen. Beispiele dafür sind Geschichten davon wie die Autorin im Oman vom Kamel fällt, oder sich von einem buddhistischen Mönch ein Tattoo stechen lässt. Zu den lustig und gut erzählten Geschichten kommen inspirierende Reisevideos und ein sehr ansprechendes Design. Diese verschiedenen Komponenten machen diesen Reiseblog zu einem unserer persönlichen Favoriten. 16

17 0n Time bunt gemischt Was macht eigentlich... guiders.de? Was war noch mal guiders.de? Ein Gastbeitrag von Thorsten Raffelberg - guiders.de, der Drittplatzierte des VIR Innovationswettbewerbs Sprungbrett 2012, hat sich - nach seinem Onlinegang im Februar zu Deutschlands größtem Portal für die Vermittlung von geführten, deutschsprachigen Outdoor Touren entwickelt. Mittlerweile bieten 600 Anbieter von Outdoor Aktivitäten über guiders.de verschiedene Touren an, etwa Mountainbike Kurse, Rafting Angebote, Segway Touren, Wanderreisen u.v.m. Besonders beliebt sind die Alpenüberquerungen zu Fuß (http://www.guiders.de/tour/10- alpenueberquerung-auf-dem-e5-zu-fuss-von-oberstdorf-bis-meran), Kletter Touren und Kayak Touren. Die beliebtesten Touren im Winter sind Schneeschuhwanderungen, Tiefschneekurse und Skitouren. Neben der Vermittlung von Touren an Privatpersonen hat das Team von guiders.de den Bereich Firmenevents und Teambuilding Maßnahmen als zusätzliche Umsatzquelle identifiziert. Aktuell läuft im Handelsblatt Netzwerk eine Online Kampagne für diesen spannenden Bereich (http://www.guiders.de/firmenevents/info). guiders.de hat bereits Firmenevents unter anderem für die Daimler AG, Siemens und die Landesbank Baden Württemberg erfolgreich durchgeführt. Wo steht guiders.de aktuell? guiders.de wird sein vielfältiges Angebot kontinuierlich weiter ausbauen und zunächst im DACH Raum spannende deutschsprachige Outdoor Angebote ausfindig machen. Im Bereich Marketing setzt guiders.de einerseits auf eine gute Sichtbarkeit bei den bekannten Suchmaschinen und andererseits auf die Gewinnung etablierter Online Seiten als Kooperationspartner. So konnte guiders. de bereits letztes Jahr Deutschlands größtes Städteportal meinestadt.de als Kooperationspartner gewinnen. Seit dem ist guiders.de nun in allen deutschen Städten und Regionen mit seinen Touren bei meinestadt.de online z.b. in Köln (http://tourismus.meinestadt.de/koeln/aktivurlaub). Als weiterer Kooperationspartner konnte das Online Portal fitforfun aus dem Hause Burda als Kooperationspartner gewonnen werden. Darüber hinaus arbeitet guiders.de mit dem Outdoor Ausrüster Jack Wolfskin zusammen. Aktuell erhalten User, die eine Bergtour im Wert von 300,- buchen, eine hochwertige Softshell Jacke von Jack Wolfskin kostenlos zu ihrer Buchung dazu. Ende letzten Jahres hat guiders.de eine Kapitalerhöhung durchgeführt. Im Zuge dieser Erhöhung konnte man das Online Unternehmen nettraders als Investor gewinnen. Die Zusammenarbeit mit dem Team von nettraders entwickelt sich sehr positiv. Um Synergien bestmöglich nutzen zu können, sind beide Unternehmen in neue Geschäftsräume in Bonn zusammen gegangen. Der neue Firmensitz befindet sich nun in der Bonner Innenstadt. 17

18 0n Time bunt gemischt Fünf Fragen an Marion Krimmer 1.Wo trifft man Dich am ehesten an? Beruflich in meinem Home Office - ein Luxus (gerade für arbeitende Mütter), der mir seit über 11 Jahren ermöglicht wird. Privat in unserem großen Garten, in dem ich den Kopf frei bekomme. 2.Über was freust Du Dich am meisten? Wenn die Familie gemeinsam verreist, wie zuletzt nach Südafrika oder jüngst nach Südtirol. Das sind Erlebnisse, die für immer im Gedächtnis bleiben. Aus beruflicher Sicht bin ich sehr stolz auf die aktuelle SIEgER Auszeichnung des bayerischen Staatsministerium für meinen Arbeitgeber, der zum familienfreundlichsten Unternehmen 2013 mit bis zu 50 Mitarbeitern gekürt wurde. Das unterstreicht: Flexibilität gegenüber Mitarbeitern kann eine große Stärke von und für Unternehmen sein. Marion Krimmer, Wilde & Partner 3.Über was ärgerst Du Dich? Über Ungerechtigkeit und Dreistigkeit kann ich mich gehörig aufregen. 4.Dein Bestes Online-Erlebnis? Gerade wenn man wie ich auf dem Land lebt, schafft die Internet-Welt einiges an Erleichterung. Kurzfristig etwas zu bestellen, und vielleicht schon am nächsten Tag verfügbar zu haben, das sind die kleinen, feinen Online-Freuden im Leben. Regelmäßig nutze ich z.b. ein toller Geschenke- Shop für Reiselustige. Darauf hat mich übrigens das VIR-Team gebracht! 5. Was Du dem VIR immer schon mal sagen wolltest? Abgesehen von den vielen Impulsen des Verbandes für die gesamte Touristik, die ich sehr bewundere: Ihr seid ein Klasse Team, und gerade das Zwischenmenschliche ist es, was Euch in meinen Augen auszeichnet. Berufliche Milestones Marion Krimmer (42) begann bereits zu Schulzeiten journalistisch zu arbeiten. Der frühere Berufswunsch lautete: Chefredakteurin bei einem Print-Medium. Nach diversen Praktika-Stellen u.a. beim ZDF und dem Bayerischen Fernsehen arbeitete sie zunächst bei der Fernsehzeitschrift Gong. Eine kurze berufliche Zwischenstation an der Pressestelle des Bayerischen Rundfunks führte zu einem Richtungswechsel in die Öffentlichkeitsarbeit. Seit über 15 Jahren ist sie bei der touristischen PR-Agentur Wilde & Partner beschäftigt und leitet als Senior PR- Beraterin das Team Travel & Lifestyle. Marion Krimmer ist verheiratet, hat zwei Kinder und lebt bei Odelzhausen. 18

19 0n Time bunt gemischt Skurriles & Humoristisches Wenn ein Meeting auf Bayerisch wäre... Ein Einführung in Business Bayerisch Von Lisa Maier (Wilde & Partner Public Relations) Die Arbeit mit internationalen Unternehmen kann zu lustigen Zwischenfällen und so manchen Verständigungsproblemen führen. Vor allem die Original-Bayern fühlen sich häufig missverstanden, und sind ohnehin der Meinung: Meetings auf bayerisch wären nicht nur verständlicher, sondern auch noch schneller vorbei! Denn im Bayerischen liebt man die Kürze: Diplomatisch geschickt sagen sie beispielsweise A so a narrischa Kampe, a narrischa, während der hochdeutsch geprägte Deutsche deutlich länger ausholt bei ihm heißt es Die vorgeschlagene Lösung scheint mir etwas überdimensioniert, aber daran lässt sich durchaus noch arbeiten! Ein weiteres Beispiel: Arbeiten viele Frauen zusammen, entsteht leicht ein Zickenkrieg. Die Bayern lösen ihn kurz und bündig mit folgendem Ausdruck: Ziefan, bläde!, im Hochdeutschen heißt es dagegen viel komplizierter Der Umgang mit diesen Karrierefrauen kann einem manchmal ganz schön Nerven kosten. Und wenn der langersehnte Feierabend mal wieder durch eifrige Kunden und Kollegen um Stunden nach hinten verschoben wird, dürfte mit einem Do schiabt se heit nix mea das Problem unter Bayern schnell geklärt sein. Viel nüchterner heißt es auf Hochdeutsch dagegen Die Arbeiten können heute leider nicht mehr fertig gestellt werden. Ein weiteres schönes Beispiel: Anstelle sich nach Business Meetings aufwändig mit Vielen Dank für ihre Aufmerksamkeit. Wir danken allen für ihre kreativen Beiträge und die Zeit, die sie für uns geopfert haben. Bei Rückfragen kommen wir auf einzelne zurück zu bedanken, heißt es im Business-Bayerisch kurz und knapp: Sammas?. Für Lernwillige, die noch mehr Business-Bayerisch verinnerlichen wollen, finden sich anbei noch einige Anregungen. Und wer nicht weiterlesen möchte, den verabschieden wir an dieser Stelle ganz charmant mit: Pfiat s eich, uninteressierte Saubande!. Den wann i dawisch Bei dem nächsten Team-Meeting werde ich das Problem noch einmal ansprechen. So a varreckts Glump! Derzeit besteht ein Qualitätsproblem. Gäh weida! Und Sie konnten für das komplizierte Problem eine Lösung finden? Aba heid nimma! Es ist uns heute leider nicht mehr möglich, morgen setzen wir uns gleich als erstes daran. 19

20 0n Time bunt gemischt Unnützes Wissen: Im Durchschnitt werden etwa 3000 Euro täglich in die Fontana die Trevi in Rom geworfen. Der Brunnen verspricht eine Rückkehr in die italienische Hauptstadt, wenn man eine Münze hineinwirft. In Hongkong dürfen betrogene Ehefrauen ganz legal ihre untreuen Ehemänner umbringen - aber nur mit den bloßen Händen. Skurilles: Im Leben eines Diebes Wohl fast Jedem ist im Urlaub schon einmal ein Wertgegenstand verloren gegangen. Eine etwas skurrilere Geschichte ist jedoch einer deutschen Touristin in Spanien widerfahren. Nachdem Ihr nach einem nächtlichen Schwimmausflug das Smartphone vom Strand gestohlen worden war, nahmen die Dinge Ihren Lauf. Nach kurzer Trauer über das verlorene Smartphone, stellte die Besitzerin fest, dass der Dieb des Handys offensichtlich nicht den automatischen Upload der mit dem Handy aufgenommen Fotos deaktivierte hatte. Somit konnte die ehemalige Besitzerin über den automatischen Fotoupload dem Leben des Diebes folgen. Darüber hat die Touristin nun einen Blog geschrieben der mittlerweile um die Welt geht. 20

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