Evaluation Immersionsunterricht 2007

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1 Kantonsschule Kreuzlingen Schulleitung Evaluation Immersionsunterricht 2007 Übersicht 1 Ausgangslage... S. 1 2 Zusammenfassung der Auswertung... S. 1 3 Befragung der Eltern... S. 2 4 Befragung der Schülerinnen und Schüler... S. 3 5 Befragung von Lehrpersonen... S. 5 6 Auswertung nach Cambridge-Aufenthalt... S. 6 7 Evaluationsbericht der SubAK... S. 6 1 Ausgangslage 23 Schülerinnen und Schüler sowie 22 Eltern (1 Geschwisterpaar) der 2Mc sowie 19 Schülerinnen und Schüler der 3Mc erhielten nach einem, resp zwei Jahren Immersionsunterricht einen Fragebogen, in dem einerseits die allgemeine Schulmotivation des Kindes, andererseits Erwartungen und Verbesserungsvorschläge im Zusammenhang mit dem Immersionsunterricht erfragt wurden. Ebenfalls wurden die Lehrpersonen der Fächer Physik und Geschichte befragt. Weiter haben Mitglieder der SubAK die Immersionsklassen über einen längeren Zeitraum begleitet (Unterrichtsbesuche). Rücklauf Fragebogen Eltern/Schülerinnen und Schüler: Von 19 Fragebogen an die 3Mc wurden alle ausgefüllt. Von 23 Fragenbogen an die 2Mc wurden 22 ausgefüllt. Von 22 Fragebogen an die Eltern der 2MC wurden 15 ausgefüllt. Ab Kapitel 3 werden die Resultate zusammengefasst dargelegt, wobei jedoch nur Mehrfachnennungen berücksichtigt wurden. 2 Zusammenfassung der Auswertung Auswertung: Aus der zweiten Evaluation geht hervor, dass die Schülerinnen und Schüler der beiden Immersionsklassen wieder diesen Klassentyp wählen würden. Viele Schülerinnen und Schüler beklagen sich jedoch über ungenügende Englischkenntnisse von Fachlehrern. Um hier Abhilfe zu schaffen, hat die Schulleitung zwei Massnahmen getroffen: 1. Jährlich absolvieren Fachlehrpersonen einen intensiven Sprachkurs im englischen Sprachraum (während der Sonderwoche). 2. Um Fachlehrpersonen im Unterrichtsalltag zu unterstützen wird ein English Assistant (native speaker) angestellt. Einige Eltern, Schülerinnen und Schüler wünschen, dass der mündliche Unterricht in den Immersionsklassen verstärkt wird.

2 2/6 3 Befragung der Eltern 3.1 Schulmotivation Die Frage Geht Ihr Kind gern zur Schule? wurde 9 Mal mit trifft fast immer zu und 6 Mal mit trifft oft zu beantwortet. Die Frage Hat die Motivation Ihres Kindes, die Immersionsklasse zu besuchen, während des zu Ende gehenden Schuljahres abgenommen? wurde 13 Mal mit trifft überhaupt nicht zu beantwortet. Kommentar: Schülerinnen und Schüler der Immersionsklasse 2Mc besuchen motiviert bis sehr motiviert den Unterricht. Die Frage Beklagt sich Ihr Kind über Überforderung? wurde 8 Mal mit trifft überhaupt nicht zu und 7 Mal mit trifft selten zu beantwortet. Kommentar: Die Anforderungen des Unterrichts an die Schülerinnen und Schüler scheinen aus Sicht der Eltern kaum ein Thema zu sein. 3.2 Erwartungen an den Immersionsunterricht Die Erwartungen der Eltern der 2Mc vor Beginn des Immersionsunterricht lassen sich wie folgt zusammenfassen: Englisch soll nicht mehr Fremdsprache sein, Fachliteratur und Vorlesungen in Englisch verstehen (3) bessere Englischkenntnisse, mehr Motivation, neue Erfahrungen, mehr Sprachpraxis (8) Kommentar: Die Eltern erwarten, dass ihr Kind dank des Immersionsunterrichts besser Englisch spricht und motivierter ist, die Schule zu besuchen. Wurden diese Erwartungen erfüllt? Verbesserungen der mündlichen und schriftlichen Englischkenntnisse: ja (7) Kaum Verbesserungen des Fachwortschatzes (2) Kommentar: Die Erwartungen der Eltern haben sich erfüllt: Ihre Kinder verfügen über bessere Englischkenntnisse (passiv). Der Fachwortschatz müsste nach Ansicht der Eltern noch vermehrt aufgebaut werden. 3.3 Verbesserungsvorschläge keine (8) mündlichen Unterricht verstärken (3)

3 3/6 Systematik des Aufbaus eines deutschen und englischen Fachwortschatz verbessern (3) Kommentar: Der mündliche Unterricht zu verstärken ist ein Wunsch einiger Eltern, e- benso wünschen sie einen strukturierten Aufbau eines Fachwortschatzes (Englisch/Deutsch). 3.4 Richtige Klassenwahl Die Frage, ob die Eltern ihre Kinder wieder in diese Klasse senden würden wurde wie folgt beantwortet: ja, auf jeden Fall (15) Kommentar: Das klare Resultat zeigt, dass die Eltern die Wahl des Kindes nicht bereuen. 4 Befragungen der Schülerinnen und Schüler der 2Mc und 3Mc Die Frage würden Sie sich wieder für die Immersionsklasse entscheiden? beantwortete die Klasse 2Mc 21 Mal mit Ja und 1 Mal mit Nein beantwortete die ganze Klasse 3Mc mit Ja (2006: gleiches Resultat) Kommentar: Alle Schülerinnen und Schüler bis auf eine Person sind mit der Klassenwahl zufrieden und würden sich wieder für die Englisch-Klasse entscheiden. Die Frage, ob der Zeitaufwand für Hausaufgaben in den auf Englisch unterrichteten Fächern gestiegen sei beantwortete die Klasse 2Mc mit 16 Mal Nein und 6 Mal mit Ja und zwar in den Fächern Geschichte (5), Geografie (3), Mathematik (1), Physik (1) beantwortete die Klasse 3Mc 11 Mal mit Nein und 8 Mal mit Ja und zwar in den Fächern Biologie (6), Chemie (5), Geschichte (2), Mathematik (2), Physik (1), in allen Fächern (1) Kommentar: In einigen Fächern hat sich der Zeitaufwand vergrössert. Aus den Bemerkungen geht hervor, dass dies mit dem Erlernen neuer Wörter zu tun hat oder dass einige Lehrbücher anspruchsvoll sind. Die Frage nach Verständnisproblemen beantwortete die Klasse 2Mc 8 Mal mit manchmal und 14 Mal mit kaum beantwortete die Klasse 3Mc 4 Mal mit manchmal und 15 Mal mit kaum

4 4/6 Kommentar: Im Grossen und Ganzen haben die Englischklassen keine Mühe dem Unterricht zu folgen. Die Frage, ob die Anzahl der auf Englisch unterrichteten Fächer richtig sei, beantworteten die Schülerinnen und Schüler der 2Mc 6 Mal mit zu wenig, 16 Mal mit gerade richtig der 3Mc 2 Mal mit zu wenig, 16 Mal mit gerade richtig und 1 Mal mit zu viel Kommentar: Die Schülerinnen und Schüler finden die Fächerwahl richtig, einige wünschen sich noch mehr Immersionsunterricht. Die Frage nach dem Nutzen des Englischunterrichts stuften die Schülerinnen und Schüler der Klasse wie folgt ein: 2Mc mittel (4), gross (13), sehr gross (5) 3Mc mittel (2), gross (11), sehr gross (6) 2006: mittel (4), gross (13), sehr gross (3) Kommentar: Der Nutzen des Immersionsunterrichts wird von den Schülerinnen und Schüler als hoch bis sehr hoch eingestuft. Als die positivsten Aspekte des Immersionsunterrichts nannten die Klassen: man hat Englisch immer im Ohr, entwickelt Sprachgefühl (6) man kennt englische Fachbegriffe, grösserer Wortschatz (11) spricht selbstverständlicher Englisch, besserer Redefluss (8) man beginnt auf Englisch zu denken (2) besseres Textverständnis (2) mehr mündliches Sprachtraining als in anderen Klassen (3) Kommentar: Besserer Redefluss, grösserer Wortschatz und besseres Sprachgefühl sind für die Schülerinnen und Schüler der grösste Nutzen. Als negative oder zu verbessernde Aspekte des Immersionsunterrichts nannten die Klassen: zum Teil unbefriedigende Englischkenntnisse der Lehrpersonen (24) Sprachfehler der Lehrpersonen verwirren Schüler und Schülerinnen (5) Lehrpersonen weichen auf Deutsch aus um etwas zu erklären (2) zu wenig mündlicher Unterricht (2) schwierige Lehrmittel, unterschiedliche Qualität der Lehrmittel (4) Kommentar: Wie bei der Evaluation 2006 stossen sich sehr viele Schülerinnen und Schüler an den Englischkenntnissen der Lehrpersonen. Um hier Verbesserungen zu bewirken, werden Fachlehrpersonen während den Sonderwochen einen intensiven

5 5/6 Sprachkurs im englischen Sprachraum absolvieren. Zudem wird ein English Assistant angestellt (native speaker) angestellt. Ebenfalls kritisch beäugt wird von einigen Schülerinnen und Schülern die Qualität der Lehrmittel. Bei Bemerkungen und Anregungen wurde notiert Immersionsunterricht ist super (8) Immersionsunterricht ab der ersten Klasse (2. Semester) einführen (2) Kommentar: Trotz Kritikpunkten sind die Englischklassen mit dem Immersionsunterricht sehr zufrieden. Die 3Mc wurden gefragt, ob sie nach dem Sprachaufenthalt in England ihr Englisch als besser einschätzen im Vergleich zu den Parallelklassen. Dies beantworteten die Schülerinnen und Schüler mit teilweise schon (6) haben die anderen Klassen nicht sprechen gehört (2) Kommentar: Eine separate Auswertung zeigt hier klarere Ergebnisse (vgl. Kapt. 6). 5 Befragung von Lehrpersonen Mathematik und Physik Die 3Mc ist in Mathematik leistungswilliger als eine reguläre Klasse. Inhaltlich nimmt der Lehrer im Vergleich zu den regulären Klassen keine Änderungen vor. Im Fach Physik ist das Niveau etwas schlechter als in regulären Klassen, was mit Durchhänger der Klasse und Schwierigkeiten Sachverhalte auf Englisch zu erklären des Lehrers begründet wird. Mit der 2Mc ist der Physiklehrer weiter, als er jemals mit einer regulären Klasse auf der gleichen Stufe war. Geografie Aus der alljährlich durchgeführten Querschnittsprüfung vor Ende der 2. Klasse wird ersichtlich, dass die Englischklasse im Mittelfeld liegt. Querschnittsprüfung Geografie 2007 Durchschnittsnoten aller Klassen 4,54 (Noten: 2Ma: 4,99; 2Mb: 4,56; 2Mc: 4,46; 2Md: 4.14) Geschichte Im Geschichtsunterricht müssen die Schülerinnen und Schüler eine Mehrarbeit durch das Erlernen von Vokabeln leisten. Das Buch wird von beiden Fachlehrpersonen als anspruchsvoll beurteilt. Betreffend Tempo sind sich die Fachlehrpersonen nicht einig,

6 6/6 bei einer Klasse müsse das Tempo reduziert werden, der Unterricht klebe im Vergleich zu regulären Klassen noch sehr am Buch. Kommentar: Die Querschnittsprüfung in Geografie zeigt klar, dass es zwischen den Leistungen der regulären Klassen und der Immersionsklasse keinen signifikanten Unterschied gibt. Der Besuch der Immersionsklassen ist klar mit einem Mehraufwand für Schülerinnen und Schüler verbunden (Vokabeln lernen). 6 Auswertung nach Cambridge-Aufenthalt Die 3. Klassen weilen im Frühlingssemester jeweils in Cambridge. Abschlussprüfungen des EUROCENTRES haben ergeben, dass die Immersionsklasse durchschnittlich das Level 7-8 erreicht hat. Die Parallelklassen liegen im Bereich der Levels 5.5 bis 8, wobei nur eine Person Level 8 erreicht hat, bei der 3Mc waren es 9 Personen (von 19). Kommentar: Die Tests in Cambridge zeigen klar, dass die Immersionsklasse im Fach Englisch ein höheres Niveau erreichen als reguläre Klassen. 7 Evaluationsbericht der SubAK Mitglieder der SubAK haben 2005 bis 2007 mehrere Male die beiden Immersionsklassen in mehreren Fächern besucht. Die Sprachkompetenz in Englisch wird bei den Schülerinnen und Schüler zu Beginn des Immersionsunterrichts als genügend beurteilt, um dem Unterricht zu folgen. Im Verlaufe der Semester verbesserte sich der Redefluss und Wortschatz. Die Englischkenntnisse der Lehrpersonen wird als gut eingeschätzt. Besonders aufgefallen ist der SubAK, dass Fachbegriffe ebenfalls auf Deutsch erwähnt werden. Ob die Immersionsklassen den Stoff inhaltlich ebenso gut begreifen, wie reguläre Klassen, kann sie nicht beurteilen, da sie im Vergleich keine regulären Klassen besucht hat. Ein Augenmerk sollten die Lehrpersonen auf die Wahl geeigneter Lehrmittel haben. 6. September 2007 / bi Beilage: Fragebogen 2007

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