Die Sinnfrage Wofür überhaupt leben?

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1 Die Sinnfrage Wofür überhaupt leben? Radiokolleg Gestaltung: Ulrike Schmitzer Sendedatum: März 2013 Länge: 4 Teile, je ca. 23 Minuten Aktivitäten 1) Umfrage zum Thema Lebenssinn / Gruppenarbeit Einstieg: Gemeinsam werden die Fragen zusammengestellt. Mögliche Fragestellungen: Gibt es in Ihrem Leben einen Sinn? Hat dieser Sinn einen religiösen Hintergrund? Hat sich der Sinn im Laufe Ihres Lebens verändert? (D.h. Haben Sie vor einigen Jahren einen anderen Sinn im Leben gesehen als heute?) Glauben Sie, dass Krankheit oder Schicksalsschläge einem Menschen den Lebensssinn eröffnen können? Was macht das Leben lebenswert, auch wenn man an keinen Sinn glaubt? Auswertung: In der Kleingruppe werden die Ergebnisse besprochen und für eine Präsentation in der Großgruppe zusammengefasst. Mögliche Darstellung: Die am häufigsten genannten Begriffe zum Lebenssinn werden als Schlagworte auf Papierstreifen oder in Sprechblasen geschrieben und auf ein großes Plakat geklebt mit der großen Überschrift Der Sinn des Lebens. Ausschließlich zur nicht-kommerziellen Nutzung zu Unterrichtszwecken im Sinne des 42 Abs 6 UrhG bereitgestellt. 1

2 2) Diskussion Einstieg: Von der evangelische Theologin Dorothee Steffensky-Sölle stammt der Ausspruch: Liebesfähig zu werden ist das Ziel des Lebens. Wie kann Dorothee Sölle diese Worte gemeint haben? Wenn Menschen nach dem Sinn des Lebens gefragt werden, findet man in den Antworten selten oder gar nicht das Wort Liebe - warum glauben Sie ist das so? 3) Große DenkerInnen und der Sinn des Lebens / Gruppenarbeit Recherchieren Sie Aussprüche großer Denker, die zum Thema Lebenssinn passen. z.b.: Seneca Das Leben ist wie eine Rolle auf dem Theater. Es kommt nicht darauf an, dass lange, sondern dass gut gespielt wird Gestalten Sie nun eine geeignete Präsentation der gefundenen Aussprüche: in Form einer Power Point Präsentation mit entsprechenden Hintergrundbildern gestalten Sie ein Plakat, das ev. die Köpfe der großen DenkerInnen zeigt und in Form von Sprechblasen ihre Zitate 4) Reflexion / Einzelarbeit / Hausübung Friedrich Nietzsche: Wer ein Warum zum Leben hat, erträgt fast jedes Wie. Sie haben sich durch die Radiobeiträge und eigene Recherchen nun eingehend mit dem Thema Lebenssinn beschäftigt. Schreiben Sie ausgehende von diesem Zitat eine Erörterung zum Thema Sinn des Lebens. Hilfestellungen: Gibt es eine allgemein gültige Antwort auf den Lebenssinn? Was kann der Sinn des Lebens sein? Warum braucht der Mensch das Gefühl von Sinn? Warum war Viktor Frankl mit seiner Logotherapie so erfolgreich? Gibt es Beispiele für Nietzsches Aussage? Hat V. Frankl mit seinem Überleben der Jahre im KZ Nietzsches Aussage bestätigt? Worin besteht für Sie persönlich der Sinn Ihres Lebens? Stimmen Sie Nietzsche zu, dass ein Warum fast jedes Wie erträglich macht? Ausschließlich zur nicht-kommerziellen Nutzung zu Unterrichtszwecken im Sinne des 42 Abs 6 UrhG bereitgestellt. 2

3 5) Die 3 Wiener Schulen der Psychotherapie / Einzelarbeit Recherchieren Sie die Grundzüge der bedeutenden Schulen der Psychotherapien: Was sind nach der jeweiligen Schule die Grundlagen menschlichen Handelns? Was ist das Ziel menschlichen Handelns? Was ist das Ziel der Therapie? Wie gestaltet sich die Therapie? Welche der drei Schulen spricht Sie persönlich am meisten an? Austausch der Gedanken in der Großgruppe 6) Evolution und der Schöpfungsgedanke / Gruppenarbeit Voraussetzung: a) Teil 3 der Sendereihe b) Exzerpieren Sie aus dem Gespräch zwischen dem Evolutionstheoretiker Franz Wuketits und dem Theologen Richard Schröder die wichtigsten Argumente für die jeweilige Position. Gestalten Sie nun in der Kleingruppe dieses Gespräch in Form eines Rollenspiels nach. Die Großgruppe sieht ca. drei solcher Gespräche und bespricht anschließend, welche Argumente besonders überzeugend klingen und wodurch sie im direkten Gespräch glaubhaft vermittelt werden können. (eigene Überzeugung, Körpersprache, Stimme,...passende Beispiele...) Diejenigen, die die Rollen der beiden Herren übernommen haben, bilden anschließend eine große Gesprächsgruppe und diskutieren unter Beibehaltung ihrer zugeteilten Rollen ( Evolutionstheoretiker, Theologe) folgenden Gedanken: Es ist ein Vorteil, wenn es keinen vorgegebenen Sinn gibt. So kann jeder Mensch seinem Leben selbst einen Sinn geben. Das kann ja entspannend und schön sein, selbst densinn zu bestimmen. Gemeinsame Analyse der vorgeführten Diskussion. Ausschließlich zur nicht-kommerziellen Nutzung zu Unterrichtszwecken im Sinne des 42 Abs 6 UrhG bereitgestellt. 3

4 7) Viktor Frankl im Gespräch Gemeinsam wird der erste Teil der Dokumentation über Viktor Frankl angesehen; Dauer: ca. 35min a) Beschreiben Sie in wenigen Sätzen den Eindruck, den Sie von Viktor Frankl bekommen haben. Welche Aussagen haben Sie besonders interessant gefunden? b) Konkrete Fragen zur Dokumentation: Wie erklärt Viktor Frankl selbst den Erfolg seines Buches: Trotzdem Ja zum Leben sagen? Viktor Frankl wurde in seiner Annahme, dass die psychischen Probleme in einer Wohlstandsgesellschaft zunehmen würden, bestätigt. Wie wird dieses Phänomen erklärt? Was meint Viktor Frankl mit dem Ausspruch: Jeder hat sein Auschwitz. Nach einem Zeichen des Himmels verzichtet Viktor Frankl auf seine Emigration. Welches Zeichen hatte er bekommen? Welche Gefühle hatte Viktor Frankl bei seiner Heimkehr nach Wien? Wie steht Viktor Frankl zum Begriff der Kollektivschuld? Was antwortet Viktor Frankl auf die Frage, ob er Angst vor dem Tod habe? Wodurch erlebt Viktor Frankl eine tiefe Befriedigung, also Sinn? Was möchte Viktor Frankl den Menschen mit auf den Weg geben? Ausschließlich zur nicht-kommerziellen Nutzung zu Unterrichtszwecken im Sinne des 42 Abs 6 UrhG bereitgestellt. 4

5 8) Schicksal als Chance? / Einzelarbeit / Gruppenarbeit Unter den beiden folgenden Links erfahren Sie Lebensgeschichten, die von zwei Menschen erzählen, die auf bewundernswerte Weise mit den schrecklichen Folgen von Gewalt bzw. eines Unfalls leben gelernt haben. Welche Gedanken gehen Ihnen durch den Kopf, wenn Sie mit diesen Schicksalen konfrontiert werden? Glauben Sie, dass man sagen kann, diese Schicksalsschläge haben die Männer erst die wahren Werte erkennen lassen? Was nehmen Sie für sich und Ihr Denken und Fühlen mit, wenn Sie sich mit solchen tragischen Lebensgeschichten auseinandersetzen? Glauben Sie, ist es für die Betroffenen wichtig, dass Sie anderen Menschen Mut machen können? Wird ihr Schicksal dadurch zum Sinn ihres Lebens? Wovon, glauben Sie, hängt es ab, ob es gelingen kann, ein so einschneidendes Ereignis in eine positive und sinnerfüllte Lebenseinstellung zu verwandeln? Einzelarbeit: schriftliche Reflexion zu diesen möglichen Fragen verfassen eines inneren Monologs Gedanken und Gefühle zu diesen oder ähnlichen Schicksalsschlägen, Bezug zum eigenen Leben und Gedanken zum Sinn des eigenen Lebens... Gruppenarbeit: Gespräch über die oben gestellten Fragen Ausschließlich zur nicht-kommerziellen Nutzung zu Unterrichtszwecken im Sinne des 42 Abs 6 UrhG bereitgestellt. 5

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