paedml 3.3 Der ZCM-Server für Windows-7-, Linuxund Macintosh-Arbeitsstationen in der paedml-novell ff

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1 Die Musterlösung Baden-Württemberg paedml 3.3 Der ZCM-Server für Windows-7-, Linuxund Macintosh-Arbeitsstationen in der paedml-novell ff Überblick über die Möglichkeiten unter besonderer Berücksichtigung der Erstellung und Bearbeitung von Richtlinien Version 1.0

2 Autoren: Peter Rißler Reiner Stegmaier

3 Inhaltsverzeichnis 1. Der ZSERVER Übersicht über die Hauptmenüpunkte ( Kategorien ) Startseite Geräte Arbeitsstationsgruppen Dynamische Arbeitsstationsgruppen Benutzer Benutzergruppen Richtlinien Bundles Aufbau der Kategorie Bundles Hinweise zur Image-Verteilung Bereitstellung Berichte Konfiguration Patch-Verwaltung Endpoint Security Richtlinien Der dynamisch lokale Benutzer Die Richtlinie DLU-Schueler Weitere DLU-Richtlinien Windows-7-Gruppenrichtlinien Test von Benutzer-Richtlinien Drucker-Richtlinie Beispiele für Arbeitsstations-Richtlinien Windows-7-Gruppenrichtlinie für Arbeitsstationen Energie-Verwaltungs-Richtlinie Fernsteuerrichtlinie Hintergrundwissen zu Richtlinien und Richtliniengruppen Vergleich ZCM - ZDM ZCM-Richtlinien Gruppen Vererbung von Richtlinien und Aufhebung der Vererbung Einzel- und Mehrfachrichtlinien Richtlinienkonflikte Anhang Drucker in der paedml-netzwerk-fortbildung Abbildungsverzeichnis Präsentationen und Broschüren zu den Kapiteln...42

4 Der ZSERVER 1. Der ZSERVER In der paedml Novell arbeitet man bisher (Stand: Sommer 2012) fast ausschließlich mit Windows-XP-Arbeitsstationen - evtl. auch noch mit Windows 98. Die paedml Novell unterstützt diese Arbeitsstationen vorzüglich. Die wesentlichen Informationen über Benutzer und Arbeitsstationen werden im edirectory auf dem GSERVER abgelegt. Das Managen der Arbeitsstationen erfolgt über das Zenworks Desktop Management (ZDM) in der Version 7 (paedml 3 Novell). ZDM unterstützt allerdings keine Windows-7-Arbeitsstationen. Dafür wurde von Novell das Zenworks Configuration Management (ZCM) entwickelt. Diese Funktionalität wird in der paedml Novell ab der Version bereit gestellt. (Siehe auch die Hinweise am Ende dieses Kapitels auf Seite 6.) ZCM ist im Schulpaket der paedml Novell enthalten. Das ZCM umfasst viele neue Dienste. In der paedml Novell fasst man diese ZCM-Dienste auf einem zusätzlichen Server (ZSERVER) zusammen. Dieser Server kann real oder virtuell sein. Seine RAM-Untergrenze beträgt 2 GB. Zum praktischen Arbeiten ist aber ein größerer Speicher empfehlenswert - je nach Auslastung des Netzes und Anzahl der Benutzer bzw. Arbeitsstationen im Netz. Der GSERVER hat die IP-Adresse , der ZSERVER erhält die IP-Adresse Abbildung 1: Einbau des ZSERVERs in das paedml-netz 1-4 Die Verwaltung des ZSERVERs geschieht entweder über die Server-Konsole oder - in den meisten Fällen - durch den Aufruf des Zenworks Kontroll-Zentrums (ZCC) mit Hilfe eines Browsers von einer Windows-7-Arbeitsstation aus mit der URL https:// Bei AnpaedML Novell / Überblick über den ZServer / Stand:

5 Der ZSERVER paedml 3.3 Kapitel 1 meldung als Benutzer administrator hat man volle Zugangsrechte. Das ZCC meldet sich mit nachstehender Übersicht. Abbildung 2: Das Zenworks-Control-Centrum (ZCC) Das ZCC bietet Zugriff auf folgende Kategorien Startseite Geräte Benutzer Richtlinien Bundles Patch-Verwaltung Bereitstellung Berichte Konfiguration Endpoint Security Die Anzahl der Kategorien hängt von der Konfiguration des ZCC ab. Es kann sein, dass einzelne Kategorien nicht konfiguriert sind und deshalb fehlen. In dieser Broschüre trifft dies in vielen Abbildungen z. B. auf die Kategorien Patch-Verwaltung und Endpoint Security zu. Die einzelnen Kategorien enthalten teilweise eine Ordnerstruktur (siehe Abb. 2). 1-5

6 Der ZSERVER Im Folgenden werden zu den einzelnen Kategorien Übersichts-Informationen gegeben. Für detaillierte Informationen bzw. den Umgang mit den wichtigsten Kategorien werden Präsentationen erstellt, die auch in den Arbeitskreisen Verwendung finden werden. Hinweise: Das ZCM unterstützt außer Windows-7-Rechnern auch Linux- und Mac-Rechner. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Manuskriptes ist die Mac-Integration bereits in Bearbeitung. Dabei sind gute Fortschritte zu erkennen. Die Integration von Linux-Rechnern wird vom ZCM ebenfalls unterstützt. Im Schulbereich ist derzeit die Nachfrage nach Linux-Clients bei Verwendung der paedml Novell nicht ausgeprägt, so dass an der Einbindung von Linux-Rechnern momentan nicht vorrangig gearbeitet wird. 1-6

7 Übersicht über die Hauptmenüpunkte ( Kategorien ) paedml 3.3 Kapitel 2 2. Übersicht über die Hauptmenüpunkte ( Kategorien ) 2.1. Startseite Die Startseite zeigt für die 4 Hauptmenüpunkte ( Kategorien ) Server (genauer: Geräte / Server ) Arbeitsstationen (genauer: Geräte / Arbeitsstationen ) Richtlinien Bundles eine Meldungszusammenfassung an, in der aufgeführt wird, wie viele der oben genannten Objekttypen mit dem Status kritisch bzw. Warnung und wie viele als normal eingestuft werden. Ferner kann man eine eigene Überwachungsliste (für Richtlinien, Bundles und Geräte) zusammenstellen sowie sich über anstehende Ereignisse an einem beliebig ausgewählten Tag informieren lassen. Abbildung 3: Startseite des ZCC Eine Hot-Liste verweist auf Geräte, die unbestätigte kritische Meldungen oder Warnmeldungen aufweisen. Abbildung 4: Überwachungsliste 2-7

8 Abbildung 6: Geräte - Arbeitsstationen 2-8

9 Übersicht über die Hauptmenüpunkte ( Kategorien ) paedml 3.3 Kapitel 2 Der Ordner LFB ist nach Räumen geordnet: 9

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12 Übersicht über die Hauptmenüpunkte ( Kategorien ) 2.5. Bundles Aufbau der Kategorie Bundles Bundles dienen zur Bereitstellung von Software / Programmen für Windows-7-Arbeitsstationen und Images für Windows-7-Arbeitsstationen sowie Images für nicht registrierte XP-Computer. Abbildung 12: Bundles im ZCC Ein Blick in die Programme der Schule LFB ( LFB-PGM ) zeigt eine mögliche weitere Ordner-Unterstruktur: Abbildung 13: LFB-PGM Programme zur Verteilung auf Windows-7-Arbeitsstationen müssen hier bereit gestellt werden. 2-12

13 Übersicht über die Hauptmenüpunkte ( Kategorien ) paedml 3.3 Kapitel 2 Bei gemischter XP- und Win7-Umgebung ist also eine doppelte Netzinstallation nötig. Es hat sich allerdings gezeigt, dass msi-dateien häufig unverändert übernommen werden können. One-Click-Installationen lassen sich in gleicher Weise bereit stellen wie für ZDM 7. Beim Erstellen ist im 1. Schritt festzulegen, welcher Bundle-Typ vorliegt, d. h. ob es sich um ein Image (Preboot-Bundle) oder eine Windows-7-Anwendung (Windows-Bundle) handelt: Abbildung 14: Auswahl des Bundle-Typs Hat man sich für eine Anwendung entschieden, dann legt man genauer fest, welche Art von Anwendung vorliegt: Abbildung 15: Auswahl der Art (Bundle-Kategorie) der Anwendung Diese Vorgehensweise gleicht genau derjenigen, die auch bei der Erstellung von Richtlinien vorgenommen wird! ( Kapitel 3 Seite 21 ff) Ausführliche Erläuterungen finden sich in [7] (Anhang 4.3) 2-13

14 Übersicht über die Hauptmenüpunkte ( Kategorien ) Hinweise zur Image-Verteilung Wenn im Schulnetz sowohl Windows-XP- wie auch Windows-7-Arbeitsstationen betrieben werden, ist der GServer nach wie vor für die registrierten XP-Arbeitsstationen zuständig, der ZServer für die Windows-7-Arbeitsstationen. Das Handling läuft folgendermaßen ab: Sowohl auf dem GServer wie auf dem ZServer laufen die DHCP-Dienste. Der Proxy-DHCP-Dienst läuft auf dem ZServer und muss auf dem GServer deaktiviert sein. Beim Einschalten eines Rechners benutzt dieser das PXE-Protokoll und kontaktiert einen PDHCP-Server. Dieser läuft nur auf dem ZServer (siehe oben). Registrierte Arbeitsstationen: Windows-7-Stationen: Die Arbeitsstationen haben bereits ihren korrekten Management- Server, den ZServer, gefunden. Windows-XP-Arbeitsstationen: Der ZServer verweist die XP-Stationen an den GServer, d. h. : Die XP-Arbeitsstationen finden ihren alten Management-Server. Die Betreuung erfolgt also nach wie vor über den Gserver. Nicht registrierte Arbeitsstationen: Das neue Image muss auf dem ZServer bereitgestellt werden. Soll allerdings eine neue Arbeitsstation ein XP-Image erhalten, muss verhindert werden, dass das auf dem Zserver bereit gestellte Image eingespielt wird. In diesem Fall drückt man während des PXE-Bootvorganges die Tastenkombination STRG+ALT, um ins PXE-Menü zu gelangen. Dort wählt man den Maintenance-Modus und gibt an der Kommandozeile Befehl zum Image-Einlesen vom Gserver ein. Nähere Informationen: siehe Anhang 4.3: [3] und [9] 2-14

15 Übersicht über die Hauptmenüpunkte ( Kategorien ) paedml 3.3 Kapitel Bereitstellung Die Kategorie Bereitstellung wird wohl in den meisten Schulen, welche die paedml Novell verwenden, nicht zur Anwendung kommen. Abbildung 16: "Bereitstellung" Hier kann man Geräte im paedml-netz ermitteln und ihnen den ZAA (Zenworks Adaptive Agent Kapitel 3.3 Test von Benutzer-Richtlinien) zur Verfügung stellen. Es gibt hier drei Bereiche: 1. Ermittlungsaufgaben Es werden alle Aufgaben angezeigt, die erstellt wurden, um Geräte im Netz zu ermitteln. Es können auch neue Aufgaben erstellt werden. 2. Bereitstellungsaufgaben Es werden alle Aufgaben angezeigt, die erstellt wurden, um Geräte im Netz bereit zu stellen. Auch hier können neue Aufgaben erstellt werden. 3. Bereitstellbare Geräte Es werden alle Geräte aufgeführt, von denen ermittelt wurde, dass sie alle Anforderungen zur Bereitstellung des ZAA erfüllen. 2-15

16 Übersicht über die Hauptmenüpunkte ( Kategorien ) 2.7. Berichte Der ZServer bietet eine Vielzahl von Aufstellungen und Berichten. Abbildung 17: Berichte - Inventarstandardberichte in Blick in z. B. die Gerätelisten bei den Inventar-Standardberichten gibt einen Überblick über die registrierten Computer. Abbildung 18: Inventarberichtgruppen - Gerätelisten 2-16

17 Übersicht über die Hauptmenüpunkte ( Kategorien ) paedml 3.3 Kapitel 2 Mit den Gerätelisten lassen sich Daten über die registrierten Geräte anzeigen. Abbildung 19: Blick in "Geräte nach Computer / Anmeldename" Falls man sich Informationen über die installierten Software-Anwendungen geben lassen will: Abbildung 20: Blick in die Software-Anwendungen - siehe Abb. 17 Darüber hinaus gibt es viele weitere Berichtsmöglichkeiten. 2-17

18 Übersicht über die Hauptmenüpunkte ( Kategorien ) 2.8. Konfiguration Einstellungen und Konfigurationen nimmt man in der Kategorie Konfiguration im ZENworks Control Center (ZCC) vor. Die Register zeigen die verschiedenen Bereiche an. Abbildung 21: ZCC: Konfigurationen, Übersicht Als Beispiel sei die Registerkarte Konfiguration genannt. Dort umfassen die Verwaltungszoneneinstellungen z. B. die Geräteverwaltung, die ihrerseits wiederum eine breite Auswahlpalette zeigt. 2-18

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20 Übersicht über die Hauptmenüpunkte ( Kategorien ) 2.9. Patch-Verwaltung Die Patch-Verwaltung ist derzeit in der Voreinstellung nicht konfiguriert. Wenn diese Funktion aktiviert werden soll, wechselt man in der Kategorie Konfiguration zur Registerkarte Konfiguration und klickt auf den Link für das Patch-Management. Danach startet man den Abonnementdienst im Einstellungsbereich Informationen zum Abonnementdienst in der Kategorie Konfiguration. Abbildung 24: Patch-Verwaltung Endpoint Security Abbildung 25: Endpoint Security Das Novell Endpoint Security Management bietet einen Schutz von Wecheldatenträgern wie z. B. USB-Sticks gegen Datendiebstahl durch eine automatische Verschlüsselung dieser Datenträger. Integriert ist auch eine leistungsfähige Firewall, die für die paedml bei Verwendung der Astaro allerdings nicht erforderlich ist. Auf der Registerkarte Workflow der Kategorie Endpoint Security wird der Vorgang zur Anwendung einer ZENworks Endpoint Security-Richtlinie auf ein Gerät angezeigt. Dieser Vorgang besteht aus drei Hauptaufgaben, zu denen Links angeboten werden: Agentenbereitstellung Richtliniendefinition Zuweisung und Durchsetzung 2-20

21 Richtlinien paedml 3.3 Kapitel 3 3. Richtlinien Mittels Richtlinien steuert man das Verhalten vor allem der Arbeitsstationen im Netz. Dieses Verhalten kann personenbezogen sein, d. h. die Arbeitsstationen bieten nicht jedem Benutzer dieselben Möglichkeiten. So erhalten z. B. in der Voreinstellung der paedml Novell Lehrer mehr Möglichkeiten als Schüler. Die Richtlinien werden normalerweise in Richtliniengruppen zusammengefasst. Diese Richtliniengruppen enthalten also mehrere Richtlinien, die entweder einen logischen Zusammenhang haben oder für die gleiche Benutzergruppe gelten. Im zweiten Fall muss man nicht jede einzelne Richtlinie der Benutzergruppe zuweisen sondern nur die entsprechende Richtliniengruppe. Die Richtliniengruppe ist demnach ein Mittel der Übersichtlichkeit und ein Mittel zur Vereinfachung. Im ZDM war starr vorgegeben, welche Richtlinien zu einer Richtliniengruppe (dort Paket genannt) gehören. Die Richtlinien konnten allerdings ebenfalls wie in ZCM verändert werden. Außerdem konnten die einzelnen Richtlinien einer Gruppe aktiviert oder deaktiviert werden, sie konnten aber nicht in eine andere Richtliniengruppe verschoben werden, wie es im ZCM möglich ist. Abbildung 26: Benutzerpaket_Lehrer in ZDM 3-21

22 Richtlinien Wir werden uns im Folgenden mit viererlei Richtlinien beschäftigen: der Richtlinie für dynamisch lokale Benutzer (DLU dynamic local user) den Windows-Gruppenrichtlinien der iprint-richtlinie zur Ansteuerung von Netzwerkdruckern Beispielen für Arbeitsstations-Richtlinien Wenn man das Zenworks Control Center (ZCC) mit https:// von einer Windows-7-Arbeitsstation aus startet, erhält man die Übersicht: Abbildung 27: ZCC Kategorie Richtlinien Der Schulordner LFB gliedert sich in Linux-, Mac- und Windows-Richtlinien. Der Ordner Windows ist wie nachstehend strukturiert: Abbildung 28: Struktur der Windows-Richtlinien einer Schule 3-22

23 Richtlinien paedml 3.3 Kapitel 3 Die Richtlinien der Schule gliedern sich in Arbeitsstations-Richtlinien Kapitel 3.5 Benutzer-Richtlinien Kapitel 3.1 und 3.2 Drucker-Richtlinien Kapitel 3.4 Bei der Erstellung von Richtlinien geht man in den ersten zwei Schritten analog zur Erstellung von Anwendungsobjekten ( 2.5 Seite 12 ff) vor. Im ersten Schritt wählt man das gewünschte Betriebssystem der Computer aus ( Linux, Macintosh oder Windows ), auf denen die Richtlinie gelten soll. Hinweis: Macintosh wird derzeit noch nicht angeboten. Abbildung 29: Auswahl des Betriebssystemes Im zweiten Schritt wählt man den Richtlinientyp aus einer vorgegebenen Liste: Die Richtlinientypen werden im Kapitel ZCM-Richtlinien näher beschrieben. Im ZCC erscheinen neben der Auswahl jeweils genauere Informationen. Abbildung 30: Auswahl des Richtlinientyps 3-23

24 Richtlinien 3.1. Der dynamisch lokale Benutzer Ein Computer, der von mehreren Benutzern benutzt wird, sollte für jeden Benutzer ein eigenes Konto (Zugang, Speicherplatz, Benutzereinstellungen etc.) bereit stellen. Dazu müssen diese Benutzer auf dem jeweiligen Rechner angelegt werden. Im Schulnetz kann dieses Verfahren in der Praxis nicht umgesetzt werden, da sonst auf jedem Rechner mehrere hundert Benutzer angelegt werden müssten und bei jeder Änderung bei den Benutzern die Rechner aktualisiert werden müssten. Mit der DLU-Richtlinie (dynamic local user) werden in der paedml Novell Benutzer, die sich am paedml-netz anmelden, automatisch als Benutzer dieser Arbeitsstation angelegt. Dabei werden den Benutzern bestimmte Rechte zugewiesen. Diese Anlegung ist nur temporär: Bei der Abmeldung wird das Benutzerkonto wieder entfernt. Deshalb macht es keinen Sinn, persönliche Einstellungen des Benutzers auf der Festplatte der Arbeitsstation zu speichern bzw. im Verzeichnis des Benutzers auf der Systemfestplatte oder auf dem Desktop Änderungen vorzunehmen. Diese Änderungen sind ebenfalls nur temporär Die Richtlinie DLU-Schueler Die Richtlinien können zentral (für alle) oder für eine bestimmte Schule vergeben werden (hier die Schule LFB). Das letztere Vorgehen ist üblich. Die DLU-Richtlinie wird für verschiedene Benutzergruppen getrennt erstellt, da es z. B. günstig sein kann, den Schülern weniger Rechte auf die lokale Arbeitsstation zu geben als den Lehrern. Damit kann erreicht werden, dass von den Schülern keine Systemeinstellungen des Rechners geändert werden. Mit den Gruppenrichtlinien ( Kapitel 3.2) kann dies noch weiter verbessert werden. Einen Ausschnitt aus der Struktur der Richtlinien zeigt die nebenstehende Ordnerstruktur (Abbildung 31). Die Benutzer-Richtlinie für das Anlegen dynamisch lokaler Schüler- Benutzer befindet sich im Ordner der Schule (LFB), darin im Unterordner Windows, da sie sich auf Windows-7- Arbeitsstationen bezieht. Da es eine Richtlinie ist, die für Benutzer gilt, liegt sie im weiteren Unterordner Benutzer. Diese Richtlinie wird dann in einem weiteren Schritt einer zugewiesen, die sich im selben Ordner befindet. Dieser Richtliniengruppe werden noch weitere Richtlinien zugewiesen. (Siehe dazu die nächsten Abschnitte) Abbildung 31: Ausschnitt aus den Benutzer-Richtlinien der Schule LFB 3-24

25 Richtlinien paedml 3.3 Die genaue Vorgehensweise bei der Erstellung der DLU-Richtlinie und der Zuweisung zur Richtliniengruppe wird in der paedml-novell-workshop-präsentation Richtlinien beschrieben (siehe Anhang 4.3: [6]) Kapitel Weitere DLU-Richtlinien In gleicher Weise werden DLU-Richtlinien für andere Benutzergruppen angelegt wie Lehrer, Gäste, Verwalter, die dann ihrerseits wieder entsprechenden Richtliniengruppen zugewiesen werden. Die Richtlinien für die verschiedenen Benutzer unterscheiden sich vor allem in der Zuweisung lokaler Benutzerrechte. Hier werden i. A. die von Windows-7 bereitgestellten lokalen Benutzergruppen verwendet (z. B. Administrator, Hauptbenutzer, Benutzer ). Abbildung 32: Benutzerrechte an DLU zuweisen 3-25

26 Richtlinien 3.2. Windows-7-Gruppenrichtlinien Gruppenrichtlinien enthalten Konfigurationseinstellungen für Benutzer bzw. Arbeitsstationen, um die Arbeit mit den Computern zu regeln. Es gibt entsprechend Benutzer- und Arbeitsstations- Richtlinien. Mit diesen Richtlinien steuert man z. B. das Aussehen des Benutzerdesktops oder regelt den Zugriff auf die Systemsteuerung. Es gibt auch Gruppenrichtlinien, mit denen die Arbeit mit Software wie z. B. Microsoft Office gesteuert wird. Abbildung 33: Gruppenrichtlinien-Editor gpedit.msc Gruppenrichtlinien können lokal mit dem Gruppenrichtlinieneditor (gpedit.msc) bearbeitet werden. Die Einstellungen unter Computerkonfiguration wendet Windows an, wenn das System startet. Die Einstellungen unter Benutzerkonfiguration wendet Windows auf die Profile der einzelnen Anwender an, wenn sich diese anmelden. Die Einstellungen sind jeweils in drei weitere Bereiche unterteilt: Softwareeinstellungen Windows-Einstellungen: Hier finden sich u.a. Skripts, die beim An- und Abmelden ausgeführt werden und Sicherheitseinstellungen. Administrative Vorlagen: Hier finden sich Möglichkeiten zur Einstellung und Automatisierung von Windows, d.h. Einstellungen im Internet Explorer, zum Desktop und viele anderen Funktionen in Windows können hier vorgenommen werden. 3-26

27 Richtlinien paedml 3.3 Kapitel 3 Eine Einstellung kann meistens drei verschiedene Zustände annehmen: Nicht konfiguriert: In der Registry wird keine Änderung vorgenommen. Aktiviert: Die Einstellung auf dem Zielobjekt wird geändert. Deaktiviert: Die Einstellung wird auf den Standard zurückgesetzt. Beispiele: Konfiguration der Proxyeinstellungen Benutzerkonfiguration/Windows-Einstellungen/Internet Explorer-Wartung/Verbindung Proxyeinstellungen Konfiguration Startseite und Suchseite des Internet Explorers Benutzerkonfiguration/Windows-Einstellungen/Internet Explorer-Wartung/URLs/Wichtige URLs Desktophintergrund verwenden Benutzerkonfiguration/Administrative Vorlagen/Desktop/Desktop Desktophintergrund Der neue Hintergrund ist nach einer Neuanmeldung aktiv. Desktopbereinigungsassistent deaktivieren Benutzerkonfiguration/Administrative Vorlagen/Desktop Desktopbereinigungsassistent entfernen Systemsteuerungsoption Anzeige entfernen Benutzerkonfiguration/Administrative Vorlagen/Systemsteuerung/Anzeige Systemsteuerungsoption Anzeige deaktivieren Zugriff auf Systemsteuerung verbieten Benutzerkonfiguration/Administrative Vorlagen/Systemsteuerung Zugriff auf die Systemsteuerung nicht zulassen ZCM gestattet, die vollständige Palette der Windows-7-Gruppenrichtlinien auf die Benutzer bzw. Computer in der paedml Novell anzuwenden. Von zentraler Stelle, dem Zenworks Kontrollzentrum ZCC, kann der Einsatz dieser Richtlinien verwaltet werden. Eine Windows-7-Gruppenrichtlinie kann nur an einer Windows-7-Arbeitsstation bearbeitet werden. Zur Erstellung und Verwaltung der Gruppenrichtlinien ist der Gruppenrichtlinien-Helper (Group Policy Helper) nötig, der sich bei der ersten Erstellung einer Richtlinie auf Knopfdruck herunterladen und installiert lässt. Zum derzeitigen Stand (Mai 2012) arbeitet der Gruppenrichtlinien- Helper nicht mit der neuesten Firefox-Version zusammen. Es wird der Internet-Explorer empfohlen. Nachstehende Abb. 34 zeigt ein Anwendungsbeispiel der Gruppenrichtlinien: Einstellung des Desktop-Hintergrundes: Zwei Einstellungen müssen aktiviert werden. Zusätzlich muss evtl. ein Hintergrundbild bereit gestellt werden. 3-27

28 Richtlinien Abbildung 34: Gruppenrichtlinie Desktop-Hintergrund einstellen Generell geht es um die Aktivierung oder Deaktivierung von Einstellungen bzw. Rechten. Wie man sieht, lassen sich hier sehr viele Einstellungen vornehmen, die dann alle in der Windows-7-Gruppenrichtlinie zusammen gefasst sind. Diese Einstellungen lassen sich auch später noch bearbeiten (erweitern, löschen, korrigieren). Eine solche Windows-7-Gruppenrichtlinie kann für die verschiedenen Benutzergruppen unterschiedlich aussehen; deshalb werden verschiedene Gruppenrichtlinien für Schüler, Lehrer und Verwalter erstellt. Diese Gruppenrichtlinien werden dann wie die DLU-Richtlinien der Richtliniengruppe dieser Benutzer ( Richtliniengruppe-Schueler, Richtliniengruppe-Lehrer ) zugewiesen. Oder (andere Sprech- und Vorgehensweise): Die DLU-Schueler-Richtlinie und die Gruppenrichtlinie-Schueler werden Mitglieder der Richtliniengruppe-Schueler. Analog wird bei den anderen Benutzergruppen vorgegangen. 3-28

29 Richtlinien paedml 3.3 Kapitel Test von Benutzer-Richtlinien In manchen Fällen ist die Richtlinie sofort wirksam, in vielen Fällen erst nach einer Neuanmeldung eines Benutzers bzw. manchmal sogar erst nach dem Neustart der Arbeitsstation und der anschließenden Benutzer-Anmeldung. Ein Benutzer kann im Infobereich der Taskleiste den Zenworks Adaptive Agent (ZAA) starten... Abbildung 35: Start des ZAA und im geöffneten ZAA-Fenster kontrollieren, ob die betreffende Richtlinie aktiv ist. Abbildung 36: Aktive Richtlinien - angezeigt im ZAA 3-29

30 Richtlinien 3.4. Drucker-Richtlinie Die Drucker-Richtlinie sorgt für die Konfiguration eines Netzwerkdruckers sowie für die Bereitstellung des Druckers an den gewünschten Arbeitsstationen und die Verteilung der Druckertreiber dieses Druckers an diese Arbeitsstationen. Abbildung 37: Auswahl des Richtlinientyps Voraussetzung ist, dass im edirectory ein Drucker-Objekt vorhanden ist (siehe auch Kap. 4.1 im Anhang). Abbildung 38: Der Druckerrichtlinie "EDV7-PDFCreator" wird der Raum EDV7 zugewiesen Teil 1 Die Druckerrichtlinie wird normalerweise an einen ganzen Raum zugewiesen : Geräte / Arbeitsstationen / Schulname / Raumname 3-30

31 Richtlinien paedml 3.3 Kapitel 3 Abbildung 39: Zuweisung an EDV7 - Teil Beispiele für Arbeitsstations-Richtlinien Richtlinien, die nicht benutzerbezogen sein sollen, sondern computerbezogen sind - und damit meist auch raumbezogen, heißen Arbeitsstations-Richtlinien und werden bei den Arbeitsstationen abgelegt. Abbildung 40: Arbeitsstationsrichtlinien und -Richtliniengruppe 3-31

32 Richtlinien Windows-7-Gruppenrichtlinie für Arbeitsstationen Arbeitsstationsrichtlinien können z. B. innerhalb der Windows-Gruppenrichtlinie aktiviert werden. Abbildung 41: Gruppenrichtlinie für Arbeitsstationen So kann etwa der Zugriff auf Wechselmedien (CD, DVD, USB-Geräte) eingeschränkt werden und zwar computerbezogen (d. h. als Arbeitsstations-Richtlinie) etwa bei Rechnern in sensiblen Bereichen oder in bestimmten Räumen oder benutzerbezogen (für Schüler: ja, Lehrer: nein) als Benutzer-Richtlinie. In obiger Abbildung 41 wird eine Computerkonfiguration, d. h. eine Arbeitsstationsrichtlinie bearbeitet. 3-32

33 Richtlinien paedml 3.3 Kapitel Energie-Verwaltungs-Richtlinie An einer lokalen Arbeitsstation kann eingestellt werden, nach welcher Zeit ohne Benutzung sich der Monitor, die Festplatte etc. abschalten und zwar unterschiedlich bei Netz- oder Batteriebetrieb. Dieses Verhalten einer Arbeitsstation kann im paedml-novell-netz ebenfalls durch eine Richtlinie (Richtlinientyp Energieverwaltungsrichtlinie, siehe Abb. 30) gesteuert werden. Abbildung 42: Arbeitsstations-Richtlinie zur Energieverwaltung Eine Energie-Verwaltungs-Richtlinie wird sinnvollerweise computerbezogen (oder für alle Computer gleich) eingerichtet. Evtl. kann für Notebooks eine modifizierte Richtlinie verwendet werden. 3-33

34 Richtlinien Fernsteuerrichtlinie Abb. 40 auf Seite 31 zeigt den Ordner Windows / Arbeitsstationen der Kategorie Richtlinien. In diesem Ordner erkennt man zusätzlich eine Fernsteuerrichtlinie vom Typ Fernverwaltungsrichtlinie (siehe Abb. 30), welche die Fernbetrachtung bzw. die Fernsteuerung von Windows-7-Rechnern regelt. Abbildung 43: Fernsteuerrichtlinie Im gleichen Ordner erkennt man eine Richtliniengruppe Gruppe Win7, in welcher alle Arbeitsstationsrichtlinien gemeinsam verwaltet werden können - oder auch nur ein Teil der Arbeitsstationsrichtlinien. 3-34

35 Richtlinien paedml 3.3 Kapitel Hintergrundwissen zu Richtlinien und Richtliniengruppen Vergleich ZCM - ZDM Vergleich zwischen dem Zenworks Configuration Management (ZCM) auf dem ZServer und Zenworks Desktop Management (ZDM) auf dem GServer Abbildung 44: Vergleich der ZCM- und der ZDM-Richtlinien Beim ZCM lassen sich die Richtlinien frei zu einer Richtliniengruppe zusammenstellen, beim ZDM waren die Richtlinienpakete fest vorgegeben. 3-35

36 Richtlinien ZCM-Richtlinien Nachstehende Richtlinientypen sind unter ZCM verfügbar (siehe auch Abb. 37). Richtlinie für Browser-Lesezeichen Hiermit können Sie Internet-Explorer-Favoriten für Windows-Geräte und -Benutzer konfigurieren. Richtlinie für dynamische lokale Benutzer ( 3.1 Der dynamisch lokale Benutzer ) Mit dieser Richtlinie können Sie neue Benutzer erstellen und vorhandene Benutzer verwalten, die auf Windows 2000-, Windows SP- und Windows Vista-Arbeitsstationen erstellt wurden sowie in Windows 2000-, und Windows 2008-Terminalserversitzungen, nachdem sich die Benutzer erfolgreich bei der Benutzerquelle authentifiert haben. Richtlinie für lokale Dateirechte Hiermit können Sie Rechte für Dateien oder Ordner konfigurieren, die sich in den NTFS- Datei-Systemen befinden. Mithilfe dieser Richtlinie können Sie Basis- und erweiterte Berechtigungen sowohl für lokale Benutzer als auch für Domänenbenutzer oder Gruppen konfigurieren. Damit kann ein Administrator auf verwalteten Geräten benutzerdefinierte Gruppen anlegen. Druckerrichtlinie Die Druckerrichtlinie dient zum Konfigurieren von lokalen Druckern sowie von SMB-, HTTP- und iprint-druckern auf einem Windows-Computer. Fernverwaltungsrichtlinie Mit der Fernverwaltungsrichtlinie können Sie das Verhalten bzw. die Ausführung von Fernverwaltungssitzungen auf dem verwalteten Gerät konfigurieren. Die Richtlinie enthält Eigenschaften wie Fernverwaltungsvorgänge und Sicherheit. Richtlinie für zentral gespeicherte Profile Hiermit können Sie ein Benutzerprofil erstellen, das unter einem Netzwerkpfad gespeichert wird. Ein Benutzerprofil enthält Informationen zu den Desktop-Einstellungen und den persönlichen Einstellungen eines Benutzers, die in jeder Sitzung wieder zur Verfügung stehen. Unter einem Netzwerkpfad gespeicherte Benutzerprofile werden als Roaming-Profile (zentral gespeicherte Profile) bezeichnet. Bei jeder Anmeldung eines Benutzers an einem Gerät wird dessen Profil aus dem Netzwerkpfad geladen. Damit werden die persönlichen Einstellungen eines Benutzers konsistent beibehalten, auch wenn er die Arbeitsstationen wechselt. SNMP-Richtlinie Mit der SNMP-Richtlinie können Sie SNMP-Services auf den verwalteten Geräten konfigurieren. Windows-Gruppenrichtlinie Die Windows-Gruppenrichtlinie besteht aus einer großen Anzahl von Konfigurationsmöglichkeiten sowohl für die Benutzer wie für die Arbeitsstationen. Die Windows- Gruppenrichtlinie fasst diese große Anzahl von Einstellungen zusammen. Es kann jederzeit eine einzelne Einstellung hinzugefügt oder geändert (aktiviert oder deaktiviert) werden. ZENworks Explorer-Konfigurationsrichtlinie Hiermit können Sie das Verhalten und die Funktionen des ZENworks Explorer zentral verwalten. 3-36

37 Richtlinien paedml 3.3 Kapitel 3 Energieverwaltungsrichtlinie (neu ab ZCM 11) Dies ist eine Richtlinie zur Erstellung von Energieverwaltungsschemata für Geräte und Benutzer ( Energie-Verwaltungs-Richtlinie) Eine Richtlinie muss einem Gerät, einem Benutzer entsprechenden Ordnern oder Gruppen zugewiesen werden. Richtlinien können zu Richtliniengruppen zusammengefasst werden. Dann weist man eine solche Richtliniengruppe Geräten, Benutzern, Ordnern oder Gruppen zu. Nachstehende Richtlinien können Geräten oder Benutzergruppen zugewiesen werden: Die Richtlinie für Browser-Lesezeichen Die Richtlinie für dynamische lokale Benutzer (DLU) siehe Kapitel 3.1 Die Windows-7-Gruppenrichtlinie siehe Kapitel 3.2 Die Druckerrichtlinie siehe Kapitel 3.4 Die Zenworks-Explorer-Richtlinie Folgende Richtlinien können nur Geräten zugewiesen werden: Die Richtlinie für lokale Dateirechte (NTFS) Die SNMP-Richtlinie Folgende Richtlinie kann nur Benutzern gewiesen werden: Die Richtlinie für ein zentral gespeichertes Profil Die einem Ordner zugewiesene Richtlinie (Richtliniengruppe) gilt für alle Mitglieder des Ordners. Dies gilt auch für in der Tiefe verschachtelte Ordner. 3-37

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