Rundbrief Nr 19 Dezember 2014

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1 Rundbrief Nr 19 Dezember 2014 Eine Reise nach Thailand Import! Der Humefasan Hühnervögel - Die Serie JHV WPA-Tschechien, Deutschland und UK; Edelfasantreffen Mitgliederversammlung Handelsmärkte Einladung JHV WPA-Österreich

2 Allgemeines Liebe Freunde und Mitglieder der WPA - Österreich! Ein Jahr geht wieder zu Ende und ich hoffe es war züchterisch ein erfolgreiches! Der Vorstand war im abgelaufenen Jahr wieder sehr aktiv und wir versuchten die Treffen der anderen europäischen Sektionen zu besuchen. So waren wir bei der Jahreshauptversammlung der WPA-Deutschland in Rietberg, der JHV der WPA-UK in Dublin, der JHV der WPA-Tschechien in Olmütz und beim Edelfasantreffen in Rostock bei Wolfgang Vandrey vertreten (Berichte im Blattinneren). Auch waren die Bemühungen vor allem von Franz Prisching von Erfolg gekrönt und so konnten wir im November 3 Paare Humefasane der Unterart S.h.burmanicus und jeweils ein Paar der Roten Kammhühner der Art G.g.gallus und G.g.spadiceus aus Thailand nach Österreich bringen. Bei den roten Kammhühnern war ja eine Blutauffrischung schon dringend notwendig! Inwieweit es sich bei den importierten Tieren um eine Unterart bzw. eigene Art handelt, haben wir im Blattinneren mit Fotos zur Diskussion gestellt. Jeder kann sich sein Bild machen und wir würden uns über Diskussionsbeiträge freuen. Vom 1. bis 3. Mai 2015 steht die Jahreshauptversammlung der WPA-Österreich in Kaindorf bei Hartberg auf dem Programm. Angeschlossen ist auch die Tagung der ECBG (European Conservation Breeding Group). Tagungsort ist wieder die Waldpension Rechberger in Kaindorf. Wir ersuchen die Mitglieder zahlreich an der Tagung teilzunehmen! Wir halten die JHV in einem 2 Jahres Rythmus ab und da meinen wir, dass es schon möglich sein sollte, an der Tagung teilzunehmen. Wir haben ein ungefähres Programm, siehe Einladung im Blattinneren, zusammengestellt. Für Vorschläge zur endgültigen Planung wären wir sehr dankbar. Da wir auch ein Damenprogramm geplant haben, bitten wir alle Mitglieder sich rechtzeitig zur Tagung anzumelden. Manfred Prasch Liebe Mitglieder der WPA-Österreich! Seit nunmehr 2 Jahren bin ich innerhalb des Vereines WPA-Österreich als Kassier verantwortlich für die Finanzen des Vereines. In dieser Funktion möchte ich sie sehr verehrtes Mitglied ersuchen, den Mitgliedsbeitrag für 2014 sofern sie ihn noch nicht einbezahlt haben, so bald als möglich zur Einzahlung zu bringen. Der Mitgliedsbeitrag wurde in etwa von 60 % der Mitglieder für das Jahr 2014 bezahlt. Die Vereinsnachricht oder Vereinszeitung wäre ansonsten in dieser Form weiterhin nicht finanzierbar. Jeder einzelne Mitgliedsbeitrag trägt dazu bei, dass die Vereinszeitung, welche wohl sehr anschaulich und informativ mit erheblichen Zeitaufwand unseres Herrn Präsidenten Manfred Prasch fast im Alleingang erstellt und verschickt wird, in dieser Form 2 Dezember 2014

3 Allgemeines, Tierbörse erhalten bleibt. Ich möchte mich aber auch bei dieser Gelegenheit im Namen des Vereinsvorstandes für die bezahlten Mitgliedsbeiträge und auch für die eingegangenen Spenden sehr herzlich bedanken. Sollten die Bankdaten nicht vorhanden sein: Raika Markt Hartmannsdorf WPA Österreich BIC RZSTAT2G131 IBAN AT Nun möchte ich auch die Gelegenheit nützen, Ihnen und Ihrer Familie schöne Weihnachtsfeiertage und einen guten Rutsch in das neue Jahr zu wünschen. Für 2015 möchte ich Ihnen viel Freude bei unserem gemeinsamen Hobby, der Kleintierzucht,s wünschen und möge die Erwartung hinsichtlich der Aufzucht von Jungtieren in Erfüllung gehen. Euer Vereinskassier Josef Auner Tierbörse Tierbörse Tierbörse Tierbörse Tierbörse Tierbörse Abzugeben: Auerwild, Alpenschneehühner und Präriehühner, Nachzucht Jungtiere Temminck- und Satyr-Tragopane, pastellfarbige Goldfasane, Gelbe Mutation vom Lady Amherst Fasan, Trauerturteltauben, Lachtauben (verschiedene Farben), und Waldturteltauben. Suche Jungtiere: 1.1 Cabot-Tragopane, 0.1 Lachsfarbigen Goldfasan, 1.1 Haselhühner und 1.1 Schottische Moorschneehühner. Wagner Manfred, 0676/ Abzugeben: 1:1 Bianchii Edelfasane, 1:1 Versicolor-Versicolor Edelfasane, 2:2 Amherstfasane aus dem Kontingent Programm 5000, Auner Josef, 0664/ Abzugeben: Felsentauben; Manfred Prasch, 0664/ Abzugeben: 3.3 Mikado-, 2.2 Gold- und 2.2 Swinhoefasane, alle 2014; 0.1 Koklass 2011, Karl Posch, 0664/ Die WPA - Österreich wünscht allen ihren Mitgliedern und Freunden ein gesegnetes Weihnachtsfest und alles Gute für 2015! Dezember

4 Reisebericht Thailand Eine Reise nach Thailand Besuch bei Prani Prannoi und Fritz Esser vom 16. bis 21. November 2014 In Nordthailand kommt eine der beiden Arten des Humefasans vor: Der Syrmaticus humiae burmanicus. Er wird dort auch in einer Zuchtanstalt gehalten, zu der Fritz Esser sehr gute Kontakte pflegt. So wurde Franz Prisching von Fritz Esser angeboten, diese Art nach Österreich zu holen. Nachdem mir Franz das mitgeteilt hatte, brauchte es von ihm keine besondere Überredungskunst, um mich für dieses Projekt zu begeistern! (Die Umstände des Importes beschreibt Franz Prisching in einem Artikel im Anschluss in dieser Ausgabe.) Nachdem die Formalitäten weitgehend abgeklärt waren, buchte ich am 4. November die Flüge und am 16. November starteten wir um Uhr bei mir zuhause und fuhren mit dem Auto nach Frankfurt zum Flughafen. Um Uhr gings dann los und wir starteten nach Bangkok. Nach der Landung am Montag, um Uhr Ortszeit (+ 6 Stunden zur MEZ), hatten wir am Flughafen Bangkok 2 Stunden Aufenthalt und hoben dann Richtung Chiang Mai ab. Um Uhr landeten Typisches Straßenbild in Chiang Mai Blick aus dem Hotelfenster auf die Reisfelder 4 Dezember 2014

5 Reisebericht Thailand O.:Volierenanlage in der Zuchtstation Doi Tung U.: Wat Rong Khun, eine buddhistisch-hinduistische Tempelanlage in Chiang Rai O.v.r.:Prisching, Prannoi,Klinsak, Champ, Prasch U.: Franz, Fritz und Manfred mit Grünzeug wir dann in Chiang Mai und wurden von Prani Prannoi und Fritz Esser schon am Flughafen empfangen. Mit einem Mietauto fuhren wir dann weiter ca. 25 km nach Doi Saket zum Haus von Fritz und Prani. Dort kamen wir noch vor der Dunkelheit an und konnten noch kurz die weiträumigen Anlagen besichtigen. Hier sieht man die grünen Pfaue in der Art Pavo muticus imperator artenrein in mehreren Paaren vertreten. Außerdem hält Fritz noch verschiedene Fasane aus der Region und auch einen Diamanthahn, der noch von Dieter Arnolds gezüchtet wurde. Anschließend noch ein Abendessen und dann war Ausruhen angesagt! Teilansicht Zuchtstation Doi Tung Silberfasananlage in Doi Tung Dezember

6 Reisebericht Thailand Oben: Zuchtanlagen bei Fritz Esser Unten: Ein sichtlich zufriedener Fritz Oben: Fritz und Pranis Domizil Unten: Ein Teil der Importtiere Am Dienstag starteten wir um Uhr in Richtung Norden zur Zuchtanlage, in der die Burmanicus gehalten und gezüchtet werden. Nach 4 stündiger Fahrt gegen Norden in die Provinz Chiang Rai, trafen wir gegen Uhr in Doi Tung ein. Wir wurden vom Leiter der Zuchtanstalt, Herrn Klinsak, herzlich empfangen und auf einen Imbiss eingeladen. Anschließend besichtigten wir die Zuchtstation, in der alle zehn in Thailand vorkommenden Fasanarten gehalten und gezüchtet werden. Hier kann man insgesamt mehrere hundert Fasane in mehr als 150 Volieren bewundern. Unsere in Österreich gehaltenen Jones- und Crawfurdfasane sind mit denen in der Zuchtstation identisch. Auch die Prälat-, Vieillotfeuerrücken- und Lewissilberfasane sind in Österreich arttypisch. Die Malaiischen Pfaufasane sind die selben wie bei uns, nur bei den grauen Pfaufasanen dürfte es sich um eine bei uns nicht vertretene Unterart handeln. Unsere Strichelfasane kommen der Art schon recht nahe, aber es zeigen sich immer wieder schwarze Federn in der Brust einiger Hennen. Das deutet auf eine Hybridisierung mit dem Crawfurdfasan hin. Hier müssen wir, glaube ich, auch noch was tun! Die Hume in Thailand unterscheiden sich schon von den bei uns gehaltenen. Der Rücken erscheint bei den Alttieren bei der Draufsicht fast weiß. Im Anschluss an diesen Bericht versuche ich den Unterschied mit Bildern zu verdeutlichen. Pavo muticus imperator 6 Dezember 2014

7 Reisebericht Thailand Nach dem Rundgang und einem ausführlichen Erfahrungsaustausch besuchten wir dann noch weiter nördlich eine Station, in der die Rheinart-Argus (Rheinardia ocellata ocellata) gehalten werden. Es war schon ein bewegender Moment für mich, erstmalig den Rheinarts gegenüberzustehen und sie beobachten zu dürfen. Allein der Anblick dieser anmutigen Vögel war eine solche Reise wert! In dieser Station werden zurzeit neun Hähne und drei Hennen gehalten. Dieses Jahr gelang die Nachzucht eines Hahnes. Zuchthahn Rheinart Argus Aufenthalt auf einer Polizeistation und eine empfindliche Geldstrafe bedeuten.) Nach dem Abendessen fielen wir dann förmlich ins Bett! Zuchthenne Rheinart Argus Bei Anbruch der Dunkelheit fuhren wir dann wieder zurück nach Doi Saket. Diese Reise hatte für mich einen besonderen Reiz, da ich meinen Reisepass im Hotel vergessen hatte und wir vier Polizeisperren zu überstehen hatten. Ich habs zwar nicht verstanden, aber Prani dürfte den Polizisten erklärt haben, dass wir grundehrlich sind und nicht des Rauschgiftes wegen in dieser Gegend waren. (Diese Gegend ganz im Norden Thailands wird das Goldene Dreick genannt. Hier im Dreiländereck von Laos, Myanmar und Thailand leben die Menschen seit Jahrhunderten vom Opiumanbau- und Handel. Die Thailändische Regierung versucht dies durch verschiedene Arbeitsprogramme aber auch durch strenge Polizeikontrollen zu unterbinden. Hier ohne Pass erwischt zu werden, würde zumindest einen kurzfristigen Oben: Strichelfasane in Doi Tung Unten: Crawfurdfasane in Doi Tung Dezember

8 Rreisebericht Thailand Oben: Lewis-Silber in Doi Tung Unten: Prälatfasane in Doi Tung Nach den Flughafenformalitäten konnten wir die Tiere um Uhr gesund und wohlauf übernehmen. Die Heimfahrt verlief ohne Zwischenfälle und um Uhr tranken wir bei mir zuhause erschöpft aber zufrieden ein steirisches Bier! Eine wundervolle Reise mit einmaligen Eindrücken von Thailand und der äußerst liebevollen Bevölkerung war zu Ende und ich hoffe, es war nicht die letzte zu Fritz und Prani! Prani, Fritz und Reinhold, ohne euch wäre das alles nicht möglich gewesen! Danke!!! m.p. Am Mittwoch fuhren wir nach Chiang Mai und erledigten die Formalitäten für den Export und machten dann eine kleine Tour durch Chiang Mai. Chiang Mai ist die Provinzhauptstadt der Provinz Chiang Mai und hat ca Einwohner und sicher mehr als 150 Tempel und Pagoden. Den Mittwoch ließen wir dann bei einem guten Chiang-Bier ausklingen. Am Donnerstag machten wir dann noch einige Besorgungen und gegen Uhr waren wir mit den Tieren (3 Paar Burmanicus, 1 Paar G.g.spadiceus und 1 Paar G.g.gallus) am Flughafen Chiang Mai, wo sie dann um Uhr die Reise antraten. Wir reisten dann um Uhr nach und pünktlich um Uhr hoben wir dann gemeinsam in einem Airbus A380 vom Flughafen Bangkok ab und landeten nach einem fast 12 stündigem Flug wohlbehalten am Freitag, gegen Ortszeit in Frankfurt. Oben: Gallus gallus gallus Unten: Gallus gallus spadiceus 8 Dezember 2014

9 Fotogalerie Thailand Dezember

10 Fotogalerie Thailand 10 Dezember 2014

11 Die Fasane Thailands Dezember

12 Bericht - Import Import! Einige werden sich denken: Schon wieder der mit seinen Importen! Es lässt sich nicht umgehen, ohne blutfremde Tiere die Arterhaltung weiter zu betreiben. Viele werden es schon versucht haben, neues Blut zu holen und sind dann wegen der Großen Auflagen gescheitert. Es geht nicht von heute auf morgen und die Kosten die dadurch entstehen wird eine Generation nie reinholen können. Das im Voraus. Der letzte Import, den wir gemacht haben, hat eine längere Vorgeschichte: Vor 5 Jahren besuchte ich Südostasien und lernte dadurch Fritz Esser kennen, dem ich behilflich war die Pfauenzuchtstation in Nord-Thailand aufzubauen. Durch Fritz Fritz bereitet die hatte ich die Transportkisten vor Gelegenheit mehrere Zuchtstationen von dort lebenden Hühnervögeln zu besichtigen und lernte auch viele Leute kennen, die mittlerweile Freunde sind, wie seine Frau Prani. Da diese Leute auch interessiert waren, Fasane, die in Thailand nicht leben, zu halten und zu vermehren, habe ich denen verschiedene Fasanen Arten, die wir in Europa halten, nach Asien exportiert. Einige davon wurden von Prasch Manfred, Kohl Martin, Posch Karl, Dieter Arnolds und Martin Zotter, gratis zur Verfügung gestellt. Mittlerweile haben sich die Tiere vermehrt und die Leute haben es ermöglicht, heimische Tiere von Thailand zurückzugeben, wobei Fritz Esser die treibende Kraft war. Um den ganzen Vorgang zu dokumentieren würde ich den Rahmen der WPA News sprengen. Am Freitag, kamen in Wien von der USA, 7:7 Präriehühner, 3:1 Fichtenwaldhünner und 1:1 Spitzschwanzhühner an, die Manfred und Resi Prasch und ich am Flughafen Wien in Empfang genommen haben. Am Sonntag, dem fuhren Manfred Prasch und ich mit dem Auto nach Frankfurt und flogen mit der Thai Air nach Chiang Mai und kamen am Freitag wieder in Frankfurt an - mit 3: 3 Prani versorgt die Tiere mit Papayas Hume Burmanicus und 1:1 Gallus gallus und 1:1 Gallus spadiceus. Nach der problemlosen Veterinär- und Zollkontrolle, dank der perfekten Papiere die Reinhold Bauer erledigt hat, haben wir die Heimreise angetreten. 12 Dezember 2014

13 Bericht - Import Unser Vorhaben ist, für die wunderbaren F- 1 Spezies Zuchtbuch zu führen und so zur Arterhaltung beizutragen. Einen besonderen Dank möchte ich all denen aussprechen die geholfen haben so ein Projekt zu verwirklichen. Um einige zu nennen: Dan & Seline Snyder USA Fritz Esser Prani Pannoi Mr. Klinsak Mr. Jamp Veterinäramt Chiang Mai Thai Air Cargo Veterinär Flughafen Frankfurt Zollamt Frankfurt Reinhold Bauer Veterinär Feldbach: Frau Freiberger Frau Pucher- Leitgeb Dr. Klauber Dr. Novosel Tierschutz Graz Dr. Turk Manfred Prasch der 50% der Kosten übernommen hat und mitgeflogen ist. Bruder Otto der in all der Zwischenzeit meine Tiere versorgt hat und nicht zuletzt Neffe Mario der immer meine Sorgen geduldig angehört hat. Franz Letzte Vorbereitungen Bereit für den Abflug nach Europa Endlich kommen die Tiere aus dem Cargo Frankfurt Eine letzte Unterschrift und dann ab nach Hause! Dezember

14 Der Humefasan Der Humefasan (Syrmaticus humiae) Gibt es eine Unterart? Der amerikanische Ornithologe Charles William Beebe ( ) beschreibt in seinem Buch A Monograph of the Pheasants, den Hume-Fasan in zwei Arten, nämlich die Nominatform, Syrmaticus humiae humiae (Zeichnung links oben) und Syrmaticus humiae burmanicus (Zeichnung rechts oben). Darin beschreibt er auch verschiedene Vorkommensgebiete, die sich nicht überschneiden dürften. Syrmaticus.h.humiae: Nordostindien von den Bundesstaaten Manipur, Mizoram bis in den Chin-Staat im westlichen Myanmar - in der Karte unten das rote Gebiet. Syrmaticus h. burmanicus: Südwest-China über Teile Yunnans und Guangxis in den Norden Myanmars und nach Thailand hinein - in der Karte unten das blaue Gebiet. 14 Dezember 2014

15 Der Humefasan Wir stellen nun einige Fotos von Fasanen aus europäischen Volieren den Tieren aus Thailand als Diskussionsgrundlage gegenüber. Hume aus Europa Hume aus dem Thailand Import Dezember

16 Hühnervögel - Die Serie Die Hühnervögel Galliformes Die Serie von David & Melanie Fürstaller Teil 6f Eigentliche Fasane-Phasianidae Die Eigentlichen Fasane bilden eine aus 38 Gattungen mit 155 Arten und 399 Unterarten bestehende Familie, die ausschließlich in der Alten Welt vorkommen. Da die Eigentlichen Fasane so komplex sind werde ich sie in mehrere Teile aufteilen und fahre mit der nächsten Gattung und 22 Arten fort. Waldrebhühner: Diese, in der Größe zwischen Wachtel und Rebhuhn stehenden Urwaldhühnchen sind anatomisch durch eine am oberen Rand der Augenhöhle sitzende Reihe rundlicher Knochen charakterisiert, eine Besonderheit, die von Hühnerartigen sonst nicht bekannt ist. Der sporenlose Lauf ist im Verhältnis zum Körper länger als bei Rebhühnern und Frankolinen. Die langen Vorderzehenkrallen sind wenig gebogen, oft fast gerade, während die Hinter-Zehen-Kralle sehr kurz und klein ist. Eine ausgedehnte nackte Orbitalhaut umgibt die Augen, während die nur spärlich befiederte rote Kehlhaut im Ruhezustand zwischen dem Kinngefieder verborgen, erst beim Rufen gedehnt und sichtbar wird. Am kurzen runden Flügel ist die 1. Handschwinge nur so lange wie die 8. und 10., die 4. und 5. am längsten. Der aus 14 weich strukturierten Federn bestehende kurze Schwanz ist etwa halb so lang wie der Flügel und wird beim lebenden Vogel abwärts und schräg nach vorn getragen. Die Geschlechter sind wenig oder gar nicht verschieden gefärbt. Waldrebhühner sind monogam und beide Geschlechter an der Küken-Aufzucht beteiligt. Die Gattung besteht aus 22 Arten mit zahlreichen Subspezies, die über Tropenwälder der hinterindischen und indonesischen Region mit Ausläufern bis zum Himalaya sowie nach Südchina einschließlich Taiwans verbreitet sind. 16 Dezember 2014

17 Hühnervögel - Die Serie 80 Hügelhuhn Arborophila torqueola 5 millardi (Stuart Baker, 1921) torqueola (Valenciennes, 1826) interstincta (Ripley, 1951) batemani (Ogilvie Grant, 1906) griseata (Delacour & Jabouille, 1930) Verbreitung: Die Himalayaketten in Lagen zwischen 1500 und 3600m, gelegentlich bis 4200 m in Indien von Gerwhal im Westen ostwärts Nepal, Sikkim, Bhutan, Assem, West und Nord Burma, Vietnam in Nodwest- Tongking, China in Süd-Tibet, Nodwest-Jünnan und Südwest-Szetschuan; Wildpopulation: nicht erfasst; Gehege: das mit dem Fukien- Waldrebhuhn wohl am häufigsten gehaltene Waldrebhuhn; Gelege: 3-9 Eier werden 24 Tage bebrütet; 81 Boulton- Hügelhuhn Arborophila rufipectus (Boulton, 1932) Verbreitung: Pin Shan und Ta Cho Fu in Süd- Szetschuan und Yünnan; Wildpopulation: ca Tiere; Gehege: nichts bekannt; Gelege: 3-6 Eier sonst nichts bekannt; STARK GEFÄHRDET 82 Rotbrust- Waldrebhuhn Arborophila mandellii (Hume, 1874) Verbreitung: Bergketten nördlich des Brahmaputra in Sikkim, Bhutan, Assem ostwärts bis nach Arunachal Pradesh sowie Südost-Tibet; Wildpopulation: ca Tiere; Gehege: Tiere in Europa gehalten, sonst nichts bekannt; Gelege: nur ein Nest gefunden mit 4 Eiern; GEFÄHRDET Dezember

18 Hühnervögel - Die Serie 83 Fukien-Waldrebhuhn Arborophila gingica 2 guangxiensis (Zhou Fang & Jiang Ai-Wu, 2008) gingica (Gmelin, 1789) Verbreitung: Südost-China in Zentral Fukien, Nord- Kwangtung und Yao Shan in Kwangsi; Wildpopulation: ca Tiere; Gehege: das mit dem Hügelhuhn am meisten gehaltene Waldrebhuhn; Gelege: ca 5-7 Eier werden 24 Tage bebrütet; POTENZIELL GEFÄHRDET 84 Rotkehl-Waldrebhuhn Arborophila rufogularis 6 rufogularis (Blyth, 1850). intermedia (Blyth, 1856) tickelli (Hume, 1880) euroa (Bangs & Phillips, 1914) guttata (Delacour & Jabouille, 1928) annamensis (Robinson & Kloss, 1919) Verbreitung: Himalayagebiet Indiens von Kumaon im Westen ostwärts Garwhal, Nepal, Sikkim, Assem in Berglagen zwischen 1000 und 2400 m, Manipur, Chittagong, Burma in Lagen von 600 bis 1800 m, Nordwest- Thailand, Vietnam in Mittel- und Süd Annam sowie Nordwest- Tongking, Nord- und Mittel- Laos, in China Nordwest- und Süd Yünnan; Wildpopulation: nicht erfasst; Gehege: bis mind im Londoner Zoo, 1928 in Cleres und Tiere in Asien gehalten, seit dem nichts bekannt; Gelege: 4-8 Eier werden Tage bebrütet; 85 Weisswangen-Waldrebhuhn Arborophila atrogularis (Blyth, 1850) Verbreitung: Assam, Bangladesch und Wildpopulation: nicht erfasst; Gehege: 1906 im Berliner Zoo und 1910 im Londoner Zoo, sonst nichts bekannt; Gelege: 3-7 Eier sonst nichts bekannt; POTENTIELL GEFÄHRDET 18 Dezember 2014

19 Hühnervögel - Die Serie 86 Taiwan- Waldrebhuhn Arborophila crudigularis (Swinhoe, 1864) Verbreitung: Insel Taiwan; Wildpopulation: ca Tiere; Gehege: soll 1988 mit 44 Exemplaren im Londoner Zoo vertreten gewesen sein, auch in Europäischen Privatanlagen, ich habe bis jetzt noch keine gesehen und es sind mir auch keine Haltungen bekannt; Gelege: 6-8 Eier werden Tage bebrütet; 87 Hainan- Waldrebhuhn Arborophila ardens (Styan, 1892) Verbreitung: Bergwälder der zur VR China gehörenden Insel Hainan im Golf von Tongking; Wildpopulation: nicht erfasst; Gehege: keine Haltungen bekannt; Gelege: nichts bekannt; GEFÄHRDET 88 Java-Waldrebhuhn Arborophila javanica 3 javanica (Gmelin, 1789) bartelsi(siebers, 1929) lawuana (Bartels, 1938) Verbreitung: West- und Mittel- Java Wildpopulation: nicht erfasst; Gehege: gelegentlich gehalten und war schon in vielen Europäischen Zoos vertreten unter anderem in Walsrode; Gelege: 3-4 Eier werden ca. 24 Tage bebrütet; Dezember

20 Hühnervögel - Die Serie 89 Malaien-Waldrebhuhn Arborophila campbelli (Robinson, 1904) Verbreitung: Berge von Peninsular Malaisien; Wildpopulation: nicht erfasst; Gehege: keine Haltungen bekannt; Gelege: 2-4 Eier sonst nichts bekannt; 89a Orangebrust-Waldrebhuhn Arborophila rolli (Rothschild, 1909) Verbreitung: Batak Hochland in Nord- Sumatra; Wildpopulation: nicht erfasst; Gehege: keine Haltungen bekannt; Gelege: 2-4 Eier sonst nichts bekannt; 89b Sumatra-Waldrebhuhn Arborophila sumatrana (Horsfield, 1821) Verbreitung: Zentral und Süd- Sumatra; Wildpopulation: nicht erfasst; Gehege: sehr selten gehalten, evtl. noch im Zoo Pilsen vorhanden; Gelege: 2-4 Eier sonst nichts bekannt; 20 Dezember 2014

21 Hühnervögel - Die Serie 89c Weißgesicht-Waldrebhuhn Arborophila orientalis (Horsfield, 1821) Verbreitung: Berge von Ost- Java; Wildpopulation: nicht erfasst; Gehege: Kölner Zoo bis 2004, Dvur Kralove Zoo in Tschechien und bis ca in Walsrode; Gelege: 2-4 Eier sonst nichts bekannt; GEFÄHRDET 90 Braunbrust-Waldrebhuhn Arborophila brunneopectus-3 brunneopectus (Blyth, 1855) henrici (Oustalet, 1896) albigula (Robinson & Kloss, 1919) Verbreitung: Burma, Südwest- China, Nordwest- und Südwest Thailand, Laos, Vietnam; Wildpopulation: nicht erfasst; Gehege: wird in den letzten Jahren immer wieder gehalten und müssten auch noch im Zoo Pilsen und Prag vorhanden sein; Gelege: ca 4 Eier sonst nichts bekannt; 91 David-Waldrebhuhn Arborophila davidi (Delacour, 1927) Verbreitung: Süd- Vietnam; Wildpopulation: nicht erfasst; Gehege: keine Haltungen bekannt; Gelege: nichts bekannt; POTENZIELL GEFÄHRDET Dezember

22 Hühnervögel - Die Serie 92 Kambodscha-Waldrebhuhn Arborophila cambodiana 3 diversa (Riley, 1930) chandamonyi (J. C. Eames et al.,2002) cambodiana (Delacour & Jabouille, 1928) Verbreitung: Kambodscha, Südost- Thailand; Wildpopulation: nicht erfasst; Gehege: Tiere in Europa gehalten, sonst nichts bekannt; Gelege: nichts bekannt; 93 Borneo-Waldrebhuhn Arborophila hyperythra (Sharpe, 1879) Verbreitung: Nord- Borneo; Wildpopulation: nicht erfasst; Gehege: 1982 im Vogelpark Walsrode, sonst nichts bekannt; Gelege: nichts bekannt; 94 Rotschnabel-Waldrebhuhn Arborophila rubrirostris (Salvadori, 1879) Verbreitung: Gebirgswälder Nord- und Mittel- Sumatras; Wildpopulation: nicht erfasst; Gehege: nichts bekannt; Gelege: nichts bekannt; 95 Grünfuß-Waldrebhuhn Arborophila chloropus 6 chloropus (Blyth, 1859) peninsularis (Meyer de Schauensee, 1941) olivacea (Delacour & Jabouille, 1928) merlini (Delacour & Jabouille, 1924) vivida (Delacour, 1926) cognacqi (Delacour & Jabouille, 1924) 22 Dezember 2014

23 Hühnervögel - Die Serie Verbreitung: Nord- Burma ostwärts bis nach West- und Süd- Thailand, Süd-China, Laos, Kambodscha und den Süden der VR. Vietnam; Wildpopulation: nicht erfasst; Gehege: bis 1945 im Berliner Zoo, bis 1936 im Tiergarten Schönbrunn und mehrfach in Cleres ; Gelege: nur ein Nest mit 3 Eier gefunden; 96 Tonkin-Waldrebhuhn Arborophila tonkinensis (Delacour, 1927) Verbreitung: Nord- Vietnam ; Wildpopulation: nicht erfasst; Gehege: 1927 in Cleres, sonst nichts bekannt; Gelege: nicht bekannt; 97a Sabah-Waldrebhuhn Arborophila graydoni (Sharpe & Chubb, 1906) Verbreitung: Sabah in Nordost-Borneo ; Wildpopulation: nicht erfasst; Gehege: 1959 im Londoner Zoo, 1992 im Hamerton Zoo in England gehalten, sonst nichts bekannt; Gelege: nicht bekannt; 97 Charlton-Waldrebhuhn Arborophila charltonii 2 charltonii (Eyton, 1845) atjenensis (Meyer de Schauensee & Ripley, 1940) Verbreitung: Süd- Thailand, Norden der VR- Vietnam, Südwesten der VR-China in Süd- Yünnan, Indonesien in Nord-Sumatra und Borneo ; Wildpopulation: nicht erfasst; Gehege: 1912 im Londoner Zoo und bis 1939 im Natura Artis Magistra in Amsterdam sonst nichts bekannt; Gelege: nicht bekannt; GEFÄHRDET Dezember

24 JHV - Dublin WPA UK Jahrestagung vom 19. bis 21. September 2014 in Dublin - Irland Vom 19. bis 21. September lud die WPA United Kingdom zur Jahreshauptversammlung nach Dublin. Da wir schon einige Versammlungen der WPA UK nicht besucht hatten, beschlossen wir, heuer daran teilzunehmen. Das City North Hotel in Dublin Weitläufige Anlage bei David Campion Am 18. September gings dann los: Franz Prisching, Resi, Sohn Harald und ich flogen ab Wien mit einem Zwischenstopp in München nach Dublin. Nach der Ankunft gegen Uhr Ortszeit im City North Hotel (eine Stunde vor der MESZ) begaben wir uns in das Hotelrestaurant. Das Guinness beim sehr schmackhaften Abendessen hat uns sofort gemundet und so wurden es dann im Gespräch mit den schon anwesenden Freunden aus England einige mehr. Gegen Mitternacht beendeten wir die Kamingespräche dann und begaben uns zur Ruhe. Am Freitag genossen wir das sehr gute irische Frühstück und plangemäß brachen wir dann gegen Uhr mit einem Bus auf um die Anlage von Donal Campion in 24 Dezember 2014

25 JHV - Dublin David Campion, der Organisator der Tagung Billy Wilson und der Vorsitzende der WPA UK Keith J. Watson Kilkenny zu besuchen. Nach einer gut zweistündigen Busfahrt kamen wir dann bei einer sehr weitläufigen Anlage mit einer riesigen Artenvielfalt an. Neben Kranichen und einer Vielzahl an Wassergeflügel konnten wir auch Swinhoe-Fasan Henne mit weißen Schwanzfedern bei David Campion einige Fasanarten bewundern. Hier tummelten sich neben weißen und braunen Ohrfasanen, Königs- und Swinhoefasanen, auch Pfauentruthühner und verschiedene andere Hühnervögel. Auch beschäftigt sich Oben: Gemütliches Mittagessen auf Einladung der Familie Campion Unten: Leiter des Tayto-Parks Oben: Teichanlage bei David Campion Unten: Volierenanlage im Tayto-Park Dezember

26 JHV - Dublin Anlage mit über 250 Volieren bei Tommy Haran Einladung der Familie Haran zum Lunch Donal Campion mit der Zucht von Jagdfasanen, von denen er sicher einige hundert hält. Nach einem Rundgang durch die Anlage wurden wir von der Familie Campion auf ein verspätetes Mittagsbuffet mit Kuchenvariationen eingeladen. Nach der Stärkung gings nochmal durch die Anlage und gegen Uhr verabschiedeten wir uns von der Familie Campion und traten die Rückreise in unser Hotel an. Nach einem Dinner besprachen wir den Tag in gewohnter Runde bei gutem Guiness Bier bis in die frühen Morgenstunden. Am Samstag stand dann der Tayto Park in Ashbourne auf dem Programm. Beim Tayto Park handelt es sich um einen Familienund Erlebnispark - man findet hier aber auch einiges an Tieren. Aber auch einige Fasanarten konnten wir in den neu errichteten, großzügig angelegten Volieren bewundern. Während die meisten der Teilnehmer einen geführten Rundgang durch den Park unternahmen, wurde im Konferenzraum des Parks die 145. Sitzung des WPA Kollegiums abgehalten. Hier wurden allgemeine Belange, die WPA-International betreffend, besprochen. Auch hier wurden wir alle von der Parkführung wieder zum Lunch im Parkrestaurant eingeladen. Am Nachmittag fand dann die offizielle Jahreshauptversammlung der WPA UK statt. Hier referierten unter anderen auch James Pfarr, Autor des Edelfasanbuches, über verschiedene Arten und Unterscheidungsmerkmale bei Fasanen und Eric Callaghan der Universität Dublin über einen Besuch in Sri Lanka. Nach dem Vortragsprogramm gings dann Strichelfasan-Henne bei Tommy Haran 26 Dezember 2014

27 JHV - Dublin Cabot bei Tommy Haran Die deutsch-österreichische Reisegruppe! Muss bei einem Dublin Besuch dabei sein: wieder zurück zum Hotel zu einem Gala Dinner mit einigen sehenswerten Einlagen einer volkstümlichen Tanzgruppe. Und den üblichen Kamingesprächen... Am Sonntag besuchten wir dann die gleich in der Nähe des Hotels liegenden Anlagen von Tommy Haran. Die Artenvielfalt an Fasanen, Perlhühnern Pfauen und Truthühnern war in dieser Anlage beispiellos. Allein 239 Volieren waren durchnummeriert, wobei sicher noch 30 mehr auf dem Anwesen zu finden waren. Alles was derzeit an Fasanen auf dem Festland auch gehalten wird, war hier zu bewundern. So ließen wir uns von Tommy durch seine Anlage führen, was ja bei dieser Größe den halben Tag beanspruchte. Zu Mittag war für das Dinner ein Zelt aufgebaut und wir waren die Gäste der Familie Haran. Am Nachmittag wurden die Eindrücke noch vertieft und so ging ein herrlicher Tag zu Ende. Die Anlage von Tom- The Temple Bar my Haran war sicherlich der Höhepunkt der Reise und hat bei uns allen einen bleibenden Eindruck hinterlassen! Nach der Rückkehr ins Hotel unternahmen wir noch mit einigen deutschen Freunden einen Ausflug in die Innenstadt von Dublin. Bei einem guten Abendessen und einigen Guiness konnten wir noch einige Eindrücke vom abendlichen Leben in Dublin mit nach Hause nehmen. Wir bedanken uns bei der WPA UK für die Einladung zur Tagung und vor allem für die fürsorgliche Betreuung durch Billy Wilson und Tommy Haran! Den Familien Campion und Haran bzw. dem Tayto Park danken wir für die freundliche Aufnahme und großzügige Gastfeundschaft! Wir freuen und schon auf ein nächstes Treffen der WPA UK und würden uns freuen, auch unsere irischen Freunde in Österreich begrüßen zu dürfen! m.p. Dezember

28 Tagungssplitter Dublin Tagungssplitter 28 Dezember 2014

29 Tagungssplitter Dublin Dezember

30 Mitgliedertreffen Eine gelungene Überraschung oder Mitgliedertreffen der WPA Österreich von Wolfgang Vandrey Am lud der Vorsitzende der WPA Österreich um Uhr zum Stranz nach Uhr beim Rechberger in Kaindorf. Erstmal ein Bierchen und für den Blutdruck 2 Obstler! Nun teste ich die Überraschung. Anruf bei Manfred: Hallo Manfred, ich lade dich auf ein Bier ein! Antwort: Ja ger- v.l.: Albert God, Rene Felix, Franz Stöhr, Hans Brunnhofer; v.r.: Reinhold Stranz, Walter Haring, Franz Prisching ne, wir sehen uns ja in Rietberg! Nee, ich dachte, du kommst jetzt vorbei..., Wo bist du? Im Hotel in Kaindorf! - Kurzes betretenes Schweigen Ich bin mit Resi zum Grillen beim Sohn! Manfred mag nicht, wenn er von anderen überrascht wird, denke ich! Grambach bei Graz zu einem gemütlichen Zusammensein ein - als kleiner Ersatz für die Jahreshauptversammlung, die das nächste Mal wieder 2015 stattfindet. Die WPA Österrich hat zur Zeit 80 Mitglieder, davon ca. 15 aus Deutschland und der Schweiz. Also denke ich mir, da fliegst du hin - ohne Ankündigung! Da Graz nicht unbedingt zu den Weltstädten zählt (aber sehr schön ist), gab es von Berlin nur am Donnerstag einen Direktflug.. So ging es mit einem Freund zum Flughafen Berlin-Tegel. Auf der halben Strecke auf der Autobahn war Schluss - brennender LKW, Vollsperrung - Stau! Bei der Ankunft am Flughafen sahen wir nur noch den Flieger wegfliegen - für mich galt aber: Nicht aufgeben, die Freunde warten! Neubuchung nach Wien mit neuerlicher Bezahlung und um Uhr gings dann los. In Wien bin ich gut angekommen, aber der Mietwagen war ja für Graz gebucht! Also nochmal umbuchen und dann auf Richtung Graz. Nach 160 km Fahrt Ankunft um v.l.: Martin Zotter und Josef Lachnit mit Gattin, Resi, Gerhard Flois, Wolfgang Vandrey 30 Dezember 2014

31 Mitgliedertreffen Nächster Anruf bei Martin Zotter. Und Martin war mit Rosi auf der Kirmes, was man im Hitergrund gut hören konnte! Ich trinke noch einige Bierchen und Obstler mit der Chefin vom Rechberger und wer steht in der Tür? Manfred und Resi! Es folgte ein herzlicher und schöner Abend! Am Freitag spannte ich aus: Tolles Mittagessen bei Resi und ein schöner Abend bei Rosi und Martin und zwischendurch einige Exkursionen. Am Samstag sah ich mir die Edelfasananlage bei Josef Auner an. Da hat er wirklich etwas ganz Tolles für die Tiere geschaffen - man merkt, diese Tiere hat er gern! Ohne Navi zurück nach Kaindorf auf einen erholsamen Mittagsschlaf. Um Uhr holten Resi und Manfred mich ab. Weiße Haare habe ich schon, aber Resi ist eine ernste Konkurrenz für Sebastian Vettl! Bei Stranz Reinhold haben wir uns dann die immer wieder schöne Anlage angesehen; sowohl die Pflanzen als auch die Papageien, Kraniche, Fasane und Tauben - alles passt! Es folgte eine herzliche Begrüßung der anderen 15 anwesenden Mitgleider, die Beteiligung fand ich etwas schwach: 15 zu 80!! Erstaunt war ich über das Kommen von Siero und Rene, sowie Herrn Albert God. Auch sie hatten einen sehr weiten Weg! Nun wurde natürlich gefachsimpelt, Nachzuchtergebnisse wurden ausgetauscht und andere persönliche Dinge. Alles, wie es eben so ist. Die Brettljause hat sehr gemundet. Die Getränke waren nicht so mein Fall - sie förderten mein Sodbrennen, so dass ich Resi und Manfred gegen Uhr bat, in Kaindor einzukehren, um mit einem Bierchen den Abend ausklingen zu lassen. Hans Brunnhofer, wie immer gut gelaunt! Gerhard Flois mit Siro Serena als aufmerksamen Zuhörer Ich glaube alle Anwesenden haben sich sehr wohl gefühlt, aber aus Achtung vor den Organisatoren und der Sache hätten schon einige Mitglieder mehr teilnehmen können! Am Sonntag trat ich meine Heimreise an. Der Flughafen Graz ist ja sehr übersichtlich. Die Suche nach der Luke zur Abgabe der Kfz-Unterlagen vom Mietwagen von EURO- CAR hätte aber jeden Pfadfinder ins Schwitzen gebracht! Dann sah ich den Flieger - eine Propellermaschine, klein, aber laut und sicher. So landete ich wohlbehalten in Berlin. Vielen Dank, liebe österreichischen Zuchtfreunde. Ich bin gern bei euch. Und solange Gesundheit und Portemonaie mitspielen, werde ich wieder kommen! Dezember

32 JHV - Tschechien WPA Tschechische Republik und Slowakei lud zur Jahreshauptversammlung 2014 vom 16. bis 17. August nach Sternberk und Olmütz Šternberk Im Juni erhielten wir die Einladung zur ersten Jahreshauptversammlung der WPA-Tschechien und Slowakei, vom 16. bis 17. August 2014 nach Sternberk. Nachdem wir schon bei der Gründungsversammlung im September des Vorjahres vertreten waren, durften wir natürlich jetzt auch nicht fehlen. Nach einem kurzen Rundruf wars fix: Petra und Josef Auner, Franz Prisching, Martin Zotter, Resi und ich meldeten unseren Besuch an! Wir starteten am 16. August, um Uhr in Gleisdorf und nach einer problemlosen Fahrt über Brünn und durch die schönen Landschaften Osttschechiens landeten wir um Uhr in Sternberk. Nach einem ausgiebigen Frühstück, zu für uns ungewohnt niedrigen Preisen, gings dann im Konvoi ungefähr 15 Kilometer südlich zum Zoo Olomouc. Der Zoo Olomouc begann in den frühen fünfziger Jahren mit der Haltung von Rot- und Rehwild, Wellensittichen, Pfauen und Fasanen. Immer wieder wurde über die Errichtung eines echten Zoos nachgedacht und so begann man mit dem Bau und 1956 konnte dann die Eröffnung stattfinden. Auf Die österreichische Reisegesellschaft: v.l. Resi und Manfred Prasch, Petra und Josef Auner, Franz Prisching und Martin Zotter Der Vorsitzende der WPA Tschechien und Slowakei: Ing. Jiri Mrnka 32 Dezember 2014

33 JHV - Tschechien den ca 45 Hektar werden verschiedene Wildtiere (Wölfe, Dachse, Wildkatzen, Rotwild, glieder der WPA-Tschechien und Slowakei erschienen! Eine solche Teilnehmeranzahl würde ich mir auch mal bei einem Treffen in Österreich wünschen!!! Der erste Vortrag durch Adam BURA befasste sich mit dem 5000er Goldfasanenprojekt. Die WPA-Tschechien und Slowakei Adam Bura referierte über das 5000er Goldfasanenprojekt Petr Rejzek erläuterte die Situation der Rebhühner in Tschechien nimmt sehr engagiert an dem Projekt teil und hat durch Tierimporte aus Belgien und Deutschland genetisch sehr wertvolle Zuchtstämme dieser schönen Fasanenart aufgebaut. Im zweiten Beitrag erläuterte der Vorsitzende Ing. Jiri MRNKA das Edwardsfasanenprojekt, an dem die WPA-Tscheschien und Slowakei auch aktiv teilnimmt und es auch finanziell unterstützt. Hoffentlich war der Vortrag besser als das Foto: Manfred Prasch mit seinen Weißhaubenfasanen Steinwild, versch. Antilopenarten) wie auch Gänse, Enten und Tauben (Hühnergänse, Rostgänse, Pfaue etc.) einige Affenarten (Paviane, Makaken, Rhesus-Affen, Kapuzineraffen etc.) gehalten. Nach der offiziellen Begrüßung der Tagungsteilnehmer und der österreichischen Gäste durch den Vorsitzenden Ing. Jiri Mrnka begann das Vortragsprogramm. Zur Tagung waren 29 der insgesamt 31 Mit- Das Spanferkel war schon eine tolle Sache Im dritten Beitrag beschäftigte sich Petr RE- JZEK äußerst engagiert mit einem Zuchtprojekt für Rebhühner und deren Brutverhalten. In einem ausführlichen Vortrag wurde die Situation der Rebhühner in Tschechien (auch Dezember

34 JHV - Tschechien Hühnergänse im Zoo Olmütz nicht sehr rosig), deren Vorkommen und die Maßnahmen zur Hebung des Bestandes in der Wildnis erläutert. Bedrich Gavenda, 2. v. l., führt durch seine Anlage Schwarzfasangruppe ist hier fast überhaupt nicht vertreten. Deshalb war es für Franz, Martin und mich eine wertvolle Gelegenheit, Anmutiger Serval im Zoo Olmütz Im Anschluss an die drei Vorträge im Tagungsraum des Zoos Olomouc erfolgte ein geführter Zoorundgang. Der Zoodirektor erklärte die Anlagen und nach einem eineinhalbstündigen Rundgang trafen wir wieder im Tagungsraum ein. Ich durfte dann über Ersuchen des Vorsitzenden Ing. Jiri Mrnkaeinen Vortrag über die Schwarz- und Silberfasane halten. In einer Powerpoint Präsentation versuchte ich die Lust an der Haltung dieser schönen und einfach zu züchtenden Arten zu wecken. Wie ich bei meinen Besuchen in Tschechien selbst festgestellt hatte, befinden sich in den Anlagen der tschechischen und slowakischen Züchter mehr Cabot-Tragopane als Silberfasane. Die Goldfasan bei Bedrich Gavenda das Bewusstsein für diese schönen und anmutigen Vögel zu wecken. Im Vortrag ging ich besonders auf jene Arten ein, die sich in den österreichischen Volieren befinden. Wir hoffen, dass sich der eine oder andere Züchter bei unseren Nachbarn bereit erklärt und 34 Dezember 2014

35 JHV - Tschechien Temminck-Tragopan in der Anlage von Bedrich Gavenda die eine oder andere Art in seine Volieren setzt! Nach dem Vortrag gings zurück nach Sternberk und es wartete ein Vortrag von Bedrich GAVENDA. Während sich das Spanferkel auf dem Grill drehte, drehte sich im Saal natürlich alles um Fasane. Bedrich gab einen Überblick in Wort und Bild über alle aktuell in menschlicher Obhut gehaltenen Fasanarten. Nach diesem sehr aufschlussreichen Vortrag gings dann ans Schwein. Das sehr gut, kräftig und scharf gewürzte Ferkel animierte uns natürlich zum Genuss des einen oder anderen tschechischen Bieres. Zu späterer Stunde startete Jiri dann noch Seltene Nepaltauben in der Anlage von Milan Dlabek einen Vortrag über das Brut- und Balzverhalten der Blutfasane. Seine sehr interessanten Ausführungen, es war schon gegen Mitternacht und das würzige Fleisch wurde weiter mit Bier neutralisiert, wurden aber nur mehr teilweise aufgenommen. Die Folgen des anstrengenden Tages waren unübersehbar! Nach dem Gute-Nacht-Bier gings dann in den ersten Stock - Erholung für Sonntag war angesagt. Nach einem üppigen Frühstück brachen wir zur Besichtigungstour auf. Der erste Besuch führte uns zu Bedrich Gavenda. Hier konnten wir in einer sehr naturbelassenen Anlage verschiedene Taubenund Fasanenarten bewundern. Milan Dlabek Bohumil Bruza Dezember

36 JHV - Tschechien Den Abschluss bildete der Besuch bei Bohumil Bruza. Hier erwartete uns eine weiträumige und tolle, sehr gepflegte Anlage mit einer großen Vielfalt an Fasanen. Auch hier wurden wir sehr herzlich empfangen und bewirtet. Am frühen Nachmittag traten wir dann voller neuer Eindrücke die Heimreise an. Garten- und Volierenanlage bei Bohumil Bruza Aufgrund unseres zeitlichen Rahmens konnten wir uns nicht wirklich lange aufhalten und nach Kaffee und Kuchen gings weiter zu Milan Dlabek. Eine in den Hang gebaute Anlage mit einigen Fasanen- und sehr vielen Taubenarten war zu bewundern. Wir danken der WPA-Tschechische Republik und Slowakei, vor allem dem Vorsitzenden Ing. Jiri Mrnka, für die Einladung zur Jahreshautpversammlung und für den gemütlichen Züchterabend. Ein Danke auch an die gastfreundlichen Züchter, die uns mit ihrem Engagement für die Fasane begeisterten. Die WPA-Österreich freut sich, unsere tschechischen und slowakischen Freunde bei einem Treffen in Österreich begrüßen zu dürfen! m.p. Weißhaubenfasane Kaffeepause bei Bohumil Bruza Elliotfasan Diamantfasan 36 Dezember 2014

37 JHV - Deutschland Jahreshauptversammlung der WPA - Deutschland 4. bis 7. September 2014 in Rietberg immer herzlichen Empfang folgte ein Rundgang durch die einzigartige Anlage. Nicht nur die Volieren und die Vögel begeistern hier jedesmal, nein, auch die geschnittenen Buxbäume sind jeder ein Kunstwerk für sich! Nach einem vorzüglichen Abendessen von Maria gingen wir dann nach dem anstrengenden Tag gleich einmal ins Bett. Am Freitag besuchten wir eine Blumenhandlung in Holland und zu Mittag waren wir dann Oben: Maria und Hubert Jütten; Unten: Die Reisegesellschaft Vom 5. bis 7. September fand die diesjährige Jahreshauptversammlung der WPA - Deutschland in Rietberg statt.natürlich war es für uns, das waren Franz Prisching, Martin Zotter, Resi und ich, eine Pflicht daran teilzunehmen. Schon beim West-Treffen in Kaevelaer hat uns Hubert Jütten eingeladen, einen Tag vorher anzureisen und ihn zu besuchen. Dieser Einladung kamen wir natürlich gerne nach und so starteten wir schon am 4. September in den frühen Morgenstunden. Auf der Strecke mussten wir wieder Tiere übergeben und nach einem Kurzbesuch bei Heiner Jacken trafen wir gegen uhr bei Hubert und Maria Jütten in Birgden ein. Nach dem Oben: Gartenanlage bei den Jüttens; Unten: Salvatorifasan-Henne bei Erlei Dezember

38 JHV - Deutschland Von oben: Hubertus Erlei, Lothar Bunger, Ludger Bremehr pünktlich im Tagungslokal Gasthof Zum Toppe in Rietberg. Anschließend wurden die Tagungsteilnehmer in zwei Gruppen aufgeteilt und wir besuchten die Anlagen von Hubertus Erlei und Lothar Bunger. Beide Anlagen waren uns schon von früheren Besuchen bekannt, aber es gibt natürlich immer was Neues zu sehen und immer wieder viel zu besprechen. Bei Kaffee und Kuchen verging der Nachmittag wie im Flug und bei einem gemütlichen Beisammensein ließen wir den Tag im Toppe ausklingen. Am Samstag fuhren wir dann zur Lundi Farm. Hier erwartete uns wirklich eine Vielfalt an Vögeln ( Enten, Gänse, Fasane, Raufußhühner) - eigentlich alles was man sich so als Vogelliebhaber vorstellen kann. Da sich die Gesamtfläche auf ca 20 ha erstreckt, kann man sich die Neubau einer Voliere bei Erlei Volierenanlage bei Bremehr Innenansicht einer Voliere bei Lothar Bunger Dimensionen vorstellen. Nach einer sehr interessanten Führung durch den Inhaber der Anlage, Ludger Bremehr, gabs Kaffee und Kuchen. Zu früh mussten wir dann wieder zurück ins Tagungslokal! Nach dem Mittagessen erwartete uns das immer sehr umfangreiche und interessante Vortragsprogramm der WPA -Deutschland. Hier reichten die Vorträge von Wildtierhaltung und Artenschutz über diverse DNA Projekte bis zu den Edwardsfasanen im Zoo Hanoi. Anschließend stellte Stuart Wilson die legendäre Hokko-Anlage von Lopez in Mexiko vor. Nach Abschluss der Vorträge trafen sich noch einige Fokusgruppen zum Erfahrungsaustausch. Das gemütliche Beisammensein dauerte dann üblicherweise wieder ein bisschen länger. Am Sonntag machten wir uns dann schon zeitig auf den Heimweg, um unsere bestellten Wildputen noch unterbringen zu können. Wir danken der WPA - Deutschland für die gelungene Tagung und bei den Veranstaltern für die gastfreundliche Bewirtung! m.p. 38 Dezember 2014

39 Tagungssplitter JHV - Deutschland Dezember

40 Reisebericht Monor Handelsmarkt in Monor Mittelungarn Unter den Kleintierhaltern ist der Handelsmarkt in Monor immer wieder ein Thema. Also beschloss ich, mir vor Ort ein Bild zu machen. Im August machten wir uns dann auf die 350 km lange Reise nach Ungarn. Martin Kohl mit Freundin und fast meine gesamte Familie fuhren die 4 Stunden im Konvoi. Bei Tagesanbruch am 10. August trafen wir in Monor ein. Der Markt wird auf einem weitläufigen Wiesengrundstück abgehalten. Was wir hier an Tiervielfalt bewundern konnten, war einmalig. Hier ist alles vertreten: Alles Federvieh, jegliche Art von Kleintieren und sogar Fische in einer Vielzahl von Arten. Natürlich dürfen die Händler mit Kleintierbedarf und Futtermittel nicht fehlen. Die Tierschutz und sonstigen Bestimmungen, die wir in unserer überregulierten EU gewohnt sind darf man hier einmal kurzzeitig vergessen - was ja auch einmal gut tut! Natürlich ist die Haltung, der Transport und die Darbietung der Tiere hier schon mal grenzwertig - trotzdem ist die Vielfalt und auch teilweise die Qualität der angebotenen Tiere von ansprechendem Niveau. Rein zufällig habe ich hier sehr schöne Nepalfasane gesehen. Mir ist es seit Jahren nicht gelungen, reine Nepal-Fasane zu bekommen. Der Nepal Fasan, den ich hier gesehen habe, entspricht absolut dem Arttypus mit seiner dunklen Erscheinung und der sehr dunklen Henne. Ich hoffe, wir können mit Hilfe der ungarischen Züchter wieder artenreine Stämme dieser Fasanart aufbauen. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass Monor immer einen Besuch wert ist. Diese Artenvielfalt an Kleintieren kann man nirgends sonst noch bewundern. Der Markt wird im März, April, Mai, August, September und Oktober jeweils am 2. Sonntag im Monat abgehalten. Die folgenden Fotos sollen ein paar Eindrücke vermitteln. m.p. 40 Dezember 2014

41 Fotogalerie Monor Dezember

42 Reisebericht Geel Ziergeflügelmarkt in Geel 25.Oktober 2014 Am 25. Oktober fand wieder der von Avionis International veranstaltete Ziergeflügelmarkt in Geel in Belgien statt. Auf diesem Markt trifft man natürlich Ziergeflügelfreunde aus ganz Europa und der Erfahrungsaustausch stand natürlich wieder im Vordergrund. Martin Kohl und ich verbanden diese Veranstaltung auch mit einem Besuch bei Peter Reinders in Vosberg. Der Hauptgrund der Reise war aber ein Transport einer Schwarzrückenfasanhenne von der Nachzucht 2013 zu Dirk Calebaut nach Schendelbecke. Dirk hat noch einen Althahn, der noch von Wauters abstammt. Die Henne legte heuer neun Eier, die aber, da sie mit ihrem Bruder zusammen in einer Voliere gehalten wurde, nicht erbrütet werden konnten. Wir versuchen nun gemeinsam, mit dem Althahn von Dirk und meiner Nachzuchthenne, dem Bestand der Schwarzrückenfasane wieder auf die Beine zu helfen. Vor der Heimfahrt besuchten wir noch den Händler Janssen in Bocholt. Die Artenvielfalt mit den tausenden Tieren ist auch immer wieder sehenswert! Einige Eindrücke von Geel und Janssen: 42 Dezember 2014

43 Reisebericht Geel Janssen - Bocholt Dezember

44 Sanitz - Bericht Edelfasanentreffen vom 3. bis 5. Oktober 2014 in Sanitz/Rostock Petrus war uns wohl gesonnen. Bereits am Donnerstag reiste Erwin Burghard, der Focus- gruppen- Chef, an. Er half mir am Freitag die letzten Vorbereitungen zu treffen. Neben den Unser liebenswerter Gastgeber: Fachgesprächen Wolfgang Vandrey und dem Erfahrungsaustausch stehen der Handel und der Tausch mit Tieren im Vordergrund. Etwa 20 Volieren waren für die Kurzzeitgäste vorbereitet und wurden auch befüllt. Im Laufe des Tages trudelten dann Peter Reinders (Niederlande), Rene Felix, Siro Serena (Schweiz), Jürgen Holzsteiner, S. Krüger (Bielefeld), Familie Wegner (Holstein), Familie Klockmann (Kl. Wesenberg), Josef Gehlmann (Dülmen-Mehrfeld), Roger (Erfurt), Rainer Gabrecht (Krakow am See) und Michael Groth aus Lütau ein. Besonders freute ich mich natürlich über Resi und Manfred Prasch, Martin Zotter aus Österreich sowie Petra Hajsmanova und Thomas Pec vom Zoo Pilsen (Tschechien). Bei herrlichem Sommerwetter wurde mit Kartoffelsalat und Schweinebraten ein gemütlicher, sehr langer Abend eingeleitet. Meine neuen Edelfasane von Peter Reinders und Josef Auner waren wohl untergebracht, die Zwischengäste ebenso. Nach einem zünftigen Frühstück am nächsten Morgen (Monika und meine Tochter Anja waren mit den Frauen nach Rostock- Warnemünde gefahren und verbrachten dort gemeinsam den Tag) erfuhren wir von Thomas Pec in einem sehr interessanten Vortrag Neues vom Formosa-Ringfasan und über die Gesamtsituation der Edelfasane in Brauner Ohrfasan bei Wolfgang Vandrey der Welt. Die Wichtigkeit unserer Arbeit und die Genauigkeit (z.b. Beringung) waren einer der herausgearbeiteten Schwerpunkte. Christian Möller und Jochen Friedrich waren kurz vor dem Vortrag angereist. Christian zeigte uns 40 Jahre alte Dias der in Gefangenschaft gehaltenen Unterarten der Edelfa- 44 Dezember 2014

45 Sanitz - Bericht sane. Siehe da, die sehen heute auch noch so aus. Lothar Schröder von der VZE aus Satow, er war nach dem Frühstück dazu gekommen, hörte sehr interessiert zu. Wie es so ist, verließen uns dann schon die ersten Gäste. Die Zeit geht einfach zu schnell um! Das gemeinsame Abendbrot am Grill, sowie Zwei Grillmeister Nach dem zünftigen Gulaschtopf besichtigten dann die Besucher die Anlage und die Ausstellung Hühnervögel der Welt. Schnell war so auch die Kaffeezeit herangerückt. Meine Mutter (mittlerweile 80jährig) hatte Pflaumenkuchen und zwei Obsttorten gebacken, die allen schmeckten. Pünktlich zum Kaffee kamen dann noch zwei Urgesteine der WPA zu uns, Adolf Meier und seine Frau aus Schwarme bei Bremen. Später sahen wir uns Impressionen über die Reise von Manfred Prasch und seiner Familie nach Irland zur Tagung der WPA-UK und den Anlagen, vor allem von Tommy Haran, an. Es war sehr interessant. Die gezeigten Tiere entsprachen aber nicht immer meinen Vorstellungen. Die Nachmittagsrunde frisch geräucherter Aal, Dorsch und Scholle waren so gut, dass der Abend sehr ruhig verlief. Sonntag früh wurden Tiere gefangen und dann, nachdem alle Autos startklar waren, Kirstin und Rainer Gabrecht ordentlich gefrühstückt. Die Frauen halfen Monika noch beim Aufräumen und um Uhr war es in Wendfeld wieder still... Liebe Zuchtfreunde, wir danken Euch für Euren Besuch! Christian Möller und Thomas Pec Monika und Wolfgang Vandrey Dezember