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1 Weiterführende Nachhaltigkeitsinformationen zum Siemens-Jahresbericht 2014 siemens.com

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3 Inhaltsverzeichnis Einleitung Daten und Fakten Testat und Indizes 3 Inhaltsverzeichnis 4 Einleitung 6 Nachhaltigkeit bei Siemens 7 Berichtsmethode 8 Mitarbeiter 10 Arbeitssicherheit und Gesundheitsmanagement 10 Supply Chain Management (Steuerung der Lieferkette) 13 Umweltportfolio 14 Umweltschutz 20 Bescheinigung des unabhängigen Wirtschaftsprüfers 22 Global Compact der Vereinten Nationen 24 CEO Water Mandate der Vereinten Nationen 25 Global Reporting Initiative 26 Hinweise und zukunftsgerichtete Aussagen 27 Impressum 18 Gesellschaftliches Engagement 3

4 Einleitung Mit dem Siemens-Jahresbericht 2014 kombinieren wir bereits zum zweiten Mal die früher getrennt publizierten Geschäfts- und Nachhaltigkeitsberichte. Der Bericht zeigt wesentliche Themen unseres Unternehmens: von der strategischen Ausrichtung und der Geschäftsentwicklung in unseren Geschäften über die wichtigsten Nachhaltigkeitsaspekte beispielsweise bei Forschung und Entwicklung, Kundenbeziehungen, Lieferanten, energieeffizienten Technologien, Umweltschutz, Mitarbeitern oder Compliance bis hin zum Ausblick auf die kommenden Geschäftsjahre. Das vorliegende Dokument»Weiterführende Nachhaltigkeitsinformationen zum Siemens- Jahresbericht 2014«komplettiert diese Berichterstattung um ergänzende Daten und Fakten zur Nachhaltigkeit bei Siemens. Ferner finden Sie unsere Berichterstattung nach den Richtlinien der Global Reporting Initiative (GRI) sowie die Fortschrittsmitteilungen zu Global Compact und CEO Water Mandate der Vereinten Nationen. 4

5 Daten und Fakten 6 Nachhaltigkeit bei Siemens 7 Berichtsmethode 8 Mitarbeiter 10 Arbeitssicherheit und Gesundheitsmanagement 10 Supply Chain Management (Steuerung der Lieferkette) 13 Umweltportfolio 14 Umweltschutz 18 Gesellschaftliches Engagement 5

6 Nachhaltigkeit und gesellschaftliches Engagement Nachhaltigkeit bei Siemens ORIENTIERUNG AM WESENTLICHEN Die für Siemens und unsere Anspruchsgruppen wichtigen Themen identifizieren und priorisieren wir regelmäßig; dabei orientieren wir uns am Prinzip der Wesentlichkeit, der sogenannten Materialität. Die Priorisierung zeigt die Handlungsfelder auf, die wir als wichtige Ansatzpunkte für nachhaltigen Geschäftserfolg identifiziert haben und auf die wir uns auch künftig konzentrieren werden. Im Geschäftsjahr 2014 haben wir im Rahmen eines umfassenden Prozesses»Nachhaltigkeit und gesellschaftliches Engagement«in unserem Managementmodell»One Siemens«detailliert. Dieser Prozess verzahnte die Analyse allgemeiner Entwicklungen, die Orientierung an den Megatrends, die Diskussion mit unseren Anspruchsgruppen und die Einschätzungen der Fachfunktionen miteinander. Die Ergebnisse wurden mit unserem Siemens Sustainability Board und dem Siemens Sustainability Advisory Board diskutiert und durch Vorstand und Aufsichtsrat bestätigt. Das Ergebnis liegt nun in Form der detaillierten und wesentlichen Prioritäten für»nachhaltigkeit und gesellschaftliches Engagement«vor: Nachhaltiges Handeln ist das Mittel, profitables und langfristiges Wachstum zu erreichen. Für uns ist es eine Verpflichtung, im Interesse künftiger Generationen zu denken und zu handeln. Wir streben eine Balance der drei Dimensionen Gewinn (Profit), Umwelt (Planet) und Mensch (People) an. Gewinn > > Wir tragen mit unseren Produkten, Lösungen und Dienstleistungen zur Wettbewerbsfähigkeit unserer Kunden bei. > > Wir identifizieren und erschließen nachhaltigkeitsbezogene Geschäftschancen in partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit unseren Kunden. > > Wir managen eine effiziente und belastbare Lieferkette durch unseren Verhaltenskodex (»Code of Conduct«) für Lieferanten, unser Risikomanagement und den Ausbau von Kompetenzen bei unseren Zulieferern. > > Wir steuern Projekt- und Reputationsrisiken im aktiven Dialog mit unseren Anspruchsgruppen und identifizieren geschäftsrelevante Trends. > > Wir halten uns an die höchsten Compliance- und Antikorruptionsstandards und fördern Integrität mit der»siemens Integrity Initiative«. Umwelt > > Wir versetzen unsere Kunden in die Lage, ihre Energieeffizienz zu steigern, Ressourcen zu schonen und CO 2 -Emissionen zu senken. > > Wir entwickeln unsere Produkte, Lösungen und Dienstleistungen unter Berücksichtigung des gesamten Lebenszyklus und auf Basis fundierter Standards zur Umweltverträglichkeit. > > Wir minimieren die Umweltauswirkungen unserer eigenen Standorte mithilfe von Umweltmanagementprogrammen. Mensch > > Wir tragen mit unserem Portfolio, unserer Präsenz vor Ort und in unserer Rolle als Vordenker zur nachhaltigen Entwicklung von Gesellschaften bei. > > Wir engagieren uns im Rahmen von Corporate-Citizenship- Projekten gemeinsam mit Partnern für langfristige Beziehungen zu den örtlichen Kommunen. > > Wir leben eine Arbeitssicherheitskultur (»Zero Harm Culture«) und fördern die Gesundheit unserer Mitarbeiter. > > Wir stehen für eine Führungskultur, die auf gemeinsamen Werten, Innovationsgeist, Mitarbeiterorientierung und Vielfalt basiert. NACHHALTIGKEITSLEISTUNG Siemens ist seit 15 Jahren ununterbrochen im renommierten Dow Jones Sustainability Index vertreten. Im Jahr 2014 ist Siemens zum siebten Mal in Folge als nachhaltigstes Unternehmen im Sektor Industriekonglomerate und zum dritten Mal in Folge auch im Industriebereich Kapitalgüter ausgezeichnet worden. In einer Reihe weiterer Indizes und Rankings erzielten wir ebenfalls Spitzenplatzierungen, unter anderem im weltweit angesehenen CDP (ehemals Carbon Disclosure Project). Siemens erzielte dieses Jahr das bislang beste Ergebnis und wurde vom CDP sowohl in den Climate Disclosure Leadership Index als auch in das höchste Performance-Band A des Climate Performance Leadership Index aufgenommen. 6 4 Einleitung 5 Daten und Fakten 6 Nachhaltigkeit bei Siemens 7 Berichtsmethode 8 Mitarbeiter 10 Arbeitssicherheit und Gesundheitsmanagement 10 Supply Chain Management 13 Umweltportfolio 14 Umweltschutz 18 Gesellschaftliches Engagement

7 Berichtsmethode Nachhaltigkeit ist für uns ein leitendes Prinzip und eine wesentliche Maxime unseres Handelns. Das Dokument»Weiterführende Nachhaltigkeitsinformationen zum Siemens-Jahresbericht 2014«ergänzt unsere Berichterstattung im Jahresbericht 2014, in dem wir zum zweiten Mal Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht kombinieren. Die Berichtsmethode informiert Sie über die zentralen Eckpunkte, die unserer Berichterstattung zugrunde liegen. BERICHTSANSATZ In den weiterführenden Nachhaltigkeitsinformationen zum Siemens-Jahresbericht 2014 (im Folgenden Bericht) legen wir Rechenschaft ab über Strategie, Organisation, Maßnahmen und Ziele nachhaltiger Unternehmensführung. Sie ergänzen unsere Berichterstattung im Jahresbericht, schreiben unsere Berichterstattung des Vorjahrs fort und dokumentieren zugleich unsere Fortschritte bei der Umsetzung der zehn Prinzipien des Global Compacts und des CEO Water Mandate der Vereinten Nationen. Darüber hinaus haben wir uns bei der Berichterstattung am Leitfaden 3.0 der Global Reporting Initiative (GRI) und an den Empfehlungen des Global Compacts und von Transparency International zur Antikorruptionsberichterstattung orientiert. BERICHTSZEITRAUM UND -GRENZEN Dieser Bericht bezieht sich auf das Siemens-Geschäftsjahr 2014 (1. Oktober ). Abweichungen hiervon weisen wir aus. Grundsätzlich haben wir alle unsere vollkonsolidierten Unternehmen in die Berichterstattung einbezogen. Auch hier sind mögliche Abweichungen in der Datenbasis gekennzeichnet. Minderheitsbeteiligungen sind grundsätzlich nicht in die Berichterstattung einbezogen. Die im Folgenden berichteten Kenngrößen und Informationen beziehen sich soweit nicht anders angegeben auf die fortgeführten Aktivitäten des Unternehmens. Um eine Vergleichbarkeit zu gewährleisten, wurden die Kenngrößen und Informationen des Vorjahres entsprechend angepasst. Abweichungen sind kenntlich gemacht. DATENERFASSUNG Angesichts der Größe und weltweiten Präsenz von Siemens ist die Datenerfassung eine logistische Herausforderung. Darüber hinaus müssen die Konzerngesellschaften beim Erheben und Definieren ihrer Kennzahlen nationale Regelungen einhalten. Das macht die generierten Daten nicht immer vergleichbar. Auf wesentliche Einschränkungen der dargestellten Angaben weisen wir hin. Für die im Bericht veröffentlichten Daten existieren in der Regel keine unternehmensübergreifenden Standards. Dies gilt insbesondere für bestimmte Finanzkennzahlen, darunter zum Beispiel die mit dem Umweltportfolio erwirtschafteten Umsatzerlöse. Das kann dazu führen, dass die von uns publizierten Daten nicht mit Daten anderer Unternehmen vergleichbar sind, die unter den gleichen oder ähnlichen Bezeichnungen veröffentlicht werden. Die Daten im vorliegenden Bericht werden über verschiedene interne Berichtssysteme ermittelt, die im Regelfall von denen abweichen, die den Finanzinformationen unseres Konzernabschlusses zugrunde liegen. Insbesondere können sie weniger aufwendigen internen Dokumentations-, Datengenerierungs- und Prüfungsanforderungen unterliegen, auch in Bezug auf die verwendeten IT-Systeme und auf das generelle Kontrollumfeld. Wir behalten uns vor, unsere internen Regelungen für die Erfassung der im Bericht veröffentlichten Daten in Zukunft ohne vorherige Ankündigung zu ändern. Aufgrund von Rundungen ist es möglich, dass sich einzelne Zahlen in diesem Bericht nicht genau zur angegebenen Summe addieren und dass dargestellte Prozentangaben nicht genau die absoluten Werte widerspiegeln, auf die sie sich beziehen. UNABHÄNGIGE PRÜFERISCHE DURCHSICHT Wir legen unserer Nachhaltigkeitsberichterstattung hohe Qualitätsstandards zugrunde. Deshalb haben wir wie in den Vorjahren auch für das Berichtsjahr eine unabhängige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft damit beauftragt, das Kapitel C.8 NACHHALTIGKEIT UND GESELLSCHAFTLICHES ENGAGEMENT des SIEMENS-JAHRES BERICHTS 2014 und das Kapitel»Daten und Fakten«des Berichts einer betriebswirtschaftlichen Prüfung zur Erlangung der sogenannten begrenzten Sicherheit zu unterziehen. Die Ergebnisse der Prüfung durch die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft finden Sie auf SEITE 20. Bei derartigen betriebswirtschaftlichen Prüfungen zur Erlangung einer begrenzten Sicherheit sind die durchgeführten Prüfungshandlungen deutlich weniger umfangreich als zum Beispiel bei einer Prüfung, die auf die Erlangung der sogenannten hinreichenden Sicherheit ausgerichtet ist. Als Ergebnis der betriebswirtschaftlichen Prüfung wird bestätigt, dass dem Prüfer keine Sachverhalte darüber bekannt geworden sind, die ihn zu der Annahme veranlassen, dass die Angaben im Kapitel C.8 NACHHALTIGKEIT UND GESELLSCHAFTLICHES ENGAGE- MENT des SIEMENS-JAHRES BERICHTS 2014 und im Kapitel»Daten und Fakten«des Berichts in allen wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den Kriterien der Global Reporting Initiative (GRI) aufgestellt worden sind. REDAKTIONELLER HINWEIS Aus Vereinfachungsgründen verwenden wir im gesamten Bericht den Begriff»Mitarbeiter«; er steht stellvertretend für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. 19 Testat und Indizes 7

8 Mitarbeiter* Mitarbeiter Siemens 1 Siemens (in Tausend) Europa, GUS 2, Afrika, Naher und Mittlerer Osten (in % der Mitarbeiter) Amerika (in % der Mitarbeiter) Asien, Australien (in % der Mitarbeiter) Einstellungen Siemens (in Tausend) 1 Siemens 33,5 35,4 Europa, GUS 2, Afrika, Naher und Mittlerer Osten 14,7 14,6 Amerika 8,9 10,0 Asien, Australien 9,9 10,8 1 Abweichungen der Gesamtsumme sind auf Rundungen zurückzuführen. 2 Gemeinschaft Unabhängiger Staaten. 1 Abweichungen der Gesamtsumme sind auf Rundungen zurückzuführen. 2 Gemeinschaft Unabhängiger Staaten. Frauenanteil (in % der Mitarbeiter) Siemens Europa, GUS 1, Afrika, Naher und Mittlerer Osten Amerika Asien, Australien Gemeinschaft Unabhängiger Staaten. Mitarbeiter in Führungspositionen 1 Siemens Frauen in Führungspositionen (in % der Mitarbeiter in Führungspositionen) 15,6 15,6 Einstellungen Frauen (in % der Einstellungen) Siemens Europa, GUS 1, Afrika, Naher und Mittlerer Osten Amerika Asien, Australien Gemeinschaft Unabhängiger Staaten. Die gesunkene Zahl der Einstellungen ist unter anderem auf den Börsengang von OSRAM in Rahmen einer Abspaltung im Juli 2013 zurückzuführen. Abgänge Siemens (in Tausend) Siemens 32,5 42,7 1 Mitarbeiter in Führungspositionen sind alle disziplinarischen Führungskräfte plus Projektmanager. MITARBEITERENTWICKLUNG Im Berichtsjahr gingen die Einstellungen um 5 % zurück; die Zahl der Abgänge ist im Vergleich zum Vorjahr um 24 % gesunken. Der Anteil der firmenseitigen Kündigungen an allen Abgängen betrug im Berichtsjahr 19 %, im Vorjahr 21 %. Alle anderen Veränderungen beruhen auf Änderungen im Konsolidierungskreis und auf sonstigen Veränderungen. Mitarbeiterfluktuationsrate (in %) 1 Mitarbeiterentscheidung 4,1 4,9 Andere Abgangsgründe 4,9 5,9 Gesamt 9,1 10,8 1 Die Mitarbeiterfluktuationsrate ist definiert als Quotient aus der Zahl der freiwilligen und unfreiwilligen Abgänge von Siemens während eines Geschäftsjahrs zur durchschnittlichen Anzahl der Mitarbeiter. * Alle Zahlenangaben dieses Kapitels beziehen sich auf fortgeführte und nicht fortgeführte Aktivitäten; Abweichungen sind gesondert gekennzeichnet. 8 4 Einleitung 5 Daten und Fakten 6 Nachhaltigkeit bei Siemens 7 Berichtsmethode 8 Mitarbeiter 10 Arbeitssicherheit und Gesundheitsmanagement 10 Supply Chain Management 13 Umweltportfolio 14 Umweltschutz 18 Gesellschaftliches Engagement

9 Eintritt in den Ruhestand innerhalb der kommenden fünf Jahre (in % der Mitarbeiter) 1 Siemens Basierend auf dem weltweiten Siemens-Durchschnitt für das Renteneintrittsalter von 60 Jahren. Nutzung von Arbeitszeitmodellen bei Siemens (in Tausend) Teilzeit 10,0 10,5 Ruhende Arbeitsverhältnisse 8,8 8,7 ENTWICKLUNG DER ALTERSSTRUKTUR Die Verteilung der Mitarbeiter nach Altersgruppen war zum Ende des Berichtsjahrs im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert. Der Altersmedian lag im Berichtsjahr bei 41 Jahren. Altersstruktur im GJ 2014 (in % der Mitarbeiter) 1 < > 54 Siemens Europa, GUS 2, Afrika, Naher und Mittlerer Osten Amerika Asien, Australien Abweichungen der Gesamtsumme sind auf Rundungen zurückzuführen. 2 Gemeinschaft Unabhängiger Staaten. ARBEITSZEIT UND ARBEITSZEITMODELLE Durchschnittliche wöchentliche Standardarbeitszeit (in Stunden) 1 Siemens 39,0 39,0 Europa, GUS 2, Afrika, Naher und Mittlerer Osten 37,6 37,6 Amerika 41,1 41,1 Asien, Australien 41,3 41,4 ENTWICKLUNG DER TRAININGSSTUNDEN NACH KATEGORIE Die durchschnittliche Trainingsstundenzahl, bezogen auf die Teilnehmer an Siemens-Leadership-Excellence-Programmen, ist im Vergleich zum Vorjahr gleich geblieben. Trainingsmaßnahmen auf der Ebene des Corporate-Managements werden in enger Abstimmung mit dem Vorstandsvorsitzenden und dem Konzernvorstand bei Bedarf durchgeführt. Durchschnittliche Zahl der Trainingsstunden je Teilnehmer nach Kategorie im GJ 2014 (in Stunden) 1 Corporate-Management (0 Teilnehmer ) 16 Topmanagement Neubesetzungen (0 Teilnehmer) 56 SLE-Training Alumni (41 Teilnehmer) 25 Neubesetzungen General Management (117 Teilnehmer) Neubesetzungen Advanced Management (364 Teilnehmer) Neubesetzungen Management (475 Teilnehmer) Bezogen auf obligatorische Teilnehmer in Siemens-Leadership-Excellencebeziehungsweise Excecutive-Courses-Programmen. 1 Vertraglich vereinbarte Wochenarbeitszeit zum Ende des Geschäftsjahrs. 2 Gemeinschaft Unabhängiger Staaten. 19 Testat und Indizes 9

10 Arbeitssicherheit und Gesundheitsmanagement UNFALLZAHLEN WELTWEIT Beim Erfassen von Arbeitsunfällen mit Ausfalltagen (Lost Time Injuries) berücksichtigen wir die jeweils spezifischen nationalen Definitionen für arbeitsbedingte Unfälle. LTIFR 1 Mitarbeiter und Auftragnehmer Mitarbeiter 2 0,61 0,70 Auftragnehmer 3 0,40 0,36 Darüber hinaus wurde im Berichtszeitraum das Programm»Zero Harm Siemens«in allen Bereichen des Unternehmens aufgrund der Self-Assessments und durch den Austausch von Best-Practice-Beispielen gestärkt. BERUFSBEDINGTE ERKRANKUNGEN Die Gesamtzahl der berufsbedingten Erkrankungen ist, bezogen auf die Zahl der Beschäftigten, seit vielen Jahren niedrig. Die entsprechende Messgröße (Occupational Illness Frequency Rate, OIFR, bezogen auf geleistete Arbeitsstunden) lag im Berichtszeitraum bei 0,36 (GJ 2013: 0,26). Wir berichten hier lediglich die Zahlen für die Siemens AG. Berechnungsgrundlage für die OIFR sind nur die von der Berufsgenossenschaft als Berufskrankheit anerkannten Fälle. 1 Lost Time Injury Frequency Rate: Anzahl der Lost Time Injuries (LTI) x / geleistete Arbeitsstunden; LTI sind Unfälle, die zu mindestens einem Ausfalltag führen. 2 Soweit national geregelt, zählen auch Fremdarbeiter / Arbeitnehmerüberlassungen zu den Mitarbeitern. 3 Auftragnehmer, für die Zeitabrechnungen vorliegen, vor allem für diejenigen auf unseren großen Projektbaustellen. Um die Unfallzahlen zu senken, haben wir zusätzliche geschäftsspezifische Aktionen und Programme eingeführt, vorzugsweise auf Baustellen und in Projekten. Bei der Auswahl unserer Auftragnehmer sind wir konsequent und stellen strenge Anforderungen an die Arbeitssicherheit. Bestandteil dieses Vorgehens ist, dass wir insbesondere für das Sicherheits- und Gesundheitsmanagement eine detaillierte Risikoanalyse für jede Baustelle fordern, eine Bewertung der identifizierten Risiken sowie Maßnahmen zu deren Reduzierung oder Vermeidung. Als Ergebnis des systematischen Bewertungsprozesses, den wir 2012 entwickelt und eingeführt haben, waren zum Ende des Berichtsjahrs 73 Auftragnehmer von Siemens- Projekten in Indien ausgeschlossen. Erst wenn sie die beanstandeten Punkte behoben und erneut unseren Bewertungsprozess erfolgreich durchlaufen haben, kommen sie als Auftragnehmer für uns wieder infrage. Große Fortschritte bei der Verbesserung der Zusammenarbeit mit Auftragnehmern und der Arbeitssicherheitskultur konnten wir in Indien und im Nahen Osten erreichen. Derzeit nutzen wir unsere Erfahrungen aus Indien und planen, das Konzept des erfolgreichen Projekts»Suraksha«(Hindi für Sicherheit) auch in China auszurollen und unsere Arbeitssicherheitstrainings für Auftragnehmer und eigene Mitarbeiter zu verstärken. Im Geschäftsjahr 2015 beabsichtigen wir, auf Siemens-Baustellen sowie an Standorten von Auftragnehmern besondere Audits für Sicherheit und Gesundheit einzuführen, die wir 2013 und 2014 erfolgreich in Indien und Bangladesch pilotiert haben. GESUNDHEIT FÖRDERN Wir sind überzeugt, dass eine nachhaltige Förderung der Gesund heit unserer Mitarbeiter nur dann gelingt, wenn alle gesundheitsbezogenen Maßnahmen und Initiativen konsequent an den sich permanent verändernden Anforderungen der modernen Arbeitswelt ausgerichtet sind und sinnvoll aufeinander aufbauen. Ein Mehr an Einzelmaßnahmen allein reicht nicht aus. Gefordert ist ein systematischer Ansatz, durch den Gesundheit als Ressource aktiv gemanagt wird. Deshalb hat Siemens im Geschäftsjahr 2013 das unternehmensweite Siemens«ins Leben gerufen. Siemens setzt auf ein planvolles Vorgehen und unterstützt einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess im Gesundheitsmanagement getreu dem Prinzip: Gezieltes Vorgehen das wirkt! Supply Chain Management (Steuerung der Lieferkette) ANFORDERUNGEN AN LIEFERANTEN Wir erwarten von allen Lieferanten ein klares Bekenntnis zu den Prinzipien der Nachhaltigkeit. Unsere Anforderungen beispielsweise die Achtung der Grundrechte der Mitarbeiter, Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Umweltschutz und Null-Toleranz bei Korruption und Bestechung sind im Code of Conduct für Siemens-Lieferanten definiert. Durch entsprechende Klauseln in unseren Einkaufsverträgen und in den allgemeinen Bestellbedingungen müssen sich alle Siemens- Lieferanten verpflichten, diese Anforderungen einzuhalten und auch in der eigenen Lieferkette zu fördern. Der Code of Conduct für Siemens-Lieferanten beruht auf den zehn Prinzipien des UN Global Compacts und spiegelt die Inhalte unserer Siemens Business Conduct Guidelines wider Einleitung 5 Daten und Fakten 6 Nachhaltigkeit bei Siemens 7 Berichtsmethode 8 Mitarbeiter 10 Arbeitssicherheit und Gesundheitsmanagement 10 Supply Chain Management 13 Umweltportfolio 14 Umweltschutz 18 Gesellschaftliches Engagement

11 RISIKEN IDENTIFIZIEREN UND VERBESSERUNGS- MASSNAHMEN UMSETZEN Wir kaufen bei rund Lieferanten in mehr als 160 Ländern ein und steigern kontinuierlich unseren Einkaufsanteil aus sogenannten Global-Value-Sourcing-Ländern, bei denen es sich in der Regel um Schwellenmärkte handelt. Aufgrund dieses sehr großen und weitverzweigten Lieferantennetzwerks können wir nicht alle unsere Zulieferer in gleichem Maße durch Vor-Ort-Audits überprüfen. Wir haben deshalb ein risikobasiertes System geeigneter Prozesse eingerichtet, das es uns ermöglicht, systematisch potenzielle Risiken in unserer Lieferkette zu identifizieren. Das System besteht aus Selbsteinschätzungen zur Nachhaltigkeit durch die Lieferanten, Risikoeinschätzungen durch unsere Einkaufsorganisation, Nachhaltigkeitsfragen im Rahmen von Prüfungen zur Qualität von Lieferanten und Nachhaltigkeitsüberprüfungen durch externe Prüfer. Nachhaltigkeits-Selbsteinschätzungen 1 Anzahl Europa, GUS 2, Afrika, Naher und Mittlerer Osten Amerika Asien, Australien Gesamt Ergebnisse Kategorie»grün«(keine Abweichungen) Kategorie»gelb«(geringfügige Abweichungen) Kategorie»rot«(Verdacht auf schwerwiegende Abweichungen) Gesamt Lieferantenqualitätsaudits mit Nachhaltigkeitsfragen Anzahl Europa, GUS 1, Afrika, Naher und Mittlerer Osten Amerika Asien, Australien Gesamt Gemeinschaft Unabhängiger Staaten. Gegen Ende des Geschäftsjahrs 2013 und im Verlauf des aktuellen Berichtszeitraums stieg die Anzahl der durchgeführten Lieferantenqualitätsaudits mit integrierten Nachhaltigkeitsfragen durch die Änderung des Auditprozesses. Wir überprüfen nun die Nachhaltigkeitsanforderungen in allen unseren Lieferantenqualitätsaudits als Teil dieses Prozesses. Externe Nachhaltigkeitsaudits Anzahl Europa, GUS 1, Afrika, Naher und Mittlerer Osten 9 49 Amerika 7 36 Asien, Australien Gesamt Vereinbarte Verbesserungsmaßnahmen 2 Einhaltung der Gesetze / Verbote von Korruption und Bestechung Achtung der Grundrechte der Mitarbeiter Verbot von Kinderarbeit Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeiter Umweltschutz Lieferkette Gesamt Durchführung hauptsächlich bei Lieferanten aus Nicht-OECD-Staaten mit einem Einkaufsvolumen > pro Jahr. Fragebogen, die im Berichtszeitraum initiiert und abgeschlossen wurden. 2 Gemeinschaft Unabhängiger Staaten. 3 Klärung des Sachverhalts durch den verantwortlichen Einkäufer, Vereinbarung von Korrekturmaßnahmen innerhalb eines definierten Zeitraums oder Durchführung eines externen Nachhaltigkeitsaudits. 1 Gemeinschaft Unabhängiger Staaten. 2 Mit Lieferanten vereinbarte Verbesserungsmaßnahmen beziehen sich entweder auf tatsächliche Abweichungen vom Code of Conduct für Siemens-Lieferanten oder auf strukturelle Verbesserungen von Managementsystemen sowie das Fehlen spezifischer Prozesse und Richtlinien beim Lieferanten. Die Nachhaltigkeits-Selbsteinschätzungen werden als Teil des Lieferantenqualifizierungsprozesses ständig überprüft, um die aktuellen Anforderungen abzubilden. Wir haben den Prozess weiterentwickelt und uns im Berichtszeitraum auf die Qualifizierung neuer Lieferanten fokussiert. Dadurch sank die Zahl der durchgeführten Nachhaltigkeits-Selbsteinschätzungen im Vergleich zum Vorjahr. 19 Testat und Indizes 11

12 Anzahl Nach-Audits zu externen Nachhaltigkeitsaudits Europa, GUS 1, Afrika, Naher und Mittlerer Osten 9 5 Amerika 2 10 Asien, Australien Gesamt Gemeinschaft Unabhängiger Staaten. Wir folgen unserem risikobasierten Ansatz, einem System von geeigneten Prozessen, die es uns ermöglichen, systematisch unsere Risiken in unserer Lieferkette zu erkennen. Deshalb konzentrierten wir unsere Kapazitäten im Geschäftsjahr 2014 auf die Durchführung der Lieferantenqualitätsaudits mit integrierten Nachhaltigkeitsfragen. Dadurch konnten wir die Anzahl der externen Nachhaltigkeitsaudits verringern. Werden Abweichungen von unseren Anforderungen festgestellt, müssen die betroffenen Lieferanten diese innerhalb einer angemessenen Frist beseitigen. Bei allem lassen wir uns vom Prinzip leiten, unsere Lieferanten in enger und partnerschaftlicher Zusammenarbeit weiterzuentwickeln und bei ihnen langfristig Kompetenzen aufzubauen. Zudem führen wir Nach-Audits durch, bei denen durch einen erneuten Vor-Ort- Besuch überprüft wird, ob die vereinbarten Maßnahmen umgesetzt worden sind. Code of Conducts beispielsweise bewiesene Fälle von Kinderarbeit reagieren zu können, haben wir den»central Warning Message«-Prozess implementiert. Dieser erlaubt es uns, Lieferanten kurzfristig für die gesamte Siemens-Organisation weltweit zu blockieren. Seit dem Geschäftsjahr 2012 haben wir die Anforderungen zu Arbeitssicherheitsstandards für Lieferanten auf unseren Projektbaustellen verschärft. Konkret fordern wir ergänzend zu den Arbeitssicherheitsmanagementsystemen eine detaillierte Risikobewertung für jedes Gewerk, eine Einschätzung identifizierter Risiken sowie Maßnahmen, die diese so gering wie möglich halten. Für das Geschäftsjahr 2015 planen wir zudem, spezielle Arbeitssicherheitsaudits durchzuführen, die bereits in den Jahren 2013 und 2014 auf Siemens-Baustellen und bei den beauftragten Baufirmen in Indien und Bangladesch pilotiert wurden. WISSENSTRANSFER UND KOMPETENZAUFBAU Die Verpflichtung unserer Lieferanten auf Nachhaltigkeitsgrundsätze ist am effektivsten, wenn sie letztlich zur Selbstverpflichtung aus Überzeugung wird. Deshalb setzen wir darauf, Kompetenzen bei unseren Zulieferern aufzubauen und den Wissenstransfer in Sachen Nachhaltigkeit zu stärken. Aus diesem Grund unterstützen wir unsere Lieferanten sowohl durch persönliche Gespräche als auch durch Informationen auf einer internetbasierten Trainings- und Informationsplattform, die allen Lieferanten kostenfrei zur Verfügung steht. Die bei den Audits festgestellten Abweichungen beziehen sich hauptsächlich auf strukturelle Mängel in Managementsystemen sowie darauf, dass spezifische Prozesse und Richtlinien beim Zulieferer fehlen. Hierzu gehören beispielsweise Maßnahmen, die Korruption und Bestechung effektiv verhindern helfen oder Kinderarbeit ausschließen. Bei vier Lieferanten haben wir gravierende Abweichungen festgestellt, die jedoch nach Fristsetzung behoben wurden. Bei schwerwiegenden Abweichungen oder fehlender Bereitschaft, Verbesserungsmaßnahmen zu implementieren, schließen wir Zulieferer von Geschäften mit Siemens aus. Um schneller und effizienter auf schwere Verstöße der Anforderungen des Außerdem ist Nachhaltigkeit ein fester Bestandteil der konzernweiten Schulungsprogramme für Einkäufer. Zudem sind alle Mitarbeiter mit Einkaufsverantwortung verpflichtet, an einer intranetgestützten Schulung zum Thema»Nachhaltigkeit in der Lieferkette«teilzunehmen. RESSOURCENEFFIZIENZ UND KLIMASCHUTZ IN DER LIEFERKETTE Im Rahmen des CDPs erheben und veröffentlichen wir die Treibhausgasemissionen, die durch zugekaufte Produkte und Dienstleistungen verursacht werden (Scope 3). Zudem haben wir unsere Lieferkette auf Risiken bei der Wasserknappheit untersucht Einleitung 5 Daten und Fakten 6 Nachhaltigkeit bei Siemens 7 Berichtsmethode 8 Mitarbeiter 10 Arbeitssicherheit und Gesundheitsmanagement 10 Supply Chain Management 13 Umweltportfolio 14 Umweltschutz 18 Gesellschaftliches Engagement

13 Auch in unserer Logistik- und Transportkette arbeiten wir daran, die Umweltauswirkungen zu minimieren. Hierzu haben wir ein Kompetenzzentrum etabliert. Unsere Maßnahmen bestehen hier zum Beispiel darin, Transportunternehmen mit einer modernen Fahrzeugflotte zu nutzen, unsere Logistiknetzwerke zu optimieren, unsere Dienstleister auf Effizienzmaßnahmen zu verpflichten sowie zu anderen Transportmitteln zu wechseln, zum Beispiel von Luftfracht auf Seefracht. Im Jahr 2014 haben wir unsere Einkaufsprozesse weiter auf neue regulatorische Anforderungen angepasst. Beispielsweise verlangen die Holzverordnung der Europäischen Union oder die US-amerikanischen Regeln zu Konfliktmineralien, die für viele unserer Kunden verpflichtend sind, Transparenz tieferer Ebenen unserer Lieferkette. Siemens ist sich der Problematik bewusst, dass bei Lieferanten eingekaufte Produkte und Komponenten Mineralien aus Konfliktregionen enthalten können. Wir haben einen einheitlichen unternehmensweiten Prozess eingeführt, um die Verwendung, die Quellen und die Herkunft von Konfliktmineralien in unserer Lieferkette festzustellen. Eine enge Zusammenarbeit mit unseren Direktlieferanten unterstützt uns bei der Umsetzung dieser Maßnahmen. Wo dies notwendig ist, arbeiten wir mit Lieferanten zusammen, um Risiken zu minimieren, und tragen zusätzlich Sorge dafür, dass wir im Einkauf auch weiterhin verantwortungsvoll handeln und dabei auf bewährte und etablierte Managementprozesse bauen. Siemens hat die Leitlinie»OECD Due Diligence Guidance for Responsible Supply Chains of Minerals from Conflict-Affected and High-Risk Areas«als Pilotmitglied für die Entwicklung entsprechender Due-Diligence-Prozesse aktiv unterstützt und plant deren weitere Unterstützung. Dabei ist vor allem eine Due-Diligence-Prüfung der Risiken in der Mineralienlieferkette vorgesehen. Außerdem engagiert sich Siemens für branchenweite Initiativen wie die»conflict-free Sourcing Initiative«. Umweltportfolio Fast drei Viertel der Lösungen im Umweltportfolio entfallen im Geschäftsjahr 2014 allein auf den Bereich Energieeffizienz und unterstreichen die strategische Bedeutung dieser Technologien für Siemens. Energieeffizienz ist nicht nur beim Energieverbrauch relevant, beispielsweise bei unseren Industriemotoren, die im Zusammenspiel mit drehzahlveränderbarer Antriebstechnik bis zu 70 % Energie sparen. Das Umweltportfolio beinhaltet auch Lösungen, die bereits eine effiziente Erzeugung von Energie ermöglichen, etwa unsere hocheffizienten Gasund Dampfkraftwerke, die einen Wirkungsgrad von über 60 % erreichen können. Erneuerbare Energien tragen mehr als 20 % zu den mit dem Umweltportfolio erzielten Umsatzerlösen bei. In diesem Bereich ist Siemens mit innovativen Lösungen führend, zum Beispiel mit der getriebelosen Sechs-Megawatt-Windturbine. Umwelttechnologien beinhalten ein breites Spektrum an Lösungen und Dienstleistungen im Bereich Wasser und Luftreinhaltung sowie Produkte aus dem Bereich Healthcare, die negative Auswirkungen auf die Umwelt bei Lärm, Strahlung oder Gesamtgewicht reduzieren. Siemens-Umweltportfolio: Aufteilung nach Elementen 1 74 % Energieeffiziente Produkte und Lösungen Beispiele: > Gas- und Dampfturbinen-(GuD-)Kraftwerke > Intelligente Gebäudetechniken 21 % Erneuerbare Energien Beispiele: > Windturbinen > Smart-Grid-Anwendungen 5 % Umwelttechnologien 33,0 Mrd. Beispiele: > Technologien zur Luftreinhaltung > Automatisierungslösungen und Antriebstechnik für die Wasserwirtschaft 1 Verteilung gemäß Qualifizierungsprozess. 19 Testat und Indizes 13

14 UNABHÄNGIGE PRÜFERISCHE DURCHSICHT Wie in den Vorjahren, haben wir auch für das Geschäftsjahr 2014 eine unabhängige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft damit beauftragt, die berichteten Ergebnisse zu unserem Umweltportfolio einer betriebswirtschaftlichen Prüfung zur Erlangung einer begrenzten Sicherheit (Limited Assurance Engagement) zu unterziehen. Diese Prüfung wurde im Einklang mit dem International Standard on Assurance Engagements (ISAE) 3000 (Assurance Engagements Other than Audits or Reviews of Historical Financial Information) durchgeführt. Der unabhängigen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft sind keine Sachverhalte bekannt geworden, die sie zu der Annahme veranlassen, dass die Angaben im Abschnitt Siemens Environmental Portfolio des englischsprachigen Environmental Portfolio Reports, der die mit dem Umweltportfolio erzielten Umsatzerlöse sowie die Reduzierung der jährlichen Kohlendioxidemissionen bei unseren Kunden enthält, in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den zugrunde gelegten Berichterstattungsgrundsätzen aufgestellt worden sind. Den Prüfungsbericht finden Sie unter: (nur auf Englisch). Umweltschutz Betrieblicher Umweltschutz UMWELTBERICHTERSTATTUNG UND UMWELTDATENERFASSUNG Im Geschäftsjahr 2014 haben wir mit unserem Umweltinformationssystem 324 Berichte von Standorten aus 46 Ländern ausgewertet, an denen festgelegte Schwellenwerte bei Parametern wie Energienutzung, Ressourceneinsatz, Emissionen und Umweltmanagement überschritten wurden. Zum Messen und Überwachen unserer Umweltauswirkungen verwenden wir absolute Werte wie Energieverbrauch in Gigajoule. Die Angabe unserer Umweltdaten erfolgt portfoliobereinigt. Die Werte wurden auf 100 % Abdeckung hochgerechnet, um den gesamten Verbrauch wiederzugeben. Die Hochrechnungen waren nur für Primärenergie mit 18 % sowie Wasser und Abwasser mit rund 10 % signifikant. Unsere Kennzahlen berechnen wir für alle umweltrelevanten Büro- und Produktionsstandorte anhand von quartalsweise erhobenen Umweltdaten, die Umweltleistung auf portfoliobereinigter Basis. Diese Vorgehensweise ermöglicht es, die zeitliche Entwicklung der Umweltleistung vergleichbar darzustellen und zu überwachen, unabhängig vom Zukauf oder Abgang von Unternehmensteilen. UMWELTMANAGEMENTSYSTEM Alle unsere Standorte verfügen über ein Umweltmanagementsystem, 262 davon sind zusätzlich nach ISO zertifiziert. Die überwiegende Zahl, 258 Standorte, wurde extern zertifiziert, vier durch interne Auditoren. Die Entscheidung, ob eine Einheit ihr Umweltmanagementsystem nach ISO zertifizieren lässt, wird von den Umweltschutzverantwortlichen der Geschäfte und Länder in enger Abstimmung mit den Umweltschutzbeauftragten getroffen. 27 Siemens-Standorte haben ein Energiemanagementsystem nach ISO eingeführt. Weitere Standorte arbeiten bereits an der Einführung. ENERGIEVERBRAUCH Primärenergie (1.000 Gigajoule) 1 Erdgas / Flüssiggase Heizöl, Kohle, Benzin / Diesel Gesamt Abweichungen der Gesamtsummen sind auf Rundungsdifferenzen zurückzuführen. 2 Der Energieverbrauch hat sich im Geschäftsjahr 2013 aufgrund einer geänderten Hochrechnungsmethode um insgesamt 6,2 % erhöht. Im Geschäftsjahr 2014 hat sich der gesamte Verbrauch von Erdgas und Flüssiggasen im Vergleich zum Vorjahr um 11 % verringert. Der Verbrauch der anderen fossilen Brennstoffe spielt im Vergleich zum Gasverbrauch eine geringe Rolle und ist um 22 % zurückgegangen. Insbesondere der Kraftstoffverbrauch von Fahrzeugen und der Heizölverbrauch an unseren Standorten konnten reduziert werden. Insgesamt hat sich der Verbrauch von Primärenergie gegenüber dem Vorjahr aufgrund einer verkürzten Heizperiode in Europa um 12 % verringert. Sekundärenergie (1.000 Gigajoule) Strom Fernwärme Gesamt Einleitung 5 Daten und Fakten 6 Nachhaltigkeit bei Siemens 7 Berichtsmethode 8 Mitarbeiter 10 Arbeitssicherheit und Gesundheitsmanagement 10 Supply Chain Management 13 Umweltportfolio 14 Umweltschutz 18 Gesellschaftliches Engagement

15 Der Elektrizitätsverbrauch ist im Vergleich zum Vorjahr um 5 % zurückgegangen; Gründe waren die etwas geringere Auslastung der Standorte sowie die umgesetzten Effizienzmaßnahmen. Der Fernwärmebezug hat sich dem Trend des Erdgas- und Flüssiggasverbrauchs folgend um 17 % verringert, was vor allem mit der im Vergleich zu den Vorjahren kürzeren Heizperiode in Europa zusammenhängt. Um unsere Energieeffizienz zu steigern, wurde das Siemens- Energieeffizienzprogramm auch im Geschäftsjahr 2014 fortgesetzt. Wir haben Energiesparprojekte umgesetzt und an energieintensiven Standorten Energiemanagementsysteme eingeführt. Beispielsweise werden an drei Standorten von Industry Automation durch die Einführung von Energiemanagementsystemen jährlich rund 10 Gigawattstunden (GWh) Energie und Tonnen CO 2 eingespart. Wir erfassen den Energieverbrauch nicht nur an unseren Standorten, sondern auch zentral im Unternehmen den der Geschäftsfahrzeuge. Dabei werden Mitarbeiter- und Servicefahrzeuge sowie eigene Lastwagen zusammengefasst. Im Geschäftsjahr 2014 hat die Unternehmensflotte Kraftstoffe eingesetzt, deren Energiegehalt rund 4,2 Mio. Gigajoule betrug. TREIBHAUSGASEMISSIONEN Unsere Treibhausgasbilanz setzt sich aus der Summe der Emissionen an den Standorten und den Emissionen zusammen, die durch Firmenfahrzeuge und Geschäftsreisen verursacht werden. Wir berichten unsere Treibhausgasemissionen in Anlehnung an den Corporate Standard des Greenhouse Gas Protocols des World Resources Institute und des World Business Council for Sustainable Development. Direkte Treibhausgasemissionen (Scope 1) entstehen aus Quellen, die im Besitz oder unter der Kontrolle des Unternehmens stehen. Indirekte Treibhausgasemissionen (Scope 2) beziehen sich auf den Verbrauch von zugekauftem elektrischen Strom und Fernwärme. Die Geschäftsreisen werden unter Scope 3 berichtet, da sie durch Inanspruchnahme der Dienstleistungen und Fahrzeuge externer Firmen entstehen. Treibhausgasemissionen (in Tonnen CO 2 -Äquivalenten) Scope Scope Scope Gesamt Aufteilung der Treibhausgasemissionen (in %) 1 Elektrizität und Fernwärme Erdgas, Flüssiggase, Heizöl, Kraftstoffe Weitere Kyotogase Geschäftsreisen Abweichungen der Gesamtsummen sind auf Rundungsdifferenzen zurückzuführen. 2 Darunter fallen technisches CO 2, SF 6, HFC, PFC, CH 4 und N 2 O. Direkte Treibhausgasemissionen (Scope 1) verringerten sich um 10 %. Zurückzuführen ist dies in erster Linie auf den niedrigeren Heizbedarf, auf den geringeren Verbrauch von Fahrzeugkraftstoffen sowie auf eine verbesserte Handhabung von Schwefelhexafluorid (SF 6 ). Die Emissionen aus Elektrizität und Fernwärme (Scope 2) gingen um 3 % zurück; Grund war der geringere Bedarf an Fernwärme. Darüber hinaus konnten die Emissionen, die durch Geschäftsreisen verursacht wurden, um 2 % zurückgefahren werden. Dabei gingen vor allem die Emissionen aus Flügen und Bahnfahrten zurück. Insgesamt sind die Treibhausgasemissionen im Vergleich zum Vorjahr um 5 % gesunken. SCHADSTOFFEMISSIONEN IN DIE LUFT Auch andere industrielle Emissionen in die Luft sind im Umweltschutz von hoher Relevanz. Flüchtige organische Verbindungen (Volatile Organic Compounds, VOC) sind als Vorläufersubstanzen von bodennahem Ozon verantwortlich für den sogenannten Sommersmog. Wir setzen diese organischen Verbindungen in Lösemitteln von Lacken und Klebern ein sowie bei Imprägnierverfahren und in der Oberflächenreinigung. Wir kontrollieren auch die Verwendung von Substanzen mit einem ozonschichtschädigenden Potenzial (Ozone Depleting Substances, ODS). Dabei halten wir uns an die Vorgaben des internationalen Vertrags zum Schutz der Ozonschicht (Protokoll von Montreal) und an länderspezifische Gesetze. Schadstoffemissionen in die Luft (in Tonnen) Flüchtige organische Verbindungen Ozonabbauende Substanzen in Tonnen R11-Äquivalenten 1 0,15 0,13 1 Mit R11-Äquivalenten wird das ozonabbauende Potenzial gemessen. 1 Emissionen aus Reisetätigkeit (Flüge, Bahn, Mietwagen). 19 Testat und Indizes 15

16 Die Emissionen flüchtiger organischer Kohlenstoffverbindungen haben sich erhöht. Dies ist auf eine ausgeweitete Produktion bestimmter Emittenten von VOC im Geschäftsjahr 2014 zurückzuführen. Das Volumen der Emissionen ozonabbauender Substanzen stieg leicht von 0,13 auf 0,15 Tonnen R11- Äquivalente. Nichtsdestotrotz besteht eine zunehmende Bereitschaft, die Emissionen zu erfassen und Pläne für einen stufenweisen Ersatz einzuführen. Stickoxide haben wir rechnerisch unter Annahme typischer Verbrennungsbedingungen in den relevanten thermischen Prozessen ermittelt: Für das Berichtsjahr ergibt sich an den umweltrelevanten Standorten ein Wert von 185 Tonnen. Die Zahl beinhaltet Stickoxide, die beim Verbrennen der im Abschnitt Primärenergie genannten Brennstoffe freigesetzt wurden. ABFALL Die Umweltrelevanz von Abfällen hängt von der Abfallart und dem jeweiligen Entsorgungsverfahren ab. Daher unterscheiden wir gefährliche und nicht gefährliche Abfälle. Diese beiden Gruppen werden weiter unterteilt in Verwertungs- und Beseitigungsabfälle. Abfallströme aus Baumaßnahmen oder Abrissarbeiten berichten wir separat, da diese Materialien unabhängig von der Produktion entstehen. Abfall (in Tonnen) Nicht gefährliche Abfälle Gefährliche Abfälle Bauschutt Gesamt Die Wiederverwertungsquote der Abfälle liegt bei 86 % und hat sich damit im Vergleich zum Geschäftsjahr 2013 um 2 % erhöht. Dies ist auf einen größer gewordenen Anteil an Verwertungsabfällen bei Bauprojekten zurückzuführen. WASSER UND ABWASSER Wasserverbrauch (in Mio. Kubikmetern) 1 Wasserverbrauch 8,0 8,8 1 Darin nicht enthalten ist der Verbrauch von etwa 19,5 Mio. Kubikmetern Kühlwasser, die wir dem Grundwasser und Oberflächengewässern entnommen und chemisch unverändert, aber erwärmt wieder eingeleitet haben. Der Wasserverbrauch von Siemens ist im Berichtsjahr leicht gesunken. Dies ist unter anderem auf Wassereinsparprojekte zurückzuführen. Abwasser (in Mio. Kubikmetern) 1, 2 Kühlwasser 0,5 0,5 Sanitärabwasser 5,2 5,9 Produktionsabwässer gesamt 0,8 0,9 Sonstiges (inklusive Verluste) 1,5 1,5 Gesamt 7,9 8,7 1 Darin nicht enthalten ist der Verbrauch von etwa 19,5 Mio. Kubikmetern Kühlwasser, die wir dem Grundwasser und Oberflächengewässern entnommen und chemisch unverändert, aber erwärmt wieder eingeleitet haben. 2 Abweichungen der Gesamtsummen sind auf Rundungsdifferenzen zurückzuführen. Im Vergleich zum Vorjahr nahm der nicht gefährliche Abfall um 1 % zu, jedoch konnten wir das Volumen des gefähr lichen Abfalls um 9 % reduzieren. Zusammengefasst lag die Abfallmenge ohne Bauschutt auf Vorjahresniveau. Die Zunahme von Bauschutt war auf den Abriss eines Bürogebäudes in München zurückzuführen. Verwertung (in %, inklusive Bauschutt) Anteil der Verwertung am Gesamtabfall UMWELTRELEVANTE VORFÄLLE UND BUSSGELDER Im Berichtsjahr verzeichneten wir 15 umweltrelevante Vorfälle. Hierunter verstehen wir Ereignisse, die entweder den Behörden gemeldet werden müssen meldepflichtige Ereignisse oder externe Umweltauswirkungen verursacht haben. Einer der Vorfälle war mit Emissionen in Gewässer beziehungsweise in die Kanalisation verbunden. Es gab zehn Vorfälle mit Austritt von Öl, Diesel oder Harz, einer stand in Zusammenhang mit Emissionen in die Luft. Drei Vorfälle waren auf die Übertretung von Genehmigungen beziehungsweise lokalen Satzungen zurückzuführen. Die hierbei entstandenen geringen Schäden haben wir behoben und die Vorgänge analysiert, um eine Wiederholung auszuschließen. Die Höhe der Bußgelder war jedoch nicht signifikant Einleitung 5 Daten und Fakten 6 Nachhaltigkeit bei Siemens 7 Berichtsmethode 8 Mitarbeiter 10 Arbeitssicherheit und Gesundheitsmanagement 10 Supply Chain Management 13 Umweltportfolio 14 Umweltschutz 18 Gesellschaftliches Engagement

17 BIODIVERSITÄT Siemens hat an seinen eigenen Standorten Einfluss auf Natur und Arten. Unsere Mitarbeiter engagieren sich für den Naturund Artenschutz in Projekten auf lokaler Ebene. Dort pflanzen sie beispielsweise Bäume oder begrünen Dächer, wodurch Flächen renaturiert, das Mikroklima verbessert oder der Artenschutz unterstützt werden. Umweltschutz Produktbezogener Umweltschutz DENKEN IN LEBENSZYKLEN Materialkreisläufe (Cradle to Cradle) zu schließen, um so Ressourcen zu schonen, wird für die Produktentwicklung bei Siemens immer wichtiger und ist deshalb in unserem Umweltstandard berücksichtigt. Für unsere Produktdesigner schließt sich so der Informationskreis vom Lebensende des einen Produkts bis zur Entwicklungsphase eines neuen. Es bedeutet, dass Produkte, Komponenten oder Materialien mehrere Lebenszyklen durchlaufen, indem sie erneut verwendet, aufbereitet oder recycelt werden, und dadurch einen wesentlichen Beitrag zum Umweltschutz leisten. In diesem Zusammenhang kann der Einsatz risikobehafteter Stoffe in einem Elektronikprodukt dessen Recyclingfähigkeit stark beeinflussen. Soweit es technisch machbar ist, sollen die in der LoDS (List of Declarable Substances) gelisteten Stoffe weltweit in Erzeugnissen von Siemens vermieden werden. Damit gehen wir über die gesetzlichen Anforderungen hinaus. So wird bereits bei der Qualifizierung neuer Lieferanten deren Selbstverpflichtung eingeholt, Stoffe der LoDS zu deklarieren. Diese grundsätzlichen Anforderungen zur Stoffdeklaration geben wir auch im Rahmen von Einkaufs- und Projektverträgen an unsere Zulieferer weiter. Konkret bedeutet dies: Unsere Lieferanten müssen uns mitteilen, wenn die an uns gelieferten Produkte und Komponenten zu deklarierende Stoffe enthalten, und uns detaillierte Informationen dazu zur Verfügung stellen. In einer internetbasierten Datenbank, die einfach anwendbar ist und eine hohe Datenqualität sicherstellt, hinterlegen unsere Lieferanten ihre Erklärungen zu Produktinhaltsstoffen. LEBENSZYKLUSANALYSEN UND PRODUKTUMWELTDEKLARATIONEN Zur Ermittlung und Bewertung des»ökologischen Fußabdrucks«unserer Produkte und Lösungen über LCAs verwenden wir spezifische Softwarelösungen und wissenschaftlich anerkannte Datenbanken. Zusätzlich zu ausführlichen Lebenszyklusanalysen (Full-Scale-LCA) nutzen wir dort, wo es sinnvoll ist, auch den Ansatz vereinfachter Lebenszyklusanalysen (Screening-LCA) wie das CO 2 -Screening. Die Ergebnisse der LCAs bilden die Grundlage unserer Produktumweltdeklarationen (Environmental Product Declarations, EPD) und unterstützen die Produktentwicklung. So helfen wir Kunden, die aktuellen und künftigen Umweltauswirkungen ihrer Aktivitäten zu verringern. Um ein konzernweit einheitliches Niveau unserer Produktumweltdeklarationen zu gewährleisten, bündeln wir die Erfahrungen der einzelnen Geschäftseinheiten in einem eigenen Expertengremium. Zur Verbesserung interner Prozesse hat dieses Gremium einen Prozessleitfaden für die Erstellung von Produktumweltdeklarationen entwickelt. Im Berichtsjahr wurde dieser Prozessleitfaden von einem externen Auditor hinsichtlich seiner Übereinstimmung mit den Anforderungen der ISO verifiziert. Mit der Anwendung dieses Prozessleitfadens verbessert Siemens seinen Qualitätsstandard für die Erstellung von Produktumweltdeklarationen. Lebenszyklusanalysen und Produktumweltdeklarationen (Umsatzabdeckung in %) Full-Scale-LCA Screening-LCA EPD Wir berücksichtigen den Umsatz einer Geschäftseinheit im Verhältnis zu den Siemens-Umsatzerlösen, sobald wir für ihre Produkte beziehungsweise Systeme mindestens eine»full-scale-lca«,»screening-lca«oder»epd«angefertigt haben. Ein produktbezogener Abdeckungsgrad wird nicht ermittelt. Die Handhabung gebrauchter oder zu entsorgender Elektround Elektronikprodukte am Ende des Lebenszyklus umfasst weit mehr als das Sammeln und Verwerten von Altgeräten. Vielmehr geht es um einen sinnvollen Rücklauf einzelner Geräte bis hin zum Wiederaufarbeiten kompletter Anlagen, wie unsere Healthcare-Aktivitäten zeigen. 19 Testat und Indizes 17

18 Gesellschaftliches Engagement Unser gesellschaftliches Engagement stellen wir auch in Zahlen dar. So geben wir, aufgeteilt nach Sachkategorien und Regionen, Auskunft über die Entwicklung unserer Spendentätigkeit. Spenden Gesamt (in Mio. ) 27,4 27,0 Anteil am Gewinn nach Steuern (in %) 0,5 0,6 Spenden im regionalen Vergleich (in Mio. ) 1 Europa, GUS 2, Afrika, Naher und Mittlerer Osten 16,4 12,8 darin Deutschland 12,3 9,7 Amerika 8,0 9,6 Asien, Australien 3,1 4,5 Gesamt 27,4 27,0 1 Abweichungen der Gesamtsumme sind auf Rundungen zurückzuführen. 2 Gemeinschaft Unabhängiger Staaten. Spenden nach Sachkategorien (in Mio. ) 1 Bildung und Wissenschaft 15,6 17,1 Soziales 7,2 5,4 Kunst und Kultur 4,4 4,3 Umwelt 0,2 0,2 Gesamt 27,4 27,0 1 Abweichungen der Gesamtsumme sind auf Rundungen zurückzuführen. Die Siemens Stiftung Die Siemens Stiftung will Menschen in die Lage versetzen, aktiv zur gesellschaftlichen Entwicklung beizutragen. Sie konzentriert sich auf ganzheitliche, geschäftsunabhängige, wiederholbare Projekte und Modelle in Subsahara-Afrika, Lateinamerika sowie Europa (mit Schwerpunkt Deutschland). Die Siemens Stiftung wurde 2008 mit einem Gründungskapital von 390 Mio. als gemeinnützige Stiftung nach dem deutschen bürgerlichen Recht gegründet. Sie ergänzt die Siemens-Corporate-Citizenship-Aktivitäten und kooperiert mit den sechs weiteren Unternehmensstiftungen von Siemens in Argentinien, Brasilien, Dänemark, Frankreich, Kolumbien und in den USA Einleitung 5 Daten und Fakten 6 Nachhaltigkeit bei Siemens 7 Berichtsmethode 8 Mitarbeiter 10 Arbeitssicherheit und Gesundheitsmanagement 10 Supply Chain Management 13 Umweltportfolio 14 Umweltschutz 18 Gesellschaftliches Engagement

19 Testat und Indizes 20 Bescheinigung des unabhängigen Wirtschaftsprüfers 22 Global Compact der Vereinten Nationen 24 CEO Water Mandate der Vereinten Nationen 25 Global Reporting Initiative 26 Hinweise und zukunftsgerichtete Aussagen 27 Impressum 19

20 Bescheinigung des unabhängigen Wirtschaftsprüfers An die Siemens AG, Berlin und München UNSER AUFTRAG Wir haben eine prüferische Durchsicht des Kapitels»Nachhaltigkeit und gesellschaftliches Engagement«des»Zusammengefassten Lageberichts«des»Siemens-Jahresberichts 2014«sowie des Kapitels»Daten und Fakten«des Berichts»Weiterführende Nachhaltigkeitsinformationen zum Siemens-Jahresbericht 2014«der Siemens AG (im Folgenden: die Nachhaltigkeits berichterstattung) für den Berichtszeitraum vom 1. Oktober 2013 bis 2014 durchgeführt. Der»Siemens-Jahresbericht 2014«ist sowohl als Druckversion als auch als Onlineversion verfügbar, unter: COM/JAHRESBERICHT. Der Bericht»Weiterführende Nachhaltigkeitsinformationen zum Siemens-Jahresbericht 2014«liegt ausschließlich als Onlineversion vor, unter: NACHHALTIGKEITSKENNZAHLEN. UNSERE VERANTWORTUNG Unsere Aufgabe ist es, auf Grundlage der durchgeführten prüferischen Durchsicht eine Beurteilung der Nachhaltigkeitsberichterstattung abzugeben. Wir haben unsere prüferische Durchsicht unter Beachtung des International Standard on Assurance Engagements (ISAE) 3000 durchgeführt. Hiernach haben wir unsere Berufspflichten einzuhalten und den Auftrag so zu planen und durchzuführen, dass bei kritischer Würdigung mit einer begrenzten Sicherheit ausgeschlossen werden kann, dass die Nachhaltigkeitsberichterstattung in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den oben genannten Berichtsgrundsätzen und Kriterien aufgestellt worden ist. Bei einer prüferischen Durchsicht sind unsere durchgeführten Arbeiten weniger umfangreich als bei einer Prüfung, die auf die Erlangung einer hinreichenden Sicherheit ausgerichtet ist, sodass dementsprechend eine geringere Sicherheit gewonnen werden kann. GRENZEN UNSERES AUFTRAGS Unser Auftrag bezieht sich ausschließlich auf die deutsche Druckversion des Kapitels»Nachhaltigkeit und gesellschaftliches Engagement«des»Zusammengefassten Lageberichts«des»Siemens-Jahresberichts 2014«sowie die deutsche PDF-Version des Kapitels»Daten und Fakten«des Berichts»Weiterführende Nachhaltigkeitsinformationen zum Siemens-Jahresbericht 2014«. Zukunftsbezogene Aussagen und Verweise auf andere Internetseiten waren nicht Gegenstand unseres Auftrags. KRITERIEN Wir haben unsere Beurteilung anhand der in den Sustainability Reporting Guidelines G3.0 der Global Reporting Initiative (GRI) genannten Kriterien vorgenommen. Wir sind der Auffassung, dass diese Kriterien eine geeignete Grundlage für unsere prüferische Durchsicht bilden. VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER Der Vorstand der Siemens AG ist verantwortlich für die Aufstellung und den Inhalt der Nachhaltigkeitsberichterstattung in Übereinstimmung mit den oben genannten Kriterien. Diese Verantwortung umfasst auch die Konzeption, Implementierung und Aufrechterhaltung interner Kontrollen zur Aufstellung einer Nachhaltigkeitsberichterstattung, die frei von wesent lichen Fehlern ist, in Übereinstimmung mit den genannten Kriterien aufgestellt ist und auf angemessenen Methoden zur Datenermittlung einschließlich unter den gegebenen Umständen begründeten Annahmen und Schätzungen zu einzelnen Nachhaltigkeitsangaben beruht. Bei der Durchführung des Auftrags haben wir die Vorschriften des IFAC Code of Ethics for Professional Accountants zur Unabhängigkeit beachtet. WESENTLICHE ARBEITEN Unsere Auftragsdurchführung umfasste im Wesentlichen folgende Arbeiten: > > Befragung von Mitarbeitern hinsichtlich der Nachhaltigkeitsstrategie, der Nachhaltigkeitsgrundsätze und des Nachhaltigkeitsmanagements einschließlich des Dialogs mit Anspruchsgruppen der Siemens AG, > > Befragung von Mitarbeitern der zentralen Abteilung Corporate Development Strategy Sustainability, die mit der Erstellung der Nachhaltigkeitsberichterstattung beauftragt sind, zur Beurteilung des Nachhaltigkeitsberichterstattungssystems, der Methoden der Datengewinnung und -aufbereitung sowie der internen Kontrollen, soweit sie für die prüferische Durchsicht der Nachhaltigkeitsberichterstattung relevant sind, > > Befragung von Mitarbeitern der Fachabteilungen, die die Themenfelder Mitarbeiter, Arbeitssicherheit und Gesundheitsmanagement, Forschung und Entwicklung, Supply Chain Management (Steuerung der Lieferkette), Vertrieb und Kundenbeziehungen, Umweltportfolio, Umweltschutz sowie Gesellschaftliches Engagement verantworten, zur Beurteilung der Methoden der Datengewinnung und -aufbereitung sowie der internen Kontrollen, soweit sie für die prüferische Durchsicht der Nachhaltigkeitsberichterstattung relevant sind, > > Einsichtnahme in die relevanten Dokumentationen der Systeme und Prozesse zur Erhebung, Analyse und Aggregation der Nachhaltigkeitsdaten im Berichtszeitraum sowie deren stichprobenartige Überprüfung, 20 4 Einleitung5 Daten und Fakten 19 Testat und Indizes 20 Bescheinigung des unabhängigen Wirtschaftsprüfers 22 Global Compact der Vereinten Nationen 24 CEO Water Mandate der Vereinten Nationen

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