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1 INFORMATIONEN AUS AKTUELLEM ANLASS

2 2 VALITAS INFORMATIONEN AUS AKTUELLEM ANLASS INFORMATIONEN AUS AKTUELLEM ANLASS UND ZU DEN WESENTLICHEN NEUERUNGEN AUF DEN 1. JANUAR EINLEITUNG : 25 Jahre BVG 25 Jahre im Wandel Die 25-jährige Geschichte des BVG ist von stetem Wandel geprägt. Die 2. Säule wurde weiterentwickelt und die gesetzlichen Rahmenbedingungen in mehreren Schritten den wandelnden Rahmenbedingungen sowie den vielfältigen Bedürfnissen der Beteiligten angepasst. Ein Meilenstein war die Einführung der Freizügigkeit 1995, womit die goldenen Fesseln abgelegt und die Mobilität der Arbeitnehmenden erhöht werden konnte. Zehn Jahre später wurden im Rahmen der 1. BVG-Revision die Transparenzvorschriften eingeführt und der Umwandlungssatz erstmals an die gestiegene Lebenserwartung angepasst. Schliesslich hat das Parlament in der diesjährigen Frühlingssession grünes Licht gegeben für die Umsetzung der Strukturreform, mit der die Aufsicht gestärkt und die Transparenz in der 2. Säule verbessert wird. (Quelle BSV) 2. MINDESTZINSSATZ / GRENZBETRÄGE 2011 Der Bundesrat hat beschlossen, den Mindestzinssatz in der beruflichen Vorsorge im nächsten Jahr bei 2 % zu belassen. Entscheidend für die Höhe des Mindestzinssatzes sind vor allem die langfristige durchschnittliche Rendite der Bundesobligationen sowie die Entwicklung von Aktien-, Anleihen- und Liegenschaftserträgen. Der Bundesrat berücksichtigt bei der Festlegung des Mindestzinssatzes gemäss den gesetzlichen Bestimmungen insbesondere die Erträge der Bundesobligationen sowie zusätzlich die Rendite der Aktien, Anleihen und Liegenschaften. Angepasst werden per 1. Januar 2011 die AHV- und IV-Renten sowie der Betrag für den Lebensbedarf bei den Ergänzungsleistungen der aktuellen Preis- und Lohnentwicklung (Mischindex). Die Aufwertung beträgt demnach 1,75 %. Gleichzeitig werden die Berechnungsgrundlagen der beruflichen Vorsorge darauf abgestimmt.

3 VALITAS INFORMATIONEN AUS AKTUELLEM ANLASS 3 Die Grenzbeträge und Masszahlen in den drei Säulen erfahren auf 2011 folgende Veränderung: w Jährliche AHV-Altersrente in der ersten Säule minimal maximal Lohndaten der Aktiven in der beruflichen Vorsorge Eintrittsschwelle; minimaler Jahreslohn Koordinationsabzug max. BVG-rentenbildender Jahreslohn min. koordinierter Jahreslohn max. koordinierter Jahreslohn Steuerfreier Grenzbetrag Säule 3a oberer Grenzbetrag bei Unterstellung unter 2. Säule oberer Grenzbetrag ohne Unterstellung unter 2. Säule PERSONELLES TEAM VALITAS Leider hat Herr Pablo Soto die Valitas per Ende September verlassen. Wir danken Herrn Pablo Soto für die geleisteten wertvollen Dienste und wünschen ihm für die Zukunft alles Gute und viel Erfolg. Seit dem 1. Oktober 2010 wird das Team durch Frau Belinda Bäuerle ergänzt und sie übernimmt die Nachfolge von Herrn Pablo Soto. Frau Belinda Bäuerle ist Sozialversicherungsfachfrau mit eidg. Fachausweis und arbeitet seit 17 Jahren im Bereich der beruflichen Vorsorge. Wir wünschen Frau Belinda Bäuerle in ihrer neuen Tätigkeit viel Glück, Freude und Erfolg.

4 4 VALITAS INFORMATIONEN AUS AKTUELLEM ANLASS 4. GESETZLICHE ÄNDERUNGEN PER 1. JANUAR 2011 (TEIL DER STRUKTURREFORM IN DER BERUFLICHEN VORSORGE) Der Bundesrat hat die Massnahmen zugunsten von älteren Arbeitnehmenden in der beruflichen Vorsorge auf den 1. Januar 2011 in Kraft gesetzt. Die Bundesversammlung hatte die Massnahmen im Dezember 2009 verabschiedet. Die Massnahmen für ältere Arbeitnehmer sollen die Arbeitsmarktbeteiligung fördern und den Verbleib im Arbeitsmarkt begünstigen. Die Vorsorgeeinrichtungen können älteren Versicherten ab 2011 folgende Neuerungen anbieten: Versicherte, die ihr Arbeitspensum ab dem 58. Altersjahr reduzieren (Lohnkürzung um höchstens die Hälfte), können ihren bisherigen versicherten Verdienst weiterführen. Versicherte, die auch nach dem ordentlichen Rentenalter erwerbstätig bleiben möchten, können bis zur Vollendung des 70. Altersjahres weiter Beiträge an ihre Vorsorgeeinrichtung einbezahlen. Diese Massnahmen gehören zum ersten Teil der in drei Etappen umzusetzenden Strukturreform in der beruflichen Vorsorge. Die zweite Etappe mit verschärften Governance- Vorschriften für Pensionskassen soll am 1. Juli 2011 in Kraft treten. Die dritte Etappe schliesslich betrifft die verstärkte Aufsicht in der 2. Säule und soll am 1. Januar 2012 in Kraft treten. Vorgesehen ist dabei insbesondere die Einrichtung einer Oberaufsichtskommission. Gestützt auf die Strukturreform in der beruflichen Vorsorge, werden wir die Änderungen in das Vorsorgereglement aufnehmen. Sie werden rechtzeitig über die Neuerungen informiert.

5 VALITAS INFORMATIONEN AUS AKTUELLEM ANLASS 5 5. BUNDESGERICHTSENTSCHEID IN SACHEN EINKAUF IN DIE 2. SÄULE Sachverhalt Wer einen steuerbegünstigten Einkauf in die Pensionskasse tätigt, darf in den folgenden drei Jahren keinen Kapitalbezug als Teil der Pensionierung tätigen. Nach Auffassung des Bundesgerichts umfasst diese Restriktion das gesamte Altersvorsorgekapital, nicht bloss den als Einzahlung getätigten Teil. Erfolgt eine Kapitalauszahlung innerhalb von drei Jahren nach der letzten Einzahlung, so werden die Einkäufe in diesem Zeitraum als Geldverschiebung in die 2. Säule betrachtet. Dies stellt gemäss Bundesgericht eine Steuerumgehung dar, weshalb diese damaligen Einzahlungen nicht vom Einkommen in Abzug gebracht werden können. Die Steuerklärungen wurden entsprechend zu Lasten des Steuerpflichtigen korrigiert. Mit dem Urteil (2C_658 / 2009) widerspricht das Bundesgericht der seit der BVG-Revision gängigen Praxis und der Auffassung des Bundesamtes für Sozialversicherung (BSV). Handlungsempfehlungen Die Valitas Sammelstiftung BVG stützt sich auf die Empfehlungen des Schweizerischen Pensionskassenverbandes ASIP, wonach ein Kapitalbezug nur im Umfang und nach Massgabe der aus Einkäufen während der dreijährigen Sperrfrist resultierenden Leistungserhöhungen ausgeschlossen ist. Die Auffassung, wonach auch ein im Zeitpunkt des Einkaufs bereits vorhandenes Alterskapital unter die Sperrfrist fällt, ist vorsorgerechtlich nicht vertretbar. Wir weisen aber darauf hin, dass die steuerliche Abzugsfähigkeit eines Einkaufsbetrages von der versicherten Person bei der zuständigen Steuerbehörde selbst abzuklären ist. Wir hoffen, Sie haben einen Überblick über die wesentlichen Neuerungen erhalten. Selbstverständlich stehen wir Ihnen für Fragen wie gewohnt zur Verfügung und freuen uns auf eine weiterhin erfolgreiche Zusammenarbeit. Freundliche Grüsse Valitas Sammelstiftung BVG Heinz Soom Geschäftsführer Mauro Marroni Mitglied der Geschäftsleitung

6 1110 / d Postfach Fon CH-8026 Zürich Fax

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