Depressiven und suizidalen Menschen begegnen

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1 UNIVERSITÄRE PSYCHIATRISCHE DIENSTE BERN (UPD) UNIVERSITÄTSKLINIK FÜR KINDER- UND JUGENDPSYCHIATRIE UND PSYCHOTHERAPIE Depressiven und suizidalen Menschen begegnen Dr. med. Stephan Kupferschmid Leitender Arzt Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie Vorstand Berner Bündnis gegen Depression

2 56 vollstationäre Behandlungsplätze: 15 für Kinder 41 für Jugendliche 42 Tagesklinische Behandlungsplätze: 6 für Vorschulkinder 27 für Kinder 9 für Jugendliche Ambulante Versorgung im ganzen Kanton 2

3 Depression kann jeden treffen auch Jugendliche Depression hat viele Gesichter Depression ist behandelbar

4 Patientenvignette Erstkontakt durch psychiatrischen Notfall des Inselspitals. Vorstellung in Begleitung der Eltern am Wochenende. Sorge wegen seit 6 Monaten gedrückter Stimmung, Gereiztheit, Konzentrationsproblemen und Leistungsknick in der Schule

5 Patientenvignette Selbstverletzungen mit Messer am Unterarm vor 2 Monaten Immer wieder Suizidgedanken, jedoch keine konkreten Planungen oder Handlungen Verdachtsdiagnose einer mittelgradigen depressiven Episode nach ICD-10 Indikation zur ambulanten Therapie gestellt

6 Patientenvignette Verdachtsdiagnose einer mittelgradigen depressiven Episode nach ICD-10 Indikation zur ambulanten Therapie gestellt Anamneseerhebung Sport immer sehr wichtig Rückschlag durch Verletzung kurz vor Aufstieg Vorkommen von Depressionen in der Familie

7 Symptome der Depression nach ICD-10 Hauptsymptome Herabgestimmtheit, die meiste Zeit, fast täglich, seit mindestens zwei Wochen Interessensverlust, Freudlosigkeit, Aktivitätseinschränkung Antriebslosigkeit, schnelle Ermüdbarkeit, Müdigkeit Weitere Symptome Kognitive Einschränkungen (z.b. Konzentration, Aufmerksamkeit) Reduziertes Selbstwertgefühl Psychomotorische Agitation oder Gehemmtheit Suizidales Verhalten Schlafstörungen,Appetitmangel, Gewichtsänderungen

8 Altersabhängige Symptompräsentation der Depression (nach Mehler-Wex, 2008) Kleinkind Schreien, Unruhe, Weinen Desinteresse, Passivität, Apathie, reduzierte Kreativität und Ausdauer Ein- und Durchschlafstörungen, Essstörungen, Infektanfälligkeit

9 Altersabhängige Symptompräsentation der Depression (nach Mehler-Wex, 2008) Schulkind Weinen, Trotz, aggressives Verhalten Selbstbericht über Traurigkeit, Lust- und Antriebslosigkeit, Rückzug, Konzentrationsprobleme, Schulversagen, ggf. erste lebensmüde Gedanken Somatische Beschwerden

10 Altersabhängige Symptompräsentation der Depression (nach Mehler-Wex, 2008) Jugendliche Teilnahmslosigkeit, Verzweiflung, Wut, Verweigerung Verlangsamung von Denken und Handeln, Leistungsprobleme, Angst, Selbstunsicherheit mit Selbstvorwürfen, Zukunftsängste, Suizidalität Morgentief, Früherwachen, psychosomatische Beschwerden

11 Epidemiologie Selbstverletzungen: bis zu 20% Suizide: 12 / Suizidversuche. Geschätzt 120 / Depressionen: %

12 Epidemiologie (Lewinsohn et al., 2001)

13 Ätiologisches Modell (Groen & Petermann, 2012)

14 Evidenzbasierte Therapiemöglichkeiten Psychotherapie Kognitive Verhaltenstherapie (I) Interpersonale Therapie (II) Familientherapie (IV-V) Klientenzentrierte Spieltherapie (IV-V) Tiefenpsychologische Therapie (IV-V) Pharmakotherapie Nur als Teil eines therapeutischen Gesamtplans Besonders bei schweren Formen und bei Suizidalität zu erwägen Umfassende Aufklärung der Patienten und Eltern auch über unerwünschte Nebenwirkungen und Off-Label Use Wirksam sind selektive Serotoninwiederaufnahmehemmer (SSRI) und Johanniskrautpräparate

15 Evidenzbasierte Therapiemöglichkeiten (Leitlinie AWMF: ) Ältere Kinder und Jugendliche mit depressiven Störungen sollen eine kognitiv-verhaltenstherapeutische oder eine interpersonelle Psychotherapie oder das Medikament Fluoxetin oder eine Kombination aus kognitivverhaltenstherapeutischer Psychotherapie und Fluoxetin erhalten. Einer Psychotherapie ist bei leichter bis mittelgradiger Depression zunächst Vorrang zu geben. Bei einer schweren Depression sollte eine Kombinationstherapie in Erwägung gezogen werden. Bei Pharmakotherapie sollten das Auftreten unerwünschter Arzneimittelwirkungen gut beobachtet und die empfohlenen Kontrolluntersuchungen durchgeführt werden

16 Evidenzbasierte Therapiemöglichkeiten (Leitlinie: ) Bei leichten Depressionen ohne Komorbidität und nennenswerte Risikofaktoren können aktiv abwartende Massnahmen ausreichend sein. Im Regelfall ist eine ambulante Behandlung anzustreben. Omega-3-Fettsäuren: Ein RCT, Evidenzgrad 3 Johanniskraut: Keine kontrollierten Studien, Evidenzgrad 4

17 Psychopharmakologie Response rate : 61% Bridge JA et al, JAMA 2007; 297: Prognostisch ungünstig: Schwere Depression Suizidalität Komorbidität Familiäre Konflikte Emslie GL et al, Psychiatric Annals 2011; 41: Goldstein TR et al, JAACAP 2007;46: Asarnow JR et al, JAACAP 2009; 48:

18 Patientenvignette Erstkontakt durch psychiatrischen Notfall des Inselspitals. Vorstellung in Begleitung der Eltern am Wochenende. Sorge wegen seit 6 Monaten gedrückter Stimmung, Gereiztheit, Konzentrationsproblemen und Leistungsknick in der Schule

19 Patientenvignette Selbstverletzungen mit Messer am Unterarm vor 2 Monaten Immer wieder Suizidgedanken, jedoch keine konkreten Planungen oder Handlungen Verdachtsdiagnose einer mittelgradigen depressiven Episode nach ICD-10 Indikation zur ambulanten Therapie gestellt

20 Patientenvignette Verdachtsdiagnose einer mittelgradigen depressiven Episode nach ICD-10 Indikation zur ambulanten Therapie gestellt Anamneseerhebung Sport immer sehr wichtig Rückschlag durch Verletzung kurz vor Aufstieg Vorkommen von Depressionen in der Familie

21 Patientenvignette Psychopharmakotherapie Information und Aufklärung des Patienten und der Eltern, insbesondere Off-Label-Use Fluoxetin (SSRI), Beginn mit 10 mg/tag, nach 3 Tagen Steigerung auf 20mg/ Tag Zuverlässige Einnahme, keine unerwünschten Nebenwirkungen, deutliche Besserung der Stimmung bessere Konzentration in der Schule

22 Patientenvignette Kognitive Verhaltenstherapie Krankheitsmodell des Patienten, Psychoedukation,Therapiemotivation Zusammenhang von Gefühlen, Gedanken, Handlungen, Analyse negativer Kognitionen Umgang mit Krisen

23 Patientenvignette Sport & Leistung immer sehr wichtig Rückschlag durch Verletzung kurz vor Aufstieg Hohe Ansprüche an sich, wenn nicht 100% dann gar nicht Sorge in persönlichen Beziehungen nicht zu genügen Unsicherheit bezüglich eigener Leistung Wenig Freude an Erfolgen

24 Patientenvignette Maladaptive Schemata (nach Young et al., 2008) Streben nach Zustimmung und Anerkennung: Bemühung um Anpassung auf Kosten der eigenen Entwicklung Selbstachtung abhängig von Reaktionen anderer Überempfindlichkeit gegenüber Zurückweisungen Überhöhte Standards/Übertrieben kritische Haltung: Bemühen, verinnerlichten Standards zu genügen Überkritische Leistung erzeugt Druck Beeinträchtigung in der Fähigkeit Freude zu empfinden

25 Patientenvignette Schematherapeutische Behandlungsziele (nach Young et al., 2008) Leistungen in einem Spektrum einordnen (schlecht-perfekt) Freude an Erfolgen zulassen und einüben Etwas Unvollkommenes schätzen auch an Bezugspersonen Methode: Kognitive Umstrukturierung im sokratischen Dialog

26 Notfallnummern

27 Depression kann jeden treffen auch Jugendliche Depression hat viele Gesichter Depression ist behandelbar

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