Zum Stand der Inklusion. an den Schulen in Trägerschaft. der Stadt Dinslaken

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1 Zum Stand der Inklusion an den Schulen in Trägerschaft der Stadt Dinslaken Stand Dezember

2 Inhaltsverzeichnis 1 Einleitung Inklusion in Schulen Ausgangslage/Historie Sonderpädagogische Förderung Förderschwerpunkte Lernen Sprache Emotionale und soziale Entwicklung Hören und Kommunikation Sehen Geistige Entwicklung Körperliche und motorische Entwicklung Schülerinnen und Schüler in den Förderschwerpunkten in Dinslaken Präventivkinder in den Förderschwerpunkten Kinder mit anerkanntem Förderbedarf in den Schwerpunkten Verteilung der Präventivkinder in den Klassenstufen Verteilung der AO-SF-Kinder in den Klassenstufen Entwicklung der Schülerzahlen im Gemeinsamen Lernen Auswirkungen auf die Infrastruktur Institutionelle Infrastruktur Schwerpunktschulen Lernen am anderen Ort Personelle Ausstattung Sonderpädagogisches Lehrpersonal Schulsozialarbeit

3 6.2.3 Schulbegleitung Schulsekretärinnen Behindertenbeauftragter Schulverwaltung Baumaßnahmen Sachausstattung Offener Ganztag Schülertransport Internetauftritt X 1 zum Schulstart Technische Ausstattung Besondere Förderangebote Besonderes Angebot an Lehr- und Lernmitteln Weitere Aspekte Zusammenfassung

4 1 Einleitung Kinder und Jugendliche mit sonderpädagogischem Förderbedarf gehören heute selbstverständlich zu unseren Schulen. Gemeinsames Lernen und die gemeinsame Erziehung sollen dem Wohl der Kinder und Jugendlichen mit Behinderung dienen. Sie bieten die Voraussetzungen, die es ermöglichen, die Persönlichkeit voll zu entfalten, das Leben selbst zu bestimmen und aktiv an allen Bereichen der Gesellschaft und damit auch an Schule teilzuhaben. Gegenseitiger Respekt und Rücksichtnahme sowie die dafür notwendigen Haltungen und Einstellungen aller an Schule Beteiligten sind Grundvoraussetzungen für ein Gelingen der Inklusion. Diesen Gedanken zu leben und daran mitzuarbeiten, ist Bestreben aller am Bildungsprozess beteiligten Akteure. Die Stadt Dinslaken hat es sich zur Aufgabe gemacht, konsequent und zielgerichtet an einer Verwirklichung der bestmöglichen Bildungs- und Erziehungsbedingungen an den Schulen in Dinslaken mitzuwirken. Um diesem Anspruch gerecht werden zu können, hat die Verwaltung im September 2017 eine Befragung der Schulen zum Thema Inklusion durchgeführt und den aktuellen Sachstand ermittelt. In einem hierzu entwickelten Fragebogen haben die SchulleiterInnen der zehn Grundschulen und der sechs weiterführenden Schulen in Trägerschaft der Stadt Dinslaken einen Einblick in den aktuellen Stand der Entwicklung an ihren Schulen geben. Der hier vorliegende Bericht stellt eine Zusammenfassung der am Inklusionsprozess beteiligten Handlungsfelder vor und vermittelt eine Übersicht zum Stand der Inklusion in den Schulen in Dinslaken. Er zeigt somit die Bedingungen auf, wie Inklusion in den Schulen in Dinslaken gelebt wird. 4

5 2 Inklusion in Schulen Jahrzehntelang galt es in der Bundesrepublik Deutschland als richtig, Kinder mit Behinderungen in Förderschulen getrennt von den übrigen Kindern und Jugendlichen zu unterrichten. Mit der Verabschiedung der UN-Behindertenrechtskonvention ging ein Paradigmenwechsel einher. Galt bis dahin in erster Linie der Gedanke, die Chancen zu verbessern, wie es Menschen mit Behinderungen gelingen kann, sich an die Normalgesellschaft anzupassen, setzte die Behindertenrechtskonvention ein neues Leitbild: Menschen mit und ohne Behinderung sollen ohne große Anpassungsleistungen gleichberechtigt zusammenleben können. Integration, also das Anpassen eines Einzelnen an eine Gruppe, wurde abgelöst durch Inklusion. Menschen mit Behinderung gehören selbstverständlich zu einer Gesellschaft, die die gleichberechtigte Teilhabe, Selbstbestimmung und Entfaltung aller anstrebt und verwirklicht. Dies gilt auch für die schulische Bildung und bezieht sich auf den gleichberechtigten Zugang zu den Schulen und auf eine die Entwicklung des Einzelnen unterstützende Teilnahme am Unterricht und Teilhabe am Schulleben. 1 Mit In-Kraft-Treten des 9. Schulrechtsänderungsgesetzes und der Ausbildungsordnung sonderpädagogische Förderung (AO-SF) hat das Land NRW die rechtlichen Grundlagen geschaffen, den Auftrag der UN-Behindertenrechtskonvention umzusetzen und damit erste Schritte auf dem Weg zur inklusiven Bildung an allgemeinen Schulen in NRW eingeleitet. Schülerinnen und Schülern mit einem Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung soll grundsätzlich immer ein Platz an einer allgemeinen Schule angeboten werden. Eltern sollen jedoch für ihr Kind auch weiter die Förderschule wählen können. Bei der Wahl einer Schule stehen allgemeine Schule und Förderschule somit gleichwertig als Orte der sonderpädagogischen Förderung nebeneinander. Die Zahl der Eltern, die eine Aufnahme ihres Kindes in eine allgemeine Schule wünschen, ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. 3 Ausgangslage/Historie Seit rund 20 Jahren besteht in NRW die Möglichkeit, Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam in Regelschulen zu unterrichten. Dies geschah bis zum In-Kraft- Treten des Ersten Gesetzes zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in den Schulen im Rahmen des sog. Gemeinsamen Unterrichtes. Diese Form der Beschulung von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf außerhalb der Förderschulen wurde im Laufe der Zeit stets weiterentwickelt. Um die allgemeinbildenden Schulen bei dieser Aufgabe zu unterstützen, hat die damalige Landesregierung Nordrhein-Westfalen im Jahr 2008 die Möglichkeit geschaffen, Förderschulen zu Kompetenzzentren für die sonderpädagogische Förderung auszubauen. Die Stadt Dinslaken hat sich mit der Fröbelschule an der Windmühle als einer Förderschule mit den Schwerpunkten Lernen und Emotionale und soziale Entwicklung am Schulversuch Ausbau von Förderschulen zu Kompetenzzentren mit dem Ziel beteiligt, den gemeinsamen Unterricht der allgemeinen Schulen sukzessive 1 Beschluss der KMK v : Inklusive Bildung von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen in Schulen 5

6 quantitativ und qualitativ zu entwickeln und damit die sonderpädagogische Förderung im Bereich der Lern- und Entwicklungsstörungen in der Stadt perspektivisch umzustrukturieren. Zu den Aufgaben der Kompetenzzentren gehörten unter anderem die Beratung von allgemeinen Schulen und Eltern, die präventive Förderung von Kindern und die Koordination des Einsatzes von sonderpädagogischen Fachkräften. Ziel der Kompetenzzentren für sonderpädagogische Förderung war es, mehr Schülerinnen und Schülern eine gemeinsame Zeit des Lernens zu ermöglichen. Schulkinder mit Förderbedarf wurden mit Hilfe der Kompetenzzentren gefördert, verblieben aber wenn möglich an der Regelschule. Die Kompetenzzentren unterstützten so inklusive Bildung an allgemeinen Schulen. Der Schulversuch Ausbau von Förderschulen zu Kompetenzzentren für sonderpädagogische Förderung gemäß 20 Absatz 5 Schulgesetz NRW endete mit Ablauf des Schuljahres 2013/14. Die daran beteiligten Schulen konnten vorerst als Förderschulen fortgeführt werden. Als am 16. Oktober 2013 der Düsseldorfer Landtag das Erste Gesetz zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in den Schulen (das sogenannte 9. Schulrechtsänderungsgesetz (9. SchrÄG) verabschiedete, hat das Schulsystem einen wichtigen Schritt hin zu einer inklusiven Beschulung in NRW unternommen. Zeitgleich wurde die Verordnung über die Mindestgrößen der Förderschulen und Schulen für Kranke (MindestgrößenVO) erlassen. Die Fortführung öffentlicher Förderschulen wurde an die Bedingung geknüpft, dass eine Mindestzahl von Schülerinnen und Schülern in den Förderschulen beschult wird. Die Zahlen von Schülerinnen und Schülern mit Unterstützungsbedarf an Förderschulen sind in den letzten Jahren gesunken, weil immer mehr Eltern für ihre Kinder den Besuch einer allgemeinen Schule wünschen. Die Erwartung, dass die sonderpädagogische Unterstützung im gemeinsamen Lernen erfolgsversprechend ist, ist hierbei das vordringliche Motiv. Die Mindestschülerzahl einer Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Lernen soll 144 Schülerinnen und Schüler betragen, wenn die Schule Primarstufe und Sekundarstufe I umfasst. Die Fröbelschule an der Windmühle in Dinslaken beschulte Kinder mit den Förderschwerpunkten Lernen und Emotionale und soziale Entwicklung. Es war seinerzeit bereits absehbar, dass sie als einzige Förderschule in Dinslaken die Mindestgröße, die zum Erhalt der Schule notwendig ist, zukünftig nicht mehr erreichen würde und daher im Bestand gefährdet war. Da Eltern auch den Wunsch äußern konnten, dass ihr Kind in einer Förderschule unterrichtet werden sollte, hat der Kreis Wesel sichergestellt, dass grundsätzlich in allen Förderschwerpunkten eine Beschulung in einer Förderschule möglich blieb. Dies wurde durch die Zusammenlegung von Förderschulen erreicht. Da die Stadt Dinslaken sich am 2008 initiierten Schulversuch Ausbau der Förderschulen zu Kompetenzzentren für sonderpädagogische Förderung gem. 20 Absatz 5 Schulgesetz NRW beteiligt hatte, standen ihr längere Übergangszeiten zur Umsetzung der schulischen Inklusion zur Verfügung. Der Kreis Wesel initiierte in Zusammenarbeit mit den einzelnen Kommunen einen Schulentwicklungsprozess mit dem Ziel, die Forderungen des 9. Schulrechtsände- 6

7 rungsgesetzes sukzessive umzusetzen und so zu gestalten, dass die Grundsätze zum Kindeswohl und zum Elternwillen bei einer förderspezifischen Beschulung beachtet wurden. Der Entwicklungsprozess sollte langfristig wirksame Strukturen schaffen, um zu gewährleisten, dass die Schülerinnen und Schüler mit einem besonderen Förderbedarf gleichberechtigt am Bildungssystem teilhaben konnten. Die am Schulentwicklungsprozess im Kreis Wesel beteiligten Kommunen so auch Dinslaken bekannten sich zu ihrer Verpflichtung, das Gemeinsame Lernen von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderungen in den Schulen auszubauen. Dabei sollte die Förderung von Schülerinnen und Schülern mit unterschiedlichen Behinderungen in der allgemeinen Schule der Regelfall werden, der Unterricht in Förderschulen sollte auf Wunsch der Eltern aber weiterhin möglich sein. Obwohl Eltern in Dinslaken deutlich ihren Willen äußerten und sich für den Erhalt der Förderschule aussprachen, kam die Stadt nicht umhin, mit Ablauf des Schuljahres 2015/2016 die Schule wegen zu geringer Schülerzahlen zu schließen. Auch ohne eigene Förderschule setzt sich die Stadt Dinslaken weiter dafür ein, die bisherige individuelle Förderung zu erhalten und zu optimieren. Sie unterstützt den Prozess, damit der Weg zu einem inklusiven Schulsystem, das den individuellen Elternwillen so weit wie möglich berücksichtigt, gelingen kann. Im Mai 2017 wurde eine neue Landesregierung gewählt. Sie hat eine Neuausrichtung der Inklusionspolitik angekündigt und konkret bisher zwei Bereiche genannt, in denen es zu Veränderungen kommen soll. Durch die Schließung von Förderschulen in der Vergangenheit konnte ein flächendeckendes Förderschulangebot nicht mehr gewährleistet werden. Damit verhindert wird, dass weitere Förderschulen geschlossen werden, wurde die Mindestgrößenverordnung für die nächsten zwei Jahre außer Kraft gesetzt. Galt bisher als Ziel, möglichst alle allgemeinen Schulen mittelfristig in die Lage zu versetzen, Schülerinnen und Schüler mit Lern- und Entwicklungsstörungen zu unterrichten 2, beabsichtigt die neue Landesregierung nun, die Standorte inklusiv arbeitender Schulen wieder zu reduzieren. Geplant ist, die Ressourcen zu konzentrieren und zielgenauer einzusetzen. Dies setzt eine Neudefinition der Schwerpunktschulen voraus. 3 Wie genau dies aussehen wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht festgelegt. 4 Sonderpädagogische Förderung Es gibt Kinder, die in ihrer persönlichen und ihrer Lern- und Leistungsentwicklung so erheblichen Beeinträchtigungen unterliegen, dass sie zusätzliche Lernhilfen benötigen, um an der allgemeinen Schule hinreichend gefördert werden zu können. Damit Kinder und Jugendliche aufgrund ihrer Behinderungen im Schulsystem nicht benachteiligt werden, wird über die sonderpädagogische Förderung versucht, einen Ausgleich herzustellen. Dabei ist es Ziel, das Recht dieser Schülerinnen und Schüler 2 Synoptische Darstellung von August 2014 mit Begründung des Regierungsentwurfs zu 20 Abs 6 SchulG 3 Landtag Ausschussprotokoll NRW Apr 17/ Wahlperiode

8 auf eine ihrer persönlichen Begabung und ihrem persönlichen Leistungsvermögen entsprechenden schulischen Bildung und Erziehung zu verwirklichen. Die sonderpädagogische Förderung soll den Schülerinnen und Schülern ein möglichst hohes Maß an schulischer und beruflicher Eingliederung, gesellschaftlicher Teilhabe und selbständiger Lebensgestaltung ermöglichen. Sie werden nach ihrem individuellen Bedarf sonderpädagogisch gefördert. 4.1 Förderschwerpunkte Einhergehend mit der Verabschiedung des 9. Schulrechtsänderungsgesetzes wurden Ausführungsbestimmungen erlassen. Die Ausbildungsordnung sonderpädagogische Förderung AO-SF definiert die Begriffe der sonderpädagogischen Förderbedarfe und regelt das Verfahren zur Feststellung einer sonderpädagogischen Unterstützung. Die sonderpädagogische Förderung umfasst die Lern- und Entwicklungsstörungen, also die Förderschwerpunkte Lernen (LE) Sprache (SQ) Emotionale und soziale Entwicklung (ES) darüber hinaus die Förderschwerpunkte Hören und Kommunikation (HK) Sehen (SE) Geistige Entwicklung (GG) Körperliche und motorische Entwicklung (KM) Im Rahmen der sonderpädagogischen Förderung wird festgelegt, ob die Förderung zielgleich oder zieldifferent erfolgt. Die sonderpädagogische Förderung in den Förderschwerpunkten SQ, HK, SE und KM hat bei zielgleicher Förderung grundsätzlich das Ziel, die Schülerinnen und Schüler mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung nach den Vorgaben der allgemeinen Schule zu unterrichten und strebt damit Bildungsabschlüsse der allgemeinen Schulen an. Nur in den Bildungsgängen der Förderschwerpunkte Lernen und Geistige Entwicklung werden die Schülerinnen und Schüler zieldifferent unterrichtet, d.h. zu eigenen Abschlüssen geführt. In der Regel stellen die Eltern über die allgemeine Schule einen Antrag auf Eröffnung des Verfahrens zur Feststellung des Bedarfs an sonderpädagogischer Unterstützung und zur Festlegung des Förderortes. Die zuständige Schulaufsichtsbehörde entscheidet über den Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung, den Förderschwerpunkt oder die Förderschwerpunkte bzw. die Notwendigkeit zieldifferenter 8

9 Förderung sowie über mögliche Förderorte. Nur in besonderen Ausnahmefällen kann auch eine allgemeine Schule den Antrag auf Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung stellen. Besteht ein Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung, schlägt die Schulaufsichtsbehörde den Eltern mindestens eine allgemeine Schule vor, an der ein Angebot zum Gemeinsamen Lernen eingerichtet ist. Abweichend hiervon können Eltern für ihr Kind jedoch eine Förderschule wählen, sofern in ihrer Region ein entsprechendes Förderschulangebot besteht. Der Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung und der festgelegte Förderort werden durch die Schule mindestens einmal jährlich überprüft. Bei Bedarf werden der Förderort und / oder der Förderbedarf durch die Schulaufsicht neu festgelegt Lernen Ein Bedarf an sonderpädagogischer Förderung im Förderschwerpunkt Lernen besteht, wenn die Lern- und Leistungsausfälle schwerwiegender, umfänglicher und langdauernder Art sind. 5 Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf im Schwerpunkt Lernen stellen die größte Gruppe unter den Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf. Hier sind alle Schülerinnen und Schüler mit Lernstörungen und Lernbehinderungen zusammengefasst, also zum Beispiel Schülerinnen und Schüler mit Lese-Rechtschreib-Schwäche, Rechenschwäche oder mit Entwicklungsstörungen bei den schulischen Fertigkeiten. Diese Lernschwierigkeiten stellen sich hier als Probleme des Aneignens und Durchdringens, des Behaltens und Speicherns von Lerninhalten sowie der Vernetzung und des Transfers dar. Während es den meisten Menschen gelingt, ihre Lernschwierigkeiten selbst zu überwinden (allgemeine Lernschwierigkeiten), gibt es auch Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die ihre Lernschwierigkeiten in wichtigen Anforderungsbereichen nicht ohne gezielte Hilfe überwinden können. Die Diskrepanz zwischen ihren aktuellen Leistungsvoraussetzungen und den an sie gesetzten Leistungserwartungen ist zu hoch. In solchen Fällen liegen gravierende Lernschwierigkeiten vor, die oft nur mit gezielter sonderpädagogischer Unterstützung behoben werden können Sprache Sprachbehinderung liegt vor, wenn der Gebrauch der Sprache nachhaltig gestört und mit erheblichem subjektiven Störungsbewusstsein sowie Beeinträchtigungen in der Kommunikation verbunden ist, so dass sie durch schulbegleitende oder zeitlich begrenzte stationäre Maßnahmen nicht behebbar ist. 7 Die betroffenen Schülerinnen und Schüler haben Probleme im Spracherwerb, Sprachverständnis, mit der Stimme oder im Redefluss. Durch die Schwierigkeiten im Abs. 2 der Verordnung über sonderpädagogische Förderung, den Hausunterricht und die Schule für Kranke AO-SF 6 Heimlich 2009; Heimlich & Wember Abs. 2 der Verordnung über sonderpädagogische Förderung, den Hausunterricht und die Schule für Kranke AO-SF 9

10 sprachlichen Bereich wird auch die Entwicklung und Leistungsfähigkeit in anderen Bereichen gestört. Die vorübergehende oder dauernde Behinderung in ihrer Kommunikationsfähigkeit schränkt sie in ihrem Lern- und Sozialverhalten ein. Viele spracherwerbsgestörte Kinder können aufgrund ihrer Probleme Sprache nicht verstehen. Es bereitet ihnen Schwierigkeiten, Texte sinnentnehmend zu lesen und sich somit Lerninhalte selbstständig zum Beispiel durch die Lektüre von Sachtexten aneignen zu können Emotionale und soziale Entwicklung Erziehungsschwierigkeit besteht, wenn sich eine Schülerin oder ein Schüler der Erziehung so nachhaltig verschließt oder widersetzt, dass sie oder er im Unterricht nicht oder nicht hinreichend gefördert werden kann und die eigene Entwicklung oder die der Mitschülerinnen und Mitschüler erheblich gestört oder gefährdet ist. 8 In diesem Förderschwerpunkt werden Kinder und Jugendliche relativ häufig inklusiv und zielgleich unterrichtet. Er gehört zahlenmäßig mit zu den am häufigsten festgestellten Förderbedarfen. Sonderpädagogischer Förderbedarf ist bei Kindern und Jugendlichen mit Beeinträchtigungen der emotionalen und sozialen Entwicklung, des Erlebens und der Selbststeuerung anzunehmen, wenn sie in ihren Bildungs-, Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten so eingeschränkt sind, dass sie im Unterricht der allgemeinen Schule auch mit Hilfe anderer Dienste nicht hinreichend gefördert werden können. 9 Die Kinder zeigen in ihrem Verhalten häufig Auffälligkeiten. Sie fühlen sich von ihrer Umwelt überfordert und reagieren darauf z.b. aggressiv oder mit Rückzug. Sie brauchen Unterstützung dabei, ihre Umwelt anders wahrzunehmen, mehr Selbstwert zu entwickeln und neue Verhaltensweisen zu lernen. In der Regel haben diese Schülerinnen und Schüler Schwierigkeiten bei der Einhaltung schulischer Normen. Nicht zuletzt stellen im Kontext der schulischen Inklusion Schülerinnen und Schüler mit besonders schwierigem Verhalten eine der zentralen Herausforderungen für Lehrkräfte sowie für das pädagogische Personal in Betreuungsangeboten dar Hören und Kommunikation Gehörlosigkeit liegt vor, wenn lautsprachliche Informationen der Umwelt nicht über das Gehör aufgenommen werden können. [...] Schwerhörigkeit liegt vor, wenn trotz apparativer Versorgung lautsprachliche Informationen der Umwelt nur begrenzt aufgenommen werden können und wenn erhebliche Beeinträchtigungen in der Entwicklung des Sprechens und der Sprache oder im kommunikativen Verhalten oder im Lernverhalten auftreten oder wenn eine erhebliche Störung der zentralen Verarbeitung der Höreindrücke besteht , Abs. 3 der Verordnung über sonderpädagogische Förderung, den Hausunterricht und die Schule für Kranke AO-SF 9 KMK 2000, 10f 10 8 der Verordnung über sonderpädagogische Förderung, den Hausunterricht und die Schule für Kranke AO-SF 10

11 Diesem Förderschwerpunkt werden Schülerinnen und Schüler zugeordnet, die taub sind oder eine schwere Hörschädigung haben. Es gibt eine ganze Reihe von Hörschädigungen, die sich in unterschiedlicher Stärke zeigen. Gehörbeeinträchtigte zeigen häufig eine veränderte Sprechweise, sie können häufig nur über einen eingeschränkten Wortschatz verfügen, zeigen Auffälligkeiten in der Grammatik und sind bei der Wahrnehmung von Gehörtem oder Gelesenem beeinträchtigt. Hörschädigungen verursachen eine veränderte Sprachwahrnehmung und haben somit Auswirkungen auf die Sprachentwicklung Sehen Blindheit liegt vor, wenn das Sehvermögen so stark herabgesetzt ist, dass die Betroffenen auch nach optischer Korrektur ihrer Umwelt überwiegend nicht visuell begegnen. Schülerinnen und Schüler, die mit Erblindung rechnen müssen, werden bei der Feststellung des sonderpädagogischen Förderbedarfs Blinden gleichgestellt. [...] Eine Sehbehinderung liegt vor, wenn auch nach optischer Korrektur Teilfunktionen des Sehens, wie Fern- oder Nahvisus, Gesichtsfeld, Kontrast, Farbe, Blendung und Bewegung erheblich eingeschränkt sind oder wenn eine erhebliche Störung der zentralen Verarbeitung der Seheindrücke besteht. 11 Sehbehinderte oder blinde Kinder und Jugendliche können ihre Umwelt nicht oder nur eingeschränkt visuell wahrnehmen. Sie müssen sie mit den ihnen zur Verfügung stehenden Sinnen begreifen. Um sich in einer überwiegend visuell ausgerichteten Welt zurecht zu finden und selbstbestimmt und eigenaktiv handeln zu können, benötigen sie Unterstützung durch sonderpädagogische Förderung. Sie hat zur Aufgabe, Kindern und Jugendlichen mit dem Förderschwerpunkt Sehen die überwiegend visuell strukturierte Welt begreifbar zu machen und sie zu befähigen, eigenaktiv und selbstbestimmt lernen und handeln zu können. Einer der Schwerpunkte dieser Förderung ist daher die Sensibilisierung der zur Verfügung stehenden Sinne und Motorik Geistige Entwicklung Geistige Behinderung liegt vor, wenn das schulische Lernen im Bereich der kognitiven Funktionen und in der Entwicklung der Gesamtpersönlichkeit dauerhaft und hochgradig beeinträchtigt ist und wenn hinreichende Anhaltspunkte dafür sprechen, dass die Schülerin oder der Schüler zur selbstständigen Lebensführung voraussichtlich auch nach dem Ende der Schulzeit auf Dauer Hilfe benötigt. 12 Die Lernmöglichkeiten und Entwicklungsfähigkeiten liegen erheblich unter denen gleichaltriger Kinder und Jugendlicher, deshalb können sie nur unter besonderen Bedingungen an allgemeinen Schulen gefördert werden. Aus diesem Grund werden nur wenige der Schülerinnen und Schüler im Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung inklusiv unterrichtet der Verordnung über sonderpädagogische Förderung, den Hausunterricht und die Schule für Kranke AO-SF 12 5 der Verordnung über sonderpädagogische Förderung, den Hausunterricht und die Schule für Kranke AO-SF 11

12 4.1.7 Körperliche und motorische Entwicklung Körperbehinderung liegt vor bei erheblichen Funktionsstörungen des Stützungs- und Bewegungssystems, Schädigungen von Gehirn, Rückenmark, Muskulatur oder Knochengerüst, Fehlfunktion von Organen oder schwerwiegenden psychischen Belastungen infolge andersartigen Aussehens. 13 Schülerinnen und Schüler in diesem Förderschwerpunkt haben in der Regel körperliche Behinderungen im Bereich der Stütz- und Bewegungsorgane, zerebrale Bewegungsstörungen oder schwere körperliche Erkrankungen, bei denen man eine Behinderung nicht auf Anhieb erkennt, wie zum Beispiel Stoffwechselerkrankungen, chronische Erkrankungen oder schwere organische Schäden. Bisher werden überwiegend Kinder mit leichten Funktionsstörungen inklusiv unterrichtet. Schülerinnen und Schüler mit schweren körperlichen Beeinträchtigungen werden nach wie vor fast ausschließlich in Förderschulen unterrichtet. Gerade in diesem Schwerpunkt wird deutlich, dass die Behinderung nicht durch die körperlichen Besonderheiten entsteht, sondern durch die Barrieren der Umwelt, die eine gleichberechtigte Teilhabe nicht erlauben. 4.2 Schülerinnen und Schüler in den Förderschwerpunkten in Dinslaken Präventivkinder in den Förderschwerpunkten Vorsorglich ( Präventiv ) werden Schülerinnen und Schüler sonderpädagogisch unterrichtet, wenn erste Lernschwierigkeiten oder Verhaltensauffälligkeiten bemerkbar werden. Durch frühzeitiges Erkennen kann die Entwicklung gefördert und Folgebeeinträchtigungen vermieden werden. Die Schulen greifen daher auch Maßnahmen auf, um erste Wahrnehmungs- und Verarbeitungsstörungen präventiv zu beschulen. Frühzeitiges Eingreifen ist gerade im Grundschulbereich am effektivsten. Hier können am wirkungsvollsten Weichen gestellt werden. Daher erklären sich die hohen Zahlen an präventiver Förderung in den Schwerpunkten Lernen und Emotionale und soziale Entwicklung. Mit zunehmendem Alter der Schülerinnen und Schüler verliert die Prävention an Wirkung. In den weiterführenden Schulen haben sich Förderbedarfe entweder bestätigt oder die Jugendlichen haben eine positive Entwicklung genommen der Verordnung über sonderpädagogische Förderung, den Hausunterricht und die Schule für Kranke AO-SF 12

13 Lernen (LE) Sprache (SQ) Emotionale/ soziale Hören/Kom Entwicklun munikation g (ES) (HK) Sehen (SE) Geistige Entwicklung (GG) Körperliche /motorische Entwicklung (KM) Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf insgesamt Schülerzahl insgesamt Anteil in % Grundschulen Klaraschule ,15% Bruchschule ,34% Dorfschule ,63% GGS Am Weyer ,93% GGS Gartenschule ,21% GGS Lohberg ,59% Averbruchschule* ,62% GGS Hühnerheide ,96% Hagenschule ,60% Moltkeschule ,29% Gesamt ,43% weiterführende Schulen nur Sek I OHG ,00% FAS ,21% EBGS ,00% THG ,00% Gym GHZ ,00% RS GHZ ,59% Lernen am anderen Ort Gesamt ,36% Summe Präventivkinder in den Förderschwerpunkten Schuljahr 17/ ,29% Die grau unterlegten Bereiche bilden die Schwerpunktschulen mit ihren Förderschwerpunkten ab. *: Die Averbruchschule hat eine Aufschlüsselung nach Förderschwerpunkten nur für 28 Schülerinnen und Schüler mitgeteilt. Es wurden jedoch insgesamt 40 Präventivkinder gemeldet. Ein genauer Schwerpunkt der Förderung lässt sich bei 12 Schülerinnen und Schüler noch nicht eindeutig festlegen. Im Schwerpunkt Lernen werden im Grundschulbereich 154 Kinder präventiv unterrichtet, im Schwerpunkt Emotionale und soziale Entwicklung sind es 126 Kinder. Offensichtlich zeigen sich gerade in der Präventionsförderung Bedarfe auch beim Förderschwerpunkt Sprache. Hier werden 35 Schülerinnen und Schüler im Schuljahr 2017/2018 vorsorglich gefördert. Die GGS Lohberg beschult mehr als die Hälfte ihrer Kinder präventiv. Mit 50,59 %, (das sind 86 von 170 Kindern) liegt sie in der Förderung vor allen anderen Grundschulen in Dinslaken. Mit deutlichem Abstand folgt die Bruchschule mit immerhin noch 18,34 %. Fast ebenso hohe Werte zeigen die Averbruchschule mit 17,62 % und die Klaraschule mit 15,15 %. Die niedrigsten Werte verzeichnen die GGS Hühnerheide und die Hagenschule (3,96 % und 4,60 %). Zu beachten ist hierbei jedoch, dass sich der präventive Bedarf häufig noch nicht eindeutig bestimmen und den Förderschwerpunkten zuordnen lässt. Insoweit spiegelt die obige Tabelle nur eine erste Einschätzung der Schulen hinsichtlich möglicher Förderschwerpunkte wider. 13

14 4.2.2 Kinder mit anerkanntem Förderbedarf in den Schwerpunkten Im Schuljahr 2017/2018 werden alle Förderschwerpunkte inklusiv an den Schulen in Dinslaken unterrichtet. Kinder mit anerkanntem Förderbedarf in den Förderschwerpunkten Lernen (LE) Sprache (SQ) Emotionale/ soziale Hören/Kom Entwicklung munikation (ES) (HK) Sehen (SE) Geistige Entwicklung (GG) Körperliche /motorische Entwicklung (KM) Schuljahr Schülerinnen 17/18 und Schüler mit Förderbedarf insgesamt Schülerzahl insgesamt Anteil in % Grundschulen Klaraschule ,54% Bruchschule ,44% Dorfschule ,39% GGS Am Weyer ,98% GGS Gartenschule ,94% GGS Lohberg ,59% Averbruchschule ,20% GGS Hühnerheide ,98% Hagenschule ,15% Moltkeschule ,70% Lernen am anderen Ort 5 5 Gesamt ,69% weiterführende Schulen nur Sek I OHG ,00% FAS ,52% EBGS ,34% THG ,19% Gym GHZ ,24% RS GHZ ,82% Lernen am anderen Ort 9 9 Gesamt ,57% Summe ,23% In den Förderschwerpunkten Lernen und Emotionale und soziale Entwicklung finden sich die meisten Schülerinnen und Schüler mit Unterstützungsbedarf. Lernen macht hierbei mit insgesamt 103 Schülerinnen und Schüler den weitaus größten Teil aus. Hier finden sich mehr als die Hälfte aller Kinder und Jugendlichen mit Unterstützungsbedarf. So verteilen sich auf den Primarbereich 26 Kinder und auf den Sekundarbereich 77 Schülerinnen und Schüler. Der Förderschwerpunkt nen wird immer zieldifferent unterrichtet. Das bedeutet, dass die Jugendlichen keinen allgemeinbildenden Schulabschluss erwerben. Sie machen einen eigenen Abschluss im Bildungsgang Lernen. Der Förderschwerpunkt Emotionale und soziale Entwicklung stellt mit 45 Schülerinnen und Schüler etwa ein Viertel aller Kinder mit Unterstützungsbedarf. 11 von 12 Kindern mit dem Förderbedarf Geistige Entwicklung werden an den Schwerpunktschulen (s. Punkt 6.1.1) inklusiv unterrichtet. Auch sie werden zieldifferent unterrichtet. Diese Schülerinnen und Schüler erhalten am Ende ihrer Schulzeit ein Abschlusszeugnis, in dem die erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten bescheinigt werden. In den Schwerpunkten Sehen und Hören ist es ebenfalls möglich, Kinder im Gemeinsamen Unterricht zu beschulen. Dies zeigen die Zahlen in diesen Förderbereichen. Die Grundschulen bieten für 62 Kinder die Möglichkeit, sonderpädagogisch gefördert zu werden. Im Sekundarbereich stellen FAS und EBGS fast allein die Förderungsmöglichkeiten im Gemeinsamen Lernen bereit. Sie betreuen zusammen 112 der 136 Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf. Insgesamt werden 198 Kinder und Jugendliche an Schulen in Dinslaken im Schuljahr 2017/2018 sonderpädagogisch inklusiv unterrichtet. 14

15 Vergleicht man die prozentuale Verteilung der Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf zwischen den einzelnen Schulen, fallen deutliche Unterschiede auf: Die Moltkeschule als Schwerpunktschule für den Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung rangiert bei den Grundschulen auf dem höchsten Niveau und liegt bei 5,7 %. Weiter zeigen die GGS Am Weyer mit 3,98 %, die Klaraschule mit 3,54 % und die Bruchschule mit 3,44 % mit die höchsten Werte auf, während in der Dorfschule (0,39%) und der GGS Lohberg (0,59 %) die niedrigsten Werte zu verzeichnen sind. Im Sekundarbereich zeigt sich noch eine größere Differenz zwischen den Schulen. So wird der höchste Wert von der Friedrich-Althoff-Sekundarschule mit 8,52 % erreicht. Damit übersteigt er weit die Werte der anderen weiterführenden Schulen in Dinslaken. Die Ernst-Barlach-Gesamtschule weist mit 6,34 % einen ebenfalls hohen Anteil auf. Hingegen zeigen die Gymnasien in Dinslaken nur eine sehr geringe Beteiligung am Gemeinsamen Lernen. In den Schwerpunktschulen werden insgesamt 71 von 198 Schülerinnen und Schülern sonderpädagogisch im Gemeinsamen Lernen unterrichtet. Dies entspricht einem Anteil von lediglich 36 % Verteilung der Präventivkinder in den Klassenstufen Verteilung der Präventivkinder in den Klassenstufen Schuljahr 17/18 Kl 1 Kl 2 Kl 3 Kl 4 Kl 5 Kl 6 Kl 7 Kl 8 Kl 9 KL 10 gesamt Grundschulen Klaraschule Bruchschule Dorfschule GGS Am Weyer GGS Gartenschule GGS Lohberg Averbruchschule GGS Hühnerheide Hagenschule Moltkeschule Gesamt weiterführende Schulen nur Sek I OHG 0 FAS EBGS 0 THG 0 Gym GHZ 0 RS GHZ Gesamt Summe 385 In der Grundschule findet zu einem hohen Maß vorsorglich sonderpädagogische Förderung statt. Von den insgesamt 333 Kindern mit einem präventiven Unterstützungsbedarf werden bereits im 1. Schuljahr 91, in der 2. Klasse 99 Kinder unterstützt. Eine leicht fallende Tendenz ist im 3. Schuljahr erkennbar. Allerdings beginnen zu diesem Zeitpunkt bereits Anerkennungsverfahren zur Feststellung von sonderpädagogischer Unterstützung. Im 4. Schuljahr sinkt die präventive Förderung deutlich ab. Hier befinden sich nur noch 56 Kinder in einer vorsorglichen Förderung. Offenbar wird im Sekundarbereich an der Realschule weiterhin selbst in den höheren Klassen präventiv gefördert. Hier werden in allen Jahrgangsstufen insgesamt 40 Schülerinnen und Schüler gemeldet. In Klasse 9 sind es immer noch 13 Jugendliche. Die FAS unterstützt die Kinder noch bis etwa zur 7. Klasse. Insgesamt werden hier 12 Jugendliche genannt. 15

16 4.2.4 Verteilung der AO-SF-Kinder in den Klassenstufen Verteilung der Kinder mit anerkanntem Förderbedarf in den Klassenstufen Schuljahr 17/18 Kl 1 Kl 2 Kl 3 Kl 4 Kl 5 Kl 6 Kl 7 Kl 8 Kl 9 KL 10 gesamt Grundschulen Klaraschule Bruchschule Dorfschule GGS Am Weyer GGS Gartenschule GGS Lohberg 1 1 Averbruchschule GGS Hühnerheide Hagenschule Moltkeschule Lernen am anderen Ort Gesamt weiterführende Schulen nur Sek I OHG FAS EBGS THG keine Angabe über 1 Gym GHZ 1 1 RS GHZ Lernen am anderen Ort Gesamt Summe 198 Bereits bei der Einschulung ihres schulpflichtigen Kindes können Eltern den Antrag auf Eröffnung des Verfahrens zur Feststellung des Bedarfs an sonderpädagogischer Unterstützung stellen. 14 Der Unterstützungsbedarf wurde für 6 Kinder festgestellt. Bei einem vermuteten Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung im Förderschwerpunkt Lernen kann die Schule den Antrag erst stellen, wenn eine Schülerin oder ein Schüler die Schuleingangsphase der Grundschule im dritten Jahr besucht. 15 Im dritten Schuljahr steigt hier die Zahl der Kinder mit Förderbedarf deshalb auf 16 an. Zu Beginn des Schuljahres 2017/2018 befinden sich in der 4. Klasse bereits 32 Kinder mit einem anerkannten Unterstützungsbedarf. Für Schülerinnen und Schüler wird im 4. Schuljahr von Seiten der Schulaufsicht überprüft, ob ein sonderpädagogischer Förderbedarf auch in der Sekundarstufe I weiterhin notwendig ist. Im Sekundarbereich fällt deutlich der hohe Wert im 9. Schuljahr bei der FAS auf. Ein Jahr vor Ende ihrer schulischen Laufbahn haben noch 16 Jugendliche einen Förderbedarf. 5 Entwicklung der Schülerzahlen im Gemeinsamen Lernen Auf der Grundlage des 9. Schulrechtsänderungsgesetzes und der Ausbildungsordnung sonderpädagogische Förderung soll allen Kindern der Zugang zu einer allgemeinen Schule eröffnet werden. Gemeinsames Lernen von Schülerinnen und Schülern mit und ohne sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf soll zur Regel werden. Es ist ein Paradigmenwechsel, dass nun die Entscheidung, ob ein Kind eine Förderschule besucht, nicht mehr von der Schule und/oder Schulaufsicht getroffen wird, sondern dass nun die Eltern und Erziehungsberechtigte entscheiden, in welcher Schulform ihre Kinder die sonderpädagogische Unterstützung erfahren sollen , Abs 2 der Verordnung über sonderpädagogische Förderung, den Hausunterricht und die Schule für Kranke AO-SF 15 12, Abs 3 der Verordnung über sonderpädagogische Förderung, den Hausunterricht und die Schule für Kranke AO-SF 16

17 So wird es zum zentralen Ziel des Gesetzes, Schülerinnen und Schüler, bei denen im Laufe ihrer Schulzeit erstmalig ein sonderpädagogischer Unterstützungsbedarf festgestellt wird, in der allgemeinen Schule so zu stärken und zu unterstützen, dass sie im Regelfall dort verbleiben können. Viele Eltern nehmen das Recht auf einen Platz in der Regelschule in Anspruch und ziehen einen Förderplatz an einer Schule des Gemeinsamen Lernens einem Platz an einer Förderschule vor. Entwicklung der Schülerzahlen im Gemeinsamen Lernen an Grundschulen in Dinslaken Schuljahr Förderschwerpunkt 14/15* Schuljahr 15/16* Schuljahr 16/17* Schuljahr 17/18** LE SQ ES HK SE GG KM Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf Schülerinnen und Schüler ohne Förderbedarf Gesamtschülerzahl relativ 3,12% 4,54% 4,67% 2,69% * Quelle It-nrw ** Abfrage September Im Grundschulbereich ist die Zahl der Schülerinnen und Schüler im Gemeinsamen Lernen (GL) in den Schuljahren 2014/15 bis 2016/17 kontinuierlich von eingangs 71 auf 107 angestiegen. Erfreulicherweise haben sich die Zahlen im Schuljahr 2017/18 hingegen deutlich nach unten korrigiert. Eine Erklärung hierfür könnte darin liegen sein, dass die Schulen eine sehr intensive Präventionsarbeit leisten. Es bleibt abzuwarten, ob diese Werte auch in den nächsten Jahren bestätigt werden können. 17

18 Entwicklung der Schülerzahlen im Gemeinsamen Lernen an der Realschule GHZ Förderschwerpunkt Schuljahr 14/15* Schuljahr 15/16* Schuljahr 16/17* Schuljahr 17/18** LE SQ ES HK SE GG KM Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf Schülerinnen und Schüler ohne Förderbedarf Gesamtschülerzahl relativ 0,25% 0,76% 0,78% 1,82% * Quelle It-nrw ** Abfrage September In der Realschule werden Kinder mit Förderbedarf im Schwerpunkt Lernen und erstmalig im Schuljahr 2017/18 im Schwerpunkt Emotionale und soziale Entwicklung sowie Körperliche und Motorische Entwicklung beschult. Obwohl sich die Zahl der Schüler mit Förderbedarf im Vergleich zum Vorjahr von 6 auf 13 mehr als verdoppelt hat, liegt der Anteil von Kindern mit Förderbedarf trotzdem deutlich unter den Werten der Vergleichsschulen FAS und EBGS. Entwicklung der Schülerzahlen im Gemeinsamen Lernen an der Ernst-Barlach Gesamtschule Schuljahr Förderschwerpunkt 14/15* Schuljahr 15/16* Schuljahr 16/17* Schuljahr 17/18** LE SQ ES HK SE GG KM Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf Schülerinnen und Schüler ohne Förderbedarf Gesamtschülerzahl relativ 4,21% 4,96% 5,85% 6,34% * Quelle It-nrw ** Abfrage September An der EBGS findet sich ein relativ hoher Anteil an Schülerinnen und Schülern mit Förderbedarf. Bei leicht sinkenden Schülerzahlen entwickelt sich auch an der EBGS die Schülerzahl mit Förderbedarf nach oben. Ein kontinuierlicher Anstieg ist im Förderschwerpunkt Lernen zu verzeichnen. Die EBGS unterrichtet in nahezu allen Förderschwerpunkten Kinder mit Förderbedarf. 18

19 Entwicklung der Schülerzahlen im Gemeinsamen Lernen an der Friedrich-Althoff-Sekundarschule Schwerpunktschule für den Förderschwerpunkt Körperliche und motorische Entwicklung Förderschwerpunkt Schuljahr 14/15* Schuljahr 15/16* Schuljahr 16/17* Schuljahr 17/18** LE SQ ES HK SE GG KM Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf Schülerinnen und Schüler ohne Förderbedarf Gesamtschülerzahl relativ 9,93% 8,60% 8,59% 8,52% * Quelle It-nrw ** Abfrage September Die Friedrich-Althoff-Sekundarschule weist - im Vergleich zu den weiteren Sek I Schulen in Dinslaken mit durchschnittlich 8,5% den höchsten Anteil an Kindern mit Förderbedarf auf. Fast jedes 10. Kind wurde im Schuljahr 2014/2015 sonderpädagogisch unterstützt. In den folgenden Schuljahren sind die relativen Werte leicht rückläufig. Die FAS ist die einzige Schule, die relativ gesehen- die Werte konstant halten kann. Es fällt aber auf, dass im Förderschwerpunkt Lernen ein deutlicher Zuwachs zu verzeichnen ist. Die FAS erfüllt alle Voraussetzungen einer Schwerpunktschule. Sie wurde schulorganisatorisch zur Schwerpunktschule im Förderschwerpunkt Körperliche und motorische Entwicklung erklärt und beschult derzeit im genannten Schwerpunkt zwei Jugendliche. 6 Auswirkungen auf die Infrastruktur 6.1 Institutionelle Infrastruktur Schwerpunktschulen Das Gemeinsame Lernen von Schülerinnen und Schüler mit und ohne Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung ist mit Verabschiedung des 9. Schulrechtsänderungsgesetzes nunmehr der Regelfall. Daher findet an jeder Schule in Dinslaken gemeinsamer Unterricht statt. Auf dem Weg zu einem inklusiven Schulangebot können Schulträger mit Zustimmung der oberen Schulaufsichtsbehörde allgemeine Schulen als Schwerpunktschulen für Gemeinsames Lernen bestimmen und so ein möglichst umfangreiches wohnortnahes Angebot sichern. Eine solche Schule umfasst über die Förderschwerpunkte Lernen, Sprache sowie Emotionale und soziale Entwicklung hinaus mindestens einen weiteren Förderschwerpunkt. 19

20 Für die zahlenmäßig kleinere Gruppe der Schülerinnen und Schüler mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung in den Förderschwerpunkten Hören, Sehen, Geistige Entwicklung sowie Körperliche und Motorische Entwicklung können die personellen und sächlichen Voraussetzungen nicht an allen allgemeinen Schulen geschaffen werden. An Schwerpunktschulen findet sich eine sinnvolle Bündelung von personellen und sächlichen Ressourcen, die für eine qualitativ hochwertige Wahrnehmung des schulischen Bildungsauftrages für Schülerinnen und Schülern mit komplexen sonderpädagogischen Unterstützungsbedarfen notwendig ist. So finden sich im Kollegium grundsätzlich auch Lehrkräfte für sonderpädagogische Förderung und andere pädagogische Fachkräfte. Mittelfristig ist es Ziel, dass möglichst alle allgemeinen Schulen in die Lage versetzt werden, die im Verhältnis relativ große Zahl von Schülerinnen und Schülern mit Lernund Entwicklungsstörungen zu unterrichten. So kann sich eine Kultur des Behaltens entwickeln. Schwerpunktschulen können eine unterstützende, koordinierende Funktion auch für andere allgemeine Schulen in der Region auf dem Weg zur inklusiven Schule übernehmen. Für den Primarbereich gibt es seit 2014 drei Grundschulen in Dinslaken, die zu Schwerpunktschulen bestimmt wurden: die Moltkeschule und die Hagenschule für den zusätzlichen Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung und die GGS Hühnerheide für den zusätzlichen Förderschwerpunkt Körperliche und motorische Entwicklung. Im Schuljahr 2017/2018 befinden sich insgesamt 22 Grundschulkinder mit unterschiedlichen Förderbedarfen in den Schwerpunktschulen. Kinder mit anerkanntem Förderbedarf in Schwerpunktschulen in den Förderschwerpunkten Lernen (LE) Sprache (SQ) Emotionale/ soziale Entwicklung (ES) Hören/Kom munikation (HK) Sehen (SE) Geistige Entwicklun g (GG) Körperliche /motorische Entwicklung (KM) Schuljahr 17/18 Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf insgesamt Schülerzahl insgesamt Anteil in % Grundschulen GGS Hühnerheide ,98% Hagenschule ,15% Moltkeschule ,70% weiterführende Schulen Friederich-Althoff-Sekundarschule ,52% Gesamt ,48% Im Sekundarbereich bestimmte der Rat der Stadt Dinslaken im Jahr 2015 das Otto- Hahn-Gymnasium als Schwerpunktschule für die zusätzlichen Förderschwerpunkte Geistige Entwicklung und Körperliche und motorische Entwicklung. Die Verwaltung verständigte sich mit der Schulleitung und der Schulaufsicht darauf, das Gymnasium zunächst für einen befristeten Zeitraum bis Juli 2016 zur Schwerpunktschule zu bestimmen. In den in diesen Zeitraum fallenden Schuljahren befanden sich nur sehr wenige Kinder mit dem Förderbedarf Geistige Entwicklung an der Schule. Über den genannten Zeitraum hinaus hat die Bezirksregierung wegen eines fehlenden Inklusionskonzepts der Schule die Fortführung als Schwerpunktschule für die Schwerpunkte Geistige Entwicklung und Körperliche und motorische Entwicklung abgelehnt. Das Otto-Hahn-Gymnasium ist seitdem nicht mehr Schwerpunktschule. Im aktuellen Schuljahr wird kein Kind in den genannten Förderschwerpunkten am Otto-Hahn- Gymnasium beschult. 20

21 Ab dem Schuljahr 2015 wurde die Friedrich-Althoff-Sekundarschule als Schwerpunktschule für den zusätzlichen Förderschwerpunkt Körperliche und motorische Entwicklung bestimmt. Aktuell werden im genannten Schwerpunkt zwei Jugendliche sonderpädagogisch unterstützt. Insgesamt fördert die Schule im Schuljahr 17/18 49 Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf in nahezu allen Förderschwerpunkten. Dies entspricht einem prozentualen Anteil von 8,52 % Lernen am anderen Ort Schülerinnen und Schüler mit dem Förderbedarf Emotionale und soziale Entwicklung stellen Schulsysteme im Rahmen des inklusiven Bildungssystems vor eine große Herausforderung. Trotz sonderpädagogischer Förderung sind einige Schülerinnen und Schüler so verhaltensauffällig, dass sie vorübergehend nicht beschulbar sind und ein Schulausschluss nach 54 (4) Schulgesetz droht. Mit Blick auf die nicht zu vermeidende Auflösung der Fröbelschule an der Windmühle zum strebte die Verwaltung bereits zu Beginn des gemeinsamen Schulentwicklungsprozesses für Schülerinnen und Schüler mit besonderem Förderbedarf im Kreis Wesel an, am Ort auch weiterhin eine Beschulung von Kindern mit dem Schwerpunkt Emotionale und soziale Entwicklung außerhalb des Regelschulsystems zu ermöglichen. Dadurch sollten die Förderstrukturen aus dem Kompetenzzentrum für sonderpädagogische Förderung an der Fröbelschule und den Dinslakener Regelschulen zumindest in Teilen erhalten bleiben. Im Rahmen einer Schulleiterbesprechung unter Beteiligung der Schulaufsicht für die Förderschulen wurde im September 2014 die damalige Schulleitung der Fröbelschule von der Bezirksregierung Düsseldorf beauftragt, ein Konzept zur Umsetzung einer intensivpädagogischen Fördermaßnahme als Teilbereich der Regelschule zu entwickeln. Eine Arbeitsgruppe, an der neben dem Leitungsteam der Fröbelschule VertreterInnen der Schulleitungen des Primarbereichs, des Sekundarbereichs, der Jugendhilfe der Stadt Dinslaken sowie der Träger der Schulsozialarbeit mitwirkten, entwickelte ein entsprechendes Konzept unter der Bezeichnung Lernen am anderen Ort (LaaO). Die Einrichtung der intensivpädagogischen Maßnahme Lernen am anderen Ort an der Fröbelschule wurde vom Rat der Stadt am beschlossen und startete zum Schuljahresbeginn 2015/16 mit einer ersten Gruppe im Primarbereich, zum 2. Schulhalbjahr 2015/16 mit einer weiteren Gruppe im Sek I - Bereich. Mit der Einrichtung von Lernen am anderen Ort hat die Stadt Dinslaken einen schulischen Lernort geschaffen, in dem Schülerinnen und Schüler der allgemeinen Schulen mit besonderen Problemlagen vorübergehend fachlich und intensivpädagogisch unterstützt und gefördert können. Die Schülerinnen und Schüler werden hier in Kleingruppen mit maximal 10 Kindern gefördert. Durch strukturierte Tagesabläufe, Einzelcoachings und Verstärkerprinzipien unter Einbindung des allgemeinen Unterrichts und der nachmittäglichen Betreuungsangebote kann individuell auf die Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler eingegangen werden. Während ihres Aufenthaltes im Projekt erhalten sie pädagogische Unterstützung im Förderschwerpunkt Emotionale und soziale Entwicklung. Die Kinder und Jugendlichen erhalten die Chance, in einem unbelasteten Raum mit neuen Bezugsper- 21

22 sonen in einer neuen Lerngruppe sich und ihre Probleme darstellen zu können und Förderansätze zur Veränderung ihrer Problembereiche zu erhalten. Die intensive Förderung soll sich positiv auf die Entwicklung der betroffenen Schülerinnen und Schüler auswirken. Ziel ist eine positive Entwicklung in den Bereichen Lern- und Arbeitsverhalten sowie Emotionalität und Sozialverhalten. Mit der Stabilisierung der Teilnehmenden soll die Rückführung an die Regelschule möglich gemacht und eine Aufnahme in eine Förderschule vermieden werden. Während des Aufenthaltes im Projekt arbeiten Lehrkräfte, Sonderpädagoginnen und -pädagogen sowie Schulsozialarbeiterinnen und -arbeitern in einem multiprofessionellen Team intensiv mit den Kindern an einer Veränderung der Problembereiche. Über Verhaltenstraining lernen die Kinder neue Strategien, probieren diese aus und üben sie ein, um sie anschließend in ihrer Herkunftsschule anzuwenden. Das pädagogische Personal dort unterstützt sie und optimiert mit ihnen die Verhaltensstrategien. In LaaO findet Unterricht in den Fächern Mathematik, Deutsch, Englisch, Sachkundeunterricht, Wahlpflichtfächern und weiteren Hauptfächern statt. Die Schülerinnen und Schüler erhalten den gleichen Lernstoff wie an ihrer Herkunftsschule und schreiben die Klassenarbeiten mit, die in ihrer Herkunftsschule geschrieben werden. Nach einer Aufenthaltsdauer von sechs Monaten bis zu einem Jahr im Projekt findet eine intensiv geplante Rückführungsphase statt. Die Schülerinnen und Schüler nehmen bei erfolgreichem Verlauf wieder am Unterricht der vorherigen Klasse ihrer allgemeinen Schule teil und erproben die in LaaO erworbenen Fähigkeiten. Seit Beginn der Maßnahme wurden 46 Schülerinnen und Schüler intensivpädagogisch gefördert. Die Schülerzahlen zeigen sich mit durchschnittlich 8 Kindern im Primarbereich und ca. 9 Kindern und Jugendlichen im Sekundarbereich konstant. Durchschnittlich befinden sich 16 Kinder in der intensivpädagogischen Maßnahme. Eine erste Evaluation ist im ersten Schulhalbjahr 2018/2019 geplant. Schülerinnen und Schüler in "Lernen am anderen Ort" Schuljahr 17/18 Schuljahr 2015/2016 Schuljahr 2016/2017 Schuljahr 2017/ Halbjahr 2. Halbjahr 1. Halbjahr 2. Halbjahr 1. Halbjahr 2. Halbjahr Primarbereich Sekundarbereich x Gesamt

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