Kindeswohlgefährdung. Ceyda Geiter Dipl. Sozialarbeiterin (FH)

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1 Kindeswohlgefährdung Ceyda Geiter Dipl. Sozialarbeiterin (FH)

2 I. Was ist Kindeswohlgefährdung? II. III. Erscheinungsformen Anhaltspunkte einer möglichen Kindeswohlgefährdung?

3 I. Was ist Kindeswohlgefährdung? Eine genaue verbindliche Definition von Kindeswohlgefährdung gibt es nicht. Es ist ebenso ein sogenannter unbestimmter Rechtsbegriff, auch wenn dieser Begriff den Eintritt in das BGB und SGB VIII erhalten hat. Dies macht die Arbeit für die Fachkräfte, vor allem, vor dem Familiengericht schwieriger. Jeder Fall muss einzeln betrachtet und bewertet werden. Nicht nur die Sichtweisen der Eltern variieren bei dem Begriff, auch Fachkräfte sind sich nicht immer schlüssig = dies bedeutet umso mehr, dass in Fällen von Kindeswohlgefährdung mehrere Fachkräfte zusammenwirken müssen.

4 I. Was ist Kindeswohlgefährdung? Wenn wir uns die Formen der Kindeswohlgefährdung anschauen, kann man folgende Definition ableiten: es muss eine erhebliche Gefahr für das seelische, geistige und körperliche Wohl des Kindes/Jugendlichen oder des erzieherischen Bedürfnisses vorliegen, welche für die weitere Entwicklung mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Schädigung des Kindes/Jugendlichen zu erwarten ist. Zudem muss diese Situation immer im Jetzt sein.

5 II. Erscheinungsformen Körperliche Misshandlung / Gewalt: alle Arten von Handlungen (bewusst/unbewusst) von körperlichem Zwang bzw. körperlicher Gewalt welche zu vorübergehenden und/oder bleibenden Verletzungen oder Tod führen kann oder aber auch ein solches Risiko birgt

6 II. Erscheinungsformen Seelische Gewalt/emotionale Misshandlung: Haltungen, Handlungen und Gefühle von Erwachsenen, die für Kinder/Jugendliche altersinadäquat und unangemessen sind, die ebenso dazu führen können, eine vertrauensvolle Beziehung zur Bezugsperson aufzubauen. Die geistige und seelischen Entwicklung der Kinder/Jugendlichen wird somit beeinträchtigt oder sogar verhindert. diese Art der Gewalt, ist nur sehr schwer aufzuklären, da es zunächst keine äußerlichen Auffälligkeiten bei den Betroffenen gibt. Wenn diese Art der Gewalt nicht mit einer anderen Erscheinungsform einhergeht, ist ein Nachweis für Jugendämter und Familiengerichte sehr schwer. Diese Art der Gewalt ist z.b. häufig bei hochstrittigen Sorgerechtskonflikten zu beobachten.

7 II. Erscheinungsformen Vernachlässigung: ein andauerndes oder wiederholtes Unterlassen des fürsorglichen Handelns sorgeverantwortlicher Personen, welche zur Sicherstellung der psychischen und physischen Versorgung des Kindes/Jugendlichen notwendig ist. wenn Sorgeberechtigte die Grundbedürfnisse des Kindes/Jugendlichen nicht befriedigen können die Vernachlässigung führt zu einer erheblichen Beeinträchtigung der Gesundheit und Entwicklung oder birgt ein hohes Risiko solcher Folgen.

8 II. Erscheinungsformen Sexueller Missbrauch / sexuelle Gewalt: Sexuelle Handlungen von Erwachsenen vor, an und mit einem Kind. Ebenso von Jugendlichen an Kindern. Die Ausnutzung der Macht- und Autoritätsposition und der Missbrauch können bei Kindern/Jugendlichen zu schweren traumatischen Schäden führen. Diese können erst im Erwachsenenalter zum Vorschein treten. Die schwere der Traumata ist unter anderem abhängig vom Erlebnis (einmal oder wiederkehrend), der Intensität, dem Alter des Kindes und Beziehung zum Täter (Verwandter oder Fremder).

9 III. Anhaltspunkte einer möglichen Kindeswohlgefährdung Bei Kindern/Jugendlichen: die äußere Erscheinung: z.b. Kleidung, Verletzungen Verhalten: Aggressivität, mangelnde Frustrationstoleranzgrenze, Teilnahmslosigkeit, Straffälligkeit, depressive Verstimmungen, Essstörung, auffälliges Beziehungsverhalten. Dies sind einige Beispiele die auf eine mögliche Kindeswohlgefährdung hinweisen können, aber nicht müssen!

10 III. Anhaltspunkte einer möglichen Kindeswohlgefährdung Bei sorgeberechtigten Personen: Erscheinungsbild z.b. bedingt durch Armut oder psychische Belastung/Krankheit Verhalten bei Ansprache des möglichen Problems: Aggressiv, Ignorant, Belächelnd Missbrauch/Konsum von Suchtmitteln Familiäre und häusliche Situation Dies sind einige Beispiele die auf eine mögliche Kindeswohlgefährdung hinweisen können, aber nicht müssen!

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