Bilder der Organisation. Sichtweisen auf und Methaphern von Organisation

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1 Bilder der Organisation Sichtweisen auf und Methaphern von Organisation

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3 1. Die Organisation als Maschine Am häufigsten, oft unbewusst gebrauchte Metapher von Organisation ist die der Maschine, gestaltet nach mechanistischen Prinzipien Organisationen bestehen wie Maschinen aus ineinandergreifende Teilen, von denen jedes eine vorher bestimmte, klar definierte Aufgabe erfüllt, um ein definiertes Ziel zu erreichen Menschen in Organisationen sind Teil dieses mechanistischen Systems, sie sind ein Rädchen im Getriebe

4 Die Organisation als Maschine Beispiele für mechanistisch gedachte Organisationen:

5 Die Organisation als Maschine

6 2. Die Organisation als Organismus Organisation als offenes System, das wie ein Organismus im ständigen Austausch mit der Umwelt ist, von der es bei der Befriedigung seiner Bedürfnisse abhängt Das (Über)leben einer Organisation wird zum Anpassungsproblem einerseits zwischen der Organisation und ihrer Umwelt, andererseits aber auch zum Anpassungsproblem der Subsysteme innerhalb der Organisation

7 Die Organisation als Organismus

8 Die Organisation als Gehirn Organisationen sind wie menschliche Gehirne: lernfähig und fähig zur Selbstorganisation, flexibel, beweglich In dynamischen Umwelten werden neue Strategien entwickelt, um neuen Situationen gerecht zu werden. Dies geschieht aufgrund bewusster, rationaler Handlungen 2 Ansätze: a) Organisation als informationsverarbeitendes Gehirn b) Organisation als holografisches System

9 3. Die Organisation als Gehirn a) Organisation als informationsverarbeitendes Gehirn

10 Die Organisation als Gehirn b) Organisation als holografisches System

11 4. Die Organisation als Kultur Organisationen sind gekennzeichnet durch eine eigene Kultur Kultur ist sozial konstruierte Wirklichkeit, die in den Menschen ebenso existiert wie in konkreten Regeln und Beziehungen und entsteht durch soziale Interaktion Kultur beruht auf deutlich erkennbaren Fähigkeiten oder Schwächen, die als Ergebnis der Kulturentwicklung zu bestimmenden Merkmalen des Arbeitsbetriebes geworden sind und in Mentalität, Einstellungen und Handlungsweisen der Mitarbeiter Eingang gefunden haben

12 Die Organisation als Kultur

13 Die Organisation als Kultur Die Kulturmetapher erhellt die Wirkung von Symbolen (Mythen, Werten, Bilder, Helden) auf die Wahrnehmung und Handlungen innerhalb der Organisation Wahrnehmung der Organisation als kollektives, historisches, soziales System Management wird auch als Management kollektiver Wahrnehmung verstanden Handlungen und Prozesse in Organisationen können durch die Kultur erklärt werden

14 5. Die Organisation als politisches System Organisation als Beziehungsgefüge von Interessen, Konflikt und Macht

15 6. Die Organisation als psychisches Gefängnis Organisationen sind psychische Phänomene, die durch bewusste und unbewusste Prozesse ihrer Mitglieder und der Gesellschaft erzeugt und erhalten werden Diese Prozesse erzeugen Vorstellungen, Ideen, Gedanken, Vorurteile und Handlungen, in denen Menschen gefangen sein können Je stärker sich Organisationen und Mitglieder von Aspekten ihrer bewussten und unbewussten Kultur leiten lassen, umso stärker entsteht die Tendenz einer Selbstbegrenzung

16 Die Organisation als psychisches Gefängnis Organisationen können nur verändert werden, wenn die ihnen zugrunde liegenden unbewussten und bewussten Merkmale und Einstellungen verändert werden

17 7. Die Organisation als Fluss und Wandel Heraklit (500 v. Chr.) Man kann nicht zweimal in denselben Fluss steigen, denn das Wasser fließt ständig weiter Das Leben ist in einem Zustand ständigen Entstehens und Vergehens und ist sowohl von Dauer als auch von Veränderung geprägt Neben der offenbaren Ordnung der Dinge gibt es eine verborgene Ordnung der Dinge: Der Fluss selbst hat ein stabiles Erscheinungsbild, beruht jedoch auf Fliessen und Veränderung

18 Die Organisation als Fluss und Wandel Organisationen lassen sich begreifen aus dem Verständnis der Logik des Wandels und aus dem Verständnis des Ursprungs von Veränderungen 3 Denkmodelle: a) Organisation als sich selbst reproduzierendes System (Biologie) b) Organisation als Ergebnis von Feedbackschleifen (Kybernetik) c) Organisation als Ergebnis einer dialektischen Logik, bei der jedes Phänomen sein Gegenteil hervorzubringen scheint

19 8. Die Organisation als Machtinstrument Organisation hat potentiell ausbeuterische Aspekte: Einige wenige zwingen anderen ihren Willen auf und verfolgen ihre Interessen auf Kosten anderer Bsp.: Ausbeutung der Arbeitskräfte und Beeinflussung der Weltwirtschaft durch Schaffung von Klassenstrukturen durch Strukturierung des Arbeitsplatzangebotes Umgang von Organisationen mit gefahrenträchtigen Arbeitsbedingungen, Arbeitsunfällen, Berufskrankheiten Beibehalten von Strukturen und Methoden, durch die Workaholismus und damit verbundener sozialer und geistiger Stress gefördert werden starker Einfluss auf politische Entscheidungen

20 Quellen: Morgan, Gereth: Bilder der Organisation; Klett-Kotta 2000 Wolff, Prof. Dr. Stephan: Strukturen, Prozesse und Handlungsstrategien in und von Organisationen. Universität Hildesheim 2003/2004 Sabuda, Marta: Bilder der Organisation. Folienvortrag Europauniversität Frankfurt/Oder 2004

21 Arbeitsauftrag 7DXVFKHQ6LHVLFKYRUGHP+LQWHUJUXQGGHV7KHRULHLPSXOVHV üehu.hqq]hlfkhqghu 2UJDQLVDWLRQ*DQ]WDJVVFKXOHDXV PLQ )HUWLJHQ6LHJHPHLQVDPHLQ.XU]SRUWUDLWYRQ*DQ]WDJVVFKXOHDQ LQGHP6LHGDV.RQ]HSWYRQ0RUJDQDXI*DQ]WDJVVFKXOH DQZHQGHQ:HOFKHGHUYRQ0RUJDQEHVFKULHEHQHQ'LPHQVLRQHQ YRQ2UJDQLVDWLRQIHKOHQLQGHQYRQ,KQHQLQGHUYRUKHULJHQ $XIJDEHLQGLYLGXHOOHUVWHOOWHQ%LOGHUQ0HWDSKHUQ"PLQ %HUHLWHQ6LHHLQH3UäVHQWDWLRQ,KUHU(UJHEQLVVHLP3OHQXPYRU GLHSUR.OHLQJUXSSHPD[PLQLQ$QVSUXFKQHKPHQVROO PLQ DQVFKOLHßHQG 3UäVHQWDWLRQ$XVZHUWXQJXQG(UJäQ]XQJGHU$UEHLWVHUJHEQLVVH LP3OHQXPPLQ

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