Gestations- Diabetes. Referentin: Agnes Ruckstuhl

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1 Gestations- Diabetes Referentin: Agnes Ruckstuhl

2 C1 Die wichtigsten Diabetestypen Typ1 - Diabetes autoimmune Erkrankung => verursacht einen absoluten Insulinmangel, d.h. Zerstörung der körpereigenen Beta-Zellen durch die eigenen Antikörper Typ2 - Diabetes tritt als Folge eines relativen Insulinmangels und einer Insulinunempfindlichkeit (Insulinresistenz) auf Gestationsdiabetes Kohlenhydratstoffwechselstörung, die erstmalig während der Schwangerschaft auftritt bzw. erkannt wird. Ursache: einerseits verschiedene Schwangerschaftshormone, die zu einer Erhöhung des Blutzuckerspiegels führen (z.b. Östrogen, humanes Plazentalaktogen = hpl), andererseits Ernährung, die in der Schwangerschaft häufig nicht optimal ist. Die Insulinausschüttung ist zu Beginn der Schwangerschaft eher vermindert, steigt dann aber erheblich an. Dabei gibt die Bauchspeicheldrüse das Insulin um ca. 15 Minuten verzögert in die Blutbahn ab. Wie beim Typ-2-Diabetes mellitus sind auch die Organzellen verändert, so dass die Insulinproduktion häufig nicht ausreicht. Die Folge sind erhöhte Blutzuckerwerte vor und nach dem Essen. Rund um den Gestationsdiabetes 2

3 Folie 2 C1 CH50012;

4 Rund um den Gestationsdiabetes 3

5 Rund um den Gestationsdiabetes 4

6 Rund um den Gestationsdiabetes 5

7 Besonderheiten der diabetischen Schwangerschaft: Ausgangslage: Grosses Informationsbedürfnis Grosse Verunsicherung Schuldgefühle! Haben oft schon Kohlenhydrate gespart, d.h.<150 gr. KH tgl. Ressourcen: Hochmotiviert, machen alles für ein gesundes Kind Im Laufe der Betreuung suchen sie nach der Bestätigung es richtig gemacht zu haben Rund um den Gestationsdiabetes 6

8 Procedere bei Diagnosestellung: Anmeldung zur Diabetesberatung durch Diabetologe, aber auch durch Gynäkologe und Hausarzt Screening schon gehabt??? Welches??? Erstgespräch zur Lebenssituation der Schwangeren Information und Schulung zur Pathophysiologie Rund um den Gestationsdiabetes 7

9 8 Procedere Blutzuckermessung: Einbezug der Ernährungsberatung zur Ernährungsanamnese und Besprechung der individuellen Nährstoffzufuhr Erlernen der Blutzucker- Selbstmessung und Bekanntgabe der Zielwerte 7 Messungen, d.h. nüchtern, präprandial und 2 h postprandial und bedtime Information bzgl. elektronischer Auslesung der BZ-Geräte Mit der Schwangeren einen individuellen Mustertag mit den Uhrzeiten aufschreiben, um die Systematik der 7 Messungen zu klären Mahlzeitenrhythmus Rund um den Gestationsdiabetes 8

10 Je nach Therapie gibt es unterschiedliche Empfehlungen, wann und wie oft es sinnvoll ist zu messen siehe Merkblatt Schwangerschaftsdiabetes vom KSSG Zur Bestimmung des Nüchternblutzuckers (FPG oder NBZ) ist es zweckmäßig, morgens gleich nach dem Aufstehen zu messen, nach 8 Std. ohne Nahrung (Süssgetränke!!) Um zu sehen, ob der Blutzucker nach den Mahlzeiten wieder schnell genug absinkt, ist eine Messung ca. 1 2 Stunden nach dem Essen am Aussagekräftigsten Postprandialer Blutzuckerwert (PPG oder PPBZ) Messerinnerung? BG Star erinnert an die Messung! bis zu 7 individuell einstellbare Alarme als Erinnerung (Menüpunkt ALARM) Rund um den Gestationsdiabetes 9

11 Gestationsdiabetes Blutzucker-Selbstkontrollen Blutzucker-Zielwerte bei GDM nüchtern, sowie vor den Hauptmahlzeiten 1 Stunde nach den Hauptmahlzeiten 2 Stunden nach den Hauptmahlzeiten < 5.3 mmol/l < 8.0 mmol/l < 7.0 mmol/l bei Ernährungstherapie bei Insulintherapie 4x täglich Blutzucker messen 6-7x täglich Blutzucker messen nüchtern vorm Frühstück 1 od. 2 Std. nach Frühstück 1 od. 2 Std. nach Mittagessen 1 od. 2 Std. nach Abendessen nüchtern vorm Frühstück 1 od. 2 Std. nach Frühstück vor dem Mittagessen sowie 1 od. 2 Std. nach Mittagessen vor dem Abendessen sowie 1 od. 2 Std. nach Abendessen vor dem Schlafengehen; Bettruhe Rund um den Gestationsdiabetes 10

12 Blutzucker-Kontrollblatt Datum morgens mittags abends spät Bemerkungen nü pp nü pp nü pp BZ Basisinsulin Essensinsulin BZ Basisinsulin Essensinsulin BZ Basisinsulin Essensinsulin BZ Basisinsulin Essensinsulin BZ Basisinsulin Essensinsulin BZ Basisinsulin Essensinsulin BZ Basisinsulin Essensinsulin Rund um den Gestationsdiabetes 11

13 12 Procedere bei Insulintherapie: Liegen nach 1 Woche >10% der Blutzuckerwerte über dem Zielbereich, dann Start mit Insulintherapie! Erlernen der Insulininjektion, d.h. Handhabung Pen Auswahl Injektionsorte Kinetik des Insulins Schulung Hypoglykämie Lesen des Basis- Bolus Schemas, evtl. vereinfachtes Schema Laufender Einbezug der Ernährungsberatung! Rund um den Gestationsdiabetes 12

14 Rund um den Gestationsdiabetes 13

15 Rund um den Gestationsdiabetes 14

16 Procedere gegen Ende Schwangerschaft: Laufende Informationen über den Effekt der körperliche Aktivität z. B. bei Hausarbeit (Waschtag), Spaziergängen Gegen Ende der Schwangerschaft Informationen zum abnehmenden Insulinbedarf Aufklärung zum erhöhten Risiko für Diabetes Mellitus Typ 2 d.h. aber auch, warum OGTT 6 Wochen nach Geburt Empfehlungen zum Lebensstil nach Geburt, evtl. Gewichtsreduktion nach der Stillphase schon ansprechen Rund um den Gestationsdiabetes 15

17 Diabetesberatung im interdisziplinären Kontext Rund um den Gestationsdiabetes 16

18 Unser Ziel: Take Home Baby 17 Rund um den Gestationsdiabetes 17

19 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Rund um den Gestationsdiabetes 18

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