Die Römer im Wehrer Kessel

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Transkript:

Die Römer im Wehrer Kessel Bis zum Jahre 1956 war über die Besiedlung des Wehrer Kessels durch die Römer nichts bekannt. Dies sollte sich am 15. März 1956 schlagartig ändern. Als im Zuge der Feldzusammenlegung der Bachlauf in der Hommelswies verlegt wurde, trafen die Bauarbeiter in 1,20m Tiefe auf zwei Tuffsteinsarkophage. Der Inhalt der Sarkophage bestand aus zum Teil noch gut erhaltenen Urnen aus grünem Glas, in welchen sich noch Knochenreste und Asche sowie ein Kerzenständer aus Keramik befanden. Dr. Röder vom mittelrheinischen Landesmuseum datierte die Funde in das 1. bis 2. Jahrhundert nach Chr. Die Fundstücke wurden geborgen und befinden sich heute mit Ausnahme von einem Sarg (welcher im Pfarrgarten ausgestellt ist) im Landesmuseum Koblenz auf der Festung Ehrenbreitstein. Als im Jahre 1968 die L 82 Richtung Niederzissen ausgebaut wurde, traf man bei Verlegung der Kanalrohre in 1,50m Tiefe auf drei weitere römische Sarkophage. Die Fundstelle liegt ca. 30m von der erstgenannten entfernt. Dies legt den Schluss nahe, dass es sich hier um ein größeres Gräberfeld handeln muss. Und daraus stellte sich die Frage: Muss sich in der Nähe eines so großen Gräberfeldes nicht auch eine Siedlung befunden haben? Die Antwort fanden Bruno Andre und Karl-Heinz Weidenbach, als sie am 31.März 1974 in der Flur 14, Parz.-Nr. 56 "Im Dom", auf einem noch unbestellten Acker Reste von Dachziegeln und Bruchstücke von Mauersteinen entdeckten. Später stellte sich heraus, dass sie die Reste eines römischen Gutshofes (Villa Rustika) aus dem 2.- 3.Jahrhundert n. Chr. entdeckt hatten. Ich muss hier erwähnen, dass die Fundfläche bis 1958 als Wiese genutzt wurde. Später wurde das Grünland umgebrochen und als Acker genutzt. Zu dieser Zeit waren die Pflüge noch nicht so schwer, dass damit eine besonders tiefe Bodenbearbeitung möglich gewesen wäre. Als jedoch Adolf Ullenbruch am 12.September 1974 den Acker zum ersten mal mit einem schweren Pflug bearbeitete, waren Bruno Andre und ich dabei. Der Pflug stieß immer wieder auf Mauerreste, oft kamen Steine, Dachziegel, Stücke von Estrich und Wandziegel an die Oberfläche. Der Fund wurde dem Landesdenkmalamt gemeldet, es bestand jedoch kein Interesse, Grabungen durchzuführen und die Fundstelle zu sichern. Bruno Andre gab sich jedoch damit nicht zufrieden, weil er die Größe des Gutshofes ermitteln und den Fund dokumentieren wollte. Ende Februar- Anfang März 1976 führte er zusammen mit mehreren Interessierten eine Probegrabung durch. Es wurde ermittelt, dass die bebaute Grundfläche eine Größe von 1.100 m² hatte. Es würde hier zu weit führen, die gesamten Grabungsergebnissen zu beschreiben. Teil vom Bodenestrich 1 Dachziegel, Wandplatten u. Keramikscherben

Wer näheres wissen will, kann dieses im Buch von Bruno Andre "Archäologie im Wehrer Kessel" nachlesen. Im August 1976 fiel mir beim Mähdrusch auf der Parzelle Flur 14 Nr. 251 in der "Hommelswies"eine Erhebung im Gelände auf. Der Scheitelpunkt lag ca. 50-60 cm über der Umgebung. Der Durchmesser betrug ca. 25m. Ich benachrichtigte den damaligen Denkmalschutzbeauftragten für den Kreis Ahrweiler, Herrn Carl-Heinz Albrecht. Dieser deutete die Erhebung als einen Grabhügel. (Schutthügel?) Im Bereich des Hügels fand ich viele Bruchstücke von römischen Gefäßen sowie den Henkel einer Amphore. Der Hügel ist bereits auf der ältesten von Wehr markiert. - s. Pfeil links- Oben: Henkel von einer Amphore Ein weiterer, jedoch kleinerer Hügel befindet sich ca. 300 m nordwestlich auf der Parz. Nr. 69. Auch dieser ist auf der alten Karte markiert. - s. Pfeil rechts- Rechts: Fragment eines Tongefäßes, im Hügelbereich gefunden v Gerd Otto Östlich von dem Hügel lagen damals noch viele Steine, welche auf eine ehemalige Straße hindeuten könnten, auf der gesamten Breite der Parzelle. Der Hügel ist heute fast eingeebnet und die Steine wurden entfernt. Auf Luftbildern ist ein von Nordwest nach Südost verlaufendes helles Band erkennbar. Dies legt die Vermutung nahe, dass hier offenbar eine befestigte Straße durch das vor der Dränierung sehr feuchte Gebiet geführt haben könnte. Die Straße könnte von der römischen Villa aus in Richtung Wasserkreuz-Flössenweg zur vermuteten Villa In der Flur "Alchenweiden" und von dort weiter zur alten Fernstraße Sinzig - Niederzissen - Mayen geführt und eine Anbindung an die römische Fernstraße Andernach -Trier gehabt haben. 1978 wurde beim Bau des Wohnhauses von Reinhard Adam in der Flur "auf der Nühr", heute Wohngebiet "Im Paradies", eine römische Wasserleitung angeschnitten. Die Leitung wurde später "Im Winkel" beim Bau der Wohnhäuser Gerhartz und Ax erneut tangiert. Im Frühjahr 2002 wurde im Neubaugebiet "Dittenstall" die Trasse einer Straße ausgeschachtet. Hierbei wurde die Leitung erneut freigelegt. Ich hatte damals die Gelegenheit, zusammen mit dem Hobby-Archäologen Paul Dümpelmann aus Hain den Fund zu dokumentieren. Der Fußpunkt der Leitung ist mit einer Tonschicht abgedichtet. Darüber befinden sich Schieferplatten. Die Seitenmauern und die Abdeckung besteht aus Tuffsteinen. Über dem Deckstein ist noch ein halbrunder Stützbogen angelegt. Bild: Profil der Wasserleitung im Bereich der heutigen Straße 2

Ein Jahr später wurde die Leitung beim Bau des Wohnhauses Zimmermann erneut, diesmal schräg angeschnitten. Auf dem Foto ist die Tonschicht schön zu sehen. Kurze Zeit später war die Leitung bei der Anlage der Bepflanzung in der Böschung am Wohnhaus Jäckel "Im Winkel" erneut sichtbar. Es stellt sich nun die Frage: Wohin führte die Leitung? Es darf unterstellt werden, dass eine so aufwendige Wasserleitung der Versorgung einer größeren Hofanlage gedient hat. Die Leitung hat ihren Anfang im Quellgebiet "Dittenstall". Dort befindet sich noch heute eine Brunnenkammer, von welcher ab 1844 der Dorfbrunnen in der Dorfmitte mit Wasser gespeist wird. 1897/98 wurde die Quelle neu gefasst und von dort bis 1935 (1972) das Dorf mit Wasser versorgt. Aber wo ist das Zielgebiet der römischen Leitung? Hinweise hierauf könnten alte Flurnamen geben. Im vermuteten Zielgebiet gibt es die Flurbezeichnungen "Im Hausenstück", "Zu Hausen", Auf dem Steinacker" und "In den Alchenweiden". Geben diese Namen womöglich Hinweise auf eine frühere Besiedlung? Ich habe einmal gelesen, leider finde ich die Quelle nicht mehr, dass Flurbezeichnungen wie Steinacker, Steinwiese, Ahl-(Bach), Al(chenweiden)? und Dom(us) auf römische Siedlungen hindeuten sollen. Viele alte Wehrer Flurnamen sind nach der Flurbereinigung nicht mehr ins neue Kataster übernommen worden, aber die genannten Bezeichnungen gibt es noch heute. 1996 entdeckte der oben bereits erwähnte Heimatforscher Paul Dümpelmann in der Flur "Alchenweiden" auf den Parzellen Fl. 15, Nr. 58-61, eine große Anzahl, insgesamt über 350 Scherben (Bruchstücke von Gebrauchsgegenständen, Baukeramik, Dachziegeln und Scherben aus Terra Sigillata) römischen Ursprungs. Herr Dümpelmann war sich sicher, hier die Reste einer weiteren römischen Siedlung gefunden zu haben. Bruno Andre hat große Teile der Sammlung fotografiert und in seinem Buch "Archäologie im Wehrer Kessel" dokumentiert. Interessierte können sich dort näher informieren. Die gesamte Sammlung Dümpelmann befindet sich heute im Besitz des Heimatvereins Niederzissen. Vielleicht ist es möglich, Teile der Sammlung einmal im Rahmen einer Ausstellung der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Links unten: einige Stücke, welche ich selbst bei Begehungen in späteren Jahren gefunden habe. Oben Mitte und rechts: Bruchstücke von Mühlsteinen aus Basalt. Unten links: Mühlstein, Basalt, Durchmesser 35cm, FO "Auf Breiderath" 3 Unten Mitte: Mühlstein aus Quarzit, 37 cm, FO "Im Quater", gefunden von Gerd Otto

1995 entdeckte Gerd Otto oberhalb der Schlucht "Im Heulenbruch" auf der Parzelle Wehr Flur 17, Nr. 65 Scherben aus gebranntem Ton römischen Ursprungs. Auf einem Bruchstück ist das Zeichen der Töpferei zu sehen, leider ist die Schrift unvollständig. Sie könnte ---IOC bedeuten. Paul Dümpelmann konnte die Zeichen jedoch keiner bekannten Töpferei zuordnen. Terra Sigillata, gefunden von Gerd Otto "Im Heulenbruch" Fl. 17, Parz. Nr. 65 Im Jahr darauf glaubte ich, auf dem mit Weizen bestellten Acker kurz vor der Ernte Anzeichen für im Boden befindliche Mauern von zwei Gebäuden zu erkennen, welche jedoch bei späteren Begehungen und auch auf Luftbildern nicht mehr zu sehen waren. Diese Dokumentation beruht auf dem Kenntnisstand vom April 2015. Es bleibt zu hoffen, dass auch in Zukunft noch Funde über die Anwesenheit der Römer im Wehrer Kessel gemacht werden. Foto unten: der lange Pfeil zeigt den Verlauf der Wasserleitung von der Quelle bis zum Wohnhaus Ax. Der rechte Pfeil zeigt die Stelle, wo Paul Dümpelmann den vermuteten Standort eines weiteren römischen Gutshofes entdeckt hat. Zu Hausen Fundort Dümpelmann Hausenstück Quelle Alchenweiden Das Foto zeigt den Verlauf und das vermutete Zielgebiet der Wasserleitung. 4

Auf dem Foto unten links: die alte Straße nach Mayen, der "Flössenweg" und das vermutete Zielgebiet der Wasserleitung. Rechtes Foto: Der Grabhügel in der Schäferwies und die vermutete Straße. Hügel Alchenweiden Flössenweg Hausenstück Alte Straße? Alte Straße? Hügel Quellennachweis: Bruno Andre, Archäologie im Wehrer kessel, eigene Forschungen Fotos und Luftbilder, soweit nicht anders vermerkt: Richard Genn 5