klima:aktiv Programm nawaro markt Ziele und Aufgabenstellung, Übersicht der Fördermöglichkeiten für Betriebe

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1 klima:aktiv Programm nawaro markt Ziele und Aufgabenstellung, Übersicht der Fördermöglichkeiten für Betriebe Christoph Strasser Themenlounge: Stoffliche Nutzung nachwachsender Rohstoffe Ecoplus, St. Pölten, 19. Oktober 2011

2 Programmmanagement Initiator und Auftraggeber nawaro markt Programmmanagement Andrea Bruckner nawaro markt Regionalpartner Niederösterreich / Wien Steiermark/ Kärnten/ Burgenland Oberösterreich Vorarlberg Programmlaufzeit: Mitte

3 Ziele und Aufgaben von nawaro markt Forcierung der Markteinführung von NAWARO-Produkten Überwindung bestehender Marktbarrieren und Ausbau des NAWARO- Marktes Reduzierung der volkswirtschaftlichen Treibhausgas-Emissionen und fossiler Rohstoffe Stärkung regionaler Wirtschaftskreisläufe Unter Einhaltung von Nachhaltigkeitskriterien Aktivitäten Aktivierung und Vernetzung relevanter Akteure (Produktionsbetriebe, Landwirte, regionale Entscheidungsträger, Multiplikatoren) Öffentlichkeitsarbeit, Messeauftritte Aktive Unterstützung beim Markteintritt und Marktausbau Förderberatung und begleitung von Unternehmen bei der Beantragung der betrieblichen Umweltförderung im Inland (UFI) 3

4 NAWARO-Akteure in Niederösterreich Biokunststoffe Dämm- und Baustoffe 4

5 Biopolymere und ihre Anwendung Was sind Biopolymere? Biopolymere sind nach Definition von European Bioplastics Kunststoffe, die mit nachwachsenden Rohstoffen hergestellt werden Biologisch abbaubare Kunststoffe, welche nach anerkannten Normen biologisch abbaubar und kompostierbar sind, in Europa lt. EN / EN Nun sind Materialien am Markt, die diese Kriterien in verschiedener Kombination mitbringen. Die Tendenz in der Entwicklung geht dahin, den Anteil an nachwachsenden Rohstoffen zu erhöhen. Es sind verschiedenste Verfahren möglich, um Biopolymere herzustellen, die jeweils auch unterschiedliche mechanische Eigenschaften z.b. thermische Stabilität, Reißfestigkeit u.a. aufweisen. Biopolymer Rohstoff Foto: istock Foto: naku Verfahren Ist Kunststoff so einfach substituierbar? Derzeit geht 4% des Erdöls in die Produktion von konventionellen Kunststoffen. Das klingt nicht nach viel, aber die Menge des verbrauchten Materials macht jährlich weltweit Mio Tonnen aus. Davon geht allein ein Viertel in die Verpackungsindustrie. Polymilchsäure Polyhydroxybuttersäuren stärkehältige Pflanzen, z.b. Mais zuckerhältige Pflanzen Fermentation und Gewinnung der Milchsäure, Polymerisation des daraus hergestellten Milchsäurelaktids Fermentation mit Bakterien, Extraktion des Polymers aus den Zellen Thermoplastische Stärke stärkehältige Pflanzen, zb Kartoffel großtechnische Gewinnung der Stärke mit chemisch technischer Modifikation Zellulose Zellulosehältige Pflanzen, Holz Zelluloseverarbeitung im Spinnverfahren 5

6 Aufbau regionaler Wertschöpfungsketten Rohstoffe Verarbeitung Umsetzung Fabrik 6 Fotos: Waldverband NÖ, Claudia Pasteiner, istock, Verpackungszentrum Graz, Rehau, Greiner

7 Umweltförderung im Inland (UFI) Stoffliche Nutzung nachwachsender Rohstoffe 7

8 Betriebliche Umweltförderung NAWAROs Fördergegenstand: Investitionen in NAWARO-Produktionsanlagen Zielgruppe: Gewerblich tätige Unternehmen Produktschwerpunkte: NAWARO Dämmstoffe NAWARO Kunststoffe und Verbundstoffe NAWARO Farben und Lacke Standardfördersatz: 25 % der umweltrelevanten Investitionskosten + möglicher Nachhaltigkeitszuschlag: Dämmstoffe: Rohstoffe < 100 km, aus biolog. Anbau Biokunststoffe: wesentlicher Anteil an NAWAROs Farben&Lacke: Rohstoffe aus EU, GVO frei Abwicklung: Kommunalkredit Public Consulting, DI Kopf 8

9 Förderungsabwicklung 9 Quelle: Kommunalkredit

10 Einreichunterlagen Ansuchenformblatt Investitionsbeschreibung: Technische Beschreibung, Zeitplan Produktbeschreibung NAWARO-Anteil in %, absolute Einsatzmengen, Einsatzzweck Bisher eingesetzte Rohstoffe, Einsatzmengen Kosteneinsparung bzw. Mehrkosten durch NAWARO-Einsatz Herkunft der Rohstoffe Darstellung der Investitionskosten Genehmigungen (falls notwendig) 10

11 Förderbeispiel NAWARO-Dämmplatten Fördernehmer: Dämmstoffhersteller Investition: Neue Produktionslinie für Hanf-Dämmplatten Investitionsvorhaben: Mehrkosten der Fertigungsanlage gegenüber konventioneller Maschine: Baumaßnahmen (neue Halle): Risikovorsorge: Beantragte Investitionskosten: Erhöhte Rohstoffkosten in 5 Jahren:

12 Förderbeispiel NAWARO-Dämmplatten = = beantragte Projektkosten nicht förderfähig (Risikovorsorge, Baumaßnahmen) Umweltrelevante Investitionskosten Referenzkosten (erhöhte Rohstoffkosten) Mehrinvestitionskosten max. 25 % der umweltrelevanten Investitionskosten + erhöhte Rohstoffkosten: * 0,25 =

13 Andere Fördermöglichkeiten NÖ Wirtschafts- und Tourismusfonds, Bereich Wirtschaft: speziell für Machbarkeitsstudien, Beratung, Weiterbildung: FFG: Innovationsschek, Basisprogramm, Intelligente Produktion EU: FP7 für Forschung und Entwicklung (z.b. aktuell KBBE : Development of new or improved logistics for lignocellulosic biomass harvest, storage and transport) 13

14 Regionalpartner Förderbegleitung UFI NAWARO in Niederösterreich Christoph Strasser Tel: Monika Enigl Tel: BIOENERGY GmbH Gewerbepark Haag Wieselburg-Land 14

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