Neues Formular der Lohnabrechnung ab Juli 2008

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1 Neues Formular der Lohnabrechnung ab Juli 2008 Mit der Entgeltbescheinigungsverordnung werden im Rahmen der Umsetzung der Verordnungsermächtigung des 108 Abs. 3 Satz 1 der Gewerbeordnung erstmalig die Angaben für eine Entgeltbescheinigung festgelegt, die den Arbeitnehmern mindestens mitzuteilen sind. Ziel ist es, eine Vergleichbarkeit der enthaltenen Informationen für alle Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen zu schaffen. Damit kann diese Bescheinigung auch gegenüber Dritten, insbesondere den Leistungsbehörden, als Entgeltnachweis vorgelegt werden. Erstmalig werden damit auch die Angaben zu den summierten Brutto- bzw. Nettoentgelten verbindlich festgeschrieben. Umsetzung in Lexware lohn+gehalt Die Lohnabrechnungen ab Juli 2008 werden mit dem neuen Lohnabrechnungsformular erstellt. Alle Monate vor Juli 2008 bleiben auf dem bisherigen Formular. Auf dem neuen Formular wird zusätzlich das Geburtsdatum angedruckt. Die Pflege- und Krankenversicherungs-Zusatzbeiträge werden in Prozent ausgewiesen. Es wird eine neue Spalte GB für Gesamtbrutto ausgewiesen. Unter der Rubrik aufgelaufene Jahreswerte werden künftig die Bruttowerte der einzelnen Sozialversicherungszweige separat dargestellt. Werden ab Juli 2008 Korrekturen für vorangegangene Monate vorgenommen, werden die korrigierten Monate auf den neuen Lohnabrechnungsformularen ausgewiesen. Die im neuen Layout nicht mehr vorhandenen Informationen (Tätigkeitsschlüssel, SV-AG-Anteil, Geringverdienerkennzeichen) werden für Vormonate nicht angedruckt. Den Andruck des SV-AG-Anteil gibt es nicht mehr, da keine Informationspflicht an den Arbeitnehmer besteht. Lohntaschen für das neue Formular können Sie über das Internet unter bestellen. Bis Ihnen diese vorliegen, verwenden Sie die herkömmlichen Lohntaschen. Bei den herkömmlichen Lohntaschen ist das bisherige Formular auszuwählen. Dazu wählen Sie die Formularvorlage bis Juli 2008 unter dem Menüpunkt Berichte - Lohnabrechnung - Lohntaschen - Einstellungen aus. Damit Sie schnell einen Überblick der einzelnen Änderungen erhalten, sind die einzelnen Blöcke der Lohnabrechung auf den folgenden Seiten im Vorher Nachher Vergleich dargestellt. 1

2 Geburtsdatum / Hinzurech. mtl. Hinzurech. jährl. Geänderte Position: Versicherungs-Nr. / Pers.Gruppe / Name der Kasse / KV % / MFB / Gleitzone ab Juli 2008: Andruck %-Angabe zu PVZus. / KVZus. ab Juli 2008: 2

3 Spalte GB für Gesamtbrutto. Hier werden nach dem Verordnungstext die Lohnartengekennzeichnet, die sich auf das Gesamtbrutto erhöhend oder vermindernd auswirken. Die Bruttowerte der einzelnen Sozialversicherungszweige werden separat dargestellt. Summenbildung für steuerrechtl. Abzüge / sv-rechtl. Abzüge 3

4 Bruttowerte der einzelnen Sozialversicherungszweige werden separat dargestellt. Zusätzliche Angaben erhalten Sie in den Fußnoten 4

5 Hinweis für Abrechnungen mit Einmalzahlungen: Für den Bereich Einmalzahlungen werden jetzt die AN-Abzüge getrennt als Summe nach Steuer und Sozialversicherung ausgewiesen. Hinweis für vom Arbeitnehmer übernommene Arbeitgeberleistungen Zu den vom Arbeitnehmer übernommene Arbeitgeberleistungen gehören Lohnarten, wie z. B LST. Pauschale Lohnsteuer Arbeitnehmer oder 9043 einheitliche Pauschsteuer AN. Das sind die vom Arbeitnehmer übernommene pauschale Lohn- und Kirchensteuer sowie der Solidaritätszuschlag. Diese haben bisher den Nettoverdienst gekürzt. (wie z. B. bei Dienstwagen und Direktversicherung). Ab dem Abrechnungsmonat Juli 2008 kürzen diese Lohnarten das Gesamtbrutto Beispiel: Direktversicherung pauschal AN 5

6 Anzeige Gesamtbrutto vorher Beispiel: Geringfügig beschäftigter Mitarbeiter übernimmt die pauschale Steuer 6

7 Wichtiger Hinweis zu Korrekturausdruck: Wenn Sie ab Juli 2008 Korrekturen für vorangegangene Monate vornehmen, werden die korrigierten Monate bzw. Abrechnungen auf den neuen Lohnabrechnungsformularen ausgewiesen. Die im neuen Layout nicht mehr vorhandenen Informationen (Tätigkeitsschlüssel, SV-AG-Anteil, Geringverdienerkennzeichen) werden für Vormonate nicht angedruckt. Ausnahme: Grund: Die vom Arbeitnehmer übernommenen Arbeitgeberleistungen werden auch mit dem neuen Formular in den Korrekturausdrucken weiterhin im Nettobereich ausgedruckt. Das Gesamtbrutto, das sich durch die neue Verordnung ändert, bleibt zum Originalausdruck vergleichbar und führt nicht zu Irritationen. Beispiel: Ein Mitarbeiter hat die pauschale Lohnsteuer für einen Direktversicherungsvertrag bereits seit Januar 2008 übernommen. Ab Juli 2008 werden, wie im Beispiel aufgeführt, die Werte im oberen Bereich angedruckt. Das Gesamtbrutto verändert sich. Wenn Sie ab Juli z. B. den Monat Februar korrigieren, bleibt in diesem Fall der Korrekturausdruck für Februar bezüglich der pauschalen Lohnsteuer Arbeitnehmer unverändert. (im Bereich Netto Bezüge / Netto Abzüge) 7

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