zum Bericht des Senats nach fünf Jahren Dr. Klaus von Dohnanyi beschäftigt und beunruhigt. Einiges war hervorragend, anders

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1 Stellungnahme des Vorsitzenden der ehemaligen Kommission zur Hamburger Hochschul-Strukturreform zum Bericht des Senats nach fünf Jahren Dr. Klaus von Dohnanyi Universität und der Wissenschaftsstandort Hamburg im Allgemeinen haben mich seit meiner Zeit als Bürgermeister beschäftigt und beunruhigt. Einiges war hervorragend, anders wiederum bedurfte dringlich der umfassenden Erneuerung. 10 Hamburg hatte zur Gründung einer Universität erst spät (1919) gefunden. In meiner Rede vor dem Übersee-Club 1985 Das geistige ige Gesicht Hamburgs hatte ich zu dieser Ausgangslage gesagt: Die Verbindung von Wissenschaft, Technik und Wirtschaft, aber auch von Kunst und Dienstleistungen in der Wirtschaft, gehören nicht zur hamburgischen Tradition... und 1

2 nur über Qualität können nen wir die wissenschaftliche Entwicklung unserer Stadt so fördern, dass sie der Zukunft Hamburgs gerecht wird. Aber in der nationalen und internationalen Beurteilung von 20 Wissenschaft und Wissenschaftspolitik hatte Hamburg diesen Standard nur ausnahmsweise erreicht. Dass auch mir als Bürgermeister Fortschritte nicht in ausreichendem Umfange gelungen waren en,, das zeigte sich ständig an den äußerst niedrigen Rankings, die Hamburg als Standort S für Forschung und Lehre immer wieder zu Kenntnis nehmen musste. Das war auch der Grund warum ich 2002 bereit war, mich an einer Kommission zur Strukturreform des Universitätsstandortes Hamburg zu beteiligen. Denn dies war eine überfällige, notwendige und dankenswerte Initiative des Senats von 30 Bürgermeister von Beust. Dem konntek sich ein Bürger mit meinen Erfahrungen auf diesem Gebiet nicht verschließen. 2

3 Die Aufgabe wurde umfassend gestellt und erstreckte sich von Fragen der Finanzierung über Fragen der Personalstrukturen, der Betreuung in der Lehre, der Qualität sowie Schwerpunktbildung in der Forschung, bis zu einer sinnvollen Zusammenfassung von bisher nicht optimal gegliederten Einrichtungen und Einheiten. Kurz, die gesamte Hochschullandschaft stand zur Debatte, denn sie bedurfte als Ganzes einer grundsätzlichen Reform. 40 Unsere Empfehlungen wurden vor heute genau fünf Jahren dem zuständigen Senator, Herrn Dräger, überreicht. Der von seiner Behörde jetzt vorgelegte Zwischenbericht ericht weist große Fortschritte auf, die im Wesentlichen entlang den Empfehlungen der Kommission erreicht reicht wurden. Der Bericht zeigt aber auch, dass noch immer eine erhebliche Strecke zu bewältigen sein wird bis Hamburg,, zum Beispiel gegenüber den süddeutschen Standorten, im Wettbewerb gleichziehen kann. Universitätsreformen wirken letztlich nur über Jahrzehnte. J 3

4 50 Natürlich ist nichts so gut, dass es nicht auch noch besser werden könnte. Aber bei der heutigen Ausgangslage rate ich nachdrücklich, dass wer immer zukünftig regieren mag auch nach den Wahlen die Grundzüge der vor fünf Jahren einstimmig beschlossenen Kommissionsempfehlungen geduldig und umsichtig weiter verfolgt werden. Korrekturen, wo sie als sachliche Erfahrung angeraten sein mögen,, sollten im Rahmen dieses Grundkonzeptes erwogen werden, denn Hamburg braucht endlich eine international und national exzellente Hochschullandschaft. 60 Dafür wiederum brauchen wir Ruhe in der Entwicklung und eine stetige Hand in der Wissenschaftspolitik. Von Wahlen motivierte Kurswechsel würden nicht nur der Universität schaden, sondern auch dem Standort Hamburg. Denn auf lange Sicht sollte der Wissenschaftsstandort Hamburg einmal ebenso wichtig werden wie Hafen und Logistik. 4

5 Zum Schluss möchte ich als Vorsitzender der damaligen Kommission Senator Dräger und seiner Behörde nachdrücklich danken für die in den fünf f Jahren seit der Vorlage des 70 Kommissionsberichts erreichten Fortschritte. Die Ergebnisse zeugen von einem entschlossenen Reformwillen. Unsere Arbeit hat sich gelohnt. 5

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