Multiple Sklerose. Inhaltsverzeichnis. Encephalomyelitis disseminata. Lisa Hinrichsen & Klaas Rackebrandt Nov. 2006

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1 Multiple Sklerose Encephalomyelitis disseminata Lisa Hinrichsen & Klaas Rackebrandt Nov Inhaltsverzeichnis 1. Einführung 2. Ätiologie 3. Risikofaktoren 4. Epidemiologie 5. Krankheitsbild 6. Befallene Stellen 7. Verlaufsformen 8. Symptome 9. Diagnostik 10. Therapie 11. Interferon als Botenstoff 12. Soziale Begleiterscheinungen 13. Ausblick 14. Quellen

2 1. Einführung Multiple = viele, Sklerose = Verhärtung Entzündliche Erkrankung des ZNS Gruppe der Entmarkungskrankheiten 2. Ätiologie Genaue Ursache noch nicht bekannt Wichtige Faktoren bei der Entstehung: Virusinfektion im Kindesalter Neuroallergische Hypothese Genetische Faktoren Myelinvulnerabilität Immunsystem spielt eine wesentliche Rolle

3 Stresssituationen 3. Risikofaktoren Schwankungen im Hormonhaushalt Infektionen Bestimmte aktive Impfungen sowie Desensibilisierungsbehandlungen bei Allergien das Immunsystem fördernde Medikamente 4. Epidemiologie Durchschnittliches Erkrankungsalter: Jahre Verhältnis Frauen Männer 2:1 Nördlich des 46. Breitengrades in Europa und Nordamerika eine der häufigsten neurologischen Krankheiten Tritt familiär gehäuft auf 15fach höheres Risiko Nicht ansteckend

4 5. Krankheitsbild I Autoimmunkrankheit Immunsystem greift körpereigene Zellen an Entzündung der Bluthirnschranke Schädigung der Myelinscheiden Informationsübertragung über das Axon gestört Entzündungsherde = Plaques Vernarbung 5. Krankheitsbild II

5 5.Krankheitsbild III 6. Befallene Stellen Bevorzugt: Sehnerven, Balken, Hirnstamm- insbesondere Brücke mit Augenmuskelkernen, Kleinhirn und Kleinhirnstiele, Hinterstränge des Rückenmarks

6 6. Befallene Stellen 7. Verlaufsformen Schubförmig-remittierend Chronisch-progredient Sekundär-progredient

7 8. Symptome Die Symptomatik ist der Zahl und der Lokalisation der Entmarkungsherde (Plaques) entsprechend außerordentlich vielgestaltig Retrobulbäre Neuritis, Visusabfall (Sehschärfenabfall) totales / relatives Zentralskotom (Gesichtsfeldausfall) Drehschwindelattacken Sensibilitätsstörungen Motorische Symptomatik: Zentrale Paresen,Spastik Blasenstörungen Kleinhirnfunktionsstörungen (z.b. Nystagmus) Psychische Veränderungen 9. Diagnostik Verdacht ergibt sich aus Krankheitsgeschichte und neurologischer Untersuchung Weitere Methoden zur Sicherung der Diagnose: Liquoruntersuchung Messung Evozierter Potentiale mit EEG MRT CT Diagnostik MRT CT Liquor Zu Beginn 85% 10% 60% Im Verlauf 95% 40% 80%

8 10. Therapie I Zurzeit noch keine Therapie, die gezielt die Ursache bekämpft Gliederung in 3 Bereiche Therapie einzelner Symptome Therapie eines akuten Schubes Langzeittherapie Therapieform richtet sich u.a. nach: Krankheitsstadium, Grad körperlicher Einschränkung, Verlaufsform, Alter Therapie einzelner Symptome: Es wird der Entstehung schwerer Komplikationen vorgebeugt, z.b.: Osteoporose Offene Stellen durch Wundliegen Thrombosen Muskelverkürzungen Die Therapie lässt sich in medikamentöse und nichtmedikamentöse Maßnahmen unterteilen 10. Therapie II Therapie eines akuten Schubes: Allgemeine Maßnahmen: Vermeidung körperlicher und seelischer Belastung Physio- / Ergotherapie Medikamentöse Maßnahmen: Hauptsächlich Kortison dämpft das Immunsystem Langzeittherapie: durch verschiedene Medikamente können therapeutische Erfolge erzielt werden, die das Fortschreiten der Behinderung verzögern: Schübe verlaufen weniger schwer Schubfrequenz wird verringert Kann vor axonalen und neuronalen Schäden schützen Eines der Medikamente sind Interferone (ß-1b)

9 11. Interferon als Botenstoff Immunsystem besteht aus zellulärer und humoraler Abwehr Humorale Abwehr gliedert sich in Spezifische Abwehr durch die Antikörper Unspezifische Abwehr durch das Komplementsystem Abwehr durch das Komplementsystem durch Lysozym und Zytokine Interferon ist ein Zytokin Bei der MS wird das Interferon ß 1b eingesetzt Die Angriffe des Immunsystems auf das körpereigene Gewebe werden abgemildert. Erfolge durch Interferon: Verringerung der Schubrate Verlangsamung des Krankheitsverlaufs Darüber hinaus kommen, neben Kortison und Interferonen, weitere Medikamente zum Einsatz, die wir hier aber nicht weiter behandeln werden. 12. Soziale Begleiterscheinungen Umgang mit der Krankheit/Einstellung Teilnahme an Selbsthilfegruppen, Entwicklung von Problembewusstsein Linderung der Symptome durch: Medikamente Verhaltensweisen

10 13. Ausblick Ausbau ärztlicher und psychologischer Begleitung und Anlaufstellen Förderung entsprechender fachärztlicher Ausbildung Aufklärung der Öffentlichkeit Erhöhung der Forschungsgelder und - vorhaben 14. Quellen Pschyrembel Roche-Medizinlexikon

11 Danke für Ihre Aufmerksamkeit Lisa Hinrichsen & Klaas Rackebrandt

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