I N F O R M A T I O N

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1 I N F O R M A T I O N zur Pressekonferenz mit Gesundheits-Landesrätin Dr. in Silvia Stöger und Bundesminister Alois Stöger diplomé am 16. September 2009 zum Thema "Aktuelles zur Neuen Grippe Start der Infokampagne in OÖ"

2 LR Dr. in Silvia Stöger / BM Alois Stöger diplomé Seite 2 Hygienekampagne an Schulen gegen Neue Grippe Mit Beginn des neuen Schuljahres wurde in dieser Woche auch in Oberösterreich die Infokampagne des Gesundheitsministeriums zum Kampf gegen die Neue Grippe gestartet. Unter dem Motto "Ich hab's. Sie haben's auch in der Hand sich zu schützen" sollen insbesondere Schülern, aber auch deren Eltern/Familien die ersten Krankheitsanzeichen, sowie Schutzmaßnahmen näher gebracht werden. "Die Tipps klingen vielleicht simpel, sind aber gar nicht so selbstverständlich wie angenommen und sind laut Fachleuten überaus wichtig und wirkungsvoll", betonen Gesundheitsminister Alois Stöger und OÖ-Gesundheits-Landesrätin Silvia Stöger bei einer Info-Veranstaltung in der Hauptschule 1 und Neuen Mittelschule in Pregarten. Die Tipps betreffen neben der Information über die wichtigsten Krankheitsanzeichen vor allem grundlegende Hygienemaßnahmen. Die Übertragung der neuen Influenza A (H1N1) erfolgt wie bei jeder Grippe durch sogenannte Tröpfcheninfektion, wie Anniesen und Anhusten, sowie über kontaminierte Hände. In den Schulen kann daher durch die Einhaltung einfacher Hygieneregeln einer Ausbreitung effizient entgegengewirkt werden. Das Unterrichtsministerium hat dazu in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsministerium ein Plakat und Merkblätter erstellt. (siehe Beilagen) Diese Infomaterialien werden in Schulen und anderen Bildungseinrichtungen, Arztpraxen, Apotheken sowie Gebäuden der Sozialversicherung ausgehängt bzw. verteilt. Sie sind überdies auf den Homepages der beiden Ministerien abrufbar ( In OÖ bisher 76 Personen an Neuer Grippe erkrankt Im EU-Raum wurden bislang rund Krankheitsfälle registriert, wovon rund 130 tödlich verliefen. In Österreich gab es 350 Fälle ohne einen Todesfall. In Oberösterreich sind es bisher 76 bestätigte Fälle, bei 85 weiteren Verdachtsfällen konnte Entwarnung gegeben werden. In Österreich ist die Erkrankung durch milde Verläufe gekennzeichnet, weshalb in den meisten Fällen keine Krankenhausbehandlung mehr nötig ist. Die Gefahr, dass es aber in Einzelfällen bei zusätzlicher gesundheitlicher Beeinträchtigung zu einer schweren Erkrankung kommt, kann aber nie ausgeschlossen werden. Pressekonferenz am 16. September 2009

3 LR Dr. in Silvia Stöger / BM Alois Stöger diplomé Seite 3 Neue Grippewelle ist zu befürchten Zudem ist im Herbst und Winter ein verstärktes Auftreten der Erkrankung zu befürchten, da diese Monate bekanntlich die übliche Grippezeit sind und sich das Virus bei Kälte und Feuchtigkeit besser ausbreiten kann. Ob es zu einer Grippewelle mit der Neuen Grippe kommt oder mit der üblichen saisonalen Grippe, oder beides, ist offen. Aus den bisherigen Erfahrungen in Südamerika, wo derzeit ja schon Winter ist, sieht man, dass die Neue Grippe dort die saisonale Grippe mit den üblichen Stämmen weitgehend ersetzt hat. Für eine Veränderung des Virus gibt es derzeit keine Anzeichen. Eine Veränderung ist aber nicht ausgeschlossen, da die Mutationsbereitschaft der Grippeviren allgemein hoch ist (Antigendrift). Eine Veränderung des Virus kann möglicherweise zu einer Verschlechterung (vermehrte Komplikationen, bessere Übertragung), aber durchaus auch zu einer Verbesserung der Situation führen. In OÖ ausreichend Medikamente vorhanden Masken werden derzeit angeschafft Oberösterreich ist auf jeden Fall bestens vorbereitet, der Schutz und die Versorgung der Bevölkerung sind gewährleistet. Die sehr gut wirksamen Medikamente Tamiflu und Relenza sind derzeit in den Apotheken ausreichend vorhanden. Vom Land wurden im Rahmen der Pandemieplanung 95 Fässer Tamiflu (665 kg) eingelagert, die für die Prophylaxe bzw. Versorgung von rund Menschen reichen. Diese Vorräte sind mindest noch sieben Jahre haltbar. Zudem wird Oberösterreich in den nächsten Tagen vom Bund 1,4 Millionen Pandemieschutzmasken übernehmen, die gratis angeboten wurden und unbegrenzt haltbar sind. Pressekonferenz am 16. September 2009

4 GRIPPE Foto: maconga, harald07 (Fotolia) Auch eine scheinbar harmlose Grippe kann in Einzelfällen zu einer schweren Erkrankung führen. Schützen wir uns selbst und andere vor Ansteckung! Basis-Hygiene-Empfehlungen für den Pandemiefall Bei Krankheitszeichen unbedingt zu Hause bleiben! Typische Krankheitszeichen sind: jähes Auftreten von Abgeschlagenheit, Fieber, Muskel-, Glieder- und Kopfschmerzen; Beeinträchtigung der oberen Atemwege, wie Niesen, Husten, Atemnot; eventuell kommen auch Durchfall und Erbrechen vor. Zu Hause auskurieren, bis ohne Hilfe fiebersenkender Medikamente mindestens 24 Stunden kein Fieber besteht. Dauer fünf bis sieben Tage. Regelmäßig gründlich Hände waschen! Möglichst mit warmem Wasser und Seife (Seifenspender) vor dem Essen (Jausenbrot), nach Benutzung der Toilette und nach Kontakt mit erkrankten Personen. Vorschriftsmäßige Ausstattung und Reinigung der Toiletten! Seifenspender, Einmalhandtücher, desinfizierende Reinigung. Vorsicht bei Kontakt! Händegeben, Anhusten, Anniesen oder Umarmungen vermeiden. Abstand zu Erkrankten! In der Freizeit Veranstaltungen bzw. Ansammlungen vieler Personen fernbleiben. Händedesinfektionsmittel verwenden, falls keine Waschgelegenheit vorhanden ist. Nicht aus Wasserhähnen trinken! Nur eigene Becher verwenden. Stoßlüftung! Nach jeder Unterrichtseinheit mindestens drei, nach Möglichkeit bis zu zehn Minuten. Papiertaschentücher beim Niesen, Husten und Schnäuzen benützen und sofort in Plastiksackerl oder Mistkübel entsorgen. Sollten keine Papiertaschentücher vorhanden sein, nicht in die Hände, sondern abgewendet von anderen Personen in den Ärmel niesen. Aktuelle Informationen der Gesundheitsbehörden ( beachten. In der Schule erkrankte Kinder sollten in einem eigenen Raum warten bis sie abgeholt werden. Ein Mindestabstand von einem Meter zu den Erkrankten ist ratsam. Kinder ohne Krankheitsanzeichen dürfen derzeit in die Schule gehen, auch wenn Angehörige erkrankt sind. Für das Tragen von Schutzmasken gibt es derzeit keine generelle Empfehlung. Für pflegende Personen können sie unter Befolgung der Anwendungsrichtlinien sinnvoll sein. Impressum: Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur, Minoritenplatz 5, A-1014 Wien, Sept. 2009

5 Neue Influenza A(H1N1) Ich hab s. Sie haben s auch in der Hand sich zu schützen Allgemeine Hygienetipps

6 Neue Influenza A(H1N1) Allgemeine Hygienetipps Derzeit treten vermehrt Krankheitsfälle aufgrund des neuen Grippevirus A(H1N1) auf. Krankheitsanzeichen und Übertragungsweg ähneln der saisonalen Influenza. Krankheitszeichen Plötzlich beginnendes Krankheitsgefühl mit Fieber (über 38 Grad Celsius), Atemwegsbeschwerden, Husten, Muskel-, Glieder- und Kopfschmerzen Halsschmerzen und Schnupfen Durchfall und Erbrechen können auftreten Schützen Sie sich und andere Personen vor einer Ansteckung durch die Einhaltung einfacher Hygienemaßnahmen: Händehygiene Waschen oder desinfizieren Sie sich regelmäßig die Hände. Verwenden Sie Wasser und Seife beim Händewaschen. Halten Sie die Hände vom Gesicht fern. Husten/Niesen Husten/Niesen Sie nicht in die Hände, sondern in den Ärmel. Wenden Sie sich beim Husten/Niesen von anderen Personen ab. Verwenden Sie Papiertaschentücher und entsorgen Sie diese sofort nach Gebrauch. Regelmäßig Lüften Lüften Sie mehrmals täglich für jeweils zehn Minuten. Krankheit zu Hause auskurieren Bei ersten Krankheitszeichen kontaktieren Sie unverzüglich Ihre Ärztin/Ihren Arzt. Bleiben Sie während der Krankheit zu Hause. Hotline: Rechtlicher Hinweis. Das Infoblatt erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ist ohne Gewähr. Merkblätter und Informationen unter

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