Stadt Garbsen - Stadtteil Frielingen -

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1 Stadt Garbsen - Stadtteil Frielingen - Bebauungsplan Nr. 8/28 Klüterfeld mit örtlicher Bauvorschrift gem. 84 NBauO Begründung N Lage B-Plan Nr. 8/28 Klüterfeld Quelle Kartengrundlage: LGLN, Katasteramt, Darstellung NLG; Plan unmaßstäblich Stand: Entwurf (September 2016) Bearbeitung: Niedersächsische Landgesellschaft mbh Gemeinnütziges Unternehmen für die Entwicklung des ländlichen Raumes Arndtstraße Hannover Telefax: / Telefon: /

2 INHALTSVERZEICHNIS Teil I: Ziele, Grundlagen und Inhalte des Bebauungsplanes 5 1. Planaufstellung/ Aufstellungsbeschluss 5 2. Planunterlage 5 3. Lage des Geltungsbereiches/ angrenzende Nutzungen 5 4. Erforderlichkeit/ Planungsanlass 6 5. Anpassung an die Ziele der Raumordnung und Landesplanung Landes-Raumordnungsprogramm Niedersachsen (LROP 2008) Regionales Raumordnungsprogramm Region Hannover (RROP 2005) Entwicklung aus dem Flächennutzungsplan Integriertes Stadtentwicklungskonzept (ISEK) Angrenzende Bebauungspläne/ Planungsrecht Planungsinhalt/ Festsetzungen Art der baulichen Nutzung Maß der baulichen Nutzung Grundflächenzahl (GRZ)/ Geschossflächenzahl (GFZ) Geschossigkeit Grundstücksgrößen Festsetzung der Bauweise und überbaubaren Grundstücksfläche Bauweise Überbaubare Grundstücksfläche Stellung baulicher Anlagen Verkehrliche Erschließung Ruhender Verkehr Öffentlicher Personennahverkehr Belange von Natur und Landschaft Grünplanerische Maßnahmen zur Vermeidung und Verminderung Erhalt von Bäumen Berücksichtigung des Artenschutzes Grünplanerische Ausgleichsmaßnahmen Straßenbegleitgrün Öffentliche Grünfläche Zweckbestimmung Parkanlage Räumstreifen Eingriffsbilanzierung Berücksichtigung des Artenschutzes Spielplatz Emissionen/ Immissionen Siedlungsbeschränkungsbereich gemäß LROP 24 2

3 11.2. Emissionen aus landwirtschaftlicher Tierhaltung Ver- und Entsorgung Wasserversorgung Oberflächenwasserbeseitigung Regenrückhaltebecken Regenwasserkanal Verbindung zum nordöstlich angrenzenden Baugebiet Westlich Bürgermeister-Wehrmann-Straße Unterhaltung Schmutzwasserbeseitigung Energieversorgung Abfallbeseitigung Fernmeldeeinrichtungen und sonstige Infrastruktur Unterbringung der erforderlichen Infrastruktur Schnelle Internetverbindungen im Plangebiet Brandschutz Bauschutzbereich des militärischen Flugplatzes Wunstorf Boden-/ Baugrunduntersuchung Boden-/ Grundwasserverhältnisse Empfehlungen für die Gründung von Straßen/ Gebäuden Untersuchung auf Schadstoffe Denkmalschutz Altlasten/ Kampfmittel Durchführung, Bodenordnung Städtebauliche Daten Verfahrensvermerke 38 Teil II: Begründung zur örtlichen Bauvorschrift für den Bebauungsplan Nr. 8/28 Klüterfeld 39 Teil III: Umweltbericht 41 3

4 Abbildungen: Abbildung 1: Lage Geltungsbereich - Übersichtsplan/ Luftbild... 6 Abbildung 2: Ausschnitt Siedlungsbeschränkungsbereich LROP 2008/ Abbildung 3: Ausschnitt aus dem RROP Abbildung 4: Ausschnitt aus dem Flächennutzungsplan vor der 121. F-Planänderung...10 Abbildung 5: 121. Änderung des Flächennutzungsplanes...11 Abbildung 6: Angrenzende Bebauungspläne...12 Abbildung 7: Sammelausgleichsmaßnahme Steinwartskamp...20 Abbildung 8: Landwirtschaftliche Betriebe im Nahbereich des Planungsstandortes...26 Abbildung 9: Überschreitung der Geruchsstundenhäufigkeiten (Szenario 1)...28 Abbildung 10: Überschreitung der Geruchsstundenhäufigkeiten...29 Anlagen: Anlage 1: Städtebaulicher Vorentwurf, Stand: Anlage 2: Gutachterliche Stellungnahme zur Auswirkung von Geruchsstoffemissionen in der Umgebung landwirtschaftlicher Betriebe in Frielingen, Stadt Garbsen Landwirtschaftskammer Niedersachen, Fachbereich 3.12, Bezirksstelle Nienburg; Anlage 3: Ergänzung zu einer Prognose der Geruchsimmission in der Umgebung landwirtschaftlicher Betriebe in Frielingen, Stadt Garbsen Landwirtschaftskammer Niedersachen, Fachbereich 3.12, Bezirksstelle Nienburg;

5 Teil I: Ziele, Grundlagen und Inhalte des Bebauungsplanes 1. Planaufstellung/ Aufstellungsbeschluss Der Rat der Stadt Garbsen hat in seiner Sitzung am sowohl den Verfahrensbeginn für die Aufstellung des B-Planes 8/28 als auch den für die 121. Änderung des Flächennutzungsplanes beschlossen ( 8 Abs. 3 BauGB). Die frühzeitige Beteiligung der berührten Behörden / Träger öffentlicher Belange gemäß 4 (1) BauGB zur 121. Änderung des Flächennutzungsplanes in Kombination mit der Aufstellung des Bebauungsplanes Nr. 8/28 erfolgte im Zeitraum vom bis einschließlich Die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit gemäß 3 Abs. 1 BauGB erfolgte in Form einer Informationsveranstaltung am Die 121. Änderung des Flächennutzungsplanes ist seit dem wirksam (vgl. Kap. 5.3). 2. Planunterlage Als Planunterlage für den Bebauungsplan dient die vom öffentlich bestellten Vermessungsingenieur Dr. Hampe gefertigte Liegenschaftskarte im Maßstab 1: Sie zeigt den derzeitigen Stand der Grundstückszuschnitte und stellt die für den Bebauungsplan relevanten baulichen Anlagen im Plangebiet selbst und in der unmittelbaren Umgebung dar. 3. Lage des Geltungsbereiches/ angrenzende Nutzungen Das ca. 4,4 ha große Plangebiet des Bebauungsplanes 8/28 liegt am westlichen Ortsrand des Stadtteils Frielingen der Stadt Garbsen. Der derzeit unbebaute und überwiegend als Ackerfläche genutzte Bereich wird im Süden von der vorhandenen Bebauung an der Bordenauer Straße (K 322), im Osten von der Bebauung an der Bürgermeister-Wehrmann-Straße (K 339) und im Norden/ Nordwesten durch die Bebauung am Enseburgweg begrenzt. Westlich/ südwestlich grenzt eine landwirtschaftliche Freifläche und die Bebauung an der Straße Klüterfeld an das Plangebiet. Im Nordwesten, Süden und Nordosten grenzen landwirtschaftliche Betriebe im Haupt- bzw. Nebenerwerb an den Geltungsbereich. An der Nordost- und Ostseite verläuft der Frielinger Graben (Graben III. Ordnung) mit einer Pappelhybridreihe (westlicher Uferrand). Die angrenzende Bebauung ist überwiegend durch eingeschossige Einfamilienhäuser geprägt (Baugebiet: Nördlich der Bordenauer Straße im Westen und nördlich des Enseburgwegs). Östlich des Plangebietes entlang der K 332 (Bürgermeister-Wehrmann-Straße) und südlich der K 329 (Bordenauer Straße) befinden sich dorfgebietstypische Strukturen. Im Einzelnen umfasst der Geltungsbereich ganz oder teilweise die Flurstücke 145/3, 130/1, 131/5, 129, 7/40 und 17/35 in der Flur 9 in der Gemarkung Frielingen. Die genaue Abgren- 5

6 zung ergibt sich aus der Planzeichnung. Abbildung 1: Lage Geltungsbereich - Übersichtsplan/ Luftbild Hofstelle Hofstelle mit angrenzendem Weideland Baugebiet Nördlich der Bordenauer Straße Hofstelle Bordenauer Straße (K 339) Quelle: bing, , Darstellung NLG 4. Erforderlichkeit/ Planungsanlass Die Bauleitplanung in Form der Aufstellung und Änderung von Bebauungsplänen obliegt gemäß 1 Baugesetzbuch (BauGB) der Planungshoheit der Gemeinden. Bauleitpläne sind von der Gemeinde in eigener Verantwortung aufzustellen ( 2 Abs. 1, Satz 1 BauGB). Sie sind den Zielen des Landes-Raumordnungsprogramms und den Zielen des Regionalen Raumordnungsprogramms anzupassen ( 1 Abs.4 BauGB). Grundsätze und sonstige Erfordernisse der Raumordnung sind in die Abwägung einzustellen. Ein grundsätzliches Ziel der Stadtentwicklung in der Stadt Garbsen besteht unter anderem in einer bedarfsgerechten Bereitstellung von Bauflächen in den einzelnen Stadtteilen. Die strake Nachfrage nach Wohnbauflächen im Stadtgebiet von Garbsen kann derzeit von der Verwaltung kaum erfüllt werden. Um diesen Bedarf decken zu können, ist die Entwicklung von neuen Wohnbauflächen erforderlich. Ziel der vorliegenden Planung ist es, im Stadtteil Frielingen für den in Kap. 3 genannten Bereich ein Allgemeines Wohngebiet zu entwickeln. Die Lage des Plangebietes ist verkehrstechnisch günstig: Durch die nahegelegene B 6 6

7 (Hannover Nienburg) sind die jeweils ca. 6 km entfernten Mittelzentren Garbsen Mitte und Neustadt a. Rbge. in kurzer Zeit erreichbar. Zum Oberzentrum Hannover beträgt die Entfernung ca. 20 km. Frielingen selbst ist ein beliebter Wohnstandort. Er verbindet ländliches Wohnen mit dem Vorteil des direkten Anschlusses an die B 6. Historisch als Streusiedlung entstanden, prägen im alten Ortskern gelegene Höfe das Ortsbild. In den alten Gebäuden entlang der Bürgermeister-Wehrmann-Straße sind Läden zur Versorgung des täglichen Bedarfs entstanden. Sie halten neben Gütern des täglichen Bedarfs auch Dienstleistungen bereit. Die vorhandene Bebauung in der Ortslage wird vorwiegend durch Einfamilienhausbebauung und landwirtschaftliche Hofstellen entlang der Ortsdurchfahrt ( K 322 und K 339) geprägt. Die vielfältige Landschaft mit Wald, Wiesen und Äckern rund um die Ortslage wird zur Naherholung genutzt. Im Westen ist die Verzahnung von alter Ortslage und freier Landschaft noch gut erlebbar. In Richtung Horst im Süden der Ortslage erstreckt sich das Gebiet des Horster Bruchgrabens, das ebenfalls beliebter Bereich für Spaziergänger und Radfahrer ist. Der Planbereich gilt planungsrechtlich als Außenbereich i. S. des 35 BauGB, liegt städtebaulich gesehen jedoch innerhalb des Siedlungszusammenhanges (innenliegender Außenbereich). Die bauliche Entwicklung dieser Fläche entspricht somit der städtebaulichen Planungsleitlinie in 1 Ab. 5 BauGB, wonach diese vorrangig durch Maßnahmen der Innenentwicklung zu erfolgen hat. Die geplante Siedlungsentwicklung führt also zu einer Konsolidierung und sinnvollen Ergänzung der bereits vorhandenen, angrenzenden Bebauung. Die vorhandene Infrastruktur ist ausreichend, die bestehende Bebauung der Ortslage des Stadtteils Frielingen wird sinnvoll erweitert und sozusagen abgerundet. 5. Anpassung an die Ziele der Raumordnung und Landesplanung 5.1. Landes-Raumordnungsprogramm Niedersachsen (LROP 2008) Das Plangebiet liegt gem. Landes-Raumordnungsprogramm Niedersachsen (LROP 2008, aktualisiert vom ) im Siedlungsbeschränkungsbereich für den Verkehrsflughafen Hannover-Langenhagen (Ziel 2.1 Ziffer 08). Die raumordnerische Festlegung des Siedlungsbeschränkungsbereiches bezieht sich auf die Gebiete mit einer ermittelten Lärmbelastung von über 55 db(a) für den Lärmindex L DEN (Level DayEveningNight). Um einerseits die Bevölkerung vor Lärmbelästigung im Bereich des Verkehrsflughafens Hannover-Langenhagen zu schützen und andererseits die Funktions- und Entwicklungsfähigkeit des Vorrangstandortes Verkehrsflughafen Hannover Langenhagen langfristig zu sichern, dürfen in Flächennutzungsplänen und Bebauungsplänen keine neuen Flächen bzw. Gebiete für Wohnnutzungen und besonders lärmempfindliche Einrichtungen im Sinne des 5 Abs. 1 des Gesetzes zum Schutz gegen Fluglärm dargestellt oder festgesetzt werden. Eine Ausnahmeregelung gilt für Gemeinden und Ortsteile, die wie Frielingen im LROP ab dem 30. Januar 2008 erstmals im Siedlungsbeschränkungsbereich liegen: Diese Gebiete dürfen bis zum maximal 5% neue Wohn- oder gemischte Bauflächen (gemessen an der vorhandenen Siedlungsfläche) in ihren Flächennutzungsplänen darstellen. Als vorhandene Siedlungsfläche gilt jene Fläche, die bei Inkrafttreten des LROP bauleitplanerisch als Siedlungsfläche ausgewiesen ist (Ziel 2.1 Ziffer 08, Satz 4). 7

8 Abbildung 2: Ausschnitt Siedlungsbeschränkungsbereich LROP 2008/2012 Frielingen Quelle: Ausschnitt aus dem Anhang 1 des LROP 2008 Die 121. Flächennutzungsplanänderung wurde 2015 durchgeführt und ist seit dem wirksam. Die Umsetzung des Flächennutzungsplanes in verbindliche Bauleitpläne ist gem. LROP auch nach dem zulässig. Nach Stellungnahme der Regionalplanung zur 121. Flächennutzungsplanänderung (s. Kap. 5.3) liegt die beabsichtigte Planung im Rahmen einer konsolidierenden Siedlungsentwicklung, die in der genannten Übergangszeit möglich sein soll (vgl. Erläuterung des LROP zu Abschnitt 2.1, Ziffer 08 auf Seite 77) Regionales Raumordnungsprogramm Region Hannover (RROP 2005) Das Regionale Raumordnungsprogramm der Region Hannover (RROP) aus dem Jahre 2005 weist die Stadt Garbsen als Mittelzentrum aus. Nachgeordnet zur mittelzentralen Funktion der Stadt Garbsen wird der Stadtteil Frielingen als ländlich strukturierte Siedlung mit der Funktion Eigenentwicklung eingestuft, deren Siedlungsentwicklung grundsätzlich auf eine angemessene Entwicklung begrenzt ist (Ziel D 1.6.3). Der Entwicklungsspielraum der ländlich strukturierten Siedlungen mit der Funktion Eigenentwicklung besteht aus der Erfüllung des örtlichen Grundbedarfs an zusätzlichen Wohnbauflächen und gemischten Bauflächen. Er wird als Basiswert in % zur vorhandenen Siedlungsfläche festgelegt. Der Basiswert beträgt 5 % (Ziel D Ziffer 03) bzw. für den Stadtteil Frielingen m ². Eine Erhöhung des Basiswertes auf bis zu 7 % ist im Einzelfall in Abstimmung zwischen der Kommune und dem Träger der Regionalplanung dann möglich, wenn besondere örtliche Gegebenheiten oder raumordnerisch begründete Bedarfe geltend gemacht werden können. Der Basiswert ist auf den Geltungszeitraum des Programms beschränkt und nicht übertragbar (Seite 13; D , Absatz 03). Die geplante Siedlungsfläche liegt mit ca. 4,4 ha (Bruttobauland inkl. Kreisel) im Rahmen des Basiswertes von ca. 4,2 ha und damit innerhalb der zulässigen Eigenentwicklung. Diese Regelung ist auch im aktuellen RROP-Entwurf 2016 enthalten. 8

9 Abbildung 3: Ausschnitt aus dem RROP Entwicklung aus dem Flächennutzungsplan Da der Bebauungsplan gem. 8 Abs. 2 BauGB aus dem Flächennutzungsplan zu entwickeln ist, wurde parallel zur Aufstellung des vorliegenden Bebauungsplanes der rechtswirksame Flächennutzungsplan der Stadt Garbsen geändert (121. Änderung). Dieser stellte bis dahin für den überwiegenden Teil das Plangebietes Flächen für die Landwirtschaft dar. Im Südöstlichen Teil des Geltungsbereiches sind die Flächen als Dorfgebiet festgelegt (siehe nachfolgende Abbildung 4). 9

10 Abbildung 4: Ausschnitt aus dem Flächennutzungsplan vor der 121. F-Planänderung Plangebiet B-Plan 8/28 Klüterfeld Im Rahmen der 121. F-Planänderung wird ein Großteil der Fläche des Plangebietes nunmehr als Wohnbaufläche dargestellt (vgl. Abbildung 5). Im südöstlichen Bereich bleibt die Darstellung eines Dorfgebietes (braune Flächen) erhalten. 1 Im Zuge der 121. Flächennutzungsplanänderung wurde im Gegenzug die bisher im Flächennutzungsplan dargestellte Wohnbaufläche Neue Wiesen (Geltungsbereich Teil B) zurückgenommen. Die 121. Flächennnutzungsplanänderung wurde mit Verfügung Nr /05-6/15 der Region Hannover genehmigt. Mit Bekanntmachung vom in der Leinezeitung ist die Änderung gem. 6 Abs. 5 BauGB wirksam. 1 In der Begründung zur 121. Flächennutzungsplanänderung (Kap. 2, S. 7) wird hierzu ausgeführt, dass gegenüber dem Aufstellungs- und Auslegungsbeschluss die Plangebietsfläche der Teilfläche A reduziert wurde. Eine gutachterliche Untersuchung in Bezug auf die Emissionen der landwirtschaftlichen Betriebe im Rahmen des vorliegenden Bebauungsplanes hat hier entsprechende Grenzwertüberschreitungen ergeben. Da somit in dem Bereich die beabsichtigte Wohnbauflächendarstellung nicht möglich war, soll es hier bei der im F-Plan vorhandenen Darstellung eines Dorfgebietes bleiben. 10

11 Der vorliegende Bebauungsplan ist somit aus dem wirksamen Flächennutzungsplan der Stadt Garbsen entwickelt. Abbildung 5: 121. Änderung des Flächennutzungsplanes hier gilt weiterhin die Darstellung: Dorfgebiet Quelle: Stadt Garbsen, Darstellung NLG 5.4. Integriertes Stadtentwicklungskonzept (ISEK) Das Integrierte Stadtentwicklungskonzept wird derzeit erarbeitet, es stellt im Entwurf den Planbereich als Entwicklungsfläche für Wohnen dar. Im Maßnahmenplan Wohnen ist die Fläche des vorliegenden Bebauungsplanes als kurzfristige Option enthalten. Die Planung entspricht somit den Zielen des ISEK. Sie ist darüber hinaus Bestandteil des vom Ausschuss für Umwelt und Stadtentwicklung im März 2016 beschlossenen Wohnbauflächenprogrammes der Stadt Garbsen. 11

12 6. Angrenzende Bebauungspläne/ Planungsrecht An das Plangebiet grenzen umliegend mehrere Bebauungspläne mit folgenden Gebietsfestsetzungen an (vgl. Abbildung 6): Im Westen: Bebauungsplan Nr. 8/15 Nördlich der Bordenauer Straße (Festsetzung: Allgemeines Wohngebiet) Im Norden: Bebauungsplan Nr. 8/17A (Festsetzung: Allgemeines Wohngebiet) Im Osten: Bebauungsplan Nr. 8/18 (Festsetzung: Dorfgebiet ) Im Südosten: Bebauungsplan Nr. 8/7 (Festsetzung: Allgemeines Wohngebiet ) Im Süden: Bebauungsplan Nr. 8/1 (Festsetzung: Dorfgebiet ). Abbildung 6: Angrenzende Bebauungspläne Quelle: Stadt Garbsen 12

13 Das Plangebiet gilt derzeit planungsrechtlich als Außenbereich i. S. des 35 BauGB, liegt städtebaulich gesehen jedoch innerhalb des Siedlungszusammenhanges (innenliegender Außenbereich). 7. Planungsinhalt/ Festsetzungen 7.1. Art der baulichen Nutzung Die Baunutzungsverordnung (BauNVO) in der Fassung der Bekanntmachung vom 23. Januar 1990 legt in 1 fest, die für die Bebauung vorgesehenen Flächen nach der besonderen Art ihrer baulichen Nutzung festzusetzen. Entsprechend dieser Bestimmung wird das Plangebiet als Allgemeines Wohngebiet gem. 4 BauNVO festgesetzt. Da es sich im vorliegenden Fall um eine Planung auf einer Fläche handelt, die an drei Seiten von vorhandener Bebauung umfasst wird, ist ein sensibler Umgang mit der bereits bestehenden Bebauung, erforderlich. Um insbesondere die vorhandenen, aber auch die zukünftigen Nutzungs- und Wohnstrukturen zu schützen und damit auch die Akzeptanz der neu hinzukommenden Bebauung zu erreichen, wird das Plangebiet hinsichtlich der zulässigen Nutzungen, die 4 BauNVO vorgibt, gegliedert. Die Allgemeinen Wohngebiete WA 1-WA 3 sollen aufgrund ihrer rückwärtigen Lage zu den Ortsdurchfahrtsstraßen (Bürgermeister-Wehrmann-Str. und Bordenauer Straße) vorwiegend der Wohnnutzung dienen. Daher werden gem. 1 Abs. 5 BauNVO außer den zulässigen Wohngebäuden die (allgemein zulässigen) Nutzungen gem. 4 Abs. 2 Nr. 2 und 3 BauNVO nur ausnahmsweise zugelassen. Zu Ihnen zählen: die der Versorgung des Gebietes dienenden Läden, Schank- und Speisewirtschaften sowie nicht störende Handwerksbetriebe (Nr. 2), Anlagen für kirchliche, kulturelle, soziale, gesundheitliche und sportliche Zwecke (Nr. 3). Alle ausnahmsweise zulässigen Nutzungen gem. 4 Abs. 3 BauNVO werden gem. 1 Abs. 6, Satz 1 Nr. 1 BauNVO für die v. g. Bereiche ausgeschlossen. Hierzu zählen Betriebe des Beherbergungsgewerbes, sonstige nicht störende Gewerbebetriebe, Anlagen für Verwaltungen, Gartenbaubetriebe und Tankstellen. Die vorgenannten Nutzungen würden aufgrund ihres Flächenbedarfes sowie den mit der Nutzung einhergehenden, umfangreichen Kfz- Bewegungen, Geruchsimmissionen und möglichen Betrieb auch in den Abend- und Nachtstunden (insb. Tankstellen) der überwiegenden Wohnnutzung zuwiderlaufen. Darüber hinaus lassen sich für vorgenannte Anlagen im betreffenden Geltungsbereich keine erkennbaren Standortvorteile erkennen. Für den Bereich des WA 4 am südöstlichen Rand des Plangebietes sollen aufgrund der Nähe zum Ortskern und der Ortsdurchfahrtsstraßen alle Nutzungen gem. 4 Abs. 2 BauNVO zulässig bleiben. Hierzu zählen: 13

14 Wohngebäude, die der Versorgung des Gebietes dienenden Läden, Schank- und Speisewirtschaften sowie nicht störende Handwerksbetriebe, Anlagen für kirchliche, kulturelle, soziale, gesundheitliche und sportliche Zwecke. Betriebe des Beherbergungsgewerbes und sonstige nicht störende Gewerbebetriebe bleiben ausnahmsweise zulässig ( 4 Abs. 3 Nr. 1 und 2 BauNVO). Alle übrigen Nutzungen gem. 4 Abs. 3 Nr. 3-5 (Anlagen für Verwaltungen, Gartenbaubetriebe und Tankstellen) werden auf der Grundlage des 1 Abs. 6, Satz 1 Nr. 1 BauNVO ausgeschlossen. Die v. g. Gliederung des Gebietes wird auch durch weitere Festsetzungen zum Maß der baulichen Nutzung und zur Bauweise weiter konkretisiert (vgl. nachfolgende Kapitel) Maß der baulichen Nutzung Grundflächenzahl (GRZ)/ Geschossflächenzahl (GFZ) Innerhalb des Geltungsbereiches wird die Grundflächenzahl auf 0,4 festgesetzt. Damit wird eine aufgelockerte Bebauung, wie sie für die übrige Ortslage von Frielingen üblich ist, unterstützt. Gleichzeitig bleibt mit diesem Maß ausreichend Spielraum bei der Ausnutzung der Grundstücke. Für das WA 4- Gebiet im Südosten des Geltungsbereiches wird aufgrund der zulässigen Zweigeschossigkeit (vgl. nachfolgendes Kap.) zusätzlich eine Geschossflächenzahl von 0,8 festgesetzt Geschossigkeit Für die Allgemeinen Wohngebiete WA 1-3 wird eine eingeschossige Bauweise festgesetzt. Im Bereich des Allgemeinen Wohngebietes WA 4 am südöstlichen Gebietsrand dürfen maximal zweigeschossige Gebäude errichtet werden. Die höhere Ausnutzbarkeit der Geschossigkeit basiert auf der in Kap. 8.1 beabsichtigten Gliederung des Plangebietes Grundstücksgrößen In den Allgemeinen Wohngebieten WA 1 WA 3 ist gemäß 9 Abs. 1 Nr. 3 BauGB eine maximale Grundstücksgröße von 850 m² zulässig. Diese Festsetzung stellt in Kombination mit der Grundflächenzahl von 0,4 und der beabsichtigten Bauweise (vgl. Kap ) sicher, dass abseits der Ortsdurchfahrtsstraßen eine aufgelockerte Bebauung entsteht Festsetzung der Bauweise und überbaubaren Grundstücksfläche Bauweise Für das Plangebiet gilt eine offene Bauweise gem. 22 Abs. 2 BauNVO. Danach können Gebäude mit seitlichem Grenzabstand als Einzelhäuser, Soppelhäuser oder Hausgruppen errichtet werden. Die Länge der Hausformen darf max. 50 m betragen. Das Plangebiet ist hinsichtlich der zulässigen Hausformen gegliedert: In den WA 1-Gebieten (Südwesten, Mitte, Osten und Nordosten) sind nur Einzelhäuser, im WA 2-Gebiet (nordwestlicher Rand des Plangebietes) nur Doppelhäuser und im WA 3-Gebiet (Süden) nur Reihenhäuser zulässig. Für das WA 4-Gebiet wurde (aufgrund der Lage, s.o.) keine Vorgabe ge- 14

15 macht, so dass hier die größtmögliche Flexibilität hinsichtlich der Hausformen besteht. Sowohl für die Einzel- und Doppelhausgebiete, als auch für das Reihenhausgebiet ist eine eingeschossige Bauweise zulässig. Auf der Grundlage des 9 Abs. 1 Nr. 6 BauGB dürfen die Einzelhäuser, Doppelhaushälften und Reihenhauseinheiten nur 1 Wohneinheit aufweisen. Ausnahmsweise kann eine zweite Wohneinheit zugelassen werden, sofern sie sich in der Wohnfläche der ersten Wohneinheit unterordnet (max. 2/3). Diese Festsetzung soll sicherstellen, dass keine Mehrfamilienhäuser oder Baukörper mit mehreren Wohneinheiten im WA 1 - WA 3 entstehen. Im WA 4 gibt es diesbezüglich keine Einschränkung: Hier wären bspw. auch Mehrfamilienhäuser oder Mehrgenerationenhäuser möglich Überbaubare Grundstücksfläche Die Baugrenzen sind im Plangebiet so festgesetzt, dass eine ausreichende Flexibilität bei der Stellung der baulichen Anlagen und Ausrichtung der Gärten nach Süden ermöglicht wird. Zur Planstraße, den Fuß- und Radwegen und zum Regenrückhaltebecken halten die überbaubaren Flächen einen Abstand von 3,0 m ein. Um ein ungestörtes städtebauliches Bild entlang der Erschließungsstraßen zu erzielen sind gemäß 12 Abs. 6 und 14 Abs. 1 BauNVO auf den nicht überbaubaren Grundstücksflächen im Bereich zwischen der Straßenbegrenzungslinie und der straßenseitigen Baugrenze Garagen, überdachte Stellplätze (Carports) und Nebenanlagen in Form von Gebäuden i. S. des 14 BauNVO unzulässig. Dies gilt auch für die Bereiche entlang der Verkehrsflächen besonderer Zweckbestimmung (hier: Fuß- und Radwege). Darüber hinaus wird für die Doppelhausgrundstücke im Westen (WA 2) und die Grundstücke entlang des Grabenunterhaltungsweges festgesetzt, dass gem. 12 Abs. 6 und 14 Abs. 1 BauNVO in dem 5 m breiten, gekennzeichneten Bereich Nebenanlagen i. S. des 14 BauNVO sowie Stellplätze und Garagen ausgeschlossen sind. Mit der v. g. Festsetzung wird ein unbebauter Übergang zu den nordwestlich angrenzenden landwirtschaftlichen Grünflächen und zum Graben mit Unterhaltungsweg geschaffen Stellung baulicher Anlagen Für die Doppelhäuser im Nordwesten des Geltungsbereiches (WA 2) wird gem. 9 Abs. 1 Nr. 2 BauGB eine Hauptfirstrichtung parallel zur nordwestlichen Plangebietsgrenze festgesetzt, um eine einheitliche Baukörperausrichtung als optischen Abschluss zur freien Landschaft zu schaffen. 15

16 8. Verkehrliche Erschließung Der Stadtteil Frielingen ist über die K 322 und die K 339 an das örtliche, sowie über die Bundesstraße 6 an das überörtliche Straßenverkehrsnetz angeschlossen. Die Hauptanbindung des Plangebietes wird ausschließlich über einen neu herzustellenden Kreisverkehrsplatz im Einmündungsbereich der drei Straßen Bürgermeister Wehrmann Straße, Bordenauer Straße und Horster Straße sichergestellt. Die weitere innere Erschließung erfolgt durch eine Ring- und Sticherschließung. Verbindungen zu angrenzenden Wohngebieten für den allgemeinen Pkw-Verkehr sieht das Erschließungskonzept nicht vor, um Durchgangsverkehre zu vermeiden und ein ruhiges Wohnen zu ermöglichen. Diese sind ausschließlich für den Radfahrer und Fußgänger möglich (s. u.). Die Straßen sind in der Planzeichnung gem. 9 Abs. 1 Nr. 11 BauGB als öffentliche Straßenverkehrsfläche festgesetzt. Der Anschlussbereich der inneren Erschließung an den Kreisverkehrsplatz wird mit einer Ausbaubreite von ca. 8,25 m hergestellt. Für die restlichen Planstraßen ist eine Ausbaubreite von 6,50 m vorgesehen. Die Planstraße ist ab dem Kreisverkehrsplatz als verkehrsberuhigte Zone vorgesehen (ordnungsrechtliche Maßnahme). Der innerhalb des Plangebietes auftretende Stellplatzbedarf ist auf den Grundstücken sicherzustellen. Zusätzlich ist die Anlage von rd. 24 Stellplätzen im öffentlichen Straßenraum geplant. Diese sind in der Planzeichnung durch Verkehrsflächen besonderer Zweckbestimmung hier: öffentliche Parkflächen (Breite: 2,50 m) festgesetzt. Die straßenbautechnische Ausbauplanung sieht vor, dass der Fußgänger- und Radverkehr im Baugebiet auf der Erschließungsstraße geführt wird (Funktionsmischung). Als Anschluss zu den angrenzenden Baugebieten im Westen (Bereich Klüterfeld ), Norden (Bereich: Enseburgweg ) und Osten (Bereich: Bürgermeister-Wehrmann-Straße ) werden über 3 m bzw. 4 m breite Fuß- und Radwegeverbindungen (hier: Verkehrsflächen besonderer Zweckbestimmung ) geschaffen. Nördlich des geplanten Regenrückhaltebeckens wird der Fußund Radweg in der öffentlichen Grünfläche mit der Zweckbestimmung Parkanlage durch die zu erhaltenden Bäume fortgeführt/ gebaut. Außerhalb des Geltungsbereiches verläuft er weiter über das Flurstück 145/5 bis zum Enseburgweg. Das Flurstück 145/5 wird in das Eigentum der Stadt Garbsen übergehen, womit die v. g. Anbindung an den Enseburgweg in jedem Fall sichergestellt ist. Die Trassierung der Verkehrswege richtet sich nach den im Bebauungsplan festgelegten Grenzen der Verkehrsflächen. Der (zweiseitige) Wendehammer im Südwesten des Plangebietes ist für Fahrzeuge bis 10,00 m Länge (3-achsiges Müllfahrzeug) gem. RASt 2006 konzipiert und für die vom Zweckverband Abfallwirtschaft Region Hannover (aha) eingesetzten Müllfahrzeuge ausreichend bemessen. Die Entwässerung der Straßenflächen erfolgt mittels Querneigung (3,0%). Das im Bereich 16

17 der Verkehrsflächen anfallende Oberflächenwasser wird über eine Bordrinne in den geplanten Regenwasserkanal eingeleitet und anschließend dem geplanten Regenrückhaltebecken zugeführt. Alle Straßenräume des Baugebietes erhalten eine Grundausstattung gemäß den geltenden Richtlinien. Die gesamte Straßenausstattung und Beleuchtung wird unter Mitwirkung der zuständigen Behörden festgelegt. In den Planstraßen sind Ver- und Entsorgungsleitungen der Versorgungsträger Stadtwerke Garbsen (Gas und Strom), WBV Garbsen/Neustadt (Wasser), sowie der Telekom (Fernsprechkabel) zu verlegen. Im Bereich der geplanten öffentlichen Stellplätze sind Bauminseln vorgesehen. Des Weiteren sind nördlich des geplanten Kreisverkehrsplatzes größere Grünflächen festgesetzt Ruhender Verkehr Der Bedarf an privaten Stellplätzen ist auf den privaten Grundstücken sicherzustellen. Ferner sind im Rahmen der erschließungstechnischen Ausbauplanung öffentliche Parkplätze im Bereich der öffentlichen Verkehrsfläche vorgesehen Öffentlicher Personennahverkehr Die Buslinie 421 verbindet Frielingen mit den Garbsener Stadtteilen Auf der Horst, Garbsen, Garbsen-Mitte, Berenbostel, Meyenfeld und Osterwald sowie mit der Stadt Neustadt am Rbge. und deren Stadtteil Bordenau. Des Weiteren verkehrt die Buslinie 440 zwischen der Stadt Neustadt und den Garbsener Stadtteilen Frielingen, Horst, Meyenfeld und Berenbostel sowie dem hannoverschen Stadtteil Marienwerder. Eine Haltestelle der Buslinien befindet sich südlich der Grenze des Plangebietes an der Bordenauer Straße. 9. Belange von Natur und Landschaft Durch die geplante Erschließung und Bebauung im Rahmen des vorliegenden Bebauungsplanes wird der Bestand von Natur und Landschaft grundlegend verändert. Aufgrund des Erfordernisses der Schaffung von Wohnbauflächen ist dieses jedoch unvermeidbar. Die Beeinträchtigungen für die Leistungsfähigkeit des Naturhaushaltes und des Landschaftsbildes werden im Rahmen der Eingriffsregelung im Umweltbericht, der dieser Begründung als Teil III beiliegt, beschrieben und bewertet. Das Plangebiet besteht überwiegend aus Ackerflächen und einer Grünlandfläche und weist einen Bestand an Einzelbäumen sowie eine Pappelreihe entlang des vorhandenen Grabens auf. Durch die Planung sind keine nachteiligen Auswirkungen auf das Schutzgut Mensch zu 17

18 erwarten. Aufgrund der geringen Bedeutung des Plangebiets gilt dies auch für die landschaftsbezogene Erholung. Für das Schutzgut Boden sowie Tiere und Pflanzen/ Arten und Lebensgemeinschaften ist gemäß der naturschutzrechtlichen Eingriffsregelung mit erheblichen Beeinträchtigungen durch die Umwandlung von Acker und Grünland sowie den Verlust von Gehölzbeständen zu rechnen. Gefährdete oder besonders geschützte Pflanzenarten wurden nicht festgestellt. Für die Schutzgüter Grundwasser, Klima, Kultur- und Sachgüter sind keine negativen bzw. erheblich nachteiligen Umwelteinwirkungen zu erkennen. Für das Schutzgut Landschaftsbild stellt das Plangebiet den Rest der traditionellen Kulturlandschaft dar. Es ist jedoch nur auf einem Teilstück der Bürgermeister-Wehrmann-Straße erlebbar. Die Umwandlung in ein Wohngebiet stellt eine Beeinträchtigung dar. Zur Vermeidung, Minimierung und zum Ausgleich nachteiliger Umweltauswirkungen sind für das Plangebiet nachfolgende Maßnahmen vorgesehen: 9.1. Grünplanerische Maßnahmen zur Vermeidung und Verminderung Erhalt von Bäumen Die festgesetzten Bäume mit Erhaltungsgebot im Bereich des Kreisels, der Bürgermeister- Wehrmann-Straße und am nordwestlichen Plangebietsrand sind dauerhaft zu erhalten und bei Abgang durch einen Baum derselben Art zu ersetzen Berücksichtigung des Artenschutzes Vor der Beseitigung von Gehölzen ist zu prüfen, ob sie als Brutplatz einheimischer Vogelarten oder als Quartier für Fledermäuse dienen. Wenn Letzteses der Fall sein sollte, muss die Fällung auf einen Zeitraum verschoben werden, in dem die Störung weitgehend ausgeschlossen ist. Weiterhin sind für die Baumfällungen die zeitlichen Regelungen des Bundesnaturschutzgesetzes zu beachten. Danach sind Baumfällungen nur im Zeitraum zwischen dem 1. Oktober und 28. Februar zulässig. Auf den landwirtschaftlich genutzten Flächen sollte das Freiräumen des Baufeldes möglichst außerhalb der Zeit von Anfang April bis Ende Juli erfolgen Grünplanerische Ausgleichsmaßnahmen Gemäß Umweltbericht dienen die Ausgleichsmaßnahmen der Wiederherstellung der verloren gehenden Funktionen und Werte des Naturhaushaltes und des Landschaftsbildes. Gemäß 1 a BauGB erfolgt jedoch keine Unterscheidung mehr zwischen Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen. Die Kompensation kann auch an anderer Stelle, als am Ort des Eingriffes erfolgen (externe Ausgleichsmaßnahmen). Externe Kompensationsmaßnahmen bieten den Vorteil, dass es für einzelne Schutzgüter naturschutzfachlich häufig sinn- und wertvoller, sowie auch kostengünstiger ist, größere, zusammenhängende Kompensationsflächen zu realisieren, als dies innerhalb eines Baugebietes möglich wäre, da eine größere Wertigkeit großer zusammenhängender Flächen erreicht werden kann. Darüber hinaus ist die Durchsetz- 18

19 barkeit einfacher, als bei Kompensationen auf den Grundstücken Straßenbegleitgrün Die öffentlichen Grünflächen im Süden des Plangebiets sind gemäß Empfehlung im Umweltbericht im Zuge der Ausbauplanung mit einem zertifizierten Regiosaatgut der Herkunftsregion Nordwestdeutsches Tiefland (z.b. Mischung Blumenwiese aus dem Produktionsraum 1, Rieger-Hoffmann) einzusäen und als Extensivrasen zu entwickeln. Ergänzend erfolgt die Neupflanzung von Bäumen. Diese sind in der Planzeichnung entsprechend festgesetzt. Innerhalb der öffentlichen Straßenverkehrsflächen sind im Zuge der Straßenraumgestaltung, insbesondere zur Eingrenzung/ Trennung von Parkflächen Bäume anzupflanzen. Im vorliegenden Fall erfolgt die Standortbestimmung nicht in der späteren Ausbauplanung, sondern bereits im Bebauungsplan. Dies hat für die zukünftigen Grundstückseigentümer den Vorteil, dass sie vorab davon in Kenntnis gesetzt werden, an welchen Standorten an ihrer Grundstücksgrenze Bäume stehen werden. Auf den festgesetzten Baumstandorten im Bereich der Stellplätze in den Straßenverkehrsflächen ist je ein standortheimischer Laubbaum 2. Ordnung zu pflanzen und dauerhaft zu erhalten. Die Bäume sind in offenen Pflanzquartieren von mindestens 12 m³ Wurzelraum zu pflanzen (Pflanzqualität: Hochstamm, 3 x verpfl., StU 18/20 cm). Die Festlegung konkreter Arten erfolgt erst bei der Ausbauplanung Öffentliche Grünfläche Zweckbestimmung Parkanlage Am nordwestlichen Rand des Plangebietes wird eine öffentliche Grünfläche mit der Zweckbestimmung Parkanlage festgesetzt (Größe: 479 m²). Diese Fläche umfasst sowohl die als zu erhalten festgesetzten, großkronigen Laubbäume, als auch einen Fuß- und Radweg, der zwischen Bäumen angelegt wird. Zusammen mit der als Verkehrsfläche besonderer Zweckbestimmung festgesetzten Fläche östlich des Regenrückhaltebeckens und der (außerhalb des Plangebietes liegenden Flurstücksparzelle 145/5) wird damit eine Pkw-freie Anbindung an den Enseburgweg für Fußgänger und Radfahrer hergestellt Räumstreifen An der nördlichen und östlichen Grenze des Geltungsbereiches verläuft der Frielinger Graben, ein Gewässer III. Ordnung. Er ist in der Planzeichnung als Wasserfläche hier: Graben festgesetzt. Zwischen der Stadt Garbsen und dem Wasser- und Bodenverband Leineniederung Neustadt a. Rbge. wurde eine Vereinbarung getroffen, dass die Stadt Garbsen die Unterhaltungspflicht für den Teilabschnitt des Verbandsgrabens Nr. 5 der Beitragsabteilung Frielinger Graben im Bereich des neuen Baugebietes Klüterfeld übernimmt. Parallel zum v. g. Graben ist ein 5 m breiter Streifen als öffentliche Grünfläche gem. 9 Abs. 1 Nr. 15 BauGB festgesetzt. Dieser Streifen dient der Gewässerunterhaltung bzw. Grabenräumung. Er ist an zwei Stellen über festgesetzte Fuß- und Radwege anfahrbar. Das Befahren mit schwerem Gerät ist für die Bewirtschaftung des Grabens erforderlich. Daher wird die Fläche von anderen Nutzungen freigehalten. Die als Gewässerräumstreifen festgesetzte Fläche entlang des Grabens ist als ruderale 19

20 Gras- und Staudenflur zu entwickeln. Nach der Einsaat mit einer Saatgutmischung gebietseigener Wildkräuter und Gräser bzw. eines zertifizierten Regiosaatgutes der Herkunftsregion Nordwestdeutsches Tiefland (z.b. Mischung Ufermischung aus dem Produktionsraum 1, Rieger-Hoffmann) erfolgt eine regelmäßige Mahd im Abstand von max. 3 Jahren Eingriffsbilanzierung Da gemäß Umweltbericht nicht alle Beeinträchtigungen innerhalb des Plangebietes kompensiert werden können, erfolgen ergänzend externe Ausgleichsmaßnahmen in der Größenordnung von Werteinheiten auf Sammelausgleichsflächen der Stadt Garbsen. Sammelausgleichsmaßnahme SAM 12 Steinwartskamp Die Sammelausgleichsfläche SAM 12 Steinwartskamp liegt in der Gemarkung Horst, Flur 3. Zur Kompensation der Eingriffe durch das geplante Wohngebiet Klüterfeld dient das Flurstück 70/150 mit einer Flächengröße von 1,6 ha und Werteinheiten. Hier ist die Anlage einer Streuobstwiese geplant. Abbildung 7: Sammelausgleichsmaßnahme Steinwartskamp Quelle: Büro Stadtlandschaft Sammelausgleichsfläche SAM 4 Langenwiesengraben Ergänzend werden Werteinheiten der Sammelausgleichsfläche SAM 4 Langenwiesengraben (Gemarkung Osterwald oe, Flur 5, Flurstück 15/2) zugeordnet. Hier wurde eine Ackerfläche in Grünland umgewandelt und mit einigen Laubbäumen bepflanzt. 20

21 In der Summe wird der externe Kompensationsbedarf von Werteinheiten mit den beiden Maßnahmen in vollem Umfang gedeckt. Die Ausgleichsmaßnahmen im Plangebiet sind spätestens ein Jahr nach Beginn der Baubzw. Erschließungsmaßnahmen durchzuführen. Mit der Durchführung der externen Maßnahme ist spätestens im Jahr des Verkaufs des ersten Baugrundstücks zu beginnen. Entsprechende Haushaltsmittel für die Herstellung und die zukünftige Pflege sind bereit zu stellen Berücksichtigung des Artenschutzes Für das Plangebiet wurde vom Büro Abia ein artenschutzrechtliches Gutachten erstellt. Das untersuchte Gebiet weist demnach hinsichtlich der Brutvögel ein durchschnittlich ausgeprägtes Artenspektrum auf, das keine besondere Bedeutung gemäß dem Bewertungsverfahren der Staatlichen Vogelschutzwarte besitzt. Insgesamt wurden im Bereich des B-Planes einschließlich des direkten Umfeldes 17 Brutvogelarten nachgewiesen, zwei weitere Arten nur mit dem Status Brutzeitfeststellung. Auf der Grundlage des Anhangs IV der FFH-Richtlinie wurde für das Plangebiet insbesondere das Vorkommen von Fledermäusen untersucht. Für Feldhamster, Amphibien oder Heuschrecken hat das Plangebiet keine besondere eine Bedeutung 2. Insgesamt wurden drei Fledermausarten bzw. Artengruppen nachgewiesen: Zwergfledermaus, Breitflügelfledermaus und weitere Fledermausarten der Gattung Myotis. Mindestens einmal handelte es sich um eine Bartfledermaus (Rote Liste Niedersachsen: stark gefährdet), vermutlich handelte es sich auch bei den anderen beobachteten Tieren um Bartfledermäuse. Das Gutachten führt aus, dass die Quartierplätze der im Gebiet beobachteten Fledermäuse in den umliegenden Siedlungsbereichen liegen. Im Gebiet selbst wurden keine Quartiere und auch keine regelmäßigen Flugrouten festgestellt. In einigen Bäumen auf oder an der Grünlandfläche befinden sich Baumhöhlen als potenzielle Quartiere. Auch eine der Alteichen im Südosten weist mögliche geeignete Quartierstrukturen auf. Es wurden aber keine Ein- oder Ausflüge von Fledermäusen festgestellt. Allerdings ist eine künftige Besiedlung nicht ausgeschlossen. Das artenschutzrechtliche Gutachten kommt zu dem Ergebnis, dass die Gehölze des Plangebiets eine allgemeine Bedeutung als Jagdgebiet für Fledermäuse haben. Über die v. g. Ausführungen hinaus ist bei der Aufstellung von Bebauungsplänen der be- 2 Für Feldhamster ist das Plangebiet aufgrund seiner Standortbedingungen nicht als Lebensraum geeignet (Sandboden, hoher Grundwasserstand) und für Amphibien bietet es keine Laichgewässer. Das Vorkommen gefährdeter oder europäisch geschützter Heuschreckenarten kann ausgeschlossen werden, da diese nur auf Sonderstandorten vorkommen. 21

22 sondere Artenschutz gemäß 44 Bundesnaturschutzgesetz (BNatschG) zu berücksichtigen. Es ist zu prüfen, ob durch die Realisierung der Planung artenschutzrechtliche Verbote verletzt werden können. Schutzgegenstand des besonderen Artenschutzes sind die nach 7 Abs. 2 Nr. 13 und 14 BNatSchG besonders bzw. streng geschützten Arten. Für diese gelten die Zugriffsverbote des 44 BNatSchG sowie die in 45 BNatSchG geregelten Ausnahmen von diesen Verboten. Dabei ist zu berücksichtigen, dass im Rahmen der Bauleitplanung die Zugriffsverbote nur für die europäisch geschützten Arten gelten (europäische Vogelarten, Arten des Anhangs IV der FFH-Richtlinie 3 ). Die artenschutzrechtlichen Verbotstatbestände gem. 44 (1) BNatschG beinhalten im Einzelnen: die direkte Schädigung der Art durch Verletzung oder Tötung, die erhebliche Störung während der Fortpflanzungs-, Aufzucht-, Mauser-, Überwinterungs- und Wanderungszeiten, die Entnahme, Beschädigung oder Zerstörung von Fortpflanzungs- und Ruhestätten Ein Verbot liegt nicht vor, soweit die ökologische Funktion der vom Eingriff betroffenen Fortpflanzungs- und Ruhestätten im räumlichen Zusammenhang weiterhin erfüllt wird. Weiterhin ist zu berücksichtigen, dass Jagd- und Nahrungshabitate nicht unter die Bestimmungen des europäischen Artenschutzes fallen. Fledermäuse Quartiere konnten im Plangebiet bislang nicht festgestellt werden. Allerdings ist eine künftige Besiedlung nicht ausgeschlossen. Zur Vermeidung von Verbotstatbeständen sind die aufgeführten Höhlenbäume deshalb vor Entfernung vom Hubsteiger aus auf mögliche Quartiere zu untersuchen (vgl. Kap ). Dies gilt auch für alle alten Eichen, die gefällt werden sollen, da eine Untersuchung vom Boden aus nur unzureichend möglich war. Für die Pappelreihe wird vorgeschlagen, sie im Winterhalbjahr zunächst vom Boden aus auf potenzielle Quartiere zu begutachten, um die Zahl der näher zu untersuchenden Bäume einzugrenzen. Durch die geplante Entfernung der Gehölzbestände wird das lokale Jagdgebiet beeinträchtigt. Dieses ist artenschutzrechtlich nicht relevant, da Nahrungsgebiete nicht den Schutzbestimmungen unterliegen. Es ist jedoch im Rahmen der Eingriffsregel ein Ausgleich herzustellen, beispielsweise über die Neupflanzung von Gehölzen. Auch das geplante Rückhaltebecken kann zur Kompensation dienen. Wenn dieses einen dauerhaften Wasserspiegel aufweist und naturnah gestaltet wird, ist zu erwarten, dass es eine Funktion als Nahrungshabitat von Fledermäusen übernimmt. Da den Fledermäusen im Umfeld weitere geeignete Jagdgebiete zur Verfügung stehen, sind unter Berücksichtigung der o.g. Maßnahmen negative Auswirkungen auf die Populationen nicht zu erwarten. Weitere streng geschützte Tier- und Pflanzenarten sind im Plangebiet nicht betroffen. 3 Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie (Richtlinie 92/43/EWG des Rates vom 21. Mai 1992 zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen) 22

23 Auswirkungen auf Europäische Vogelarten Die Auswirkungen der Planung auf Brutvögel bleiben begrenzt. Die Brutvorkommen der gefährdeten Rauchschwalbe und der auf der Vorwarnliste verzeichneten Mehlschwalbe befinden sich außerhalb des Eingriffsraumes und werden nicht tangiert. Dies gilt auch für die meisten der festgestellten Brutvorkommen anderer Arten. In der Pappelreihe finden sich allerdings die Reviermittelpunkte verschiedener ungefährdeter und häufiger Arten des Siedlungsraumes. In Hinsicht auf 44 (1) BNatSchG (Tötungsverbot) ist eine Fällung von Gehölzen nur außerhalb der Brutzeit zulässig. Sie sollte gemäß 39 (5) BNatSchG in der Zeit vom 01. Oktober bis zum 28. Februar durchgeführt werden (vgl. Kap ). Da die festgestellten häufigen Arten in den angrenzenden gehölzreichen Garten- und Grünflächen in ausreichendem Maß Ersatzhabitate finden, ist für diese Arten die ökologische Funktionsfähigkeit der Fortpflanzungsstätten in räumlichen Zusammenhang weiterhin gegeben. Deshalb sind aus artenschutzrechtlicher Sicht keine vorgezogenen Ausgleichsmaßnahmen (=CEF-Maßnahmen) erforderlich. Für Feldvögel sind ebenfalls keine CEF-Maßnahmen erforderlich, da im Plangebiet kein Vorkommen festgestellt wurde. Dennoch empfiehlt der Gutachter als Vorsichtsmaßnahme, das Baufeld außerhalb der Brutzeit, d.h. außerhalb des Zeitraums Anfang April bis Ende Juli, zu räumen bzw. vorzubereiten. In der Abwägung zwischen den Belangen des Naturschutzes und der Landschaftspflege und den Belangen der Siedlungsentwicklung (Bereitstellung von Wohnbauland zur Deckung des dringenden Wohnraumbedarfes) sind durch die Umsetzung des Bebauungsplanes unter Berücksichtigung der dargestellten Maßnahmen keine erheblichen nachteiligen Umweltauswirkungen im Sinne der Umweltprüfung zu erwarten. 10. Spielplatz Am westlichen Plangebietsrand ist eine 460 m² große öffentliche Grünfläche mit der Zweckbestimmung Spielplatz festgesetzt. Sie bildet die Erweiterung des vorhandenen Spielplatzes (Flächengröße ebenfalls 460 m²) im Baugebiet Nördlich der Bordenauer Straße (B-Plan Nr. 8/15) Richtung Osten. Mit der Erweiterung/ Flächenvergrößerung ist auch eine Neugestaltung geplant. Der Spielplatz ist über die direkt südlich angrenzende Fuß- und Radwegeverbindung zwischen dem bestehenden und dem neuen Wohngebiet von Kindern beider Baugebiete gefahrenlos erreichbar. 23

24 11. Emissionen/ Immissionen Siedlungsbeschränkungsbereich gemäß LROP Wie unter Punkt 5.1 bereits erläutert, liegt das Plangebiet laut LROP 2012 im Siedlungsbeschränkungsbereich für den Verkehrsflughafen Hannover-Langenhagen. Dieser Bereich ist mit einem Lärmindex von 55 db LDEN festgesetzt. Da gemäß DIN für allgemeine Wohngebiete ein Orientierungswert von 55 db(a) tags und 40/45 db(a) nachts gilt, ist zum Schutz der schutzbedürftigen Gebäude für die Nachtzeit die Festsetzung von Schallschutzmaßnahmen erforderlich. Hierfür ist passiver Schallschutz mit Anforderungen an das Dämmmaß von Außenbauteilen auf der Grundlage der DIN 4109 ausreichend, da der Außenraum in der Nachtzeit nicht zu schützen ist. Im Bebauungsplan ist daher gemäß 9 (1) Nr. 24 BauGB eine entsprechende Festsetzung zum Schutz gegen Außenlärm in der Nacht enthalten. Hiernach sind die Außenbauteile (Wand/Fenster) von Wohngebäuden mit einem resultierenden Schalldämmmaß zu erstellen, welches für Aufenthaltsräume, die in der Nachtzeit regelmäßig zu Schlafen dienen (Kinderzimmer/Schlafräume) die Einhaltung eines Mittelungspegels innen von 30 db(a) auch bei Dauerlüftung gewährleistet. Auf der Grundlage der DIN 4109 ist ein schalltechnischer Einzelnachweis vorzulegen. Die nachfolgenden Vorgaben/ Auszüge aus der DIN 4109 sind als Hinweis auf der Planzeichnung vermerkt. DIN 4109 Abschnitt 5, Tabellen 8-10 (Schallschutz im Städtebau) Tabelle 8. Anforderungen an die Luftschalldämmung von Außenbauteilen Spalte Raumarten Zeile Lärmpegelbereich Maßgeblicher Außenlärmpegel Bettenräume in Krankenanstalten und Sanatorien Aufenthaltsräume in Wohnungen, Übernachtungsräume in Beherbergungsstätten, Unterrichtsräume und ähnliches Büroräume 1 ) und ähnliches db(a) erf. R w,res des Außenbauteils in db 1 I bis II 56 bis III 61 bis IV 66 bis V 71 bis VI 76 bis 80 ²) VII >80 ²) ²) 50 1) An Außenbauteile von Räumen, bei denen der eindringende Außenlärm aufgrund der in den Räumen ausgeübten Tätigkeiten nur einen untergeordneten Beitrag zum Innenraumpegel leistet, werden keine Anforderungen gestellt. 2) Die Anforderungen sind hier aufgrund der örtlichen Gegebenheiten festzulegen. 24

25 Tabelle 9. Korrekturwerte für das erforderliche resultierende Schalldämm-Maß nach Tabelle 8 in Abhängigkeit zum Verhältnis S (W+F) IS G Spalte/Zeile S (W+F)IS G 2,5 2,0 1,6 1,3 1,0 0,8 0,6 0,5 0,4 2 Korrektur S (W+F): S (G) : Gesamtfläche des Außenbauteils eines Aufenthaltsraumes in m² Grundfläche eines Aufenthaltsraumes in m² Tabelle 10 Erforderliche Schalldämm-Maße erf. R w,res von Kombinationen von Außenwände und Fenstern Spalte Zeile erf. R w,res in db nach Tabelle 8 Schalldämm-Maße für Wand/Fenster in.db/ db bei folgenden Fensterflächenanteilen in % 10% 20% 30% 40% 50% 60% /25 30/25 35/25 35/25 50/25 30/ /30 40/25 40/32 45/30 45/37 50/35 35/30 35/32 40/30 40/30 40/35 45/35 45/35 45/40 50/37 50/40 50/40 40/32 50/30 40/37 60/35 50/42 60/ /40 55/42 55/45 55/45 60/45 - Diese Tabelle gilt nur für Wohngebäude mit üblicher Raumhöhe von etwa 2,5 m und Raumtiefe von etwa 4,5 m oder mehr, unter Berücksichtigung der Anforderungen an das resultierende Schalldämm-Maß erf. R w,res des Außenbauteiles nach Tabelle 8 und der Korrektur von -2 db nach Tabelle 9, Zeile 2. 45/32 40/37 60/42 25

26 11.2. Emissionen aus landwirtschaftlicher Tierhaltung Das Plangebiet ist von mehreren landwirtschaftlichen Betrieben umgeben, die Tierhaltung betreiben (vgl. nachfolgende Abbildung). Abbildung 8: Landwirtschaftliche Betriebe im Nahbereich des Planungsstandortes Betrieb mit Kühe-, Rinder- und Pferdehaltung Betrieb mit Pferdehaltung Betrieb mit Mastbullenhaltung Betrieb mit Schweinemast ohne genehmigte Tierzahlen/ Schweinehaltung Betrieb mit Kühen + Nachzucht Betrieb mit Rinderhaltung Darstellung: NLG Quelle: Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Gutachterliche Stellungnahme, (vgl. Anlage 2) Um eine Grundlage für die Prüfung der Zulässigkeit der Planung im Sinne des Immissionsschutzrechtes zu erhalten, wurden von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Fachbereich 3.12, Bezirksstelle Nienburg im August und September 2014 Geruchsimmissionsgutachten erarbeitet (vgl. Anlage 2 und 3). Aufgabe der Stellungnahme war es, mithilfe einer Ausbreitungsrechnung - einer numerischen Simulation der Geruchsstoffausbreitung auf der Grundlage des Anhangs 1 der Technischen Anleitung zur Reinhaltung der Luft in der Fassung vom (TA-Luft) und der GIRL - die Geruchsimmissionen zu prognostizieren und zu bewerten. Im Detail wurde überprüft, ob in der Summe die Emissionen gegebenenfalls eine Überschreitung der maximal zulässigen Geruchsstundenhäufigkeit (Grenzwert) aus der Geruchsimmissionsrichtlinie (GIRL) in der Fassung des LAI vom mit einer Ergänzung vom verursachen können. Die immissionsschutzrechtliche Bewertung 26

27 wurde mit einer kurzen Analyse der Feinstaubemissionen komplettiert. Der Schweinemastbetrieb östlich der Bürgermeister-Wehrmann-Straße (orangener Kreis) ist aufgrund der fehlenden Genehmigung bei den Ausbreitungsberechnungen nicht zu berücksichtigen. Zu Verifizierungszwecken wurde jedoch ein zusätzliches Szenario mit einem fiktiven Bestand untersucht. Ziel ist die Angabe eines Tierbestandes, mit dem die immissionsschutzrechtliche Bewertung unverändert bleibt. Die verwendeten Tierzahlen sind in der gutachterlichen Stellungnahme vom in Tabelle 2 auf Seite 8 aufgeführt. Neben den Ställen wurden auch eine Maissilage und ein Festmistlager als Geruchsstoffemittenten berücksichtigt. Die Emissionen der landwirtschaftlichen Betriebe, die sich im Nahbereich um den Planungsstandort konzentrieren und in ehemals dörflichen Strukturen entstanden sind, stellen keine außergewöhnliche Geruchskulisse dar. Es handelt sich auch nicht um Ekel oder Übelkeit auslösende Gerüche. Das Beurteilungskriterium für den Planungsstandort ist folglich gemäß GIRL mit 10% der Jahresstunden eindeutig definiert. Das Gutachten belegt bei Außerachtlassung des Schweinemastbetriebes östlich der Bürgermeister-Wehrmann-Straße (1. Szenario), dass der überwiegende Teil des Planungsstandortes für eine Wohnbebauung genutzt werden kann. Von einer Überschreitung des zulässigen Grenzwertes von 10% der Jahresstunden sind nur drei kleine Teilbereiche betroffen. Es handelt sich (vgl. nachfolgende Abbildung) um die z. Zt. noch vorhandene Lücke zwischen dem landwirtschaftlichen Betrieb an der Bordenauer Straße und dem Wohngebiet im Westen (blauer Kreis), ihr Pendant im Osten (grüner Kreis) und einen schmalen Streifen nordwestlich der Hofstelle am Enseburgweg (brauner Kreis). Wenn v. g. Szenario unter Einbeziehung des Schweinemastbetriebes östlich der Bürgermeister-Wehrmann-Straße (nicht genehmigter Tierbestand) gelten soll (2. Szenario), ist ein potenzieller Tierbestand von 100 Mastschweinen anzunehmen. Die Ergebnisse aus dem Szenario 1 bleiben bestehen, allerdings wird im Gutachten darauf hingewiesen, dass an der Bürgermeister-Wehrmann-Str. die Geruchsstundenhäufigkeiten den zulässigen Grenzwert erreichen. Ein höherer Tierbestand würde in diesem Bereich zu einer weiteren Überschreitung führen. 27

28 Abbildung 9: Überschreitung der Geruchsstundenhäufigkeiten (Szenario 1) Quelle: Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Gutachterliche Stellungnahme, (vgl. Abbildung 32) Zu den prognostizierten Geruchsstundenhäufigkeiten ist anzumerken, dass aufgrund der konservativ angesetzten Emissionen Überschreitungen in der Größenordnung von wenigen Zehntelprozent aus gutachterlicher Sicht nicht als Ausschlusskriterium für die geplante Nutzung zu bewerten sind. In einem weiteren Szenario (Szenario 3, ergänzendes Gutachten vom ) wurde untersucht, welche Auswirkungen die Nutzungsaufgabe auf dem landwirtschaftlichen Betrieb an der Bordenauer Straße (vgl. Abb. 9, blauer Kreis) für die Verteilung der Geruchsstundenhäufigkeiten haben würde (Anmerkung: Die Aufgabe der Nutzung hat tatsächlich Ende 2014 stattgefunden). 28

29 Abbildung 10: Überschreitung der Geruchsstundenhäufigkeiten Quelle: Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Gutachterliche Stellungnahme, (vgl. Abbildung 35) Die Geruchsstundenhäufigkeiten bleiben im nördlichen Überschreitungsbereich (brauner Kreis) nach einer Aufgabe der Bullenmast auf dem landwirtschaftlichen Betrieb nördlich der Bordenauer Straße mit Veränderungen in einer Größenordnung von 10-1 % nahezu invariant. Bei Berücksichtigung des Betriebes östlich der Bürgermeister- Wehrmann-Straße (Szenario 4 gem. Gutachten vom ) gilt, wie bereits oben dargelegt, die maximale Annahme von 100 Mastschweinen, damit die Ergebnisse aus dem Szenario 3 invariant bleiben. Die von einer Überschreitung des maßgeblichen Grenzwertes von 10% betroffenen Flächen im Nahbereich des landwirtschaftlichen Betriebes (blauer und grüner Kreis) verkleinern sich dagegen deutlich. Eine Ausdehnung der vorgesehenen Fläche bis an die Bordenauer Straße ist jedoch nicht möglich, da hier aufgrund der Nähe zu den südlich gelegenen Emissionsquellen der Grenzwert erreicht bzw. geringfügig überschritten wird. Im vorliegenden Bebauungsplan wurden die Ergebnisse der Geruchsimmissionsprognose der Landwirtschaftskammer in vollem Umfang berücksichtigt: Die Bereiche mit einer Über- 29

30 schreitung der Geruchsstundenhäufigkeit von über 10% der Jahresstunden sind im Nordwesten des Plangebietes als Regenrückhaltefläche festgesetzt, liegen im Süden außerhalb des Geltungsbereiches und sind im Südosten durch den geplanten Bau des Kreisels bzw. nördlich davon durch die öffentliche Grünfläche von einer Wohnnutzung ausgenommen. 12. Ver- und Entsorgung Wasserversorgung Die Versorgung mit Trinkwasser erfolgt durch Anschluss an das ausreichend groß bemessene zentrale Trinkwasserversorgungsnetz des Wasserverbandes Garbsen-Neustadt am Rübenberge. Der Wasserverband wird notwendige Leitungsergänzungen zu gegebener Zeit vornehmen Oberflächenwasserbeseitigung Von wesentlicher Bedeutung für die Versickerung des Regenwassers ist die Beschaffenheit des Untergrundes. Der Durchlässigkeitsbeiwert (k f -Wert) ist ein Maß für die Wasserdurchlässigkeit des Bodens. Ein Durchlässigkeitsbeiwert sollte zwischen 10-3 und 10-6 liegen, um eine Funktionsfähigkeit der Versickerungsanlage zu gewährleisten. Gemäß den Ausführungen in Kap Boden-/ Grundwasserverhältnisse sind die im Untergrund anstehenden Sande zwar grundsätzlich für eine Versickerung des Niederschlagswassers geeignet (k f = 1x10-6 m/s), jedoch ist der erforderliche Mindest-Flurabstand zum mittleren höchsten Grundwasserstand von 1,0 m nicht gegeben bzw. nicht in allen Jahreszeiten gegeben. Somit ist der Baugrund grundsätzlich nicht für eine Regenwasserversickerung geeignet bzw. eine Versickerung ist sehr problematisch. Die Entwässerungsplanung sieht daher eine Ableitung über Regenwasserkanäle und zentrale Sammlung in einem Regenrückhaltebecken vor. Von dort aus erfolgt eine gedrosselte Ableitung in den Vorfluter. Die Vorflut bildet der am nördlichen und östlichen Rand des Plangebietes verlaufende Frielinger Graben (Graben III. Ordnung) Regenrückhaltebecken Das geplante Regenrückhaltebecken ist am nordwestlichen Rand des Bebauungsplanes als Fläche für die Wasserwirtschaft festgesetzt und nur von einer im B-Plan festgesetzten öffentlichen Grünfläche mit der Zweckbestimmung Parkanlage vom Vorfluter getrennt. Der Ausbau soll nach den Vorgaben der Stadtentwässerung Garbsen in Trockenausführung erfolgen. Zu Unterhaltungszwecken wird ein umlaufender Weg in einer Gesamtbreite von 4,00 m angelegt. Das Regenrückhaltebecken wird mit einer Böschungsneigung von 1:2,5 und einer Trockenwetterrinne für die kleinen Abflüsse ausgeführt. Da die Beckensohle zeitweise im Bereich des Grundwassers liegen wird, wird das Becken mit Bentonitmatten abgedichtet. 30

31 Grundlage der Bemessung des Stauraumes ist das DWA-Arbeitsblatt A 117 in der Fassung vom Dezember Die Bemessung wird mit dem einfachen Verfahren (Einzugsgebiet < 200 ha) durchgeführt. Für die Ermittlung der Regenhäufigkeit in Abhängigkeit von Dauer und Niederschlagshöhe wurde auf die Starkniederschlagshöhen für Deutschland KOSTRA (DWD 2000) zurückgegriffen. Bei der Ermittlung der Oberflächenabflüsse wird von einer angeschlossenen Gesamtfläche von 3,91 ha und einer abflusswirksamen befestigten Fläche von 2,16 ha ausgegangen. Für die Bemessung des Regenrückhaltebeckens wurde eine Drosselspende von 2,00 l(s*ha) zur Grunde gelegt. Bei einer Gesamtfläche von 3,91 ha ergibt sich daraus eine Begrenzung des Beckenabflusses auf 7,8 l/s. Das erforderliche Volumen wurde nach dem einfachen Verfahren gemäß der ATV A117 ermittelt. Aus der Bemessung ergibt sich ein erforderliches spezifisches Volumen von 439,00 m³/ha und somit ein erforderliches Rückhaltevolumen von 949,26 m³. Das aus CAD ermittelte geplante Volumen des Regenrückhaltebeckens beträgt beim Erreichen des Stauzieles (45,46 m ü. NN) rd. 949 m³ (bei einer Einstauhöhe von 71 cm im Bereich des Auslaufs des geplanten Regenrückhaltebeckens). Das geplante Regenrückhaltebecken ist somit nach dem ATV-Arbeitsblatt A 117 für eine Wiederkehrzeit von 10 Jahren ausreichend dimensioniert. Die Abflussbegrenzung erfolgt durch einen Drosselschieber, der für die Abflussleistung von 7,8 l/s bei einer Einstautiefe von 71 cm vom Hersteller ausgelegt wird. Der Drosselschieber und der Notüberlauf werden in ein gemeinsames Schachtbauwerk integriert. Der Ablauf aus dem Bauwerk erfolgt über eine Leitung DN 400, die an der Einleitungsstelle in den Vorfluter mit Wasserbausteinen gegen Auskolkung gesichert wird. Die maximale Einstauhöhe im Becken wird durch den geplanten Regenwasserkanal und die Geländetopografie limitiert. Das Geländeniveau wird der erforderlichen OK des Beckens angepasst. Dadurch ergibt sich ein Freibordmaß, das an allen Stellen über dem Mindestmaß von 50 cm liegt Regenwasserkanal In den öffentlichen Straßen ist ein Kanal aus Betonrohren DN 300 bis DN 600 geplant der ein Mindestgefälle von 0,25 % besitzt. Die Kanäle liegen in einer Tiefenlage zwischen 1,25 m und 1,50 m. Das Baugebiet wird entsprechend der Lage der vorhandenen Vorflut nach Norden entwässert. Die Grundstücke erhalten Hausanschlussschächte, die an die Haltungen angeschlossen werden Verbindung zum nordöstlich angrenzenden Baugebiet Westlich Bürgermeister-Wehrmann-Straße Im nordöstlich an den B-Plan Nr. 8/28 angrenzenden B-Plan Nr. 8/18 Westlich Bürgermeister-Wehrmann-Straße wurde eine Fuß- und Radwegeverbindung zum vorliegenden Bauge- 31

32 biet festgesetzt. Diese Anbindung muss den Frielinger Graben mit Hilfe eines Durchlasses queren. Die Dimension des Durchlasses wird an die vorhandenen Durchlässe DN 800 angepasst, die oberund unterhalb dieser Querung liegen. Für diese Verrohrung wird bei der Region Hannover eine Genehmigung nach 57 des NWG (Anlagen an Gewässer) beantragt Unterhaltung Die Unterhaltung des Regenwasserkanals und des Regenrückhaltebeckens wird nach Übernahme der Entwässerungseinrichtungen durch die Stadtentwässerung Garbsen gewährleistet Schmutzwasserbeseitigung Das Baugebiet wird im Trennverfahren entsprechend der Lage der vorhandenen Vorflut nach Süd-Osten entwässert. Die Übergabe des geplanten Schmutzwasserkanalnetzes an das vorhandene System der Stadt Garbsen erfolgt über den in der Bürgermeister-Wehrmann- Straße verlaufenden SW-Kanal. Es wird ein Mindestgefälle von 5 in allen Haltungen eingehalten. Die Kanäle liegen in einer Tiefenlage zwischen 1,75 m und 5,00 m im Plangebiet. Die Anschlusstiefenlage in der Bürgermeister-Wehrmann-Straße beträgt rd. 5,20 m. Die Unterhaltung der Kanalisation obliegt der Stadtentwässerung Garbsen nach Übernahme der Entwässerungseinrichtungen Energieversorgung Die Strom- und Erdgasversorgung erfolgt durch die Stadtwerke Garbsen GmbH. Zur Versorgung des Plangebietes mit Strom ist der Bau einer Trafostation erforderlich. Die Station mit einem Flächenbedarf von ca. 4 x 5 m ist am östlichen Rand des geplanten Kinderspielplatzes als Versorgungsfläche Elektrizität festgesetzt Abfallbeseitigung Die Abfallbeseitigung erfolgt durch den Zweckverband Abfallwirtschaft Region Hannover ( aha ). Für die Abfallentsorgung werden Abfalltonnen durch den Zweckverband bereit gestellt. Diese Behälter werden bis zu einer Entfernung von 15 m durch aha -Mitarbeiter zum Leerungsfahrzeug und zurück zum Stellplatz gebracht. Bei Laufwegen über 15 m wird dieser Service in Staffelungen kostenpflichtig. Die Straßenbreiten sind für den Begegnungsfall Pkw/Müllfahrzeug bei verminderter Geschwindigkeit ausreichend bemessen. Der Wendehammer im Südwesten ist mit einem Durchmesser von 15 m für Müllfahrzeuge ausreichend bemessen Fernmeldeeinrichtungen und sonstige Infrastruktur Unterbringung der erforderlichen Infrastruktur Die Verkehrsflächen weisen die notwendige Größe zur Unterbringung der Fernmelde- und 32

33 Kommunikationsleitungen sowie anderer Ver- und Entsorgungseinrichtungen auf. Für den rechtzeitigen Ausbau des Telekommunikationsnetzes sowie die Koordinierung mit dem Straßenbau und den Baumaßnahmen der anderen Leitungsträger ist der Beginn und Ablauf der Erschließungsmaßnahmen im Plangebiet mindestens 3 Monate vor Baubeginn schriftlich anzuzeigen. Die Benachrichtigungspflicht gilt auch für sonstige Leitungsträger Schnelle Internetverbindungen im Plangebiet Seit 2014 sind im Stadtteil Frielingen Bandbreiten von bis zu 50 Mbit/s möglich. Möglich wird dies durch den VDSL-Ausbau durch ein Telekommunikationsunternehmen. Um die hohen Bandbreiten bereitstellen zu können, sind acht Technik-Shelter aufgebaut und rund fünf Kilometer Glasfaserkabel verlegt worden. Außerdem erfolgte die Umstellung auf die moderne NGN-Technik (New Generation Network). Bei NGN laufen Telefonie und Internet über dieselbe Technik, so dass die Installation unterschiedlicher Technikkomponenten nicht mehr notwendig ist Brandschutz Die Stadt Garbsen gewährleistet gemäß 1 und 2 des Niedersächsischen Brandschutzgesetzes vom , dass die laut 41 NBauO für die Erstellung einer Baugenehmigung erforderliche Löschwasserversorgung in allen Bereichen sichergestellt wird. Die für den Grundschutz bereitzustellenden Löschwassermengen werden nach der 1. WasSVO vom und dem DVGW (Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e.v.) Arbeitsblatt 405 vom Februar 2008 bemessen und über die Grundbelastung für Trink- und Brauchwasser hinaus sichergestellt. Zusätzliche Löschwassermengen sowie Löschwasserentnahmestellen und andere Brandschutzmaßnahmen für den Objektschutz einzelner besonders gefährdeter baulicher Anlagen sind von der für den Brandschutz zuständigen Behörde festzulegen und dem Bauherrn bzw. Betreiber mitzuteilen. Die Straßenbreiten sind für die Befahrbarkeit mit Rettungsfahrzeugen ausreichend groß bemessen. Im übrigen wird auf die DIN Flächen für die Feuerwehr auf Grundstücken verwiesen Bauschutzbereich des militärischen Flugplatzes Wunstorf Das Plangebiet befindet sich im Bauschutzbereich des militärischen Flugplatzes Wunstorf. Aus Flugsicherheitsbelangen sind nur maximale Bauhöhen von bis zu 30 m über Grund zulässig. Sollte es bei den geplanten Baumaßnahmen zum Einsatz von Kränen kommen, sind diese gesondert zur Prüfung und Bewertung beim Luftfahrtamt der Bundeswehr, Referat 1d, Flughafenstraße 1, Köln ( einzureichen. Aufgrund der Nähe zum Flugplatz kann es ggf. zu Einschränkungen in der Kranhöhe kommen. Ein entsprechender Hinweis zum v. g. Bauschutzbereich ist auf der Planzeichnung vermerkt. 33

34 13. Boden-/ Baugrunduntersuchung Zur Erkundung des Baugrundes wurde im Februar 2014 vom Ingenieurbüro Marienwerder eine Baugrunduntersuchung mit Empfehlungen zur Herstellung der Erschließungsstraßen, zur Ausführung der Erdarbeiten für die Schmutzwasser- und Regenwasserkanalisation und allgemeinen Hinweise zur Regenwasserversickerung erstellt. Darüber hinaus wurden bestimmte Untersuchungen zur Schadstoffbelastung der Böden und die bituminösen Befestigung der angrenzenden Straßenkörper an bestimmten Punkten vorgenommen. Im geplanten Baugebiet wurden insgesamt 7 Kleinrammbohrungen (BS 1 bis BSB 7) gem. DIN 4021 bis in eine Tiefe von 3 m unter aktuellem Geländeniveau abgeteuft. Die Ergebnisse der Kleinrammbohrungen sind in Schichtenverzeichnissen gem. DIN 4022 dokumentiert und grafisch gem. DIN 4023 in Form von Bohrprofilen dargestellt. Des Weiteren wurde aus dem gebundenen bituminösen Oberbau im Bereich der Einmündung der Bürgermeister-Wehrmann-Straße / Bordenauer Straße (K322/K339) ein Bohrkern (BK1) entnommen, der hinsichtlich PAK-Gehalt und Phenolindex durch die GBA untersucht worden ist Boden-/ Grundwasserverhältnisse Die durchgeführten Bohrungen zeigen folgendes Baugrundprofil: Unter einem 0,40 0,90 m starkem Mutterboden wurde bis zur Endteufe Schmelzwassersand aufgeschlossen. Es handelt sich dabei um schwach schluffigen bis schluffigen, schwach kiesigen Sand sowie um schwach feinsandigen bis feinsandigen, schwach grobsandigen bis grobsandigen, schwach schluffigen bis schluffigen Mittelsand. Der Aufbau des gebundenen Oberbaues wurde wie folgt im Labor angesprochen: BK1, Gesamtdicke = 6 cm 6,0 cm Asphaltdeckschicht 0/8 mm. Während der Bohrarbeiten im Januar 2014 wurde Grundwasser angetroffen. Nach Beendigung der Bohrarbeiten wurden die Wasserstände eingemessen. Danach lagen die Ruhewasserstände zwischen 0,90 1,60 m unter Geländeoberfläche (GOF). Nach länger andauernden Niederschlägen ist mit einem Anstieg der Wasserstände zu rechnen. Das Wasser kann temporär bis wenige Dezimeter unter GOF ansteigen. Nach den durchgeführten Feld- und Laboruntersuchungen steht im Untersuchungsgebiet unter dem Mutterboden nicht verlehmter bzw. schwach verlehmter bis verlehmter Schmelzwassersand an. Die Wasserdurchlässigkeit der Sande liegt zwar über k f,u = 1x10-6 m/s aber der erforderliche Mindest-Flurabstand zum mittleren höchsten Grundwasserstand von 1,0 m ist nicht gegeben 34

35 bzw. nicht in allen Jahreszeiten gegeben. Somit ist der Baugrund grundsätzlich nicht für eine Regenwasserversickerung geeignet bzw. eine Versickerung ist sehr problematisch Empfehlungen für die Gründung von Straßen/ Gebäuden Bei der Bemessung des Straßenoberbaues ist überwiegend von einem Untergrund der Frostempfindlichkeitsklasse F2 gem. ZTVE-StB 2009 (gering bis mittel frostempfindlich) auszugehen. Nach den Richtlinien für die Standardisierung des Oberbaues von Verkehrsflächen RStO 01 ergibt sich bei der Frostempfindlichkeitsklasse F2 und der Belastungsklasse 3,2 ein frostsicherer Straßenoberbau von 50 cm. Voraussetzung für den Regelaufbau der Straße gem. RStO ist eine Mindesttragfähigkeit im Planum von EV2 > 45 MN/m². Da nach Abtrag des Mutterbodens vorwiegend schwach verlehmte Sande anstehen, wird die Mindestragfähigkeit im Planum bei günstigen Witterungsbedingungen und einer fachgerechten Nachverdichtung erreicht. Es ist nicht auszuschließen, dass in Zeiten ungünstiger Witterungsbedingungen und bei hohen Wasserständen die geforderte Mindesttragfähigkeit auf dem Planum von EV2 > 45 MN/m² nicht erreicht werden kann. Für den Bedarfsfall wird im Gutachten empfohlen, die Verbesserung des Planums durch die Zugabe von Bindemitteln (Zement / Kalk oder Kalk-Zement- Gemisch) vorzusehen. Auf dem nachweislich gut verdichteten Planum kann der Regelaufbau gemäß RStO eingebracht werden. Für diese Baumaßnahme errechnet sich der frostsichere Gesamtaufbau wie folgt: Frostempfindlichkeitsklasse F2, Belastungsklasse 3,2 Frosteinwirkungszone II Wasserverhältnisse ungünstig gem. ZTVE-StB cm + 5 cm + 5 cm = 60 cm Die Dicke des frostsicheren Straßenaufbaues beträgt mindestens 60 cm. Sowohl während der Erdarbeiten als auch im Endzustand ist das Planum trocken zu halten. Nach den Richtlinien für die Standardisierung des Oberbaues von Verkehrsflächen RStO 12 ergibt sich für die Rad- und Gehwege bei der Frostempfindlichkeitsklasse F2 und einer Pflasterbauweise ein frostsicherer Oberbau von mind. 30 cm. Voraussetzung für den Regelaufbau gem. RStO 12 ist eine Mindesttragfähigkeit im Planum von EV2 > 45 MN/m². Bezüglich der Tragfähigkeit des Planums gilt hier das Gleiche wie beim Straßenbau. Auf dem nachweislich gut verdichteten Planum kann der Regelaufbau gemäß RStO 12 eingebracht werden. Für diese Baumaßnahme errechnet sich der frostsichere Gesamtaufbau wie folgt: Frostempfindlichkeitsklasse F2, Rad- und Gehwege Frosteinwirkungszone II Wasserverhältnisse ungünstig gem. ZTVE-StB cm + 5 cm + 5 cm = 40 cm Die Dicke des frostsicheren Aufbaues beträgt mindestens 40 cm. Sowohl während der Erdarbeiten als auch im Endzustand ist das Planum trocken zu halten. 35

36 Im Bereich der Überfahrten für Kraftfahrzeuge ist die Befestigungsdicke auf die Verkehrsbelastung abgestimmt zu wählen. Bei nicht unterkellerten Wohngebäuden kann direkt in den vorhandenen Schmelzwassersand flach auf einer statisch bewehrten Sohlplatte oder auf Streifenfundamenten gegründet werden. Für untergekellerte Wohngebäude wird eine Plattengründung empfohlen. Die Keller sollten als Wanne aus WU-Beton ausgebildet werden. Zur Trockenhaltung der Baugruben wird laut Gutachten eine Grundwasserabsenkung als erforderlich gehalten. Der Baugrund muss zusätzlich durch mindestens 5,0 m tiefe Sondierungen gezielt im Bereich der Gründungen untersucht werden Untersuchung auf Schadstoffe Die Untersuchungen der bituminösen Befestigung der Bürgermeister-Wehrmann-Straße/ Bordenauer Straße auf PAK und Phenolindex sowie Asbest hat folgendes ergeben: Gemäß den Richtlinien für die umweltverträgliche Verwertung von Ausbaustoffen mit teer-/ pechtypischen Bestandteilen sowie für die Verwertung von Ausbauasphalt im Straßenbau RuVA-StB 01, können die untersuchten Proben der Verwertungsklasse A zugeordnet werden, d. h. sie gelten als teerfrei. Der Asbest-Gehalt wurde gemäß TRGS 517 bestimmt. In Niedersachsen ist die Zuordnung und die Entsorgung von asbesthaltigem Straßenaufbruch im Merkblatt zur Entsorgung von asbesthaltigen Abfällen Stand der NGS Niedersächsische Gesellschaft zur Endlagerung von Sonderabfall mbh geregelt. Da der Asbestgehalt in der Probe unter 0,1 % liegt, ist diese Probe nach dem Merkblatt asbestfrei. 14. Denkmalschutz Durch die geplante Baumaßnahme wird keine bekannte archäologische Fundstelle gestört. Aufgrund der topographischen Lage und zweier Fundstellen mit Hinweisen auf Besiedlungsreste der Vorrömischen Eisenzeit jeweils östlich und westlich des Plangebietes muss jedoch mit archäologischen Funden als auch Befundsstrukturen gerechnet werden. Im Interesse der Planungssicherheit hat das Landesamt für Denkmalpflege empfohlen, im Vorfeld der Baumaßnahme ein Suchschnittraster mit einem Hydraulikbagger mit zahnlosem, schwenkbarem Grabenlöffel nach Vorgaben der Archäologischen Denkmalpflege über das Plangebiet zu legen, um zu überprüfen, in welchem Ausmaß archäologische Bodendenkmale betroffen sind. Hierbei wird in mehreren Suchgräben von 4 m Breite der Oberboden bis auf den anstehenden Boden abgezogen. Der Abstand der Suchgräben zueinander sollte dabei nicht mehr als 20 m betragen. Diese Arbeiten sind durch eine qualifizierte Fachkraft (mindestens Grabungstechniker/In) zu begleiten, deren Beauftragung im Vorfeld der Maßnahme eng mit der Unteren Denkmalschutzbehörde abzustimmen ist. 36

37 Sollten während dieser Sondage keine archäologisch relevanten Funde oder Befunde angetroffen werden, kann die denkmalschutzrechtliche Genehmigung gemäß 10 NDSchG in Verbindung mit 13 NDSchG im folgenden ohne weitere Auflagen erteilt werden. Die vom Landesamt für Denkmalpflege vorgeschlagene archäologische Prospektion wird vor Beginn der Erschließungsarbeiten im Plangebiet durchgeführt. Ungeachtet der vorstehenden Nebenbestimmungen gelten für alle Erdarbeiten die Bestimmungen des NDSchG hinsichtlich unerwarteter Funde (Melde- und Anzeigepflicht bei Bodenfunden gem. 14 NDSchG). In die Planzeichnung wird daher ein Hinweis zu archäologischen Bodenfunden aufgenommen. Danach wird auf das Niedersächsische Denkmalschutzgesetz (NDSchG) besonders hingewiesen. Dem Träger der Maßnahme wird gemäß 13 NDSchG zur Auflage gemacht, den Beginn von Erdarbeiten vier Wochen vorher schriftlich bei der Unteren Denkmalschutzbehörde anzuzeigen. Gemäß 14 NDSchG sind Bodenfunde einer Denkmalbehörde, der Gemeinde oder einem Beauftragten für die archäologische Denkmalpflege anzuzeigen. 15. Altlasten/ Kampfmittel Die Untere Bodenschutzbehörde der Region Hannover hat derzeit keine Hinweise auf Altlasten und Kampfmittel oder Verdachtsflächen im Plangebiet. Sollten während der Erdarbeiten vor Ort Bodenverunreinigungen, unnatürliche Bodenverfärbungen oder Abfallablagerungen festgestellt werden, so sind diese der Region Hannover unverzüglich schriftlich anzuzeigen und die Arbeiten bis auf weiteres einzustellen. Ein entsprechender Hinweis ist auf der Planzeichnung vermerkt. 16. Durchführung, Bodenordnung Die Stadt Garbsen bedient sich der Niedersächsischen Landgesellschaft mbh (NLG) als Erschließungsträger. Die NLG erschließt die Bauflächen und bietet die baureifen, parzellierten Grundstücke zum Verkauf an. Ein Umlegungsverfahren ist nicht notwendig. Näheres regelt ein Städtebaulicher Vertrag / Erschließungsvertrag zwischen der Stadt Garbsen und der Niedersächsischen Landgesellschaft. Die öffentlichen Flächen gehen später in das Eigentum der Stadt Garbsen über. 37

38 17. Städtebauliche Daten Allgemeine Wohngebiete m² Flächen für die Wasserwirtschaft m² Straßenverkehrsflächen m² Verkehrsflächen besonderer Zweckbestimmung (hier: F&R) 859 m² Öffentliche Grünflächen m² Graben m² Versorgungsfläche Elektrizität 20 m² Plangebiet gesamt m² 18. Verfahrensvermerke Die Begründung wurde ausgearbeitet von: Niedersächsische Landgesellschaft m. b. H. Gemeinnütziges Unternehmen für die Entwicklung des ländlichen Raumes Geschäftsstelle Hannover Telefon: / Arndtstraße 19 Telefax: / Hannover Hannover, September 2016 Planverfasser Die Entwurfsbegründung hat zusammen mit dem Bebauungsplanentwurf Nr. 8/28 Klüterfeld in der Zeit vom bis einschließlich zum öffentlich ausgelegen. Die Begründung wurde aufgrund der Ergebnisse der öffentlichen Auslegung geprüft und mit Ergänzungen vom Rat der Stadt Garbsen in seiner Sitzung am als Begründung der Satzung beschlossen. Garbsen, Bürgermeister 38

39 Teil II: Begründung zur örtlichen Bauvorschrift für den Bebauungsplan Nr. 8/28 Klüterfeld Um bestimmte städtebauliche und baugestalterische Absichten zu verwirklichen, können die Städte und Gemeinden örtliche Bauvorschriften für bestimmte Teile des Gemeindegebietes vorschreiben. Rechtsgrundlage hierfür ist der 84 der Niedersächsischen Bauordnung (NBauO). Örtliche Bauvorschriften werden als Satzung im übertragenen Wirkungskreis erlassen. Örtliche Bauvorschriften können gem. 84 Abs. 6 NBauO in Bebauungspläne als Festsetzungen aufgenommen werden. Ziel im Rahmen dieser B-Planaufstellung ist es, örtliche Bauvorschriften für Dachneigungen und materialien (insb. der Farbgebung), für Sockelhöhen und für Einfriedungen von Grundstücken zu regeln, um eine gestalterische Anpassung der neuen Wohnbebauung an die dörfliche Umgebungsbebauung zu erzielen. Die Vorschriften orientieren sich an der Gestaltung der Wohngebäude der Umgebung und greifen so die ortstypischen baulichen Strukturen auf, ohne eine zu starke Beeinträchtigung der Gestaltungsfreiheit des einzelnen Bauwilligen zu bewirken. 1. Dächer Dachneigung Innerhalb des Plangebietes darf die Dachneigung nicht weniger als 28 und nicht mehr als 50 betragen. In den Allgemeinen Wohngebieten WA1 und WA3 darf die Dachneigung abweichend nicht weniger als 15 betragen. Diese Festsetzung gilt für alle Hauptkörper auf den Grundstücksflächen. Dachgauben sind von dieser Festsetzung ausgenommen. Dacheindeckung In den Allgemeinen Wohngebieten WA2 und WA4 sind als Dacheindeckung ausschließlich rötliche Dachpfannen im RAL-Farbregister mit der Bezeichnung RAL 2001, 2002, 2004, 2008 und 2009 festgelegten Farben in matt bis edelengobiert sowie eine Dachbegrünung zulässig. In den Allgemeinen Wohngebieten WA1 und WA 3 sind darüber hinaus als Dacheindeckung braunrote Dachpfannen im Rahmen das RAL- Farbregister mit der Bezeichnung 3004, 3005, 3009, 3011 und 3013 sowie anthrazitfarbende Dachpfannen im Rahmen der RAL- Farbregister mit der Bezeichnung RAL 7005, 7011, 7012, 7015, 7016, 7021 und 7046 in matt bis edelengobiert zulässig. Diese Festsetzung gilt für alle Hauptbaukörper auf den Grundstücksflächen. Für untergeordnete Gebäudeteile, Wintergärten, Gewächshäuser und Anlagen zur Gewinnung regenerativer Energien sind hiervon abweichende Materialien zulässig. 2. Sockelhöhe Innerhalb des Plangebietes darf die Höhe der Oberkante des Erdgeschossfußbodens das maximal zulässige Maß von 0,80 m nicht überschreiten. Bezugshöhe ist die jeweils nächstgelegene öffentliche Straßenverkehrsfläche. 39

40 3. Einfriedungen Innerhalb des Plangebietes sind entlang der öffentlichen Verkehrsflächen die Einfriedungen nur in einer Höhe bis 120 cm über der Straßenoberfläche zulässig. Für pflanzliche Einfriedungen werden keine Höhenbegrenzungen festgesetzt. Ordnungswidrig handelt gem. 80 Abs. 3 NBauO, wer einer örtlichen Bauvorschrift zuwiderhandelt. Ordnungswidrigkeiten können gemäß 80 Abs. 5 NBauO mit einer Geldbuße geahndet werden. 40

41 Teil III: Umweltbericht 41

42 Anlage 1: Städtebaulicher Vorentwurf Quelle: Darstellung NLG, Stand:

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